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Thread: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme haben)

Eröffnet am: 06.03.2006 10:40
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Von:    Ikeuchi_Aya 04.04.2011 13:28
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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@Kahori:

Ich schaue hier des öfteren mal rein, da es ja bekanntlich oftmals Situationen gibt, in denen man sich selbst hineinversetzen kann.
Hatte bisher jedoch noch nichts geschrieben, da es hier bereits schon viele Menschen gibt, die ähnliche Erfahrung/Meinungen zu deiner Situation geäußert haben.
Aber irgendwie... fühle ich mich doch indirekt ein wenig angesprochen - zumindest was den Leistungsdruck betrifft.

Spoiler

Ich studiere zwar hier in Deutschland, da ich mir Ausland nie hätte leisten können (selbst ein Auslandssemester käme für mich eigentlich nicht in Frage, ohne dass ich nebenbei vor Ort einen Job bräuchte). Bafög bekomme ich... aber wie viel, das ändern die jedes Semester mal wieder ab: Von 300€ hab ich auf einmal nur noch 200€ ohne Grund, stelle alles um, nur damit ich vier Monate später noch ne Nachzahlung von 550€ bekomme und es sich doch wieder auf 280€ erhöht, etc. Ich lebe zu Hause, also habe ich keine Mietkosten. Ansonsten wäre ich aber auch verzweifelt - da Bafög vorhanden, darf ich eh nicht mehr als 400€ verdienen (oder sind es inzwischen sogar nur 360€?) und so, wie es immer gesagt wird "Die Studenten sollen sich ruhig mehr Zeit lassen und jene intensiv ihres Studiums nutzen", ist es leider auch nicht. Wenn ich ein Jahr länger mache, riskiere ich Bafögstreichung - ganz schlecht, meine Eltern können mich nicht unterstützen. Job? Tja, finde mal einen, wo du wirklich nebenbei zur Studienzeit arbeiten kannst, vor allem, wenn der Stundenplan straff ist. etc. etc. etc.
Was noch alles hinzu kommt.
Mir ist klar, dass meine Lage eine ganz andere ist als deine, aber ich möchte damit nur zeigen, dass ich's nachvollziehen kann. Vielleicht aus einem anderen Blickwinkel - aber so wie jeder Mensch Probleme anders angeht, hat auch jeder seine Last zu tragen... und die wirkt auf jeden anders und von anderen Ausmaße.



Erstmal ist es gut, wenn du dir selbst die Überforderung zugestehst. Das ist ein erster Schritt, wieder davon wegzukommen.
(Frag jetzt nicht nach dem "Wie" - das ist leider bei solch bürokratischem Mist nicht gerade einfach zu bewerkstelligen... *seufz*)
Zu Kämpfen ist gut, den Dingen entgegenzutreten, usw. aber der Körper rächt sich irgendwann an einem, wenn man ihm zuviel zumutet/wenn ihm zu viel zugemutet wird. Ob nun physisch oder psychisch.
Wenn sich der Schlafrhythmus über längere Zeit so rapide ändert (und dass du von deinen normalen 10 auf nur noch 6 Stunden kommst, ist schon heftig), du eben auch selbst merkst, dass du schnell oder dauergereizt bist und aggressiv gegenüber anderen reagierst, dann ist es höchste Zeit die Bremse zu ziehen.
Bei Überforderung kann man's nicht verübeln, dass ein Mensch nun mal zu Extremen neigt - Dauergestresst, man kann nicht mehr richtig abschalten, kaum Kraft tanken... irgendwo muss es sich ja niederschlagen.
Kommen außerdem noch solche sozialen Dinge hinzu, wie eben dass sich Leute erst als Hilfe anbieten und dann im entscheidenden Moment allerdings nicht da sind*, dann Gute Nacht.
Es ist fast schon verwundernd, dass du noch so durchhältst. Aber es ist nicht gerade optimal... und wenn schon selbst dein Sport, dein Training nicht mehr wirklich dazu beitragen kann, dir den Ausgleich, die Ruhe zu verschaffen (obwohl es gut ist, dass du's machst, denn so bleiben wenigstens für ein paar Stunden die Problemlagen mal zur Seite geschoben. Sozusagen "besser so als gar nicht")... find ich's kritisch. Ich denke doch, dass ich richtig in der Annahme bin, dass dir Karate sehr wichtig ist und es dich positiv fordert?!
Hauptsächlich würde ich dir ehrlich dazu raten eine Pause einzulegen - bevor du dies gezwungenermaßen machen musst... Dein Körper gibt dir ja schließlich schon genug Warnsignale.
Du hast ja selbst bereits schon geschrieben, dass du versuchst mal gar nichts zu tun... vielleicht kann dir ein Arzt/Psychologe gute Methoden oder Anregungen geben, wie man dieses 'Nichtstun' gestalten kann, um nicht doch wieder in den alten Trott zu fallen. (Ich wüsste, dass mir das nämlich auch schnell passieren würde - man nimmt sich theoretisch eine Auszeit, obwohl man eigentlich gar keine haben will/sollte/dürfte...)

Spoiler

Ich hatte letzten November solch einen Ausfall durch anliegende Arbeiten in der Uni + private Probleme provoziert, dass ich über einen ganzen Monat zu Hause flach lag, Abwehrhaltung gegen die Uni entwickelte, nicht mal dran vorbeilaufen konnte, ohne wieder (wortwörtliche) Magenschmerzen zu bekommen... Schlafen kann ich zwar immer, aber dadurch erholt sich der Körper dennoch nicht. Ich hatte keinen rechten Ausgleich zur Uni mehr, ich hab schwarz gesehen, wie ich's Semester hinbiegen soll, Angst eine Prüfung wieder nicht zu bestehen, etc. ... und dann noch solche Sachen wie Todesfall in der Familie, ständige Bafögänderungen und nicht wissen, was nun Sache ist, und Co. die halt zum gesundheitlichen Aus sorgten.




Die zweite Chance ist praktisch, aber eigentlich hat man damit oft die A-Karte gezogen. Wenn ich bei mir die Zweitchance wahrnehme (Wir haben an unserer Uni ja auch drei Versuche~ aber darauf muss man es nun echt nicht ankommen lassen), dann muss ich den ganzen Kurs entweder nochmal besuchen - heißt, ich muss mir eine Vorlesung/ein Seminar reinknallen lassen, wofür ich dann ein anderes zurückschieben muss (was mitunter Wartezeit von einem Jahr beträgt, bis ich den Kurs wieder belegen könnte) - oder der Zweittermin ist so dämlich gelegt, dass es meist keine rechte Lernchance gibt.
Keine Ahnung, ob das ein allgemeines Phänomen ist, aber irgendwie scheinen die Profs immer zu denken, ihr Fach sei das einzige, was man lernt.- (aber okay, das war in der Schule ja auch schon so xD")

Ob du es schaffst nebenbei zu arbeiten... theoretisch müsste ich sagen: Probier es aus. :-/ ~ Das ist eigentlich eine Sache, worüber du dir keinen Kopf zerbrechen darfst, auch wenn die Situation dazu verleitet. Es wäre praktisch, wenn du ein oder zwei Tage in der Woche finden könntest, wo du es versuchen kannst.
Dich einfach mal ein bisschen umhorchen und sehen, wie die Arbeitschancen so stehen. Ein bisschen verhandeln mit dem jeweiligen Laden, etc.
So hättest du zumindest nicht den Druck dahinter, dass du die Arbeit aber UNBEDINGT brauchst.
Das wäre jetzt so meine Idee/Einschätzung, aber ich weiß nicht, wie das bei dir gehen würde? Du meintest zwar, dass dein Stundenplan etwas lockerer wäre, aber das hat bekanntlich ja auch nichts zu sagen - vor allem, wenn man nur am Durchpowern ist.
Dennoch halte ich es nicht für ratsam die Jobsuche einer allgemeinen Pause vorzuziehen... damit verschaffst du dir nur wieder neuen Stress, weil du dich in Gedanken wieder an die Probleme klammerst, die natürlich weiterhin bestehen; aber so kannst du dir keine Ruhe gönnen. :-/

* Wobei ihr hierbei jetzt natürlich objektiv fragen muss, ob du es zum Großteil so ist, oder du es vor allem so empfindest? In schwierigen Situationen erwartet man ja, dass die Leute ihr Wort halten - und ist enttäuscht, wenn sie es nicht tun.- Kommt sowas häufiger vor, dann geht die kleine Gruppe an Menschen, die gerade wirklich nicht konnten oder unbewusst es nicht gesehen haben, rasch in diese richtigen "In Stich Lasser" unter.



-- Sind natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung und Gedanken des Ganzen... wenn was unklar rüberkommt, einfach fragen.
Dir irgendetwas vorwerfen, dich persönlich angreifen oder deine Probleme/Gedanken/Empfindungen in Frage stellen ist schließlich das Letzte, was ich möchte. ;)
...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...



Von:    Staand 04.04.2011 14:25
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Zur Sache wie kann man sich beruhigen würd eich einfach mal sagen probiere es mit Meditation, dauert zwar etwas aber es wirkt. Autogenes Training könnte ich auch noch empfehlen. Wie gesagt es dauert etwas bis man es drauf hat, aber wenn dann kann man seine Gedanken ruhig werden lassen, der Körper wird ruhig und du entspannst dich.
Außerdem kannst du durch autogenes Training dir selber Ziele setzen, so zum Beispiel Ich schaffe das Studium, wichtig ist dabei das du keine Negation drin hast also: Der Stres mach mich nicht fertig, sprich kein Nicht, Nein oder sowas ähnliches drin haben. Du formulierst dir also ein Satz und sagst ihn dir mehrmal kurz vorm Einschlagen und wenn du aufwachst ebenfalls. Zum Training gehört aber noch mehr, seine innere Punkte wahrnehmen. Sprich Meditation.
Ich weiß nicht was ein Arzt sagen würde, vll. Pillen!? Aber wenn er gut ist würde er dir auch ersteinmal Entspannungsübungen nennen. und wie gesagt Autogenes Training hört sich zwar alles sehr komisch an, aber es hilft.



Von:   abgemeldet 04.04.2011 18:51
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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@Ikeuchi_Aya:
Endlich jemand der meine Situation wirklich verstehen kann. Denn von dem was ich bisher so lesen müsste. Immer wieder wurde über das Spanische Unissystem kritisiert wegen der zusätzlichen Prüfungen, die ich hatte => "betteln".
Tja wenn ich das wirklich "betteln" sein sollte. Dann hätte ich das Wochenende (3 Tage) nicht dafür geopfert bis morgens um 5 Uhr zu lernen?!

>Es ist fast schon verwundernd, dass du noch so durchhältst
Ich hatte im Oktober wirklich eine der schlimmsten Situationen in meinem Leben. Regelrecht umgehauen worden, was Thema Vertrauen angeht. So kam es am Ende dazu, dass ich über einen Monat unter starken Verspannungen litt.
Ich bin die Verspannung erst los geworden durch das Karatetraining.
Ich schätze mal, dass ich keine Verspannung wieder habe wegen dem Karatetraining...
Sonst wäre das ganze wirklich eine Stufe schlimmer.

Jetzt gerade wieder denke ich die ganze Zeit: "bitte lass mich bestanden haben...". Denn laut dem Professor muss er sich mit der Chefin des Faches beraten, wenn ich die "Probe" bestanden habe. Denn es kann auch sein, dass sie "nein" sagen obwohl ich diese Zusatzprüfung bestanden hätte.
Daher ist das ganze doch nicht so harmlos.

Sozial habe ich mich nun komplett zurück gezogen. Ich reagiere extrem Aggressiv bei der Anwesenheit anderer. Das wiederum stresst mich extrem, weil ich genau weiß, dass meine Unibekanntschaften meine Situation nicht wirklich verstehen können.

Noch schlimmer wird es, wenn man sich immer wieder vor Augen vorführen muss, dass es mit der Abschlussarbeit nicht ganz so rosig verläuft. Bürokratisches Zeug + Keine Zeit wegen den Zweitprüfungen gehabt.
Und bei den anderen Fächern sind es nicht anders aus, wegen der Prüfungen in März, fehlte ich immer wieder bei anderen Fächern für die Sprechstunden. Ich darf so gesehen mehreres selber nachholen.
Was wiederum bedeutet -> STRESS

Ich habe wirklich sehr große Angst davor, dass ich es nicht schaffe. Nicht umsonst opfere ich so vieles für mein "Ziel", vielleicht sogar zu viel...

Ich habe morgen einen Termin bei dem Doktor in der Uni beantragt. Ich habe ehrlich gesagt sehr große Angst davor. Jedoch weiß ich, dass ich es nicht mehr lange so durchhalten kann, nicht umsonst sah ich immer wieder nach ob es bei der Unipsychologinnen frei ist.
Ich hoffe es kommt nichts schlimmes raus... davor habe ich ebenfalls wirklich Angst...
Zuletzt geändert: 04.04.2011 21:05:41



Von:    ryosaebaxyz 04.04.2011 21:01
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ich bewundere, dass du den schweren Weg eingeschlagen hast. Hier in Deutschland wärs sicher einfacher gewesen. Vor allem weil du hier auch die Familie hast.

Aber dafür dass dir quasi jeder Stein im Weg gelegen hat hast du dich bis jetzt sehr gut geschlagen.



Von:   abgemeldet 04.04.2011 21:06
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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> Ich bewundere, dass du den schweren Weg eingeschlagen hast. Hier in Deutschland wärs sicher einfacher gewesen. Vor allem weil du hier auch die Familie hast.
>
> Aber dafür dass dir quasi jeder Stein im Weg gelegen hat hast du dich bis jetzt sehr gut geschlagen.

Ich hab gerade eine E-mail vom Professor erhalten...
Nun doch bestanden.
Ich komme nun mit dem Gefühlschaos nicht ganz klar.
Bin kurz davor zu heulen...
Fast 10 ECTS Credits mehr geholt als man eigentlich im Semester hat als Bachelor....
Die letzten Tage waren wirklich die Hölle....



Von:    ryosaebaxyz 04.04.2011 21:12
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Gratuliere. Ich freu mich gerade von Herzen mit dir ^^

Fühl dich von mir geknuddelt ^^
Zuletzt geändert: 04.04.2011 21:13:17



Von:   abgemeldet 04.04.2011 21:21
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Nicht böse gemeint, aber ich bewundere das nicht, weil sie es sich selbst ausgesucht hat.

Kahori, du schreibst immer, dass niemand dich verstehen kann. Aber an deiner Uni wird es doch Leute geben, die genau das gleiche studieren wie du oder?
Und die nebenbei arbeiten oder auch auf Unterstützung (bafög u.s.w.) hoffen müssen und / oder mit Ämtern zu kämpfen haben (ich kenne eigentlich keinen deutschen Studenten, der wegen der Bürokratie noch keinen halben Nervenzusammenbruch bekommen hat)?
Vielleicht würde es dir helfen, mal mit denen zu sprechen und die zu fragen, wie sie das alles schaffen und / oder ob es ihnen vielleicht ähnlich geht wie dir.

