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Weblog-Berichte zu: Eigene Serie



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(Weblogaktion Drabblezeit) In der Kürze liegt die Würze Animexx, Eigene Serie, Fanfics, Animexx, April, Aprilwetter, Drabbel, Drabblezeit, Eigene Serie, Fanfiktion, Wetter

Autor: Lupus-in-Fabula

 

deR aPRIL MACHT WAS ER WILL...
 
 
 
 
 
 

... ob Regen oder Sonnenschein. Lupus ist wieder auf der Pirsch.

 

Egal ob Drabble, Double-Drabble oder Triple-Drabble

Schreibt bis zum 15.05.22 ein Drabble. 
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Serena x Vitali Band 1 Szenen-Zusammenstellung Eigene Serie, Balance Defenders, Compilation, Pairing, Shipping, Szenen, Zusammenstellung

Autor:  Regina_Regenbogen

Ihr Lieben, da die letzten beiden Szenenzusammenstellungen mit ihrer Länge den Rahmen absolut gesprengt haben und Serena und Vitali von allen Pärchen im ersten Band gefühlt die meisten Szenen haben, habe ich entschieden den Beitrag nach Bänden aufzuteilen.  

 

Bei dieser Zusammenstellung ist mir aufgefallen, dass Serena und Vitali besonders am Anfang aufgeschmissen wären, wenn Vivien sich nicht einmischen würde. Die beiden sind einfach so ungeschickt darin, miteinander umzugehen! 

 

Außerdem sind sie gefühlt das Paar, das am seltensten miteinander alleine ist, außer wenn sie gerade einen riesigen Streit beilegen müssen. :'D Zumindest sind sie sich immer sehr bewusst, dass andere Menschen um sie herum sind, während Vivien und Justin ja manchmal solche Momente herstellen, in denen sie so ein bisschen in ihrer eigenen Welt sind. ;D

 

Lustigerweise ist Serenas und Vitalis gesamte Umgebung davon überzeugt, dass sie ineinander verliebt sind und zieht die beiden ständig damit auf. Dadurch dass die zwei - besonders Serena - immer sehr heftig darauf reagieren, reißt das natürlich auch nicht ab. 

Gut es gibt Ausnahmen. Justin macht sich darüber gar keine Gedanken, ihm ist nur wichtig, dass die zwei sich vertragen, zumal er sich bei solchen Themen niemals einmischen würde, und Ariane schließt es kategorisch aus, dass die beiden bei ihrem feindseligen Verhalten einander gegenüber irgendwelche romantischen Gefühle füreinander hegen könnten. Meistens zeigen sie diese ja auch leider nur in Eifersucht. ^^;

 

Serena und Vitali müssen sich halt überhaupt erst mal anfreunden, schließlich hat Serena allein damit schon riesige Probleme. Daher finde ich, dass man bei diesem Pärchen eigentlich eher von einer beginnenden Freundschaft sprechen kann. Für mehr sind sie einfach noch zu unreif - vor allem im ersten Band.

 

Und nun viel Spaß!

 

 

Band 1

Kapitel 2 Glockenspiel

Vor der Haustür verharrte sie und atmete schwer. Wahrscheinlich war ihr Gesicht jetzt noch blasser als sonst. Nur nicht an den Schulanfang denken. Luft! Luft! Sie brauchte -

Ihr Gedankenstrang riss. Eine unaussprechliche Empfindung durchschoss von einer Sekunde auf die andere ihr ganzes Wesen […]

Hektisch suchte sie die Gegend ab, den gepflasterten Weg von ihrem Haus bis zu dem weißgestrichenen Zaun. Doch sie fand nichts. Nichts, das auch nur annähernd den Eindruck machte, eine solche Sinnestäuschung auslösen zu können. Auf der anderen Straßenseite war nur ein schlaksiger, hellbrünetter Junge in ihrem Alter, der samt einigen Einkaufstüten gerade in eine andere Straße einbog.

 

Kapitel 3 Der Angriff

Das Mädchen stolperte mehr als es lief. Sein Wimmern war selbst aus der Entfernung zu hören. Schließlich verlor es endgültig das Gleichgewicht und stürzte zu Boden.

Vitali fackelte nicht lang. Er rannte der Fremden entgegen.

[…]

„Schnell!“

Vitali griff ohne große Reden nach ihrem Arm. Bevor sie reagieren konnte, hatte er ihren Arm um seine Schultern gelegt und rannte mit ihr los.

 

Kapitel 5 Unendliche Ebenen

Vivien wandte sich an Serena und Vitali.  „Ihr seid doch ein gutes Team. Deshalb solltet ihr zusammen laufen.“

Serena und Vitali zogen ungläubige Grimassen.

[…]

Serena und Vitali schauten einander finster an. Dann wandten sie sich gleichzeitig ab und stöhnten entnervt. Ohne weitere Diskussion nahmen sie sich schließlich bei der Hand.

Vivien kicherte.

 

Kapitel 7 Geheime Bekanntschaft

Vitali wirbelte zu ihr herum. „Halt die Luft an!“

Zorn schlug ihm aus ihrem Gesicht entgegen.

Plötzlich hielt Vitali ihr mit einem geradezu trotzigen Gesichtsausdruck die Hand hin. „Wir sind alle hier drin gefangen. Wir kommen alle hier raus!“

Serena starrte ihn an. Und reagierte nicht.

Vitali stand weiter da, ihr die Hand entgegenstreckend. Er spürte die erwartungsvollen Blicke der anderen. Doch langsam wurde es peinlich. Serena machte nicht die geringsten Anstalten, nach seiner Hand zu greifen oder irgendetwas zu entgegnen. Diese …!

Auf einmal gesellte sich eine Hand zu seiner, allerdings nicht die von Serena.

Strahlend war Vivien aufgesprungen und hatte ihre Hand auf die seine gelegt.

„Alle für einen!“, rief sie euphorisch und lud mit ihren Blicken die anderen dazu ein, es ihr gleichzutun.

Ariane und Justin folgten ihrem Beispiel. Aus einem ihm unerfindlichen Grund ließ sogar Secret sich darauf ein.

Nur noch Serenas Hand fehlte.

Sie stieß die Luft aus, als würde sie eine schwere Last loslassen, stand schließlich ebenfalls auf und legte ihre Hand auf die der anderen.

„Und einer für alle.“, beendete sie den berühmten Spruch.

 

Kapitel 8 Minenspiel

„Vermutlich ist es ihr lieber auf Secrets Muskeln zu fallen als bei dir auf Haut und Knochen.“, sagte Serena bissig und kam wieder auf die Beine.

Dass Vitali anscheinend mit Ariane flirtete, ging ihr gewaltig auf die Nerven!

„Alter, was –“  Vitali brodelte.

Vivien kicherte. „Serena will wohl von dir aufgefangen werden.“

„Was!“, schrie Serena.

Vivien zuckte nur mit den Schultern und betrat die gelben Kacheln, dabei die Arme wie ein Seiltänzer von sich gestreckt.

„Das ist nicht wahr!“, kreischte Serena.

Ariane lächelte Serena beschwichtigend an und folgte Vivien nach.

„Das ist nicht wahr.“, grummelte Serena.

 

Kapitel 9 Über Fallen

Serena getraute sich nicht, nach oben zu sehen.

Plötzlich wurde sie unsanft am Arm gepackt. Sie schrie auf. Die Angst, nach hinten zu kippen, war übermächtig.

„Ich falle!“, kreischte sie hysterisch. Ihre Gelenke waren nun vollkommen steif geworden. „Ich kann nicht mehr!“, jammerte sie den Tränen nahe.

„Du musst aber!“, brüllte Vitali aufgebracht und zerrte an ihr.

Sie hatte keine Ahnung, wo er auf einmal herkam.

„Halt dich an mir fest und versuch mit den Füßen Halt zu bekommen, klar?!“

Sie sah ihn ängstlich an. Ihr ganzer Körper war verkrampft.

„Mach schon!“

Sie konnte sich nicht rühren.

„Verdammt!“ Er stieg eine weitere Stange zu ihr hinunter. „Halt dich an mir fest!“, forderte er sie nochmals auf.

Dieses Mal griff sie nach seinem Arm und suchte mit ihren Füßen Halt, um näher zu ihm zu kommen. Schließlich schlang sie ihre entkräfteten Arme um seine Taille.

„Gut!“, rief Vitali und begann zu klettern.

 

Serena schluchzte erneut. „Es wäre doch besser, wenn ihr mich zurücklassen würdet.“

Vitali brüllte: „Hast du sie noch alle!“

„Ich bin doch bloß ein Klotz am Bein.“, winselte Serena.

Vitali packte Serena an der Schulter. „Alter, wenn du das noch mal sagst, hau ich dir eine rein!“

 

Kapitel 10 Im Mittelpunkt des Labyrinths

Serena verdrehte nur noch die Augen. Sie trat an Vitalis Seite und ging neben ihm in die Hocke. Sie wollte etwas möglichst wenig Unfreundliches sagen, war sich aber unsicher, ob das eine gute Idee war.

„Hey…“, machte sie halblaut und zögerte nochmals. „Reiß dich zusammen.

„Liebenswürdig wie eh und je.“, kommentierte Vitali und setzte sich auf oder versuchte es zumindest.

Serena fing ihn gerade noch auf, bevor er zur Seite kippte.  

„Hey!“, schimpfte sie.

Sein Kopf war auf ihrer Schulter gelandet. Sie hörte seinen schwachen Atem und spürte sein Gewicht auf ihr lasten, dass sich mit einem mal noch zu verstärken schien.

„Was ist mit ihm?“, fragte Ariane besorgt.

Serena schüttelte ihn, doch er rührte sich nicht. Jähe Angst stieg in ihr auf. „Vitali. Was ist? Vitali!“

„Du hast dir meinen Namen gemerkt.“, kam es stockend aber amüsiert aus seinem Mund. „Aber deine Schulter… ist echt unbequem.“ Wieder schloss er die Augen.

„Du Vollidiot!“, kreischte Serena aufgebracht und wollte ihn grob von sich stoßen.

„Lass ihn.“, sagte Secret. „Es ist ein Wunder, dass er den Schlag des Schilds so gut weg gesteckt hat.“

Serena warf Secret einen unzufriedenen Blick zu und unterdrückte den Impuls, Vitali auf den Boden zu schleudern.

Vivien grinste. „Auf jeden Fall gefällt es ihm in deinen Armen besser als in Secrets!“

Hätte Serena nur etwas gehabt, um nach ihr zu werfen!

 

Kapitel 11 Seelenscherben

Ein schriller gepeinigter Mädchenschrei hallte durch das Areal und packte ihr Herz mit eisigen Krallen.

„SERENA!!!“ Vitali stürmte los, doch eine Hand riss ihn sogleich zurück.

„Warte!“, befahl Secret und hielt Vitalis Schulter mit eisernem Griff fest.

„Lass mich los!“, brüllte Vitali wutentbrannt. „Sie bringen sie um!!!“ Er machte sich los, doch kam er nicht weit.

 

Kapitel 12 Verluste

Gleichzeitig zerbrach Vitalis Schrei die Totenstille.

Panisch humpelte Vitali auf den leblosen Mädchenkörper zu. Auch die anderen vier bahnten sich einen Weg zu der am Boden Liegenden.

[…]

Vitali drehte Serena auf den Rücken und schreckte nach der Berührung mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück, als habe er sich verbrannt.

In Wahrheit gewährte Serenas mit Verzweiflung und Zorn erfüllte Aura nicht das Eindringen einer fremden Gefühlsebene. Das Höllenfeuer, das sie heraufbeschworen hatte, war noch nicht erloschen.

[…]

Vitali und Vivien schrien mit zunehmend gebrochener Stimme auf Serena ein, ohne dass sich jegliche Reaktion zeigte. Vitalis Schreie wurden immer heftiger und hysterischer. Nochmals versuchte er, Serena wachzurütteln und nochmals verbrannte er sich dabei die Hände.

Dann fühlte er eine Hand auf seiner Schulter und blickte daraufhin mit feuchten Augen in Secrets ausdrucksloses Gesicht.

[…]

„Sie war nicht... stark genug.“, ertönte Secrets Stimme.

„NEIN!!!“, brüllte Vitali aufmüpfig in das gleichgültige Schweigen des Todes und schlug Secrets Hand weg, als könne er damit die Wahrheit verdrängen.

„Neeeeeiiiin!!!!!“

 

Kapitel 13 Letzte Chance – Vorbei

Vitali blieb mit Serena zurück.

Er hätte sowieso nicht gewusst, nach was er hätte suchen sollen.

Er seufzte und schaute auf Serena, die in dem gespenstischen Schein der Spiegelsplitter noch blasser aussah.

„Du könntest mal wieder aufwachen.“

Er sah sich nach den anderen um, die in den Bereich gelaufen waren, der durch ein paar größere Spiegelreste noch besser beleuchtet war.

Plötzlich hörte er jammernde Geräusche von Serena kommen. Er lehnte sich näher zu ihr.

„Hey. Passt dir vielleicht nicht, aber du musst mit mir vorlieb nehmen.“

Er bemerkte, dass sie zuckte, als habe sie einen Albtraum.

„He.“, machte er nochmals und griff nach ihrem Handgelenk. Zumindest hatte ihre Haut aufgehört, ihn zu verbrennen.

Ein Knacken ließ ihn aufhorchen. Er hatte das seltsame Gefühl, das Licht in dem Bereich rechts von ihm wäre weniger geworden. Lag wohl an der Nachtsicht.

Serena winselte noch stärker.

Dieses Mal beugte er sich über sie und erkannte, dass sie wieder zu Bewusstsein gekommen war.

„Hey!“ Seine Wortgewandtheit ließ vielleicht zu wünschen übrig, aber er war einfach froh, dass sie zu sich gekommen war. „Willkommen zurück!“

In ihren Augen stand Angst und er begriff, dass sie versuchte, ihren Arm nach ihm auszustrecken. Es war ihm zwar peinlich, aber er griff nach ihrer anderen Hand.

„Ich bin ja da.“, presste er knarzig hervor und vermied ihren Blick. Er hatte keine Ahnung, wie er sie beruhigen sollte.

Wieso hatten die anderen ausgerechnet ihm diese blöde Aufgabe übertragen müssen! Serena war bestimmt nicht froh, ihn als erstes zu sehen. Da fiel ihm ein, dass Serena sich vielleicht wunderte, wo die anderen waren.

„Die anderen suchen einen Ausgang. Die sind bald wieder da.“, erklärte er und sah sie wieder an.

Serena hatte etwas Drängendes in ihrem Blick, als wolle sie ihm etwas Wichtiges mitteilen.

In diesem Moment hörte er erneut dieses Knacken.

 

Kapitel 16 Wahnvorstellung

„Fehlen nur noch die Schatthen.“, scherzte Vitali. Im nächsten Moment hatte er Serenas Hand auf dem Mund.

„Halt die Klappe!“, rief sie, als könne allein die Erwähnung der Kreaturen  deren plötzliches Erscheinen bewirken.

Vitali schaute sie grimmig an.

Serena begriff, dass sie ihn anfasste und zuckte abrupt zurück.

 

„Es ist euch peinlich und jetzt überlegt ihr angestrengt, wie ihr euch bei einander entschuldigen könnt.“, unterstellte Vivien.

„Gar nicht!“, riefen Serena und Vitali gleichzeitig.

Vivien grinste. „Streitet es ruhig ab. Aber es sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass ihr einander mögt!“

Die beiden zogen komische Gesichter.

„Blödsinn!“, schrie Serena. „Von wegen!“, schrie Vitali.

Selbstgefällig verschränkte Vivien die Arme vor der Brust. „Ach, tut doch nicht so. Wer hat sich denn so schreckliche Sorgen gemacht, als Vitali ohnmächtig war? Und wer hat Secret verprügeln wollen, als er gesagt hat, dass wir Serena zurücklassen sollen? Häh? Häh?“ Breit grinsend starrte Vivien die beiden an.

Vitali und Serena zögerten kurz. Viviens Worte waren ihnen peinlich. Um sich zu verteidigen, schrien sie noch lauter als zuvor.

„Das war was vollkommen anderes!“

Daraufhin prustete Vivien los.

„Was?“, fragte Vitali verärgert.

Vivien deutete mit den Zeigefingern auf die Gesichter von Vitali und Serena.. „Ihr seid ja ganz rot!“

Im gleichen Augenblick schnellten Serenas und Vitalis Blicke zueinander. Allerdings mussten sie feststellen, dass sich im jeweils anderen Gesicht keinerlei Rötung gezeigt hatte.

„Stimmt doch gar nicht!“, riefen sie wie aus einem Munde.

Vivien machte eine lässige Armbewegung. „Nein. Aber jetzt habt ihr einander wieder angeschaut.“ Keck streckte sie den beiden Sprachlosen die Zunge heraus.

 

Kapitel 17 Keine leichte Mission

Derweil war Vitali nur noch mit Leila beschäftigt. Voller Freude hüpfte die Hündin ihm verspielt auf den Schoß.

„Leila!“, schrien Serena und ihre Schwester gleichzeitig.

„Kein Problem!“, sagte Vitali etwas kleinlaut. Er war von dem Geschrei der Schwestern um einiges mehr zusammengezuckt als Leila.

„Sie scheint ja einen echten Narren an dir gefressen zu haben.“, bemerkte Anita. „Also so wie sie sich benimmt…“ Sie drehte sich zu ihrer jüngeren Schwester. „Serena, stehst du auf ihn?“

Serenas Faust schlug mit gewaltiger Wucht auf den Tisch.

„Du hast sie wohl nicht alle!!!“, brüllte sie tobsüchtig.

 

Anita dagegen blieb ruhig: „Heutzutage ist es ganz normal sich über das Internet kennenzulernen. So hat sich schon manches Ehepaar gefunden.“

Frau Funkes Mund wurde zu einem dünnen Strich. „Na, ich hoffe doch wohl nicht, dass sie einen davon heiraten will.“

Anita sah Serena mit einem ernsten Gesichtsausdruck an: „Soll ich Vitali die traurige Nachricht mitteilen?“

Serenas Gesicht wandelte sich zu einer Dämonenfratze. „Anita! Dir ist wohl nicht klar, dass ich hier Messer habe!“

 

Kapitel 18 Gemütliches Beisammensein

„Brutale Schale, kitschiger Kern.“, lachte Vitali.

Serena streckte ihm die Zunge raus, was Vitali sogleich erwiderte.

„Zunge rausstrecken darf man nicht, denn das heißt: Ich liebe dich.“, sang Vivien heiter, womit sie tatsächlich bewirkte, dass die beiden kurze Zeit Ruhe gaben. 

 

Vivien grinste. „Du solltest mit Vitali den Platz tauschen.“

Ariane war bisher neben Serena gesessen.

„Was?“, schrie Serena aufgebracht.

„Du und Vitali geht in ein Team.“, erklärte Vivien, als wäre das beschlossene Sache.

Serena schien widersprechen zu wollen, unterließ es dann aber und wandte ihr Gesicht ab.

Vitali zuckte nur mit den Schultern und erhob sich von seinem Platz, um den von Ariane einzunehmen.

„Komm mir ja nicht zu nahe.“, zischte Serena, als er sich neben sie setzte.

„Wer war in der Kugel auf mich gepresst und hat sich beim Hochklettern an mich geklammert?“, gab Vitali zurück.

„Du hast gesagt, ich soll mich festhalten!“, schrie Serena.

Vitali starrte auf den Bildschirm. „Drückst du jetzt Start oder nicht?“

Serena schnaubte und startete das Spiel.

Zur Überraschung von Justin und Ariane stellten sich Serena und Vitali nach anfänglichem Gezeter tatsächlich als gutes Team heraus.

 

Kapitel 20 Guten Morgen

Vitali schlug im Schlaf mit dem Arm nach ihr. „Lass mich in Ruhe, Vicki!“

Noch etwas benommen fragte Ariane: „Ist das seine Freundin?“

Der Schock dieser Behauptung traf Serena unvorbereitet.

Die Eröffnung, dass Vitali nicht nur eine feste Freundin hatte, sondern offenbar auch noch das Bett mit ihr teilte, war zu viel für sie.

Eine so übermächtige Scham verheerte ihr Selbst, dass sie die unerträgliche Schmach nur ertragen konnte, indem sie sich stattdessen ihrer Entrüstung ergab.

Ungehalten sprang sie auf und trat Vitali gehörig gegen das Schienbein.

Vitali schrie auf.

„Klappe!“, fuhr Serena ihn an. „Verschwinde!“

Wutentbrannt spie Vitali aus: „Hast du sie noch alle!“

„Hör endlich auf zu schreien!“ Serena konnte ihre Stimme selbst nicht mehr unter Kontrolle halten.

Du schreist doch!“

Ariane, die hinter Serena getreten war, hielt ihr eilig den Mund zu, Gleiches tat Justin bei Vitali. Anders konnte man die beiden nicht zum Verstummen bringen.

 

Plötzlich spürte sie, wie ihre Rechte ergriffen wurde. Vivien war neben sie getreten und hatte mit der anderen Vitalis Hand ergriffen, um die Hände der beiden zusammenzuführen, wie man es bei kleinen Kindern tat, wenn sie sich vertragen sollen.

Entsetzt entriss sie Vivien ihre Hand.

„Serena!“, tadelte Ariane. „Wieso kannst du dich nicht einfach bei ihm entschuldigen?“

Serena spürte Tränen in sich aufsteigen. Sie wollte sich ja entschuldigen, aber …

Sie konnte einfach nicht. Sie brachte kein Wort heraus.

Ariane sprach weiter. „Das hat Vitali nicht verdient.“

Doch Serena reagierte nicht.

„Serena, was ist denn mit dir?“, fragte Justin nun besorgt.

Vorsichtig berührte Vivien sie am Oberarm. „Serena?“

Serena zuckte zusammen. Sie machte sich so klein wie möglich, wollte sich vor den anderen verstecken.

Grob wurde sie an den Schultern gepackt.

„Hey!“, rief Vitali.

Verängstigt starrte sie ihm ins Gesicht.

„Krieg dich wieder ein, ok?“

Nachdem sie immer noch nicht reagierte, fügte er eindringlich hinzu: „Alles halb so schlimm.“

Serena wusste nicht, was sie sagen sollte, sie kämpfte mit den Tränen.

Vitali stöhnte entnervt und ließ schließlich von ihr ab.

Sie sah ängstlich zu ihm.

„Ich hab Hunger.“, sagte Vitali. „Wir sollten was essen.“

„Das ist eine super Idee!“, rief Vivien. Sie lächelte Serena aufmunternd an.

Serena machte allerdings nicht den Eindruck, als würde der jähe Themenwechsel sie beruhigen.

Vitali wandte sich nochmals an sie. „Ich bin nicht mehr sauer, ok? Nur heul nicht.“

Auf diese Worte hin konnte Serena die Tränen nicht mehr zurückhalten und krümmte sich.

