Zum Inhalt der Seite




Schlagworte
[Alle Einträge]

Top 15

- DManga (72)
- Doujinshi (21)
- Codex Conventionis Daemonum (18)
- DC (17)
- Manga (14)
- tokyopop (14)
- Baito Oh! (12)
- Carlsen (10)
- EMA (9)
- LBM (9)
- ConHon (8)
- Delfinium Prints (8)
- Dämonen (8)
- MCC (8)
- demon lord camio (7)

Die (ganz subjektiv) besten deutschen Manga 2014 (oder zumindest ein Teil davon) 2014, Bestenliste, Carlsen, DManga, Doujinshi, EMA, Get Your Man, Schwarzer Turm, Tokyopop

Autor:  roterKater
 
Happy new year allerseits!
 
2014 dürfte bisher wohl das beste Jahr für den deutschsprachigen Manga gewesen sein. Ich hab ja letztes Jahr fleißig versucht, alle DManga-Neuheiten hier im Blog zu listen (hier noch mal der letzte Teil mit Übersicht). Da Bestenlisten zum Jahresende schwer in Mode sind, hab ich mich hier auch mal an einer versucht. Diese reflektiert natürlich nur meine ganz private Meinung, und, ganz egal, wie umfangreich man sie anlegt, immer hätten noch ein Stapel weiterer Titel Erwähnung verdient. Also nehmt's am besten als kleine, unvollständige, ganz subjektive Empfehlungsliste!
 
#20: MARTILLO'S MYSTERIOUS BOOKS von Luisa Magical_Yaku Velontrova (Tokyopop)
 
 
Eine niedliche Shoujo-Fantasy-Geschichte um Magie und Bücher, sehr sauber, klar und kontrastreich gezeichnet, in Luisas unverwechselbar niedlichem No-Nose-Stil. Linearts, Hintergründe und Actionszenen lassen zeichnerisch wenig zu wünschen übrig. Das Ganze ist getragen von einer leichten, humorvollen Atmosphäre. Woran es noch ein bisschen fehlt, sind Drama und Spannung in der Erzählung. Besonders zum Finale hin geht für unsere Helden doch alles ziemlich glatt über die Bühne. Dennoch sehr lesenswertes Langcomic-Debüt!
Tokyopop stellt den Manga übrigens auch in einer Gratis-Webversion zur Verfügung!
 
 
#19: AQUABOX HEADQUARTERS ZERO von Marika yamiz Paul & Sia (Doujinshi)
 
 
Ein Boyslove-Manga mit Superhelden-Thematik? Aber immer doch her damit! Wenn man dem Band etwas vorwerfen will, dann, dass in der Nummer Null von beidem noch nicht so wirklich viel zu erkennen ist. Aber hier gibt's ja auch erstmal nur die Vorgeschichte. Dafür verwöhnt das Heft mit schicken Zeichnungen, die durchaus auch Einflüsse des amerikanischen Superhelden-Mainstreams aufgreifen. Lohnenswerter Genre- und Kulturmix.
 
 
#18: CRASH 'N' BURN von Mikiko abgemeldet Ponczeck (Tokyopop)
 
 
 
Nach wiederholten Verschiebungen erschienen beide Bände im Sommer in kurzer Abfolge und dürften sich verkaufstechnisch als Überraschungshit des Jahres erwiesen haben. Zumindest hörte man hier und da Händler schon von der "neuen Anna Hollmann" schwärmen. Das Boyslove-Musikdrama überzeugt Genre-untypisch mit harten Jungs, klaren, schnörkellosen Zeichnungen und intensivem Drama, auch wenn der Abschluss in Band 2 (SWAT-Team) dann doch ein klein wenig unfreiwillig komisch geraten ist. An Yonen Buzz kommt es erzählerisch zwar nicht ganz ran. Aber dafür gibt's halt mehr unverdünnten Männersex!
 
 
#17 BRAVE von Patricia-Vanessa Rechenbaer Müller (Doujinshi)
 
 
Wunderschön unspektakuläre und gefühlvolle Kurzgeschichte um Mut und wichtige Entscheidungen, in einem traumhaften, pastelligen Vollfarb-Zeichenstil, der auch eher Graphic-Novel-affines Publikum ansprechen sollte. Bezaubernd!
 
 
#16 KA-MO von Ban_Zarbo (Doujinshi)
 
 
Hier gibt's knallige Fantasy-Action nach japanischem Mainstream-Shounen-Vorbild, und das ist gerade zeichentechnisch dahingehend wirklich beeindruckend. Wer noch Zweifel hegt, dass es die heimischen Mangaka an Skills mit den japanischen Vorbildern aufnehmen können, kann sich hier eines Besseren überzeugen. Nur die Story ist dabei noch etwas konfus und in den Actionszenen ewas unübersichtlich geraten. Aber das kann man genau genommen auch über viele japanische Titel sagen. Cope Soul von Zwillingsschwesterchen Gin_Zarbo ist übrigens ähnlich gelagert und genauso empfehlenswert.
 
 
#15 VERNARRT 2 (diverse) (Doujinshi)
 
 
In der zweiten Ausgabe der empfehlenswerten Nachwuchs-Doujinshi-Anthologie haben es mir zwei Storys besonders angetan: VERsez-moi von Hanna anotheryou Wenzel und Sophie Salamandra Schönhammer ist eine gefühlvoll erzählte und edel gezeichnet Kurzgeschichte um einen alten Mann, eine junge Kellnerin und die Einsamkeit, die sie verbindet. Bei VERsteckt von Franziska Babbelfish Beyer wird's dagegen echt schräg, wenn die unsichtbaren Monster in unserer Begleitung uns das Leben durcheinanderwürfeln. Und dieses junge Gemüse immer mit ihren begnadeten Zeichenskills! Der Band hält auch noch ein paar weitere Überraschungen bereit und ist eine wirklich lohnenswerte Anschaffung.
 
 
#14 HOCKEY HOMO 1+2 von Nana Yaa Kyere (Neon Comics)
 
  
 
Der passend betitelte Yaoi-Eishockey-Manga dürfte ja mittlerweile zu den bekanntesten Szene-Instanzen zählen. Und zurecht: Der flott gezeichnete und unterhaltsam erzählte Sport-Porno besticht besonders durch die frechen Dialoge und die unverkrampften Sexszenen, die stets bemüht sind, typische Boyslove-Klischees zu umschiffen. Zeichnerisch vermisst man trotz des zeitökonomischen Ansatzes nichts, denn Paneling, Seitenaufbau und Gefühlsdarstellungen sind tadellos. Was noch etwas stört, sind die ausschweifenden Gedankenmonologe, die oft nur erklären, was eigentlich auch zwischen den Zeilen deutlich wird und zwei Seiten später zur Sicherheit nochmal im Dialog auftaucht (die Figuren tragen ihr Herz eh alle auf der Zunge). Aber irgendwie passt's ja auch wieder zu den Sexszenen, dass hier absolut nichts der Phantasie überlassen bleibt. In jedem Fall eine sehr spaßige Lektüre!
Lest die Webversion, wenn ihr alt genug dafür seid!
 
 
#13 BEYOND TIME von Zorika Wopanda Gaeta (Doujinshi)
 
 
Inhaltlich klingt diese Fantasy-Geschichte erst mal nach Altbekanntem: Schülerin trifft im Wald mysteriösen jungen Mann, und bald beginnen Traum und Wirklichkeit zu verschmelzen. Die stilistische Umsetzung aber ist höchst originell: Zorika arbeitet mit Umschärfen und Tiefenmontagen; die Zeichnungen entwickeln so beim Lesen eine seltsame Eigendynamik und saugen einen direkt in das Geschehen ein. Interessantes, faszinierendes Stilexperiment.
 
 
#12 REMORSE von pearsfears (Doujinshi)
 
 
Die Fortsetzung zum letztjährigen Boyslove-Doujinshi Remains bietet wieder eine bittersüße Liebesgeschichte. Allein schon das Cover ist erneut echt ein Traum. Zeichnungen (bis auf ein paar anatomische Kleinigkeiten), Bild- und Erzählfluss sind wirklich beeindruckend, und Pears scheut sich auch nicht, den LeserInnen zum Ende der Geschichte mal eben gnadenlos das Herz zu brechen. Eine der deutschen Mangaka, die sich gegenwärtig am schnellsten weiterentwickeln. Traurig-schön.
 
 
#11 78 TAGE AUF DER STRASSE DES HASSES Heft 14-17 von David Yeo Füleki (Delfinium Prints)
 
 
Zu Defs Meta-Comedy-Splatter muss man eigentlich nichts mehr sagen. Wer's noch nicht kennt, kann sich ja mal endlich die überarbeiteten Neuausgaben bei Tokyopop zulegen. Die wie üblich selbst getackerten Heftchen sind natürlich nochmal 'ne Ecke charmanter. Das den Großteil der bisherigen Hefte füllende Lausbuben-Battle-Royal findet nun endlich seinen Abschluss (Heft 18 mit dem Finale gibt's auch schon, aber das hab ich noch nicht, also HALTET BLOSS DIE KLAPPE!) und man darf gespannt sein, wie sich die Serie zurück zum ursprünglichen Ansatz der Handlung begibt. Kult!
 
 
#10 BASAR DER ERINNERUNGEN von Diana crow13 Liesaus (Doujinshi)
 
 
Bildschönes, orientalisch angehauchtes Fantasy-Märchen um einen geheimnisvollen Geschichtenerzähler, das überwiegend in Bleistift gehalten ist und so, auch in seiner technischen Vollendung, an Marie Sanns Krähen erinnert. Absoluter Eyecandy!
 
 
#9 WALD von Katharina kacha Kirsch (Doujinshi)
 
 
Ein alter Jäger, eine mysteriöse Rehfrau, ein kleiner Junge ... Diese Kurzgeschichte besticht nicht nur mit traumhafter Naturkulisse und wunderschönen Zeichnungen, sondern auch mit einer schönen Dosis an guter alter Unheimlichkeit. Viel passiert nicht, aber er wirkt nach. Klassischer Grusel in hochmoderner Optik.
 
 
#8 AUSGESPROCHEN AUSGESCHRIEBEN von Lancha und Sethan (Doujinshi)
 
 
Von Aufmachung, stilistischer Umsetzung und Erzählführung kommt dieses Heft wie ein klassisches japanisches Boyslove-Doujinshi daher, spielt aber in Berlin, was dem Ganzen eine besondere Note verleiht. Technisch und erzählerisch ist das zudem absolut auf der internationalen Höhe der Zeit, und die gefühlvolle Geschichte um ein Coming-out per Brieffreundschaft setzt sich über die darstellerischen Mittel des Manga durchaus ambitioniert mit den Sorgen schwuler Jugendlicher auseinander. Auch der Druck ist sehr hochwertig.
 
 
#7 DREIZEHN von Justyna Dezibel Koj (Egmont Manga)
 
 
Gerade hatten wir erst Märchen, dann Schauerromantik und dann Boyslove, und jetzt alles drei zusammen in einem Band! Die ebenso humorvolle wie spannende Schornsteinfeger-Mär überzeugt in den romantischen wie den gruseligen Passagen und lässt zeichnerisch zu keiner Zeit vermuten, dass man hier ein Debüt-Werk vor der Nase hat. Lesenswert!
 
 
#6 LOST CTRL 1 von Evelyne evy_clocharde Park (Carlsen Manga)
 
 
Was unsere nach Korea verheiratete Exilschweizerin hier abliefert, dürfte viele überrascht haben, nämlich eine waschechte Science-Fiction-Story über den Albtraum allgegenwärtiger Vernetzung und eine kleine Rebellengruppe, die erbittert versucht, das System zu unterwandern. Der Manga trägt dabei durchaus auch märchenhafte Züge und legt im Gegensatz zu vielen anderen Sci-Fi-Comics viel Wert auf das emotionale Innenleben der Figuren und die zwischenmenschlichen Beziehungen des merkwürdigen kleinen Rebellen-Biotops. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär gezeichnet, entwickelt aber schnell eine faszinierende Sogkraft. Die Fortsetzung wird sehnlichst erwartet!
 
 
#5 HEARTS FOR SALE von Julia K. miyuli (Doujinshi)
 
 
Der bilderbuchhafte, vollfarbige Märchen-Manga hat auch international einiges Aufsehen erregt. Bezaubernd und technisch vollendet gezeichnet, gefühlvoll und einfach nur wunderschön.
 
 
#4 Omega von fuwishi (Doujinshi)
 
 
Inhaltlich gibt es hier recht typische, aber stimmungsvoll erzählte Boyslove-Romance. Was mich hier aber wirklich umgehauen hat, ist das Artwork und insbesondere das Seiten-Layout. Um zu beschreiben, was hier vor sich geht, fehlt uns das comickritische Vokabular, aber hier trifft modernste Graphic-Design-Kunst auf visuelles Manga-Storytelling. Wie die Panels, verbunden durch allerlei grafische Muster, spielerisch frei über die Seiten fliegen, die Texte ins Design einbeziehen und dabei auch noch die Erzählung unterstützen, ohne sich als bloßer formalistischer Manierismus zu entpuppen, hab ich zumindest so noch nicht gesehen. Und ja, auch hierbei handelt es sich um ein Debütwerk. Dass sich das künstlerische Potential der jungen Berlinerin damit noch lange nicht erschöpft, bewies sie dieses Jahr übrigens auch mit dem bezaubernden Aquarell-Storybook The Cat that Knows Chopin.
 
 
#3 GLOW von Theresia MagicRabbit Zimmermann (Doujinshi)
 
 
Die drei Grusel-Kurzgeschichten in diesem Storybook sind, besonders textlich, unglaublich einfach gehalten, aber gleichzeitig auch wirklich, wirklich creepy. Gerade die zweite Geschichte Spuk führt das an sich total simple Konzept zu einem echt unheimlichen Gänsehaut-Ende. Die reduzierte Aquarell-Optik führt den Blick dabei geschickt auf Entdeckungsreise nach wichtigen Details in den Bildern. Ganz großartiges Büchlein für Gruselfreunde.
 
 
#2 HE'S HALF-BAKED von Anna HolzEsserin Backhausen und Sophie Salamandra Schönhammer (Doujinshi)
 
 
Von Anna und Sophie kam ja dieses Jahr einiges raus, unter anderem auch in der oben bereits erwähnten zweiten VERnarrt-Anthologie. Zusammen bilden sie aber ein echten Dream-Team. Neben dem hier erwähnten Heft erschienen noch zwei weitere gemeinsame Doujinshi dieses Jahr, Petrichor und Get this Straight. Die hätten hier genauso gut stehen können, aber Sophies ungemein spritzige Dialogführung dieser Rom-Com um einen schlagfertigen Studenten und eine ebenso flinkzüngige Endzwanzigerin macht den Titel zu meinem persönlichen Favo des Duos. Und Anna gehört mit ihren 19 Jahren zeichentechnisch bereits jetzt zu den absoluten Hoffnungsträgern der deutschen Mangaka-Zunft.
 
