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Thread: Der Glaube an Gott !!!

Eröffnet am: 27.11.2006 15:48
Letzte Reaktion: 18.04.2009 23:31
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Von:   abgemeldet 16.02.2009 16:42
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
> >Ich wollte noch einmal betonen: ich würde ein Kreuz tragen, weil >ich es ein hübsches Symbol finde. Ich weiß, was es im Christemtum >bedeutet und nur weil ich es vielleicht trage und trotzdem nicht >an Gott glaube, bin ich respektlos? Glaube ich nicht. Für mich >kann das Kreuz ja wohl bedeuten, was ich will. Ich respektiere den >Grund, denn Christen haben das Kreuz zu tragen, aber deswegen muss >es für kein gesperrtes Symbol sein.
>
> Kein gesperrtes, das sagte man schon :). Es geht aber ja nicht darum, ob du an Gott glaubst, oder nicht, sondern darum, dass dir seine Bedeutung für andere beim Tragen egal ist, wie du hier nocheinmal deutlich machst. Für dich kann es bedeuten, was du willst ... . Nunya, ich habe auch eine Buddhastatue bei mir daheim im Schrank, obwohl ich kein Buddhist bin ... aber ich würde diese Statue niemals zu einem Modeaccesoire herabwürdigen, denn genau das ist es, was du mit dem Kreuz machst. Das ist es, was mir an der Sache als "Nichtchrist" mit dem Kreuz nicht gefällt.
> Verbieten kann dir das keiner, aber du musst damit rechnen, dass andere das mit gutem Recht nicht eben wunderbar finden.


Viele machen einen "Fehler", sie machen ihren Glauben von einem Symbol abhängig.
Wichtig ist, was man im "Herzen" trägt und nicht wie viel oder was und in welcher Form um den Hals, was mich als Christen etc. ausweist. Es besteht die Gefahr, dass man den Glauben von einem Symbol abhängig macht.
Hinweis Bilderverbot bzw. Abbildungsverbot-> siehe Mose - könnte hier zum Tragen kommen _ aber wie viele Stellen der Bibel ist auch diese recht zweideutig. ^~
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Von:   abgemeldet 16.02.2009 16:48
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> "Werte und Derlei" ändern sich nicht ständig. Modeerscheinungen ändern sich. Werte, die eine Gesellschaft zu einer Gesellschaft machen, oder wissenschaftlich gesagt: Grundpfeiler einer kulturellen Identität ändern sich nicht schnell, da sie die Identität einer Gesellschaft ausmachen und erhalten. Mit einem schnellen Wechsel dieser Werte wäre eine Gesellschaft keine Gesellschaft oder ein soziales Gefüge.
>
> Teil einer kulturellen Identität zu sein, heißt sich auch an die gegeben Werte zu halten und sie zu respektieren.
>

Aber du willst mir doch nicht sagen, dass die Gesellschaft vor zB 60-70 Jahren die gleichen Werte hatten wie die heutige?
Dieser Beitrag ist keine Lüge sondern eine sachzwangsreduzierte Ehrlichkeit.



Von:   abgemeldet 16.02.2009 17:42
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Der Meinung bin ich auch!



Von:   abgemeldet 16.02.2009 18:03
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> > Teil einer kulturellen Identität zu sein, heißt sich auch an die gegeben Werte zu halten und sie zu respektieren.
>
> Aber du willst mir doch nicht sagen, dass die Gesellschaft vor zB 60-70 Jahren die gleichen Werte hatten wie die heutige?

In diesem Fall würde ich dir gerne die Frage, im Bezug auf welche Werte du einen so heftigen Unterschied feststellst? Wo unterscheiden sich deiner Meinung nach die damaligen Werte von unseren heutigen Werten?
Einfach aus Interesse, denn ich bin mir nicht ganz sicher, ob da nicht etwas durcheinander gewürfelt wird ...

Baut eure Häuser aus totem Holz. Baut eure Mauern aus totem Stein. Baut eure Träume aus toten Gedanken. Kommt das Leben weinend, lachend, singend wieder, nehmen wir, was ihr gestohlen und ziehen euren toten Knochen ihre kranken Häute ab.




Von:    ChuckNorris 16.02.2009 18:17
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Aber du willst mir doch nicht sagen, dass die Gesellschaft vor zB 60-70 Jahren die gleichen Werte hatten wie die heutige?

Die Rollenverhältnisse sind anders natürlich, aber im Allgemeinen sind Werte und Moral ziemlich unverändert geblieben. Damals wollte man, dass seine Kinder zur Schule gehen und ein gutes Leben führen, einen guten Job haben und so weiter und heute ist das kaum anders. Was man unter gutes Leben führen versteht, mag nun heute anders verstanden werden, aber das Grundgerüst bleibt. Ebenso ist es mit der Moral bzgl. Stehlen, Untreue etc. ziemlich gleich geblieben. Werte sind nicht sowas wie "Die Frau gehört hinter den Herd"(Rollenverhalten), sondern "Was kann ich tun in einer Welt, wo ich von lauter anderen Menschen umgeben bin und ich durch meine Taten Einfluss auf ihr Leben nehmen?"
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:    grmblmonster 16.02.2009 18:18
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Aber du willst mir doch nicht sagen, dass die Gesellschaft vor zB 60-70 Jahren die gleichen Werte hatten wie die heutige?

In einigen Bereichen schon, doch.

Einige Bereiche haben sich natürlich nach dem Krieg und dem darauffolgenden Wechsel der politischen Position geändert, aber das 3. Reich an sich war schlicht und ergreifend nur das Endstück einer politischen Entwicklung und Festhalten an Werten, die seit hunderten Jahren gleich waren.

Aber viele Werte, die vor 60, 160 und 560 Jahren für unseren Kulturkreis wichtig waren, sind es heute auch noch genauso.

Das es heute nicht mehr zum guten Ton gehört, jüdischen Menschen zu misstrauen, ist eine sehr neue Entwicklung, die als Folge der Vernichtungspolitik Hitlers zu sehen ist. Solche Veränderungen sind Ausnahmefälle in der Geschichte. Aber vorher war es 2000 Jahre lang vollkommen normal, auf die Juden zu schimpfen.
Vor 400 Jahren war es in Deutschland nicht mal unter Strafe gestellt, wenn man ein jüdisches Kind mit einem Karren überfährt oder bei der Jagd tötlich verwundet.

Dafür ist es heute noch genauso unschick, nackt über den Domplatz zu rennen und "Heititei, der Lenz ist hier!" zu brüllen. Heute wie vor 400 Jahren landet man ziemlich schnell im Kittchen dafür.

Ebenso ist es zum Beispiel immer noch ein großer Fauxpas, bei einer Abendveranstaltung bei der Abendgaderobe gefordert ist, in Jeans/Alltagskleidung aufzutauchen.
Oder das Essen mit Besteck zum Beispiel. In einem Restaurant benutzt man Messer und Gabel und isst nicht alles mit dem Löffel. Auch das war vor 300 Jahren schon so.

Bei solchen kulturellen Reglements beschwert sich keiner, aber wenn eine Gruppierung, deren Zeichen ein Symbol ist, sich ärgert, dass dieses Symbol für triviale Zwecke entfremdet und sich auch noch darüber lustig gemacht wird, dann regen sich genau diese Leute wieder auf und pochen auf ihr Freiheitsrecht und schimpfen auf Traditionen. Das ist das, was ich nicht verstehe.

Werte wie Familie, Anstand, Höflichkeit, Zurückhaltung, Fleiß und dergleichen sind beständige Werte seit hunderten von Jahren und das sollte sich auch nicht ändern, denn genau das sind die Werte, die eine Gesellschaft braucht. An diesen Werten wächst eine kulturelle Identität.

Ich persönlich halte absolut gar nichts von dieser neumodischen Erscheinung der Individualisierung der Gesellschaft und der daraus folgenden Moralvorstellung "Meine Freiheit über alles!".
Das empfinde ich als absolut Rücksichtslos und vollkommen sinn- und werteentleert.
Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 16.02.2009 19:46
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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"Meine Freiheit über alles!".

