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Die DC 52's - Runde 4, Teil 2 - Wer braucht schon Story? DC, Deathstroke, Hawkman

Autor:  roterKater

Diesmal leider zwei eher bescheidene neue DC-Titel:


The Savage Hawkman

 

Eine weitere eher obskure Figur aus dem DC-Kosmos, die hier ein neues Antlitz erhält. Die Idee ist für einen Relaunch eigentlich gar nicht so blöd. Carter Hall verbrennt hier gleich zu Beginn seine aus dem mysteriösen NTH-Metall bestehende Falkenrüstung, die ihn zum Hawkman machte, um mit diesem Teil seiner Persönlichkeit abzuschließen. Doch die Rüstung gibt nicht so leicht klein bei und verschmilzt stattdessen mit Carter. So kann die neue Serie zum einen recht bruchlos an alte Veröffentlichungen anschließen und zum anderen einen neuen Einstieg für einen neuen Hawkman im neuen Design schaffen.

 

Leider bleiben Idee und Umsetzung zwei verschiedene Paar Schuhe. Heft 1 verrät uns weder, wie Carter in den Besitz der eigenartigen Rüstung gekommen ist noch warum er sie eigentlich loswerden will. Was dieses seltsame Metall ist, bleibt ebenso im Dunkeln wie der Grund, warum es nicht von Carter ablässt. Der Neustart ist also ein Start in Verwirrungen, die bei der Hauptfigur nicht aufhören. Während Carter sich nämlich noch mit seiner neuen Existenz zu arrangieren versucht, birgt Professor Ziegler, für den Carter als Kryptologe arbeitet, im Meer ein uraltes außerirdisches Schiff. Nur scheint sich in der Welt von The Savage Hawkman niemand sonderlich über außerirdische Relikte zu wundern. Natürlich kommt es wie es kommen muss. Dem Wrack entschlüpfen schleimige ETs, die den neu erwachten Hawkman zum Kampf herausfordern ...

 

Hat man sich einmal mit dem etwas albernen Kostüm des Protagonisten abgefunden, kann The Savage Hawkman aber immerhin zeichnerisch glänzen. Die Bilder haben eine wunderschöne malerische Qualität, die mit dem eher realitätsnahen Stil besonders Freunde anspruchsvoll gezeichneter frankobelgischer Albencomics ansprechen dürfte. Das Cover überzeugt mit einer ultra-detailreichen und dynamischen Darstellung des Hawkman auf edlem weißen Grund, und besonders die letzte Seite im Heft ist einfach nur Wow! Mal einen Blick ins Heft zu werfen lohnt, aber wen die Zeichnungen nicht umhauen, wird mit dem Rest wohl nicht wirklich glücklich.

 

 

 

Death Stroke

 

Death Stroke ist ein vernarbter, muskelbepackter alter Söldner, und als "Metahuman", was immer das sein soll, natürlich nahezu unbesiegbar. Zudem geht er grundsätzlich ebenso gewissen- wie rücksichtslos vor und ist allgemein natürlich total Badass, was uns auch der Off-Text des Hefts noch einmal mitteilt (für die etwas langsamen). Die Story schickt Death Stroke mit ein paar nervigen Nachwuchssöldnern auf eine gefährliche Mission, um einen bösen deutschen Waffenhändler, der aussieht wie Nosferatu, auszuschalten. Aber natürlich steckt noch viel Belangloses mehr dahinter, der böse Deutsche hält Stroke einen Koffer voll McGuffins unter die Nase, und am Ende gibt die Story uns noch eine böse Punchline, die zeigt, wie Badass dieser Death Stroke eigentlich ist.

 

Tja, das schönste an dem Heft ist noch das Cover. Die Zeichnungen sind genauso grobschlächtig wie die Story, die leider jegliche Spannung vermissen lässt. So wirklich empfehlen kann man das eigentlich niemandem. Außer jemand steht auf besonders zynisch-brutale Action-Gülle. Der kann sich ja gerne mal an dem Heft probieren. Mein Fall war das nicht.