 
#1 GET YOUR MAN von von Kami kamidog (Schwarzer Turm)
 
 
Tja, was soll man dazu sagen? Die Überraschung des Jahres kam komplett aus dem Nichts und hat sie im vergangenen Jahr alle weggerockt! Der frech-frivole Boyslove-Manga um Mountie Francis und Chirurg Charles erzählt seine Episoden nicht in einer Handlungswelt, sondern in unzähligen Parallelwelten, mal in der Zukunft mit Francis als Roboter, im Weltall oder zur Studentenzeit. Gleich bleibt der absurde Humor und der schräge Zeichenstil, der immer wieder in putzige Chibi-Darstellungen verfällt und nebenbei auch keinen Bogen um Körperbehaarung und Bierbäuchlein macht. Die vollfarbigen Zeichnungen geben dem Ganzen noch den Extrakick. Der Stil ist einfach nur lässig, cool und witzig und dabei auch noch höchst originell. Ein ebenso ungewöhnliches wie unterhaltsames Büchlein, und dank der tollen Verarbeitung auch rein haptisch eine der besten Veröffentlichungen des letzten Jahres!
In Webversion und Druckversion gibt es diverse alternative Episoden.
 
 
Und jetzt würde mich natürlich noch interessieren: Wie sehen eure Highlights aus? :3
 
In den nächsten Tagen kommt übrigens noch ein Post zu den besten Webmanga 2014. Also schaut doch später mal wieder rein!

DManga-Publikationsliste 3. Quartal 2014 Carlsen, Delfinium Prints, DManga, Doujinshi, EMA, Forschung, Neon Comics, Schwarzer Turm, Tokyopop, Zwerchfell

Autor:  roterKater
 
Mit ein bisschen *hust* Verspätung hier das dritte Quartal 2014. Zentrum war hier natürlich die Connichi, deren Doujinshi-Markt dieses Jahr entgültig den Status der Überlastung erreicht hatte. Doch auch wenn Kassel platzmäßig mittlerweile hinter den Doujinshi-Märkten der LBM und der DoKomi zurückstecken muss, tat das der Publikationsflut keinen Abbruch, und die Veröffentlichungszahl blieb auch im Dritten Quartal stabil.
 
Tokyopop arbeitete weiter ausstehende Releases ab, sodass mir insgesamt 7 Großverlagsveröffentlichungen ein deutliches Jahreshoch erreicht wurde (3 im ersten und 1 im zweiten Quartal). Auch die Kleinverlage, insbesondere Delfinium Prints, haben für die Connichi ordentlich aufgefahren. Hier zählen wir 9 neue Titel (4 im ersten und 8 im zweiten Quartal). Und trotz räumlicher Enge im Kasseler Kongress-Palais brachte es die Doujinshi-Riege erneut auf 28 neue Publikationen, sodass wir uns auch im dritten Quartal an insgesamt 44 neuen Titeln erfreuen konnten (52 im ersten und 42 im zweiten Quartal).
 
Hier findet ihr die Liste vom ersten Quartal (mit Statistiken) und hier die vom zweiten Quartal.
 
Wie immer gilt: Die Liste gibt sich beste Mühe, kann aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Wenn euch noch was einfällt, das hier fehlt, bitte in die Kommentare oder sonstwie an mich ran! Danke!
 
 
Großverlage:
 
CRASH 'N' BURN 1 von Mikiko abgemeldet Ponczeck (Tokyopop)
- Boyslove
- 168 Seiten (davon 4 Farbseiten), westl. LR
- 6,95€
 
CRASH 'N' BURN 2 von Mikiko abgemeldet Ponczeck (Tokyopop)
- Boyslove
- 168 Seiten (davon 4 Farbseiten), westl. LR
- 6,95€
 
DREIZEHN von de.zibel Dezibel (Egmont Manga)
- Fantasy / Boyslove
- 192 Seiten, jap. LR
- 6,50€
 
LOST CTRL 1 von Evelyne evy_clocharde Park (Carlsen Manga)
- Sci-Fi
- 196 Seiten (davon 4 Farbseiten), westl. LR
- 6,95€
 
- Comedy / Action
- 196 Seiten (von 4 Farbseiten), westl. LR
- 5€
 
MARTILLO'S MYSTERIOUS BOOKS von Luisa Magical_Yaku Velontrova (Tokyopop)
- Fantasy
- 168 Seiten (davon 3 Farbseiten) + Sammelkarte, jap. LR
- 6,50€
 
TEMPEST CURSE 1 von Martina Soen Peters (Carlsen Manga)
- Mystery / Fantasy
- 200 Seiten (davon 6 Farbseiten), westl. LR
- 6,95€
 
 
Kleinverlage:
 
78 TAGE AUF DER STRASSE DES HASSES 16 von David Yeo Füleki (Delfinium Prints)
- Comedy / Action
- 24 Seiten, westl. LR
- 3€
 
THE CHRONICLES OF RIOT von Christin Kleinschmidt (Delfinium Prints)
- Fantasy / Furry
- 90 Seiten, Farbe, westl. LR
- 8€
 
DEAD ENDS von Michel roterKater Decomain, David Yeo Füleki, Marika demoniacalchild Herzog, Martin MaddinBlechdose Geier, Carolin CriD Reich (Zwerchfell)
- 4 Zombie-Kurzgeschichten
- 160 Seiten, westl. LR
- 12€
 
GET YOUR MAN von Kami kamidog (Schwarzer Turm)
- Boyslove, 18+
- 64 Seiten, Klappbroschur, Farbe, westl. LR
- 9,80€
 
GLÜCK IST: WENN MAN AUFWACHT UND NOCH EINE NIERE DA IST. von Marcel Hugi Hugenschütt (Delfinium Prints)
Comedy
- 24 Seiten, westl. LR
- 3€
 
GRABLICHT 3 von Daniela  Horrorkissen Winkler (Delfinium Prints)
- Fantasy
- 204 Seiten (davon 12 Farbseiten), westl. LR
- 8€
 
HOCKEY HOMO 2 von Nana Yaa Kyere (Neon Comics)
- Boyslove, 18+
- 224 Seiten (davon 4 Farbseiten), westl. LR
- 8,50€
 
INFAMOUS JUSTICE FORCE STRIKERS MISSION 001: FEUERBACH von David Yeo Füleki (Delfinium Prints)
- Action / Horror
- 90 Seiten, westl. LR
- 7€
 
SHONEN PHALANX von David Yeo Füleki, Marcel Hugi Hugenschütt, Michael Michel Wild, Stephan Chop Scholz, Martin Rudat, Ri, Diane Ernzen, Nana Yaa Kyere, Ihabo Azzamo, oshime (Delfinium Prints)
- Anthologie zur 12h-Manga-Challenge
- 186 Seiten, westl. & jap. LR
- 9€
- einzelne Webversionen bei den jeweiligen AutorInnen
 
 
Doujinshi-Anthologien:
 
IMBISS - DIE KANTINE FÜR NACHTSCHWÄRMER von Don Kringel, Mario Diehl u.a. (ArtMacoro)
- 5€
 
 
Einzel-Doujinshi:
 
- Boyslove
- 42 Seiten, Großformat, jap. LR
- ca 9€?
 
BEFORE JULIET von Ta_Moe
- Boyslove
- 150 Seiten, dt. oder engl., jap. LR
- 10€
 
BLACK BUTTERFLY von  SeductionParade
- Boyslove, 18+
- 48 Seiten, jap. LR
- 5€
 
BORDERLINE von Shirlaii & Sharix
- Boyslove
- 30 Seiten, jap. LR
- 8€
 
BRAVE von Rechenbaer
- Drama / Romance
- 20 Seiten, Farbe, engl., jap. LR
- 5€
 
- Sherlock/Hobbit-Doujinshi
- 72 Seiten, dt. & engl., jap. LR
- 7€
 
FORBIDDEN  von Saitou
- Boyslove, 18+
- 32 Seiten, davon 2 Farbseiten
- 6€
 
GET THIS STRAIGHT von Sophie Salamandra Schönhammer & Anna HolzEsserin Backhausen
- Boyslove
- 48 Seiten, jap. LR
- 6€
 
GLOW von Theresia MagicRabbit Zimmermann
- Horror, Bilderbuch
- 28 Seiten, Farbe, westl. LR
- 7€
 
HE'S HALF-BAKED von Sophie Salamandra Schönhammer & Anna HolzEsserin Backhausen
- Romance
- 30 Seiten, jap. LR
- 5€
 
KA-MO von Ban_Zarbo
- Fantasy, Action
- 80 Seiten, davon 8 Farbseiten, jap. LR
- 7,50€
 
- Boyslove, 18+
- ca. 50 Seiten, jap. LR
- 10€
 
- Fantasy, Boyslove
- 32 Seiten, Farbe, jap. LR
- 10€
 
MORGENS MITTAGS ABENDS von Désirée nayght-tsuki Kunstmann
- Romance
- 52 Seiten, jap. LR
- 6€
 
ORANGE + BLUE von Ciura
- Digimon-Doujinshi
- 5€
 
OVUM von Wieland sorata08 Möbus & Tina Alexis_Hiemis Harnisch
- Horror
- 28 Seiten, westl. LR
- 3€
 
THE PINK END von Zeemo
- Boyslove, 18+
- 74 Seiten, westl. LR
- 7€
 
PURE von Janusz -Niku- Polewski
- Sci-Fi
- 20 Seiten, davon 2 Farbseiten, jap. LR
- 4€
 
REMORSE von pearsfears
- Boyslove
- 48 Seiten, engl., jap. LR
- 6€
 
SEE ME. LOVE ME. von MKArtworks
- Boyslove, 18+
- 62 Seiten (davon 4 Farbseiten), jap. LR
-10€
 
- Fantasy
- 196 Seiten (davon ca. 20 Farbseiten), jap. LR
- 20€
 
SUGERLAND INFUSION Sammelband von Mullana
- Fantasy
- 202 Seiten (davon 8 Farbseiten), westl. LR
- 7€
 
THREESOME 1 von Estral
- Boyslove, 18+
- 48 Seiten, jap. LR
- 7€
 
TOJIN EYE 6 von Kai Heinrich
- 52 Seiten, westl. LR
- "Mit Poster zum Ausschneiden und Basteln"
- 6,95€
 
TOJIN EYE 7 von Kai Heinrich
- Abschlussband!
- 56 Seiten, westl. LR
- "Mit Poster zum Ausschneiden und Basteln"
- 6,95€
 
UCHUJIN EROS von Fuku
- Boyslove, 18+
- 50 Seiten, engl., jap. LR
- 9€
 
WORLDS END von Janusz -Niku- Polewski
- Sci-Fi
- 20 Seiten, davon 2 Farbseiten, jap. LR
- 4€

Statistics! DManga auf der Leipziger Buchmesse 2014 Carlsen, DManga, Doujinshi, EMA, Forschung, Kuchen, LBM '14, MCC, Statistiken, Tokyopop

Autor:  roterKater
UPDATE 22.07.2014:
 
AnMo hat noch einige weitere DManga-Titel auf der LBM ausgemacht, die mir entgangen sind. Diese sind unten bei Einzeltitel ergänzt. Die Online-Infos sind leider sehr spärlich und für mich nicht überprüfbar. Vielleicht hat ja jemand von euch die Hefte in die Hand bekommen und kann etwas mehr dazu sagen. Taiyaki hab ich rausgelassen, weil es sich augenscheinlich nicht um eine Manga-Publikation handelt.
Damit ist die Anzahl der DManga-Publikationen im ersten Quartal 2014 auf 52 angestiegen. In die Statistiken sind die Titel jetzt allerdings nicht mehr eingearbeitet.

 

Dass die vergangene Leipziger Buchmesse mit dem neuen Anhängsel namens Manga Comic Convention eine neue Gipfelspitze in der deutschsprachigen Doujinshi-Produktion markieren würde, war ja schon seit Ende letzten Jahres absehbar. Die Ausmaße erahnen konnte man spätestens, seit wir begannen, die Liste der Neuerscheinungen in diesem Weblog zu sammeln. Wie radikal sich die Doujinshi-Szene allerdings von der Verlagslandschaft emanzipiert hat, wird wohl erst so richtig durch nackte Zahlen (und leckere Kuchendiagramme) deutlich und soll hiermit nachgeholt werden. Dafür eignet sich die LBM eben besonders gut, da dort neben einem großen Doujinshi-Markt auch alle deutschen Manga-Verlage anwesend sind.

Beginnen wir als erstes mit einer Auflistung aller neuen deutschsprachigen Manga-Publikationen für die Leipziger Buchmesse. Folgende Kriterien wurdne für die Aufnahme in die Liste berücksichtigt.

- Titel, die vor und um die Leipziger Buchmesse publiziert, aber nicht direkt dort angeboten wurden, wurden mit aufgenommen; ebenso Titel, die eigentlich für die Messe produziert, aber wegen Lieferverzögerungen nicht rechtzeitig eingetroffen sind. Die Titel sind entsprechend gekennzeichnet. Wer sich damit schwer tut, kann die Liste auch besser als Quartalsliste auffassen. Oder eine eigene Liste schreiben.

- Neuausgaben und Nachdrucke wurden nicht berücksichtigt, mit Ausnahme von Alpha², da dieses immerhin um einen 15-seitigen Epilog erweitert wurde und ich sonst bei Großverlagen nur noch über mich selbst und dieses eine Tokyopop-Heft schreiben könnte, was von Aufmachung und Verkaufsstrategie her eigentlich eher als Doujinshi funktioniert.

- Ebenfalls nicht aufgenommen sind Artbooks, Kalender und vergleichbare Publikationen, sowie digitale Veröffentlichungen. Das wäre angesichts der deutschsprachigen Doujinshiszene ein Fass ohne Boden.

Verlagspublikationen:

Großverlage:

 

- Demon Lord Camio (EMA) - 194 Seiten (davon 2 Farbseiten)

- Alpha² (Carlsen Manga) - 196 Seiten (davon 4 Farbseiten)

- Dio+ Dolor Ascension (Tokyopop) - 40 Seiten, Sonderformat

 

Kleinverlage:

 

- Nachtläufer 2 (Comic Culture Verlag) - 224 Seiten

- Iakes (Comic Culture Verlag) - 192 Seiten, davon 4 Farbseiten

- 78 Tage auf der Straße des Hasses 14 (Delfinium Prints) - 28 Seiten

- 78 Tage auf der Straße des Hasses 15 (Delfinium Prints) - 24 Seiten

 

VerlagsautorInnen:

 

Spoiler
 

- Marika demoniacalchild Herzog (als Chasm) - Demon Lord Camio

- Michel roterKater Decomain (als Chasm) - Demon Lord Camio

- Kamineo - Alpha²

- eulenkueki - Alpha²

- Khaos - Dio+ Dolor Ascension

- Katharina kacha Kirsch - Nachtläufer 2

- Miriam miri-chuuei Esdohr - Iakes

- David Yeo Füleki - 78 Tage auf der Straße des Hasses 14 & 15

Das macht insgesamt 7 Publikationen, davon 3 bei Großverlagen, wobei es sich wie gesagt bei Alpha² um eine Neuausgabe einer Kleinverlagspublikation beim Schwarzen Turm handelt.

 

Diese 7 Publikationen beinhalten ingesamt 898 Seiten (Umschläge nicht mitgezählt), davon 10 Farbseiten (1,1%). Die Großverlage machen hierbei 430 Seiten aus (47,9%) und die Kleinverlage 468 Seiten (52,1%). Die Publikationen bei den Kleinverlagen sind stark rückläufig. Cursed Side ist ins Romansegment gewechselt. Fireangels hat sich zunehmend auf Merchandise spezialisiert. (Hier war allerdings tatsächlich eine neue Ausgabe von Lily für die LBM geplant, die aber leider nicht rechtzeitig fertig wurde.) Dennoch publiziert der Kleinverlagsbereich immer noch etwas mehr als der Großverlagsbereich, aber das wird vermutlich zum letzten Mal der Fall gewesen sein.