War und ist das nicht schon immer ein Problempunkt in der Menschheitsgeschichte gewesen? Menschen teilen nun mal nicht immer die gleichen Ansichten und das wird sich auch nie ändern. Manche gehen dabei so weit auseinander, dass riesige Streitikeiten entstehen. Aber es stimmt schon, was du sagst, man kann eben nicht in einer Gesellschaft bzw. mit anderen Menschen zusammen leben, ohne sich anderen anzupassen. Die Frage ist nur eben: wie weit soll bzw. darf das gehen? Wie vielen Leuten darf ich auf die Füße treten ohne zum Außenseiter zu werden? Wann weiß ich, dass ich zu weit gegangen bin? Diese Dinge sind für mich nicht so eindeutig, wie für die meisten offenbar.



Von:    grmblmonster 16.02.2009 20:01
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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>
"Meine Freiheit über alles!".
>

> War und ist das nicht schon immer ein Problempunkt in der Menschheitsgeschichte gewesen? Menschen teilen nun mal nicht immer die gleichen Ansichten und das wird sich auch nie ändern. Manche gehen dabei so weit auseinander, dass riesige Streitikeiten entstehen.

Nein, bis zur Individualisierung der Gesellschaft war das kein Problem, da solche Gedanken nur sehr wenige Menschen (wenn überhaupt) betrafen.




> Aber es stimmt schon, was du sagst, man kann eben nicht in einer Gesellschaft bzw. mit anderen Menschen zusammen leben, ohne sich anderen anzupassen. Die Frage ist nur eben: wie weit soll bzw. darf das gehen? Wie vielen Leuten darf ich auf die Füße treten ohne zum Außenseiter zu werden? Wann weiß ich, dass ich zu weit gegangen bin? Diese Dinge sind für mich nicht so eindeutig, wie für die meisten offenbar.

Wie weit man gehen kann? Sicherlich so weit du willst. Allerdings solltest du dich damit dann abfinden, wie du schon richtig sagtest, dass du (im besten Fall) zum Außenseiter wirst.

Es gibt signifikante Unterschiede zwischen Auf-die-Füße-treten und Auf-die-Füße-treten. In einigen Gebieten ist das sicherlich sogar erstrebenswert (als Beispiel mal mein Magisterarbeitsthema. Da trete ich einigen Forschern, die das Thema früher bearbeitet haben, ordentlich auf die Füße.). Bei solchen Fällen ist dieses Auf-die-Füße-treten wichtig, um Veränderungen, Weiterentwicklung oder ein Umdenken hervorzurufen.

Etwas anderes ist es aber, gesellschaftliche Normen nicht zu achten und somit Leuten auf die Füße zu treten. Widerstand muss nicht immer die vollkommene Blockierung oder ein gesamtes Andersverhalten sein. Im Gegenteil: Etwas ändern oder etwas bewegen kann man nur von innen heraus und am besten noch innerhalb des Wertekodex. Denn genau diese Verhaltensweisen fallen dann auf und ermöglichen den Leuten zu erkennen, dass sie auch ohne einen kompletten Umbruch und ohne ihr System verlassen zu müssen, etwas verändern können.

Wann weiß man, dass man zuweit gegangen ist? Das ist tatsächlich eine schwierige Frage. Ich denke, dass muss man tatsächlich üben. Auf der einen Seite sollte man sich (wenn man nicht auf die innere Werteuhr vertrauen kann, die dir anerzogen wurde oder man einfach das WARUM wissen will), mit der Gesellschaft und ihren kleinen Eigenheiten, ihren Wertesystemen etc. auseinandersetzen. Das kann über wissenschaftliche Arbeiten oder auch über zwischenmenschlichen Austausch geschehen.
Je mehr man sich damit auseinandersetzt, desto mehr von diesen kleinen Ordnungssträngen fallen einem auf. Man bemerkt, wie sie funktionieren und man kann sie hervorragend verfolgen.
Auf der anderen Seite sollte man sich von anderen immer wieder einen Spiegel vorhalten lassen. Sei es von Fremden, die dir aus dem Weg gehen oder unecht lachen, weil dein Witz wieder zu ekelig war oder von Freunden, die dir offen sagen können: "Schalt mal nen Gang runter."

Und hier wurde dir zum Beispiel auch gesagt, dass du ein Stück zu weit gegangen bist oder zumindest, dass es so verstanden wurde.

Selbstreflexion und Information sind der Schlüssel zu einem vernünftigen Verhalten, wie ich finde.

Hearts on fire!
Zuletzt geändert: 16.02.2009 20:03:08



Von:   abgemeldet 16.02.2009 20:21
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Das mag ja alles sein, aber ich verstehe nicht, warum ich z.b. durch das sagen meiner Meinung, wie ich sie momentan vertrete, zu weit gehe. Ich meine, ich trage kein Kreuz und auch keinen Rosenkranz, wenn du das meinstest. Aber ich würde z.b. Soße auf meinen Reis machen, wenn ich es so mag oder mit Jeans zu einer Veranstaltung mit Dresscode gehen. Nicht aus Boshaftigkeit. Zu manchen Ereignissen muss man ja leider gehen, wie z.b. ne Schulveranstaltung. Ist das auch schon schlimm?

Weißt du, wenn du von gesellschaftlichen Normen sprichst, fühle ich mich gleich eingeengt. Merkwürdig, oder?^^"
Ich weiß auch nicht, wo jetzt die vollkommene Blockierung her kommt. Warum kann man Dinge nicht einfach anders machen, als andere? Warum muss es denn für Banalitäten schon Regeln geben?
Ich schweife wohl total vom Thema ab. Auch wenn ich das Gefühl hab, dass man in unserer Gesellschaft nur glücklich werden kann, wenn alle anderen mit einem zufrieden sind. Weil man sich eben an alle Relegungen hält, auch die, die einem lächerlich erscheinen. Soll ich mich etwa nur, weil ich respektvoll sein will, immer nach anderen richten?

Da fällt mir noch was zu ein und dann kannste mich wieder in den Boden treten. Ich sag dann nix mehr dazu, weil das ja echt nicht das Thema des Threads ist.
Ich hab schon viele getroffen, die auf Wahrheit sehr viel Wert legen. Das ist dann offenbar ein allgemeiner Wert, der wohl überall geschätzt wird. Aber wenn man dann jemandem die Wahrheit sagt, kann dieser verletzt werden und reagiert "fast" immer böse. Ich rede vor allem von Situationen, wo man nach der Wahrheit gefragt wird. Wenn ich dann an den Wert halte, dann sage ich die Wahrheit, aber das ist dann auch wieder nicht richtig, weil es die andere Person verletzt. Wenn ich aber schweige, wird das auch als unhöflich empfunden. Also auch wieder nicht in Ordnung. Das ist jetzt echt nur nen ganz blödes Beispiel, aber es sind eben immer Kleinigkeiten.


Ach, noch was vergessen: das mit der Freiheit. Inwiefern meinst du das? Wieso betraf das die meisten nicht? Weil sie nicht frei waren? Weil sie es nicht interessierte?
Zuletzt geändert: 16.02.2009 20:23:32



Von:    grmblmonster 16.02.2009 22:00
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Weißt du, wenn du von gesellschaftlichen Normen sprichst, fühle ich mich gleich eingeengt. Merkwürdig, oder?^^"
> Ich weiß auch nicht, wo jetzt die vollkommene Blockierung her kommt. Warum kann man Dinge nicht einfach anders machen, als andere? Warum muss es denn für Banalitäten schon Regeln geben?
> Ich schweife wohl total vom Thema ab. Auch wenn ich das Gefühl hab, dass man in unserer Gesellschaft nur glücklich werden kann, wenn alle anderen mit einem zufrieden sind. Weil man sich eben an alle Relegungen hält, auch die, die einem lächerlich erscheinen. Soll ich mich etwa nur, weil ich respektvoll sein will, immer nach anderen richten?