„Du machst immer das Gegenteil von dem, was ich sage, oder?“, kommentierte Vitali.

 

Vivien wandte sich an Serena und Vitali. „Kümmert ihr euch um alles weitere. Wir anderen bringen den Rest.“ Sie packte Justin und Ariane und zog sie mit sich, ehe diese sich wehren konnten.

Überrumpelt wollte Serena noch die Hand nach ihnen ausstrecken, um sie davon abzuhalten, sie mit Vitali alleine zu lassen. Doch dazu war es zu spät.

Vitali begriff nicht. „Hä? Was will sie denn jetzt? Ist doch schon alles gerichtet.“

Serena zog ein banges Gesicht. Sie wusste, was Vivien bezweckte.

Zaghaft linste sie zu Vitali und senkte wieder den Blick.

Sie brauchte einen weiteren Moment, ehe sie die Worte über die Lippen brachte. „Tut mir leid.“

„Kannst du doch nix für.“

Es hätte ihr wohl klar sein müssen, dass er ihre Worte nicht mehr mit dem Vorfall von zuvor in Verbindung bringen würde. Sie brachte es aber nicht über sich, konkreter zu werden. Sie setzte sich auf einen der Klappstühle und hielt den Blick auf den Teller vor sich gerichtet.

Vitali war die Stille unangenehm und Serena sah schon wieder niedergeschlagen aus. Er schaute in eine andere Richtung, dann wandte er sich doch wieder an sie.

„Was war’n das vorhin? Ich mein… Du brauchst doch nicht gleich durchdrehen. Ich schrei dich halt an, weil du mich nervst. Kein Grund zu heulen.“

Serena starrte ihn ungläubig an. Hatte er das gerade ernsthaft in einem Ton gesagt, als hätte er etwas Nettes von sich gegeben?

„Was?“, fragte Vitali.

„Entschuldige, dass ich dich nerve.“, gab sie zurück.

„Ey, du hast mich getreten und beleidigt. Ist doch klar, dass du mich nervst.“

„Du nervst mich auch!“, rief sie in purer Notwehr.

„Alter, ich hab gepennt!“

Serena verzog das Gesicht.

Vitali setzte sich auf den Stuhl ihr gegenüber. „Die anderen kriegen nen Anfall, wenn wir noch mal streiten.“

Serena starrte auf die Tischplatte. Sie wollte sich ja gar nicht streiten. Sie wusste nur wirklich nicht, wie sie mit ihm umgehen sollte.

Wieder dieses Schweigen.

„Wo bleiben die anderen?“, nörgelte Vitali.

Serena seufzte und nahm ihren ganzen Mut zusammen. „Danke.“ Zu mehr als einem Flüstern hatte es nicht gereicht.

„Hä?“

„Dass du…“ Sie brach ab. „Im Schatthenreich. Und davor.“ Sie rang nach Worten. „Danke, dass du mir immer geholfen hast.“

Sie wartete darauf, dass Vitali etwas entgegnete, aber er blieb still. Daraufhin fühlte sie sich gezwungen, doch noch den Blick zu heben, um ihn in Augenschein zu nehmen.

Sein Gesichtsausdruck war absolut nichtssagend.

„Jo.“

War das alles?

Ihrer Mimik war die Frage wohl anzusehen, denn Vitali fühlte sich zu weiteren Worten genötigt.

„Alter, was willst du denn von mir hören?“

Serena wandte sich ab. „Nichts.“

Er stieß geräuschvoll die Luft aus.

Verstimmt verzog sich ihr Mund. „Du wolltest doch, dass ich Danke sage.“ Ihre Worte nahmen Bezug auf die Situation im Schatthenreich, als er gefordert hatte, sie solle sich für seine Hilfe bedanken statt zu weinen.

„Das ist ewig her.“

Eigentlich waren es nicht mal zwei Tage.

Serenas Stimme bekam wieder diesen schnippischen Ton. „Also soll ich mich nicht bei dir bedanken.“

„Das hab ich doch gar nicht gesagt!“, verteidigte sich Vitali. „Warum machst du immer alles so verdammt kompliziert!“

Serena ließ den Kopf hängen.

„Mann! Selbst wenn du dich bedankst, kann man‘s dir nicht recht machen. Was willst du denn?“

Das wusste Serena selbst nicht so genau. Es hatte sie so viel Überwindung gekostet, dass sie sich irgendwie darüber gefreut hätte, wenn ihre Worte nicht völlig belanglos für ihn gewesen wären.

Sie hörte die anderen durch ihr Zimmer zurück auf den Balkon kommen. Sie  hatten sich eindeutig mehr Zeit gelassen, als nötig gewesen wäre.

„Einen Kuss.“, antwortete Vivien, während sie und die anderen Teller voller Brotscheiben und Belag auf dem Tisch verteilten.

„Hä?“, machte Vitali.

Vivien grinste ihn an. „Na, was sie von dir will.“

Serena kreischte verstört: „Halt die Klappe, Vivien!“

Vivien setzte sich ungerührt neben sie und nahm sich eine Brotscheibe. „Ich hab heute Morgen schon gedacht, du hättest ihn wachküssen sollen statt ihn zu treten. Das wäre viel effektiver gewesen.“

[…]

„Du hast sie wohl nicht alle!“, schrie [Serena] sie an.

Anstatt auf Serena zu reagieren, wandte sich Vivien übers ganze Gesicht grinsend an Vitali. „Das hätte dir doch auch besser gefallen.“ 

Vitali machte wieder dieses komische Gesicht wie eben nach Serenas Danksagung. Weder wirkte er von der Vorstellung besonders angetan noch angewidert.

Serena wurde davon noch beschämter. „Vivien!“, kreischte sie.

Vivien lachte ausgelassen.

 

Kapitel 22 Schule und andere Katastrophen

„Ist das Serena?“, fragte Ariane, die Vitalis Blick gefolgt war.

Serena hatte sich jemandem neben sich zugewandt, jemandem, der seinen Arm um sie gelegt hatte.

„Wer ist der Typ?“, brummte Vitali.

 

Kapitel 23 In einer Klasse

Serena schien sofort begriffen zu haben, was er meinte. Sie wirkte fast ängstlich und antwortete nicht sofort, sondern zog den Kopf ein.

„Hey!“, rief plötzlich Vitali von der anderen Seite in ihre Richtung.

Davon aufgeschreckt, wandte Serena sich ihm zu.

Doch sobald er ihre Aufmerksamkeit hatte, schien Vitali nicht mehr zu wissen, was er jetzt tun sollte.

Er schlug Justin neben sich gegen den Oberarm. „Sag was.“

Verdutzt schaute Justin ihn an.

Vitali deutete unverhohlen in Serenas Richtung.

Daraufhin sah nicht nur Justin zu ihr.

Erik fragte sich, was das jetzt für eine Aktion war.

[…]

„Ihr kennt sie ja sehr gut.“, spottete Erik.

Hastig berührte Serena Erik am Unterarm und gab ihm mit einem Blick zu verstehen, dass er aufhören sollte.

Er begriff das nicht.

Die Berührung löste noch mehr Wut in Vitali aus. „Wenn du sie so gut verstehst, dann kümmer du dich doch um sie!“, schrie er.

„Gute Idee.“, sagte Erik, griff nach Serenas Arm und erhob sich. Gezwungenermaßen stand auch sie dadurch auf. 

[…]

„Alter, waaaaas?“, brüllte Vitali und sprang auf die Beine. Noch bevor ihn jemand aufhalten konnte, rannte er den beiden nach.

[…]

Wütend schaute Vitali Serena an. „Sag mir gefälligst auch, was los ist!“ Er machte einen geradezu beleidigten Eindruck.

Serena wusste wirklich nicht, wie sie darauf reagieren sollte.

„Wenn sie es dir sagen wollte, hätte sie es wohl schon getan.“, sagte Erik kalt.

Auf die Worte hin sah Vitali so entrüstet und gleichzeitig ohnmächtig aus, dass Serena sich gewünscht hätte, ihn trösten zu können. Dann wurde sie von seinem vorwurfsvollen Blick getroffen.

Erik zog die linke Augenbraue skeptisch in die Höhe und fixierte Vitali. „Was bist du für sie?“

Vitali starrte ihn planlos an.

Serena wusste sich nicht länger zu helfen. „Amanda!“, rief sie. „Sie heißt Amanda. Wir waren in einer Klasse.“

[…]

Die Schulglocke läutete.

Erik wandte sich an Serena. „Kannst du reingehen?“

Serena nickte betreten.

„Natürlich kann sie reingehen!“, schimpfte Vitali und packte Serena am Oberarm.

Serena sah ihn vorwurfsvoll an.

Vitali begegnete ihr mit nicht minder vorwurfsvollem Blick.

Mit einer Bewegung ihrer Augen wies sie ihn darauf hin, dass er sie gerade berührte. Als begreife er das erst in diesem Moment, schreckte Vitali regelrecht von ihr weg und verzog den Mund.

Erik beobachtete die Szene und begriff nun auch, was Vitali für Serena war. Er schnaubte belustigt.

 

Kapitel 24 Anhaltspunkte

„Vitali, es ist für dich! Ein Mädchen aus deiner Klasse.“ Aufgrund der Lautstärke musste Serena für einen Moment den Hörer von sich weg halten.

„Hä? Wer?“, rief Vitali zurück, immer noch auf das Spiel fixiert. Die letzten paar Kurven lagen vor ihm.

Seine Mutter brummte und sagte dann in den Hörer: „Wie ist denn dein Name?“ Eine Sekunde später schrie sie zurück zu Vitali: „Es ist Serena!“

„Serena?!“ Vitali war für den Bruchteil einer Sekunde abgelenkt und rutschte aus der letzten Kurve.

[…]

„Hallo...?“

„Hi.“, hörte er Serenas ungewöhnlich zaghafte Stimme.

Vitali war sichtlich verwirrt, allerdings konnte man das durch ein Telefon ja nicht sehen. „Was gibt’s?“

„Vielleicht will sie mit dir gehen!“, kam die Stimme seines kleinen Bruders aus dem Wohnzimmer.

„Noch so’n Kommentar und du bist ‘nen Kopf kürzer!“, schimpfte Vitali.

„Was hat er gesagt?“, wollte Serena wissen, die nichts verstanden hatte.

„Ah, nichts.“, entgegnete Vitali eilig.

 

Kapitel 26 Puzzleteile und Planung

Serena wollte ihnen die Geschichte erzählen, wurde aber zwischendrin immer wieder von Vitali unterbrochen.

„Dann erzähl du es doch.“, fuhr Serena den Jungen neben sich an.

„Ich hab doch nur ergänzt.“, rechtfertigte sich Vitali.

„Du bist mir ins Wort gefahren!“

„Sei doch nicht so empfindlich.“

[…]

Da Serena aufgrund Justins seltsamen Verhaltens nicht sofort reagierte, nahm Vitali ihr einfach das Heft aus den Händen. „Hey!“

Vitali ignorierte ihren Aufruf.

[…]

„Serena?“, hakte Vivien nach.

Für einen Moment hätte Serena zu gerne einfach Nein gesagt, doch etwas hinderte sie daran, das Wort auszusprechen. Und ehe sie sich zu irgendeiner Antwort durchgerungen hatte, hatte schon Vitali das Wort ergriffen.

„Ist doch egal, was Serena sagt!“, verkündete er. „Das ist Demokratie! Vier von fünf sind dafür. Also ist die Sache entschieden.“

Serena rechts neben ihm funkelte ihn empört an. „Das heißt noch lange nicht, dass ich mitgehe!“

Vitali grinste höhnisch. „Wie? Hast du gedacht, das interessiert uns?“

Die unterdrückte Kränkung war Serenas verkniffenem Mund deutlich anzusehen. „Mir ist es ganz recht, wenn ihr alleine geht.“, zischte sie so abweisend es nur ging. Wie hatte sie bloß so bescheuert sein können, zu glauben, dass es diesen Vieren auch nur das Geringste ausmachen würde, wenn sie nicht dabei war?

„Mann, Mann, Mann.“, machte Vitali und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Du hast hier gar nicht zu entscheiden, ob du mitgehst oder nicht. Wir zwingen dich einfach!“ Er grinste das Mädchen neben sich breit an und löste damit offenkundige Verwirrung in Serena aus. Es dauerte eine Sekunde – in der sich Vitali sichtlich über ihre Sprachlosigkeit amüsierte – bis Serena zu einem Konter fähig war.

Kämpferisch funkelte sie Vitali an. „Achja?“

Vitali machte es sich noch ein wenig bequemer in seinem Stuhl, hob die Arme und faltete die Hände hinter seinem Kopf „Ja.“, sagte er lässig.

Herausfordernd schlug Serena mit ihrem Handteller auf den Tisch. „Versuch’s doch.“

Vitali richtete sich in seinem Stuhl wieder auf und beugte sich grinsend zu ihr. „Ich bin größer als du.“

Serena tat es ihm gleich. „Und ich bin stärker als du.“

Auf Vivien wirkte es, als würden die zwei dabei eine Menge Spaß haben.

 

Vitali drehte sich zu Erik. „Ich schlage vor, dass Serena den psychopathischen Killer spielt oder das Monster.“ Er blickte grinsend zu Serena. „Braucht sie gar nicht zu schauspielern.“

„Wenn ich dich dann aufschlitzen darf!“, fauchte Serena.

„Ja, das ist die richtige Einstellung!“, lachte Vitali.

Kapitel 27 Zur Ausgrabungsstätte

Vor Schreck wollte sich Serena an der Person festhalten, die am nächsten bei ihr stand, obgleich es sich dabei um Vitali handelte, der wie sie und die anderen geschockt auf das Bild vor sich starrte.

 

Kapitel 28 Gejagt

Vitali rang hilflos nach Luft, die Pranke eines Schatthens hatte sich um seine Kehle gelegt. Schwarze Punkte tanzten vor seinen Augen, alles schien sich langsam von ihm zu entfernen.

Serenas Versuche, Vitalis Hals zu befreien, scheiterten kläglich. Der Griff schien sich dadurch eher noch zu festigen! Hilflos musste sie mitansehen, wie Vitalis Bewusstsein zusehends schwand. Schluchzend wandte sie all ihre Kraft auf, aber umsonst.

Sie sah zu den anderen. Ariane war damit beschäftigt, Justin zu befreien, Vivien schien verschwunden zu sein. Keiner konnte ihr helfen.

Von Verzweiflung getrieben blieb ihr nur noch eines:

So fest sie konnte biss Serena in die Pranke des Schatthens.

Ein wütendes Ächzen von sich gebend riss der Schatthen seinen Arm zurück und gab Vitali damit frei. Vitali keuchte, hustete und schnappte nach Luft.

[…]

Serena verhinderte, dass Vitali zusammenklappte.

 

Kapitel 30 Ortswechsel

Serena war wie immer etwas abgeschlagen. Sie hatte natürlich auch noch den Fehler begangen, eine Jacke ohne Kapuze zu tragen, und versuchte sich nun mit den Armen vor dem Regen zu schützen. Ariane, die ebenso keine Kapuze hatte, trug wenigstens eine wetterfeste Ballonmütze.

Serenas Ohren fühlten sich eisig an und das Tempo konnte sie auf keinen Fall noch länger durchhalten. Vor sich sah sie, dass die anderen ihr Tempo verringerten. Vivien kam zurück zu ihr. Zunächst dachte Serena, sie wolle ihr etwas sagen, aber Vivien blieb nicht vor ihr stehen, sondern lief an ihr vorbei. Im nächsten Moment spürte Serena, wie sie von hinten angeschoben wurde.

„Vivien, lass das!“, rief sie nach hinten.

Im gleichen Augenblick wurde ihr eine abgetrennte Kapuze aufgesetzt. Vitali, der ohnehin einen Kapuzenpulli trug und daher auf die Kapuze seiner Jacke verzichten konnte, hatte sie ihr verpasst.

„Ich… brauche das nicht!“, wehrte Serena ab.

„Hör auf zu meckern und mach das Ding vorne zu, sonst fliegt es noch weg.“, erwiderte Vitali mit grimmigem Ton.

„Das ist wirklich nicht nötig!“, rief Serena peinlich berührt.

„Mann, kannst du nicht einfach mal Danke sagen, anstatt immer zu meckern!“, beschwerte sich Vitali.

Widerwillig presste Serena die Druckknöpfe der Kapuze zusammen. Sie wollte gar nicht wissen, wie das jetzt aussah.

Vivien kam wieder an ihre Seite und nickte Vitali zu. Daraufhin packten die beiden jeweils einen von Serenas Armen und zogen Serena unter ihrem Gezeter mit sich.

 

Kapitel 31 Endlosdiskussionen

Vitali lehnte sich grinsend gegen den Schrank hinter sich. „Ich finde Serenas Idee hat was.“

„Ihr meint, wir sind bei Verstehen Sie Spaß?!“, rief Vivien aufgeregt.

„Ihr seid so bescheuert!“, rief Serena, die sich von den beiden verspottet fühlte.

„Ich finde das wirklich interessant!“, erwiderte Vivien.

Vitali nickte heftig. „Ich auch.“

„Halt’s Maul!“, zickte Serena ihn an.

„Wieso gehst du immer nur auf mich los?“, beanstandete Vitali.

Vivien antwortete an Serenas Stelle: „Von dir erwartet sie mehr. Der potentielle Partner muss bestimmte Kriterien erfüllen.“

Vitali stand auf dem Schlauch. „Hä?“

„Du bist so duuuumm!!!!“, kreischte Serena Vivien an.

Vitali sah sie an und deutete mit seinem Finger fragend auf sich.

Vivien hatte sofort eine Antwort parat. „Ja, weil du nicht merkst, dass sie –“

„Klappeeee!!!!!!“, brüllte Serena. „Du bist dumm, Vivien. Du bist duuuuumm!!!“

Vitali starrte die von ihrem Wutanfall heftig nach Luft schnappende Serena neben sich mit großen Augen an.

„Was ist?!“, stieß Serena aus.

Noch immer schaute Vitali sie an, wie ein Kind, das zum ersten Mal einen Flughafen sah und sich über die riesigen Flugzeuge wunderte. „Ich bin es nicht gewöhnt, dass du jemanden dumm nennst, und nicht mich meinst.“

Serenas Mund nahm eine mimiktechnisch künstlerisch wertvolle Form der Unzufriedenheit an. „Du bist auch dumm! Geht’s dir jetzt besser?“, ächzte sie.

Vitali nickte mit erleichtertem Gesichtsausdruck. „Ja. Viel.“

Dieses Mal ersparte sich Serena einen Kommentar, aber ihr Gesicht sprach Bände.

 

Serena biss sich wütend auf die Unterlippe, dann ging sie hinüber zu dem noch freien Sitzkissen rechts neben Vitali und nahm entnervt Platz. Ein seltener Anblick. Aber augenscheinlich war Vitali momentan der Einzige, der ihre Einstellung teilte: Diese Ewigkeit war verrückt!

„Toll, echt toll.“, grummelte sie leise. „Die Bösen setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um uns zu entführen, und die Guten schicken uns das da.“

Vitali grinste sie an. „Tja, willst du nicht doch lieber die Königin der Schatthen werden? Deine Fähigkeiten dazu hast du ja schon unter Beweis gestellt.“ Er stupste sie mit seinem Ellenbogen spielerisch an.

Serena schupste ihn von sich, so dass er auf die Seite kippte.

„Waaah! Serena greift mich an! Sie ist zu den Schatthen übergelaufen!“, rief Vitali gekünstelt aus und konnte sich anschließend ein Lachen nicht verkneifen.

 

Kapitel 33 Training

„Sollen wir jetzt etwa in pinken Tütüs durch die Gegend rennen und den Schatthen ein Tänzchen vorführen!?“, rief Change angeekelt.

„Krieg dich mal wieder ein.“, schimpfte Destiny. „Wie wär’s einfach mit Wind der Veränderung? Schlicht und einprägsam.“

Change sah sie einen Moment skeptisch an, dann zuckte er mit den Schultern. „Wenn du dir schon die Mühe gemacht hast, dir extra was für mich auszudenken, kann ich wohl schlecht ablehnen.“

„Es war keine Mühe!“, zischte Destiny.

Change grinste sie an und beugte sich zu ihr vor. „Gib doch zu, dass du mich insgeheim magst.“ Er richtete sich wieder auf und machte seltsame Bewegungen mit seinem Oberkörper, während er in einen noch seltsameren Sprechgesang verfiel:

„Duuu maagst mich, gib’s dooch zuuu! Du kannst mich leiden! Ja ja ja!“ Es war offensichtlich, dass er sie damit bloß provozieren wollte und das gelang ihm auch verdammt gut. In Destinys Gesicht zogen immer schwärzere Gewitterwolken auf.

„Halt die Klappe!“ Sie stieß Change grob von sich.

Da der Angriff für ihn unerwartet kam, schwankte er zunächst nach hinten, um schließlich ganz das Gleichgewicht zu verlieren. Unsanft landete er auf seinem Hosenboden. Doch sein Mundwerk funktionierte noch immer einwandfrei. „Das war ein schwerer Schicksalsschlag!“

Destiny starrte ihn an. „Schicksalsschlag…“

„Ja, wortwörtlich!“, beschwerte sich Change und begab sich auf dem Boden in einen halben Schneidersitz und wartete auf eine Entschuldigung von Destiny. Allerdings konnte er darauf lange warten.

 

Mit lustlosen Bewegungen folgten die beiden Ewigkeits Rat. Resigniert sanken sie an einer der Wände zu Boden.

„Das klappt nie.“, murmelte Destiny verstimmt.

„Das kannst du laut sagen.“, stimmte ihr Change zu.

Wieder seufzten die beiden.

Change lehnte sich gegen die Wand hinter ihnen, während Destiny, die Beine an sich gezogen, ihr Gesicht in ihren Armen versinken ließ.

„Ich komm mir vor wie im Sportunterricht.“

Change sah sie fragend an. „Hä?“

Destiny hob den Kopf leicht. „Da hab ich auch nie was auf die Reihe gekriegt.“

„Ist doch egal.“, meinte Change. Destiny schaute ihn mit großen Augen an, als habe er sie gerade zur Weltrevolution aufgerufen. „Was ist?“

Sie drehte den Kopf wieder weg. „Naja, bisher haben sich immer alle darüber lustig gemacht.“

„Hä? Über was?“ Change stand auf dem Schlauch.

„Dass ich so schlecht in Sport bin.“

Changes Gesicht verzog sich in übertriebenem Schrecken. „Du bist…“ Er hielt seine Hände ans Gesicht und kreischte das nächste Wort in gespieltem Entsetzen. „un-sport-liiiich???“

Ganz offensichtlich fand Destiny den Scherz nicht komisch. Change lachte trotzdem und stupste sie freundschaftlich an. „Hey, sei doch nicht so.“ Er hob die Schultern. „Dass du dir über so was Gedanken machst!“

„Sich wie der letzte Idiot vorzukommen, ist nun mal nicht grad schön.“ Destinys Gemurmel hörte sich an wie das unzufriedene Murren einer Katze. Sie sah Change nicht an.