 

Insgesamt 8 AutorInnen haben aktuell bei Verlagen publiziert, davon 5 Frauen (62,5%) und 3 Männer (37,5%). Das klingt ausgeglichener, als es ist, da zwei der Männer nur Heftpublikationen herausbrachten und der dritte nur als Autor tätig ist. Betrachter man die tatsächlichen Seiten, haben Frauen davon 806 gezeichnet (89,8%) und Männer 92 (10.2%), womit das Verhältnis schon wieder ganz anders aussieht.

 

 

Doujinshi:

 

Anthologien:

 

- Baito Oh! Special: Die besten Beiträge des DJGB-Manga-Wettbewerbs 2013 - 352 Seiten

- Kawaii! Anthologie 1 - 230 Seiten, davon 6 Farbseiten

- VERnarrt 2 - 216 Seiten, davon 3 Farbseiten

- It's Shonen Time - 160 Seiten

- KIBUN Manga & MOOD Comics - 240 Seiten, davon 8 Farbseiten

- Animexx Hentai-Mixx 2 - 322 Seiten, davon 95 Farbseiten

- Chakusō* - 202 Seiten

 

Einzelpublikationen:

 

- Aquabox Headquarters Zero (Sia & Yamiz) -52 Seiten

- Azat - Frei (Lysosoup) - 72 Seiten

- ausgesprochen ausgeschrieben (Lancha & Sethan) - 50 Seiten; Sonderformat

- Basar der Erinnerungen (Diana Liesaus) - 68 Seiten

- Beyond Time (Zorika Gaeta) - 66 Seiten

- Blumensprache (RoseNose) - 44 Seiten

- Exchange Student: Detective Conan Kaito x Shinichi Fanbook 1** (lemon*squasch) - 24 Seiten

- Brave & Safe (Daniela Winkler & Nana Kyere) - 38 Seiten

- Candy UoROAR (Reyhan Yildirim) - 58 Seiten

- Conquer Yourself (Lysosoup & Naachi) - 36 Seiten

- Cope Soul (Gin Zarbo) - 92 Seiten, davon 3 Farbseiten

- Cyber Romance (Okami-to-Suzaku) - 90 Seiten

- Falling Snow (Olga Rogalski) - 48 Seiten

- Fur & Silk: Petplay (Girlan Tesshue) - 24 Seiten, davon 2 Farbseiten

- HariSen (Yoru-chi) - 50 Seiten; Sonderformat

- Hearts for Sale (Miyuli) - 30 Seiten, Farbe

- Herzblut Vol. 1 (EagleVision) - 44 Seiten

- i·seki** (Safaia) - 72 Seiten

- Katzenprinz (Pearsfears & Minou) - 24 Seiten

- Leid und Verderben* (CHASM) - 16 Seiten, Farbe

- Das letzte Wort ... (Patricia-Vanessa Müller) - 82 Seiten, Farbe

- Lookout (nayght-tsuki) - 40 Seiten

- Mechanical Princess 2 (Lian) - 52 Seiten

- Mittelmäßig (Lydia Miller) - 64 Seiten

- Omega (fuwishi) - 52 Seiten, Sonderformat

- Pentagon 12 (Ryoko-san) - 48 Seiten

- Prophecy (Drow) - 68 Seiten

- The Ritual - Der Fall des eisblauen Engels (Tesla) - 20 Seiten, davon 5 zweifarbig

- Shattered Senses (roterKater) - 40 Seiten

- Still Yours (Pearsfears) - 20 Seiten

- Taciturn Heaven 2 (Minou) - 44 Seiten

- Till the End (Salamandra) - 202 Seiten, davon 10 Farbseiten

- Tojin Eye 1 (Kai Heinrich)** - 88 Seiten

- Tojin Eye 2 (Kai Heinrich)** - 52 Seiten

- Wald (Katharina Kirsch) - 32 Seiten

- Yael (Luisa Velontrova) - 54 Seiten, davon 2 Farbseiten

 

* für die LBM produziert, aber erst im Anschluss erhältlich gewesen

** kurz vor der LBM erschienen, aber nicht direkt auf der Messe angeboten

 

Nachtrag 22.07.2014:

- Phobia von V-rus28 - ??

- She Monster von Cerine-Oshiro - ??

 

 

Doujinshi-AutorInnen:

Spoiler
 

- Andante (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Anna HolzEsserin Backhausen (VERnarrt 2; It's Shonen Time)

- Elenor Berger (Baito Oh! Special)

- Bernd (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Franziska Babbelfish Beyer (VERnarrt 2; Baito Oh! Special)

- Antje Born (Baito Oh! Special)

- J-E-N-N (Cyber Romance)

- abgemeldet ( Boys Love Fan Doujinshi: Kaito x Shinichi)

- David Atori-e Clausmeier (Baito Oh! Special)

- Sozan Coskun (Baito Oh! Special)

- Niklas Dangschat (VERnarrt 2)

- Mai Maister Dao Ngoc (Baito Oh! Special)

- Victorija oshime Davydova (Kawaii! Anthologie 1)

- Michel roterKater Decomain (Shattered Senses; Leid und Verderben)

- Martin Desho (Baito Oh! Special)

- Drow (Prophecy)

- Vanessa nessi6688 Drossel (VERnarrt 2)

- Jonas E. (VERnarrt 2)

- MLang (Herzblut Vol. 1)

- Sasha ZigZag Elenar (Chakusō)

- Anahit Ernst (Baito Oh! Special)

- Jenny Ernst (Baito Oh! Special)

- GordonComics (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Cindy LANee Franke (Kawaii! Anthologie 1)

- David Yeo Füleki (Animexx Hentai-Mixx 2)

- fuwishi (Omega)

- Martina Gabor (Baito Oh! Special)

- Zorika Wopanda Gaeta (Beyond Time)

- JUlia Racuun Haag (KIBUN Manga)

- Hazar (It's Shonen Time)

- Maria azara Hecher (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Kai Heinrich (Tojin Eye 1 & 2)

- Marika demoniacalchild Herzog (Leid und Verderben)

- Lilli leichenschmaus Hölzlhammer (Baito Oh! Special)

- Jack (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Nicole teebeutelchen Kaminiorz (VERnarrt 2)

- Patrick paTTTy Kiedrowski (Baito OH! Special; KIBUN Manga)

- Katharina kacha Kirsch (Wald)

- Cassandra Kitagawa (Baito Oh! Special)

- knobes (Chakusō)

- Laura yukosan Kowalski-Köpke (Kawaii! Anthologie 1)

- Nicole Erdbeerkekschen Krause (Baito Oh! Special)

- Kukki-chan (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Maren Künemund (Baito Oh! Special)

- Désirée nayght-tsuki Kunstmann (Kawaii! Anthologie 1; Lookout)

- Sascha Ming-Hatsu Küpper (KIBUN Manga)

- Nana Yaa Kyere (Animexx Hentai-Mixx 2, Brave & Safe)

- Karen MourningMoose Kysel (Baito Oh! Special)

- Lancha (ausgesprochen ausgeschrieben)

- Nina Le (Baito Oh! Special)

- Markus BlueHugo Lehmann (KIBUN Manga)

- Diana crow13 Liesaus (Basar der Erinnerungen)

- Lydia (Animexx Hentai-Mixx 2)

- lysosoup (Conquer Yourself; Azat)

- Lina dead_rabbit Madöry (VERnarrt 2)

- Christine Atori-e Mai (Baito Oh! Special)

- Megaheero (It's Shonen Time)

- Lydia Smarakt Miller (Mittelmäßig)

- morimo (Katzenprinz; Taciturn Heaven 2)

- Miwakosato1412 (Chakusō)

- miyuli (Hearts for Sale)

- Marlin Enatis Müller (Kawaii! Anthologie 1)

- Patricia-Vanessa Rechenbaer Müller (Baito Oh! Special)

- naachi (Animexx Hentai-Mixx 2; Conquer Yourself)

- Phan Ngoc Anh (Baito Oh! Special)

- Nightmaker (Baito Oh! Special)

- Nihao (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Julia Nögel (Baito Oh! Special)

- Theresa Risu Nguyen (Kawaii! Anthologie 1)

- Onichanjo (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Katja Katschusa Ordu (Kawaii! Anthologie 1)

- Rio Orita (Baito Oh! Special)

- Marika yamiz Paul (Aquabox Headquarters)

- pearsfears - (Chakusō; Still Yours; Katzenprinz)

- Christoph wuppertrash Pfennings (KIBUN Manga)

- Phoenix-of-Darkness (Cyber Romance)

- Maresa Pradler (Baito Oh! Special)

- Una Preuß (Baito Oh! Special)

- Sencha (Chakusō)

- Hannes Radke (KIBUN Manga)

- Jana Janosch_Lionel_Resch Resch (Baito Oh! Special; It's Shonen Time)

- RH-X (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Olga JD-Ayane Rogalski (Falling Snow)

- RoseNose (Blumensprache)

- Ryoko-san (Pentagon12)

- abgemeldet (i·seki)

- Lilia babyfant Sahin (VERnarrt 2)

- Jusef Salim (Baito Oh! Special)

- Lisa -Lian- Santrau (Mechanical Princess 2)

- Katja Catchan Scherrer (Kawaii! Anthologie 1)

- Nora Norchen Schille (Kawaii! Anthologie 1)

- Anna Schmitz (Baito Oh! Special)

- Melanie Rosa_Maus Schober (Animexx Hentai-Mixx 2)

- Sophie Salamandra Schönhammer (VERnarrt 2, It's Shonen Time; Till the End)

- Sethan (ausgesprochen ausgeschrieben)

- Sia (Aquabox Headquarters)

- Victoria kuyuki Stascik (Kawaii! Anthologie 1)

- Maria mari-mari Steuerwald (VERnarrt 2)

- Orthey Unschuldslamm Stoll (VERnarrt 2)

- Christina Yupinachii Symiakou (Kawaii! Anthologie 1)

- Marco Termin (Baito Oh! Special)

- Tesla (The Ritual)

- Girlan abgemeldet Tesshue (Fur & Silk)

- Luisa Magical_Yaku Velontrova (Yael)

- Frederike GoldenCrowns Weißmann (Baito Oh! Special)

- Hanna anotheryou Wenzel (VERnarrt 2)

- Daniela Horrorkissen Winkler (Brave & Safe)

- Reyhan Atyl Yildirim (Candy UpROAR)

- Yoru-chi (HariSen)

- Ban Ban_Zarbo Zarbo (It's Shonen Time)

- Gin Gin_Zarbo Zarbo (It's Shonen Time; Cope Soul)

- Philip Zahnsturm Zub (Baito Oh! Special)

- Zwiebelprinz (Chakusō)

Hier haben wir also 43 Publikationen, davon 7 Anthologien. Vier der Anthologien wurden für die LBM neu gegründet. Mit (einschließlich Sonderbänden) 12 Bänden bleibt der Animexx Manga-Mixx weiter der Opa unter den Doujinshi-Anthologien, gefolgt von Baito Oh! mit dem mittlerweile 8. Band, wobei der 9. bereits im Mai folgen soll. A Story to Tell pausiert derzeit nach 5 Publikationen. Mal sehen, wie lange die Neulinge durchhalten! ;)

 

Insgesamt haben die Doujinshi-ZeichnerInnen beachtliche 3678 Seiten gestemmt. Davon fallen mit 1722 Seiten knapp die Hälfte auf die Anthologien (46,8%). Bei 254 Farbseiten ist der Anteil mit 6,9% deutlich höher als bei den Verlagspublikationen (1,1%) - ein Anzeichen dafür, dass es in Format und Stilvielfalt hier wesentlich mehr Freiräume gibt. Die sehr verschiedenen Seitenzahlen sind hier ein weiteres Indiz. Von 16 bis 352 ist alles dabei. Bei Einzeltiteln scheint sich der Schnitt derzeit auf ca. 40 bis 50 Seiten einzupendeln.

 

112 Doujinshi-AutorInnen haben allein um die LBM herum im Druck publiziert. Das ist ein guter Querschnitt, aber längst nicht alles, was in der Szene am Start ist. Daraus lässt sich ablesen, dass derzeit weit über 100 deutschsprachige Mangaka im Druck publizieren, und hier sind natürlich die unzähligen Web-Manga noch gar nicht mitgezählt.

 

Interessant auch: Keine der Anthologien enthält Boyslove-Geschichten. Bei den Einzelpublikationen ist es allerdings knapp die Hälfte. Warum sich in der BL-vernarrten deutschen Doujinshi-Szene noch keine entsprechende Anthologie gebildet hat, ist schon ein bisschen seltsam. Bis vor Kurzem war der Bereich aber auch noch durch die Kleinverlage ganz gut abgedeckt. Nun ja, ist sicher nur eine Frage der Zeit. Bei den Großverlagen spielt BL mit gerade mal einer Publikation übrigens längst keine so große Rolle, wie oftmals behauptet wird.

 

Fan-Doujinshi zu existierenden Serien führt diese Liste nur 2, von denen auch nur einer auf der Messe angeboten wurde. Dies ist sicherlich den Vorgaben der Messeleitung geschuldet (nur eigene Titel), zeigt aber auch, dass die deutsche Doujinshiszene hauptsächlich um eigene Geschichten herum gebaut ist und nicht so sehr um Fan-Publikationen wie in Japan. Mal sehen, wie das Verhältnis auf der DoKomi aussieht.

 

 

So, und weil ihr es alle bis hierher geschafft habt zu lesen, gibt es jetzt wie versprochen KUCHEN!

 

 

 

Schauen wir uns zuerst einmal die Gesamtverteilung der Publikationen zwischen Großverlagen, Kleinverlagen und Doujinshi an:

Die Verlage machen aktuell nur noch 14% der publizierten Titel aus, die Großverlage selbst insgesamt nur 6%. Dagegen erscheinen 86% der aktuell im deutschsprachigen Raum publizierten Manga in Eigeninitiative. Da die deutsche Doujinshi-Produktion letztes Jahr erst so richtig in Fahrt kam und sich nach den rund 20 Doujinshi-Publikationen zur Connichi im vergangenen September bereits in 6 Monaten verdoppelt hat, wird der Anteil in Zukunft vermutlich noch steigen, da bei den Verlagen derzeit keine Erweiterung des Programmes abzusehen ist.

 

Jetzt könnte man einwenden, dass die Rechnung nicht ganz fair ist, weil viele Doujinshi ja nur aus recht kurzen Kapiteln bestehen und vom Umfang her daher nicht mit Verlagspublikationen vergleichbar sind. Schauen wir uns also das gleiche Diagramm noch einmal an, diesmal allerdings ausschließlich im Hinblick auf die publizierten Seiten:

Von den insgesamt 4576 Seiten deutschsprachige Manga nehmen die Großverlagspublikationen 430 ein (9,4%), Kleinverlagspublikationen kommen auf 468 Seiten (10,2%) und die Doujinshi auf 3678 Seiten (80,4%) und damit immer noch auf mehr als vier Fünftel. Zudem ist diese Rechnung wiederum etwas unfair gegenüber den Doujinshi, denn erstens wurden die Umschläge ja nicht mitgezählt, und mehr Publikationen bedeuten auch mehr (vollfarbige) Umschläge; zweitens ist wie erwähnt der Farbseitenanteil (und damit auch der Aufwand) bei den Doujinshi sehr viel höher, und drittens kommen Doujinshi oft in Sonderformaten oder mit zusätzlichen Gimmicks wie Lesezeichen, Drucken, Posterbeilagen oder gar Originalzeichnungen. Das war bei den Verlagspublikationen nur bei Dio+ der Fall.