Dass du dich eingeengt fühlst, liegt daran, dass es derzeit modern ist, außerhalb von Normen zu leben, warum auch immer. Das ist ein zeitgeistlichen Phänomen.
Es geht bei diesen Regeln nicht darum, dass alle mit dir zufrieden sind. Es geht darum, dass es Leitlinien gibt, an denen man sein Leben orientieren kann. Und es geht um Respekt vor anderen.
Ohne alle anderen bist du nicht du. Dein Ich formt sich aus der Interaktion mit anderen. Deine Persönlichkeit ist auf andere Menschen angewiesen um eine Persönlichkeit zu sein.

Um wieder auf den Thread zurückzuführen und weil das genau passt, zitiere ich hier mal die Bibel:
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
Darum geht es. Was du nicht willst, was man dir tut, das füge keinem andern zu, um das Bibelzitat mit einem Sprichwort zu erweitern. Darum geht es.

> Da fällt mir noch was zu ein und dann kannste mich wieder in den Boden treten. Ich sag dann nix mehr dazu, weil das ja echt nicht das Thema des Threads ist.

Ich trete gar nicht, ich versuche zu erläutern. Und auf den Thread habe ich gerade geschickt wiede rhingeführt ;)

> Ich hab schon viele getroffen, die auf Wahrheit sehr viel Wert legen. Das ist dann offenbar ein allgemeiner Wert, der wohl überall geschätzt wird. Aber wenn man dann jemandem die Wahrheit sagt, kann dieser verletzt werden und reagiert "fast" immer böse. Ich rede vor allem von Situationen, wo man nach der Wahrheit gefragt wird. Wenn ich dann an den Wert halte, dann sage ich die Wahrheit, aber das ist dann auch wieder nicht richtig, weil es die andere Person verletzt. Wenn ich aber schweige, wird das auch als unhöflich empfunden. Also auch wieder nicht in Ordnung. Das ist jetzt echt nur nen ganz blödes Beispiel, aber es sind eben immer Kleinigkeiten.

Mir fällt stark auf, dass du von deiner Kontra-Position nicht abweichen kann.
Bei uns ist es nämlich so, dass "little white lies" zwar gesellschaftstauglich sind, aber Wahrheit einen hohen Stellenwert einnimmt.
Jemandem die Wahrheit zu sagen, ist ebenfalls eine gesellschaftliche Norm, auch wenn die Wahrheit manchmal nicht schmeckt.
Das meinte ich damit, dass es einen Unterschied zwischen auf-die-Füße-treten und auf-die-Füße-treten gibt.
Niemand verlangt von dir, dass du lügst, sondern erwartet von dir, die Wahrheit zu hören.
Aber man erwartet auch von dir, dass du nicht stiehlst oder deine Familie vernachlässigst.
Verstehst du den Unterschied?

> Ach, noch was vergessen: das mit der Freiheit. Inwiefern meinst du das? Wieso betraf das die meisten nicht? Weil sie nicht frei waren? Weil sie es nicht interessierte?

Weil die Idee der individuellen Persönlichkeit neu ist. Diese Gier nach individueller Erfüllung und individueller Freiheit, zu tun und zu lassen, was man will, ist ein Produkt der Moderne.
Diese Gedankengänge waren einfach nicht vorhanden.
Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 16.02.2009 23:19
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Eine Frage will ich mal so aufgreifen. Warum ist es denn so dringend notwendig, dass man zB auf eine Veranstaltung mit Dresscode in Jeans geht? Ist es dir so wichtig, das zu tun obwohl es dir doch eigentlich eben gerade nicht so wichtig ist? Und wenn anderen etwas wichtig ist und dir nicht so, warum kannst dus dann nicht nach den Wünschen der anderen machen? Wenn du selbst schon kein besonderes Interesse daran hast, warum gestattest du dann nicht anderen, ihr Interesse daran auszuleben und hilfst ihnen dabei? Ist doch kein Ding eigentlich ...?
Oder gehts hier sonst nur um Trotz und um Ich-machs-aus-Prinzip-anders?

(-_(-_(-_(-_(-_-)_-)_-)_-)_-)
WIR SIND VIELE!

-P.U.R.E. Child-



Von:   abgemeldet 17.02.2009 01:05
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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ups, ihr habt aber wieder viel geschrieben...

okay, also unter werte definiere ich eigentlich weniger die tischmanieren, ich denke das ist mehr eine moral oder eine philosophische richtlinie die der gesellschaft als "wert"voll erscheint.

und was war denn die philosophie des dritten reiches?
die radikale ausrottung derer die nicht ins bild des perfekten menschen passten. radikales denken, alle menschenrechte missachten - das ist doch heute um gottes willen nicht mehr so.

oder auch wenn man sich mit der kunstgeschichte beschäftigt:
romantik, barock, klassizismus, surrealismus... was auch immer, die werte sind immer andere.
während es zeitalter gab in denen man gott gepriesen hat und menschen gottgleich darstellte, gab es später lust und laune-zeiten.

übrigens: das beispiel mit dem besteck vor 300 jahren ist da gar nicht so richtig, dort hat man nämlich zum größtenteil mit der hand gegessen oder hatte nur einen großen löffel benutzt, außerdem hat man sein angekautes zurück in die große schüssel gelegt wenn man keinen hunger mehr hatte. schau dir nur bilder aus dieser zeit an.

ich bin sogar der meinung, dass werte sich mit jeder generation neu bilden.
Dieser Beitrag ist keine Lüge sondern eine sachzwangsreduzierte Ehrlichkeit.
Zuletzt geändert: 17.02.2009 01:13:39



Von:   abgemeldet 17.02.2009 06:38
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Macht doch aus allem einen Elefanten...

Für den einen gibt es Gott und für den anderen gibt es ihn nicht.

Jeder hat seine eigene Welt im Kopf, die durch seine Umgebung und das miteinander entstanden ist.
Reine Subjektivität, mehr nicht, es gibt keine vollkommene objektive Wahrheit für niemanden.

Wenn jemand daran glaubt, dann gibt es ihn auch für ihn.
Wenn nicht, dann nicht.


Jetzt kann man sich darüber streiten, was bringst, nichts, weil jeder für sich ist und man selbst niemals einen anderen Menschen zu 100% verstehen wird.

Das Objektive klären, Gott als Person sehen, er muss doch irgendwo sein, wo den nur, alles findest du nur durch dich selbst.


Kindisch, genauso wie darüber zu diskutieren.


Zuletzt geändert: 17.02.2009 06:38:51



Von:    grmblmonster 17.02.2009 12:27
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> ups, ihr habt aber wieder viel geschrieben...

Klar, wir sind fleißige Diskutierer ;)

> okay, also unter werte definiere ich eigentlich weniger die tischmanieren, ich denke das ist mehr eine moral oder eine philosophische richtlinie die der gesellschaft als "wert"voll erscheint.

Tischmanieren und dergleichen gehören aber in ein Wertesystem hinein. Ein System besteht aus vielen Kleinteilen.

> und was war denn die philosophie des dritten reiches?
> die radikale ausrottung derer die nicht ins bild des perfekten menschen passten. radikales denken, alle menschenrechte missachten - das ist doch heute um gottes willen nicht mehr so.

Und das Wertesystem?
Ehre, Aufrichtigkeit, Treue, Familie? Ist das nicht heute auch noch so?
Wie bereits geschrieben wurde: Werte wie Familie, Zukunftswünsche etc ändern sich nicht und waren im 3. Reich genauso.

> oder auch wenn man sich mit der kunstgeschichte beschäftigt:
> romantik, barock, klassizismus, surrealismus... was auch immer, die werte sind immer andere.

Nein, eigentlich nicht. Rollenbilder haben sich verändert, aber die Wertesysteme sind eigentlich gleich geblieben. Die christlichen Lehren von Nächstenliebe waren zum Beispiel bei all den von dir aufgezählten Kunstrichtungen (!) gleich.
Das soziale Wertgefüge ist auch schwierig an Kunstrichtungen auszumachen.