Ansonsten finde ich es gut, dass du zu einem Arzt gehst. Sich kaputt zu machen bringt ja nichts.
Streß ist ein allgemeines Problem in der heutigen Zeit. Der eine geht besser damit um, der andere schlechter. Es gibt auch genug Leute, die "nur" wegen einem Bürojob zusammenklappen und den Druck nicht mehr ertragen.
Andere blühen im Streß förmlich auf und brauchen ihn regelrecht, um gute Leistungen bringen zu können.
Fakt ist aber, dass zu viel Streß krank macht, also muss man irgendwie sehen, den Streß reduzieren zu können.
Bei dir ist das momentan natürlich sehr schwierig. Den Tipp mit der Meditation finde ich sehr gut. Auch Yoga könnte helfen. Oder generell, dass du dir kleine Auszeiten nimmst (und wenn es nur ein paar Minuten sind).
Bestimmt hat der Arzt da weitere Tipps für dich.

Ansonsten muss man sich eben daran klammern, dass diese Zeit nicht ewig andauern wird. Irgendwann ist dein Studium vorbei und du hast es geschafft. Auch wenn das wohl nur ein kleiner Trost ist.

Und so blöd das auch klingt: Bevor du dich kaputt machst, solltest du eine große Auszeit nehmen. Was bringt ein Studium, wenn man nur darunter leidet? Was macht es dann für einen Sinn?
Natürlich wäre das ätzend, aber die bestandenen Semester wären ja nicht verloren.
Ich weiß, dass du diesen Weg nicht gehen willst und das sollte auch wirklich nur der letzte Ausweg sein. Aber wenn man den Streß wirklich nicht erträgt, dann sollte man lieber die Notbremse ziehen.

EDIT: Na das klingt doch gut. Hoffentlich hält die positive Stimmung mal ein wenig an.
~sleep all day, party all night,
never grow old, never die,
it`s fun to be a vampire(69)~
Zuletzt geändert: 04.04.2011 21:22:12



Von:   abgemeldet 04.04.2011 21:44
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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> Und die nebenbei arbeiten oder auch auf Unterstützung (bafög u.s.w.) hoffen müssen und / oder mit Ämtern zu kämpfen haben (ich kenne eigentlich keinen deutschen Studenten, der wegen der Bürokratie noch keinen halben Nervenzusammenbruch bekommen hat)?
> Vielleicht würde es dir helfen, mal mit denen zu sprechen und die zu fragen, wie sie das alles schaffen und / oder ob es ihnen vielleicht ähnlich geht wie dir.

Das spanische Bafög verläuft das etwas anders. Es wird eine gewisse gesamt Prozent erwartet um das Bafög zu erhalten. So gesehen ist es für die Studenten minimal leichter als für deutsche. (Hab damals nachgeforscht ob ich das spanische erhalten könnte neben dem Deutschen. Geht aber nicht).
Ich habe schon mit einigen Studenten gesprochen. Die die im alten System sind, nehmen das Studium extrem locker auf. So kann es schon mal vorkommen, dass man gute 5-6 Jahre studiert obwohl das Studium nur 3 Jahre ist.
Einige meiner Uni-bekanntschaften arbeiten neben her oder arbeiteten. Das Ergebnis, sie bestanden kaum Fächer oder mit Schwierigkeiten. Jedoch hatte keiner von ihnen in einem Semester so viele Fächer wie ich es leider nun hatte.
Jedoch haben es die Leute, die den Wechsel zum Bachelor-grado gemacht haben in der Uni minimal leichter. Die Anforderungen sind nicht so hoch wie beim alten System. Ich habe schon mit einigen gesprochen, die gewechselt haben. Sie erzählen mir immer wieder wie einfach das sei. Um eine 2 zu bekommen leistet man das selbe als wenn man eine 4 erreichen möchte. Der Prüfungsplan ist ebenfalls einfacher. Ebenfalls sind einige Themengebiete nicht mehr im Plan.
Mein Mitbewohner hat es letztes Jahr nicht geschafft das spanische Bafög zu erhalten. Jedoch wurde er tatkräftig von seiner Freundin unterstützt, damit er sich auf das Studium konzentrieren konnte. Da mir leider jegliche mentale Unterstützung fehlt, fällt mir diese Situation erst recht schwer.

Die Reaktionen zu meiner Situation waren sehr unterschieden. Meistens verlief es darauf hinaus, dass ich das ganze nicht so ernst nehmen sollte, weil ich jetzt schon so viel bestanden hatte. Und das es nicht wirklich so hart sein kann. Oder das ich nicht übertreiben sollte.
Jedoch finde ich es minimal ärgerlich wenn man von anderen Studenten hört, die wirklich von "Ich war am Boden zerstört, weil ich eine besser Note erwartet hatte" erzählen.

Morgen werde ich etwas mehr erfahren was ich gegen diesen Stress machen kann. Denn ich möchte wirklich alles bestehen. Ich bin schon sehr hoch motiviert, jedoch merke ich das es zu viel geworden war für mich emotional.
Das kann auch daran liegen, dass ich seit Monaten auf meine Menstruation verzichten muss (Nicht schwanger).
Es kann wirklich ätzend sein, wenn man keinen wirklichen Kontakt zu anderen Mitstudenten hat aufgrund der ganzen Fächer und dem Stress.

> EDIT: Na das klingt doch gut. Hoffentlich hält die positive Stimmung mal ein wenig an.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich fast weinend zusammen gebrochen bin... weil ich es einfach nicht realisieren konnte, dass es nun doch erstmal geschafft ist. Liegt wohl daran das ich einfach zu viele Sorgen auf dem Heimweg hatte. Morgen werde ich sofort das Zuständige Amt benachrichtigten und nachfragen was nun mit meinem Bafög ist....



Von:    7Samurai 04.04.2011 22:41
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
Liebe kommt
liebe geht
halten wir uns fest ,tut es weh
liebe ein gefühl das kommt und auch wider geht

aber nach 4 jahren beziehung bleibt da die liebe wen man sich nach 1 monat trennung sich wider sieht ?

meine ex hat keine gefühle ,wegen viel berufs stress ich hatte auch berufs privat stresss....



Von:    Ikeuchi_Aya 05.04.2011 01:12
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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@Kahori:

Zum Thema Unisystem will ich lieber gar nichts sagen - Jedes hat seine positiven und seine negativen Seiten. Das ist so ein endloser Diskussionskampf, wie ich finde. Verallgemeinern und pauschalisieren kann man es nicht - die Auswirkungen sind für jeden anders.
Und wenn die "alten Hasen" bei dir teilweise eben wirklich der Meinung sind, dass sie's halt lockerer sehen können/wollen, dann freut es mich in dem Sinne, dass sie es vielleicht nicht ganz so schwer haben (vielleicht wäre ich darauf auch ein ganz klitzeklein wenig neidisch), und evtl. haben sie in bestimmten Dingen eben auch recht, über die man mal nachdenken kann, aber im Grunde ist es dann wieder so eine Sache wie's für einen selbst aussieht und übrig bleibt.

In dem Sinne dann auch Glückwunsch zum Bestehen und zu den, ich sag mal "erweiterten", Credits. =)
Aber das Auf und Ab in der Gefühlsachterbahn kann ich mir schon ehrlich vorstellen. |D"

> Sozial habe ich mich nun komplett zurück gezogen. Ich reagiere extrem Aggressiv bei der Anwesenheit anderer. Das wiederum stresst mich extrem, weil ich genau weiß, dass meine Unibekanntschaften meine Situation nicht wirklich verstehen können.

Ja... die Unibekanntschaften können wirklich nette Leute sein, aber manchmal leider die absolut falschen Ansprechpartner, für die keiner was kann. Manchmal hat man genau die richtigen Leute, manchmal sucht man sich aber auch tot.
Und wenn du momentan halt leider genau die erwischst, die diese Situation nicht nachempfinden können, weil sie ganz andere Voraussetzungen erfüllen, etc. dann ist das natürlich echt schlecht. xD"

Du hasttest Folgendes zwar an Lostvampire (bzgl. Nebenherarbeiten, Wechsel, etc.) geschrieben, möchte es hierbei aber auch noch einmal aufgreifen:
Spoiler

> Das Ergebnis, sie bestanden kaum Fächer oder mit Schwierigkeiten. Jedoch hatte keiner von ihnen in einem Semester so viele Fächer wie ich es leider nun hatte.
> Jedoch haben es die Leute, die den Wechsel zum Bachelor-grado gemacht haben in der Uni minimal leichter. Die Anforderungen sind nicht so hoch wie beim alten System. Ich habe schon mit einigen gesprochen, die gewechselt haben. Sie erzählen mir immer wieder wie einfach das sei. Um eine 2 zu bekommen leistet man das selbe als wenn man eine 4 erreichen möchte. Der Prüfungsplan ist ebenfalls einfacher. Ebenfalls sind einige Themengebiete nicht mehr im Plan.
> Mein Mitbewohner hat es letztes Jahr nicht geschafft das spanische Bafög zu erhalten. Jedoch wurde er tatkräftig von seiner Freundin unterstützt, damit er sich auf das Studium konzentrieren konnte. Da mir leider jegliche mentale Unterstützung fehlt, fällt mir diese Situation erst recht schwer.


Das sind leider nicht gerade die positiven Berichte anderer, die einen selbst aufbauen und ermutigen oder die Angst verjagen. :')
Beim Arbeiten neben Studium ist es eben auch immer so die Sache "Was mache ich? Wie viele Stunden arbeite ich? Wie viel muss ich verdienen, um gut über die Runden kommen zu können?" - Ich kenn auch den ein oder anderen Studenten bei uns im Studiengang, der nebenher arbeitet, und teilweise ins frühmorgendliche Seminar kommt und zum Dozenten sagt "Lassen Sie mich am besten in Ruhe, ich war bis zwei Uhr nachts arbeiten". Dann gab es noch - wenn auch in Sonderrolle - berufstätige Leute, die das Studium als Zusatzqualifikation brauchten. Dass mind. 60-70% von denen kapituliert hat, sei nicht verwunderlich: Volltimejob, evtl. Familie, Studium und dann fortgeschrittenes Alter (es ist nun mal Fakt, dass ein 40-50jähriger _meist_ nicht so viel Stress und Druck aushält wie ein 20jähriger) ... das geht selten gut.
Genauso haben wir aber auch einige Studenten, die nebenbei arbeiten gehen müssen, und dennoch die Uni gut meistern ~ Die Kurse sind trotz Selbstwahl im Studiengang recht gleich von der Anzahl her: Verleugnen lässt es sich aber dennoch nicht, dass sie bei der ein oder anderen Vorlesung fehlen, weil sie eben mal Schlaf nachholen müssen oder was weiß ich...
Da darf man sich echt nicht vorher fertig machen, bevor man die Arbeit nicht mal angetreten ist.
Meine Mutter ist immer der Meinung, dass man nur eins von beiden mit 100% machen kann - das andere leidet. Dem stimme ich zu, 200% geben, das halte ich nicht auf Jahre durch. Nicht ohne Nebeneffekte oder Nachwirkungen, aber wenn man eine gute Balance finden kann, dann ist es denk ich durchaus machbar.
Mir stellt sich nun mehr auch die Frage, wie die Lohnverhältnisse in Spanien sind? Ob sich die Kosten mit einem Nebenjob gut decken lassen würden, oder ob du z.B. eben auch nur einen gewissen Zuverdienst wegen Bafög haben darfst, etc.
Und klar: wenn man eine persönliche Rückenstärkung hätte, so dass man sich weiterhin gut auf eine Sache konzentrieren kann - das wäre wirklich optimal und dann würdest du dir manchen Stress und manche Angst nicht machen müssen: Länger studieren zu müssen wäre vllt gar nicht so schlimm, dadurch hättest du auch den Stress mit den Prüfungen nicht so, könntest dir halt mehr Zeit nehmen, könntest Bürokratie halt in Ruhe abarbeiten und ansonsten Bürokratie sein lassen und fertig... Hätte ich diesen Rückhalt, müsste ich mir auch keine Sorgen machen, was ist, wenn mein Masterstudiengang wegen wanderndes Finanzloch überhaupt nicht in Berlin angeboten wird und ich eigentlich woanders hinmüsste, um weiter zu studieren (und ich BRAUCHE den Master, weil ich mit meinem Bachelor nun mal böse gesagt nichts anfangen kann. Man hat ja Ziele - und wenn ich Lehrer werden will, gebe ich mich nicht mit der Zwischenstufe eines halben Wissenschaftlers zufrieden! ;D). Wie man rausliest: auch wenn ich hier studiere - ich hab diesen Rückhalt auch nicht. Vielleicht den mental-unterstützenden, weil ich die Ansprechpartner habe, aber der minimale Druck, der sich durch Reden löst, behebt bekanntlich dennoch keine Probleme.

Dennoch hat mich das folglich auf einen Schluss bzgl. Uni gebracht: Denke nie weiter, als es sein muss. Denke an die Sachen, die JETZT und vielleicht noch in diesem Semester wichtig sind, sprich: unmittelbare Nähe, aber denke nicht weiter.*
Ich kann mir vorstellen, dass dies eine Sache ist, warum viele deiner Mitstudenten und "alten Hasen" die Sachen lockerer sehen - es gibt Punkte, wo du mit logischem Nachdenken nicht weiterkommst, wo du es nicht mehr verstehen kannst (Ich kann z.B. nicht verstehen, dass man noch mit teuren juristischen Übersetzungen für Anträge bestraft wird, weil man sich dazu entschlossen hat auf internationaler Ebene zu studieren - und dabei wird doch für Auslandsprogramme aller Art so viel Werbung gemacht!)---
Dass die bürokratischen Dinge einen einfach entgegengeknallt werden ist die andere Sache. Da kann man nicht nachlässig sein und muss übermäßig weit denken. Ist die Frist überschritten, bist du meist einfach mal am Arsch, wenn du nicht unbedingt kompetente Bearbeiter hast.

Studenten wird immer groß um den Hals gelegt, dass Studium vor allem Selbststudium ist. Wenn ein Prof aber dennoch noch einmal zu mir sagt "Die Vorlesung ist nicht dazu da, dass sie etwas lernen", dann frage ich ihn mal ehrlich, warum er dann da vorne steht. Seinen roten Faden kriegen wir ja online! (der in diesem Fall genau das erzählte, was er vortrug) - Aber andere Geschichte.
Was ich damit sagen will - auch wenn man daran jetzt nichts Großes ändern kann - ist eben diese andauernde Ungerechtigkeit.
Hier sollst du, da sollst du und dort hinten am besten auch noch.
Wenn die Uni es nicht schafft einen Kurs halbjährig anzubieten... ist dennoch deine Schuld, musst du deswegen ein ganzes Semester ranhängen - du hättest dafür ja einen anderen Kurs sausen lassen können (der aber vllt im Grunde sogar mehr fürs Studium was bringt). Das ist aber auch eine Sache, über die man sich gar nicht groß den Kopf zerbrechen darf... halbwegs die besten Optionen wählen, in nen sauren Apfel beißen, und hoffen, dass es funktioniert... juchu.

> Ich habe wirklich sehr große Angst davor, dass ich es nicht schaffe. Nicht umsonst opfere ich so vieles für mein "Ziel", vielleicht sogar zu viel...