 

 

AutorInnen-Verteilung:

Insgesamt haben 116 deutschsprachige Manga-AutorInnen zur LBM 2014 publiziert. Den 8 AutorInnen bei den Verlagen (7,1%) stehen dabei 112 im Doujinshi-Bereich gegenüber (nicht wundern: 4 waren in beiden Bereichen aktiv). Das zeigt auf, wie wenig die Verlage eigentlich von der Mangaka-Szene abdecken (betrachtet man nur die Großverlage, wären es sogar nur 4,5%).

Wie viele von den Doujinshi-AutorInnen tatsächlich eine Großverlagspublikation stemmen könnten, ist da natürlich noch mal eine andere Frage. Dieser Artikel soll die Szene quantitativ beschreiben und nicht qualitativ, darum soll dazu ein Urteil hier ausbleiben (meine persönliche Schätzung wäre aber: mindestens ein Drittel, Probe- und Aufbauzeit natürlich eingeschlossen, und mal angenommen, das wäre für die Verlage alles finanzierbar). Ihr könnt euch ja mal oben durch die Galerien und Leseproben klicken und selbst ein Urteil bilden. Ein paar aktuelle Doujinshi-Highlights werde ich an anderer Stelle noch mal nachholen.

Als letztes hab ich dann hier noch den Gender-Kuchen:

Bei den 116 publizierten AutorInnen zähle ich 93 Autorinnen (80,2%) und 23 Autoren (19,8%)*. Transidentitäten wurden versucht, mit Wunschgeschlecht zu berücksichtigen, sofern ich davon weiß (multiple Persönlichkeiten allerdings nicht!) Ein paar Ungereihmtheiten wird's hier wohl trotzdem geben. Bei einigen Leuten kann ich ja nur nach den Online-Identitäten spekulieren. Nehmt diese Zahlen also bitte eher tendenziell und nicht als harte Feldforschung!

*Aus der Kategorie "andere" ist mir nichts bekannt. Sollte sich da jemand unrepräsentiert fühlen, bitte Bescheid sagen (gerne auch anonym)! Dann gibt's in Zukunft bei Autor_innen hier auch den schnieken Gender-Gap!

Kai-Steffen Schwarz hatte in einem Interview die Zahl der Carlsen-Manga-Bewerberinnen mal auf etwa 90% geschätzt. Das war dann wohl doch etwas hochgegriffen (oder die Jungs trauen sich mittlerweile alle schon gar nicht mehr zu Carlsen ...) Dennoch bleibt die deutschprachige Mangaka-Szene zu rund vier Fünfteln fest in Frauenhand!

Das war's erst mal mit dem Zahlensalat für die LBM! Ich würde das in Zukunft gerne mal öfter machen, um auch mal Tendenzen erkennen zu können. Ist aber 'ne Heidenarbeit, und weil ich an diesem Eintrag jetzt zwei Tage gesessen hab, dürft ihr das jetzt auch alle verteilen! ;)

DManga-News, Ausgabe 7: Ein schlauer Spruch über große Ereignisse und ihre Schatten #DManga, Animania, Carlsen, Demon Lord Camio, Doujinshi, Facebook, ICOM Preis, MCC, Tempest Curse, Tokyopop

Autor:  roterKater

Hallo, ihr Lieben!

Noch dreieinhalb Wochen, dann eröffnet die Manga Comic Con in Leipzig ihre Pforten, und der erweiterte Doujinshi-Markt hat, wie bereits prophezeit, zu einer wahren Explosion an neuen Doujinshi-Ankündigungen geführt.

Mit Erleichterung habe ich festgestellt, dass ich diese in diesem Jahr nicht alle gesammelt listen muss, sondern dass kikidergecko das derzeit hier in ihrem Blog übernimmt. Wenn ihr also euren Einkaufszettel schreiben wollt, konsultiert da ihren Blog. Helft bitte auch mit, die Liste zu vervollständigen und listet fehlende Titel dort oder hier bei mir (Kiki liest ja hier mit).

Folgende neue Doujinshi-Ankündigungen sind in den letzten vier Wochen neu dazugekommen:

AZAT von lysosoup. (Leseprobe)

Desweiteren kursieren auf Facebook derzeit Gast-Fanarts für ein Zelda-Doujinshi namens Conquer Yourself, hinter dem neben lysosoup auch naachi steckt.

Aquabox von yamiz und Sia gibt es wohl auch schon zur MCC gedruckt.

Von abgemeldet kommt dieser Tage ebenfalls ein neues BL-Doujinshi.

Und auch kacha nimmt nach der Fertigstellung von Nachtläufer 2 noch ein eigenes Doujinshi für Leipzig in Angriff.

Von Salamandra kommt auch was Neues: Till the End heißt der neue BL-Band.

Zum neuen Doujinshi von Rechenbaer gibt es immer noch nicht viel mehr Infos, außer, dass sie für die MCC daran arbeitet.

Etwas mehr Infos gibt es zu Pentagon 12 von Ryoko-san, welcher ebenfalls zur MCC erscheint.

Der Web-Manga Forth Instance von HasiAnn ist ebenfalls in Druck (gleich in zwei Bänden) und wird auch auf der MCC zu haben sein.

Dann hätten wir noch Cyber Romance von abgemeldet im Angebot.

Und das zweite Kapitel von Taciturn Heaven von morimo geht ebenfalls in Druck.

Reyhan Atyl Yildirim lässt eventuell ihre Kurzgeschichte Candy upROAR noch für Leipzig drucken, welche sie letztes Jahr beim internationalen Shonen JUMP Wettbewerb eingreicht hatte.

Zur neuen Anthologie Chakusô gibt es weitere Infos und eine Facebook-Fanpage. Leseproben und TeilnehmerInnen findet ihr unter anderem hier gelistet. Und hier noch ein AnimeY-Bericht.

Und neben Chakusô wird von pearsfears auch noch einen eigenen kleinen Oneshot names Still yours geben. Thema: Catboys! Vorbestellung läuft.

Und noch eine neue Anthologie hat sich für die MCC angekündigt: It's Shouen Time! wird sie heißen, sich entsprechend des Namens auf Kurzgeschichten im Shounen-Stil konzentrieren und unter anderem Gin_Zarbo dabei haben. Mehr INfos hoffentlich bald!

In der Kawaii-Anthologie gab es derweil ein paar Änderungen im Line-Up. Fünf neue Zeichnerinnen sind dazugekommen. Infos und Leseproben zu allen Beiträgen fndet ihr hier!

nayght-tsuki hat nebenbei auch noch ein eigenes Heft namens Lookout im Angebot, das derzeit auch vorbestellbar ist.

Irgendwer meinte kürzlich auch, es werde zur MCC wohl ebenfalls das zweite Kapitel zu Mechanical Princess von -Lian- geben, aber ich finde gerade keinen Link dazu.

Und für alle, die sich langsam Sorgen machen, angesichts der sich rapide entwickelnden Doujinshi-Szene zeichentechnisch nicht mehr mithalten zu können, hätte ich noch diese Ankündigung. Just do it, folks!

Von Kai Heinrich stammt übrigens auch der "Kreativ Anime Comic" Getaku Ken Tasu mit dem einfallsreichen Clou, dass man die Geschichte selbst fertig zeichnen kann. Wenn ihr also eure Doujinshi zur nächsten Con nicht rechtzeitig fertig bekommt, verkauft die fehlenden Seiten doch einfach als interaktives Feature zum Selbermalen! Eigentlich ziemlich geniale Idee! 'ne Rezension von Hugi gibt's natürlich auch schon.

+++ Erwähnte ich eigentlich schon, dass das Sammeln und Zusammensuchen der Doujinshi-Ankündigungen auf den ganzen chaotischen Facebook-Seiten ein absoluter Krampf ist? Leute, irgendwas muss sich ändern! Egal was, aber wenn man euren Namen sucht, müssen aktuelle Projekte sofort auffindbar sein. Das kann so echt nicht weitergehen, nicht, wenn die Quote der Publikationen weiter so ansteigt! Es wird echt unübersichtlich! Ich hab garantiert schon wieder die Hälfte übersehen! XD +++

Tja, kikidergecko, viel Spaß beim Sortieren und Listen der Ankündigungen! Ich zähl auf dich!

Für weitere Infos, Preise und Seitenzahlen schaut bitte unbedingt in ihren Blog! Da wird auch noch einiges dazukommen!


Verlage:

Nheira ist zurück, heißt jetzt KHAOS und hat ein neues Projekt bei Tokyopop namens DIO+. Dabei soll es sich um ein mindestens zwei Jahre Veröffentlichungszeit umspannendes Werk handeln (siehe letzten Blogpost), das auf der MCC ausführlich vorgestellt wird. Einblicke gibt es in KHAOS' tumblr. Für die jungen Hüpfer unter euch: Vor vielen, vielen Jahren war Nheira eine Hälfte des Zeichner-Duos Pink Psycho und veröffentlichte bei Tokyopop den Emo-BL-Manga In the End sowie das Artbook Liberty.

Anna Hollmann hat eine rund 40-seitige Fortsetzung zu ihrem BL-Über-Hit Stupid Story angekündigt. Wann und in welcher Form der veröffentlicht wird, steht allerdings noch nicht fest. Da sie auf der MCC ebenfalls als Gast von Tokyopop präsentiert wird, gibt's da vermutlich mehr zu erfahren.

Und in unserer monatlichen Rubrik "Verschiebungen bei Tokyopop" gibt es, wie beim letzten Mal prophezeiht, die erneute Verschiebung von 78 Tage auf der Straße des Hasses 1 zu verkünden, welches zu Alpha Girl 2 und Crash 'n' Burn 1 ins Mai-Programm rutscht und damit definitiv nicht zur MCC zu haben sein wird. Da Tokyopop im Mai-Programm derzeit 26 Novis listet, ist natürlich auch dort nicht wirklich mit einem Release zu rechnen, weswegen wir diese Rubrik wohl auch nächsten Monat fortführen können werden. Zumindest hat Tokyopop angedeutet, die Verschiebungen in Zukunft besser kommunizieren zu wollen.

Nebenbei wurden aber schon zwei neue Eigenproduktionen angekündigt: Ein Einzelband von Luisa Magical_Yaku Velontrova (noch dieses Jahr) und ein weiteres Projekt namens Nightwalker.

Martina Soen Peters' neue Carlsen-Serie Tempest Curse startet voraussichtlich im Oktober, wird aber bereits zum Gratis Comic Tag mit einer Leseprobe geehrt. Ich bin gespannt!

Laut Kai-Steffen Schwarz sind derzeit fünf neue Eigenproduktionen bei Carlsen geplant, von denen neben Tempest Curse noch zwei weitere im kommenden Herbst/Winter-Programm starten sollen.


Comic-Preise:

Vergesst bitte alle nicht, beim diesjährigen ICOM-Preis mitzumachen! Alle 2013 unabhängig veröffentlichten Comics können dort eingereicht werden. Doujinshi sind nicht ausgeschlossen. Selbst Webcomics können eingereicht werden! Deadline ist der 15. März. Also hoffentlich habt ihr noch je 5 Exemplare vom letzten Jahr übrig ... Und wenn ihr bald Sachen neu druckt, macht einfach 5 Stück mehr und hebt sie für den nächsten ICOM-Preis auf! Der ICOM-Preis ist nämlich der so ziemlich einzige allgemeine deutsche Comic-Preis, bei dem Manga-Eigenproduktionen tatsächlich eine realistische Chance haben.

Beim diesjährigen Animania-Award könnt ihr für Skull Party, Kimi he und Bloody Magic stimmen. Leider sind wieder mal nur Großverlagspublikationen nominiert und leider sind das auch schon fast alle, die letztes Jahr erschienen sind. Es fehlt lediglich Royal Lip Service Sulitude; Tokyopop hat 2013 nicht eine einzige neue Eigenproduktion veröffentlicht, auch wenn mehrere angekündigt waren. Im Begleittext zum Award heißt es da lapidar: "Leider hatten im vergangenen Jahr nicht alle deutschen Großverlage Releases „Made in Germany“ im Programm." Warum man das nicht zum Anlass nimmt sich auch mal bei den Kleinverlagen und Doujinshi umzusehen, ist da irgendwie nicht so ganz nachvollziehbar.


Ausstellungen:

In Hannover eröffnet im Karikatur-Museum morgen die Ausstellung Streich auf Streich: 150 Jahre Max und Moritz, die neben selten gezeigten Originalen von Wilhelm Busch auch einen Rundumschlag durch die deutsche Comic-Geschichte präsentiert. Auch einige Manga-Künstlerinnen werden ausgestellt, laut Veranstaltern Maria Sann, Christina Plaka und Olivia Vieweg - also interessanterweise ausgerechnet die drei Autorinnen, die dem Manga in ihren letzten Publikationen den Rücken gekehrt haben. Ich habe Kurator Martin Jurgeit zumindest noch auf David Fülekis 78 Tage auf der Straße des Hasses hingewiesen, in dem Max & Moritz ja auch als Figuren auftreten und der daher schon irgendwie relevant für die Ausstellung wäre, weiß aber nicht, ob der Hinweis aufgenommen wurde.

An Dienstag gibt es in der Bücherhalle Billstedt eine Ausstellung mit dem originellen Namen Manga-Mania.


Presse:

Rezension zu Skull Party 2 auf Splashpages. Wobei ich nicht weiß, ob der Band wirklich, wie hier behauptet, für "vor allem jüngere Leser" geeignet ist ...

Bericht zur Ausstellung von Inga ink-pop Steinmetz in Cottbus. Inga werkelt derzeit übrigens an einem Sailor-Moon-Doujinshi. Den wird es aber in Leipzig noch nicht zu kaufen geben.

Viele Deutsche träumen davon, als Mangaka nach Japan zu gehen. Helga Waga geht den umgekehrten Weg. mangaka.de hat die Wahl-Düsseldorferin interviewt.

UPDATE! Das kam gerade noch reingeflattert: Interview mit Herzblut-Zeichnerin MLang.

Social Media:

Blogerin dummesmaedchen führt derzeit einige sehr spannende Interviews mit deutschen Fanart- und Doujinshi-ZeichnerInnen zu ihren Social-Media-Aktivitäten, wobei sehr stark auf die nachlassende Relevanz von Animexx zu Gunsten von Plattformen wie Facebook und Twitter eingegangen wird. Die ersten zwei Interviews befragen Avilia (Link) und Norchen (Link); drei weitere sollen folgen. Im Blog gibt es auch noch zahlreiche andere spannende Artikel zu diesem Thema.


In eigener Sache:

In der aktuellen Animania (2/2014) könnt ihr einen zweiseitigen Artikel samt Interview über Demon Lord Camio lesen. Zudem ist auf der Begleit-DVD das gesamte erste Kapitel (48 Seiten) enthalten. Demon Lord Camio ist übrigens die einzige neue Großverlags-Eigenproduktion, die zur MCC erscheint.

Schon vor der MCC machen wir übrigens eine Signierstunde im J-Store in Berlin! Termin: Sonntag, 9. März, ab 13 Uhr! Vielleicht sieht man sich ja!