> während es zeitalter gab in denen man gott gepriesen hat und menschen gottgleich darstellte, gab es später lust und laune-zeiten.

Kunst ist nicht gleich soziales Wertesystem.
Du kannst Hieronimus Bosch auch nicht als Maßstab für die Wertempfindung seiner Zeit nehmen zum Beispiel.

> übrigens: das beispiel mit dem besteck vor 300 jahren ist da gar nicht so richtig, dort hat man nämlich zum größtenteil mit der hand gegessen oder hatte nur einen großen löffel benutzt, außerdem hat man sein angekautes zurück in die große schüssel gelegt wenn man keinen hunger mehr hatte. schau dir nur bilder aus dieser zeit an.

Das ist sehr wohl richtig, schließlich arbeite ich mit solchen Fakten.
Bilder zu der Zeit sind sehr unterschiedlich und transportieren viele Botschaften. Wenn man auf Bildern aus dem 16. und 17. Jahrhundert Leute mit den Finger essen sieht, soll das bäuerlich, ungebildet und abschreckend wirken.
Auf anderen Bildern sieht man sehr wohl die Verwendung von Messer und Spieß.
Die Leitkultur zu der Zeit war nun einmal der Adel und der hat sich solche Dinge nicht geleistet.
Das angekaute Stück Essen zurück in den Topf zu werfen, war schon im Mittelalter (13. Jahrhundert) mehr als unschicklich.
Wenn man sich ein wenig mit der zeitgenössischen Literatur auseinandersetzt, kann man auch dort in verschiedenen Codizes eine Art Knigge finden, in denen zum Beispiel das Mundabwischen mit der Tischdecke, das mit den Fingern in die Schüssel greifen, das Spucken oder das Werfen von abgekauten Knochen als äußerst unschicklich betrachtet wird. Und das im 13. Jahrhundert.

Oder nimm mal den Klassiker des 17. Jahrhunderts: Simplicissimus
Dieses Buch ist nicht nur ein humorvolles Buch, sondern beschreibt auch all das, was damals als "asozial" empfunden wurde. Es ist ein Orientierungsbuch für Menschen, um die Werte der Zeit kennenzulernen.
Es ist eine Parodie, ebenso wie viele Bilder der Zeit.

> ich bin sogar der meinung, dass werte sich mit jeder generation neu bilden.

Da kommt in mir natürlcih sofort die Frage auf: Was ist dir denn wichtig, was deinen Eltern und Großeltern nicht wichtig war? Welche so vollkommen anderen Werte vertritts du, die die beiden Generationen vor dir nicht vertreten. Und gibt es Werte, die deine Mutter und Oma vertreten haben und du auch?

Bedenke: Werte werden erlernt, nicht selbst erfunden.



EDIT: ENDLICH!!! ICH HAB ES GESCHAFFT! Ich wollte immer schon mal Leitkultur im richtigen Zusammenhang in einem Posting stehen haben. Man, was ein tolles Gefühl...
Hearts on fire!
Zuletzt geändert: 17.02.2009 12:31:40



Von:   abgemeldet 17.02.2009 13:03
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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hm, einerseits sprichst du jetzt aber von charaktereigenschaften wie treue, aufrichtigkeit, etc aber andererseits sind dir tischmanieren wichtig. fassen wir es doch als charaktereigenschaft höflichkeit zusammen.
denn ich denke höflichkeitsnormen ändern sich schon. oder warum glaubst du, gibt es immer wieder aktualisierte versionen der knigge?

und im dritten reich kann ich werte wie nächstenliebe nicht wirklich wiederfinden.

>Da kommt in mir natürlcih sofort die Frage auf: Was ist dir denn wichtig, was deinen Eltern und >Großeltern nicht wichtig war? Welche so vollkommen anderen Werte vertritts du, die die beiden >Generationen vor dir nicht vertreten. Und gibt es Werte, die deine Mutter und Oma vertreten haben >und du auch?

wenn ich mir nun einfach ein beispiel herauspicke, dass du verwendet hast: Familie.
seit die homosexuellenpartnerschaft in deutschland nun durch ist, stehen viele menschen offener zu ihrer homosexualität, das war nicht immer so.
aber die wenigsten schwulen und lesben übernehmen die klassischen rollenverteilungen bzw, bekommen gar keine kinder.
demnach entspräche dies ja nicht dem christlichen wertesystem, korrigiert mich.
ich denke in unserer generation ist man da bei weitem offener als die generationen vor uns.
generell vielen anderen kulturen und modeerscheinungen gegenüber open-minded. womöglich durch die globalisierung ausgelöst.

Dieser Beitrag ist keine Lüge sondern eine sachzwangsreduzierte Ehrlichkeit.
Zuletzt geändert: 17.02.2009 13:07:52



Von:    grmblmonster 17.02.2009 13:38
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> hm, einerseits sprichst du jetzt aber von charaktereigenschaften wie treue, aufrichtigkeit, etc aber andererseits sind dir tischmanieren wichtig. fassen wir es doch als charaktereigenschaft höflichkeit zusammen.
> denn ich denke höflichkeitsnormen ändern sich schon. oder warum glaubst du, gibt es immer wieder aktualisierte versionen der knigge?


Treue und Aufrichtigkeit sind aber nicht nur Charaktereigenschaften sondern ausdrücklich vom Wertesystem, in dem wir uns derzeit befinden, gewünscht und somit auch ein Wert. Ebenso wie Höflichkeit nicht nur eine Charaktereigenschaft ist.
Tischmanieren fallen für mich nicht nur unter Höflichkeit sondern unter Benehmen. Ein gutes Benehmen beinhaltet weit mehr als nur Höflichkeit.
Aber gutes Benehmen ist auch im Wertesystem verankert.


> und im dritten reich kann ich werte wie nächstenliebe nicht wirklich wiederfinden.

Für mich fallen auch Bedürftigenhilfe, Unterstützung Alleinerziehender und Förderung von Familien unter den Begriff Nächstenliebe. Und diese Dinge gab es sehr wohl.
Ganz abgesehen von den vielen christlich motivierten Menschen, die in ihrem Leben die christlichen Werte auch weiterhin gelebt haben.

Ich will das 3. Reich nicht schönreden und gebe dir durchaus Recht, dass viele Werte und Normen in dieser Zeit anders waren.
Aber davon zu sprechen, dass ALLES anders war in der Zeit, ist auch nicht richtig.
Wie ich immer sage: Die Welt ist und war nie schwarz-weiß, sondern beinhaltet immer Grautöne.


> wenn ich mir nun einfach ein beispiel herauspicke, dass du verwendet hast: Familie.
> seit die homosexuellenpartnerschaft in deutschland nun durch ist, stehen viele menschen offener zu ihrer homosexualität, das war nicht immer so.
> aber die wenigsten schwulen und lesben übernehmen die klassischen rollenverteilungen bzw, bekommen gar keine kinder.
> demnach entspräche dies ja nicht dem christlichen wertesystem, korrigiert mich.
> ich denke in unserer generation ist man da bei weitem offener als die generationen vor uns.
> generell vielen anderen kulturen und modeerscheinungen gegenüber open-minded. womöglich durch die globalisierung ausgelöst.


Das ist zwar nicht die Antwort auf meine Frage, aber ich sag trotzdem was dazu :)
Rollenbilder sind ebenfalls nicht unbedingt Wertesysteme.
Allerdings haben die Homosexuellen dieser Welt oder besser gesagt unseres Kulturkreises sehr, sehr lange von INNEN für ihre Akzeptanz gekämpft und das ist auch richtig so.
In einem meiner oberen Postings habe ich es auch schon gesagt: Man muss nicht gegen alle Regeln verstoßen, um etwas zu verändern und ein Umdenken zu bewegen.
Homosexualität ist ebenfalls ein Rollenbild, das abweichend von dem Schema Mann-Frau steht. ABER im Normalfall entspricht es auch vollkommen dem Wert einer festen Partnerschaft/Lebensgemeinschaft aufgrund von emotionaler Bindung. Treue ist dabei auch ein wichtiger Charakter in einer normalen homosexuellen Beziehung.