Zumindest muss ich dir aus dem, was ich bisher gelesen habe, zustimmen: Ja, es ist zu viel.
Engagement, Fleiß und Co. sind extrem wichtig und gut. Dass du dich so extrem hinter die Prüfungen klemmst und lernst, lernst und nochmals lernst ist prima... aber halt gerade diese Angst und der Druck, der daraus kommt, treibt's dann wieder ein bisschen in den Ruin. Wie sieht es eigentlich mit dem Leben neben der Uni aus?
Kannst du da sagen, dass du einen Tag in der Woche hast, den du theoretisch auch für anderes nutzen kannst? Was machst du nach Vorlesungs/Seminarschluss in der Uni? Wie oft nimmst du dir wirklich mal Zeit für dich, um das zu machen, was du machen willst - was nicht Uni betrifft? (Mal fernab von Prüfungslernen, Bürokratie etc. betrachtet).
Und wie betrachtest du momentan eigentlich dein Studium? Kannst du trotz des Stresses noch Motivation und Freude dabei empfinden?
Siehst du dich als normalen Studenten oder eher als ein Student, den es schlechter als den meisten anderen ergeht?
Was GENAU willst du erreichen, wenn es um dein Studium geht (Prüfungen bestehen ist klar ;D)? Was willst du hier in Spanien erreichen? Sind jetzt keine Fragen, die ich unbedingt an dieser Stelle von dir beantwortet haben möchte, sondern eher eine Art Denkanstoß, sich nach den "1. Wer bin ich?" "2. Was will ich?" "3. Wie erreiche ich es?" zu hinterfragen.**

> Ich hoffe es kommt nichts schlimmes raus... davor habe ich ebenfalls wirklich Angst...

Was genau für dich schlimm? Eine direkte Diagnosestellung oder die Anratung dringend eine Beurlaubung zu beantragen (sofern es das bei euch gibt; das weiß ich jetzt ja nicht^^°)?


*Heißt natürlich nicht, dass man nicht wissen soll, was es für Möglichkeiten danach gibt oder für die weitere Zukunft des eigenen Bildungsweges, etc. ^^°

** 1. Wer bin ich (Eigene Identität & Persönlichkeit festlegen, Kompetenzen ausbauen, Talente/Stärken entwickeln, Selbstbild mit Fremdbild abgleichen) 2. Was will ich (Worte und Vision leben, Ethische Prinzipien beachten, Berufliche Ziele/Karriere klären, Private/Soziale Ziele klären) 3. Wie erreiche ich es (Analytisches Denkvermögen anwenden und fördern, Umsetzungskompetenzen/Variation trainieren, Emotionale und praktische Intelligenz entwickeln)
Spoiler

An sich ist es eher ne Art Konzept, um auf diverse Dinge hinzuarbeiten (siehe Klammern), aber ich habe es genutzt, um mich einfach einmal selbst darzustellen. Zu diesen drei Fragen habe ich mir eine Stichpunktliste in Ich-Botschaft verfasst (z.B. 1. Wer bin ich= - Ich bin ein eigener Mensch, für sich selbst denkend. Ich sage meine Meinung und erhebe das Wort. Ich bewahre zunächst einen kühlen Kopf und schwächele im Nachhinein. Andere sehen mich als...) Diese habe ich dann in jeweils 4-6 Schlüsselbegriffe versucht zusammen zu fassen, welche sowohl wünschenswerte als auch nicht wünschenswerte Fakten präsentieren. (1. Wer bin ich= z.B. Kreativität, Dickköpfigkeit; 2. Was will ich= z.B. Ehrgeiz, Missverständnisse, 3. Wie erreiche ich es= z.B. Schritt für Schritt, Pausen trotz evtl. Konsequenzen).
Wenn man dabei ehrlich zu sich selbst ist (wirklich gnadenlos ehrlich), hat man eine recht gute Selbstbeschreibung von sich als Mensch. Vielleicht sogar so gut, dass man sie anderen gar nicht zeigen mag, weil sie sehr viel offenbart.
Natürlich ist dies keine Problembewältigung, die man in "Selbsttherapie" durchführen kann - aber wenn man danach mal wieder einen zu vollen Kopf hat, sich mal ungerecht behandelt fühlt, den Weg verliert... dann kann dieses Blatt eine gute Erinnerung an eigene Stärken/Schwächen sein, das Selbstwertgefühl oder aber auch daran erinnern, WARUM man es macht. Manchmal sind niedergeschriebene Worte einfach wirkungsvoller, als wenn man sie nur im Kopf trägt. Wie eine Art Vertrag, den man mit sich selbst abschließt.


...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...
Zuletzt geändert: 05.04.2011 01:13:09



Von:   abgemeldet 05.04.2011 02:58
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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@Ikeuchi_Aya

Nicht nur die alten "Uni-Hasen" sind so. Ich kenne einige, die sind jünger als ich und neben das ganze Studium total locker auf. Vor allem welche die auf das Bachelorsystem gewechselt haben. Anscheinend soll es wirklich einfacher sein, da man "gezwungen" wird in verschiedenen Etappen Prüfungen abzulegen. Fast schon so wie es in der Schule war...
Anstatt das ganze Thema, von einem Semester auf eine knapp mehrseitige Prüfungspapier serviert zu bekommen.

Danke!

Es ist nun mal etwas knifflig für mich. Denn wer studiert schon im Ausland?
So kann es schon zu minimalen Konflikten zwischen den Gesprächspartner kommen. Ich merke es hier ebenfalls, dass ich minimal giftig angefahren werde, weil ich nun mal etwas andere Probleme habe.
Ich bin für die Verhältnisse an der Uni recht jung und doch recht halt. Aber die Mehrheit meiner Mitstudenten sind nun langsam Ende 20, Anfang 30. Und wirklich verlassen konnte ich mich auf sie nicht. Denn kurz bevor die Prüfungen waren wurde immer wieder gesagt: "wir müssen lernen!!!!". Tja am Ende habe ich alle Prüfungen selber geschrieben und genau diese Leute drückten sich vor den Prüfungen.
Spoiler
Es herrscht hier keine Prüfungspflicht. Man kann sozusagen eine Prüfung nicht schreiben ohne "Grund". Habe ich selber einige male gemacht um nicht so viel Stress zu haben. Nur dieses Mal habe ich es nur einmal gemacht, weil der Prüfungskalender wirklich scheiße gelegt war. Und im März schrieb ich wirklich alles. Sogar eine Prüfung, die ich im Juli wiederholen konnte, weil das Fach eigentlich nicht mehr existiert.
Durch die Umstellung vom alten System zum neuem Bachelorsystem, müssen die Leute im alten System wirklich Leiden. Die Fächer vom ersten Jahr gibt es nicht mehr. Sprich es werden zwar "Wiederholungsvorlesungen" angeboten, doch diese sind etwas blöd eingeplant, dass man automatisch gezwungen ist diese nicht besuchen zu können wegen anderen Vorlesungen. Ich hatte den Fall mit Mathe. Noch dazu war es so in dem Mathefach, dass das gesamte Thema von einem Jahr (2 Semester) in der Prüfung abgefragt wurde. Also hatte ich theoretisch 4 Prüfungen. Als Entschädigung haben wir die Möglichkeit, die Prüfungen vom ersten Jahr (1-2 Semester) 3 mal zu schreiben.


Sind es auch nicht. Denn ich habe wirklich das Gefühl, dass man mir sagen möchte, dass ich alles hier zu schwarz ausmale. Gerade eben sprach ich wieder mit jemand anderem. Sie macht die selbe Situation wie ich durch. Ebenfalls aus Deutschland ausgewandert.
Bei ihr ist es jedoch etwas happiger. Sie hat durch den Studiumswechsel einige Jahre verloren, die sie nun mit wirklich viel Mühe aufholen darf. Sie erhält kein Bafög, da sie nicht mehr der Norm entspricht. Jedoch wird sie von den Eltern finaziert. Bei mir sieht es nicht ganz so rosig aus. Denn meine Mutter leidet an MS. Meine Vater arbeitet schon hart genug. So gesehen möchte ich ihnen nicht noch zusätzlich zur Last fallen.
Meine Eltern würden mir gerne helfen. Sie wissen ebenfalls, dass ich sehr gerne einen Master machen möchte und sparen für die Matrikulationsgebühr (4000€).
Die Studiengebühren wurden von meinen Eltern immer wieder paar Monate später gezahlt. Ich hatte immer das Glück, dass ich das Geld vom Bafög sparen konnte um so die Matrikulation rechtzeitig zu bezahlen (immer 1000€ für ein ganzes Jahr).

> Beim Arbeiten neben Studium ist es eben auch immer so die Sache "Was mache ich? Wie viele Stunden arbeite ich? Wie viel muss ich verdienen, um gut über die Runden kommen zu können?"
Das waren wirklich meine Sorgen, bevor ich es nun doch geschafft hatte alles im ersten Semester zu bestehen. Und wirklich einfach war es nicht!
Spoiler
Ich fand es wirklich unfair, dass ich von so vielen so "giftig" attackiert wurde wegen meiner zweiten Chance. Vor allem nicht, wenn man davor sich mit wirklich vielen Themen durchschlagen musste im März. Matheprüfung Algebra - Logik (9 Themen über das ganze Jahr verteilt), Statistik 2 (3 Themen) und zu gut der Letzt Datenbanken-Design (4 Themen, die es wirklich ins ich hatten). Obwohl ich einiges schon bereits durch die Prüfung im März gewusst hatte musste ich zwei Themenbereiche komplett wiederholen innerhalb von 3 Tagen!!!!

Leichtsinnsfehler wurden in der Korrektur extrem bewertet. Zum Teil verlor man bei manchen Aufgaben fast alle Punkte, weil man ein kleines Detail vergessen hatte, was mir leider in der Prüfung im März passiert war.
Und wegen 0,7 Punkten habe ich dann wohl das Recht, nach einen Weg zu suchen um diese nachzuholen. Vor allem wenn die Maximalpunktezahl bei 10 Punkten ist, kann man sich schon sehr ärgern wenn einem 0,7 Punkte zum bestehen gefehlt hatten.

Aber daran dachten wirklich die wenigsten, die sich über diese "Ungerechtheit" beschwert hatten. Stattdessen wirft man solche Begriffe wie "Penisneid" in die Runde. Bis heute habe ich keine Ahnung was das bedeutet!




> Mir stellt sich nun mehr auch die Frage, wie die Lohnverhältnisse in Spanien sind? Ob sich die Kosten mit einem Nebenjob gut decken lassen würden, oder ob du z.B. eben auch nur einen gewissen Zuverdienst wegen Bafög haben darfst, etc.
Da ich nun doch bestanden habe, muss ich mir deswegen nicht mehr solche Gedanken machen. Ich weiß nicht wie das Lohnverhältniss genau ist. Weil ich nie wirklich in der Situation gekommen bin arbeiten zu müssen. Bafög reichte immer ganz gut aus + Kindergeld.
Da ich sehr sparsam bin, ging das immer wieder gut. Nicht umsonst habe ich bis jetzt mit meinem ganzem Ersparnis leben können. Sonst wäre ich wohl wirklich aufgeschmissen gewesen.

Ich habe leider keinen Rückhalt.
So gesehen kenne ich es gar nicht mehr wirklich wie es ist umarmt zu werden, wenn es einem wirklich schlecht geht. Es hilft einen minimal zu hören, dass man sich nicht so überanstrengen soll, denn man habe ja einiges geleistet. Aber das hilft einem nicht viel über das Problem los zu kommen.
Man vermisst einfach diese zwischen Menschliche Nähe.
Und die Tatsache zu wissen, dass jemand wirklich da ist um jemanden abzufangen. Aber ich muss das wohl komplett alleine durchziehen. Denn wie gesagt ist gar kein Verlass auf meine Mitstudenten. Ich weiß nicht voran das liegt. Aber ich habe das durch die letzten Projekte, Prüfungen wieder vor vorgeführt bekommen.
Spoiler
Es fällt mir wirklich schwer mit gewissen Situationen klar zu kommen. Denn wenn man einmal einen wirklich extremen Emotionalen Schock erleiden musste, der sich damit geäußert hatte über einen Monat mit extremen Schmerzen zu Leben. In dieser Phase gab es niemanden, der mich unterstützt hatte in der Uni. Viel mehr wurde mir vorgeworfen nicht so zu "spielen". Nicht umsonst musste ich jeden Tag 3g Parazetamol einnehmen und nebenher einige Abgaben rechtzeitig einreichen. Seit diesem Vorfall habe ich minimal Paranoia. Vor allem, wenn man von einigen Bezugspersonen regelrecht weggeworfen wurde, weil man "Depressionen" hatte, die man mit Anti-Depressiva beseitigen sollte -> war bei einer Psychologin deswegen. Seit dem plagen mich immer wieder Erinnerungen an dieses "Trauma". Ins besonders, wenn man die jeweilige "Bezugsperson" fast jeden Tag in der Uni sehen muss. Es reicht schon für mich aus, welche Schmerzen ich durch den Verlust erleiden musste. Und ich kann wirklich sagen, dass ich keinen Menschen so etwas wünsche. Vor allem nicht wenn man STUDIERT!!!!!


Nun musst du dir vorstellen wie das ist wen man Bafög beanträgt und die Dokumente nach Deutschland zu einem gewissen Zeitpunkt verschicken soll. Ich muss da automatisch 1 Woche abziehen. Meistens bleibt mir dann nur noch 3 Wochen. Das schlimmste für mich war jedoch der Nachtrag im September. Obwohl ich eine Bescheinigung zu denen geschickt hatte, dass meine Immatrikulation erst am 23 September stattfinden würde. Sollte ich die Dokumente bis 10.Oktober fertig haben.
Noch besser kommt es wenn die Dokumente, die meine Eltern bearbeitet hatten, verloren gingen (Danke POST!!!). So hatte ich von dem angeblichem einen Monat Frist, nur noch 2 Wochen.
Sehr ärgerlich...

So etwas wird hier an der Uni nicht oft gesagt. Jedoch weißen viele Professoren darauf hin, dass man einen gewissen eigen Teil ableisten sollte um die Fächer zu bestehen. Zum Thema Multimedia habe ich einiges im Internet gesucht und so für die Prüfung Vorbereitung, weil die Folien nur eine Zusammenfassung waren, die nicht wirklich viel mit der Prüfung zu tun hatten.


Durch die ganzen Fächer und Projekte war ich immer wieder gezwungen Fächer sausen zu lassen. Ich merke das jetzt wieder, dass ich erneut Fächer sausen gelassen habe wegen den Nachsicht-terminen oder notfalls Nachprüfung.

Wie sieht es eigentlich mit dem Leben neben der Uni aus?
Momentan darf ich mich wieder mit freiwilligen Abgaben erfreuen...
Ohne diese Abgaben kann ich mir keine Zusatzpunkte versichern, die einem wirklich das "Leben" retten könne (wie man anhand des letzten Faches sehen kann. Hätte ich die Zusatzpunkte nicht, hätte der Professor noch "nein" gsagt!).

> Kannst du da sagen, dass du einen Tag in der Woche hast, den du theoretisch auch für anderes nutzen kannst?
Irgendwie gar nicht mehr wirklich...
Wegen meiner Abschlussarbeit muss ich einiges an Freizeit wieder opfern. Und wie das Schicksal wollte, habe ich nur die Sache mit Sony 2 Monate verloren und Ende Juli soll ich eine Dokumentation fertig haben. Also bleibt wieder alles an mir hängen.
Zum Glück habe ich damit schon vor einigen Wochen angefangen. Jedoch sehe ich, dass ich erneut einige Stunden Programmierung pur haben werde. Denn ich kam bis jetzt noch nicht richtig dazu. Design-Technisch habe ich schon fast alles fertig. Nur fehlen mir halt die Programmiertechnische Schritte. Da ich leider kein Ass in Programmierung bin, wird das weitere Stunden dauern bis ich es dann in die Reihe kriege....
Also von daher, bleibt da kaum etwas von der Freizeit und das obwohl ich Montags keine Vorlesungen habe.+

Was machst du nach Vorlesungs/Seminarschluss in der Uni?
Es kommt drauf an was genau ansteht. Die letzten Tage habe ich wirklich damit verbracht für die zusatz Prüfung zu lernen. Natürlich mit einigen Pausen, sonst wäre ich wirklich verrückt geworden.