In eigener Sache: Manga-Rebellen und ihre Folgen oder: Warum deutsche Manga-Großverlage nicht versagt haben Alfonz, Carlsen, Comic-Report, DManga, Doujinshi, EMA, Ich war's nicht!, Tagesspiegel, Tokyopop, WTF

Autor:  roterKater

Manch einer mag es vielleicht gehört haben, ich schrob da kürzlich einen Artikel für den Tagesspiegel über die deutsche Mangaka-Szene unter dem Titel Die Manga-Rebellen. Diesen Artikel nahmen die Alfonz-Comicreporter auf ihrer Webseite zum Anlass, mein einfältiges Geschrobsel mal so ordentlich an den Pranger zu stellen und mich gleich noch bei sämtlichen Redaktionschefs in Hörreichweite zu verpetzen.

Verständlicherweise sind die Emotionen im Anschluss ziemlich hochgekocht, und so muss ich jetzt dummerweise diesen Text schreiben, damit jetzt alle (na gut, hauptsächlich ich) wieder ruhig schlafen können.

Vorweg ein paar Dinge zur Einordnung:

- Die Alfonz-Jungens sind nicht so gut auf mich zu sprechen. Das sollte man vielleicht im Vorhinein wissen, obwohl man es sich bei der Formulierung in der Einleitung vermutlich auch hätte denken können. Eingebrockt hab ich mir das natürlich selber. Ich hab ihnen nämlich damals im Hinblick auf dieses Review zu Inio Asanos Nijigahara Holograph ein paar gehässige Tweets geschrieben, die besonders auf die alberne, sich an Standard-Phrasen aus dem Graphic-Novel-Diskurs anbiedernde Wortwahl abzielten und sich ganz gut als "Graphic-Novel-Bullshit-Bingo - jetzt auch für Manga" paraphrasieren ließen. Wie gesagt, ein paar in tiefster Nacht direkt verschickte Tweets, die höchstens ein mikroskopischer Teil meiner Timeline gelesen hat. Aber da musste natürlich mal zurückgeschossen werden. Also packte man die Gelegenheit am Schopfe und schwärzte mich erfolgreich bei allen Redaktionen an, bei denen ich aktuell noch Bewerbungen auf dem Tisch liegen habe. Touché! Matze Hofmann kann sich endlich angesichts so perfide inszenierter Niedertracht mit einem erleichterten MUAHAHAHA wieder in den Schlaf grinsen. Remember, kids: You don't fuck with the ALFONZES!

Dabei wäre die ganze Aufregung eigentlich gar nicht nötig gewesen - wenn man denn tatsächlich mal das zu Rate gezogen hätte, was ich wirklich geschrieben habe. Was leider nicht das ist, was online zu finden ist.

Die Gemüter erhitzten sich hauptsächlich an zwei Formulierungen: Zum einen das "Versagen der großen Verlage" aus dem Header und "Nachwuchsförderung der Verlage? Fehlanzeige" als Zwischenüberschrift. Beide stammen nicht von mir, sondern wurden von der Online-Redaktion des Tagesspiegels nachträglich eingefügt. Wer das nicht glaubt, soll sich einfach mal die Printversion des Artikels vorknöpfen (Tagesspiegel vom 31.01.2014). Diese Version hatte ich persönlich abgesegnet und diese beiden Formulierungen sind dort nicht zu finden. Der Original-Header lautete da einfach: "Die deutsche Szene ist produktiver denn je - junge Talente setzen verstärkt auf Eigeninitiative". Liest sich gleich ganz anders ohne den zweiten Satz, oder?

Zur Entstehung des Artikels:

Auch der Print-Artikel hat natürlich noch seine Schwächen und leidet unter vielen Pauschalisierungen. Einige Punkte kommen dadurch auch viel zu überspitzt rüber, was man zu Recht kritisieren kann und sollte. Man muss hier aber auch bedenken, dass der vorgegebene Umfang auf 4000 Zeichen begrenzt war (das ist etwa eine Word-Seite), in denen für ein fachfremdes Publikum (der Artikel war wie gesagt für den Print-Feuilleton des Tagesspiegels geschrieben) eine Einführung in den deutschen Manga gegeben und der historische Weg zum aktuell spürbaren Paradigmenwechsel hin zur Eigenproduktion nachvollziehbar werden musste.

Das war ein ziemlicher Eiertanz, bei dem ich stundenlang Satzteile gekürzt habe, um auf die geforderte Länge zu kommen. Das Resultat darf man durchaus als gescheitert betrachten. Im Rahmen des Print-Feuilletons war das irgendwie noch vertretbar (da gab es ja auch keine Beschwerden). Für die online-Version hätte ich den Artikel aber liebend gerne noch erweitert und einige Differenzierungen wieder eingebaut, für die vorher kein Platz war. Ganz einfach, weil der Comic-Diskurs online völlig anders geführt wird und andere Ansprüche erfordert. Leider ging die Web-Version schneller online als erwartet, und wie gesagt, in einer Version, die meinen Segen nicht hatte und immer noch nicht hat.

Zu den Vorwürfen - fehlende Nachwuchsförderung?

Warum um alles in der Welt sollte ich denn den Großverlagen "Versagen" vorwerfen wollen? Himmelherrgott, ich steh bei einem Großverlag unter Vertrag! Für so blöd kann man mich doch ruhigen Gewissens gar nicht halten! Interessant übrigens, dass Alfonz das gar zu "Versagen auf ganzer Linie" aufbläht, um noch mal ordentlich eins draufzusetzen, was sich nicht mal aus der Online-Version so herauslesen lässt. Also um das noch mal klarzustellen: Ein Versagen auf diesem Gebiet würde ich den Großverlagen niemals vorwerfen! Schon gar nicht auf ganzer Linie!

Die andere Sache ist das mit der Nachwuchsförderung. Hier gab es leider viele Missverständnisse, die zum Teil durch den überspitzten eingefügten Zwischentitel, zum Teil aber auch durch meine verknappte Formulierung im Originalartikel entstanden sind. Am besten, ich hole an dieser Stelle mal nach, was ich für die Webversion eigentlich noch ergänzen wollte.

Das erste Missverständnis ist entstanden, weil die auf den Artikel antwortenden Chefredakteure "Nachwuchsförderung" als "AutorInnenpflege" verstanden haben. Natürlich leisten alls drei Großverlage sehr gute Arbeit darin, ihre etablierten KünstlerInnen weiter in ihren Programmen zu fördern.

Mir ging es aber eigentlich um das Suchen und Finden neuer Talente. Dafür gab es lange Zeit diverse Nachwuchsprojekte: Zeichenwettbewerbe wie der Connichi-Doujinshi-Wettbewerb (EMA) oder Manga-Talente (Carlsen, oder Kurzgeschichten-Projekte wie Manga Fieber (Tokyopop) oder die Chibi-Manga (Carlsen), bei denen neue Leute rekrutiert und unter Verlagsbedingungen ausgetestet werden konnten. Zudem ermöglichten auch Anthologie-Magazine wie Manga Twister (Egmont), Banzai oder Daisuki (Carlsen) das Austesten neuer Titel. All diese Projekte sind mittlerweile eingestampft. Wer jetzt bei einem Großverlag neu starten will, muss mindestens einen Einzelband abliefern. Die Slots dafür sind über die letzten Jahre extrem zusammengeschrumpft. Und aus naheliegenden Gründen setzen die Verlage da natürlich bevorzugt auf ihre etablierten Leute, wo sie auch wissen, was sie als Resultet erwarten können.

Die ganzen zahllosen neuen deutschen Mangaka-Talente kommen hier einfach nicht mehr in dem Maße unter, wie sie es womöglich verdient haben. Und für die explodiert als Alternative eben derzeit der Doujinshi-Markt, auf dem sie sich offensichtlich auch alle pudelwohl fühlen. Förderung im Sinne von künstlerischer Professionalisierung neuer Talente funktioniert da im Eigenantrieb. Für die Großverlage besteht da auch gar keine Notwendigkeit mehr, auf Förderprojekte im obrigen Sinne zu setzen, weil das alles wunderbar von allein funktioniert. Das war eigentlich der Punkt des Artikels. Also nicht, dass das Großverlage keinen Bock mehr auf Nachwuchsentwicklung haben, sondern dass sich die Nachwuchsentwicklung aus dem Einflussbereich der Großverlage heraus emanzipiert hat.

Ich hoffe, in dem Kontext wird klar, wie mein Satz "Die Nachwuchsförderung der Verlage ist heute quasi nicht mehr existent" gemeint war. Man beachte hierbei übrigens auch das "heute quasi nicht mehr", was alle Antwortenden anscheinend überlesen haben. Natürlich würde ich nie im Leben wegreden wollen, was Carlsen, EMA und Tokyopop in den vergangenen Jahren alles in den Nachwuchs investiert haben und was für immense Kosten und Risiken hier auf sich genommen wurden und noch immer werden. Aber Nachwuchsprojekte in dem Sinne, wie ich sie oben beschrieben habe, gibt es bei allen Dreien derzeit nicht mehr. Vielleicht auch, weil sie Dank der Doujinshiszene gar nicht mehr nötig sind.

Mangende Betreuung?

Das ist so ein Punkt im Artikel, wo ich die Verknappung wirklich bereue. Hier hätte wirklich differenziert werden müssen, und Jo Kaps regt sich in seiner Replik hier auch zurecht auf. Tokyopop betreut seine Projekte nämlich ziemlich intensiv, was man dem Programm auch wirklich anmerkt. Ich hab ja so ziemlich alle TP-Eigenproduktionen bei mir im Schrank stehen, und da ist eigentlich kein schlechter Titel dabei, auch wenn sicher nicht alle Hits waren. Also mangelnde Intensität in der Betreuungsarbeit kann man Tokyopop sicher nicht vorwerfen. Bei Carlsen und EMA gibt es aber durchaus ein paar ältere Titel, wo man sich fragt, wie das redaktionell durchgewunken werden konnte. Das hat sich aber in den letzten Jahren auch stark gebessert, allerdings im gleichen Maß, wie der Ausstoß an Eigenproduktionen bei Carlsen und EMA geschrumpft ist. Das Problem der Doppelbelastung der Redakteure bleibt aber bestehen, wie Jonas Blaumann in seiner Replik ja auch bestätigte. Und das kenne ich bei EMA eben mittlerweile auch aus eigener Hand. Von daher weiß ich da schon, wovon ich rede.

Wo sich EMA wirklich extrem reinkniet, ist die ganze Vermarktungsschiene, die für Demon Lord Camio aktuell gefahren wird. Das ist riesig und großartig und ehrt Mika und mich gewaltig. Carlsen ist mit Skull Party ja ähnlich engagiert verfahren. Aber wenn ich an die kreative und künstlerische Entwicklung des Projekts zurückdenke, hat das wahrscheinlich nur so gut funktioniert, weil ich Mika eh schon seit Jahren redaktionell bei Grimoire betreut habe und wir daher schon ein eingespieltes Team waren. Für uns hatte es den Vorteil, dass wir weitestgehend kreative Kontrolle über alle Aspekte von Camio hatten. Bei einem kompletten Neulingswerk hätte das aber durchaus zu Problemen führen können.

Tokyopop ist ja derzeit der einzige Großverlag, der eine Redakteurin explizit für Eigenproduktionen eingestellt hat (auch wenn diese mittlerweile auch mehrere Lizenztitel betreut). Da müssten Carlsen und EMA noch nachziehen, wenn sie die Betreuungsarbeit zukunftsorientiert intensivieren wollen.

Hoffnungsvolle Karrieren

Folgender Satz aus meinem Artikel fand auch viel Kritik: "Bevor die jungen Talente überhaupt ihre Fähigkeiten entfalten konnten, fanden viele hoffnungsvolle Karrieren ein Ende." Hier wurde, natürlich zu Recht, die bereits erwähnte starke Autorenpflege bei allen drei Verlagen entgegengehalten. Das stimmt natürlich, ist aber nur eine Seite der Medaille. Gleichzeitig sind immens viele Leute nach ihren ersten Projekten wieder in der Versenkung verschwunden. Ich werfe einfach mal ein paar Namen in die Runde: Olga Rogalski. Detta Zimmermann. Robert Labs. Lenka Buschová. Gina Wetzel. Ying Zhou Cheng. Roda Makmod. Christina Bäumerich. Diana Liesaus. Viviane. Asu. Stella Brandner. Judith Park. Nina Werner (trotz kurzer Reanimation für Grimms Manga). Simone Xie. Nhung Vu. Zhe Zhang. Schluse ...

Natürlich wäre es vermessen, hier den Verlagen die volle Verantwortung in die Schuhe zu schieben oder ihnen zu unterstellen, die hätten die jeweiligen AutorInnen fallen gelassen. Bei einigen weiß man es ja auch besser. Im Einzelfall sind die Gründe auch sehr verschieden. Dennoch gibt es ein gemeinsames Problem, dass alle deutschsprachigen Mangaka betrifft. Finanziell gesehen lohnt sich das Leben als Mangaka nicht. Rechnet man die aufgewandte Arbeit mit der finanziellen Vergütung gegen, kommt jeder vernünftig denkende Mensch zu dem Schluss: Ich such mir lieber einen richtigen Job. Zumal die Arbeit als Mangaka nicht nur zeitlich, sondern auch körperlich und psychisch schleißt. Einige mussten auch in Deutschland schon aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Und viele weitere haben schon als Twens mit gesundheitlichen (und teils auch psychischen) Folgeschäden zu kämpfen. Ein riesiges Problem ist die Doppelbelastung mit Zweitjobs, um als Mangaka irgendwie über die Runden kommen zu können.

Auf der anderen Seite stehen die Investitionskosten der Verlage, die trotz der schon knapp berechneten Vergütung noch immer bei den meisten Projekten draufzahlen. Man bräuchte aber eigentlich noch viel, viel mehr Geld, um junge Talente so zu finanzieren, dass sie dauerhaft dabei bleiben (und nicht nur die paar Wahnsinnigen, die sich durch nichts in der Welt jemals vom Manga-Zeichnen abbringen lassen würden) und über Jahre hinweg ihr Talent entwickeln und entfalten können. Und sich nicht lieber nach einer anderen Branche umsehen, weil sie vielleicht auch mal irgendwann gern in Urlaub fahren würden. Oder sich irgendwann fragen, wofür sie sich eigentlich die selbstgewählte soziale Isolation, die Rücken- und Gelenkschmerzen, die unsichere Zukunftslage antun. Aber das aufzuwiegen kann und will sich kein Verlag leisten. Ganz einfach, weil es finanzieller Selbstmord wäre.

Die bis auf sehr wenige Ausnahmen schlechte Finanzlage deutschsprachiger Mangaka hat uns jedenfalls schon eine ganze Reihe Talente gekostet. Das ist im verlegerischen Rahmen sicherlich unvermeidbar, aber es ist dennoch eine Tatsache.

Gemütliche Mühlen und Siebenmeilenstiefel

Ich gebe zu, der letzte Satz im Artikel war provokant. Aber ist er auch ungerechtfertigt? Schauen wir uns mal die Doujinshi-Szene vor vier, fünf Jahren an und schauen wir sie uns heute an. Seit letztem Jahr explodiert die Szene förmlich, geradezu exponentiell, wenn man sich mal die Ankündigungen für die MCC anschaut. Es wird wohl auf 40-50 (!) neue Titel hinauslaufen. Mich gruselt's schon vor dem Tag, an dem ich mich an die Übersichtsliste setze. Und dann schauen wir uns mal die Verlagsszene vor vier, fünf Jahren und heute an. Der Trend ist exakt entgegenläufig, auch bei den Kleinverlagen (was übrigens auch im Artikel erwähnt wird, weswegen die alberne Großverlag-vs.-Indie-Masche, die CRON mir andichten will, natürlich totaler Humbug ist). Das ist hier im Blog ja alles ausfühlich dokumentiert. Ich sauge mir diese Trends also nicht aus den Fingern.