Und sowohl in einer homo- als auch in einer heterosexuellen Beziehung ist Fremdgehen gesellschaftlich nicht wirklich anerkannt. Das liegt daran, dass eine monogame Partnerschaft das leitende Bild und der kulturelle Wert ist.


Ich will nicht sagen, dass Wertesysteme sich nicht ändern können, beileibe nicht. Aber sie tun es sehr langsam. Eine Systemänderung über 3 Generationen ist schon sehr schnell und kommt selten vor.
Und viele Werte, die allesamt sehr menschlich sind, bleiben bestehen und ändern sich nie. Dazu gehört zum Beispiel der Wert Familie. Und eine Familie definiert sich nicht explizit über Kinder sondern über eine monogame Partnerschaft mit den dazugehörigen Verwandten.

Natürlich verändern sich Dinge in einer Gesellschaft und das ist auch wichtig und richtig so. Aber Grundstrukturen bleiben immer gleich. Eine sich nicht mehr verändernde Gesellschaft ist keine lebendige Gesellschaft.
Aber die Gesellschaft sollte sich immer wieder vor Augen führen, welche Werte sie zusammenhalten und das sind die gleichbleibenden Werte, die Richtlinien, die Leitfäden. Alles andere ist ein kultureller und veränderbarer Aufbau. Der ändert sich immer, allerdings nicht so schnell, wie man oftmals meint.

Und was auch auffällt, gerade wenn man Geschichtswissenschaften studiert, ist der Fakt, dass sich die Aufbauten immer wieder wiederholen. Es gibt nichts Neues. Es ist immer wieder Dasselbe, nur mit einem anderen Lack.

Beispiel Homosexualität: Mir fallen spontan 3 Zeitepochen ein, wo Homosexualität nicht verteufelt war, sondern modisch und akzeptiert. Interessanterweise empfinde ich das heute als ebenso einen Trend. Das ist keine Wertung nur ein persönliches Empfinden.

Beispiel Gleichberechtigung: Auch hier fallen mir viele Epochen ein, wo Männer und Frauen gleichwertige Rechte und Pflichten hatten.

Beispiel Bildung: Es gab und gibt immer wieder Zeiten, in denen es nicht zum guten Ton gehörte, gebildet zu sein. Die (hach, das wird noch mal mein Lieblingswort) Leitkultur war anders orientiert. Faszinierend daran: Heute scheinen wir wieder in so ein Zeitalter vorzustoßen, in dem gebildete Menschen langsam aber sicher Außenseiter werden. Die Frage ist dabei: Ist Bildung ein wichtiger Wert? Wollen wir diesen Wert wirklich verlieren?


Ich finde es wichtig, sich klar zu machen, welche Werte es gibt und wozu sie dienen. Wenn man sich dessen bewusst ist, sieht man viele Regeln und Gebote in einem ganz anderen Licht und beginnt, sich daran zu halten und sie auch zu bewahren. Gerade weil sie wichtig sind.

Hearts on fire!
Zuletzt geändert: 17.02.2009 13:41:21



Von:   abgemeldet 17.02.2009 14:51
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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hm, okay ^^
Dieser Beitrag ist keine Lüge sondern eine sachzwangsreduzierte Ehrlichkeit.



Von:    grmblmonster 17.02.2009 15:11
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
Avatar
 
> hm, okay ^^

*lach* kurze Antwort.
Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 17.02.2009 19:14
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."
Darum geht es. Was du nicht willst, was man dir tut, das füge keinem andern zu, um das Bibelzitat mit einem Sprichwort zu erweitern. Darum geht es.

Wenn ich tatsächlich die Dinge so mache, wie ich sie für richtig halte und in dem Glauben, dass, wenn ich das von jemand anderem bekommen würde bzw. er oder sie sich mir gegenüber so verhalten würde, als okay ansehe, trete ich am Ende doch wieder jemandem auf die Füße. Man kann es nicht allen Recht machen. Ist nun mal so. Da gilt dann eher das, was Kant gesagt hat. „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Kein Wunder, dass so viele Leute Probleme damit haben Kant zu verstehen. In wie weit kann man Dinge bzw. eigene Wert so einschätzen, dass man absolut sicher sein kann, dass alle damit zufrieden sein können. Es wird bei jeder Regel, bei jedem Wert immer jemanden geben, der es aber anders haben will. Da gilt dann doch der Ultilitarismus. Was die meisten Menschen glücklich macht, ist in Ordnung. Wenn man dann aber außgerechnet die Person ist, der es nicht gefällt, hat man eben Pech. Das stört mich nun mal. Ich habe kein Patent, wie man es besser oder einfacher machen kann, aber es stört mich halt trotzdem.

Niemand verlangt von dir, dass du lügst, sondern erwartet von dir, die Wahrheit zu hören.
Aber man erwartet auch von dir, dass du nicht stiehlst oder deine Familie vernachlässigst.
Verstehst du den Unterschied?

Das klingt einfacher, als es wirklich ist. Es gibt genug Leute, die immer auf Wahrheit pochen und wenn man dann ehrlich ist, bekommt man die kalte Schulter, weil sie es eben doch nicht wissen wollten. Die gehen dann davon aus, dass du nett bist, weil das genauso ein Wert ist wie die Wahrheit sagen. Natürlich gibt es auch noch Menschen, die die Wahrheit vertragen, aber das zeigt ja nur wieder, es gibt immer Außnahmen.

Diese Gedankengänge waren einfach nicht vorhanden.

Naja, wenn es sie gar nicht gegeben hätte, hätts auch keine Veränderung gegeben. Es muss ja doch Leute gestört haben, sonst sehe hier noch alles so aus, wie damals.

Eine Frage will ich mal so aufgreifen. Warum ist es denn so dringend notwendig, dass man zB auf eine Veranstaltung mit Dresscode in Jeans geht? Ist es dir so wichtig, das zu tun obwohl es dir doch eigentlich eben gerade nicht so wichtig ist? Und wenn anderen etwas wichtig ist und dir nicht so, warum kannst dus dann nicht nach den Wünschen der anderen machen? Wenn du selbst schon kein besonderes Interesse daran hast, warum gestattest du dann nicht anderen, ihr Interesse daran auszuleben und hilfst ihnen dabei? Ist doch kein Ding eigentlich ...?
Oder gehts hier sonst nur um Trotz und um Ich-machs-aus-Prinzip-anders?

Einer der Gründe in diesem speziellen Fall ist mein Wohlbefinden. Die Sachen, die man tragen sollte, sind schrecklich unbequem. Für mich persönlich zumindest. Diese spezielle Veranstaltung war mir schon wichtig, weswegen ich mich auch wohl fühlen wollte. Und Jeans sind halt bequem. Außerdem hab ich nicht so viel Geld und hatte da meine Proritäten, wofür ich das ausgeben wollte. Kleidung war da eben nicht so wichtig. Das ist genau das Problem. Ich setzte fest, was mir wichtig war, aber andere wollten mir in diesem Fall aufzwingen, was wichtig zu sein hat. Am Ende haben mich etwa 30% der Leute schief angesehen, die anderen kannten mich eben.




Von:    grmblmonster 17.02.2009 20:48
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Wenn ich tatsächlich die Dinge so mache, wie ich sie für richtig halte und in dem Glauben, dass, wenn ich das von jemand anderem bekommen würde bzw. er oder sie sich mir gegenüber so verhalten würde, als okay ansehe, trete ich am Ende doch wieder jemandem auf die Füße. Man kann es nicht allen Recht machen. Ist nun mal so. Da gilt dann eher das, was Kant gesagt hat. „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Kein Wunder, dass so viele Leute Probleme damit haben Kant zu verstehen. In wie weit kann man Dinge bzw. eigene Wert so einschätzen, dass man absolut sicher sein kann, dass alle damit zufrieden sein können. Es wird bei jeder Regel, bei jedem Wert immer jemanden geben, der es aber anders haben will. Da gilt dann doch der Ultilitarismus. Was die meisten Menschen glücklich macht, ist in Ordnung. Wenn man dann aber außgerechnet die Person ist, der es nicht gefällt, hat man eben Pech. Das stört mich nun mal. Ich habe kein Patent, wie man es besser oder einfacher machen kann, aber es stört mich halt trotzdem.