Changes Augenbrauen gingen in die Höhe. „Man ist doch kein Idiot, nur weil man in Sport schlecht ist…“ Seinem Tonfall war anzumerken, dass er Destinys Sichtweise überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

Destiny sah ihn mit einem Blick an, den Change nicht die Bohne deuten konnte, daher sprach er einfach weiter. „Außerdem ist das hier doch was ganz anderes.“

Etwas Gruseliges ging in Destinys Gesicht vor. Fast wäre Change vor Schreck aufgesprungen. Destiny… lächelte!!!

Zwar nur ganz schwach. Aber doch waren ihre Mundwinkel nach oben gezogen! Das konnte nicht normal sein! Sie hatte doch absolut keinen Grund dazu. Überhaupt: Destiny lächelte nicht! Nie!! Und schon gar nicht in seiner Nähe! Ein Schauder lief über Changes Rücken. Was hatte das bloß zu bedeuten?

Destiny stand mit einem Mal auf und nahm einen tiefen Luftzug. Weiterhin lag ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen, ohne dass ihr das bewusst gewesen wäre. Die Beschützerin schloss die Augen.

Es war egal, ob es funktionierte oder nicht.

Das Lächeln auf ihren Lippen wurde bei dem Gedanken automatisch etwas breiter.

Keiner würde sie verurteilen oder über sie lachen.

Das Bild der anderen vier schoss ihr durch den Kopf. Destiny spürte, wie sich in ihren Augen Tränen bilden wollten, und holte noch einmal tief Luft. Dann öffnete sie wieder ihre Augen. Es war nicht mehr als ein Flüstern als ihre Lippen ‚Schicksalsschlag formten. Ein Flüstern mit gewaltiger Wirkung!

Eine Welle an goldenem Schimmer erfüllte die Atmosphäre. Change sprang schockiert auf. Auch die anderen hatten das Schauspiel nicht übersehen. Freudenrufe drangen zu ihnen.

„Wie hast du das gemacht?!“, schrie Change.

Destiny, die im ersten Moment selbst vollkommen baff war, strahlte nun über das ganze Gesicht. So hatte Change sie wirklich noch nie gesehen! Es war ein extremer Kontrast zu ihrer ständigen Sieben-Tage-Regenwetter-Miene.

Destiny wusste zunächst nicht, was sie auf Changes Frage antworten sollte. Sie konnte ihm ja schlecht sagen, dass es an seinen Worten lag, dass sie es jetzt endlich geschafft hatte.

Destinys Mund schien etwas sagen zu wollen, tat es dann aber doch nicht, holte anschließend jedoch zu einem weiteren Versuch aus. „Du musst dich einfach freuen.“

Change musste darauf nicht antworten, sein Gesichtsausdruck allein reichte schon aus, um zu verdeutlichen, dass er nur Bahnhof verstand.

„Du musst an etwas Schönes denken und dann ist es, als würdest du deine Freude durch deinen Körper nach außen fliegen lassen.“, erklärte Destiny, dabei lächelte sie weiterhin. Change fragte sich, ob sie davon später nicht Muskelkater in ihren Mundwinkeln bekommen würde, immerhin waren diese nicht an eine solche Beanspruchung gewöhnt!

„Freuen also.“, wiederholte Change nachdenklich.

[…]

„Ich hab’s geschafft!!! Ich bin der Größte! Ich bin toll! Woohoooo!!“

Sonst hätte Destiny ihn für diesen Ausbruch wohl böse angefunkelt, aber dieses Mal konnte sie nur selbst strahlen und sich über Changes Freudentaumel mitfreuen.

Change wiederum ergriff kurzerhand Destinys Hände und sang auf und ab hüpfend. „Wir hams geschaaafft!! Wir hams geschaaaafft!!“ Erst im nächsten Moment begriff er, dass er mit Destiny Händchen hielt und ließ sofort wieder los. Sein Grinsen verschwand für einen Moment, in dem er zunächst nicht wusste, was er mit seinen Händen machen sollte, ehe er sie behelfsweise in die Seiten stemmte und ein seltsames Lächeln aufsetzte.

 

Kapitel 34 Was zum Donner!

Vitali musste lachen und legte seinen Arm um Justin. „Hey Mann, hat dich Tiny etwa mit ihrer Hysterie angesteckt?“

Serena starrte ihn argwöhnisch an. „Tiny?“

Vitali grinste. „Na Tiny von Destiny. Sonst bist du doch immer so kirre und glaubst an irgendeinen Hinterhalt.“

Serenas Blick verfinsterte sich. „Erstens: Nenn mich nie wieder Tiny! Und zweitens, bringt uns deine Unbesonnenheit viel mehr in Schwierigkeiten als mein Misstrauen.“

[…]

Serena durchbohrte Vitali mit ihren Blicken: „Kannst du einfach mal die Klappe halten?“

„Kommt ganz drauf an.“ Vitali grinste. „Was krieg ich dafür?“

 

Vitali drehte sich zu ihm um. „Hast du ne Schwester?“, fragte er mit großen Augen.

Erik verstand offensichtlich nicht, wie Vitali jetzt auf diese Frage kam. „Nein. Ich bin Einzelkind.“

Vitali sah ihn bedeutungsvoll an und grinste breit. „Dann muss ich wohl dich heiraten.“

Erik schnaubte belustigt. „Das sagst dann aber du meinem Vater.“

Vitali ließ sich nicht beirren. „Glaubst du etwa, er würde mich nicht mögen?“

Eriks Antwort klang ernster als Ariane es erwartet hätte. „Er würde mich nur enterben.“

Vitali maß dem offenbar weniger Bedeutung bei. „Ha dann brauche ich dich auch nicht mehr heiraten!“, alberte er.

[…]

Vitali musste lachen. „Du bist genau wie Serena!“ Sein Lachen schwoll weiter an. „Geschwister!“

Als er daraufhin sowohl von Serena als auch von Erik böse angefunkelt wurde, hätte man wirklich meinen können, die beiden seien verwandt.

Vivien klatschte begeistert in die Hände. „Dann kannst du ja doch Eriks Schwester heiraten.“

„Hä?“, machte Vitali.

„Halt die Fresse, Vivien!“, kreischte Serena.

Vivien lachte. Auch Erik schien davon amüsiert.

 

„Bei Scherzen ändert man die Stimmlage!“, ermahnte Vitali ihn, als wäre es dringend notwendig, Erik über wichtige soziale Konventionen aufzuklären.

Ariane konnte sich angesichts dessen ein Schmunzeln nicht verkneifen.

„Du klingst immer gleich bescheuert.“, stichelte daraufhin Serena.

Vitali sah Erik an. „Hast du gehört?“

„Ich hab dich gemeint!“, kreischte Serena.

Vitali ignorierte es, was Ariane ein Lächeln entlockte.

 

Kapitel 35 Ein Rätsel

Vitali setzte einen beleidigten Blick auf. „Serena darf sich immer über alles und jeden aufregen, aber sobald ich den Mund aufmache, heißt es gleich: Vitali sei still!

„Wir haben dich doch alle lieb!“, versuchte Vivien ihn in zuckersüßem Tonfall wieder gnädig zu stimmen.

„Halt mich da raus!“, beschwerte sich Serena, die nicht zu ‚Wir‘ gerechnet werden wollte.

„Siehst du, was ich meine!“, klagte Vitali und sah Hilfe suchend zu Vivien.

„Och.“, Vivien strich ihm beruhigend über den Rücken, wie man es bei kleinen Kindern tut. „Sie versucht doch nur, ihre wahren Gefühle für dich zu verstecken.“

„Welche wahren Gefühle!?“, schrie Serena erbost. „Meine Mordgedanken?!“

Vivien sah sie mit ungerührter Miene an. „Wir wissen doch alle, was du im tiefsten Innern für Vitali empfindest.“

„Was soll denn das jetzt wieder heißen!“ Serena war mal wieder einem Tobsuchtsanfall nahe.

 

Kapitel 36 Hilfe

„Ma!“ Vitalis höher werdende Stimme erschallte durch das ganze Haus

„Ja!“, gab seine Mutter mit kräftigem Stimmvolumen zurück. „Ich kann dich gut hören! Ich bin ja nicht taub! Auch wenn ich von deinem ständigen Geschreie mittlerweile taub sein müsste! Weißt du eigentlich, wie peinlich das für mich ist, wenn du dich vor anderen Leuten so aufführst? Denkst du eigentlich mal darüber nach, wie du da rüberkommst?“ Sie deutete auf die Gruppe Jugendlicher. „Die Serena zum Beispiel, die dich angerufen hat – das ist die Brünette, nicht wahr? – Was soll die von dir denken? Da versaust du dir doch jede Chance bei ihr, wenn du dich von Anfang an nicht beherrschen kannst! So erobert man nicht das Herz einer Frau! Auch wenn man schon von Weitem sieht, dass sie auf dich steht. Wenn du dich nicht zusammenreißt, rennt sie dir noch fort!“

Justin, Vivien und Ariane hätten in diesem Moment nicht sagen können, wer von den beiden, Vitali oder Serena, das fassungslosere Gesicht machte. Bei Vitali glaubten sie, noch einen Schuss mehr Entsetzen zu erkennen – was aber auch auf Vitalis Wunsch hindeuten konnte, dass das alles nur ein böser Traum war – während sie bei Serena befürchteten, dass sie sogleich explodieren und sowohl Vitali als auch seine Mutter in Grund und Boden brüllen würde, dass es selbst noch die Anwohner der Nachbarorte hörten.

 

Derweil hatte eines der Fotos auf dem Tisch Serenas Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es zeigte ein etwa vierjähriges Kind mit einem blonden Wuschelkopf. Das Kind trug eine jeansfarbene Latzhose und saß in einem Garten auf der Wiese. Seine Augen strahlten vor Freude und man konnte schon vom Gesichtsausdruck und dem Grinsen her sagen, dass es sich um ein sehr lebhaftes, keckes Exemplar handelte. Serena nahm das Bild in die Hand.

Ariane, die neben ihr saß, begutachtete es ebenfalls. „Die Kleine ist ja süß.“

Serena stimmte ihr zu, dann hielt sie Vitali das Foto entgegen. „Wer ist sie?“

Beim Anblick des Bildes entgleisten Vitalis Gesichtszüge für einen Augenblick.

„Meine Kusine.“, antwortete er, nachdem er seinen Gesichtsausdruck wieder in Ordnung gebracht hatte.

Schon kam Frau Luft mit einem ganzen Karton Fotos zurück. Als sie das Foto in Serenas Hand sah, machte sie einen Freudenseufzer. „Ach, der kleine Vitali! Ist er nicht zu süß? Wie lieb und unschuldig er da aussieht! Die meisten Leute haben ihn immer für ein Mädchen gehalten, weil er so hübsch aussah. Dabei hatte er es da schon faustdick hinter den Ohren!“

Vitali versteckte seine Augen hinter seiner Hand und bemühte sich, sein Gehirn auf Durchzug zu schalten.

„Aber dass du ihn gleich wiedererkannt hast!“ Frau Luft nickte Serena anerkennend zu. „Das muss wirklich Liebe sein!“, flötete sie in einem zuckersüßen Ton. „Wenn du es haben willst, gehört es natürlich dir.“

Ariane und Justin fragten sich, ob das wirklich Frau Lufts Ernst war. So falsch konnte man die Mimik eines Menschen doch gar nicht deuten! Also aus Serenas momentanem Gesichtsausdruck war ja so einiges herauszulesen – Schock, Entrüstung, Widerstreben – aber sicher keine Freude über dieses Angebot!

Vitali indes bat bloß noch stumm um das Ende dieses Albtraums.

 

Kapitel 37 Interpretationsfehler

Während sie von Vitalis Haus wegschlenderten, begann Vivien die Melodie von Diese Welt ist kleinvor sich hin zu pfeifen und zog etwas aus ihrer Tasche, das sie zuvor eingesteckt hatte, als die anderen bereits auf den Weg in Vitalis Zimmer gewesen waren. Sie betrachtete den Gegenstand grinsend, ehe dieser Serena ins Auge fiel.

„Vivieeeen!!!“ Serenas Stimme brach fast. Mit einer hektischen Bewegung wollte sie Vivien das Objekt aus der Hand reißen. Aber Vivien war schneller.

„Du dumme Kuh!!!! Warum hast du es mitgenommen?!!!“, schrie Serena. „Gib es sofort her! Aaarh! Vitalis Mutter wird denken, dass ich es genommen hab!!!

„War doch viel zu schade, als dass man es liegen lässt, wenn sie es einem schon anbietet.“, meinte Vivien leichthin.

Serena konnte sich vor Wut kaum noch halten. „Gib es her!!“

Ohne Widerworte reichte Vivien ihr Vitalis Kinderfoto. Ein diabolisches Grinsen erschien auf ihren Zügen. „Und was willst du jetzt machen? Zurückgehen und ihr sagen: Hallo Frau Luft, hier ist das Foto. Ich hab es nicht genommen, Vivien war’s! Da würd ich zu gern ihr Gesicht sehen!“, Vivien brach in schallendes Gelächter aus.

„Du bist so eine dumme Kuh!!!“, kreischte Serena und hätte Vivien am liebsten geohrfeigt. Jetzt glaubte Vitalis Mutter erst recht, dass sie in ihn verknallt war!! Das war der pure Horror!!

Plötzlich fiel es Serena wie Schuppen von den Augen:

Vitali wusste auch nicht, dass Vivien das Bild eingesteckt hatte, also würde er, sobald seine Mutter ihm vom Verschwinden des Fotos erzählte, ebenso davon ausgehen, dass sie es eingesteckt hatte!

Neeeeiiiiiinn!!!!!!!!!

Serena wirkte wie ins Delirium gefallen, denn wie angewurzelt war sie stehen geblieben und starrte entsetzt auf den Boden.

Das war einfach zu peinlich!

Mit einem Mal erwachte Serena wieder und packte Vivien am Kragen. „Du wirst jetzt sofort Vitali anrufen und ihm sagen, dass du das Foto genommen hast und nicht ich!“

Vivien schien auch von Serenas Körpereinsatz nicht beeindruckt. „Wenn du meinst, dass er mir das glaubt.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Also mir würde es eher wie eine billige Ausrede vorkommen.“

Serenas Augen funkelten sie beängstigend an. „Es ist die Wahrheit!!!

„Ach, das hat nicht viel zu heißen. Wenn man jemanden etwas ganz direkt sagt, auch wenn es die Wahrheit ist, dann wird einem meistens nicht geglaubt.“, erklärte Vivien.

[…]

Vivien zog ihr Handy hervor und suchte Vitalis Nummer heraus. Sie musste nur kurz warten, offenbar hatte Vitalis Mutter mittlerweile fertig telefoniert. „Hallo, ist Vitali da?“

„Was tust du da?!“, zischte Serena ihr zu.

„Es dir beweisen.“, antwortete Vivien locker. „Ah! Hi Vitali! Serena hat dein Foto mitgenommen, unglaublich nicht wahr?“

„Haha!“, kam es genervt vom anderen Ende der Verbindung. „Wenn du mir das Foto nicht morgen wieder gibst, bring ich dich um!!!

Viviens Grinsen war auch in ihrem Tonfall erkennbar. „Du meinst also, ich soll es in die Schule mitbringen?“

Im nächsten Moment musste Vivien das Handy kurz von sich weghalten, um nicht taub zu werden.

„NEIN!!!“

„Also das besprechen wir dann morgen. Ich wollt jetzt eigentlich nur Serena beweisen, dass du es nicht glauben würdest, wenn ich es dir erzähle.“

„Was?! Was soll denn das jetzt heißen?!!“, rief Vitalis Stimme.

„Bis morgen!“

„Vivieee-“

Und schon hatte Vivien aufgelegt. Sie grinste Serena überlegen an. „Na, was hab ich gesagt?“

„Du.. du..“, Serena bekam einen irren Blick. „Jetzt denkt er wirklich, dass ich es genommen habe!!!“, schrie sie Vivien an.

Vivien lachte.

Serena spießte sie mit ihren Blicken auf.

Doch Vivien ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Du bist viel zu leicht zu durchschauen.“

„Wie bitte?!“, schnaubte Serena.

„Na, wie bei Vitalis Mutter. Wenn du dich nicht gleich so aufgeregt hättest, hättest du gemerkt, dass sie zuerst gar nicht gedacht hat, dass du in ihn verknallt bist. Damit wollte sie nur Vitali ärgern. Aber als sie dann deine Reaktion gesehen hat, ist sie extra drauf rumgeritten.“, klärte Vivien sie auf.

„Das ist doch sadistisch.“, gab Ariane entsetzt von sich.

Vivien zuckte mit den Schultern. „Wenn du nicht willst, dass man es merkt, darfst du dich nicht so aufregen. Sonst denkt gleich jeder, dass du an ihm interessiert bist.“

„Es stimmt aber nicht!!!“, kreischte Serena.

Vivien prustete los.

„Was soll denn das jetzt!“, schimpfte Serena.

Vivien fing sich wieder und grinste Serena vielsagend an. „Na, du regst dich schon wieder auf!“ Sie zwinkerte ihr mit ausgestreckter Zunge zu und rannte dann Justin hinterher, der an der nächsten Ecke stehen geblieben war und immer noch nichts von seiner Umgebung wahrzunehmen schien.

„Was soll das heißen?!“, schrie Serena ihr nach und rannte ihr mitsamt Ariane hinterher.

 

Kapitel 38 Gruppenzugehörigkeit

Erik erklärte nüchtern: „Damit Amanda sie in Ruhe lässt, hab ich gesagt, Serena würde zu mir gehören. Wenn ich das aufrechterhalte, bleibe ich vielleicht von den Modezeitschrift-Anhängerinnen verschont.“

Vitalis Gesichtsausdruck nach zu urteilen, war er von der Idee nicht begeistert.

Ein neckisches Lächeln erschien auf Eriks Lippen. „Das würde dich nicht rein zufällig stören?“

„Nicht die Bohne.“, zischte Vitali. Mit gespielter Gleichgültigkeit stand er auf und stapfte hinüber zu Vivien und Ariane in die erste Gruppe.

 

Der ungläubige Ausdruck in Serenas Gesicht steigerte sich nochmals und bekam etwas bitter Bissiges. „So ein Quatsch. Niemand würde jemals glauben, dass du mit mir zusammen bist.“ Sie schüttelte den Kopf, als wäre das das Dümmste, das sie jemals gehört hatte.

Nun war es Erik, der sie verständnislos anblickte. „Wieso denn nicht?“

[…]

Serena stieß belustigt die Luft zwischen den Zähnen hindurch aus und lächelte spöttisch. „Du solltest aufpassen, sonst bild ich mir noch was drauf ein.“

Erik grinste zurück. „Ach, mir würde das weniger ausmachen, als jemand anderem.“ Seine Augen glitten kurz hinüber zu der Gruppe an der Fensterseite.

Serena konnte nicht umhin, es ihm gleichzutun, […].

Allerdings übersah Serena dabei etwas, das nun Ariane befremdet feststellen musste: Vitali hatte mit einem gruseligen Gesichtsausdruck begonnen, seinen Block in hektischen Bewegungen vollzukritzeln, dass der Abdruck sicher auf sämtlichen verbleibenden Blättern sichtbar sein musste, wobei er wie ein Irrer auf die Gruppe auf der anderen Zimmerseite fixiert war. Oder besser gesagt, zwei ganz bestimmte Personen dieser Gruppe.

Vivien konnte sich daraufhin ein belustigtes Kichern nicht verkneifen.

 

Sie wollte sich gar nicht mehr beruhigen und Vitali musste hilflos zusehen, wie ihr ganzes Gesicht von Tränen benetzt wurde und die Pein ihren gesamten Körper zum Beben brachte.

„Serena.“

Sie reagierte nicht.

Was sollte Vitali jetzt bloß tun?! Er war ja schon als Kind damit überfordert gewesen, wenn sein kleiner Bruder geweint hatte!

Nervös blickte er sich um. Verdammt! Warum kamen denn die anderen nicht, um nach ihnen zu suchen? Wieso ließen sie ihn hiermit alleine? Das ging doch nicht!

Einen weiteren Moment wusste Vitali nicht, wie er reagieren sollte, starrte hilflos auf das Häufchen Elend vor ihm. Sein Gesicht verzog sich widerwillig, als ihm bewusst wurde, was das einzige Mittel war, das ihm einfiel. Das, was er als Kind schon bei Vicki eingesetzt hatte, wenn sämtliche sonstigen Versuche gescheitert waren, den Kleinen zu beruhigen. Das, was er Vicki verboten hatte zu erzählen, weil es ihm zu peinlich gewesen war.

Noch einen letzten Atemzug brauchte Vitali, ehe er dazu bereit war.

Er umarmte Serena.

„Es.. Es tut mir leid. Ich wollte nicht…“ Vitali stockte und schluckte schwer.

Unsicher drückte er Serena ein wenig fester an sich und fragte sich gleichzeitig, ob das auch wirklich eine gute Idee war. Er spürte Serenas Zittern, hörte ihr unkontrolliertes Schluchzen und verharrte in der Umarmung.

Erst Augenblicke später wagte er, wieder das Wort zu ergreifen.

„Ich bin bei dir… Ich bleib bei dir.“, flüsterte er ihr zu, wie er es schon bei Vicki getan hatte, als der Kleine wegen einem Albtraum zu ihm ins Bett geflüchtet war.

Seine Stimme bekam einen belustigten Unterton. „Da kannst du noch so sehr wollen, dass ich verschwinde!“

Plötzlich spürte er, wie Serena seine Umarmung erwiderte.

Davon zunächst etwas verdutzt, sprach er erst nach einem weiteren Moment weiter.

„Tja, das hast du nun davon. Uns kriegt man nicht mehr so schnell los. Nicht mal mit deinem ständigen Rumgezicke.“ Langsam gewöhnte er sich an den Umstand, Serena in Armen zu halten. „Das haben echte Freunde nun mal so an sich. Und Vivien hat sowieso schon die Adoptionspapiere für dich beantragt.“

Das Geräusch, das Serena von sich gab, war nicht ganz klar als Lachen oder Schluchzen zu definieren, Vitali ging davon aus, dass es sich um eine Mischung aus beidem handelte.

Nach und nach legte sich nun Serenas Zittern und Schluchzen.

Als Stille eingetreten war, wusste Vitali nicht, was als nächstes zu tun war. Unfähig zu reagieren, verblieb er weitere Momente in dieser Stellung. Dann, ganz langsam und zögerlich lösten er und sie sich wieder voneinander.

Mit einem Schlag war die ganze Situation noch viel peinlicher als sie es eben noch gewesen war, als sie sich mittendrin befunden hatten.

Total verlegen vermieden die beiden es, den anderen anzublicken.