Es gibt noch einen anderen Punkt, der hier wichtig ist: Im Doujinshi-Bereich passieren gegenwärtig die Innovationen. Das betrifft die Formate (alles zwischen A6 und A4 ist dabei), Qualität (diverse Luxusausgaben nach Vorbild japanischer Doujinshi), Umfang (knappe 16-seitige Hefte bis hin zu längeren Serien in mehreren Tankobon, sowie sämtliche Zwischenformate), Zeichenstil- und Technik (es muss hier nicht mehr immer der perfekt geinkte Strich sein, der bei Verlagspublikationen überwiegend noch Voraussetzung ist) und natürlich Themenwahl. Hier entwickelt sich so vieles so rasant, dass es mittlerweile fast unmöglich ist, den Überblick zu behalten, selbst wenn man im Thema eingelesen ist. Die unterschiedliche Entwicklungsdynamik in den Bereichen ist hier wirklich mehr als offensichtlich. Von einer Reaktion des Großverlagsbereichs auf die neuen Doujinshi-Trends ist derzeit noch nichts zu sehen.

Bei den angesprochenen langen Vorlaufzeiten ist auch so schnell nicht damit zu rechnen. Zwischen Projektvorstellung und Publikation vergehen bei den Großvorlagen, wenn alles glatt geht, etwa zwei Jahre. Mit Doujinshi (insbesondere natürlich online) kann man da einfach wesentlich spontaner reagieren. Diese Spontanität in ein großverlegerisches Konzept zu überführen, wird eine der Hauptaufgaben einer zukunftsorientierten Verlagspolitik im Hinblick auf Eigenproduktionen werden. Tokyopop hat mit dem Online-Manga-Bereich ja da schon einen ersten Schritt gewagt. Das koreanische Webtoons-Modell könnte hier wirklich Wunder bewirken. Aber da ist noch viel zu tun.


Neue Erkenntnisse

Letztendlich hatte die angestoßene Debatte trotz aller Häme aber durchaus auch was Gutes. Und zwar haben wir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Großverlage bekommen und einige neue und bisher unpublizierte Fakten endlich schriftlich zum Nachlesen.

Carlsen: Kai-Steffen Schwarz hat eine sehr angenehm unaufgeregte Replik geschrieben. Ich glaube, bei so ziemlich allen sind wir uns auch einer Meinung, was durch die Verzerrarbeit durch CRON auf den ersten Blick jetzt gar nicht so offensichtlich wäre. Ich denke, der Blog-Eintrag hier dürfte das bestätigen. Jedenfalls lernen wir außerdem:

- Carlsen hat neben dem bereits angekündigten Tempest Curse noch vier weitere neue Eigenproduktionen in Entwicklung, von denen inklusive Tempest Curse drei im kommenden Herbst/Winter-Programm veröffentlicht werden.

Tokyopop: Joachim Kaps hat am schärfsten auf den Artikel reagiert. Ich geh davon aus, das ist meiner Auflistung zu den gegenwärtigen Verschiebungsproblematik bei den TP-Eigenproduktionen hier in diesem Blog zu einem guten Teil mitgeschuldet. (Tokyopop gelobte ja kürzlich Besserung bei der Kommunikation ihrer Verschiebungen.)

Viel verständlicher Ärger ergibt sich hier natürlich aus der polemischen Ergänzungen der Tagesspiegel-Redaktion, der Überspitzung durch CRON und der notwendigen Verknappung des Artikels, unter der Tokyopop, wie bereits erwähnt, besonders zu leiden hatte. Also Jo, falls du das hier liest, es ist wirklich nicht böse gemeint! Ich dachte eigentlich, das wäre nach unserem Gespräch in Frankfurt klar gewesen, wo wir über genau die Punkte im Artikel ja auch schon diskutiert hatten! Also genau genommen hab ich dich dazu sogar persönlich befragt ... Egal. Was gibt es Neues?

- Sowohl der Grimms Manga Sonderband wie auch Stupid Story 3 haben im fünfstelligen Bereich verkauft. Das hätten sich die meisten vermutlich denken können, ist aber bemerkenswert, da Tokyopop sonst nichts Konkretes zu Verkaufszahlen sagt. Man sollte dazu aber auch anmerken, dass die beiden Franchises damit unter den Eigenproduktionen der letzten Jahre allein auf weiter Flur sind. Dahingehend ist auch die Aussage "höchstens 10 % der Eigenproduktionen [rechnen] sich am Ende für die Verlage" interessant.

- DIO+ von Khaos wird ein langfristiges Projekt mit mindestens zwei Jahren Laufzeit.

- Luisa Velontrova hat einen Oneshot in der Pipeline, der noch dieses Jahr erscheint (zumindest laut derzeitigem Plan)

- Eine weitere Eigenproduktion wird Nightwalker heißen.

- Eine weitere Autorin darf sich über eine befristete Festeinstellung freuen. Ich glaube, allen Freischaffenden unter euch sollte klar sein, was das für eine finanzielle Erleichterung bedeutet.

(Übrigens möchte ich hier noch anmerken, dass ich es extrem positiv finde, dass Jo Kaps in seinem Text das generische Maskulinum ablehnt. Das ist in der Comicszene immer noch eine absolute Ausnahme. Aber das nur nebenbei.)

EMA: Jonas Blaumann stimmt den meisten Punkten ebenfalls zu, bis auf die oben erwähnten Missverständnisse. Neue Ankündigungen gibt es hier aber nicht.

Warum Kazé noch gefragt wurde - ich habe keine Ahnung. Da die als Tochterfirma eines japanischen Verlagskonzerns natürlich keine deutschen Eigenproduktionen auf dem Schirm haben, hätte eigentlich klar gewesen sein müssen. Deswegen hab ich mich auf Kazé auch gar nicht erst im Artikel bezogen. Laut meiner persönlichen Anfrage beim Verlag würde man schon gerne, ist dazu aber mometan einfach nicht in der Lage. "Vielleicht irgendwann mal", hieß es da. In der Kazé-Redaktion ist aber mindestens ein sehr großer Fan deutschsprachiger Mangaka.

Ein Fazit:

Das wirklich Bedauerliche an der ganzen Aktion ist, das sie so vermeidbar gewesen wäre. Alles, was die Alfonzlers hätten tun müssen, wäre einfach gewesen, mich direkt zu fragen, wie einige der Formulierungen gemeint sind und was sie in dem Text zu suchen hatten. Dann hätten viele von den Punkten im Vorhinein geklärt werden können. Es ist ja traurige Ironie, dass sie mir stattdessen genau das vorwerfen, nämlich nicht die Verantwortlichen direkt im Vorhinein kontaktiert zu haben und mich dann der schlechten Recherche bezichtigen. Und es zeigt eben auch, dass es Hofmann hier nicht wirklich um eine Debatte auf Augenhöhe geht.

Ansonsten haben wir gelernt:

- Matze Hofmann und ich werden wohl so leicht keine Freunde mehr. *schnief*

- In der Alfonz-Redaktion hat man zu viel Langeweile.

- Den neuen Comic-Report kauf ich mir trotzdem. Solltet ihr auch.

- Gleichzeitig als kritischer Journalist und als Autor un der deutschen Comicszene zu arbeiten, ist keine gute Idee. Merkt euch das!


Ach, und falls ich demnächst vor Gram sterbe, meißelt mir bitte "grimmiger Grabenkämpfer" in den Grabstein! Danke!

DManga-News, Ausgabe 6: Neues Jahr, neues Glück! Carlsen, Carolin Eckardt, Comic-Preis, DManga, Doujinshi, LBM, MCC, Nachtläufer, Skull Party, tokyopop

Autor:  roterKater

Liebe verirrte Seelen,

große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so zum Beispiel die Veröffentlichung von DEMON LORD CAMIO, um die herum extra ein Unter-Event der Leipziger Buchmesse, nämlich die Manga Comic Con, gebastelt wurde. Na ja, oder so ähnlich. Apropos MCC: Für den MCC-Kreativ-Bereich sind die Bestätigungen und der vorläufige Sitzplan mittlerweile eingetrudelt. Solltet ihr euch angemeldet haben und bisher weder elektronisch noch analog Post erhalten haben, wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, sich Sorgen zu machen. Laut Plan ist jedenfalls so ziemlich alles vor Ort, was derzeit im Doujinshi-Bereich aktiv ist, sowie viele neue Namen, die wohl bisher immer an den fünf Minuten Anmeldefrist des alten Doujinshi-Marktes gescheitert sind. Wir können uns also schon mal auf eine Flut neuer Doujinshi-Produktionen einstellen.


Verlage:

Leider wurden einige Publikationen, auf die wir uns schon für die MCC gefreut hatten, bereits verschoben:

Fireangels machte bereits bekannt, dass sich die Veröffentlichung des sechsten Bandes ihrer BL-Anthologie Lemon Law wegen Krankheitsausfällen und persönlichen Gründen auf voraussichtlich September 2014 (zur Connichi) verschieben wird.

Ebenfalls nicht zur MCC fertig wird der dritte Band von Grablicht, wie Autorin Daniela Horrorkissen Winkler bekannt gab. Zu kaufen gibt es die lange erwartete Fortsetzung voraussichtlich zur Dokomi.

Und dann wäre da noch Tokyopop. Erinnert ihr euch an die Mutmaßung von Mikimo abgemeldet Ponczeck aus den letzten News, dass es vermutlich nicht bei der letzten Verschiebung von Crash 'n' Burn bleiben wird? Tja, siehe da, Crash 'n' Burn 1 sowie der eigentlich für 2012 geplante zweite Band von Inga ink-pop Steinmetz' Alpha Girl wurden erneut verschoben, diesmal ins Mai-Programm (Auslieferung wäre im April). Der günstige MCC-Termin wurde damit verstreichen lassen, was es nicht sehr wahrscheinlich macht, dass es diesmal bei April bleibt.

78 Tage auf der Straße des Hasses steht momentan weiterhin im April-Programm gelistet, könnte also noch zur MCC erscheinen. Da aber - das haben wir mittlerweile durchschaut - die Verschiebungen immer erst einen Monat vor dem gesetzten Termin bekanntgegeben werden, werde ich euch über die erneute Verschiebung von 78 Tage dann wohl bei den nächsten News berichten. Tokyopop verweigert weiterhin sämtliche Angaben von Gründen für die Verschiebungen gegenüber den zunehmend erbosten Fans (und anscheinend auch gegenüber den betroffenen AutorInnen), was die letztmonatige Bitte um den Verzicht auf jedwede Spekulationen natürlich ziemlich absurd macht.

Der Stuttgarter Zwerchfell-Verlag hingegen teasert hier für 2014 einen neuen Zombie-Comic mit etwas östlicherem Einschlag, was immer das auch heißen mag. Nun ja, wir werden hoffentlich bald mehr erfahren.


Skull Party 2 von Melanie Rosa_Maus Schober ist mittlerweile bei Carlsen erschienen, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat.

Und als Reaktion auf das an Eigenproduktionen eher dürftige Sommer-Programm meinte Carlsen-Manga-Cheffe Kai-Steffen Schwarz im AnimeY-Interview: "In den nächsten Programmen gehen jedenfalls mehrere neue Manga-Eigenproduktionen bei Carlsen an den Start, auf die wir uns schon sehr freuen." Einen ersten Teaser gibt es übrigens ein paar Absätze tiefer.


Doujinshi:

Die Printausgabe von Herzblut von MLang ist ab jetzt bestellbar.

Ebenfalls vorbestellbar ist die Kawaii-Anthologie, die sich ja seit knapp einem Jahr bereits fleißig vermarktet. In dem an Crowdfunding erinnernden Vorbestellsystem kann man sich auch noch zusätzliche, exklusive Goodies sichern.

Hier ist die Vorbestellphase leider schon abgelaufen, aber auf der MCC gibt's den dann auch vor Ort: Blumensprache von RoseNose.


Vorbestellung nur noch bis heute, aber bestimmt auch noch später zu haben: abgemeldet plant eine neue BL-Doujinshi-Reihe unter dem Titel i.seki.

Eine weitere neue Doujinshi-Anthologie hat sich unter dem Titel Chakusô für die MCC angekündigt. Wer alles dabei ist und ein paar Leseproben findet ihr hier.

Und wie beim letzten Mal schon angedroht: Hier sind die beiden neuen (vorerst nur digitalen) Doujinshi-Hits Aquabox Headquarters von Sia und yamiz sowie Brave & Safe von Yaa und Horrorkissen.


Presse:

Die Westdeutsche Zeitung hat Mikiko abgemeldet Ponczeck und Martina Soen Peters portraitiert. Der Crash 'n' Burn-Release-Termin ist übrigens nicht mehr aktuell (har har ...). Im Text findet sich auch ein Hinweis auf ein neues, noch "streng geheimes" Carlsen-Projekt von Martina diesen Sommer. Carlsen hat sein Manga-Programm bis September 2014 allerdings schon im letzten November bekannt gegeben. Also mal sehen, wann's wirklich soweit ist.

Und das hier habe ich letztes Jahr ganz übersehen:


AnimeY hat Carolin Eckardt, die derzeit einzige professionell in Japan veröffentlichende deutsche Mangaka, in einem zweiteiligen Interview zu ihren Erfahrungen befragt. Sehr lesenswert! Man beachte vor allem die Maxime "Es geht nicht ums Schönzeichnen", die in der deutschsprachigen Mangaszene ja erst sehr zögerlich Einzug erhält.


Ebenfalls bei AnimeY findet sich ein Interview mit der NEXT-DIeMENSION-Crew zu den ambitionierten Plänen mit ihrer neuen Anthologie KIBUN Manga & MOOD Comix, die zur MCC debutiert.

Und ein Interview mit Melanie Schober zu Skull Party gab's dort auch noch.

Animexx-Userin kikidergecko hat kürzlich eine Doujinshi-Review-Reihe gestartet. Also mal schnell das Blog abonnieren!

JP-Movies haben auf Youtube den deutschen Manga Nachtläufer von Katharina kacha Kirsch besprochen und gleich noch ein kleines Gewinnspiel angehängt. Nachtläufer 2 erscheint übrigens voraussichtlich zur MCC und schließt die Serie ab. Offizielle Ankündigung folgt noch.


Tokyopop fostered not just a new generation of readers, but of creators as well. The publisher sought to publish manga-influenced comics by international creators, in a new line dubbed Original English Language manga. It proved to be one of their most controversial initiatives. On the plus side, they published strong, early work by emerging voices such as Felipe Smith, Becky Cloonan, Brandon Graham, Dan Hipp, Eric Wight, and Ross Campbell. On the minus side, the creators were bound by unusually strict contracts that took away much of their rights to the work, which Tokyopop seemed to cast into a fierce marketplace without much support. The line died before much of the bright, engaging comics were fully published, more from lack of nurturing than actual failure.

Read More: Generation TOKYOPOP: The Revolution Will be Translated | http://comicsalliance.com/tokyopop-retrospective/?trackback=tsmclip
Tokyopop fostered not just a new generation of readers, but of creators as well. The publisher sought to publish manga-influenced comics by international creators, in a new line dubbed Original English Language manga. It proved to be one of their most controversial initiatives. On the plus side, they published strong, early work by emerging voices such as Felipe Smith, Becky Cloonan, Brandon Graham, Dan Hipp, Eric Wight, and Ross Campbell. On the minus side, the creators were bound by unusually strict contracts that took away much of their rights to the work, which Tokyopop seemed to cast into a fierce marketplace without much support. The line died before much of the bright, engaging comics were fully published, more from lack of nurturing than actual failure.

