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Young IFA und TV Spielfilm - Manga präsentiert sich DManga, IFA, Marie Sann, TV Spielfilm

Autor:  roterKater

Der ein oder andere hat's vielleicht mitbekommen, vor ein paar Wochen war die Internationale FunkAusstellung in Berlin, in deren Sektion "Young IFA" es dieses Jahr auch erstmalig einen Manga-Schwerpunkt gab. Jetzt kann man natürlich lange darüber debattieren, was Manga jetzt mit 3D-Fernsehern und Kücheneinrichtung zu tun hat und warum die IFA jetzt als einzige zwei Repräsentanten für gegenwärtige Jugendkultur Manga und BMX herausgepickt hat. Aber konzentrieren wir uns doch einfach auf die positiven Askepte: die deutsche Mangaszene präsentierte sich eine knappe Woche lang auf einer der größten nationalen Messen einem Publikum, dessen direkter Kontakt mit dem Sujet bisher sehr eingeschränkt gewesen sein dürfte. Und dann berichtete auch noch die TV Spielfilm im Vorfeld im Zuge eine IFA-Spezials darüber, wodurch sich wohl zum ersten Mal deutsche Manga-Zeichner in das Magazin mit hoher sechsstelliger Auflage schmuggelten.

Aber erstmal zur IFA selbst: die Young IFA hatte ihre eigene, leider insgesamt etwas düstere Halle auf der Messe. Die BMX'ler mussten ihre Rampe leider draußen aufbauen, deswegen gab's in dem Bereich fast auch nur den Manga-Teil zu besehen. Bestückt hat den Bereich die Mega Manga Convention Berlin und der Comic Culture Verlag. Organisiert wurde unter anderem ein Zeichenwettbewerb, bei dem Yeo tatsächlich nicht gewonnen hat, ein sicherlich etwas spontan organisierter Cosplay-Wettbewerb, kleine Zeichenkurse mit Marie Sann sowie Signierstunden mit Marie, Guido Neukamm, Nashi, demoniacalchild und kaorie. Bei Nadja Enis konnte man zudem die Wacom Graphic Tablets austesten. Zudem gab's Interviews und Diskussionspanels, die auch im Alex, dem offenen Kanal Berlin, übertragen wurden.

Kurzfristig hat die AniMaCo mit der DCM zusammen noch eine Cosplay-Modenschau auf die Beine gestellt, die wohl im Bereich der World Cyber Games stattfand. Da hatte ich leider keine Zeit hinzugehen, also wie das lief kann ich euch leider nicht sagen. Etwas schade ist, dass die DCM nicht gleich zusammen mit der MMC die Cosplay-Wettbewerb ausgetragen hat. Da hat man sich durch die üblichen szeneinternen Zickereien wo wieder mal selbst ein Bein gestellt. Der Cosplay-Wettbewerb hätte durchaus von etwas Fachpersonal profitieren können, genau wie die DCM wohl von einer geschlossenen Präsentation innerhalb der Young-IFA-Halle profitiert hätte.

Der Manga-Schwerpunkt soll auch nächstes Jahr wieder bei der Young IFA stattfinden. Für eine Probedurchlauf war das schon ganz interessant, aber die Sache ist auf jeden Fall noch ausbaufähig. Etwas mehr Szenezusammenhalt wäre da wümnschenswert. Vielleicht können sich ja auch die großen Verlage mit an der Sache beteiligen, besonders was die Präsentation ihrer hauseigenen deutshcen Zeichner angeht. Denn so wie ich das beurteilen kann, kamen die Zeichner beim IFA-Publikum sehr gut an. Hier besteht also eine Chance, sich großflächig in der Öffentlichkeit zu präsentieren, auch mal Kundschaft außerhalb der Szene anzusprechen und dadurch sowohl das Interesse an als auch das Verständnis für die Manga-Kultur zu verstärken. Zur Illustration dazu noch kurz die Ausschnitte aus der TV Spielfilm 18/10, in der auf drei Seiten auf das Manga-Thema verwiesen wurde:







So, ich denke es fällt auf den ersten Blick auf, dass Marie hier etwas überrepräsentiert ist, und wer die TVS kennt, kann sich auch denken, woran das liegt. Den werten Redakteuren ist beim Anblick von Maries Promofotos anscheinend mal wieder das Hirn in die Hose gerutscht (wenn es nicht eh dort residiert), weswegen sie sich auch nicht frivole Zoten wie den Miss-IFA-Spruch verkneifen konnten. Das ist jetzt zwar einserseits mal wieder ganz schön dämlich, andererseits verschafft es dem Thema doch reichlich Platz und Aufmerksamkeit. Ja ja, die moderne Medienlandschaft... Man kann aber festhalten, dass man es auch als Kleinverlag ohne Kostenaufwand und nur durch das richtige Engagement in eine Zeitschrift mit hoch sechsstelliger Auflage schafft.

Ich halte das für den richtigen Weg und würde mir wünschen, dass sich auch die Großen mal etwas mehr außerhalb der Szene engagieren würden. Anike Hages Adaption von "Die Wolke" war da ja auch eine gute Sache, nur ging das ja ursprünglich von Ravensburger aus und Tokyopop grast jetzt nur die Zweitverwertung mit ab. Aber selbst das brachte noch einmal ein wenig Aufmerksamkeit von Seiten des grünen Mob mit sich. Also: es gibt hier noch viel ungenutzte Möglichkeiten, liebe Verlage und werte Mangaszene! Also bitte kein weiteres deprimierendes Gesäusel, wie dreckig es doch der Szene geht! Von nichts kommt nichts!