Schweigend standen sie einander gegenüber und getrauten sich nicht, etwas zu sagen.

Schließlich streckte Vitali Serena eine Packung Taschentücher hin. Ohne Kommentar nahm sie das Angebot an und putzte sich mehrmals lautstark die Nase. Weiterhin sahen sie einander nicht an. Das Schnupfkonzert endete und Serena füllte die mittlerweile leere Taschentuchpackung mit den benutzten Taschentüchern und stopfte sie in ihre Jackentasche.

„Danke.“, flüsterte sie so leise, dass man es nicht verstand.

Vitali machte ein paar Versuche, einen Ton herauszubekommen, brach dann aber jedes Mal kurz vorher ab. Immerhin gelang es ihm, Serena für einen Moment anzusehen, ehe er sich wieder abwendete. Er schnappte nach Luft.

„Die anderen machen sich sicher schon Sorgen.“, fing er endlich an und versuchte besonders unbekümmert zu klingen. „Wer weiß, was sich Vivien in der Zwischenzeit mal wieder für Geschichten ausgedacht hat!“, lachte er, auch wenn es furchtbar aufgesetzt klang.

Serena nickte. Stockend brachte sie erste Worte hervor. „Ich werd’s versuchen.“

Vitali sah sie verständnislos an.

„…zu vertrauen.“ Mit diesen Worten machte sie sich auf den Weg zurück in das Hauptquartier der Gleichgewichtsbeschützer.

„Serena?“

Sie stoppte.

„Wirst du es mir irgendwann erzählen? Was zwischen euch passiert ist?“

Für einen kurzen Moment drehte sie sich zu ihm um und sah ihn an, dann wandte sie sich wieder ab. „Wer weiß.“

Daraufhin kam Vitali zu ihr gejoggt und hielt ihr seine Faust hin, wie er es sonst bei Erik und Justin tat. „Freunde?“

Unsicher betrachtete Serena die Geste, blickte ungläubig in Vitalis Gesicht und zurück auf die ihr entgegengestreckte Faust. Langsam erhob sie ihre Rechte und ballte sie ebenfalls. Noch einen Moment zögerte sie, ehe sie ganz sachte ihre Faust gegen die seine schlug.

„...Freunde.“

Vitali strahlte sie nun über das ganze Gesicht an:

„Willkommen im Team!“

 

Kapitel 40 Symbolik

„Meine Fresse! Hier ist so viel Kultur. Ich fürchte fast, mein IQ ist grade gestiegen!“, rief Vitali aus, als sie den Kursaal betreten hatten.

Im ganzen Raum standen zahlreiche Skulpturen und Kunstgegenstände. An den Wänden hingen Gemälde unterschiedlicher Größe und zahlreiche Glasvitrinen präsentierten den Besuchern stolz ihr Inneres.

„Keine Angst, das wird nicht passieren.“, stichelte Serena.

Vitali ließ sich davon nicht beirren. „Stimmt, noch schlauer kann ich ja gar nicht werden!“ Keck grinste er sie an.

Serena antwortete mit einem höhnischen Lächeln. „Du sprichst mir aus der Seele.“

Vivien kicherte. „Es ist so süß, wenn ihr miteinander flirtet!“

„Wir flirten nicht!“, schimpfte Serena und musste mit einiger Bestürzung feststellen, dass Vitali ihr nicht lautstark beipflichtete, sondern sich bereits wieder der Umgebung widmete. Irgendwie war das peinlich.

 



Symbolik Halloween Kostüme der Beschützer Eigene Serie, Balance Defenders, Bedeutung, Cinderella, Fee, Halloween, Halloweenkostüme, Phantom der Opfer, Symbolik

Autor:  Regina_Regenbogen

Da morgen Halloween ist, wollte ich dieses Mal ein Thema wählen, das dazu passt, und habe mich dazu entschieden, euch dieses Mal etwas über die Symbolik der Kostüme, die die sechs zu der Halloween-Abiparty (Kapitel 82 Halloweenparty und 83 Tanz mit dem Phantom) anhatten, zu erzählen. Ich werde auch etwas zu dem Inhalt dieser Kapitel spoilern, also wenn ihr sie noch nicht gelesen habt: Ihr wurdet gewarnt. :D

Los geht's!

 

Ich habe bei den Kostümen versucht, jeweils die Symbolik ihrer Beschützernamen zu integrieren, dabei aber auch ihre Charaktere zu berücksichtigen. Ihr könnt mir ja in den Kommentaren schreibne, ob ihr denkt, dass mir das geglückt ist. :D 

 

 

Vitali / Change - Der Tod 

Die ultimative Veränderung 

 

Charakterlich war klar, dass Vitali ein Kostüm wählen würde, das für ihn einfach ist, also nicht zu aufwendig, und das gleichzeitig etwas Unheimliches hat und zu Halloween passt. Entsprechend war, eine die Verkleidung als Gevatter Tod etwas, das für ihn sehr gut passte. 

Doch der eigentliche Grund, warum er als Change/Verändern dieses Kostüm trägt ist ein anderer. 

 

Tarotkarte Tod

 

Der Tod steht im Tarot dafür, dass es zu einem unwiderbringlichen Abschluss von etwas kommt. Gleichzeitig steht diese Karte, aber auch für einen Neuanfang, symbolisiert durch das weiße Pferd, die weiße Blume auf der Fahne und den Sonnenaufgang (wobei sich die Leute nicht einig sind, ob es sich um eine aufgehende oder eine untergehende Sonne handelt. Sicher ist, dass die 13. Karte des Tarots zwar Verlust und Wehmut mit sich bringt, aber vor allem für eine einschneidende Veränderung und für das unumgängliche Loslassen von Altem steht. 

 

Natürlich gibt es im Tarot auch andere Karten, die eine Veränderung anzeigen oder zum Weitergehen aufrufen, dabei ist der Tod auch bei Weitem nicht die Karte mit der radikalsten Bedeutung (man vergleiche mit dem Turm, der großes Chaos ankündigt). 

 

Der Tod wird allgemein als das finale Ende betrachtet, doch die Tarotkarte weist darauf hin, dass jedes Ende einen neuen Anfang mit sich bringt. Dieser Wandel vom Leben zum Sterben zum Leben ist dem Dasein immanent und steht somit für die Veränderung, die unsere ganze Existenz kennzeichnet. 

Auch die Atmung mit ihrem Wechsel zwischen Kommen und Gehen spiegelt diesen Kreislauf wider. 

 

 

Serena / Destiny - Die Banshee

Die Todesfee, die das Schicksal verkündet

 

 

In der irischen Folklore ist eine Banshee ursprünglich ein weiblicher Geist, der für eine bestimmte Familie zuständig ist. Dieser schreit auf unheimliche und klagende Weise, um den nahenden Tod eines der Familienmitglieder anzukündigen und somit die Familie vorzuwarnen. 

Erst später entwickelten sich Gruselgeschichten, die dem Schrei die Gabe zu töten zuschrieben. 

 

Weibliche Geister und Göttinnen wurden häufig mit dem Schicksal in Verbindung gebracht. 

So gelten die Parzen der römischen Mythologie bzw. die griechischen Moiren als Weberinnen des Schicksalsfaden, den sie am Ende des Lebens durchtrennen. 

 

Der Begriff Fee stammt übrigens ebenfalls von lateinisch fatum für Schicksal, französisch fée. Damit verwandt ist auch das Wort fatal, das sowohl schicksalhaft, aber auch verhängnisvoll und tödlich bedeutet. 

 

Bei Serena war mir klar, dass sie sich Mühe geben würde bei dem Kostüm, weil sie sich eigentlich supergerne verkleidet. Sie liebt das, würde es aber vor den anderen nicht zugeben.

Und eigentlich würde sie sich auch gerne hübsch machen, aber das hat sie sich dann nicht getraut, aber sie hat eine doch sehr weibliche Figur als Verkleidung gewählt, die eine gewisse Mysteriösität, aber auch Unheimlichkeit und Macht ausstrahlt. 

Außerdem zeigen sich Banshees für gewöhnlich nicht, was zu Serenas Art, sich lieber zu verstecken, passt. :D

 

 

 

 

Justin / Trust - Der Sheriff

Der Hüter von Recht und Ordnung, dem Vertrauen geschenkt wird

 

 

Sich verkleiden ist nichts, was Justin besonders gern macht, außerdem hat er kein Geld, um sich ein Kostüm zu leisten. Er hat auch überlegt, sich gar nicht zu verkleiden, aber Vivien ist ihm zu Hilfe gekommen und hat ihm vorgeschlagen, als Sheriff zu gehen.

Ihr kleiner Bruder war mal zu Fasching als Sheriff gegangen, daher konnte sie Justin den Sheriffstern, das Holster mit dem Revolver und den Hut geben. Aus dem Hut musste sie nur die Polsterungen rausnehmen, damit er auf Justins Kopf passte. :D

Und Justin hat ja ohnehin sehr viele Karohemden. XD 

Außerdem war klar, dass Justin keine Gruselgestalt sein wollen würde. Als Monster hätte er sich einfach grundsätzlich nicht verkleidet. 

 

Die Verkleidung als Sheriff passt nicht nur zu Justins Namen, der Gerechtigkeit bedeutet, sondern ist im weitesten Sinne auch mit seinem Beschützernamen Vertrauen verbunden, da üblicherweise eine Stadt ihrem Sheriff vertraut, dass er für Recht und Ordnung sorgt. 

 

 

Vivien / Unite - Two-Face

Gut und Böse vereint

 

 

Viviens Verkleidung war die schwierigste Entscheidung. Fest stand, dass sie sich auch vor einem etwas aufwendigeren Kostüm nicht scheuen würde. Es war auch nicht abwegig, dass sie die Gelegenheit nutzen würde, um eine böse Figur darzustellen. Schwierig fand ich es allerdings, eine Verkleidung zu finden, die zu ihrem Beschützernamen Vereinen passt. 

 

Zunächst hatte ich überlegt, dass sie zur Hälfte einen Engel und zur anderen einen Teufel darstellen würde, aber das war einfach zu einfallslos für sie. Auf meiner Suche stieß ich dann auf den Bösewicht Two-Face aus dem Batman-Universum. Typisch für diesen Charakter ist, dass er anhand einer Münze entscheidet, wie er handelt, ob er jemanden tötet oder am Leben lässt, also ob seine gute oder schlechte Seite übernimmt. Da Vivien aber ihre Entscheidungen lieber selbst trifft, hat sie das nicht durchgezogen, sondern fand es einfach lustig, auf der einen Seite eine gute Person und auf der anderen Seite eine böse darzustellen, je nach Lust und Laune eben, und dabei beide Seiten zu vereinen. 

 

 

Erik / Secret - Das Phantom der Oper

Das geheimnisvolle Genie

 

 

Bei Erik war abzusehen, dass er bei seinem Kostüm kein hässliches Monstrum nehmen würde, sondern immer noch eine gewisse aristokratische Würde und Attraktivität ausstrahlen wollen würde. Daher war der erste Gedanke ein Vampir, aber das war ihm viel zu banal, zumal er ungern auf das Blut anderer Menschen angewiesen wäre. Da war das Phantom der Oper nicht nur aufgrund der Namensübereinstimmung die naheliegendere Wahl. 

 

Das Phantom der Oper ist ein Genie, das sich allerdings gerne versteckt hält und die Nähe von Menschen meidet, sie aber die ganze Zeit beobachtet.

Allein die Liebe zu dem Mädchen Christine, dem er als "Engel der Muse/Musik" ungesehen das Singen lehrt, bringt das Phantom schließlich dazu, sich zu zeigen.  Als ihr selbst ernannter Beschützer ist er allerdings auch bereit über Leichen zu gehen und ihre Zuneigung zu erzwingen.  

 

Die Maske, die das halbe Gesicht verdeckt und durch das Musical typisch für das Phantom geworden ist, weist auf eine Zweiteilung hin, wie es schon bei Viviens Kostüm der Fall war.

Die Aufspaltung in Erik und Secret/Geheim wird dadurch symbolisch angedeutet.

 

Die Maske versteckt die entstellte, unschöne Seite des Phantoms, etwas, das es nicht zeigen möchte. 

Masken zu tragen und eine Rolle zu spielen, ist bei Erik ein großes Thema, was in den noch kommenden Kapiteln immer stärker in den Fokus treten wird. 

 

 

 

 

Ariane / Desire - Die gute Fee oder doch Aschenputtel?

Wünsche erfüllen

 

 

Bei Ariane stand fest, dass sie sich zu dieser Gelegenheit hübsch machen würde, da sie sich das nur zu besonderen Anlässen traut. Eine entstellte Figur oder ein Monster kamen daher nicht in Frage. 

 

Sie selbst bezeichnet ihre Verkleidung als die einer guten Fee. Doch jeder, der sie sieht, hält sie zunächst für Aschenputtel. 

Das einzige, das sie als Fee ausweist, ist der Zauberstab mit einem großen Stern, den sie bei sich trägt. 

 

Ein Märchenkleid

 

Arianes Kleid und ihr Haarschmuck werden als besonders schön beschrieben:

    das lange Kleid aus perlmuttartig glänzendem Stoff, dessen helle Farbe je nach Lichteinfall bläulich schimmerte

    In ihre Steckfrisur waren silberner Draht und glitzernde Perlen eingearbeitet, die hell funkelten und nur von den Ohrringen übertroffen wurden, die ihre Mutter ihr geliehen hatte.

    in ihrem hellen Märchenkleid

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie mit Aschenputtel verwechselt wird. 

 

 

In Disneys Cinderella Zeichentrick ist das Kleid weiß-silbern, was zu Merchandise Zwecken dann in Hellblau umgeändert wurde.

In Disneys Realverfilmung ist es erstaunlicherweise die gute Fee, die ein Kleid in der Farbe trägt, die Cinderellas ursprünglichem Kleid ähnelt. 

 

 

Werfen wir also einen Blick auf andere Feenfiguren. 

 

In Disneys Pinocchio wird die Blaue Fee in einem wunderschönen hellblau glitzernden Kleid dargestellt. 

 

 

Ihre Frisur erinnert mich an Ewigkeit, die von Ariane auch zunächst für eine Fee gehalten wird. 

Im Musical Wicked, das auf der Geschichte Der Zauberer von Oz aufbaut, trägt die gute Hexe Glinda auch ein hellblau glitzerndes Kleid. 

 

 

Bezüglich Arianes Frisur hatte ich mich an den Film "Die Reise ins Labyrinth" zurückerinnert, den ich Jahre zuvor einmal gesehen hatte und dessen filigraner Haarschmuck mich damals sehr beeindruckt hatte. 

Arianes Haarschmuck sieht zwar deutlich anders und nicht floral aus, sondern eher wie glitzernde Tautropfen, aber dennoch teile ich hier ein paar Bilder dazu, zumal auch das Outfit in die Kategorie helles Märchenkleid passt: 

 

 

Zum Schluss der Kleiderfrage sei noch darauf verwiesen, dass Christine, die vom Phantom geliebt wird, auch in einem weißen Kleid dargestellt wird, das ihre Unschuld unterstreichen soll. 

 

 

 

Das zerstörte Kleid

 

 

Die Szene, in der Arianes Kleid ruiniert wird, erinnert daran, wie die bösen Stiefschwestern Cinderellas Kleid im Disney Zeichentrickfilm zerreißen, und lässt Ariane in diesem Moment abermals wie Aschenputtel wirken. 

„Das hast du absichtlich gemacht!“

„Es tut mir leid.“, stieß Ariane kleinlaut hervor.

„Du Miststück!“, brüllte Ruth, wirbelte herum und schüttete die rote Bowle aus ihrem Plastikbecher direkt auf Ariane.

Die klebrige rote Flüssigkeit traf ihr Kleid und ergoss sich über den hellen Stoff.

Für einen Moment war Ariane sprachlos. Dann registrierte sie, dass der Rest der Mädchengruppe herbeigerannt gekommen war und nun vor ihr stand.

„Was ist passiert?“, wurde Ruth gefragt.

„Sie hat mir den Flügel abgerissen. Mit voller Absicht!“

„Das stimmt nicht!“, widersprach Ariane hastig.

Ihr Einwand zählte nicht. Die anderen Mädchen starrten sie feindselig an.

„Spinnst du? Kannst du es nicht ertragen, dass andere Mädchen auch hübsch sind?“

Ariane war von dieser Frage viel zu überrumpelt, um etwas darauf antworten zu können. Dass man auch nur auf diese Idee kommen konnte, machte sie ganz wirr.

„Nur weil du dir einbildest, du wärst die Allerschönste, kannst du dir nicht alles erlauben!“, keifte eine andere in einem Rotkäppchenkostüm.

Ariane fand nicht mehr die Kraft für Widerworte.

„Was glotzt du denn so dumm?!“

„Du würdest dich sicher nicht mehr so toll fühlen, wenn du weniger hübsch wärst!“, kreischte eine lange, dünne Brünette, die sich als Leopard verkleidet hatte. In einem Akt der Entrüstung tat sie es Ruth gleich und schüttete ihre Bowle über Arianes Kopf.

Ariane schrie auf. Die Zucker-Alkoholbrühe verklebte ihr Haar und lief ihr übers Gesicht. Mit einem Mal kam sie sich völlig hilflos vor.

In ihrer Not drehte sie sich um und entfernte sich einfach so schnell sie konnte von der Mädchengruppe.

 

hatte sich doch die schwarze Wimperntusche wie Pech um ihre Augen herum verteilt und ihr Kleid einen riesigen roten Fleck. Auch was von ihrer Frisur übrig geblieben war, war alles andere als ansehnlich.

Wenn man es genau betrachtet, sieht sie dadurch eher aus wie eine blutige Braut. Ein häufiges Kostüm zu Halloween. Dass die anderen sie schließlich zum blutigen Gewissen einer ermordeten guten Fee erklären, passt allerdings besser zu ihr. :D

 

 

 

Erik als Arianes gute Fee? 

 

 

Erik rettet nicht Arianes Kleid, denn es geht ja gerade darum, dass sie nicht auf ihr Aussehen angewiesen ist, um sich zeigen zu dürfen. Er erinnert sie stattdessen an ihre eigene Stärke und macht ihr klar, dass sie nicht die Erwartungen anderer erfüllen muss, sondern die richtigen Menschen ihren wahren Wert ohnehin erkennen. 

 

Obwohl er sie dazu drängen will, die Party nicht zu verlassen, ist dies schlussendlich Arianes eigene Entscheidung. 

Am liebsten hätte er sie mit sich auf die Tanzfläche gezerrt, aber im gleichen Moment wurde ihm bewusst, dass er damit wieder in die Fußstapfen seines Vaters getreten wäre.

„Wenn du willst, gehen wir.“ Es gelang ihm nicht, seine Stimme so klingen zu lassen, als meine er es ernst. Er wusste, dass er Ariane damit unter Druck setzte, so als verbiete er ihr, seine Erwartungen zu enttäuschen.

Ariane warf ihm einen zweiflerischen Blick zu. „Glaubst du, ich warte auf deine Erlaubnis?“

Ariane ist an diesem Punkt ihre eigene gute Fee.

Sie selbst erlaubt und traut sich, sich nochmals der Menschenmenge zu stellen.

Zuvor hatte sie gesagt, dass sie gerne tanzen würde, und erfüllt sich schließlich diesen Wunsch - auch wenn die Nähe zu Erik sie vor eine weitere Herausforderung stellt. 

 

Wir sind es immer selbst, die sich die eigenen Wünsche erfüllen.

Andere können uns dabei unterstützen und uns Hilfestellungen geben, wie Erik es bei Ariane tut, doch die Schritte müssen wir selbst gehen. 

 

 



New Stuff für den RPG Markt Eigene Serie, Abenteuer, Anmelden, Charaktere, Endzeit, Endzeitszenario, Multiplayer, Neu, RPG, RPG charaktere, Story

Autor:  Werwolfprinz
 
Uberschrift

Eigene Serie - Multiplayer - Romanstil 3.Person - RealAvatare - Adult

 

Nach dem 95% der Menschen durch eine globale Katastrophe vom Planeten Erde ausgelöscht wurden, ist es an dir irgendwie wieder Fuß zu fassen. Selbst nach Wochen, hängt noch immer der Schock und die Trauer in den letzten Überlebenden. Die Ungewissheit, wieso es überhaupt passierte und wie es nun weiter gehen soll, ist allen ein Rätsel. Nur in wenigen Ecken gibt es noch Strom, der hauptsächlich über Solarenergie gewonnen wird. Die Fabriken und Kraftwerke, sind zum erliegen gekommen und in den Städten herrscht eine eisige Stille. Doch es gibt diesen einen Hoffnungsschimmer, ein sich immer wiederholender Funkspruch im Radio...

 

Ich hoffe, ich habe dir Appetit gemacht auf mehr!? Das RPG ist noch nicht vorhanden, aber ich suche bereits jetzt schon Spieler, die Interesse haben auf ein spannendes Endzeitszenario. Gemeinsam ist man weniger einsam!

 

 


Ausgeschnittene Szenen 1. Band: Rate, rate, was ist das Eigene Serie, Ausgeschnittene Szenen, Balance Defenders, Trigger-Warnungen: Depression, Drogenmissbrauch, Gewalt, Missbrauch, Mobbing, Psychische Erkrankung, Suizid, Tod, Trauma, Vergewaltigung

Autor:  Regina_Regenbogen

Als ich davon geträumt habe, einen eigenen Blog zu schreiben, bzw. gaaaaanz am Anfang eine eigene Website zu machen (was noch ist, kann ja noch werden), da habe ich gedacht, es wäre cool, einfach alles, was man bei einem Film als Extra auf die DVD/BluRay packt oder in ein Making-of Buch oder als extra Fanheftchen veröffentlicht, dort zusammenzubringen. Und ich muss sagen, ich mag bei Filmen gerne die ausgeschnittenen Szenen bzw. die alternativen Szenen. Ich finde es immer sehr spannned, was herausgenommen wurde oder welchen anderen Weg die Handlung hätte nehmen können. 

Aus diesem Grund fasse ich mir jetzt doch ein Herz und veröffentliche hier eine Szene bzw. ein ganzes Kapitel, das ich erst für die Veröffentlichung hier auf animexx herausgeschnitten habe. 

Dieses Kapitel mit dem Titel "Rate, rate, was ist das" kam zwischen dem Mittelpunkt des Labyrinths (Kapitel 10 "Im Mittelpunkt des Labyrinths") und den Spiegelsälen (Kapitel 11 "Seelenscherben"). 

 

Warum habe ich das Kapitel eigentlich herausgeschnitten? 

Ich glaube, weil es sehr persönlich ist und beklemmend.

Es drückt in vielerlei Hinsicht all die negativen Gedanken in meinem Herzen aus, die Serena mit mir teilt. Auf der einen Seite dachte ich, dass es extrem kindisch ist bzw. es viele dafür halten könnten, besonders die Teile, die über Tierleid gehen, und auf der anderen Seite, dass es schlussendlich die Stimmung extrem niederdrückt. 