Wie oft nimmst du dir wirklich mal Zeit für dich, um das zu machen, was du machen willst - was nicht Uni betrifft?
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Zum Zeichnen komme ich gar nicht mehr, außer ich arbeite an meinem Projekt. Und da ich mit dem zuständigem Professor ständig in Kontakt bleiben soll, habe ich einen spanischen Blog erstellt, welches sich etwas mit der Abschlussarbeit beschäftigt. Das wiederrum bedeutet wieder Uniarbeit...

Spoiler


Nun zu deinen Fragen:
Spoiler

> Und wie betrachtest du momentan eigentlich dein Studium?
Sehr stressig aufgrund der finanzielle Lage ist es mir nicht gestattet Fehler zu machen. / Fächer nicht zu bestehen. Natürlich liegt es auch daran, dass die Fächeranzahl nun mal wirklich hoch war. Obwohl, ich habe dieses Semester noch 6 Fächer zu besten, 3 Prüfungen, 2 Projekte + 1 Abschlussarbeit, welche ich vor dem Prüfungsrat präsentieren werde (auf Wunsch des Professors, weil er so begeistert von meiner Arbeit ist).

Kannst du trotz des Stresses noch Motivation und Freude dabei empfinden?
Freude kann ich eigentlich gar nicht mehr empfinden.
Motivation schon eher...
Aber Freude ist für mich irgendwie wie ein Fremdwort geworden. Ich kann mich gar nicht darüber Freuen nun doch alles im ersten Semester bestanden zu haben wenn ich ehrlich sein soll.

> Siehst du dich als normalen Studenten oder eher als ein Student, den es schlechter als den meisten anderen ergeht?
Schlechter, aufgrund der finanzielle Lage und des unsozial sein. Es ist für mich wirklich ärgerlich, wenn man von allen Seiten zu getextet wird wie die letzte Party gewesen war, während man sich wirklich Gedanken macht ob man 100% gegeben hat oder nicht. Oder von Leuten zu hören, dass das mit Bafög doch ganz gut sei für die Leistungen. Mag sein, jedoch nicht für die Psyche oder körperlichen Verfassung, wenn man nicht wirklich zum Verschnaufen kommen kann.
Es kam auch vor, dass einige wirklich überrascht darüber waren wie ich das ganze durchgehalten hatte. Was wohl wirklich nicht wenig war...

> Was GENAU willst du erreichen, wenn es um dein Studium geht (Prüfungen bestehen ist klar ;D)?
Mein Studium zu beenden und endlich meinen geliebten Animationsmaster anstreben. Ich habe ehrlich gesagt die Schnauze voll von irgendwelchen Algorithmen oder Systemen, die ich in meinem Leben nie wirklich gebrauchen werde. Aber nur brauche um auf einen Blatt Papier einen "Titel" zu haben. Daher strebe ich an, das IT Studium zu beenden, egal ob der Durchschnitt eine 3 oder 3,3 sein wird.

Was willst du hier in Spanien erreichen?
Mh... gute Frage...
Ich würde auf den ersten Punkt tippen.



> Was genau für dich schlimm? Eine direkte Diagnosestellung oder die Anratung dringend eine Beurlaubung zu beantragen (sofern es das bei euch gibt; das weiß ich jetzt ja nicht^^°)?
Wieder zu hören, dass ich unter Depressionen leide oder das ich ich wieder extrem verspannt sei. Noch einmal mache ich das Spiel nicht mit, mit jeden Tag einige Tabletten zu nehmen um mehr oder weniger funktionstüchtig zu sein.
Ich hatte nur einmal den Fall das ich Beurlaubung erhalten hatte aufgrund einer Grippe Anfang Februar...


Spoiler

Ich hatte früher ein extremes gestörtes Selbstbild. Jedoch hat sich das minimal widerlegt. Nur kann es immer wieder dazu führen, dass man mit gewissen Situationen leider mehr zu kämpfen hat als andere. Vor allem wenn man wirklich mehrere tragische Situationen hinter sich hatte.
Früher bewältigte ich solche Stresssituation mit Selbstverletzung. Doch es ist mir nicht erlaubt wieder in dieses Muster zurück zufallen. Somit bin ich gezwungen mich zu entscheiden. Ob ich de inneren Wunsch nach der "Befreiung" nachgebe oder mich gegen das Gefühlschaos wehre.
Da ich leider keine wirklichen zwischen menschlichen Beziehungen hier habe. Ist es für mich erst recht eigenartig, wenn man sich nicht mehr daran erinnern kann wie das ist sich einfach fallen zu lassen. Wie schon einige sagten ist es ja meine "Schuld", dass ich nah Valencia ging. So gesehen werde ich wohl sogar dafür "bestraft" mich dazu entschlossen zu haben Selbstständiger zu werden. Wirklich einfach ist es für einen nicht im Ausland zu leben. Wie JRF sogar aus London berichtet...

Mag nun seltsam klingen. Aber ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie das ist umarmt zu werden. Geschweige den geliebt zu werden (ebenfalls platonisch). Das einzige was ich immer wieder eingestehen muss, dass viele neidisch auf meine Leistungen sind und sich deswegen von mir immer mehr distanzieren (dadurch habe ich einige Kontakte verloren).

So gesehen bin ich die dumme, die sich verändert hatte. Früher bemängelte man meine fehlende Persönlichkeit und nun bemängelt man meine Probleme und Sorgen. Und ja, meinen Bruder wie auch meinen Eltern ist es aufgefallen, dass ich jegliche Freude verloren habe. Mein Bruder hat ebenfalls sein Studium im Ausland abgeschlossen. Ebenfalls Bafög beantragt. Nur bei ihm war es nicht ganz so krass wie bei mir.
Er sagte sogar selber zu mir, dass er es irgendwie nicht wirklich fassen kann, dass ich die letzten paar Monaten von einer Prüfung in die nächste reingeknallt bin ohne wirklich einen Moment an Entspannung zu denken. Er hatte das Glück, dass er jemanden an seiner Seite hatte, die ihn unterstützt hatte.
Ich hingegen bin komplett auf mich alleine gestellt. Wenn ich krank werde ist keiner da der sich um mich sorgt. Da bin ich so gesehen gezwungen mit hohen Fieber zum Supermarkt zu gehen und Einkäufe zu machen... (kam schon öfters vor).

Und wehe das wird wieder als "Frust" aufgefasst. Das sind nun mal die Tatsachen über die ich nun mal nicht stolz bin.





Von:    J-Glam 05.04.2011 12:58
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
@7Samurai
Tut mir sehr leid für dich! Auch wenns warscheinlich kein Trost ist: wenn nach nur einem Monat keine Gefühle mehr da sind, war sie wohl nicht die Richtige.



Von:    Ikeuchi_Aya 05.04.2011 15:12
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
Avatar
 
@Kahori

Also wenn es mit dem Bachelor bei euch da drüben wirklich so prima klappt, würde ich gerne wechseln! xD"
Ich verfluche den Bachelor in so vielen Dingen... Ich gebe offen zu, dass ich ein Diplomvertreter bin - angebliche internationale Anerkennung hin oder her.

Spoiler

Diplomstudiengang war für mich nicht mehr möglich, da wir seit 2005 bzw 2007 die neue Bachelorstudienordnung haben und Diplom seit dem ausläuft. Das, was ich hier immer wieder sehe und erlebe - zumindest in meinem Fach der Rehabilitationswissenschaften (sprich Sonderpädagogik und Wissen drum herum) -, ist die Tatsache, dass du zwar auf der einen Seite wirklich einfach nur wie in der Schule lernen musst. Teilweise sogar so nett, dass du dir deine Themen für die mündliche Prüfung selbst aussuchst und bearbeitest. Das ist schon mit der größte Vorteil. Ich persönlich habe gerade dadurch das Gefühl weniger zu lernen - wenn es Hausaufgaben wären, Referate und Co., wirklich einfach "nur" solche Sachen, würde mehr hängen bleiben, als wenn ich jedes Semester 5-6 Klausuren schreiben muss, alles parallel lerne und die Hälfte dann wieder aus meinem Kopf verbannen muss, weil ich Platz für den Rest brauche. Gut, Plus für den Bachelor, dass man nach diesen ganzen Prüfungen "nur" noch die Bachelorarbeit schreibt, verteidigt, Ende.
Ein Kumpel von mir studiert Pharmazie und er hat eben abgesehen von Abgaben o.Ä. rund 5 Semester keine einzige Prüfung und dann kommt die erste, bei der es um die Wurst geht.
Kommt natürlich auch immer etwas auf den Studiengang an. In Rehawissenschaften (Kernfach) wäre mir solch eine gesamte Prüfung lieber, weil man sonst einfach mal so viel unnützes Detailwissen abspeichern soll, was man später eh nur nachschlägt (z.B. genaue Paragraphen in Gesetzbüchern). In Englisch sind Teilprüfungen ganz gut, da ich Sprache als einen Prozess verstehe, der sich mit der Zeit ausbaut und man so Schwierigkeiten und Co. rechtzeitig erkennen kann.
Davon einmal abgesehen ist der Bachelor so zugeklatscht mit allen möglichen Kursen... dann kollidiert der Mist noch untereinander und was weiß ich.
Ich liebe mein Studium an sich, aber nicht das ganze Außenrum.

Eine Freundin von mir hat von Diplom auf Bachelor gewechselt - Dank diverser Probleme (u.a. auch Bearbeitungsfehler zum Thema Bafög, so dass sie auf einmal mit ner angeblichen Schuldensumme von 2000€ belastet wurde, Monate kein Bafög bekam, etc.) hatte sich ihr Studium über ein Jahr verlängert und da der Bachelorumbruch bei ihr an der Fachhochschule in der Informatikbrance auch bevorstand, wurde ihr geraten zu wechseln: Man kann die Credits ja übertragen, etc. Leider war sie daraufhin ein Beispiel dafür, dass bestimmte Dinge nicht bedacht werden: Manche Kursen werden ja im Bachelor nicht mehr benötigt und nicht mehr angeboten. Okay. Andere Kurse hingegen werden gebraucht und wurden im Diplomstudiengang nicht angeboten oder nur in veränderter Form. Was hieß das für sie? Man rechnete ihr den benötigten Bachelorkurs auf Grund eines ähnlichen Kurses zur Diplomzeit an - allerdings mit einer 4,0 . Und das war leider nicht nur ein Kurs, sondern 2-3.
Fazit: Sie hat zwar schnell die Bachelorarbeit fertig gehabt, musste keine Projekte mit Dozenten als Leiter beenden, die schon nicht mehr an der Schule fungierten, etc. - aber dafür rutschte sie letzten Endes von ihrem 2,1-2,3 Durchschnitt auf einen 2,9-3,1. (Ich weiß es jetzt nicht ganz genau). Ganz prima.
Deswegen stehe ich dem Ganzen ein bisschen sehr gespalten gegenüber, auch wenn es nur ein Beispiel von vielen ist. (Wie du es beschrieben hast, kann so ein Wechsel ja auch recht gut funktionieren).


Ah, aber ich sehe gerade, dass du etwas weiter selbst schreibst, dass die alten Studenten unter der Umstellung leiden. Dann deckt sich das ja (leider) mit meinen Ausführungen. Fast genau die gleiche Problematik.^^°

> Aber die Mehrheit meiner Mitstudenten sind nun langsam Ende 20, Anfang 30. Und wirklich verlassen konnte ich mich auf sie nicht. Denn kurz bevor die Prüfungen waren wurde immer wieder gesagt: "wir müssen lernen!!!!". Tja am Ende habe ich alle Prüfungen selber geschrieben und genau diese Leute drückten sich vor den Prüfungen.

Mh~ okay, das ist wirklich eine miese Sache. Ich meine, jeder entscheidet natürlich selbst, ob er dann am Ende die Prüfung antritt oder nicht, manchmal ist ein Rückzug auch ganz gut - aber wenn es immer dieselben Leute sind, die sowas machen, nun ja... Das ist schon blöd. :-/

Keine Prüfungspflicht bedeutet dann in dem Sinne, dass du dir die Prüfung legen kannst wie du willst, hauptsache, du hast sie irgendwann im Laufe deines Studiums gemacht!?
An sich eine gute Sache, wie mir scheint - dadurch hat man selbst größeren Spielraum für die Einteilung und muss halt nicht auf Teufel komm raus irgendwie diese eine Prüfung schreiben.
Wenn es natürlich dennoch mit dem Zeitplan kollidiert, dann ist das auch wieder hinfällig.
Habt ihr aufbauende Module? Also auch diese zulassungsbeschränkten "Sie dürfen erst Modul X besuchen, wenn sie vorher Modul a,b,c abgeschlossen haben" ?!
(Das ist z.B. das, was bei mir ständig extrem reindrückt und warum ich dann nächstes Wintersemester zusehen muss, sowohl das benötigte Grundmodul mit der Klausur zu bestehen, als auch das daraus sich ergebende aufbauende... sonst bedeutet es mindest ein Semester ranhängen (und das nur wegen eines Kurses!) :-/)

> Als Entschädigung haben wir die Möglichkeit, die Prüfungen vom ersten Jahr (1-2 Semester) 3 mal zu schreiben.

Das ist sozusagen die Wiederholungsmöglichkeit, wenn man eine davon nicht bestanden hat, richtig?

> Bei ihr ist es jedoch etwas happiger. Sie hat durch den Studiumswechsel einige Jahre verloren, die sie nun mit wirklich viel Mühe aufholen darf. Sie erhält kein Bafög, da sie nicht mehr der Norm entspricht. Jedoch wird sie von den Eltern finanziert.

Und dabei sollte es eigentlich möglich sein, dass man das Studium ohne Probleme wechseln kann, ohne, dass man dafür gleich bestraft wird... aber nun ja. D:
(Soll nicht heißen, dass ich ständige Hin und Herspringer begrüße - das finde ich nämlich auch nicht in Ordnung!)

> Bei mir sieht es nicht ganz so rosig aus. Denn meine Mutter leidet an MS. Meine Vater arbeitet schon hart genug. So gesehen möchte ich ihnen nicht noch zusätzlich zur Last fallen.
> Meine Eltern würden mir gerne helfen. Sie wissen ebenfalls, dass ich sehr gerne einen Master machen möchte und sparen für die Matrikulationsgebühr (4000€).
> Die Studiengebühren wurden von meinen Eltern immer wieder paar Monate später gezahlt. Ich hatte immer das Glück, dass ich das Geld vom Bafög sparen konnte um so die Matrikulation rechtzeitig zu bezahlen (immer 1000€ für ein ganzes Jahr).

Dann können wir uns die Hand reichen bzgl. unserer Mütter bzw. Eltern. Die Gebühren finde ich persönlich echt heftig, auch wenn ich weiß, wie viel meine eigene Ausbildung theoretisch kostet und das im Vergleich gesehen noch wenig Gebühren sind.
Es ist nur eben ein Unterschied, ob du nun 1000€ bezahlst oder es bei mir ~500€ sind, die man berappen muss.
Noch dazu kommen bei dir ja eben Unterhaltskosten, etc. die ich nicht habe.~

> Ich fand es wirklich unfair, dass ich von so vielen so "giftig" attackiert wurde wegen meiner zweiten Chance. Vor allem nicht, wenn man davor sich mit wirklich vielen Themen durchschlagen musste im März. [...]