Read More: Generation TOKYOPOP: The Revolution Will be Translated | http://comicsalliance.com/tokyopop-retrospective/?trackback=tsmclip
Tokyopop fostered not just a new generation of readers, but of creators as well. The publisher sought to publish manga-influenced comics by international creators, in a new line dubbed Original English Language manga. It proved to be one of their most controversial initiatives. On the plus side, they published strong, early work by emerging voices such as Felipe Smith, Becky Cloonan, Brandon Graham, Dan Hipp, Eric Wight, and Ross Campbell. On the minus side, the creators were bound by unusually strict contracts that took away much of their rights to the work, which Tokyopop seemed to cast into a fierce marketplace without much support. The line died before much of the bright, engaging comics were fully published, more from lack of nurturing than actual failure.

Read More: Generation TOKYOPOP: The Revolution Will be Translated | http://comicsalliance.com/tokyopop-retrospective/?trackback=tsmclip
Tokyopop fostered not just a new generation of readers, but of creators as well. The publisher sought to publish manga-influenced comics by international creators, in a new line dubbed Original English Language manga. It proved to be one of their most controversial initiatives. On the plus side, they published strong, early work by emerging voices such as Felipe Smith, Becky Cloonan, Brandon Graham, Dan Hipp, Eric Wight, and Ross Campbell. On the minus side, the creators were bound by unusually strict contracts that took away much of their rights to the work, which Tokyopop seemed to cast into a fierce marketplace without much support. The line died before much of the bright, engaging comics were fully published, more from lack of nurturing than actual failure.

Read More: Generation TOKYOPOP: The Revolution Will be Translated | http://comicsalliance.com/tokyopop-retrospective/?trackback=tsmclip

Comic-Preise:

Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ist mit einmaligen 15.000€ dotiert und sucht noch bis 1. Juli einen "hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen literarischen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist". Das seltsam deplatzierte "literarisch" soll hier als Qualitätskriterium aufgefasst werden (was immer das heißen mag), Fertigstellung absehbar bezieht sich auf eine fertige Geschichte und schon aussagekräftige Zeichnungen, ist also etwa vergleichbar mit einer verlagsüblichen Bewerbung.

Bis zum 14. April kann man sich auch noch beim Egmont Comic-Stipendium bewerben, wo es immerhin 5.000€ abzustauben gibt.

Beide Preise sehen nicht sonderlich einladend für Manga-Beiträge aus. Ich würde hier aber empfehlen, trotzdem alles einzuschicken, was ihr noch in euren Schubladen rumliegen habt oder woran ihr gerade werkelt, um diese und ähnliche Preise mit "unpassenden" Arbeiten zu filibustern. Wenn solche Institutionen einen nicht sehen wollen, muss man ihnen eben so lange auf den Füßen herumspringen, bis sie nicht mehr an einem vorbeigucken können. Also bombardiert sie mit euren coolen Manga-Stories!


Sonstiges:

Animexx werkelt gerade daran, ihre Doujinshi-Datenbank aufzupolieren und hat dazu einen Aufruf gestartet, Material beizusteuern, der sich insbesonders an die Doujinshi-Produzenten richtet. Helft doch bitte mit, die Datenbank zu vervollständigen!

Laut ersten Schätzungen ist der deutsche Manga-Markt 2013 erneut um 7% gewachsen. Genaurere Zahlen gibt's dann wohl zum nächsten Comic-Report in Erlangen.


Pfiuu, das wär's erst mal. Ist ja schon wieder ganz schön explodiert, die Liste! Ich glaube, einmal News im Monat reicht dann unterm Strich doch nicht. Für aktuelle Updates zum Thema verweise ich am besten auf meinen Twitter-Account sowie den Hashtag #DManga.

Bis zum nächsten Mal!

DManga-News, Ausgabe 5 78 Tage auf der Straße des Hasses, Alpha², Carlsen, Crash 'n' Burn, DManga, Doujinshi, Fireangels, J-Mag, Skull Party, Tokyopop

Autor:  roterKater

Und auf zum nächsten News-Rundumschlag! Es gibt viel zu berichten, nur leider nicht viel Gutes.

Publikationen:

Mittlerweile haben alle Großverlage ihre neuen Programme für das Frühjahr 2014 bekanntgegeben, und die große Neuigkeit ist, dass es keine Neuigkeiten gibt. Weder Carlsen Manga noch EMA noch Tokyopop haben neue Eigenproduktionen angekündigt. Damit markiert die Saison Frühjahr/Sommer 2014 einen absoluten Tiefpunkt in der noch jungen DManga-Geschichte.

Bei Carlsen wird es lediglich eine Neuauflage von Kamineos Alpha² (Text: eulenkueki) als Sammelband geben. Die Serie erschien im Original beim Verlag Schwarzer Turm. Weiterhin läuft natürlich noch Melanie Rosa_Maus Schobers Skull Party. Band 2 erscheint noch in diesem Dezember. Band 3 ist für August 2014 angekündigt. Apropos Skull Party: Noch bis Freitag könnt ihr den original Skull Party Dekoschädel von der FBM (Höhe: 1,30m) für einen guten Zweck ersteigern! Ob als eindrucksvolle Gartendeko oder Abrissbirne - irgendein Nutzen wird sich schon finden!

Tokyopop hat seinen Ankündigungskalender auf einen viermonatigen Rhythmus umgestellt. Theoretisch könnten also noch Neuankündigungen für die Animagic oder Connichi 2014 erfolgen. Ansonsten warten immer noch dieselben seit Ewigkeiten verschobenen Serien auf ihren Start bzw. Abschluss. Der zweite und abschließende Band von Alpha Girl von Inga ink-pop Steinmetz sollte eigentlich bereits im Februar 2013 erscheinen und ist laut Aussagen der Zeichnerin auch da schon fertig gewesen. Alpha Girl 2 ist derzeit für März 2014 angekündigt.

78 Tage auf der Straße des Hasses von David Yeo Füleki trifft es noch härter. Ursprünglich sollte Band 1 mal im Juli 2012 erscheinen. Nachdem sich Def etwas mit der Deadline verhaspelte, stand der offizielle Termin für Dezember 2012 fest. Dann wurde daraus irgendwann Juni 2013, dann August, dann Oktober ... Amazon listet Band 1 derzeit für März 2014 (vor Kurzem war's noch Januar) und Band 2 für Juni 2014. Def hat schon vor einem knappen halben Jahr an Band 3 gearbeitet.

Auch der Zweibänder Crash 'n' Burn von Mikiko abgemeldet Ponczeck steckt seit einiger Zeit in der Pipeline. Band 1 war für Juni 2013 angekündigt und wird seitdem Monat für Monat verschoben (aktuell: Band 1 Februar 2014, Band 2 August 2014). Mikiko hat sich mittlerweile in einem Blog-Beitrag zu den Verschiebungen des längst fertiggestellten Bandes geäußert und dabei angegeben, über den Grund für die Verschiebungen von ihrem Verlag nicht informiert zu werden. Diese Aussage von David Füleki vom Januar 2013 lässt vermuten, dass nicht nur Mikiko über Grund und tatsächliche Dauer der Verschiebungen im Dunkeln gelassen wird.

Wer sich erinnert: Tokyopop-Redakteurin Kartin Aust hatte sich bereits im Juli für die Verspätungen bei den 78-Tage-Fans entschuldigt und als Gründe redaktionelle Engpässe und einen vollen Release-Kalender angegeben. (Zu Crash 'n' Burn und Alpha Girl 2 gibtes meines Wissens noch keine offiziellen Statements seitens Tokyopop.) Kürzlich erneut auf die zahlreichen Verschiebungen von einem besorgten Fan angesprochen und gefragt, ob es sich denn überhaupt noch lohne, sich bei Tokyopop zu bewerben, reagierte selbige Redakteurin etwas wirscher, reduzierte die Problemlage vage auf "interne Gründe" und gab an, ohne entsprechendes Hintergrundwissen doch bitte nicht darüber zu spekulieren. Wir wollen hier natürlich auch nicht spekulieren und schließen daher mit Mikiko Ponczeck zum Release von Crash 'n' Burn 1:

But the way things have been going, I cannot guarantuee that it’s the last time it’ll be pushed back.


Doujinshi:

Im Kleinverlagssektor hat Fireangels die fünfte Ausgabe des Girlslove-Heftes Lily veröffentlicht (Autorin: Anne Lail Delseit; Zeichnungen: azara. 32 Seiten, 3,50€.

Ein 16-seitiger Kurzmanga namens Dräuende Schlafenszeit von Tara Ri Starnegg (Zeichnungen) & Maximilian Scheer (Story) erschien zur Vienna Comix.

Unbestätigten Gerüchten zufolge arbeiten Daniela Horrorkissen Winkler und Nana Yaa Kyere an einer Neuauflage ihres kultigen Sperminator-Doujinshis, jetzt unter dem Titel Brave & Safe. FuXx layoutet, Yaa soll's umsetzen. Es geht um Magical Boys & Girls und Kondome. Oder so ähnlich. Auf FuXxens Facebook gibt's verstreut weitere Infos und Chara-Entwürfe (den zum Beispiel). Über ein mögliches Release ist noch nichts bekannt. Aber wir können's natürlich kaum erwarten.

Marika yamiz Paul und Sia arbeiten derweil wohl endlich mal an einem Doujinshi zu ihrer Superhelden/Boyslove-Story Aquabox, die bisher nur als Blog existierte. Auch hier: Seeehr gspannt!


Sonstiges:

Noch bis zum 20.12. kann sich für einen Tisch auf dem Kreativmarkt (ehemals Doujinshi-Markt) der Manga Comic Convention (ehemals Leipziger Buchmesse ... nee, halt!) angemeldet werden. Genug Platz für alle, aber es muss alle vier Tage jemand vor Ort sein! Kosten: 59,50€ pro Tisch.

Beim Weseler Lokalkompass gab es in einem sehr gut recherchiertem Artikel einen schönen Überblick über die Geschichte des deutschsprachigen Manga. Da fragt man sich wirklich, warum sich solche journalistischen Perlen in der Lokalpresse verstecken und nicht auch mal der deutsche Mainstream des Comic-Feuilletons dazu in der Lage ist, angebracht über das Thema zu berichten.

Nachdem sich das ursprüngliche Moderationsteam von J-Mag verabschiedete (siehe letzte Ausgabe) haben mittlerweile Niloo und Millus übernommen. Ich schau's mir vielleicht mal wieder an, sobald sich Vollblut-Mansplainer Millus angewöhnt hat, eine Gesprächspartnerin auch mal ausreden zu lassen. Anyway, hier gibt's einen schön umfangreichen Beitrag mit Gast Daniela Winkler:


J-Mag Studiogast (Nov. 10) - MyVideo

That's all, folks!

DManga News #1 Animagic, Bloody Magic, Carlsen, David Füleki, Demon Lord Camio, DManga, Doujinshi, EMA, Skull Party, Tokyopop

Autor:  roterKater


Ich verteile ja seit einiger Zeit Neuigkeiten um deutschsprachige Manga auf Twitter. Da dort aber sicher nur ein Teil von euch mitlesen, werde ich von nun an hin und wieder die wichtigsten aktuellen Mitteilungen gesammelt hier bloggen. Hoffe, das ist in eurem Interesse.


Neuerscheinungen:

Auf der kürzlich vergangenen Animagic gab es zwei neue Großverlagspublikationen zu erstehen:


- Melanie Rosa_Maus Schobers neue, vierbändige Serie Skull Party ist bei Carlsen gestartet. Erste Reviews gibt es bei AnimeY und Splashpages.  Wieland sorata08 Möbus setzt sich in seinem Blog etwas kritischer mit dem Storytelling des Mangas auseinander. Auf der innovativen Homepage zum Manga kann man sich unter anderem an der Gestaltung der Folgebände beteiligen und geheime Schlüssel suchen, mit denen sich zusätzlicher exklusiver Content wie Hintergrundinformationen und ein amüsantes Vlog freischalten lassen. (Yours truly hat natürlich als einer der ersten alle Schlüssel gefunden.)


- Bei EMA gibt es ein neues Werk von Alexandra pink-tink-xela Völker, das sich lose auf Figuren aus ihren älteren Werken bezieht: Bloody Magic. Auch hier gibt es bereits eine Rezension auf Splashpages.


Kommende Veröffentlichungen:

Tokyopop hat leider weitestgehend alle für dieses Jahr angekündigten Eigenproduktionen ins Winterprogramm verschoben. Das betrifft Crash 'n' Burn 1, Alpha Girl 2 und auch 78 Tage auf der Straße des Hasses 1 (alle Dezember), der eigentlich bereits Ende letzten Jahres erscheinen sollte. Laut Aussagen der jeweiligen ZeichnerInnen sind die Bände mindestens seit Anfang des Jahres fertig. Tokyopop hat sich zumindest im Hinblick auf 78 Tage mittlerweile offiziell für die Verzögerungen entschuldigt und gibt unter anderem personelle Engpässe als Grund für die Verschiebungen an. Man kann davon ausgehen, dass bei den anderen Titel ähnliche Gründe im Spiel sind. Schade ist natürlich, dass eine redaktionelle Unterbesetzung in erster Linie die Eigenproduktionen trifft, die eh schon mit langen Pausen zwischen den Erscheinungen zu kämpfen haben, und nicht die Lizenztitel. But that's your Manga Germany. Laut einem Tokyopop-Insider soll Crash 'n' Burn eventuell doch schon zur Connichi kommen. Also sehen wir die anderen Titel vielleicht auch schon etwas eher, wer weiß ...

David Yeo Füleki werkelt derweil bereits am dritten 78 Tage-Band und ist damit wohl der einzige DManga-Zeichner, der schneller arbeitet, als sein Verlag ihn veröffentlichen kann. Nebenbei hat er bereits Gastzeichner für kommende Bände der Serie angekündigt: Melanie Schober für Band 2 und Marcel Hugi Hugenschütt für Band 3.

Ebenfalls verschoben wurde Dreizehn von Dezibel, der jetzt März 2014 bei EMA erscheint. Hier kann ich zumindest sagen, dass weder Verlag noch Zeichnerin irgendeine Schuld trifft und wirklich höhere Gewalt im Spiel war.

Die neue Ausgabe der Anthologie UNHEIMLICH: Asiatisch ist derzeit im Duck und dann bald erhältlich. Der auf 222 Exemplare limitierte Band enthält unter anderem Beiträge von IrukaWopanda und Katharina kacha Kirsch. Die vollständige Teilnehmerliste findet man hier, wenn man etwas scrollt. 


Doujinshi:

Tokyopop-Zeichnerin und -Redakteurin Natalie Menolly Wormsbecher bringt ihren Web-Manga Schwarzer Kater in Druck, allerdings nicht bei Tokyopop, sondern im Eigenverlag. Der erste Band soll bereits zur Connichi erscheinen, wo die Zeichnerin ihn auch selbst anbieten wird.

Nana Yaa Kyere hat auf Facebook einige aktuelle deutsche Doujinshi gelistet, die sie selbst liest, und zeigt sich unverholen begeistert vom gegenwärtigen Output der Web-Mangaka, die qualitativ und quantitativ gerade wirklich einiges reißen.  Kann ich unterschreiben. Gerade geht bei Web-Manga ziemlich die Post ab. Meine eigenen aktuell verfolgten Serien und Empfehlungen findet ihr einfach hier bei den Favos.