Aber daher gibt es bei diesem Blogeintrag tatsächlich Triggerwarnungen! :D

 

Zur Erinnerung, was an diesem Punkt geschehen war: 

Nachdem die fünf in Begleitung von Secret durch das Labyrinth geirrt waren und vor dessen Fallen flüchten mussten, waren sie im Mittelpunkt des Labyrinths, einem sich drehenden Raum, gelandet, wo sie leuchtende Quader in die dafür vorgesehenen Löcher bugsieren mussten. 

Da ich damals den Schluss von Kapitel 10 "Im Mittelpunkt des Labyrinths" ändern musste, damit es zusammenpasste, beginnt die ausgeschnittene Szene mit dem ursprünglichen Ende von Kapitel 10. 

Viel Spaß! 

 

 

 

 

Ausgeschnittene Szene

 

Zu guter Letzt war nur mehr ein Quader übrig, den Ariane, Vitali und Serena übernahmen. Angespannt fragten sie sich, was sie nachfolgend auslösen würden. Wieder zeigte sich das gleiche Schauspiel wie die neun Mal davor. Dann herrschte beklemmende Stille. Nichts tat sich.

Fragend schauten sie sich um, aber es trat kein außergewöhnliches Ereignis ein.

„Sollte jetzt nicht mal irgendwas passieren?“, fragte Vitali.

Wie um seinen Worten Folge zu leisten, drehte sich der Raum im Uhrzeigersinn. Andere Vorgänge blieben weiterhin aus.

Weitere Momente warteten sie, ohne Erfolg.

„Mir reicht’s!“, rief Vitali und drehte sich zu Secret. „Hey Schwarzenegger, wir rennen jetzt einfach die Wand rechts ein.“

Serena schimpfte: „Das ist doch totaler Schwachsinn!“

Vitali erwiderte entschieden. „Wenn die im Fernsehen das können, können wir das schon lange!“

Secret sah wenig überzeugt aus, rannte aber dennoch gemeinsam mit Vitali auf die Wand zu.

Plötzlich schien sich dort etwas zu tun. Bevor die beiden noch anhalten konnten, hatte die Wand sich in der Mitte geteilt und war auseinandergefahren.

Von der nun unnötig gewordenen Wucht des Anlaufs wurden Vitali und Secret mitgerissen und stürzten auf den Boden des neuen Raums.

„Blöde Idee.“, sagte Secret.

„Wieso? Hat doch geklappt.“, entgegnete Vitali, der sich schon daran gewöhnt hatte, in neuen Räumen als erstes Mal auf dem Boden zu landen. „Vor Angst ist die Wand einfach verschwunden!“

„Super gemacht!“, lobte Vivien, die mit den anderen hinterhergerannt kam. Als der letzte von ihnen den sich aufgetanen Raum betreten hatte, schloss sich die Öffnung wieder und ihre Blicke schweiften durch das unbekannte Territorium.

Den sechsen stockte der Atem.

 

 

Rate, rate, was ist das

 

„Wir alle benutzen einander und nennen es Liebe.“

(Tennesse Williams, US-amerik. Schriftsteller)

 

Der gesamte Raum, die Wände, die Decke, der Boden, alles war tapeziert mit unzähligen Bildern. Grauenhaften Bildern!

Bilder von einer geschändeten, abgestorbenen, ausgebeuteten Natur.

Bilder von aufgeschlitzten, erlegten, gequälten Tieren. Bilder von Tierversuchen. Bilder, die zeigten, wie Nutztieren der Kopf abgeschnitten wird. Die in Angst aufgerissenen Augen. Wie Wildtiere ausgenommen, wie Rinder geschächtet werden. Langsam und erbärmlich ausbluten. Von Tieropfern und Bergen von toten Küken, massakrierten Rindern, niedergemetzelten Hühnern.

Bilder des von Blut tiefrot gefärbten Meeres. Bilder von in einer Blutlache aufeinandergetürmten Fischen, die verzweifelt zappeln. In enge Käfige gequetschte, gefangene, trauernde Geschöpfe. Bei lebendigem Leib ins Feuer oder siedendes Wasser Geworfene, Verstümmelte. Und es ging noch weiter.

Bilder, die Kinderprostitution, Drogenmissbrauch, Mord und Gewalt zeigten.

Bilder von Leichen. Menschen, die durch Krankheiten hinweggerafft wurden. Bilder von abgetriebenen Föten. Leblose Körper, die nie Liebe erfahren hatten. Abgemagerte Tote, um die sich keiner einen Dreck scherte. Geschundene Menschenleiber, die aus Spaß getötet worden waren. Kriegsleichen in Massengräbern.

Bilder von geschlagenen Kindern, von gefolterten Menschen, von einsamen, trauenden, entsetzten, aussätzigen Menschen. Bilder, auf denen drangsaliert, gepeinigt, misshandelt wurde, auf denen Menschen Selbstmord begingen, sich selbst verstümmelten, aus Selbsthass, aus innerer Leere, aus der Leere, die andere in ihrem Innern hinterlassen hatten. Unaussprechliches Leid.

Sobald die Augen auf die grotesken Abbildungen fielen, schienen diese sich unmerklich zu bewegen. Ihre stummen Schreie tönten in den Ohren und wollten nicht mehr abreißen.

Die Augen konnten nicht vor ihnen verschlossen werden. Wie Gespenster tanzten sie auf dem Inneren der Augenlider und quälten den Betrachter, brannten sich unauslöschlich ins Gehirn.

„Oh Gott!“, stieß Ariane atemlos aus. Entsetzt versuchte sie sich abzuwenden, aber die Bilder waren überall und suchten sie heim.

Plötzlich sahen die sechs, wie in der Mitte des Raums ein gelblich leuchtendes Hologramm auftauchte. Drei flimmernde Worte erschienen in dem Licht:

 

Was siehst du?

Darunter stand eine 2 geschrieben.

 

Die sechs traten näher heran.

„Wie, was wir sehen?“, fragte Vitali.

„Die Hölle.“, flüsterte Ariane, mehr zu sich als an die anderen gerichtet.

Zeitgleich wurde aus der 2 eine 1.

„Alter, was?“, rief Vitali

Justin antwortete: „Offenbar hatten wir nur zwei Versuche, um das Rätsel zu lösen.“

„Und die Antwort war falsch.“, fügte Secret hinzu.

„Tut mir leid.“, sagte Ariane beschämt, sie hatte nicht gewusst, dass ihr leiser Ausruf sie alle in Schwierigkeiten bringen würde.

„Dafür kannst du nichts.“, beruhigte Justin sie.

„Aber was will das Ding denn hören?“, schimpfte Vitali.

Secret starrte ernst auf das Hologramm. „Die nächste Antwort müssen wir uns auf jeden Fall gut überlegen. Wer weiß, was sonst passiert.“

Widerwillig schauten sie sich noch einmal um.

Vivien drehte sich zu Justin. „Fällt dir was ein?“

Er schüttelte betrübt den Kopf.

Serena ergriff das Wort. „Das ist doch nicht so schwer.“

Fragend sahen die anderen sie an.

Serenas Gesichtsausdruck war versteinert. „Das ist die Wirklichkeit.“

Schlagartig färbte sich das Hologramm in einen dunkleren Farbton, die Schrift verschwand und wurde ersetzt durch eine andere.

Für einen kurzen Moment starrten die fünf Serena an.

Sie erwiderte die Blicke nicht. Stattdessen war sie bereits auf den neuen Text fixiert, der gerade aufgetaucht war.

Die anderen taten es ihr gleich. Jetzt war nicht die Zeit, sich über Serenas Antwort tiefsinnige Gedanken zu machen.

Vivien las vor: „Diese Empfindung, die mein Blut zum Kochen bringt, die in meinen Adern pocht. Nicht von mir ablässt, meine Sinne benebelt, meine Gedanken nur in eine Richtung lenkt. Dieses Gefühl zwischen Lachen und Schreien, zwischen Wahnsinn und Freude, das mir fast den Verstand raubt und doch klarer mich denken lässt als je zuvor. Das mich trotz allem am Leben hält. Dessen Name mir entfallen.“

„Wir sollen also dieses Gefühl benennen.“, schlussfolgerte Secret.

Vitali nörgelte. „Ist das hier ’ne Gedichtinterpretation, oder was?!“

Dieses Mal wandte Ariane sich erst den anderen zu, um nicht versehentlich wieder eine falsche Antwort zu geben. Sie sah, dass Serenas Blick fest auf das Gedicht gerichtet war. Irgendwie schien sie mit den Gedanken weit fort zu sein.

„Es klingt wie in vielen Liebesliedern, findet ihr nicht?“, erkundigte sie sich bei den anderen, darauf bedacht, nicht unbeabsichtigt einen Mechanismus auszulösen.

Justin nickte.

„Aber …“ Ariane sah zu Serena.

Serena war unsicher. Sollte sie den anderen sagen, was sie vermutete? Sicher hielten sie sie für verrückt. Dieses quälende Gefühl, das sich in ihr eingenistet hatte und das durch die Worte des Gedichts angeregt worden war… Vielleicht hatte Ariane mit ihrer Idee ja doch Recht.

Vivien schüttelte den Kopf.

„Was ist?“, fragte Justin.

„Ich weiß nicht, was es ist, aber es ist nicht das, was wir denken.“, antwortete sie. „Es klingt eher wie…“ Sie unterbrach sich. „Ihr wisst schon, wenn man wütend ist.“

Serena schwieg.

„Aber dann kann man doch nicht klarer denken.“, wandte Ariane ein.

Vivien lachte. „Wenn man verliebt ist auch nicht.“

Ariane schwieg, denn sie hatte keine Ahnung, wie sich Verliebtheit anfühlte. Sie kannte nur die zahlreichen Beschreibungen.

„Wollen wir jetzt irgendwas sagen oder nicht?“, maulte Vitali.

Justin wandte sich an die anderen. „Vielleicht ist es doch, was Ariane zuerst vorgeschlagen hat. Serena?“

Serena zuckte mit den Schultern.

„Sicher?“, fragte Ariane.

Keiner antwortete.

„Das klingt eher, als wäre jemand total besessen.“, meinte Vitali.

Schüchtern gab Justin von sich: „Naja, man ist auch …“ Er errötete und wagte nicht in Viviens Richtung zu sehen.

„Wir sind hier inmitten von Horrorbildern und ihr denkt ernsthaft, dass das die Antwort ist?“, rief Vitali.

Plötzlich veränderte sich etwas an dem Hologramm, es begann rot zu blinken und ein Countdown lief von 10 rückwärts.

Vitali stieß einen Fluch aus.

Der Raum fing an, heftig zu beben. Dann rieselte Staub von der Decke, ehe im nächsten Moment ganze Betonblöcke herabfielen.

Vitali sah die anderen drängend an. „Schnell!“

Wie vom Donner gerührt brüllte Serena nun aus Leibeskräften: „Hass!“

Stille.

Der Einsturz war abgebremst worden. Das Hologramm verschwand.

Die sechs schnappten nach Luft.

Vitali schrie sie an. „Wenn du es wusstest, hättest du es auch gleich sagen können!“

Serena wich seinem Blick aus.

„Woher wusstest du…“, hob Ariane verunsichert an.

Serena antwortete kurz und distanziert. „Wahrscheinlich hast du noch nie jemanden richtig gehasst.“ Sie spuckte das Wort auf eine Weise aus, die einen unwillkürlich an die Stimmen der Schatthen erinnerte.

Ehe einer von ihnen auf den Kommentar eingehen konnte, zeigte sich eine neuerliche Veränderung an der Umgebung.

Aus dem Boden einige Schritte vor ihnen zischten an einer Stelle helle, ausgefranste Lichtfetzen. Weiße Funken stoben auf, ähnlich denen bei einer Wunderkerze.

In rasender Geschwindigkeit zog das Lichtband einen großen Kreis. Als Anfang und Ende der Linie sich fanden, färbte sich das Innere des Kreises weiß, das Licht aus dem Kreisrand erlosch. Dann tauchten gleichzeitig sechs große Punkte innerhalb des Kreises auf. Sie erschienen von der Mitte ausgehend, bis sie vollständig sichtbar waren, als seien sie mit einem Spezialeffekt aus einer Powerpoint-Präsentation eingeblendet worden. Anschließend entstanden Verbindungslinien zwischen den einzelnen Punkten und zeichneten zwei sich schneidende, gleichseitige Dreiecke auf den Boden, die gemeinsam einen sechszackigen Stern bildeten – ein Hexagramm.

 

„Was soll das jetzt?“, fragte Vitali ungläubig.

Die sechs betrachteten die Bodenverzierung, die es ihnen endlich ermöglichte, ihre Augen auf etwas anderes als auf grauenhafte Horrorbilder zu richten.

Secret stellte fest: „Die Punkte in den Ecken sind jeweils groß genug für einen.“

Vitali hakte nach: „Also sollen wir uns da reinstellen?“

„Das gefällt mir nicht.“, sagte Justin. „Wir sollten zusammenbleiben.“

„Es wird schon nicht so lange dauern.“, meinte Vivien zuversichtlich und lächelte Justin ermutigend an.

„Uns bleibt ohnehin keine Wahl.“, entgegnete Secret knapp.

Ariane sah bekümmert aus. „Langsam wirkt es so, als würden wir hier ewig von einem kranken Spiel ins nächste stolpern.“

Vivien scherzte. „Vielleicht gibt es irgendwann ein Rollenspiel mit uns!“

Secret blieb ernst. „Wollen wir nur hoffen, dass das die letzte Etappe ist.“

„Ich hoffe viel eher, dass wir das überleben.“, meinte Serena.

Etwas widerwillig begab sich jeder von ihnen auf einen der Punkte.

Serena nahm den Platz zwischen Justin und Secret ein, gegenüber Vitali, der links von Ariane und rechts von Vivien umgeben war. Kurze Zeit standen die sechs schweigend da, ohne dass etwas geschah.

„Alter, wieso macht es nie sofort etwas?“, rief Vitali.

Im selben Atemzug schoss etwas aus der Begrenzung ihrer Kreise hervor und schloss jeden der sechs ringsum ein.

Noch ehe ihre Augen dem Schauspiel überhaupt hatten folgen können, sahen sie sich jeweils in einem durchsichtigen Zylinder gefangen.

Ein paar von ihnen hämmerten sogleich auf ihr Gefängnis ein und schrien nach einander, aber das panzerglasähnliche Material verschluckte jeden Ton.

Von jetzt auf nachher erlosch sämtliches Licht im Raum und tauchte ihre Umgebung in Finsternis. Nur das Innere ihrer sechs Zylinder war in einen blassen petrolfarbenen Schein gehüllt und hob sich aus der undurchdringlichen Schwärze ab.

 

Noch einmal schlug Justin auf die Scheibe ein. Nutzlos.

Er gab es auf. Entsetzt starrte er auf die anderen, deren Angst und Verzweiflung deutlich auf ihren Gesichtern geschrieben standen.

Er musste ihnen doch helfen!

Auf einmal bildete sich auf der Zylinderoberfläche vor ihm ein virtuelles Fenster ab. Einzelne Buchstaben wurden von links nach rechts in schnellem Tempo eingeblendet und fanden sich zu einer Frage zusammen. Darunter setzte sogleich ein bei zehn beginnender Countdown ein.

Die anderen fünf sahen Augenblicke später, wie in der Mitte des Hexagramms ein Licht aus dem Boden floss. Die Fläche wirkte wie ein mehrdimensionaler Fernseher, bei dem jeder der sechs einen guten Blick auf das Bild werfen konnte. Verschiedene Bilder flimmerten auf. Fotos, kurze bewegte Sequenzen, Schlagzeilen von Kindsmord, Kindesmissbrauch, von dem Hungertod überlassenen und geschlagenen, einsamen, weinenden, im Stich gelassenen Kindern.

Entsetzen schnürte ihnen die Kehle zu. Manche von ihnen mussten sich abwenden, weil sie den Anblick nicht länger ertrugen.

Dann verschwanden die Bilder wieder, als wären sie von einem schwarzen Loch eingesogen worden.

Und mit ihnen erlosch das Licht von Justins Zylinder.

Die aufgeschreckten Schreie der fünf kamen nie bei ihm an.

 

Arianes zitternde Hände ruhten auf der Glasfläche. Ihre Augen waren ausdruckslos auf Justins Zylinder gerichtet, oder besser gesagt auf den Ort, an dem er eben noch gestanden hatte. Wer wusste schon, ob er nicht von der Schwärze verschluckt oder in den Boden aufgesaugt worden war.

Was war das nur für ein krankes Psychospielchen?

Ein schluchzendes Atemgeräusch erfüllte Arianes Zylinder und Tränen schossen ihr in die Augen.

Es sollte endlich aufhören!

Die Zylinderoberfläche vor ihr veränderte sich.

Sekunden darauf erschien die Bildfläche in der Mitte des Hexagramms erneut. Dieses Mal waren es Bilder von streitenden Paaren, die in Gewalt ausarteten. Eine Ehestatistik. Liebloses Nebenherleben. Treulosigkeit. Vergewaltigung in der Ehe. Schlagende, brutale Partner, die auf ihr Gegenüber eindroschen.

Arianes Zylinder wurde schwarz.

 

„Neeeeiiin!!!!!“ Vitali schlug erneut auf das Fenster vor sich ein. „Neeeiin!“ Bebend vor Verbitterung und Entsetzen lehnte er seine Stirn und beide Fäuste gegen die Scheibe. Seine innere Pein suchte einen Weg an die Oberfläche und ein unwillkürliches Wimmern stahl sich von seinen Lippen.

Es hörte ja eh keiner.

Mit fest zusammengebissenen Zähnen starrte er anschließend auf die anderen drei, die übrig geblieben waren. Er sah, dass Serena mit leerem Ausdruck erstarrt war, als habe sie noch gar nicht richtig registriert, was hier eigentlich geschah.

Diese dumme Kuh! Und Secret dieser Idiot! Sein Gesichtsausdruck war der gleiche unnahbare wie immer. So als würde ihn das alles überhaupt nichts angehen!

Verflucht!

Vitali wurde von einer Mischung aus Wut und Verzweiflung gepackt. Er wollte auf etwas einschlagen, irgendwie seinen Zorn freilassen. Denjenigen umbringen, der ihnen das antat!

Dann fiel sein Blick auf Vivien.

Als Justins Zylinder verschwunden war, war sie hysterisch in sich zusammengebrochen. Nichts von dem immerfröhlichen Mädchen war übrig geblieben. Sie war ein Häufchen Elend gewesen, gefangen in der Einsamkeit des engen Zylinders.

Vitali wusste nicht, wie sie es geschafft hatte, sich überhaupt wieder aufzurichten. Ihr nunmehr seltsam fester Blick war auf ihn gerichtet.

Es blieb Vitali nicht die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was dieser Blick bedeutete. Etwas anderes zog seine Aufmerksamkeit auf sich.

Nachdem ein neuer Film zu den Themengebieten Freundesverrat, Ausnutzung und schmerzhafte Enttäuschung vorübergezogen war, verschwand auch Vitali in der Finsternis.

 

Vivien hörte ihren eigenen Atem und zwang sich, beherrscht zu bleiben. Sie musste klar denken. Das alles war immer noch ein Spiel. Bei den anderen drei hatte sie gesehen, wie ihre Augen sich auf etwas auf der Zylinderoberfläche konzentriert hatten, auch wenn man von außen nicht erkennen hatte können, was genau es war. Kurz darauf waren dann jedes Mal die Filme abgespielt worden und Justin, Ariane und nun auch Vitali waren verschwunden.

Ganz ruhig. Sie mussten nur gewinnen, das war alles, dann wären die anderen gerettet.

Jäher Zweifel überfiel Vivien. Übelkeit stieg in ihr auf.

Es waren jedes Mal verschiedene Filme gewesen! Was, wenn es auch verschiedene Fragen waren?

Was, wenn es dieses Mal nicht um das Gewinnen der Gruppe ging, sondern jeder für sich um sein Leben spielte? Dann waren die anderen verloren!

Nein! Vivien versuchte, den Gedanken zu verdrängen. Diese Horrorszenarien brachten sie nicht weiter. Vielleicht ging es ja darum, dass man so viele Punkte wie möglich sammelte. Drei von sechs waren ausgeschieden, das hieß, dass sie nicht mehr gewinnen konnten. Aber sie konnten unentschieden spielen!

Vivien konzentrierte sich auf die Scheibe vor sich und wartete fest entschlossen auf ihre Frage. Und die Frage kam.

 

Serena glitt auf den Boden des Zylinders. Dann sah sie Viviens fröhliches Gesicht ihr siegessicher zulächeln. War es jetzt vorbei? Für immer?

Serena starrte auf die Schwärze von der sie eingehüllt war. Das Bild vor ihr verschwamm für einen Moment. Sie war das letzte zurückgebliebene Licht.

Viviens Lächeln war nichts als ein Hirngespinst. Auch Vivien und Secret hatten sie hier in der Finsternis zurückgelassen.

Die Bilder von Geschwisterhass und erbitterten Kämpfen bis zu Geschwistermord, von Selbstverstümmelung, Selbsthass und Selbstmord, die Serena eben zu Gesicht bekommen hatte, zogen noch einmal an ihrem geistigen Auge vorbei. Alles schien so unwirklich. Es konnte nicht echt sein. Nicht echt.

Jäh war Serena einer Panikattacke nah. Sie wollte schreien und kreischen, sich einem hysterischen Anfall hingeben, aber sie blieb am Boden kauern, still und apathisch.

Ein leises, schrilles Geräusch begleitete ihr Einatmen. Wie eine Geisteskranke schüttelte Serena den Kopf und wollte nur noch, dass es vorbei war. Ihr Gesicht verzog sich zu einer Maske des Leids, aber es drang kein Geräusch aus ihrem Mund, keine Tränen linderten ihre Qual.

Sie hatte solche brennende Sehnsucht nach den anderen fünf, dass es sie fast zerriss.

In diesem Moment erschien auch vor ihr die Frage, die keiner der anderen hatte richtig beantworten können.

Der Countdown lief.

10

09

08

Schnellstmöglich befreite sich Serenas Geist von ihrem Wahn und bemühte sich, ihre Gedanken wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

07

Mit einem Mal ergab alles einen Sinn. Die Filme. Das Erlöschen der Zylinder.

Die anderen hatten die gleiche Frage gestellt bekommen und jede der Antworten war durch einen Film widerlegt worden. 

Liebe zwischen Eltern und Kindern

Die Liebe zwischen Partnern

Liebe zu Freunden

Geschwisterliebe

Liebe zu sich selbst

Alles war falsch.

06

Die Frage brannte sich in Serenas Gehirn.

Wo ist die Liebe?

05

Serena wurde panisch. Suchte hektisch nach möglichen Antworten. Fand keine. Entdeckte die eine. Die einzige.