Du zitierst aber gerade Kant, der in diesem spezifischen Zitat eigentlich fodert, dass man weiß, was man möchte ;)
Aber mit der letzten Aussage kann ich was anfangen. Es ist also eher ein allgemeines Stören von allem, aber ohne konstruktive Änderungsvorschläge.

Ich würde mich dann fragen, ob das vielleicht an mir liegt und ob es wirklich an den kritisierten Punkten liegt oder die nur das Ventil sind, um den Unmut über etwas anderes rauszulassen.



> Das klingt einfacher, als es wirklich ist. Es gibt genug Leute, die immer auf Wahrheit pochen und wenn man dann ehrlich ist, bekommt man die kalte Schulter, weil sie es eben doch nicht wissen wollten. Die gehen dann davon aus, dass du nett bist, weil das genauso ein Wert ist wie die Wahrheit sagen. Natürlich gibt es auch noch Menschen, die die Wahrheit vertragen, aber das zeigt ja nur wieder, es gibt immer Außnahmen.

Wie wäre es, wenn man mal annimmt, dass andere Menschen Gefühle haben und Wahrheiten nicht immer Balsam für die Seele sind? ;)
Wenn man sich ein wenig empathisch verhält, kann man da schon "Schadensbegrenzung" betreiben, wenn man das möchte.
Ansonsten kann ich nur sagen, dass die beleidigten Leute dann seltsam sind und du dich vollkommen Wertekonform verhälst.
Und Nett heißt nicht, dass man lügen sollte. Man kann auch die Wahrheit nett formulieren, dass sie vielleicht nicht so hart klingt, aber immerhin etwas leichter zu schlucken ist.
Wie gesagt: andere Menschen sind auch nur menschlich.


> Naja, wenn es sie gar nicht gegeben hätte, hätts auch keine Veränderung gegeben. Es muss ja doch Leute gestört haben, sonst sehe hier noch alles so aus, wie damals.

Diese Veränderung hat Jahrhunderte gedauert. Es waren immer so winzig kleine Schritte, dass sie kaum eine Abweichung von dem gängigen Modell darstellten.
Nur die Summe dieser vielen kleinen Schritte ist das jetztige geistige Gedankenbild.



Hearts on fire!



Von:    ChuckNorris 17.02.2009 23:33
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Du zitierst aber gerade Kant, der in diesem spezifischen Zitat eigentlich fodert, dass man weiß, was man möchte ;)

Nicht nur was man als einzelne Person möchte, sondern was jeder möchte. Es soll ein allgemeines Gesetz werden für jeden. Also man soll sich einer Maxime unterstellen, von der man der wohlüberlegten bnegründeten Meinung ist, dass sie für jeden gut ist und nach der zu jeder Zeit und an jedem Ort handeln soll. Das ist Kants Aussage.
Nebenbei ist Moral ein schwieriges Thema und seine Frage, was unumstößlich und absolut gut ist und hat sie damit beantwortet. Inwieweit sie praktisch auch brauchbar ist, also inwieweit man dieser Aufforderung folgen kann, ist fraglich.

> Ich würde mich dann fragen, ob das vielleicht an mir liegt und ob es wirklich an den kritisierten Punkten liegt oder die nur das Ventil sind, um den Unmut über etwas anderes rauszulassen.

Sehe ich ähnlich. Nur weil man es nciht der ganzen Welt recht machen kann, sollte man weder kuschen vor allem noch über sämtliche moralische Regeln sich hinwegsetzen. Es gibt auch ein gesundes Zwscihenmaß und da Religion und Glaube etwas sehr Persönliches ist, sollte man respektvoll mit dem umgehen.
Dass Menschen andersrum Religion nicht als eine persönliche Sache allein, sondern es jedem auf die Nase binden wollen oder belehren wollen, ist eine nicht gerade erfreuliche Tatsache.

> > Die gehen dann davon aus, dass du nett bist, weil das genauso ein Wert ist wie die Wahrheit sagen.

Höflichkeit ist eine Tugend. Ehrlichkeit aber auch. Ehrlichkeit und Höflichkeit gehen oft nicht zusammen.

> Man kann auch die Wahrheit nett formulieren, dass sie vielleicht nicht so hart klingt, aber immerhin etwas leichter zu schlucken ist.

"Ey Alte geh mir nicht aufn Sack, knie dich hin und..." *hust* ;)

> Es waren immer so winzig kleine Schritte, dass sie kaum eine Abweichung von dem gängigen Modell darstellten.

Jo wobei durch Revolutionen oder gewaltige Gesetzesänderungen haben sich Wertevorstellungen manchmal schlagartig verbreitet, wie Demokratie oder den Umweltgedanken. Dennoch wandelt sich, wie ich vorhin auch mal erwähnte, nicht jeden Tag das Wertesystem. Das ist ein ziemlich langsamer Prozess, wobei die Verbreitung durch die medialisierte Welt hingegen sehr schnell ist.
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:    grmblmonster 18.02.2009 00:23
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Sehe ich ähnlich. Nur weil man es nciht der ganzen Welt recht machen kann, sollte man weder kuschen vor allem noch über sämtliche moralische Regeln sich hinwegsetzen. Es gibt auch ein gesundes Zwscihenmaß und da Religion und Glaube etwas sehr Persönliches ist, sollte man respektvoll mit dem umgehen.
> Dass Menschen andersrum Religion nicht als eine persönliche Sache allein, sondern es jedem auf die Nase binden wollen oder belehren wollen, ist eine nicht gerade erfreuliche Tatsache.

Das unterzeichne ich ohne Anmerkungen so. Missionierer gehen jedem auf den Geist ;)


> > Man kann auch die Wahrheit nett formulieren, dass sie vielleicht nicht so hart klingt, aber immerhin etwas leichter zu schlucken ist.
>
> "Ey Alte geh mir nicht aufn Sack, knie dich hin und..." *hust* ;)

*immer noch lach*
Oh Gott, ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich das so... äh... formuliert habe. Großartig... XD


> > Es waren immer so winzig kleine Schritte, dass sie kaum eine Abweichung von dem gängigen Modell darstellten.
>
> Jo wobei durch Revolutionen oder gewaltige Gesetzesänderungen haben sich Wertevorstellungen manchmal schlagartig verbreitet, wie Demokratie oder den Umweltgedanken. Dennoch wandelt sich, wie ich vorhin auch mal erwähnte, nicht jeden Tag das Wertesystem. Das ist ein ziemlich langsamer Prozess, wobei die Verbreitung durch die medialisierte Welt hingegen sehr schnell ist.

Schwierig, würde ich so nicht ganz unterschreiben.
Nach der französischen Revolution als Beispiel hat sich zwar das System geändert, aber waren davon wirklich die Werte betroffen? Oder war das politische System das, was sich geändert hat? Und in wieweit greift das politische System in das kulturelle Wertesystem ein?
Auch das mit der Demokratie... Demokratie ist ebenfalls nur ein politisches System, was nebenbei gesagt auch immer wieder in verschiedenen Formen auftritt. Folglich ist die Veränderung von einer Monarchie oder Diktatur zur Demokratie nicht wirklich etwas neues, sondern eine Wiederkehr eines alten Hutes. Daraus folgt dann wiederum, dass die Werte für ein solches System bereits vorhanden sind.

Die Sache mit den Medien würde ich aber auch so sehen. Die weltweite Vernetzung beschleunigt kulturelle Prozesse auf ein wahnsinniges Tempo.
Das ist auch einer der Gründe, von denen ich glaube, dass sie für die derzeitige Werterverwirrung sorgen.
Hearts on fire!