Ich persönliche finde zweite Chancen im Studium nur berechtigt... eben weil man ja nicht nur eine Sache lernt (und von dieser auch nicht nur ein bisschen), sondern es echt intensives Lernen ist. Selbst wenn man sich über die Vorlesungen hinweg eine Menge gemerkt hat - das Vertiefen für eine Klausur ist noch einmal etwas anderes, wenn ich diese gut bestehen will. (Ich bewundere dann immer die Leute, die sich das Wissen so einfach und schnell aneignen können, wo ich selbst echt lange dran sitze xD")
Was wären jetzt die Konsequenzen, wenn du die jeweilige Prüfung nicht schaffen würdest? Müsstest du dann das Jahr sozusagen "wiederholen" oder droht die direkte "Exmatrikulation" ? Das habe ich jetzt noch nicht ganz begriffen, wie es bei euch läuft.
Spoiler

Klar kann ich nachvollziehen, dass sich Leute darüber aufregen, wenn du jetzt z.B. eine Zweitchance bekommst, dass bei denen aber nicht der Fall ist. Das ist schon ärgerlich - genauso ärgerlich, wie es mit meiner Nachprüfung letztes Semester lief: Eine Kommilitonin und ich haben generell den fast exakt gleichen Stundenplan und die gleiche Kurswahl fürs Kernfach, was auch wirklich praktisch ist. :) Wir beide hatten im letzten Sommersemester eine Prüfung zu schreiben. Sie hat mit 2,7 bestanden, ich bin mit 5,0 durchgeflogen. Heißt: Nächste Chance. Allerdings musste ich dafür den ganzen Kurs nochmal besuchen, weil der entsprechende Prof für ein Forschungssemster ausgewandert war. Endresultat: Die Vertretung war so lasch, dass man das nicht als Klausur werten konnte - abc-Ankreuzfragentest mit den exakten Fragen aus dem Onlineübungskatalog. Ich hatte nun mehr eine 1,3. Für meine Kommilitonin echt ärgerlich.- Und eigentlich ehrlich fragwürdig das ganze. Das tat mir auch ehrlich leid, denn ich wusste ja auch noch, wie schwierig die richtige Klausur war. Aber nun ja... was soll sie deswegen machen? Es gibt Dinge, die kann man ändern. Manche Dinge kann man halt nicht ändern.
Und wenn solch eine Regelung an der eigenen Uni nicht existiert, ist es blöd und man hat selbst mehr Druck, etc. - aber deswegen muss man generell nicht diejenigen anfahren, die das Glück in dem Fall auf ihre Seite haben. Denn DIEJENIGEN haben sich das auch nicht ausgedacht.



> Leichtsinnsfehler wurden in der Korrektur extrem bewertet. Zum Teil verlor man bei manchen Aufgaben fast alle Punkte, weil man ein kleines Detail vergessen hatte, was mir leider in der Prüfung im März passiert war.
> Und wegen 0,7 Punkten habe ich dann wohl das Recht, nach einen Weg zu suchen um diese nachzuholen. Vor allem wenn die Maximalpunktezahl bei 10 Punkten ist, kann man sich schon sehr ärgern wenn einem 0,7 Punkte zum bestehen gefehlt hatten.

Schusselfehler passieren so schnell... der Grund warum ich mir meine 2,0 verspielt habe und auf eine 2,7 kam. Richtige Rechenwege, richtige Schlussfolgerung, aber leider während der Rechnung etwas vergessen/verwechselt. So schnell kann's leider gehen.^^°
Ich denke auch, dass es immer drauf ankommt, wie groß diese Punktzahl war, die's einem vermasselt hat. Und 0,7 ist echt ein Witz und kann ggf. nun mal aufgeholt werden.
Versuch kann nicht schaden - wenn's nicht klappt, Pech gehabt, aber zumindest hat man was dafür getan.
Solange man auf normalem Wege bleibt, und nicht anfängt sich bei den Dozenten/Profs widerlich einzuschleimen, sie zu bestechen oder was auch immer, sehe ich da kein Problem... Man muss nur eben wissen, wo solche Grenzen liegen und z.B. auch nicht sinnlos mit der Lehrperson rumdiskutieren, weil man unbedingt Recht haben will.

> Aber daran dachten wirklich die wenigsten, die sich über diese "Ungerechtheit" beschwert hatten. Stattdessen wirft man solche Begriffe wie "Penisneid" in die Runde. Bis heute habe ich keine Ahnung was das bedeutet!

Achtung, "Klugscheißerei" meinerseits:
Spoiler
Kommt von unseren lieben Freund Sigmund Freud, der das Phänomen damit beschreibt, dass Mädchen in Kindheit den Unterschied zwischen sich und Jungen entdecken - sie haben keinen Penis. Weil sie keinen haben, denken sie sich aus, dass der ihnen halt im Nachhinein "geklaut" wurde und sie werden neidisch auf die Jungs, die dieses fehlende Körperteil haben. Die Mädchen fühlen sich minderwertig und sie versuchen das entsprechend irgendwie zu verarbeiten. Sei es nun, weil man die Mutter deswegen ebenso ablehnt, den Vater stattdessen begehrt oder Verhaltensweisen von Männern imitiert (z.B. mit einem Gartenschlauch so tut, als hätten sie halt einen Penis) bzw. Rollenmuster der Männer annimmt. Inwiefern dass von Freud berechtigt war, ob das bei allen Mädchen auftritt, etc., sei dahingestellt.

Generell aber am besten nicht dran aufhängen... Diskussionen werden nun mal leider hitzig - vor allem schriftlich. Dinge, die andere als neutrale Aussage sehen, werden von Person X unter gegebenen Umständen als aggressiv betrachtet, und der andere gibt Konter... Grund, warum ich Foren immer ein bisschen anstrengend finde. Aber zumindest lässt man sich ausreden. ;)

> Da ich nun doch bestanden habe, muss ich mir deswegen nicht mehr solche Gedanken machen. Ich weiß nicht wie das Lohnverhältniss genau ist. Weil ich nie wirklich in der Situation gekommen bin arbeiten zu müssen. Bafög reichte immer ganz gut aus + Kindergeld.
Da ich sehr sparsam bin, ging das immer wieder gut. Nicht umsonst habe ich bis jetzt mit meinem ganzem Ersparnis leben können. Sonst wäre ich wohl wirklich aufgeschmissen gewesen.

Nein, das ist richtig. Das brauchst du in dem Sinne jetzt wirklich erst mal nicht, und solltest du auch nicht. ;)
Hätte ja sein können, dass da vielleicht mal ein Mitstudent was hat verlauten lassen. Ich war leider noch nicht mal in Spanien, als dass ich überhaupt irgendwelche Preise für Lebenskosten und Co. kenne. xD"

> Ich habe leider keinen Rückhalt.
> So gesehen kenne ich es gar nicht mehr wirklich wie es ist umarmt zu werden, wenn es einem wirklich schlecht geht. Es hilft einen minimal zu hören, dass man sich nicht so überanstrengen soll, denn man habe ja einiges geleistet. Aber das hilft einem nicht viel über das Problem los zu kommen.
> Man vermisst einfach diese zwischen Menschliche Nähe.
> Und die Tatsache zu wissen, dass jemand wirklich da ist um jemanden abzufangen. Aber ich muss das wohl komplett alleine durchziehen. Denn wie gesagt ist gar kein Verlass auf meine Mitstudenten. Ich weiß nicht voran das liegt. Aber ich habe das durch die letzten Projekte, Prüfungen wieder vor vorgeführt bekommen.

Ja das ist wahr... das kann leider auch niemand geben, mit dem man sich hier unterhält. Wir können zwar einander immer mit Worten stärken, bekräftigen, einen damit zum Nachdenken anregen oder so, aber letzten Endes ist es leider auch nur virtuell.
Obwohl ich auch glaube, dass diese "minimale" Entlastung immer noch davon abhält, dass einem ganz die Decke auf dem Kopf fällt.
Alleine Dinge durchziehen zu müssen (glaub mir, Verlässlichkeit bei Studenten naja... ich für meinen Teil bin da leider auch sehr skeptisch. Und das in einer sozialen Studienrichtung. *hust*), kann sehr, sehr anstrengend und auslaugend sein. Das ist dann wirklich so das Manko, was Ausland mit sich bringt, wenn man nicht zu zweit oder so wo hingeht. Man hat halt viel mit sich selbst und den Bedingungen zu kämpfen. Ich kann mir auch vorstellen, dass wenn man fertig ist, eine ganze Menge dazugelernt und gewachsen ist. (Voraussetzung natürlich, man hält's durch! xD")
Ich kann das leider nur denken und glauben und hoffen, weil ich halt noch nie einen Auslandsaufenthalt hatte (obwohl ich zumindest immer noch ein Work&Travel plane... :'D) ~ das stört mich gerade etwas. Ich mag es nicht, wirre Vermutungen und Hypothesen aufzustellen, ohne Belege für zu haben xD"

Spoiler

Das sind wirklich schon echt heftige Bedingungen... aber leider wohl weniger selten, als man denkt. Es ist schreckend, wenn man nämlich mal an glaubwürdige Berichte über Studentenleben und Co. erhält - egal ob nun Auslandsstudium oder hier.
Macht man solche Dinge aber halt fernab der Heimat durch, ist es immer noch eine größere Belastung, als wenn einem das hier passiert. Hier kann man schneller die Familie, Freunde und Co. erreichen. Hier kannst du schneller mal nach A und Z (Kosten jetzt mal nicht miteinbezogen), etc. etc. Und klar, das hast du eben drüben nicht... E-Mails und Internet hilft vllt. ein bisschen, auch mal ein Telefonat, aber wie du schon sagtest: eine Umarmung ist etwas ganz anderes und wirkt auf ganz andere Art und Weise.
Auch wenn ich jetzt eigentlich erstmal die Bezugsperson und die nähere Lage kennen müsste, um so etwas sagen zu dürfen, aber ich hasse es, wenn man Menschen Depressionen vorwirft oder sonstige Dinge. Das ist für mich genauso, wie die Zuweisung von doof = behindert. Das kann man jetzt nicht unbedingt miteinander vergleichen, klar, aber generell ist das ein Vorwurf, eine Zuweisung, die den Betroffenen schwer treffen kann. Und wenn so etwas erstmal draußen ist... naja... dann hole man bitte schon mal den Rettungsring, um sich aus dem Schiffsbruch herauszuziehen.
Ich muss mir in dieser Hinsicht einfach mal das "Privileg" nehmen und das so sagen... das ist eine Sache, die ständig und überall vorkommt. Ähnlicher Effekt, als wenn man zu wem sagt "Geh mal zum Psychiater!", ohne zu wissen, dass a) gewisse Unterschiede zwischen Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater bestehen und b) der Angesprochene sich dadurch extrem verletzt und angegriffen fühlen kann.
Man wirft schnell mit solchen Äußerungen um sich - das passiert. Aber die Folgen sind leider nicht immer die leichtesten.

Wenn man erst einmal etwas Einschneidendes erlebt hat, bleibt das ziemlich sicher im Gedächtnis erhalten. Ich z.B. habe generell Horror, beziehungsmäßige Schritte zu gehen, bzw. falsche Signale zu senden, weil ich nicht wieder erleben will, dass andere Person Kontrollwahn mir gegenüber ausübt, mich zu unrecht beschuldigt, etc. Das war an sich nur eine kleine Sache (klingt ehrlich schlimmer als es ist), aber es hat sich extrem eingeprägt und ich bin schnell auf 180, wenn ich merke, dass irgendwer Lügen oder falsche Tatsachen über mich bei Dritten erzählt.
Einzige Schwierigkeit: man kann solchen Situationen leider nicht immer entkommen und muss sich diesen Stellen. Ist an sich auch eine gute Sache, weil man sich daran "gewöhnt" und vielleicht auch neue Wege findet, damit umzugehen. Sich sozusagen bessert und man sich irgendwann einfach gar nicht mehr dran stört.. (kommt natürlich auf viele andere Dinge an: Schwere des Problems, eigene Bewältigungsfähigkeit, etc. etc.)
Wenn man aber dazu gezwungen wird, wie du es ja indirekt bist, weil du die Person jeden Tag sehen musst... das ist wieder was anderes, und das ist auch nicht leicht.



Das ist auch wieder eine Sache, wo ich nicht verstehe, dass man nicht drauf Rücksicht nimmt. Man kann sich doch z.B. nicht früher immatrikulieren. :'D
Aber ja, das ist so ein Moment, wo ich mir bloß denke "Danke Leute, bei euch könnte ich auch arbeiten! Wäre das gleiche Ergebnis!" ... Und vor allem sollte man denken dürfen, dass es nach solch einem Vorfall nie wieder vorkommt und die dazu gelernt haben. Aber nein, meist wird man eines besseren belehrt.
Juchu.
Und deswegen hasse ich den Postweg so sehr - gut, du kannst das natürlich per Einschreiben schicken, dann hast du die Quittung, dass du's rechtzeitig abgeschickt hast. Aber der Stress, der aufkommt, weil es nie ankam und man nachreichen muss, bleibt ja leider trotzdem.

> So etwas wird hier an der Uni nicht oft gesagt. Jedoch weißen viele Professoren darauf hin, dass man einen gewissen eigen Teil ableisten sollte um die Fächer zu bestehen. Zum Thema Multimedia habe ich einiges im Internet gesucht und so für die Prüfung Vorbereitung, weil die Folien nur eine Zusammenfassung waren, die nicht wirklich viel mit der Prüfung zu tun hatten.

Immerhin sind die Professoren und Dozenten meist so human zu uns und erstellen ein Script aus verschiedenen Literaturquellen, die wir begleitend lesen sollen. Es wäre sonst gar nicht möglich, sich das nötige Wissen anzueignen, weil ja in der Bibliothek auch nur max 3-4 Exemplare pro Buch vorhanden sind... und das auf teilweise 150-200 Studenten gerechnet... das funktioniert ja schon bei 80 nicht! (Und Fernleihe dauert, bis das Buch da ist!)
Das Problem ist halt nur, dass gerade diese eigenständigen Recherchen so viel Zeit fressen, die man gar nicht hat. Wenn man's aber nicht tut, muss man halt mit rechnen durchzufliegen. Das ist immer ein unangenehmer Zwiespalt, wie man sich die Zeit da einteilt. :-/

> Durch die ganzen Fächer und Projekte war ich immer wieder gezwungen Fächer sausen zu lassen. Ich merke das jetzt wieder, dass ich erneut Fächer sausen gelassen habe wegen den Nachsicht-terminen oder notfalls Nachprüfung.

Leider ein weiterer Punkt, den man nicht ändern kann, auch wenn man es will... Ich weiß nicht, wie es bei euch mit Anwesenheitspflicht ist - ich habe z.B. keine (sollte aber dennoch laut Studienordnung 75% da sein xD") und könnte natürlich beide Kurse zur gleichen Zeit belegen, aber da zahlst du dann die Rechnung, dass du nur die Hälfte jeweils mitbekommst und das ist nicht Sinn des Studiums, in dem du ja so viel wie möglich lernen sollst.