04

Die Antwort, die so nahe lag, dass es ihr unbändige Qualen bereitete, wollte nicht über ihre Lippen kommen.

Nein…

03

Es war doch so leicht! So schrecklich leicht! Sie brauchte es doch nur noch zu sagen! Aber etwas… etwas ganz tief in ihr weigerte sich so heftig, so vehement, leidenschaftlich und verzweifelt, die letzten Worte auszusprechen, dass es ihr die Luft abschnürte. Ihre Stimmbänder widersetzten sich ihren Befehlen. Ein grauenhaftes Stechen in der Brust wollte sie zurückhalten. Doch Serena verschloss sich vor der inneren Stimme, die sie lautstark warnen wollte:

An diesem Ort gab es keine leeren Worte, keine unverbindlichen Aussagen!

02

Brutal riss sich Serena von allem los. Sie zerfetzte die unsichtbaren Stränge, die sie zu beschützen suchten. Dann schrie sie, schrill, hysterisch,… tödlich.

„ES GIBT KEINE LIEBE!!!!!“

Die Worte drangen mit einer immensen Intensität durch das schalldichte Glas. Sie hallten wie ein ewiges, qualvolles Echo und besiegelten Serenas unauslöschliche Entscheidung.

Und während Serenas Zylinder erleuchtet blieb, erlosch etwas anderes, weit Wichtigeres in ihrem Herzen.

 

Von der Finsternis in eiserne Fesseln gelegt und jeglicher Sicht beraubt, stand Secret da, unbewegt, unwissend, nüchtern. Er wusste nicht, ob sich etwas an seiner Umgebung verändert hatte, ob er sich noch in dem Zylinder befand oder an einem vollkommen anderen Ort. Er war allein. Allein mit seinen Gedanken und Befürchtungen. Jede Sekunde konnte seine letzte sein. Wahrscheinlich lauerte sein baldiger Tod bereits in der undurchdringlichen Schwärze. Doch nicht einmal dieser Gedanke konnte seinem Inneren jegliches Gefühl entlocken. In eisige Gefühlskälte gehüllt, wartete er. War gespenstisch gleichgültig gegenüber allem.

Dann kam der Schrei.

Die Worte berührten Secret nicht. Nichts hatte ihn berühren können, seit er in diesem Reich erwacht war, und somit soweit er sich erinnern konnte. Dennoch wusste er genau, welches Leid die Person verspürte, deren Stimme kaum noch zu erkennen gewesen war – verzerrt von innerer Zerrissenheit.

Er wusste es einfach, wusste wie Serena sich fühlte. Ohne Grund. Und er spürte es und spürte es nicht. Nicht mit seinem Herzen. Es war ein fremder Teil in ihm, der auf den Schmerz des Mädchens reagierte, als kenne er ihn selbst nur zu gut. Ein Teil, der von Secret abgetrennt war und doch untrennbar mit ihm verbunden.

Plötzlich verschwand die Dunkelheit.

 

Die Schwärze spie die fünf fehlenden zylinderförmigen Glasgefängnisse wieder aus. Sie waren alle wieder da. Justin, Ariane, Vitali, Vivien und Secret. Keiner fehlte. Noch einmal wurde ihnen kurzzeitig die Sicht geraubt, als das gesamte Hexagramm hell aufleuchtete. Die Linien, die runde Fläche, auf die der Davidsstern gezeichnet war, und dann das gesamte Gebiet wurden in gleißendes Licht gehüllt.

Als der blendende Effekt nachgelassen hatte, schwebte der sechszackige Stern, auf dem sie standen, in einer unbestimmten weißen Weite. Ohne Oben und Unten, ohne Rechts und Links. Die grausigen Bilder waren verschwunden.

Von den Ereignissen überwältigt, starrten sie einander an. Die unverhoffte Rettung erschien ihnen im ersten Moment wie ein reiner Wunschgedanke, ein letzter verzweifelter Versuch ihres Gehirns, das bittere Ende durch eine Wahnvorstellung ein wenig zu versüßen.

 Wieder beieinander zu sein, unversehrt, ohne Verluste, war einfach zu perfekt, um es nach all dem Schrecken sofort als Wahrheit zu akzeptieren.

Ohne Verluste …

Serenas Ruf, der bis in die Finsternis zu ihnen vorgedrungen war, kam ihnen wieder in den Sinn. Das blanke Grauen war über sie gekommen, als sie die schrillen Worte vernommen hatten. Wie der Schrei einer Todesfee hatte es sich angehört, schlimmer als das Geräusch von Fingernägeln, die über eine Schiefertafel kratzten, schmerzhaft und unmenschlich.

Mit dieser Seelenqual sollte Serena sie gerettet haben? Zu welchem Preis.

Sie sahen Serena auf dem Boden ihres Zylinders kauern, den Blick gesenkt, so als habe sie noch gar nicht registriert, dass sie alle wieder da waren, oder als sei das nicht länger wichtig.

Ein eisiger Schauer lief ihnen über den Rücken. Sie schüttelten das grausige Gefühl ab. Sicher war sie nur genauso erschöpft und mit den Nerven am Ende wie jeder von ihnen. Im gleichen Moment wussten sie, dass es das nicht war.

Doch ehe ihr Absturz aus dem Freudenhoch über ihre jähe Wiedervereinigung in beißendes Elend richtig in Fahrt kommen konnte, wurden auch ihre Körper in eine namenlose Tiefe gerissen.

Ohne Vorwarnung löste sich der Boden unter ihren Füßen auf und überließ die sechs einem abermaligen Fall.

 

Ende des Kapitels

 

Ab diesem Punkt ging es dann in Kapitel 11 weiter. 

 

 

 

 

 

Ich finde das Kapitel trotz allem sehr gelungen, weshalb ich es mit euch teilen wollte. 

In dieser vormaligen Version gab es bereits klare Anzeichen für Serenas völliges Ausrasten in den Spiegelsälen, weil sie quasi schon an diesem Punkt diesen Weg eingeschlagen hat.  

 

Einzelne Infos sind durch das Ausschneiden leider verloren gegangen, wie

  • dass Vivien, wenn es um Justin geht, ziemlich heftig reagieren kann,
  • dass Ariane keine Ahnung hat, wie sich Verliebtsein anfühlt,
  • dass Secret nichts fühlen kann, aber etwas in ihm mit Serena in Resonanz geht
  • die deutlichen Zeichen von Serenas Finsternis

Daher bin ich froh, das mit euch auf diese Weise teilen zu können. :D

 

Ich würde mich freuen, von euch zu erfahren, was ihr darüber denkt. ^^

 

Alles Liebe! 

Eure Regina

 



Balance Defenders Umfrage Eigene Serie, Balance Defenders, Lieblingscharakter, Lieblingspairing, Umfrage

Autor:  Regina_Regenbogen

Ich versuche mich das erste Mal an einer Umfrage und bin schon sehr auf eure Antworten gespannt! 

~\(≧▽≦)/~ Danke!!!

Welchen Balance Defenders Charakter hast Du am liebsten?
Du kannst natürlich auch mehrere Charaktere auswählen. ;)
Oder alle. XD
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Welches in Balance Defenders angelegte Pärchen magst Du am liebsten?
Du kannst auch mehrere wählen. ;)
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RukaHimenoshi hatte übrigens vorgeschlagen, Shippingnamen zu machen, wodurch es jetzt diese lustigen Begriffe gibt: Trunite (Trust x Unite = Justin x Vivien), Seretali (Serena x Vitali) und Eriane (Erik x Ariane) o(* ̄▽ ̄*)o

 

Welche Zweier-Kombis aus Balance Defenders Charakteren findest/fändest Du am interessantesten?
Du kannst mehrere wählen.
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Bist Du den Balance Defenders Charakteren ähnlich?
Du kannst bei jedem Charakter auswählen, ob du dich ihm ähnlich fühlst. ^^
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JaNein
Serena / Destiny
Vitali / Change
Vivien / Unite
Justin / Trust
Ariane / Desire
Erik / Secret

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Wo bist Du gerade beim Lesen von Balance Defenders?
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Oh, ich freue mich schon so sehr darauf, eure Antworten zu sehen! o(^▽^)o



Ariane - oder von der Schwierigkeit, perfekt zu sein Eigene Serie, Balance Defenders, Besonderheit, Charakter, Normalität, Perfektionismus

Autor:  Regina_Regenbogen
 
Die "Normale" unter den Außenseitern 
 
 
Wie es im letzten Blogartikel schon anklang, wirkt Ariane in einer Gruppe aus Figuren, die an typische Nebencharaktere erinnern, auf den ersten Blick wie die typische Protagonistin. 
 
Während die anderen nicht gerade den Eindruck machen, Teil der beliebtesten Clique zu sein. erscheint Ariane allein schon aufgrund ihrer Schönheit wie jemand, der "dazugehört".
Sie ist selbstbewusst, freundlich, rücksichtsvoll und sehr selbstreflektiert. Zwar hadert sie damit, dass andere ihrem Aussehen zu viel Aufmerksamkeit widmen, aber sie äußert nie irgendeinen sonstigen Groll auf die Welt oder zeigt besonders schrullige, auffallende Eigenschaften.
Kurz gesagt wirkt sie wie ein sehr umgänglicher Mensch, der keine Probleme hat, sich in eine neue Gruppe zu integrieren, oder diesbezüglich Hemmungen oder Angst hätte. 
Weder stößt sie irgendwen vor den Kopf, wie Serena es tut, noch ist sie laut wie Vitali oder übertrieben aufdringlich wie Vivien. Und während wir Justin als sehr unsicher insbesondere in Bezug auf Vivien erleben, scheint Ariane mit einem gesunden Selbstvertrauen gesegnet zu sein. 
Das wirft die Frage auf: Was ist eigentlich ihre Schwäche???
 
 
 
Zugehörig?
 
 
Im Gegensatz zu den anderen fühlt sich Ariane normal und zugehörig. Wir erfahren aber auch, dass sie Erfahrungen gemacht hat, die dem widersprechen. Dennoch lässt sie sich nicht einreden, eine Außenseiterin zu sein. 
Ariane widerstrebt es, andere als eine einförmige Gruppe zu sehen, weshalb sie sich nicht als anders wahrnimmt. Als Feministin hält sie es für falsch, sich als "anders als die anderen Mädchen" zu betrachten, weil alle Frauen, ja, alle Menschen auf ihre Art besonders sind und es nicht darum geht, in Konkurrenz mit anderen zu treten. Daher ist es ihr Anliegen, sich immer als Teil der Gemeinschaft zu verstehen, statt sich von dieser abzugrenzen. 
Sie denkt, dass es niemandem hilft, sich aus der Gruppe der Normalen herauszunehmen, weil sich auf diese Weise ja nichts ändert und man anfängt, Negatives auf die Mehrheit der Menschen zu projizieren. Stattdessen ist es ihr ein Anliegen, Toleranz und Respekt in alle Richtungen zu geben und Gruppen als einzelne Individuen wahrzunehmen. 
 
Das Problem ist, dass sie dadurch oft Menschen, die sich von der Masse abgrenzen, ungewollt vor den Kopf stößt. Ihre Versuche, zu Toleranz aufzurufen, wirken auf Personen, die selbst unter der Intoleranz der "Normalen" gelitten haben, als würde sie Täter verteidigen.
Ariane stellt moralisches Handeln und Denken über Loyalität, etwas, mit dem beispielsweise Serena überhaupt nichts anfangen kann. Ironischerweise hat dadurch Serena den größeren Gemeinschaftssinn als Ariane. Serena ist bereit, die Gruppe, die sie als die ihrige ansieht, gegen alle im Außen zu verteidigen. Ariane dagegen betrachtet immer zuerst neutral die Situation und versucht zu verstehen, was schiefgelaufen ist und geht stets davon aus, dass von beiden Seiten etwas passiert sein muss. 
Die Konsequenz ist, dass Ariane immer außen steht...
 
 
 
Das Los des Außenstehenden
 
 
Arianes Bemühungen, neutral zu sein und vom Besten im Menschen auszugehen, kosten sie einen hohen Preis.
Niemanden als schlecht einzustufen, bedeutet auch, Menschen, die einen schlecht behandeln, nicht abwerten zu dürfen und somit von sich selbst ein Maß an Kontrolliertheit zu erwarten, das gerade in Situationen, in denen man besonders verletzlich ist, zu viel verlangt ist. 
 
Auch versagt sie sich dadurch, sich in eine Gemeinschaft fallen zu lassen und nicht andauernd alles immer wieder kritisch zu hinterfragen. 
Zwar hält sie sich selbst nicht für einen Außenseiter, aber ihr Anspruch, unparteiisch zu sein, verwehrt ihr, sich wirklich aufgehoben und verbunden zu fühlen.  
 
 
 
Scheinheilig? 
 
 
Obgleich Ariane nie jemand anderem direkt Vorwürfe macht, wenn er sich nicht ihren Werten entsprechend verhält, sondern der Person lediglich ihre Sichtweise mitteilt - was bei Erik durchaus ins Vorwurfsvolle geht - kommt es beim anderen und auch beim Leser oft so an, als würde sie diese Perfektion von anderen verlangen. Entsprechend kann es so wirken, als würde sie etwas vom anderen fordern, das sie selbst nicht fähig ist zu leisten. 
 
Ihre ständige Betonung von Neutralität und Toleranz lässt ihr eigenes Versagen in diesem Bereich oft deutlicher hervortreten als das derjenigen, die gar nicht erst einen solchen Anspruch erheben. 
Würde sie nicht immer wieder dafür plädieren, keine Vorurteile zu haben, und würde sie ihre eigenen Fehltritte nicht direkt selbst in Gedanken kommentieren, würden diese nicht so sehr auffallen. Doch so wirkt es, als wäre gerade sie diejenige, die am wenigsten ihre eigenen Kriterien erfüllt. 
Die Krux des Perfektionismus. 
 
 
 
Oberflächlich?
 
 
Ariane leidet sehr darunter, als oberflächlich eingestuft zu werden, und versucht gerade deshalb alles, um in ihrer Rolle als nette und moralische Person wahrgenommen zu werden.
Tragischerweise lässt genau das sie auf andere oberflächlich wirken. 
Anstatt in die Tiefe und Dunkelheit der menschlichen Psyche abzutauchen, ist sie stets bemüht, über den Dingen zu stehen und geradezu nach kantschen Maßstäben zu handeln. Ein solches Vorhaben ist nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern führt dazu, dass sie ihre eigenen Gefühle verleugnet.
 
 
Unnahbar?
 
 
Ariane denkt viel nach, was aber nicht ausgleichen kann, dass sie auch nur ein Mensch mit Gefühlen ist und sich nicht immer so verhalten kann, wie sie es gerne möchte. 
Ihre Idealvorstellung klingt nach einem Menschen, der zwar höflich und gerecht ist, der sich aber auch nie auf etwas einlässt, weil dadurch die Gefahr besteht, in etwas emotional involviert zu werden. 
Sie ist bereit, alles zu geben, wenn sie an eine Sache glaubt, aber wenn es nicht um eine Sache, sondern um eine Person geht, hat sie deutlich größere Hemmungen. 
 
Obwohl ihr Eriks Art der Unnahbarkeit widerstrebt, ist sie in ihrer Unverbindlichkeit ebenso distanziert und hält andere auf Abstand. Sie ist zu allen höflich, freundlich und hilfsbereit, aber ihre Schattenseiten zeigt sie niemandem. Etwas, das Erik umso mehr reizt, sie aus der Reserve zu locken, schließlich heißt er nicht umsonst Geheim. 
 
Das erste Mal, dass sie wirklich die Fassung verliert, ist gegenüber Eriks Vater. Bei ihm versucht sie auch nicht, eine Entschuldigung für sein Verhalten zu finden.
In diesem Moment gibt sie ihre Distanz auf und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. 
Bei ihrem ersten Auftritt hatte Ariane auf das Catcalling einer Jungengruppe ähnlich reagiert. Doch da war es um ihre Werte gegangen, Frauen mit Respekt zu behandeln. 
Auch Herrn Donners Verhalten verletzt ihre Werte, doch an der Heftigkeit von Arianes Verhalten ist abzulesen, dass sie in diesem Moment nicht nur für ihre Prinzipien einsteht, sondern für jemanden, der ihr wichtig ist und den sie verteidigt. 
 
 
 
Selbstkontrolle
 
 
Es kommt nicht von ungefähr, dass Erik und Vivien, die beiden Charaktere mit der brutalsten Selbstbeherrschung, immer wieder Ariane reizen und geradezu ärgern wollen. Während Justin, der ebenso strikte Maßstäbe bezüglich moralischen Handelns ansetzt, Ariane immer unterstützt. 
Erik und Vivien halten sich nicht an die Regeln, die Ariane für unverbrüchlich hält, um ein guter Mensch zu sein.
Schlimmer noch: sie brechen sie mit voller Absicht.
Weder sind sie dauernd rücksichtsvoll, noch zeichnen sie sich durch übertriebene Bescheidenheit aus. Beides Dinge, die für Ariane zum guten Ton gehören. 
Doch während Ariane Vivien aufgrund ihres quirligen Wesens und der Tatsache, dass sie ein Jahr jünger ist, noch irgendwie entschuldigt, kann sie bei Erik, der so offensichtlich äußerst reflektiert ist, nicht verstehen, warum er sich so verhält. Schließlich hat er den scharfen Verstand und das Reflexionsvermögen, um zu sehen, dass sein Verhalten unnötig provoziert. 
 
Erik und Ariane sind sich in ihrer Unnahbarkeit sehr ähnlich, drücken diese aber unterschiedlich aus. 
In vielerlei Hinsicht sind sie wie Spiegel füreinander oder zwei Seiten derselben Medaille. 
Während Ariane übertrieben bescheiden ist und sich dauernd kritisch betrachtet und hinterfragt, tritt Erik mit einer schamlosen Selbstüberzeugung auf. Etwas, das sich Ariane nie gestatten würde, wo sie doch schon ohne äußeren Anlass dauernd arrogant genannt wird. 
Erik wiederum kann Arianes duckmäuserische Bescheidenheit und ihren Drang, eine Vorzeigeperson zu sein - moralisch integer, immer nett und freundlich - nicht ertragen. Solch ein Verhalten würde wiederum er sich nicht erlauben.  
 
Schlussendlich sind beide darauf bedacht, einem Idealbild zu entsprechen, das sie für sich entworfen haben.
Erst später wird ersichtlich, dass auch Vivien mit diesem Problem zu kämpfen hat. 
 
 
 
Das Dilemma des Perfektionismus  
 
 
 
Je mehr Ariane darauf bedacht ist, ihrem Idealbild zu entsprechen, umso mehr Aufmerksamkeit schenkt sie der Tatsache, dass sie ihrem Anspruch eben nicht gerecht wird.
Und je mehr sie sich darauf konzentriert, desto weniger ist sie fähig, wirklich auf das einzugehen, was um sie herum passiert. 
Sie ist so sehr bemüht, eine gute Person zu sein, die man aufgrund ihres Charakters schätzt, dass sie vergisst, diesen Charakter zu zeigen. Was sie zeigt, ist nichts als eine Rolle, die sie zurechtgelegt hat, um keine Angriffsfläche zu bieten. 
Dadurch tut sie schlussendlich das Gegenteil von Serena. 
 
Serena ist zu allen garstig, um gar nicht erst jemandem einen Grund zu geben, sie nett zu finden und ihr dann Vorwürfe zu machen, dass sie es doch nicht ist. Ariane dagegen versucht mit aller Kraft, so nett und freundlcih zu sein, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlen kann. Das Problem ist, dass sie gerade dadurch aneckt. 
Sie ist so bemüht, dass sie gar nicht dazu kommt zu zeigen, wie sie wirklich ist, aus Sorge dafür wieder kritisiert zu werden. 
Nur in wenigen Momenten zeigt sie ihre verspielte Freude, ihren Ehrgeiz, ihren Dickkopf, ihre Schlagfertigkeit und ihren Humor. 
 
 
 
Echtheit
 
 
Ariane bemüht sich, das Gute und Richtige zu tun. Häufig ist das allerdings mit Anstrengung verbunden. Nur in Momenten, in denen sie spontan handelt, sehen wir ihren Mut und dass sie auch ohne heftige Selbstkontrolle das tut, was sie für richtig hält.
Statt daran zu glauben, dass sie ohnehin dieser liebe, nette Mensch ist, der sie sich zu sein wünscht, quält sie sich damit, es werden zu müssen. 
 
Ein gutes Bild dafür stammt aus dem Film 'Das letzte Einhorn'.
Dort wird das Einhorn gefangen und in einem Zirkus ausgestellt. Da normale Menschen das Kennzeichen des Einhorns nicht sehen können, zaubert ihm die Hexe ein weiteres Horn, um sein wahres Wesen zur Schau stellen zu können. 
 
 
Arianes Bemühungen, als Mensch mit gutem Charakter gesehen zu werden, sind genau das.
Statt darauf zu vertrauen, dass die richtigen Menschen ihren wahren Wert erkennen, legt sie all ihre Energie in den Versuch, von Leuten wertgeschätzt zu werden, die nur ein aufgesetztes Horn wahrnehmen. 
 
 
 
Die Unmöglichkeit, normal zu sein
 
 
Obwohl sie sich nicht von anderen abheben oder anders sein will, tut Ariane das automatisch, schlicht weil niemand wie die anderen ist. Selbst die anderen nicht.
 
Arianes Herausforderung ist es, sich zu gestatten, herauszustechen und damit Missfallen zu erregen. 
Das bedeutet nicht, andere auszuschließen, in den Schatten zu stellen oder andere zu diskriminieren.
Doch weder ist es praktikabel, noch sinnvoll, alle exakt gleich zu behandeln. Weil eben nicht alle gleich sind, sondern jeder besonders. 
Respektvolles Verhalten ist zwar immer angebracht, aber auch von der Situation abhängig. Und an dem Versuch, immer das Richtige zu tun, kann man nur scheitern. Deshalb ist es notwendig, nachsichtig mit sich selbst zu sein. 
 
 
Fazit
 
Auch wenn es bei Ariane auf den ersten Blick nicht so scheint, darf auch sie noch lernen, sich selbst anzunehmen und sie selbst zu sein.
 
Und das haben alle Beschützer gemeinsam. 
 
 
 
 


Balance Defenders - Ein Team aus Nebencharakteren Eigene Serie, Antagonist, Balance Defenders, Bösewicht, Charaktere, Entstehungsgeschichte, Love Interest, manic pixie dream girl, Nice Guy, Protagonist, Sidekick

Autor:  Regina_Regenbogen

Vielleicht klingt es übertrieben zu sagen, dass die Beschützer aus lauter Nebencharakteren bestehen, schließlich gibt es ja immer auch Geschichten, in denen bestimmte Charaktertypen die Hauptrolle spielen - heute mehr denn je.  Dennoch möchte ich in diesem Beitrag das Ganze mal aus dieser Perspektive betrachten, weil das wirklich mein Gedanke war, als ich dieses Team zusammengestellt habe. :D

 

 

Serena / Destiny - oder die unverstandene Bösewichtin

Tatsächlich kann man Destiny so ein bisschen als meine Version der tragischen Bösewichtin verstehen. Eine Figur, die durch äußere Umstände eben in die Rolle der Bösewichtin gerutscht ist, weil sie nach einer emotionalen Verletzung die ganze Welt hasst und sich nicht anders zu helfen weiß, als alles zu zerstören.