Von:    ChuckNorris 18.02.2009 15:04
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> Oh Gott, ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich das so... äh... formuliert habe. Großartig... XD

Ich habe ein Talent dafür Dinge in den tiefsten Dreck zu ziehen, glaube mir, jeder Andere hätte es nicht so hinbiegen können. ;)

> Und in wieweit greift das politische System in das kulturelle Wertesystem ein?

Nunja als Beispiel wäre das Schlagen von Kindern. Vor nichtmal 50 Jahren war das Züchtigen von Kindern sogar in der Schule noch Gang und Gäbe. Nach der Gesetzesänderung hielt es nach einiger Zeit überall auch in den Köpfen der Leute ein und änderte ihre Moralvorstellung bezüglich dem Schlagen von Kindern. Jetzt kann man fragen, was war zuerst, die Henne oder das Ei. Man könnte es dualistisch betrachten und sagen, dass Moral der Gesellschaft und Gesetzesentwurf im Einklang eine ganzheitliche Änderung dieser Wertevorstellung mit sich brachte. Ich würde dennoch auf jeden Fall behaupten, dass politische Änderungen oder Änderungen im Gesetz etc. auch ein Wertesystem beinhalten bzw. ändern können. Sonst würde man kaum darauf pochen die Demokratie überall auf der Welt zu verbreiten, wie es derzeit in ein paar nah und mittelöstlichen Staaten der Fall ist. AUch wenn dort die Änderung der Wertevorstellungen wohl sehr sehr langsam vonstatten gehen werden.

> Demokratie ist ebenfalls nur ein politisches System

Was viele Werte jedoch mit sich bringt. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ganz allgemein gesagt. Werte, die es in dem vorigen System nicht gab und auch selbst vom Bauernstand ohne Murren oft akzeptiert wurde. Schließlich war es Gottes Wille.

> Demokratie nicht wirklich etwas neues, sondern eine Wiederkehr eines alten Hutes

Nun die moderne Demokratie aus den USA bzw. später in Frankreich sollte man aber nicht gleichsetzen mit alten griechischen demokratischen Strukturen. Die Idee ist nicht neu, das ist wahr, aber besser umgesetzt. Man muss nicht das Rad neu erfinden um etwas Geniales und Neuartiges zu schaffen ;)

> Das ist auch einer der Gründe, von denen ich glaube, dass sie für die derzeitige Werterverwirrung sorgen.

Jep, ich hätte da einige Beispiele dafür, die sehr witzig sind zum Teil, aber auch ins adult gehen ^^
Anmerken könnte man beispielsweise die amerikanische Toleranz bzgl. Gewalt in Spielen und Filmen, während Erotik und nackte Haut da ziemlich verpöhnt sind. Genau umgekehrt sieht es ja hier in Deutschland aus.
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
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Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:   abgemeldet 18.02.2009 18:45
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Was bin ich froh, dass Kant auch gesagt hat, dass der gute Wille ohne Einschränkung gut ist. Ich meine es ja ni böse, auch wenn ich ein Kreuz trage oder zu einer Veranstaltung mit Dresscode in Jeans gehe. Ich weiß ja, was ich will und auch, dass ich keinem persönlich weh tun möchte. Trotzdem möchte ich so handeln, wie es mir richtig erscheint und womit ich zufrieden bin.

Wie wäre es, wenn man mal annimmt, dass andere Menschen Gefühle haben und Wahrheiten nicht immer Balsam für die Seele sind? ;)

Wenn man ganz direkt gefragt wird? Ist mir ja auch klar, dass jemand der mich nach meiner Meinung fragt, auch Gefühle hat. Ich bin ja nicht so böse, dass ich ihm oder ihr ins Gesicht sage, wie doof sie/er ist. Ich kann mich scho halbwegs ausdrücken...wenn ich will. Ich kann aber auch sehr direkt sein, was vielen nicht gefällt. Nur, warum fragt man mich dann, wenn man mich kennt?

Also man soll sich einer Maxime unterstellen, von der man der wohlüberlegten bnegründeten Meinung ist, dass sie für jeden gut ist und nach der zu jeder Zeit und an jedem Ort handeln soll.

Man kennt aber nicht alle Menschen auf der Welt, von daher halte ich das für ziemlich unmöglich. Menschen sind so verschieden. Auch Werte, zu denen wir jetzt vielleicht sagen würden, ja die gelten wohl für alle, wie z.b. Treue...ehm, gibt genug Leute, die eine offene Beziehung führen und so glücklicher sind. Außerdem kommt zu Kant noch hinzu, dass man diese Maxime ohne Einfluss seiner eigenen Vorstellungen und Wünsche erstellt. Also was ich meine, ohne darüber nachzudenken, ob diese Regel bzw. Maxime für mich positive oder negative Folgen hat. Anyways, das ich Kant durchgenommen habe, ist jetzt auch schon wieder bald ein Jahr her, besser wäre es also, dass nicht zu vertiefen, sonst bekomm ich noch Kopfschmerzen ^.^

Höflichkeit ist eine Tugend. Ehrlichkeit aber auch. Ehrlichkeit und Höflichkeit gehen oft nicht zusammen.

Und in so einer Situation muss ich mich dann für das eine oder das andere entscheiden. Welches nehme ich dann also?

Die Sache mit den Medien würde ich aber auch so sehen. Die weltweite Vernetzung beschleunigt kulturelle Prozesse auf ein wahnsinniges Tempo.
Das ist auch einer der Gründe, von denen ich glaube, dass sie für die derzeitige Werterverwirrung sorgen.

Man nehme nur mal den Sender FOX als Beispiel bzw. FOX News. Der Werbeslogan: Fair & Balanced...wenn ihr den Sender kennt, wisst ihr, was für eine riesige Lüge das ist. Allein durch ihre republikanische Einstellung, die wirklich richtig propagiert wird, wissen die meisten Zuschauer nicht mal, was wirklich in der Welt passiert. Wobei Nachrichten ja dazu diesen sollen, den Zivilisten aufzuklären.
Die Zeit, in der es Journalisten darum ging, objektiv über etwas zu berichten, sind lange vorbei.




Von:   abgemeldet 18.02.2009 19:14
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Einer der Gründe in diesem speziellen Fall ist mein Wohlbefinden. Die Sachen, die man tragen sollte, sind schrecklich unbequem. Für mich persönlich zumindest. Diese spezielle Veranstaltung war mir schon wichtig, weswegen ich mich auch wohl fühlen wollte. Und Jeans sind halt bequem. Außerdem hab ich nicht so viel Geld und hatte da meine Proritäten, wofür ich das ausgeben wollte. Kleidung war da eben nicht so wichtig. Das ist genau das Problem. Ich setzte fest, was mir wichtig war, aber andere wollten mir in diesem Fall aufzwingen, was wichtig zu sein hat. Am Ende haben mich etwa 30% der Leute schief angesehen, die anderen kannten mich eben.

Kann ich so akzeptieren.
Bei der Kreuzsache greift die Argumentation aber so nicht.


(-_(-_(-_(-_(-_-)_-)_-)_-)_-)
WIR SIND VIELE!

-P.U.R.E. Child-



Von:   abgemeldet 18.02.2009 20:09
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Nun ja, wie gesagt, ich trage ja auch kein Kreuz. Eben weil ich den Leuten nicht auf den Schlips treten will.



Von:    ChuckNorris 18.02.2009 23:24
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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> dass der gute Wille ohne Einschränkung gut ist.

Stimmt. Ein Feuerwehrmann der beim Einsatz ein Kind nciht retten kann, aber es versucht hat, kann man nicht nachsagen, er hätte nicht den Guten Willen dazu gehabt. ABER man kann ihm nachsagen, dass er vielleicht mangelnd ausgebildet war, schlecht ausgerüstet oder nicht gut organisiert gehandelt hat oder es war tatsächlich einfach fehlendes Glück.
Doch was hat es mit dir zu tun? Du zeigst ja nicht wirklich den Guten Willen andere Religionen zu respektieren bzw. besser ausgedrückt, du stellst die Frage, wieso man das tun sollte. Was du in deinem Leben machst, weiß ich nicht, dass kann ich nur durch deine Aussagen grob abschätzen.