Also leider momentan auch "freiwillig" von der Uni bestimmt. Aber das stimmt schon, dass man solche Zusatzpunkte durchaus versuchen sollte zu erlangen, wenn sie einem echt den Kopf aus der Schlinge ziehen können.~
Insgesamt klingt das aber echt heftig und eindeutig nach zu viel.
Da würde ich dir am liebsten noch 'n Zweierteam zur freien Verfügung zur Seite stellen. OO"

> Freude kann ich eigentlich gar nicht mehr empfinden.
> Motivation schon eher...

Die Freude wird durch das andere Umgebende doch ziemlich gedrückt, hm? Ich kann nun sagen, dass es gut ist, dass du dennoch noch Motivation verspürst (das würde ich in dem Sinne jetzt schon fast nicht erwarten, weil so viel Stress ja auch darauf drücken könnte), das hält wenigstens den Antrieb wach, aber ist nun auch nicht das Nonplusultra.~

> Mein Studium zu beenden und endlich meinen geliebten Animationsmaster anstreben. Ich habe ehrlich gesagt die Schnauze voll von irgendwelchen Algorithmen oder Systemen, die ich in meinem Leben nie wirklich gebrauchen werde. Aber nur brauche um auf einen Blatt Papier einen "Titel" zu haben. Daher strebe ich an, das IT Studium zu beenden, egal ob der Durchschnitt eine 3 oder 3,3 sein wird.

Klingt auf jeden Fall nach 'nem eindeutigen Grund für den hartnäckigen Willen und die Motivation.
Es ist gut, wenn man solche festen Ziele hat und weiß, warum man sich dadurch arbeitet bzw. wofür. (Hätte ja durchaus sein können, dass sich das gar nicht mehr so deutlich herauskristallisiert, weil's so stressig geworden ist oder so... dafür kenn ich dich ja nicht gut genug! ;D)

> Wieder zu hören, dass ich unter Depressionen leide oder das ich ich wieder extrem verspannt sei. Noch einmal mache ich das Spiel nicht mit, mit jeden Tag einige Tabletten zu nehmen um mehr oder weniger funktionstüchtig zu sein.
> Ich hatte nur einmal den Fall das ich Beurlaubung erhalten hatte aufgrund einer Grippe Anfang Februar...

Hm, ja. Nach den vorherigen Ausführungen deinerseits, kann ich's verstehen, dass du davor Angst hast. ):

Spoiler

Gerade hinsichtlich dieser Erfahrungen dieser Art von "Stressbewältigung" und dass du dir dies so bewusst bist, zeigt für mich auf die jetzige Situation bezogen, dass du da wirklich gute und große Schritte nach vorn gemacht hast. Sei es jetzt von der Art her WIE du Stress bewältigen kannst oder eben auch deine eigene Belastungsgrenze.~

Klar, aber selbst wenn es eigene "Schuld" ist, kann man sich ja trotzdem mal beschweren! ;) Einfach auch, um das mal loszuwerden. Ich meine, es ist ja nicht so, dass man nicht weiß, was einem dadurch ermöglicht wird oder was man dazu lernt. Man kennt ja mit der Zeit auch die positiven Züge, die solch ein Aufenthalt bietet.
Das ist wohl so das, woran man sich immer halten muss... dass man für viele Dinge bestraft wird, weil man mehr erreichen will als andere (o.Ä.), ist ja eben leider nicht nur bei solch einer Situation der Fall. Du wirst mit dem ganzen Bafögmist bestraft, weil du dich höher bilden willst. Du wirst bestraft, weil du arbeiten gehen willst, etc. Das nimmt irgendwie kein Ende. Bedrückend. ^^°

> Mag nun seltsam klingen. Aber ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie das ist umarmt zu werden. Geschweige den geliebt zu werden (ebenfalls platonisch). Das einzige was ich immer wieder eingestehen muss, dass viele neidisch auf meine Leistungen sind und sich deswegen von mir immer mehr distanzieren (dadurch habe ich einige Kontakte verloren).

Solange man nicht mit seinem Wissen und Leistungen angibt, kann ich nicht nachvollziehen, dass man deswegen auf diese Leistungen so extrem neidisch ist. Dafür bin ich einfach nicht der Mensch...
Ist für mich fraglich, ob diejenigen vielleicht der Meinung sind, dass sie deswegen lieber ein cooles Unileben haben wollen als alles andere...!? Dafür denke ich zu weit voraus. Partys, Chillen und Co. in der Uni sind zwar gar nett - aber das hilft mir für meinen Abschluss auch nicht. Ab und an okay, aber bitte keine Übertreibung.
Davon mal abgesehen, dass jeder eine andere Leistungs- und Lerngrenze hat. Manche können sich nun mal so anstrengen wie sie wollen und werden nie 1,0 erreichen, anderen fliegt es zu und die nächsten arbeiten dafür hart. Dass man daraus aber immer gleich einen Elefanten machen muss, kann und will ich nicht verstehen. D:
Das ist einfach nur traurig. (Ja, ich bin ein Mensch, der soziales Miteinander schätzt - ... aber zwischen "schätzen" und "selbst erleben" besteht leider der Unterschied. Meine Freunde habe ich persönlich komplett außerhalb der Uni. Ich komme mit den meisten Studenten meines Alters nicht klar... eben weil sie solch eine "kindische" Einstellung haben.*)

> Und wehe das wird wieder als "Frust" aufgefasst. Das sind nun mal die Tatsachen über die ich nun mal nicht stolz bin.

Ich wüsste zumindest nicht, wo man das als Frust abstempeln sollte. Es ist frustrierend, dass man in so einer Situation steckt, aber die Situation und die umgebenden Dinge sind nun mal vorhanden und nicht einfach nur herbeigezogen bzw. aufgebauscht. :-/


* In Anführungsstrichen deshalb, weil bekanntlich jeder ne andere Auffassung hat, wie er sein Leben führen will. Mein Stil ist es aber eben nicht.^^°



...~ If you're up high, all the stuff which is confusing suddenly becomes crystal clear ~...



Von:   abgemeldet 05.04.2011 18:07
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Wieder zum Thema:
War heute beim Arzt....
Weil ich wieder einmal extrem verspannt an der Schulter bin.
Heraus kam das ich da einen Knoten habe der folgendes verursacht hatte...
Das es mir mitten in der Vorlesung extrem Schwindelig geworden ist.
Ich habe die Wahl eine Physio aufzusuchen oder 5 Tage Myolastan zu nehmen...
Da der Physio nicht umsonst ist habe ich mich für das Myolastan entschieden -.-"

Spoiler


Nun würde ich gerne erfahren wie ich am besten Druck an das Amt ausüben kann. Denn ich habe ja nun alles im ersten Semester bestanden und weiß erneut wieder nichts von denen. Sollte ich das mit der Schulter erzählen wie auch das ich nur noch mit dem Geld, was ich habe nur noch einen Monat auskomme?

==========================================================================

@Ikeuchi_Aya

Also ganz so einfach ist das nicht. Denn man muss zu allen Vorlesungen erscheinen.
Spoiler

Je nach Fach (Semester 1 oder ein ganzes Jahr) darf man maximal 3 Mal unentschuldigt fehlen, sonst wird man automatisch als nicht bestanden ins Zeugnis notiert.
Jedoch ist der ganze Aufbau weit besser geregelt wenn es darum geht wie die Prüfungen verlaufen. Jeder Student muss Zwischenprüfungen ableisten wie auch Hausaufgaben, die benotet werden. Durch die ganzen Punkte ist es einem wirklich erleichtert zu bestehen. Anstatt im alten System ist man gezwungen sich alles selber anzueigenen und in einer Prüfung es dann zu präsentieren. Je nach Fach wird notfalls eine Sonderleistung erwartet um sich weitere Punkte zu sichern oder das Fach wird in Projekt / Projekt + Endprüfung. Aufgeteilt.

Zum Beispiel in meinen einigen meiner Multimediafächer musste ich im knapp wöchentlichen Tagt Abgaben präsentieren. So entstand dann die Endnote. Sonst hatte ich die Möglichkeit direkt in eine schriftliche Prüfung zu gehen.
Oder in einem weitere Fach sieht es bei mir so aus, dass ich 2 Hausarbeiten schreiben kann um so weitere Punkte zu sichern, die mir das bestehen notfalls erleichtern können.

Das Spanische Punkte/Notensystem sieht wie folgt aus:
10 - 100% - 1
9 - 90% - 1.3
8.5 - 85% - 1.7
8 - 80% - 2
7.5 - 75% - 2.3
7 - 70% - 2.7
6.5 - 65% - 3
6 - 60% - 3.3
5.5 - 55% 3.7
5 - 50% - 4
4.5 - 45% - 5
4 - 40% - 5
3 - 30% - 5
2 - 20% - 5
1 - 10% - 5

Jede Prüfung hat eine Höchstzahl von 10 Punkten. Daher ist es wirklich einfach zu errechnen wie viele Punkte einem zum bestehen oder nicht bestehen fehlen.



Ich bin sogesehen noch im "Diplom"-system.
Spoiler

Es gibt/gab 3 Arten von "Diplom" hier in Valencia im Bereich Informatik.
+ Ingeniero Técnico en Informática de Gestión - Diploma in Computer Management (3 Jahre)
+ Ingeniero Técnico en Informática de Sistemas - Technical Engineering in Computer Systems (3 Jahre)
+ Ingeniería Informática - Computer Engineering (5 Jahre)

Der Bachelor wird als "grado" bezeichnet.
Grado en Ingeniería Informática - Degree in Computer Engineering
Das ist eine Zusammenfassung der 3 IT-Titel für eine Regelstudienzeit von 4 Jahre.



> Ah, aber ich sehe gerade, dass du etwas weiter selbst schreibst, dass die alten Studenten unter der Umstellung leiden. Dann deckt sich das ja (leider) mit meinen Ausführungen. Fast genau die gleiche Problematik.^^°
Ich habe auch nicht gesagt wie es davor wirklich gewesen war...
Ich studiere inzwischen schon knapp 3 Jahren an der UPV.
Das erste Jahr verlief es so, dass die Nachprüfung im Juli gewesen war von den Fächern, die man im 1.Semester (Januar-Feburar) nicht bestanden hatte. Jedoch änderte sich das, weil einige Studenten in der Kommission meinten, dass es ein kleines Chaos ist wen man für die Prüfungen vom ersten Semester noch dazu die Prüfungen vom zweiten Semester hat.
Spoiler
Mit erstem Semester meine ich das WS!!!!
Und zweites Semester -> SS!

Daher hatte man sich letztes Jahr darauf geeinigt die Prüfungen direkt nach den Osterferien zu verlegen vom ersten Semester. An sich eine ganz nette Möglichkeit etwas Zeit zu finden um für die Fächer zu lernen. Nebenwirkung, man verlor dadurch mitten im Semester ein Monat!!!!
Einigen hat das wieder nicht wirklich gepasst... so gesehen wurde das ganze wieder einmal verändert. Und da man es an den Bachelor anpassen wollte. Knallte die Nachprüfungen direkt im März rein. Also was wohl zu folge hatte, dass man während den Vorlesungen zusehen musste alles zu planen um die Nachprüfungen zu bestehen. Man muss sich vorstellen, dass man Im Januar die ersten Prüfungen hatte (fast ganzen Januar!!!).
Und im Februar ging das Semester wieder los. UND im März folgten die Nachprüfung?!
Also herzlichen Glückwunsch an die Studenten, die noch im alten System sind. Denn die Bachelor-leute hatten während der Prüfungszeit im Januar nicht mehr so viel zu Leisten wie die anderen, da sie wie gesagt davor schon einige Noten erhielten oder besser gesagt schriftliche Zwischenprüfungen abgeleistet hatten.
Spoiler

Für mich kam es gar nicht in Frage zu wechseln, da mein Studium ein weiteres Jahr länger Dauern würde und ich wüsste nicht wie ich der Behörde erläutern sollte. Reicht schon, dass ich dieses Jahr so extrem gestresst bin, weil ich leider einige Fächer mehr habe als es im Jahr nun mal üblich ist.
Ebenfalls gibt es einige Fächer gar nicht mehr in dem neuem Studiengang oder neue Fächer sind dazu gekommen. Da es nun mal eine Mischung aus 3 "Studiengängen" ist. Es ist schon fast eine Wissenschaft für sich mit dem ganzen Chaos klar zu kommen.
Intern herrschen immer noch einige Probleme zu diesem Thema.
Noch dazu ist der Plan noch nicht ganz fertig erstellt. So gesehen weiß ich nicht wie das aussieht mit den Fächern, die in den anderen Jahrgängen dran kommen. Ein Wechsel lohnt sich für die Studenten, die es nun mal nicht mehr packen ihr Studium innerhalb 2 Jahre zu bestehen.

Der Nachteil durch den Wechsel. Nächstes Jahr gibt es keine Vorlesungen von den Fächern aus dem zweiten Jahr (2 & 3 Semester) im alten System. Daher wird es wieder so sein, dass man wirklich betten muss Glück bei der Fächerwahl zu haben. Denn es wird nur eine "Wiederholungsvorlesung" angeboten.
Normalerweise haben wir freie Wahl um welche Uhrzeit wie die Vorlesung besuchen, da es verschiedene Gruppen gibt. So ist die Menge der Studenten auf etwa 40-50 begrenzt. Ich habe das Glück, dass ich nun alle Fächer aus dem ersten Jahr bestanden habe (mir fehlte nur ein Mathefach, was für ein ganzes Jahr war).

Im zweiten Jahr fehlen mir nur noch 3 Fächer (1 ganzJahr fach, 2 SS) und vom letzten Abschlussjahr fehlt mir nur noch die Abschlussarbeit. Da ich mich Spezialisieren musste, als Zusatzleistung des Studiums. Fehlen mir im Bereich "Multimedia" nur noch 2 Fächer (=> Projekte).




> Mh~ okay, das ist wirklich eine miese Sache. Ich meine, jeder entscheidet natürlich selbst, ob er dann am Ende die Prüfung antritt oder nicht, manchmal ist ein Rückzug auch ganz gut - aber wenn es immer dieselben Leute sind, die so was machen, nun ja... Das ist schon blöd. :-/
Ist es wirklich so.
Daher habe ich kein Vertrauen mir auf diese.
Denn ich habe selber gesehen, dass ich weit besser alleine vorankomme. Entweder lenken sie mich zu sehr ab oder sie kommen mit meiner Leistung nicht ganz zurecht. Sprich mit meiner Geschwindigkeit alles zu erlernen in kürzester Zeit. Zwar nicht mit wirklich den besten Noten, aber eine 3 Zu bekommen ist wirklich ein Akt für sich.
Vor allem sehe ich hier eine minimale Problamatik der Sprache. Ein Muttersprachler erfasst den Sachverhalt minimal anders auf als jemand der die Sprache erst erlernt. So kam es schon einmal vor, dass ich zwar die Aufgabenstellung mehr oder weniger richtig verstanden hatte, jedoch war meine Begründung nicht ausreichend, weil die Professoren etwas mehr an Vokabular erwartet hatten.
Spoiler
Ich habe bis jetzt in den ganzen 3 Jahren nur einmal die Erlaubnis gehabt ein Wörterbuch in eine Prüfung mitzunehmen, weil der Aufgabenteil sehr Themenrelevant gewesen war. Sonst habe ich mir das ganze Informatiktechnische Vokabular selbst angeeignet oder notfalls in der Prüfung den Professor gefragt was das jeweilige unbekannte Wort bedeutet.
Von daher muss ich etwas mehr Leistung erbringen wie die Muttersprachler.