Ich hatte immer solches Mitleid für solche Bösewichte und konnte es überhaupt nicht verstehen, warum die Helden dafür kein Verständnis hatten!!! Entsprechend mochte ich dann natürlich insbesondere Animes, in denen diese Figuren dann gerettet werden. Aber häufig war es in Filmen, Serien und Mangas so, dass diese Charaktere eben kein Happy End bekamen, denn sie waren ja böse. 

Um ehrlich zu sein hatte ich als Kind eben auch Mitleid mit Charakteren, bei denen ich heute aus erwachsener Sicht und aus einer gewissen Distanz sagen muss: Okay, wenn man jemandem so viele Chancen gibt, aber derjenige will einfach nicht von seinem Hass ablassen, ist es wohl einfach nicht möglich, ihn zu bekehren. Aber als Kind war mir das eben ziemlich egal, der blöde Autor bzw. das Autorenteam sollte gefälligst dafür sorgen, dass es meinem Liebling gut geht! XD 

 

Demona aus Gargoyles war mein Lieblingscharakter der Serie, nicht obwohl, sondern weil sie Menschen so hasst. X'D Ob es Zufall oder Schicksal ist, dass Blau und Rot auch Serenas Farben sind? 

Auf jeden Fall hatte ich bei Serenas Arm- und Beinschmuck an Demona gedacht, wobei ich die Form falsch im Kopf hatte, weswegen man gar keine Ähnlichkeit erkennt. XD 

 

Als ich jünger war, hatte ich sogar Verständnis für Schul-Amokläufer. ^^" Heute würde ich mich davon distanzieren. Ja, seelische Schmerzen sind unerträglich, aber anderen das Leben zu nehmen ist eben keine Lösung.

Diese dunkle Seite in mir, die eben auch diesen Hass auf die Welt hat, weil die Welt eben nicht rosarot und glitzernd ist, habe ich quasi in Serena verarbeitet. 

Sie ist so unschuldig in ihrem Wunsch nach einer schönen Welt und gerade dadurch so gefährdet, ins komplette Gegenteil zu kippen, was man nicht zuletzt an ihrem Ausbruch im Spiegelkabinett sieht. 

 

Es kommt auch immer wieder vor, dass ihre Kräfte eben eher wirken, als wären sie die einer Bösewichtin. Das war mir tatsächlich wichtig, weil ich damit zeigen wollte: Ja, auch eine Bösewichtin kann eine Heldin sein. 

 

Serena zeigt ja auch diese Tendenz, sich von den anderen abzugrenzen und sich zum Außenseiter zu machen, wie um diese Verwandlung zum Bösewicht zu durchlaufen.

In diesem Kontext zu erwähnen ist, dass es seinen Grund hat, warum ihr Lieblingskuscheltier Gizmo aus dem Film Gremlins ist. Als süßer, lichtscheuer Mogwai hat er gleichzeitig das Potenzial dazu, zu einem schrecklichen Gremlin zu werden. Genau wie Serena. :D

 

 

Kein Vorbild für Serena, aber stellvertretend für die Rolle der tragischen Bösewichtin stelle ich hier mal noch Morgana Lefay aus Merlin dazu, wobei ich gestehen muss, dass ich nie bis dahin geschaut habe, weil ich einfach nicht sehen wollte, wie sie böse wird. Sie war mein Lieblingscharakter.

 

 

 

Ein komplett anderer Fall ist Change.

 

 

 

Vitali / Change - oder der Sidekick, der mal der Held sein wollte

In vielen Filmen meiner Kindheit und Jugend war der sprücheklopfende Charakter, der aber nicht superstark, cool und kompetent ist, sondern eher flippig und supergut gelaunt, nur ein Nebencharakter, z.B. der beste Freund des Protagonistin. Kurz gesagt, er war nicht der Junge, der am Ende das Mädchen bekommt, sondern der Spinner, der die Situation auflockert, aber ansonsten nicht viel zu sagen hat. Häufig ist dieser Charaktertyp sogar ziemlich hilfreich, aber er ist eben nur der Sidekick und nicht der Held. 

Man könnte also sagen, in Balance Defenders kriegt der verrückte Sidekick die tragische Bösewichtin. XD XD XD Eine etwas lustige Kombi, aber ich würde das in einem Film so was von abfeiern! XD

 

Ok, wenn ich mir das noch mal überlege, gab es in Yu-Gi-Oh! mit Joey und Mai schon so eine Kombi und ich liebte es. XD 

 

 

Entsprechend seines Ursprungs hat Vitali auch immer dieses starke Bedürfnis im Mittelpunkt zu stehen und als Held wahrgenommen zu werden und nicht nur als der Clown.

Allzu häufig wird er auch unterschätzt, weil er gerade mit diesem heftigen Aufmerksamkeitsbedürfnis deutlich unreifer wirkt, als er eigentlich ist. 

Mit Vitali wollte ich also meinen Teil dazu beitragen, dass mal der Sidekick der Held sein darf! ^^

 

Und wenn wir schon bei unterschätzten Charakteren sind: 

 

 

 

Justin / Trust - oder der nette Junge, der plötzlich nicht mehr übersehen wird

Zwar gibt es genug Filme, in denen gerade ein schüchterner, zurückhaltender Typ die Hauptfigur ist. Aber was ich bei Justin im Kopf hatte, war diese Rolle des besten Freunds der Protagonistin.

Der liebe, nette Junge, den sie nicht wirklich als Mann wahrnimmt.

Zwar laufen viele Filme darauf hinaus, dass die Protagonistin schlussendlich erkennt, dass ihr bester Freund der Richtige ist - nachdem ihr Schwarm sich als totaler Depp herausgestellt hat - aber schlussendlich bleibt der liebe, nette Freund eben nur die zweite Wahl, jemand, den man fast schon aus Vernunftgründen nimmt. 

 

Ein kurzer Ausflug in die Gefilde des Protagonisten: Wenn dieser schüchterne Typ Junge selbst der Held ist, ist er meist in ein Mädchen verknallt, das mit irgendeinem Vollidioten zusammen ist, und kriegt sie am Schluss, weil er sich als so unterstützend für seine Angebetete erwiesen hat. Kurz gesagt, er muss erst seinen Wert beweisen, bevor das beliebte Mädchen sich zu ihm herablässt. 

Um ehrlich zu sein, hat mich das immer genervt.

Wieso verknallt der sich überhaupt erst in das oberflächliche Mädchen?! Macht ihn das nicht oberflächlich?! 

 

Ende dieses Exkurses. Schließlich geht es hier um Nebencharaktere und bei Justin hatte ich eben diesen stillen, lieben, netten Jungen im Kopf, der keinen Raum bekommt und sich nicht in die Cheerleaderin, sondern seine beste Freundin verliebt.

 

Und ja, natürlich habe ich meine ganz eigene Version daraus gemacht, nämlich dass diese "beste Freundin" sich die ganze Zeit an ihn ranmacht und von Anfang an total in ihn verliebt ist. XD 

Diese Kombi hatte ich vorher noch nicht gesehen.

Üblicherweise war das Mädchen, das sich so schamlos an einen Kerl ranschmeißt, die Antagonistin - schließlich würde ein anständiges Mädchen doch so etwas niiieeemals tun XD.

Entsprechend verhalten reagierte der Junge darauf, da er ja mit der Protagonistin zusammenkommen sollte. Aber aus Gründen der Dramatik sagte er natürlich nicht einfach ganz direkt: Ich bin nicht interessiert, also lass mich in Ruhe.  

 

Nur ein Beispiel von zu vielen: Hiromi alias Potamos, eine Bösewichtin aus Wedding Peach, die sich überdeutlich an den zukünftigen Freund der Protagonistin ranmacht: 

 

Jedenfalls habe ich quasi für Justin den Spieß umgedreht. Er glaubt zwar immer noch "Ich bin der langweilige beste Freund, sie wird sich nie für mich interessieren", aber wir als Leser wissen halt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. 

 

Insofern könnte man behaupten, in Balance Defenders kommt der schüchterne, nette Junge mit der aufdringlichen Antagonistin zusammen. XD

Wobei das bei Vivien doch etwas kurz greift. 

 

 

 

Vivien / Unite - oder das quirlig-optimistische Mädchen mit dem scharfen Verstand

Ist Vivien meine Version eines bestimmten Typus? Hm...

Den Tropus Manic Pixie Dream Girl habe ich erst vor ein paar Monaten kennengelernt und musste sofort an Vivien denken: 

eine übertrieben fröhliche, aufgedrehte, freche und lebensfrohe Frauengestalt, die nur darauf ausgerichtet ist, das Leben des niedergeschlagenen oder sonstwie zu ernsten männlichen Protagonisten und sein Selbstbild zu verbessern. 

 

Wenn wir uns Justin anschauen, der so extrem an sich zweifelt und nicht gerade sonderlich risikofreudig oder begeisterungsfähig erscheint, ist er auf jeden Fall der Typ Figur, der in entsprechenden Filmen ein Manic Pixie Dream Girl an seine Seite gestellt bekommen würde. 

Ein Manic Pixie Dream Girl hat dabei keine eigenen Probleme oder Ziele, sondern ist quasi nur dazu da, den Protagonisten aufzumuntern.

Vivien erscheint anfangs genau so.

 

Während die anderen Angst und Sorgen äußern, ist sie diejenige, die lächelt und die anderen aufmuntert und die Gefahr regelrecht herunterspielt.

Von außen betrachtet scheint sie gar nicht zu begreifen, was wirklich vor sich geht, bzw. ist so abnormal optimistisch, dass nicht nur die anderen Charaktere wie Serena, sondern auch so mancher Leser sie am liebsten würgen würde.

Scheinbar ist ihre einzige Eigenschaft, durchgeknallt optimistisch zu sein.

Auch ist sie der Charakter, von dem wir am wenigsten erfahren. Was sie denkt, ihre Ängste und Sorgen treten vor allem am Anfang nicht so zu Tage wie bei den anderen, was einen schnell zu dem Schluss führt, dass sie solche nicht hat und einfach eindimensional und unrealistisch ist oder eine strohdmme Karikatur.

Ihr Zweck scheint darin zu liegen, die anderen an etwas Positives und an Magie glauben zu lassen, während ihr eigener Charakter sich überhaupt nicht weiterentwickelt - schließlich scheint es ja auch so, als wäre sie schon von Anfang an völlig mit sich im Reinen und habe keinerlei Entwicklungsbedarf.

Tatsächlich bekommt Vivien erst relativ spät die Bühne, um zu zeigen, dass sie durchaus ihre Themen hat und lernen darf, nicht immer nur positiv sein zu müssen. Aber sie bekommt sie. 

Man könnte also sagen, Vivien ist das Manic Pixie Dream Girl, das lernen muss, dass es auch um ihr eigenes Glück geht und nicht nur um das anderer. 

 

Da der Begriff Manic Pixie Dream Girl jünger ist als das Design von Vivien, habe ich mich bei Viviens Entwicklung darauf natürlich nicht beziehen können. Aber es gab auch in meiner Kindheit und Jugend sehr fröhliche, aufgedrehte Mädchenfiguren, nicht nur in Animes.

Diese Mädchen sind meistens herzensgut, fröhlich, ein wenig kindisch, glauben an alle möglichen verrückten Sachen und lassen sich von nichts und niemandem aufhalten. Häufig sind sie auch etwas naiv oder tollpatschig. 

Und hier bricht Vivien mit dem Vorbild. 

 

Vivien ist alles andere als naiv. Sie ist sogar sehr berechnend und gerissen. Sie durchschaut Situationen und Menschen, hat ein manipulatives Geschick und nutzt ihr schauspielerisches Talent schamlos aus, ohne ein schlechtes Gewissen deswegen zu haben.

Man könnte also sagen, sie ist ein durchtriebenes, kleines Biest. Eine Figur, die üblicherweise die Antagonistin ist und der Heldin das Leben schwer macht.

 

Diese teuflische Seite an ihr wird auch von ihren orangeroten Haaren unterstrichen und davon, dass die Bedeutung ihres Namens Vivien "lebendig, lebensfroh" mit Eva "Leben" verwandt ist, also die Geschichte mit dem Apfel vom Baum der Erkenntnis. Passenderweise heißt Vivien ja auch mit Nachnamen Baum - wobei das eine Anspielung auf den Baum des Lebens sein sollte und auf meinen eigenen Nachnamen. XD 

 

 

Wenn wir schon bei Bäumen und Vivien sind, kann ich mir ein paar weitere Gedanken dazu nicht verkneifen: 

Lebensbaum wird im deutschen Sprachraum die Baumgattung Thuja genannt. Thujen werden oft an Grundstücksgrenzen als Sichtschutz gepflanzt. In der Homöopathie wird Thuja unter anderem mit dem Verbergen von etwas assoziiert, ein Thema, das auch gut zu Vivien passt. 

 

Ganz ihrem Beschützernamen entsprechend vereint Vivien in sich sehr helle und sehr dunkle Seiten. Ihr Optimismus, ihre Fröhlichkeit, Herzlichkeit und Opferbereitschaft sind typisch für eine Protagonistin.

Doch ihre Gerissenheit, die Tatsache, dass sie andere gerne reizt und beeinflusst, geradezu manipuliert - ohne dies verwerflich zu finden - und ihre diebische Freude daran, sind typische Eigenschaften einer Antagonistin.

Sie genießt es, Justin durcheinanderzubringen und weidet sich an seinem Anblick - etwas, das üblicherweise einfach als fies und rücksichtslos angesehen werden würde.

Dass sie in Wirklichkeit aber aufrichtig in Justin verliebt ist und ihre Gefühle in keinster Weise heuchelt, relativiert dies jedoch.

Zudem nutzt sie ihr teuflisches Genie ausschließlich für das Gute, wie Vitali es in Kapitel 69 "Geschlagen" so treffend beschreibt. 

Insofern bricht Vivien mit der Aufteilung in positiver oder negativer Charakter.

 

Häufig sind Figuren wie sie vorher auf der gegnerischen Seite gewesen, schließen sich dann dem Heldenteam an und haben daher Wissen über die Denkweise der Feinde.

Solche Charaktere stellen ihre Durchtriebenheit jedoch meist als ihre Stärke dar und prahlen regelrecht damit, während Vivien sich viel lieber klein und unschuldig gibt, ohne aber einen Hehl daraus zu machen, dass sie gerissen ist. 

 

Der einzige Charakter, der mir einfällt, der ebenso durchtrieben ist, ohne als Antagonist zu gelten, ist Nabiki aus Ranma 1/2. 

 

Ergänzung zu Vivien: Das Mädchen von nebenan vs. die raffinierte Verführerin

Ich habe gerade noch ein YouTube Video von The Take zu dem Tropus 'Das Mädchen von nebenan' geschaut, in dem auch darauf hingewiesen wurde, dass dem lieben, netten, bodenständigen und verlässlichen Mädchen von nebenan häufig die coole, attraktive und selbstbewusste Verführerin entgegengestellt wird. Darüber musste ich sehr schmunzeln und begriff, dass Vivien eben beide Pole vereint, oder anders gesagt gleichzeitig die Heilige und die Hure ist. 

Das Mädchen von nebenan wird häufig mit unschuldiger, unterstützender Weiblichkeit und Mütterlichkeit assoziiert, während ihre Antagonistin sich durch erotische Schönheit, eher berechnendes und sexuell freizügigeres Verhalten auszeichnet.

Vivien ist sowohl das liebe Mädchen mit dem großen Familiensinn und dem Drang, alle zusammenzuhalten, das auch vom Kleidungsstil nicht besonders aufreizend auftritt, gleichzeitig ist sie aber auch diejenige, die durchaus mit ihrer Wirkung auf Justin spielt, das unschuldige Mädchen nur mimt, und deutlich macht, dass sie kein Problem mit körperlicher Nähe hat und jederzeit bereit wäre, Justin zu verführen - wenn er das zuließe. Dass sie nicht so abgebrüht ist, wie sie dadurch wirkt, wird nur in den Momenten ersichtlich, in denen sie überhaupt die Möglichkeit erhält, Justin so nahe zu sein. Aber schüchtern und zurückhaltend ist sie deshalb noch lange nicht. 

Vivien nutzt demnach beide weibliche Stereotype zu ihrem Vorteil und lässt sich nicht von der Einteilung in gute und böse Weiblichkeit aufhalten, sondern definiert ihre Weiblichkeit einfach selbst. 

 

 

 

Ariane / Desire - oder der Zwang, perfekt zu sein

Ariane hat alle Eigenschaften der typischen Protagonistin aus meinen Kindertagen:

Sie ist wunderschön, intelligent, willensstark, hat ein gutes Herz, ein starkes moralisches Empfinden und erträgt keine Ungerechtigkeit.

Inwiefern soll nun sie ein Nebencharakter sein? Vielleicht sollte man hier nicht von Nebencharakter, sondern von eindimensionaler Charakter sprechen. So perfekt, dass es unnormal wirkt. 

 

Auch bei Ariane ist es so, dass man anfangs kaum Schwächen von ihr entdecken kann, außer dass sie sich ständig darüber beschwert, dass andere sie auf ihr Aussehen reduzieren. Erst viel später wird deutlich, dass genau das ihre Schwäche ist: Sie versucht, immerzu perfekt zu sein. Und das ist es, was es ihr so schwer macht.

Auf der einen Seite möchte sie echt und authentisch sein, auf der anderen Seite traut sie sich erst gar nicht, von ihren hohen Ansprüchen an sich selbst abzulassen, stattdessen nötigt sie sich selbst ab, dem Idealbild zu entsprechen. Tragischerweise wirkt sie genau dadurch auf andere schnell oberflächlich und ohne Tiefe, weil sie sich nicht erlaubt, diese Tiefe rauszulassen. 

 

In Ariane verarbeite ich somit die Angst, tatsächlich das Klischee zu bedienen, nicht davon abweichen zu können und auf andere nicht tiefgründig und interessant genug zu wirken. Eine Angst, die jeder kennt, der in einer Gruppe von außergewöhnlichen Personen die "Normalste" und somit im eigenen Verständnis "Langweiligste" war. 

 

Es kommt daher auch nicht von ungefähr, dass Ariane mit dem Image der Barbie hadert, obwohl Barbie als Heldin als ziemlich perfekt gilt. 

 

Besonders in einem Zeitalter der Antihelden ist es als eine traditionelle Heldin gar nicht so einfach, da ihr vorgeworfen wird, zu flach zu sein. 

Da das Team aus sonst sehr raumfordernden Charakteren besteht, geht Ariane auch häufig unter. man könnte sogar sagen, dass sie von den typischen "Nebencharakteren" häufig an die Wand gespielt wird, gerade weil sie ihre Ticks meist nicht so deutlich zeigt wie die anderen. 

 

 

 

Erik / Secret - oder der männliche Love Interest

Erik entspricht der typischen Rolle der männlichen Hauptperson. Er ist der geheimnisvolle und unheimlich gutaussehende Junge, der als Secret mehr über alles zu wissen scheint und dessen Hilfe notwendig wird, um zu überleben. Er ist der Typ mit harter Schale und weichem Kern, der nach außen selbstgefällig tut, aber innerlich einfach nur verletzt ist.
Jupp, schon tausend Mal gesehen. 
Dieser Typ Charakter ist von vorne herein schon mehrschichtig angelegt und selbstverständlich zeigt er seine sensible Seite dann erst Stück für Stück. 
Wird an irgendeiner Stelle damit gebrochen? Nur insofern als es eben nicht reicht, dass er sich in Ariane verliebt, sondern der Einfluss der anderen von ebenso großer Bedeutung ist, damit er sich weiterentwickeln kann. 
 

Außerdem greift Eriks Charakter auch das Bild des von den Bösen manipulierten Love Interests auf. 

In vielen Serien und Geschichten meiner Kindheit und Jugend gab es den Punkt, an dem der Liebste der Protagonistin von den Bösen kontrolliert wird, was für die Heldin natürlich besonders schlimm ist.

 

Von links nach rechts: Der böse Endymion, der von Sailor Moons Feinden einer Gehirnwäsche unterzogen wurde, Tamahome aus Fushigi Yugi - selbe Story - und Angel aus Buffy, der zugegeben nicht so richtig kontrolliert wird, sondern einfach seine Seele verloren hat.  

 

 

Erik bricht auf seine Weise damit, kontrolliert zu werden. Doch an dieser Stelle kann ich noch nicht näher darauf eingehen, da ich dadurch einen Großteil der zukünftigen Handlung vorwegnehmen würde. :'D

 

Kann ich sagen, dass Erik irgendetwas von einem Nebencharakter hat?

Nein, er ist einfach der typische männliche Protagonist an der Seite der weiblichen Heldin. Mit ein Grund, warum Vitali (als der aus dem Sidekick hervorgegangener Charakter) sich immer wieder über ihn aufregt. Alles an Erik schreit einfach: Ich bin die männliche Hauptfigur und ich krieg am Schluss das Mädchen. X'D

Und da die Kombi aus dem von allen anderen verschmähten hässlichen Entlein (Serena) und dem supercoolen, aber in Wirklichkeit sensiblen Schönling (Erik) so ein Standard ist, ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Vitali irgendwie im Kopf hat, dass Serena sich zwangsläufig in Erik verlieben muss.

Wer würde sich bitte nicht in Erik verlieben??!! - ...  Ganz offensichtlich hält Vitali Erik für den unwiderstehlichsten Mann der Welt. X'D

(Ja, ich gebe es zu, in einem alternativen Universum - ohne Serena - wäre ich Hardcore Vitali x Erik Shipper XD Ansonsten gewinnt bei mir die Bösewichtin einfach. Bösewichte brauchen viel Liebe und können tonnenweise Humor vertragen.) 

 

Erik hat glücklicherweise kein Problem damit, der typische männliche Protagonist zwischen lauter Nebencharakteren zu sein. So ein bisschen konservative Normalität aufrechtzuerhalten, klingt nach einem Job, der wie für ihn gemacht ist. XD

 

 

 

Puh, das war viel Text. Ich hoffe, es hat euch trotzdem Spaß gemacht, es zu lesen. (^o^)/

Eigentlich sollte ich den Beitrag noch mit Bildern der Charaktere ausstatten, um es opotisch schöner aussehen zu lassen, aber dieses Mal verzichte ich jetzt einfach darauf und hoffe, dass ihr mir das nachseht. 

 

Alles Liebe! 