> Man kennt aber nicht alle Menschen auf der Welt, von daher halte ich das für ziemlich unmöglich

Wie ich bereits sagte, ist praktische Umsetzung deutlich schwieriger, doch Kant hat auch nie nach einem praktischen Verhaltenskodex gesucht, sondern nach dem absolut guten Handeln, den keiner in Frage stellen kann. Er war halt oft eher nur Theoretiker, dennoch hat er die Moral eigentlich am besten beschrieben. Andere Philosophen haben da eher schwache Argumentationen hingelegt.

> Also was ich meine, ohne darüber nachzudenken, ob diese Regel bzw. Maxime für mich positive oder negative Folgen hat.

Jein, er wollte einen Weg finden, wie man das Motivhandeln, also das gute Handeln zum eigenen Vorteil, beseitigt, auch wenn er es gut heißt und respektiert, dass man so handelt. Motivhandeln wäre auch das Helfen eines Freundes in Not, weil man erwartet irgendwann auch die Hilfe zu erhalten, wenn sie nötig wird oder dass man jemandem, der leidet hilft, weil man sein Leid nicht weiter ertragen kann. Es ist zwar gutes Handeln, doch das Motiv ist fragwürdig.

> Welches nehme ich dann also?

Eine Mischung aus beidem, wie grmblmonster vorgeschlagen hat oder das, was einem eher liegt, auch wenn man mit negativen Konsequenzen rechnen muss. Wenn man ehrlich,a ber höflich etwas rüber bringen kann, ist man immer der Gewinner, das ist aber eine Sache der Erfahrung. In deinem Alter war ich dazu auch ncoh nciht in der Lage und war oft zu ehrlich. Diplomatie ist gewissermaßen das Stichwort.

> Die Zeit, in der es Journalisten darum ging, objektiv über etwas zu berichten, sind lange vorbei.

Dafür gibts ARD-Nachrichten bzw. CNN in den USA. Wobei auch bei CNN sollte man vorsichtig sein, aber er ist der wohl zumindest objektivste Nachrichtensender in den USA und die Berichte sind auch recht gut recherchiert.
Chuck Norris weiß, wieso Stroh rum liegt...
http://www.chilloutzone.de/files/05012104.html

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass diese ein allgemeines Gesetz werde.
-Immanuel Kant



Von:   abgemeldet 18.02.2009 23:32
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Glaube ich an Gott?
Nope, nicht mehr.

Wieso?
Eine Kindheitsfreundin von mir bekam mit 10 Jahren einen Tumor im Hirn, tausend Operationen, Therapien, 100 Mal hiess es, alles wäre unter Kontrolle. Vor Weihnachten hiess der bösartige Tumor sei endlich weg! Kurz vor Neujahr brach sie zusammen, ein neuer Tumor war aufgetaucht, Stuffe 4, unheilbar, noch 6 Monate mit viel Glück. Spätestens im August wird sie tot sein. Sie ist sehr gläubig! Betet jede Nach zu Gott und hofft das etwas geschieht.
Nope...8 Jahre Hoffnung und jetzt plötzlich alles hin, das Kämpfen, die Operationen, Therapien alles für die Katz. Es war alles nur heraus zögern des Todes. Sie glaubt immer noch an Gott.
Ich nicht, wie kann ein Gott barmherzig sein indem er ein 10-jähriges Mädchen erkranken lässt, 9 Jahre kämpfen und hoffen lässt, und dann fallen lässt? Es heisst ja er sei allmächtig, er wäre barmherzig, alles hätte seine Gründe....nein hat es nicht.

Wer an ihn glaubt, meinetwegen, hab nicht's dagegen. Ich kann das jedoch nicht mehr.
~Sinun on löydettävä se elämä mitä varta sinä olet syntynyt.~



Von:   abgemeldet 19.02.2009 13:28
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
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Meine Großtante starb ebenfalls an Krebs. Erst hieß es auch, dass alles unter Kontrolle wäre und plötzlich war schon ihr ganzer Körper von innen zerfressen.
Sie war sehr gläubig und hat nie dafür gebetet, dass sie wieder gesund wird. Sie hat dafür gebetet, dass sie ihr Enkelkind, mit dem ihre Schwiegertochter schwanger war, noch einmal sehen darf.
Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt, kurz darauf starb sie.
Natürlich ist eine Krankheit wie Krebs etwas Furchtbares, aber kann man Gott die Schuld dafür geben? Wäre Gott ein guter Gott, wenn er jeden Menschen von Krebs, Aids und allen anderen tödlichen Krankheiten oder schweren Behinderungen heilen würde? Wenn er Hunger, Armut und jede Sorge von uns nehmen würde? Jedes Verbrechen, jede Ungerechtigkeit beseitigen würde?
Natürlich ist es für uns schwer, einen geliebten Menschen gehen zu lassen.
Aber objektiv gesehen gibt es leider Krankheiten, es gibt Leid, Tod, Schmerz u.s.w.
Vor einigen Wochen starb ein Mann aus unserer Gemeinde bei einem schweren Autounfall.
Er war sehr gläubig, seine Familie ist es immer noch. Gläubige Menschen werden nicht verschont, ihnen wird kein längeres oder gesünderes Leben gegeben, nur weil sie glauben.
Aber der Glaube kann einem Kraft geben, so eine Krankheit wie Krebs zu überstehen oder wenigstens noch zu kämpfen, bis es nicht mehr geht.
Krebs ist eine Krankheit, die jeder von uns bekommen kann, ganz egal ob er ein guter oder ein schlechter Mensch ist. Das tut weh, hat mMn aber nichts damit zutun, dass Gott einen strafen will.
~sleep all day party all night
never grow old never die
it`s fun to be a vampire(69)~



Von:   abgemeldet 19.02.2009 15:12
Betreff: Der Glaube an Gott !!! [gesperrt]
> Glaube ich an Gott?
> Nope, nicht mehr.
>
> Wieso?
> Eine Kindheitsfreundin von mir bekam mit 10 Jahren einen Tumor im Hirn, tausend Operationen, Therapien, 100 Mal hiess es, alles wäre unter Kontrolle. Vor Weihnachten hiess der bösartige Tumor sei endlich weg! Kurz vor Neujahr brach sie zusammen, ein neuer Tumor war aufgetaucht, Stuffe 4, unheilbar, noch 6 Monate mit viel Glück. Spätestens im August wird sie tot sein. Sie ist sehr gläubig! Betet jede Nach zu Gott und hofft das etwas geschieht.
> Nope...8 Jahre Hoffnung und jetzt plötzlich alles hin, das Kämpfen, die Operationen, Therapien alles für die Katz. Es war alles nur heraus zögern des Todes. Sie glaubt immer noch an Gott.
> Ich nicht, wie kann ein Gott barmherzig sein indem er ein 10-jähriges Mädchen erkranken lässt, 9 Jahre kämpfen und hoffen lässt, und dann fallen lässt? Es heisst ja er sei allmächtig, er wäre barmherzig, alles hätte seine Gründe....nein hat es nicht.
>
> Wer an ihn glaubt, meinetwegen, hab nicht's dagegen. Ich kann das jedoch nicht mehr.

hier schließe ich mich lostvampir69 an...
natürlich ist es sehr hart...das versteh ich auch...
aber ich will dir was sagen:
1.solange wir auf dieser Erde leben wird es immer Krankheiten etc. geben...und wie oben erwähnt kann es u. a. natürlich auch gläubige Christen treffen...

2.du kennst die Pläne Gottes nicht!
du weist nicht, was er damit bezweckt hat oder noch bezwecken wird...
Gottes Pläne sind für uns Menschen anfangs immer unlogisch und nicht gleich nachvollziehbar, aber Gott kennt das Ende vor dem Anfang...und vor allem, wenn sie Gläubig ist und ihr Leben in Gottes Hände gegeben hat, dann kann doch kommen, was will...


@Archimedes: ähm... wie sollen wir weiter machen?
こにちわ


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