Bitte vergleicht das bloß nicht mit Studieren im englischsprachigen Raum. Es ist schon ein gewisse Unterschied zwischen der Englischen und der Romanischen Sprache. Das soll nicht bedeuten, dass ich keine Respekt vor den Leuten haben die in englischsprachigen Gebieten studieren. Zum Beispiel respektiere ich sehr wie JRF mit der Situation umgeht.


Es gibt einen festen Prüfungskalender.
Ich habe die Wahl ob ich mich präsentiere oder nicht. Leider weißich nicht genau wie oft man eine Prüfung nicht schreiben darf. Von dem was ich gehört habe, gibt es eine kleine "Grenze" um zu vermeiden, dass man ewig Student ist. Nur kann ich dazu nicht wirklich viel aussagen. Ich müsste das in der "Prüfungsordnung / Studiumplan" nachlesen.
Ich hatte leider immer wieder das Pech, dass die Prüfungen sich zum Teil Überschnitten hatten mit anderen Fächern. Von daher verläuft es nicht ganz so glatt.
[spoier]
Ich schrieb am 18 Januar zwei Prüfungen mit einer jeweiligen Dauer von 3 Stunden. Eine um 9 Uhr morgen, die andere um 16Uhr. Wirklich angenehm ist es nicht wenn man zwei Prüfungen schreiben muss.
Einer meiner Unibekanntschften hatte es noch krasser. Er musste aufgrund des Chaoses, was herrscht an einem Tag 3 Prüfungen, jeweils mit 3 Stunden Prüfungsdauer an einem Tag schreiben.
[/spoiler]

> Habt ihr aufbauende Module? Also auch diese zulassungsbeschränkten "Sie dürfen erst Modul X besuchen, wenn sie vorher Modul a,b,c abgeschlossen haben" ?!
Nicht direkt ganz so wie in Deutschland jedoch gibt es einige Regeln.
Die dem einen Studenten wirklich Steine gegen die Füße werfen kann. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nie wirklich die Situation oder das Problem hatte.

Durch den Wechsel von Deutschland nach Spanien wurden mir einige Fächer angerechnet. So kam es am Ende dazu, dass mein Studium wirklich ein kleines Fächerchaos gewesen war. Ich bestand in Deutschland einige Fächer, die aus dem ersten, zweiten und dritten Jahr waren, im Spanischen Unisystem.
Daher musste ich schon die letzten 2 Jahre darauf schauen, dass ich es ins letzte Jahr "ohne" Probleme schaffe.

Spoiler

1. Zur Anmeldung für einen Kurs in einem Kurs oder Semestereinschreibung ist eine notwendige Bedingung aller unerledigten Kurse oder vorherigen Semester nötig.

2. Die maximale Anzahl der Kern Kredite, die jeder Student pro akademischen Jahr haben kann liegen bei 80 Kredits.

3. (schreibt über die Berechnung der maximal Kredits, die jeder Student haben darf, um sich nicht zu "überfordern").

4.Die maximal Anzahl der Kredite in der Immatrikulation liegt bei 120.

5. Ein Student kann jährlich registrieren, mindestens so viele Kredite als Kern-oder Pflichtfächern des Vorjahres übertroffen werden, sofern kein Verstoß unter den Nummern 1 und 2 beschrieben.

6. Die Ständige Central Board kann davon absehen, aus Gründen, als gerechtfertigt angesehen werden, um mit allen Bedingungen der Registrierung angezeigt nachzukommen. Wenn nicht, können die Schüler an den Unterausschuss für Kontinuität und Fortschritt Überwachung von Studenten der UPV appellieren.
(mit anderen Worten es kann vor kommen, das die Administration einen sagt, dass man zu viele Fächer belegt hat und somit nicht zugelassen wurde in einigen Fächern).

7. Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Prüfungen, aber ab dem fünften Versuch wird von Prüfungskommission bewertet.

Nach dem Beenden des ersten Jahres, sollte zumindest ein Kern/Pflicht-fach bestanden worden sein.

Am Ende des zweiten Jahres der Immatrikulation müssen mindestens 30% des Kerns oder zwingend das erste Jahr bestanden haben.

Am Ende des dritten Jahres der Immatrikulation muss mindestens die gleiche Zahl von Krediten der Krediten insgesamt für das erste Jahr, von denen mindestens 75% im ersten Jahr zu Themen entsprechen bestanden haben.

Sprich, wenn man das dritte Jahr anfangen möchte, muss man 75% der Fächer aus dem ersten Jahr bestehen und wie gesagt alles aus dem zweiten Jahr was fehlt.


=======================================
Kredite die es gibt:
- Kern - 112.5
- Pflicht - 49.5
- Zusatz -> freie Wahl - 22.5
- Optional -> Spezialisierung - 34.5 *(üblich erst im dritten Jahr!!!)
- Abschlussarbeit -> 6

Jedes Jahr werden 75 Kredits angefordert, wobei die Verteilung der Kredits unterschiedlich ist!!!

TOTAL = 225




> (Das ist z.B. das, was bei mir ständig extrem reindrückt und warum ich dann nächstes Wintersemester zusehen muss, sowohl das benötigte Grundmodul mit der Klausur zu bestehen, als auch das daraus sich ergebende aufbauende... sonst bedeutet es mindest ein Semester ranhängen (und das nur wegen eines Kurses!) :-/)
Das habe ich damals im deutschen System nicht wirklich verstanden. Ich glaub ich wäre ins 3 Semester gekommen, weil ich nur durch 4 Prüfungen insgesamt durchgefallen war in den beiden Semestern zuvor. Jedoch bin ich mir nicht mehr wirklich sicher. Zu einer Eximmatrikulation gab es. Weil ich in Spanien die fehlenden Fächern nicht aufholen konnte. So gesehen wurde ich von der Uni gekickt obwohl ich im Ausland war und es keine wirkliche Möglichkeit gab die Fächer im Ausland nach zu holen.
Daher entschloss ich mich am Ende dort zu bleiben.

> Das ist sozusagen die Wiederholungsmöglichkeit, wenn man eine davon nicht bestanden hat, richtig?
Genau, so ist es.
Es ist so eingerichtet, dass man eine Prüfung 2 mal im Jahr schreiben kann. Die erst Prüfung, danach folgt eine Nachprüfung/Wiederholungsmöglichkeit. Das ist fest im Uniplan eingerichtet. Jedoch weiß ich nicht ob die Bachelor das ebenfalls noch so haben...

> Und dabei sollte es eigentlich möglich sein, dass man das Studium ohne Probleme wechseln kann, ohne, dass man dafür gleich bestraft wird... aber nun ja. D:
> (Soll nicht heißen, dass ich ständige Hin und Herspringer begrüße - das finde ich nämlich auch nicht in Ordnung!)
Wie du sehen kannst, bin ich nicht die einzige die wirklich Opfer bringen müsste aufgrund des Studiums. Man sagte mir im voraus als ich den Wechsel beantragt hatte, dass sie mir nicht versichern können, dass sie alle Fächer anrechnen werden.

> Dann können wir uns die Hand reichen bzgl. unserer Mütter bzw. Eltern. Die Gebühren finde ich persönlich echt heftig, auch wenn ich weiß, wie viel meine eigene Ausbildung theoretisch kostet und das im Vergleich gesehen noch wenig Gebühren sind.
> Es ist nur eben ein Unterschied, ob du nun 1000€ bezahlst oder es bei mir ~500€ sind, die man berappen muss.
> Noch dazu kommen bei dir ja eben Unterhaltskosten, etc. die ich nicht habe.~
Zahlst du 500€ pro Semester oder pro Jahr?
Ich zahle pro Jahr 1000€ aufgrund der Fächer, die ich habe. Die Immatrikulationsgebühren verlaufen über die Anzahl der Kredits die haben im Jahr haben wird. Noch dazu gibt es hier bei einen kleinen hacken. Wenn ein Student ein Fach wiederholen muss, muss er für dieses Wiederholen etwas mehr bezahlen. Also kann es wirklich teuer werden, wenn man ein Fach immer wieder nicht besteht.

1.) erstes mal wiederholen -> 25% <--- muss man mehr für die Kredits zahlen
2.) 50%
3.) 75%
4.) 100%
5.) 125% <--- glaube ich ....
Jeder Kredit entspricht etwa 10€
Also ein Fach das 12 Kredits hat, wären das schon 120€
Und wenn man dieses 4 mal nicht bestanden hat... 240€

> Was wären jetzt die Konsequenzen, wenn du die jeweilige Prüfung nicht schaffen würdest? Müsstest du dann das Jahr sozusagen "wiederholen" oder droht die direkte "Exmatrikulation" ? Das habe ich jetzt noch nicht ganz begriffen, wie es bei euch läuft.
Soweit nicht, nur das ich noch ein weiteres Semester hätte und das Bafög mir für die Zeit vom Juli bis jetzt nichts zahlen würde, weil ich die Bedienung das Studium innerhalb von 12 Monaten nicht erfüllt hätte.
Also rein Bürkratisch. Denn wenn ich wollte hätte ich das ganze ruhig etwas lockerer betrachten können. Aber da ich auf das Geld angewiesen bin... geht das nicht so einfach.

Ich muss selber zugeben, dass es schon ein Unterschied ist wie man durchgefallen ist und ob es da wirklich Konsequenzen gibt. Denn ich kenne einen anderen Fall, wo ein Professor einen Studenten wirklich knallhart ins Gesicht gesagt hatte, dass es ihm scheiß egal sei ob er auf das Geld angewiesen ist oder nicht, weil er nun mal in der Prüfung wie auch allgemein nicht nachweisen konnte, dass er wirklich hohes Interesse hat das Fach zu bestehen.
Da ich dies aber nachweisen konnte wie auch mit einigen Dokumenten vom Bafög. Wurde mir ausnahmsweise dies Gewährleistet aufgrund meiner Zusatzpunkte, die ich ebenfalls erbracht hatte.
Spoiler

In dem Fach war es so geregelt das man maximal 1Punkt erreichen konnte zusätzlich. Jedoch musste man in der Schriftlichen Prüfung eine 4,5 erreichen, damit dieser Punkt dazu gerechnet wurde.
Ich hatte 0,7 Punkte zusätzlich.
Geschrieben habe ich eine 3,8.
So an sich wären das ja eigentlich nur 0,5 Punkte gewesen, die mir zum bestehen gefehlt hatten. Doch aufgrund dieser eigenartigen Regelung musste ich auf die Grenze von 4,5 Kommen, was nur mit Hilfe von 0,7 Punkten in der Prüfung möglich wäre. Daher habe ich den Professor wirklich gefragt ob man da nichts machen könnte, denn wie man sehen kann ist das fast nichts... also 5 - 7% mehr hätten mir gefehlt zu bestehen...

Die Prüfung am Montag bestand ich ziemlich gut.
So schaffte ich sogar 0,8 Punkte zu erreichen und zuästzlich meinen 0,7 Punkten, habe ich es nun mit einer 5,3 -> 53% geschafft. Das Fach war sowieso nicht meine Stärke.
Das würde mehr eine 3,7 entsprechen als einer 4.



Trotzdem verstehe ich nicht wirklich wie man soetwas in meinem Fall schreiben kann. Denn ich kann nichts daran erkennen was mit Penisneid wirklich zu tun hat.
Oder liegt es daran das ich nun mal in einer Fachrichtung bin, wo es nun mal wirklich viele Männer gibt?

> Das Problem ist halt nur, dass gerade diese eigenständigen Recherchen so viel Zeit fressen, die man gar nicht hat. Wenn man's aber nicht tut, muss man halt mit rechnen durchzufliegen. Das ist immer ein unangenehmer Zwiespalt, wie man sich die Zeit da einteilt. :-/
So geht es mir auch, obwohl man so viel Material zu verfügung hat. Wird trotzdem ein sehr Hoher Anteil der Zeit angesprochen. Ich sage nur 2 Themen Datenbanken-Design, die wirklich von der Aufgabenstellung kurz sein können und schnell lösbar, wenn man es wirklich 100% versteht!

Leider habe ich wieder einige Arbeiten, die ich zusätzlich erbringen kann, um Zusatz-Punkte zu erreichen. Ausnahmsweise in Gruppen , besser gesagt in zweier Teams. Da ich die Freundin meines Mitbewohners sehr gut kenne und weiß das sie sehr arbeitswillig ist, wird das hoffentlich nicht ganz so stressig verlaufen wie es davor immer gewesen war. Denn 0,8 Punkte zusätzlich sind schon eine ganze feine Sache.
Zuletzt geändert: 05.04.2011 23:50:19



Von:    JRF 06.04.2011 04:18
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Fände es auch toll, wenn mir jemand einen Rat geben könnte mit meinen Mitstudenten, wie ich da umgehen soll, sie auf der letzten Seite.
Ich mach' mir wirklich Sorgen, dass das nächste Trimester ätzend und anstrengend wird, auch weil sie Gerüchte verbreiten. :-(



Von:   abgemeldet 06.04.2011 13:47
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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@JRF:

So wie ich es verstehe studierst du so etwas wie Bellas Artes.
Ich kenne einige der Studenten, die das in Valencia studieren. Und bei denen ist der Arbeitsanteil sehr hoch. Sprich es gibt kaum Theoretische Prüfungen jedoch praktische. Also fast so wie du das beschreibst...

Für mich ist das wirklich nicht nachvollziehbar, dass die Regelung zum Bestehen des Faches wirklich so krass darauf ist. Trotzdem finde ich es doch sehr belastend wenn die Mitstudenten einen wirklich Steine auf den Weg legen.
Auch die Tatsache, dass du wie ich keine wirklichen Ferien hattest. Muss ich zugeben, das deine Situation doch eine stuffe härter ist als meine. Daher kann ich es wirklich nachvollziehen wie es dir geht. Dann noch die tragische Geschichte mit der Beziehung. Ich hoffe sehr das es dich nicht zu sehr umgehauen hat...

>Und jetzt dachte ich "Nächstes Semester kannst du selber einteilen, da kannst du dir ein bisschen Verschnaufpause gönnen." Hahahaha!
Und da kann schon der Fehler liegen.
Das selbe habe ich mir auch gedacht, als ich meinen Stundenplan so schön zusammengestellt hatte. Und trotzdem muss ich feststellen, dass es weit mehr arbeit ist als ich es errechnet hatte...

Ich hoffe sehr das du dich daheim von deiner Mutter etwas verwöhnen lassen kannst nachdem ganzen Stress mit deinen "Kollegen". Das selbe habe ich ebenfalls vor in Ostern um endlich von dem Stress hier los zu kommen.
An sich wie du es sagst, kann das Studium im Ausland wirklich viel Spaß mit machen. Jedoch it der störende Punkt dabei, dass man notfalls aufgrund seiner Nationalität wie das letzte behandelt wird.

Gibt es wirklich garkeine Möglichkeit mit anderen zusammen zu arbeiten?
Wenn nein, kannst du dich mit ihnen nicht wirklich einmal zusammen tun und aussprechen. Fragen was ihr Problem sei?
Ich weiß wie ätzend das sein kann, wenn man einfach Probleme mit anderen Studenten hat. Manchmal muss man da sich durchbeißen oder versuchen mit ihnen zu reden. Vielleicht kann das die Situation etwas beheben. Aber ich glaube eher weniger das die sich mit sich reden lassen (von dem was du da schreibst).