Nana selbst bringt auch ihren eigenen Web-Manga High Angle im Eigenverlag in den Druck. Band 1 soll rechtzeitig zur Connichi erhältlich sein.


Verlage:

Jonas Blaumann, Manga-Redakteur bei Carlsen, wechselt zu Egmont und wird dort Programmleiter bei EMA. Sein Nachfolger bei Carlsen Manga wird Michael Peter. Jonas hatte auch diverse DManga-Eigenproduktionen bei Carlsen betreut, unter anderem die Titel von Melanie Schober. Ob der Wechsel Auswirkungen auf kommendes DManga-Programm hat, ist noch nicht bekannt.

Tokyopop-Geschäftsführer Joachim Kaps mit einem interessanten Interview zum internationalen Manga-Markt.


Sonstiges:

Der internationale Manga-Wettbewerb Manga Audition ist ausgewertet und es gibt auch einige deutschsprachige Gewinner (Vincent Lange, Inga ink-pop Steinmetz, miyuli, Melanie Schober und Wopanda). Alle ausgezeichneten Beiträge können hier online gelesen uns heruntergeladen werden.

Bei Comic-Review gibt es eine Podcast-Besprechung der Neuauflage des ersten Grablicht-Bandes von Daniela Horrorkissen Winkler bei Delfinium Prints.

David Füleki hatte mal wieder Langeweile und zeichnete einen ausufernden Gastbeitrag für Beetlebums Comic-Blog.

Manga-Autorin und mittlerweile Vollzeit-Redakteurin bei der Animania Anne Lail Delseit hat ihren Germanga-Blog wiederbelebt. Dort findet sich auch nach wie vor ein aktueller Release-Kalender aller DManga-Publikationen.

Die Manga-Historikerin Helen McCarthy hat in einem beeindruckenden Kurzvortrag die internationalen Ursprünge und Einflüsse von Manga in Japan rekonstruiert. Als falls euch noch mal jemand erzählen will, dass Westler qua natura keine Manga zeichnen können, könnt ihr ihnen jetzt anschaulich erklären, dass es ohne die Westler wohl gar keinen Manga in der heutigen Form gegeben hätte.


In eigener Sache:

Mika und ich waren ja auf die vergangene Animagic eingeladen, um schon mal vorsorglich für Demon Lord Camio zu signieren. Wir hatten sehr viel Spaß und eine wirklich tolle Con (trotz der Hitze), hauptsächlich Dank der wirklich ausschweifenden Gastfreundschaft der Animagic gegenüber ihren Ehrengästen. Vielen Dank an die Con und alle, die bei uns vorbei geschaut und sich eine Signierkarte mitgenommen haben!

Weil wir ja noch nichts eigenes zu verkaufen hatten, haben wir Besuchern stattdessen lieber Noragami von Adachitoka angedreht und hatten Samstag Abend auch tatsächlich alle vorrätigen Bände weg. Ein wirklich großartiger Manga, der völlig unerklärlich bisher kaum Aufsehen verursacht hat. Ist absolut brilliant gezeichnet und auch ein erzählerisch toller Shounen Manga mit sympathischen und überraschend komplexen Figuren, viel Humor und reichlich Action. Schlägt für mich Blood Lad um Längen und hat auch gegenüber Blue Exorcist knapp die Nase vorn. Also wenn ihr diese Richtung Manga mögt und/oder immer noch denkt, EMA hätte keine nennenswerten Shounen Manga im Programm, schaut da unbedingt mal rein!

Auch wenn die Veröffentlichung von Demon Lord Camio noch über ein halbes Jahr hin ist, gibt es schon erste Fanarts, unter anderem von Carlsen-Zeichnerin Evelyne evy_clocharde Bösch: tadaaa! Weitere Fanarts und diverse WIPs und Hintergrundinfos zu Camio findet ihr in unserem Thread im Comicforum, wo unser hochwohllöblicher Dämonenlord auch selbst sein Unwesen treibt.

Zu den aktuellen Inio-Asano-Veröffentlichungen bei Tokyopop habe ich zwei Artikel geschrieben: Zu Solanin im Tagesspiegel und zu Gute Nacht, Punpun auf Comicgate. Asano solltet ihr wirklich, wirklich, WIRKLICH lesen. Ernsthaft.


Was vergessen? Die Kommis stehen euch für Hinweise offen! ^^


Codex: Yamiz Carlsen, Codex Conventionis Daemonum, DManga, Marika Paul

Autor:  roterKater

Ich vergess immer, meine ganzen schönen Einträge hochzuladen! Schande über mich! Dabei krieg ich doch am Wochenende auf der ChisaiiCon (hoffentlich) schon wieder neue. Und ich hab noch so viele zu zeigen ...

Also, heute ist mein Stargast jedenfalls Marika yamiz Paul. Die Yami hat letztes Jahr bei Comicstars den fetzigen Sport-Manga Daftball veröffentlicht. Demnächst erscheint bei Carlsen ihr neues Projekt Royal Lip Service.

Für mein Büchlein hat Yami ihre, äh, besondere Art von dämonischem Einfluss illustriert:




Tja, Kinder, sowas passiert, wenn man die falschen Bücher liest! Also lest lieber Manga! Davon bekommt ihr höchstens tellergroße Augen, allgemeine Charakterverflachung und führt den ganzen Tag lang innere Monologe. Aber immer noch besser als Hirnfraß ... irgendwie ...


P.S. Boaaaah, Scanrand! Wir werden alle sterben! Aaaaaaaahhhh...



202192.png

Germanga LBM 2010 Teil 4: Ninja - Hinter den Schatten Carlsen, DManga, Miyuki Tsuji, Ninja

Autor:  roterKater

"Ninja - Hinter den Schatten, Band 1"

Miyuki Tsuji (Text) / Baron Malte (Zeichnungen)

5,95€

Ninjas sind heiß im Trend bei deutschen Manga-Lesern. Das weiß Carlsen natürlich am besten und schiebt dem Naruto-Hype nun diese heimische Produktion hinterher. Das Konzept von "Ninja" wagt sich da jedoch auf ganz neue Gefilde. Ein Sach-Comic über Ninjas sollte es werden. "Edutainment" heißt das auf Fach-Denglisch. Gemeint ist damit folgendes: ein Comic, der zwar eine narrative Einbettung hat, aber hauptsächlich Fakten vermitteln möchte. Ein bebildertes Sachbuch mit Story-Umrahmung, wenn man so will.

In Japan ist so etwas natürlich weit verbreitet. Manga wird als Medium für alles mögliche verwendet, natürlich auch zu Bildungszwecken. Von denen hat es allerdings noch keiner bis zu uns geschafft, weshalb ich nichts über deren Funktionalität sagen kann, besonders wenn ein eher junges Publikum angesprochen ist. Was man hierzulande kennt, sind ja eher inhaltsschwere Graphic Novels mit dokumentarischen Gestus, sei es als Autobiographie ("Maus") oder als graphisches Doku-Drama ("Die Sache mit Sorge"). Damit hat "Ninja" natürlich rein gar nichts zu tun. Vielmehr haben wir es hier mit dem hierzulande originellen Ansatz zu tun, kindgerechtes Sachbuch mit der Erzählform Manga kurzzuschließen. So richtig rund ist der Hybrid dabei leider nicht geworden, aber schauen wir uns die einzelnen Komponenten dafür etwas näher an.

Miyuki Tsujis Interesse für Ninjas wurde durch ihre Übersetzungsarbeit bei "Naruto" und einen Ninja-Artikel, den sie für die damalige "Banzai" schrieb, geweckt, und sie entschloss sich bereits vor mehreren Jahren, ein ausführlicheres Werk über die historisch wahren Ninja zu verfassen, die sich doch erheblich von den phantasievollen Superkriegern in Manga und Film unterschieden. Das Format Sachbuch erschien ihr zu steif, also sollte ein narrativer Rahmen her. So dürfen wir den deutschen Jugendlichen Ben begleiten, der auf dem Heimweg von der Schule von Schlägern vermöbelt wird und sich, inspiriert durch einen Ninja-verrückten Freund, nach Japan aufmacht, um bei einem echten Ninja-Meister in die Lehre zu gehen. Dieses Set-Up ist natürlich spätestens seit "Karate Kid" die Blaupause sämtlicher jugendlich orientierter Kampfsport-Erzählungen, aber man darf hier natürlich nicht vergessen, dass sich "Ninja" an ein junges und noch relativ Medien-unerfahrenes Publikum richtet, dem die damit verbundenen Stereotypen noch nicht zum Hals raushängen. Pluspunkte für Originalität auf der Story-Ebene sollte also niemand erwarten.

In Japan angekommen, lernt Ben jedoch zu seiner anfänglichen Enttäuschung von seinem Ninja-Meister, dass es sich bei seiner Zunft keineswegs um tapfere Kämpfer, sondern um im Geheimen agierende Spionage-Experten handelt, die Kämpfen nach Möglichkeit aus dem Weg gehen und für die "verletzter Stolz" ein Synonym für Dummheit ist. Geläutert entschließt er sich jedoch trotzdem, seine Ausbildung anzutreten.

Texttafeln mit Erklärungen zu verschiedenen Ninja-Techniken unterbrechen ab der zweiten Hälfte immer wieder die Erzählung und vermitteln aufschlussreiche Fakten über die historischen Hintergründe und die wahre Natur der Ninja. Miyuki Tsuji hat für den Informationsteil ihrer Geschichte lange vor Ort recherchiert und echte Ninja-meister interviewt. Ihre Einsichten dürften für jugendliche Ninja-Freaks also überaus interessant sein, und hätte sie ein einfaches Sachbuch geschrieben, wäre das auchsicherlich eine runde Sache geworden.

Nur leider ist die Story-Einbettung doch ziemlich unglücklich ausgefallen. Können wir der stereotypen Handlungsverlauf noch geradeso verkraften, überträgt sich der didaktische Gestus der Sachbuch-Komponente leider auch auf die Erzählung selbst. Heißt: dem Leser wird, alles, aber auch wirklich alles vorgekaut. Subtext Fehlanzeige. Die Figuren tragen ihr Herz durchweg auf der Zunge, und wenn sie mal nicht herausposaunen, was gerade in ihrem Inneren vorgeht, sorgen Denkblasen für Aufklärung. Das macht die Erzählung insgesamt extrem flach und die Charaktere eindimensional und uninteressant. Anstatt die Geschichte als Gegengewicht zum Informationsanteil zu nutzen, behandelt Tsuji ihre Figuren genau wie ihr Ninja-Thema: als etwas, was man dem Leser erklären muss, möglichst in allen Facetten, damit auch ja keine Fragen offenbleiben. Und dass das mit der jungen Zielgruppe zu rechtfertigen ist, kann mir niemand erzählen. "Naturo" ist tausendmal komplexer und tiefgründiger als dieses Buch, und offensichtlich peilen ja beide dieselbe Zielgruppe an. Kinder mögen vielleicht narrativ unerfahren sein, aber sie sind doch nicht blöd! So erinnert die Erzählung leider an diese schrecklichen Schulbuch- und Verkehrserziehungs-Comics, in denen der Informationsteil an eine aufdringliche moralische Agenda gekoppelt wird.

Zudem haut die Geschichte auch an vielen Punkten einfach nicht hin. Die Nebenfigur Daisuke wird zum Beispiel allen Ernstes so eingeführt: Daisuke (zum Leser): "Hi, ich bin Daisuke! Auch wenn ich vielleicht nicht so aussehe ich bin ein Ninja-Meisterschüler!" Sorry, aber das unterbietet sogar die klischeehaften Selbstvorstellungs-Eröffnungen in diversen amateurhaften Highschool-Soap-Doujinshi... So führt man doch keine Charaktere ein! Zudem beschränkt sich Daisukes narrative Funktion im weiteren Verlauf, verschiedene Schleichtechniken zu illustrieren. Für die Story selbst bleibt er vollkommen ihne Bedeutung. Ich kann mir nicht helfen, aber mit einem Sachbuch wäre Tsuji wohl einfach besser gefahren...

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Zeichnungen. Baron Malte ist sicherlich ein technisch sehr guter Zeichner und begnadeter Cartoonist - aber er hat leider wenig Verständnis von der Erzählform Manga, ein Bereich, auf dem er bisher auch keinerlei praktische Erfahrung ausweisen kann. Leider lässt sich der Band aber auch nicht anders verstehen als als Manga, da Carlsen es aus unerfindlichen Gründen für eine gute Idee hielt, den Band in japanischer Lesrichtung zu veröffentlichen - anscheinend um besser an die Naruto-geprägte Zielgruppe andocken zu können. Dass das keine gute Idee war, zeigt sich spätestens an den Stellen, an denen Malte mit der Sprechblasenaufteilung durcheinander kommt. Er wusste nämlich offensichtich nicht, dass im Manga nicht nur von rechts nach links, sondern bevorzugt auch von oben nach unten gelesen wird. Heißt, ein Manga-erfahrener Leser würde zuerst die Sprechblasen auf der rechten Seite lesen und sich dann weiter nach links durcharbeiten. Malte will aber, dass wir zuerst die oberen Blasen lesen, egal ob rechts oder links, und uns dann nach unten durcharbeiten. Das führt zu zahlreichen Verwirrungen beim Lesen, die sicher hätten vermieden werden können, wenn der Band nicht mit aller Gewalt auf Manga getrimmt geworden wäre.

Das gleiche gilt auch für die Zeichnungen selbst. Im direkten Vergleich zu Manga-Ästhetiken fallen die digitalen Graustufen, die unschönen Computer-Speedlines und das starre und wenig dynamische Paneling leider recht unangenehm ins Auge. Auch die Posen und Zeichnungen selbst sind ziemlich steif. Ich weiß nicht, wie Carlsen den Lesern vorgaukeln will, hier einen Manga vor sich zu haben. Allein ein Blick aufs deutlich westliche Chara-Design hätte auch den unerfahrendsten Manga-Leser vom Gegenteil überzeugt. Dabei hat Malte wirklich zeichnerische Stärken, nur sind die eben nicht im Bereich Manga. Das Inking ist sauber und klar, die Perspektivwechsel und Hintergründe stimmig. Besonders herausragend sind die lebendigen und intensiven Gesichtsausdrücke der Figuren. Da könnten sich heranwachsende deutsche Manga-Zeichner in Sachen Ausdrucksstärke sicher noch eine Scheibe von Malte abscheiden. Viele Details in den Zeichnungen sind sehr witzig und gelungen, besonders die Ninja-Chibis zeigen Maltes Talent als Cartoonist.

Unterm Strich kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein vielversprechendes Projekt einfach falsch angegangen wurde. Miyuki Tsuji hat eine Menge über Ninja zu erzählen, kommt aber mit der Story-Ebene nicht zurecht. Baron Malte ist ein sehr talentierter Zeichner, der aber eher unglücklich an die Mangaform andockt. Und der Verlag trimmt das Projekt mit aller Gewalt auf die Naruto-Zielgruppe (allen Ernstes mit dem Slogan "Von der Übersetzerin von NARUTO!"), wenn Anliegen und Fähigkeiten der Beteiligten doch in eine völlig andere Richtung gehen.

Für jugendliche Ninja-Enthusiasten also sicherlich einen Blick wert. Alle, die eine interessante Geschichte erwarten oder nur lesen, was auch wie Manga aussieht, werden mit "Ninja" wohl nicht glücklich werden.