Kannst du da nicht mit einem Professor reden?
Falls es wirklich so extrem mit den Gerüchten sein sollte. Würde ich notfalls die Administration wie auch die Zuständigen Professoren benachrichten. Denn das was die Mitstudententreiben ist schon ein "Rufmord" meiner Meinung nach.

Ich hoffe sehr das sich das ganze hoffentlich klären lässt!!!!!



Von:    Kiranari 06.04.2011 14:28
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ich wollte auch mal was schrieben was mich schon seit Jahre beschäftigt

Ich habe Probleme mit Beziehungen /Partnerschaft
Sie enden so plötzlich bei mir und mir wird kein Grund genannt warum nun mein Partner sich von mir trennt.

Es ist immer so das es ganz gut läuft einige Monate und dann plötzlich ne SMS , Email oder ENS das die Beziehung vorbei ist die Person mag nicht mehr ohne Grund einfach so
Und das trifft mich sehr und ich weiß dann nicht ob es an mir liegt wen man mir das sagen könnte könnte ich vielleicht mich ändern aber so O-O
Ich bin einfach verunsichert und habe irgendwie angst jemals wieder Einbeziehung ein zu gehen wen ich eh jeden tag mit rechnen muss das sie vorbei ist
Stehe wie eine Pfingstrose, sitze wie eine Seerose und gehe wie eine Lilie!
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Von:   abgemeldet 06.04.2011 14:49
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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> Und das trifft mich sehr und ich weiß dann nicht ob es an mir liegt wen man mir das sagen könnte könnte ich vielleicht mich ändern aber so O-O
> Ich bin einfach verunsichert und habe irgendwie angst jemals wieder Einbeziehung ein zu gehen wen ich eh jeden tag mit rechnen muss das sie vorbei ist

Manchmal liegt es einfach an dem Partner.
Ich selber hatte imme wieder das selbe Problem. Aber am Ende habe ich herausgefudnen, dass nicht ich die Person war, die etwas falsch gemacht hatte sondern der andere. Nicht das ich es direkt auf die andere Person schieben möchte. Jedoch scheint es wirklich so zu sein, dass sich manche Partner nun mal schwer tun etwas zu schreiben und die Beziehung so schnell wie möglich vergessen möchten. Sei es aus Beziehungsangst oder aus sonstigen Gründen (z.B. Probleme mit seinen Gefühlen).
Vielleicht war es einfach nur zu viel für sie gewesen, dass es sie am Ende verunsichert hatte und sie die Beziehung in Frage gestellt hatten.



Von:   abgemeldet 06.04.2011 15:04
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
@ShiroyamaKira

Kann viele Gründe haben. Man könnte hier Elen lang diskutieren über "Was, wie und warum".
Die Einzigen, die Dir die Frage beantworten können, sind Deine "Ex-Freunde/innen". Doch die wollen wohl nichts dazu sagen.

Wobei es sehr Merkwürdig ist, dass eine Beziehung abrupt abgebrochen wird. Meist bannt sich so etwas im Voraus an.

Auch möchte ich nichts über Dich sagen, da ich Dich nicht kenne. Ob es an Dir liegen könnte? Eine gute Frage. Es kommt immer auf die Sichtweise der jeweiligen Person an. Dem einen könnte etwas an Dir gestört haben (was er vorher nicht so bemerkt hat. Sprich die rosarote Brille), wo wiederum jemand Anders, es als nicht störend oder auch anziehend findet/finden könnte.

Wenn es Dich sehr wurmt, warum die Beziehungen schlagartig abgebrochen sind, dann solltest Du Deine "Ex-Freunde/innen" festnageln und Sie darauf ansprechen.
Zuletzt geändert: 06.04.2011 15:29:33



Von:   abgemeldet 06.04.2011 16:09
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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> Es ist immer so das es ganz gut läuft einige Monate und dann plötzlich ne SMS , Email oder ENS das die Beziehung vorbei ist die Person mag nicht mehr ohne Grund einfach so
Also Schluss machen per SMS oder ENS sagt schonmal viel über die Personen aus um die es hier geht ^^' Alles in allem würde ich aber mal in den Raum werfen, dass sich vielleicht zu schnell auf eine Beziehung eingelassen wurde? Nicht selten ist ja genau das der Grund dafür, dass sie auch schnell wieder zu Ende gehen.

Aber verunsichern lassen solltest du dich davon nicht. Da war bisher einfach noch niemand "richtiges" dabei, das ist alles ^^ Wenn Beziehungen schon durch ENS oder SMS beendet werden, dann kann man schon sagen, dass die ohnehin niemals lange gehalten hätten.. einfach weil es wohl nicht passte, vermute ich mal. Irgendwann taucht auch mal wer auf, wo es passt, und dann gibt es all diese Sorgen und Probleme auch nicht mehr ^^
Not my fault, someone put a wall in my way.



Von:   abgemeldet 06.04.2011 17:35
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ich denke mal, dass abgemeldet schon den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
Es würde mich jedenfalls sehr wundern, wenn es sich hier um längere Beziehungen handeln sollte.
Manche Menschen neigen dazu, sehr schnell Beziehungen einzugehen (ich gehör(t)e auch dazu). Im ersten Moment findet man sich toll (manchmal findet man auch leider nur das Gefühl toll, nicht mehr Single zu sein), doch man kennt sich ja gar nicht.
Und dann, wenn man sich langsam kennenlernt, sieht man, dass es doch nicht so das Wahre ist.
Das heißt aber nicht, dass der andere zwangsläufig etwas komplett falsch macht bzw. sich unbedingt ändern sollte. Oft liegt man einfach nicht auf einer Wellenlänge oder man hat doch weniger Gefühle füreinander, als man sich erhofft hatte.
Trotzdem ist es natürlich unmöglich, dann einfach per ENS oder SMS Schluß zu machen - auch hier muss ich abgemeldet zustimmen: Das verrät schon viel über diese Personen...
Du solltest das aber wirklich nicht zu ernst nehmen.
Lass es beim nächsten Mal langsam angehen. Warte einige Dates ab, bevor du denjenigen wirklich als deinen "Partner" bezeichnest und lerne die Person erst richtig kennen.
Dann wird man auch nicht einfach so schnell Schluß machen.
~sleep all day, party all night,
never grow old, never die,
it`s fun to be a vampire(69)~



Von:    Yurippe 06.04.2011 18:29
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Ich denke auch, dass es nicht an dir liegt, dass die Beziehungen scheitern.
Aber es könnte etwas an dir sein, das dich dazu bringt, immer wieder solche Beziehungen einzugehen?
Contestshipping ohne Ende!
Meine Fanfics
abgemeldet zusammen mit Kimie_Yashi: Stage on!



Von:    Ladeniel 06.04.2011 22:35
Betreff: Kummerkasten ^^' (für alle die Probleme ... [Antworten]
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Fuer's Protokoll: Sich ENSen, als Freunde adden und dann einmal auf einer Con sehen gilt nicht als richtige Beziehung. Demnach sind derartige Enden auch vorprogrammiert, also, wenn es so oder so aehnlich war - mach dir nichts draus.
Mortal Instruments als Shonen-AI-Manga?! Fail.



Von:    ryosaebaxyz 06.04.2011 22:54
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Eine gute Redensart der Sioux Indiander war:

"Du kannst erst über einen Menschen urteilen wenn du zwei Wochen in seinen Mokkassins gestanden hast."

Soll heißen. Du musst mit deiner "Liebe" mindestens eine (besser zwei) Woche zusammengelebt haben. Wenn man dann noch zusammen ist, ist das eine gute Basis.

Ich spreche aus Erfahrung. Bei meiner letzten Beziehung hatte es nur solange gehalten, bis wir uns getroffen hatten. Dann nach etwa 3 Tagen zusammen sahs schon finster aus. Jeder hat am Anderen Eigenarten und verhaltensweisen gefunden, die nervend bis bedenklich waren. Das wir uns vorher 6 Monate online angehimmelt haben hat dann keine Rolle mehr gespielt.

Also Kopf hoch. Beim nächsten Mal wirds besser.
Zuletzt geändert: 06.04.2011 22:55:29



Von:   abgemeldet 07.04.2011 13:13
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> "Du kannst erst über einen Menschen urteilen wenn du zwei Wochen in seinen Mokkassins gestanden hast."
Wow.. das ließt sich wie etwas, wobei man am besten Gummistiefel anzieht :-/

> Ich spreche aus Erfahrung. Bei meiner letzten Beziehung hatte es nur solange gehalten, bis wir uns getroffen hatten.
Nichts gegen dich ^^'.. aber das war so wie das klang nie eine Beziehung. Das war eine Chatbekanntschaft in die wohl zu schnell zu viel hinein interpretiert worden ist. Das sollte man allgemein nie machen. Vom Chat in eine Beziehung zu springen, das endet meist gar nicht gut ;-) Wenn, dann sollte man erst mal den Realkontakt ausbauen und dann (!) weitersehen. Alles andere wäre sonst schon lange bevor es angefangen hat zum Scheitern verurteilt...
Not my fault, someone put a wall in my way.



Von:    ryosaebaxyz 07.04.2011 14:35
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Naja. Man muss sagen, dass wir vorher halt nicht nur gechattet haben. Wir haben viel am Telefon geredet und wir haben uns auch schon vorher getroffen. Da wars halt ne Convention und über einen Tag... Gerade genug um sich einen ersten Eindruck der echten Person zu machen.

3 Monate danach haben wir uns dann für diese Woche getroffen... War halt scheiße... Thatś Life...



Von:    Ryourin 07.04.2011 15:54
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[entfernt]
I always pass on good advice. It is the only thing to do with it. It is never of any use to oneself. (Oscar Wilde)
Zuletzt geändert: 11.02.2021 11:14:16



Von:   abgemeldet 07.04.2011 19:28
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> Das ist noch so ein Grund, warum ich mir ziemlich sicher bin, keine Wohnung vom Jugendamt zu bekommen...
Da wäre ich mir aber nicht so sicher. Mir kommt es häufig so vor, als würde das Jugendamt wegen so ziemlich jeder Begründung den Leuten eine Wohnung finanzieren ^^'

Aber da du sagtest, alleine zu wohnen wäre etwas, was dir auch nicht gut tun könnte, wäre vielleicht ja auch eine WG ganz ratsam..? Das wäre zwar auch nicht das Wahre, aber zumindest wäre man da nicht alleine, und finanzierbarer wäre es auch leichter.

> Ich weiß nicht, was eine normale Reaktion auf so ein Verhalten ist, aber ich will und KANN da nicht kuschen.
Es wäre aber vielleicht besser, wenn du - sollte soetwas nochmal vorkommen - es tätest. Das er dich schon am Hals packte und dabei bedrohte ist nämlich ziemlich besorgniserregend. Das ist schon eine "Geste", die weit über gewöhnliche Wutausbrüche und Drohungen hinaus geht.. und die Bände über deinen Bruder aussagt.

Falls es dich interessiert, was ich mir zu deinem Problem denke, dann ist es wirklich das. Ich denke mal für deine Sicherheit und auch dein allgemeines Wohlbefinden (Psyche) wäre das das beste wo anders unter zu kommen.. denn fest steht: Je häufiger du soetwas noch mitmachst, desto mehr Schaden wird es dir..

Neben dem Ausziehen und einer WG solltest du aber vielleicht auch mal überlegen ob es nicht wen gibt, bei dem du für eine Weile wohnen könntest. Das wäre zwar keine optimale Lösung, aber zumindest bist du so erst mal aus der Schusslinie deines Bruders, was dir - im Falle das er nochmal ausrasten wird - sicher nicht schaden würde..
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Von:    ryosaebaxyz 07.04.2011 21:00
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Tu bloß nichts unüberlegtes... Es gibt immer nen Ausweg. oO

Es gibt ne Menge Lösungen wenn du es nicht mehr aushältst und "einfach nur raus willst" speziell da es hier ein Fall von häuslicher Gewalt ist.

In der Regel sind es zwar meistens prügelnde Freunde, Ehemänner oder Eltern aber dein Bruder wird nicht ausgeschlossen. Häusliche Gewalt ist es trotzdem und da sollte es auch bei unserer chatischen Gesetzeslage kein Problem sein schnell weg zu kommen.

Ganz spontan fällt mir ein Frauenhaus ein, die gibt es überall in größeren Ortschaften und nehmen einen im Fall von Gewalt im eigenen Haus ohne Probleme und anonym für einige Zeit auf. Du solltest auf jeden Fall schnell dort nen Platz bekommen.

Du erhältst für ein paar Monate einen Platz und hast damit genug Zeit dir eine Wohnung zu suchen und neu anzufangen. Soweit ich weiss gibt es auch Unterstützung vom Staat für so einen Extremfall.

Am Besten rufst du in nem Moment, in dem du mal alleine zu Hause bist auch ein Sorgentelefon an (oder unterwegs per Handy. Die Nummern sind kostenlos). Dort sind Leute die dir schnell helfen, dich über die nötigen Schritte beraten und sogar noch mehr nützliche Tipps haben, was du noch tun kannst.

Das ist spontan das erste was mir einfällt. Hoffe die Infos helfen dir schonmal ein wenig.

Ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen, dass du den FSJ-Platz kriegst. Dann sind deine Probleme auf einen Schlag weg. Aber selbst wenn nicht gibt es noch andere Alternativen, so schnell wie möglich aus dem Haus rauszukommen.

Halte uns auf dem Laufenden und wenn es wieder Probleme gibt schreib auch mir. Ich helfe dir dabei eine Lösung zu finden.

Und wenn dein Bruder wieder so ausrastet, ruf die Polizei. Wenn irgendjemand im Haus die Sache runterspeilen will, wehre dich und bestehe zur Not darauf dass dich die Polizisten mitnehmen und du schnell ungehindert aus der Wohnung raus kannst.
Zuletzt geändert: 07.04.2011 21:36:10



Von:    Staand 07.04.2011 21:44
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Dein Bruder scheint ja ein gewaltiges Problem mit den Wort nein zu haben. Und da du die Schwächere bist kriegst du seine Wut ab.

Eigentlich ist mein Rat dann immer zu reden und ein Rollenspiel durch zu führen, sprich er ist du und du bist er. Aber das wird wohl nichts nützen, da er ein hohes Gewaltpotenzial in sich trägt.
Das muss bearbeitet werden, Gewalt und Agression treten nicht einfach so auf. In der Vergangenheit muss etwas vor gefallen sein. Ich würd sagen Familienteraphie, aber da würde dein Bruder wohl nicht mit machen.
Wichtig ist erstmal das deine Mutter und du zusammen an einen Strang zieht, sie muss ihn Grenzen zeigen und sagen das sein Verhalten nicht ok ist, aber daraus kann auch wieder folgen das er sich unverstanden fühlt.
Es ist eben eine sehr komplizierte Situation.
Aber was du nicht tun solltest ist ihn weiter Anstacheln, das du irgendetwas dagegen hälst, aber du sollst auch nicht vor ihn kuschen, das wäre nur ein Erfolg für ihn.
Am besten ist wenn du eine Psychologin aufsuchst (evt. gibt es auch kostenlose Beratung) die könnte dir dann Tipps geben wie du dich verhalten könntest.

Hat dein Bruder eig. ein Hobby? So wie Boxen oder etwas anderes sportliches?





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