Eure Regina



VORWORT Eigene Serie, Fanfics, Eigene Geschichten, Fanfiktion, Geschichten, Hinweis, Info, Vorwort

Autor:  kathiritsch

Ich möchte mit diesem Blog zukünftig mehr noch auf meine Geschichten, die ich alle schon geschrieben habe aufmerksam machen. Da es sich hierbei schon um einige handelt und manche von ihnen auch schon sehr lang sind, möchte ich mir über diesen Weg die ganzen Umstände und Aufwände bezüglich des Hochladen jeder diesen samt ihren einzelnen Kapitel damit ersparen. Hoffe hierbei auf eurer Verständnis. 

Es wäre aber auch zu bedauerlich, wenn ich sie euch hier vorenthalten würde. Immerhin seit ihr hier eine für mich passende Zielgruppe und schon eine sehr große Community. Deshalb möchte ich versuchen mich auch um eure Reichweite zu bemühen.

Die Geschichten liegen alle auf Google Drive und können als sehr anschauliche PDF herunter geladen werden, so wie es hier auch möglich wäre. Die meisten haben auch ein komfortables Inhaltsverzeichnis, welche ihr da als Orientierung und Lesezeichen nutzen könnt.

Bei meinen Arbeiten handelt es sich vorwiegend um Fanfiktions, doch ich habe auch eigene kleine Geschichten mit Original Charakteren, zu denen ihr bei der einen oder anderen Figur auch zusätzliche Infos noch über meine Website einsehen könnt.

Damit ihr auch die Möglichkeit für Rückmeldungen an mich habt, werde ich die nächste Zeit Geschichte für Geschichte einen seperaten Blog anfertigen, über dem ihr alles Wichtige in Kurzform von dieser zu erfahren bekommt, was ihr wissen möchtet. Gleichzeitig bietet euch dieser Blog dann eine Kommentarfunktion, die ihr für Feedback gerne nutzen könnt. 

Ich hoffe also auf euch als neue Leser und freue mich auch über das eine oder andere Wort dann in Zukunft von euch darauf! 

Freundliche Grüße
Eure kathiritsch



RPG-Partner gesucht Eigene Serie, Rollenspiele (Sachthema), RPG Gesuch

Autor:  Lance

Ich suche ein oder zwei neue RPGs, vielleicht findet sich ja der ein oder andere mit dem sich eine Idee, ein Pair oder ein komplett eigenes RPG auf die Beine stellen lässt <3

 

 

Erstmal, was zu mir:


- Ich bevorzuge den Romanstil: keine Mindestanzahl an Wörtern, das einzige was ich möchte, ist das man die Posts versteht und man darauf antworten kann.
- Ich benutze nur Reale Avatare und spreche mich gerne mit meinen Partnern ab, immerhin sollen die Gesichter beiden gefallen; gerne mehr als nur einen Charakter spielen um das RPG am Leben zu erhalten und für sämtliche Liebeskonstellation offen sein. (Ich selbst bevorzuge Gay-Ships, spiele aber jede Art von Liebe)
- Kommunikation, seid einfach ehrlich zu mir, ich möchte ein entspanntes Play ohne Stress oder Druck den man sich selbst machen muss, ich sitze auch nicht 24/7 am PC und es ist eher so, dass ich die RPG App benutze und vom Handy schreibe. Privatleben geht immer vor, solltet ihr merken ihr braucht mal 2 Monate für euch, brauch ich nur ein Satz ala "Bin im Moment nicht da" - dass ist mit nicht einmal einer Minute erledigt (Ob per ENS, im RPG oder auch über Discord) :O
 

 

Paarings gesucht (Unterstrichene Part wäre gesucht)

 

Harry Potter: Harry & Cedric (Gerne AU; Ideen wären vorhanden); Harry & Draco; Eigene Story/Charaktere oder AU/What If

Marvel: Bucky & Peter Parker; Tony & Steve & Bucky (evtl. auch als 3er);  Steve & Loki

Stranger Things: Steve & Billy (AU/What If)

Supernatural: Sam & Jack; Next Generation

 

Vorhandene Ideen (Es sind kleine Ideen, die verändert/abgeändert werden können und nichts ist fest in Stein gemeißelt)

 

Idee 1; Hexen/Übernatürliches, Familendrama, evtl. 2-5 Mehrspieler bei Interesse

Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können, die Altersunterschiede haben sie von Anfang an von einer guten Geschwisterbeziehung getrennt. Noch bevor Bruder 2 richtig sprechen konnte, zog Bruder 1 mit nicht mal 17 Jahren von zuhause aus. Die Familie redet so gut wie gar nicht über den älteren Sohn. Für den jüngeren Sohn gab es auch viel zu tun zutun, immerhin hat ihn seit dem 2. Lebensjahr quasi verkauft; als Kindermodel; Schauspieler und Gesangstalent. Für den Star gab es keine Kindheit sondern nur Leistungsdruck und merkwürdige Träume. Träume welche von Jahr zu Jahr realistischer und grausamer werden. Seine Eltern schicken ihn zum Therapeuten und gaben darauf nichts, bis sie die Warnung ihres Sprosses in den Wagen zu steigen, ignorieren und alle 3 einen schweren Autounfall haben. Die Eltern starben und Bruder 2 überlebt nur mit Glück. Da Bruder 2 noch Minderjährig ist streiten sich die Konzerne um seine Vormundschaft und das angehäufte Vermögen. Der Streit zieht sich solange bis Bruder 2 18 Jahre wurde und für sich selbst sorgen kann - theoretisch.

Unselbstständig und Führungslos steuert Bruder 2 in einen Skandal in den nächsten, bis ein Gericht ihn die Mündigkeit aberkennt und ihn unter Aufsicht seines ihm doch so fremden großen Bruder stellt. Bruder 2 nimmt seit dem Unfall Tabletten um die Träume zu unterdrücken; seine Musikkarriere ging durch einen selbstzerstörerischer Text langsam den Bach herunter. Bruder 1 ist erst vor kurzem aus dem Ausland zurück gekommen, hat ein erfolgreiches Studium und Karriere vorzuweisen. Für ihn hat sich vieles verändert, er war nach dem er von Zuhause abgehauen war ihrer Familiengeschichte auf den Grund gegangen - einer alten Familien mit Circle- Einfluss. Bruder 1 plagt ebenfalls seit seiner Kindheit an Fähigkeiten, die ihn dazu getrieben haben, sich von der Familie abzuwenden, dass sein kleiner Bruder betroffen sein konnte, hat er er nicht angenommen, er hat nur seine Karriere verfolgt und dabei nichts bemerkt.

Jetzt muss er versuchen seinen Bruder davon zu überzeugen, dass er ein Hexer ist und die doch sehr brüchige Beziehung retten. Dabei bekommt Bruder 1 Hilfe von einem magischen Gefährten der ihm seit dem er abgehauen war, begleitete. Gleichzeitig gibt es auch Hexenjäger, die Circle auslöschen, andere Hexen die versuchen Bruder 2 in ihre Fänge zu ziehen um den Fluch der Kassandra zu nutzen, und andere Menschen und Wesen die es dem neuen, ungewöhnlichen Leben der Brüder auf den Kopf stellen.

 

Idee 2; Apokalypse, Drama, bei Interesse ein kleines Mehrspieler

Zwei Monate sind vergangen, als man eine Gruppe von ca. 50 Leuten durch einen Unfall in Quarantäne gesteckt worden. Das Amt für Gesundheit hielt sie für höchst ansteckend. Ein Neubaugebiet wurde für Menschen abgesperrt, in der Nähe von Los Angeles. Nach 4 Tagen brach der Kontakt ab, nach einem Monat zeigten sich erst Schwankungen im Stromnetz und nun wo der zweite Monat anbrach, die Vorräte knapp und die Gruppenbildung sorgt in der gezwungenen Gemeinde für mehr Unruhe. Für eine Aufklärung weshalb man sie verlassen und im Stich gelassen hat.

Ein Aufklärungstrupp von 3-4 Leuten kehrten nach einem Tag mitten in der Nacht nur nach zu zweit zurück; einer von ihnen verletzt. LA scheint ausgestorben, Leichen, Abfall, verbrannte Autos und mutierte Tiere die Menschen anfallen. Tollwut scheint die verletzten zu befallen, sobald sie gebissen wurden.

 

Idee 3; Märchen/Urban Fantasy, bei Interesse ein kleines Mehrspieler

Jeder kennt die Märchen der Gebrüder Grimm, tausendfach publiziert und durch die Jahrhunderte immer wieder neu aufgelegt um sie der breiten Masse umgänglicher zu machen. Doch nur wenige wissen das die Geschichten um diese Wesen und Märchen wahr sind. Seit über 250 Jahren schwebt der Fluch über den Märchenfiguren die für kleine Kinder nur irgendwelche Gute Nacht Geschichten sind. Ein Wolf der ein kleines Mädchen fressen soll um vom Jäger getötet zu werden. Eine gemeine Stiefmutter die aus Neid die eigene Stieftochter vergiftete, Schwestern die einen verwundeten Bären pflegen sollten. Was jedoch niemals in den Büchern gestanden hat, war die Geschichte wie sie eigentlich geschehen war.

Aber wie sagt man so schön, am Ende schreiben die Gewinner die Geschichte. Die Geschichte der Verlierer ist seit Jahrhunderten falsch wieder gegeben worden, verflucht die Geschichte immer wieder zu erleben, wiedergeboren und durch Leid dazu verdonnert zu sterben. Ein Wolf ohne sein Rotkäppchen, ein Schneewittchen ohne ihren Prinzen oder ein Froschkönig ohne Prinzessin. Der Fluch muss gebrochen werden indem sie sich finden, bevor man sie wieder tötet - von den Nachfahren der Gebrüder Grimm, Jäger die das Magische schon immer verfolgt und getötet hat.

 

Idee 4; Hexen oder Harry Potter; je nach Interesse bis zu einem kleinen Mehrspieler

"Sie haben riskiert unsere Welt vor den Augen der Menschen zu enttarnen", sagte einmal Serverus Snape ein fiktiver Lehrer aus dem Roman Harry Potter. Heute konnte die Situation nicht gefährlicher sein, eher im Gegenteil, denn durch einen Unfall der einen halben Häuserblock weg gesprengt hat und unfreiwillig die Magische Seite der Welt offenbart hat. Es gab Ermittlungen, Festnahmen und das Internet schien plötzlich in einen Hype ausgebrochen; wie damals als Area 51 mit Aliens begannen und die Menschen sich auf Dächern zusammenfanden um mit Schildern um ihre Mitnahme zu bitten. Das gefundene Grimoire vermittelte der Welt einen Einblick in die magischen Kreaturen seien es Gestaltenwandler, Feen/Elfen oder Waldgeister oder in die verschiedenen Kräfte der Menschen, die man "Mediale/Begabte" nennt, haben könnten. Die Kirche, die diese Wesen schon seit Jahrhunderten jagt, nutzt nun die Öffentlichkeit diese Wesen an den Pranger zu stellen. Ihre Organisation "Lazarus" jagt die Hexen, Mediale oder Wesen und kann dies nun wie eine Sonderabteilung der Polizei betrachten. Menschen beginnen sich gegen die eigenen Freunde oder gar Familie zu wenden, sei es aus Furcht, Neid oder auch aus purer Abneigung. Um die Kinder vor diesem Hass zu schützen haben die Eltern sie auf eine geschützte Insel geschafft, wo die Kinder lernen sollen ihre Mächte und Fähigkeiten kontrolliert einzusetzen und sich vor den Jägern der Kirche zu schützen. Wobei einige der Kinder natürlich nicht einsahen sich verstecken zu wollen oder sich gegen die ängstlichen Menschen zur Wehr zu setzen.

 

Oder man baut es im Harry Potter Universum auf, dass jemand die Zauberer vor den Muggeln verraten hat, das die Premierminister dafür gelyncht wurden als heraus kam, dass die Politik davon wusste und die Kirche gegen die Politik und Magie hetzt und die Zauberer das erste Mal seit Jahrhunderten wieder im Klinsch mit der Mugglewelt ist oder so. Und man evlt die Kinder der dritten Version nehmen oder die zweite in einem älteren Jahrgang, bevor die dritte Gen. geboren wurde oder zu Jung sind und beschützt werden muss.

 

interessierte Themen (bei denen man gerne ein 2'er oder kleines Mehrspieler aufgebaut werden kann)

 ➢ Übernatürliches geht bei mir eigentlich immer, Vampire, Werwölfe, Hexen etc. und dabei die entsprechende Dymnamik mit Jäger-Gejagter; Rudelkämpfe oder ABO-Thematik

- Geschwister/Freunde, wovon der ältere in ein Vampir verwandelt wird und die Geschwister damit umgehen müssen das der jüngere als Mensch immer älter wird

- Ein Kind welches in die Fänge eines Vampirclans geriet, Jahre als Blutbank benutzt wurde und nun mit einem jungen Vampir oder neuem Clanmitglied anbandelt und fliehen will, evtl ein Vampirjäger wird um sich an seinen Peinigern zu rächen.

- Ein Gestaltenwandler Rudel welches ihr Alphatier verloren hat und einen neuen Alpha sucht und dabei verschiedene Gefahren/Hindernisse überwinden müssen und evtl auf Jäger treffen die ihre Anzahl dezimieren wird etc.

 ➢ Kriminelle & Polizisten/FBI ala Catch me if you can, die Unfassbaren etc.

 

Falls euch davon vielleicht etwas gefällt und ihr könnt euch was vorstellen, dürft ihr mir gerne eine ENS schreiben. Da ich in einem Job mit 12 Std. Tag bin, werde ich nicht immer sofort antworten können, aber ich werde mich bemühen euch nicht lange warten zu lassen :)

Und ich beiße nicht, falls ihr andere Ideen habt, seht aber bitte davon ab mir Wortlos RPG Links oder so zu senden, ich habe lieber etwas frisches, neues um sofort mit rein zu kommen.

Schönes Wochenende, diejenigen die es bis hier her geschafft haben

Lanzische Grüße



Balance Defenders Entstehung Teil 2 - Gescheiterte Zusammenarbeit oder "Wer ist Mystery?" Eigene Serie, Anfänge, Balance Defenders, Entstehungsgeschichte, Entstehungsprozess, Entwicklung, Making-of, Veränderungen

Autor:  Regina_Regenbogen

Ein Zweier-Projekt?

 

Tatsächlich wollte ich nach der ersten Idee zu einem eigenen Anime dieses Projekt zusammen mit meiner damaligen besten Freundin umsetzen, die sofort Feuer und Flamme war. 

Also machten wir uns voller Begeisterung ans Werk! 

 

Charakter-Design

 

Wir teilten die geplanten sechs Charaktere zwischen uns auf. 

Die Zeichnungen von Destiny und Change hatte ich ohnehin schon gemacht. Dazu kam Unite, mein dritter Charakter. Die Freundin sollte sich um die anderen drei kümmern.

Hier ein kurzer Blick darauf. 

 

Ich weiß gar nicht mehr, ob die Namen (bis auf den von Destiny) damals schon feststanden.

 

 

 

Nachdem die damalige Freundin mir das erste Bild von Trust gezeigt hatte, auf der die Farbe seiner Haare rötlich und seine Uniform lila dargestellt war, zerriss sie es, weil es ihr nicht gefiel, woraufhin ich später dann doch diese Zeichnung und somit diesen Charakter übernehmen musste/durfte. 

Ich versuchte, Trust ähnlich zu gestalten wie sie es getan hatte, und das Farbschema in etwa beizubehalten, wobei seine Haare irgendwann braun mit kastanienrotem Glanz wurden. 

 

 

 

Dementsprechend hatte sie dann nur noch zwei Charaktere: 

Mystery/Amanda und Secret/Erik.

 

Wer Balance Defenders kennt, wird sich jetzt vielleicht denken:

"Äh, what? Amanda ist doch das Mädchen, mit dem sich Serena so gar nicht versteht."

Dazu kommen wir noch. :D 

 

Die damalige Freundin entwickelte Amanda ganz nach dem Vorbild ihres eigenen Charakters, ein empfindsames, freundliches, aber auch dickköpfiges Mädchen, das wenn nötig auch arrogant werden konnte. 

Als Mystery trug sie ein weißes Outfit mit goldenen Rändern, das sich von den bunten Uniformen der anderen abhob. Ihr Stein hatte eine Herzform und war Rosa. 

 

Da ich aus Urheberrechtsgründen keine der Originalzeichnungen von der damaligen Freundin verwenden möchte, hier ein Gruppenbild, auf dem Mystery zu sehen ist.

Ich hab es für den Blog-Artikel sogar extra angemalt, damit man Mystery in Farbe sieht.

(Ich hab mir damals öfters Gedanken gemacht, dass Mysterys Uniform mit dem Weiß und dem Gold irgendwie eleganter aussieht als die bunten meiner Mädchen. :'D)

 

Hardcore Sailor Moon Fans dürfte übrigens auffallen, dass die Posen dem wunderschönen Artwork von Naoko Takeuchi nachempfunden sind. 

 

 

 

Nachdem wir die Charaktere grob kreiert hatten, fingen wir an, die Geschichte auf Papier zu bringen, bzw. ich fing damit an.

Sie sollte einzelne kurze Teile übernehmen, die sie aber irgendwie dann doch nicht schrieb...

Dafür hatte ich dann aber mehr Freiraum in der Gestaltung, was ich sehr begrüßte! \(^o^)/ 

 

 

Auseinandergehende Vorstellungen

Im Allgemeinen hatte die damalige Freundin öfters Ideen und Vorstellungen, die mir nicht zusagten, die mich dafür aber dazu animierten, mir etwas Alternatives zu überlegen. 

 

Zum Beispiel war es ihre Idee, dass die fünf ein Helferlein bekommen.

Von Finn aus Jeanne die Kamikaze-Diebin inspiriert zeichnete sie ein Bild von einer handgroßen Fee, die auch noch Herzen auf den Flügeln hatte... Das gefiel mir nicht so gut. 

Sie wollte, dass sie aus dem Feenreich stammt. Ich wollte aber gar kein Feenreich in dieser Geschichte haben... ^^"

Also überlegte ich fieberhaft, wie ich das verhindern könnte und erschuf eine bedeutsame Hintergrundgeschichte für Eternity, in der sie eben keine Fee ist.

Glücklicherweise wurde das von ihr akzeptiert. 

Außerdem schlug ich ein alternatives Design vor - ohne Herzen.

(Dass Eternity zwei verschiedene Stimmen und einen kindlichen Körper hat, kam erst sehr viel später)

Hier mein erstes Bild von Eternity: 

 

 

Die ehemalige Freundin hatte auch mal die Idee, dass Erik einen schwarzen Panther als Haustier haben sollte, den er vor Jahren im Dschungel als mutterloses Junges gefunden und aufgenommen hatte. Das war mir persönlich zu extravagant, weshalb ich vehement Einspruch erhob. 

 

Sie malte Secret ein großes Yin-Yang Symbol auf den Brust-Teil seines Outfits, was meiner Meinung nach nicht zu den anderen Uniformen passte. Aber ursprünglich wollte sie auch, dass Secret ein Bösewicht ist, der wegen Mystery dann zu den Guten überläuft. 

 

 

Erik der Außenseiter

Tatsächlich war es in der ersten Version so, dass nicht alle von ihnen Secret im Schatthenreich begegnen, sondern die Gruppe an einem Punkt voneinander getrennt wird und sie jeweils zu zweit bzw. Amanda alleine durch ein jeweils anderes Areal des Schatthenreichs irren.

Dort begegnete Amanda Secret, der auch damals schon kein Gedächtnis hatte. (Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Wunder damals schon existierte.) Sie wird aber von ihm getrennt und ist dann wieder bei den anderen. 

 

In der damaligen Version war Erik auch nicht in ihrer Klasse. Die Verbindung zwischen ihnen kam eigentlich immer durch Amanda zustande. 

Als Amanda ihn als Erik zufällig wiedertrifft, erinnert dieser sich nicht und fasst ihr Verhalten als Flirten auf, was er seinem damaligen Macho-Charakter entsprechend begrüßte und zum Anlass nahm, sie immer wieder anzubaggern. 

Anstatt den anderen zu erzählen, woher sie ihn kennt, verschweigt Amanda es, weil sie glaubt, ihn schützen zu müssen. 

Secret taucht danach immer wieder als manipulierter Bösewicht auf, gegen den sie kämpfen müssen. 

 

Hier noch ein altes Bild der ersten Version, auf dem Amanda und der alte Erik zu sehen sind. (Ok, ich muss gestehen, auf diesem Bild hat die ehemalige Freundin Amanda und Erik gezeichnet.)

 

 

Falls euch die zweite fliegende Gestalt irritiert: Damals war geplant, dass Eternity irgendwann einen Freund namens Spirit bekommt. Die Idee habe ich irgendwann verworfen. :D

 

 

Muskeln!

Durch den Einfluss von Dragonball Z war die Freundin der Meinung, dass die Jungs muskulöser sein sollten. Erik war entsprechend ein sehr durchtrainierter Charakter.

Sie machte sich etwas darüber lustig, wie schwächlich Vitali neben ihm aussah, weshalb ich anfing, ihn auch muskulöser zu zeichnen.

Vielleicht ist das mit ein Grund, warum Vitali sich  in seiner heutigen - zwar hochgewachsenen aber alles andere als muskulösen - Form ständig mit Erik vergleicht. XD 

 

Dadurch gibt es auch noch alte Bilder, auf denen Vitali muskulös ist, was aus meiner heutigen Sicht einfach nicht wirklich zu ihm passt. 

 

Gut, dazu muss gesagt werden, dass Serenas und Vitalis Charaktere damals noch anders waren, sodass es damals nicht so verkehrt wirkte wie heute. :D 

 

 

 

 

Bruch und Neuausrichtung

Jedenfalls verstritten diese Freundin und ich uns (völlig unabhängig von Balance Defenders) und es kam zum Ende der Freundschaft und damit auch zum Ende unserer Zusammenarbeit. 

 

Danach fiel es mir sehr schwer, weiterzuschreiben, da der Charakter Amanda eben ihr nachempfunden war und ich damals nicht gerade das Bedürfnis hatte, sie als Figur beizubehalten.

 

Schließlich entschied ich mich 2003 dazu, den Charakter komplett zu streichen und einen anderen dafür einzusetzen. 

 

Entsprechend ist Ariane/Desire die entstehungstechnisch jüngste der Hauptfiguren.

Ich hatte auch einige Anlaufschwierigkeiten damit, ihr einen Charakter zu geben, weil ich immer wieder den Eindruck hatte, sie würde zu sehr Amanda ähneln. Auch was ihr Design betrifft, brauchte ich mehrere Ansätze.

Das erste Bild ähnelte auch dem Design von Amanda mit lockigen langen Haaren noch sehr. Wobei ein paar Ähnlichkeiten auch heute noch bestehen. 

 

 

 

Hier ein Bild, auf dem Desire neben ihrer Vorgängerin Mystery zu sehen ist. 

Mystery hat schmalere Hüften und längere Beine als Desire, außerdem weniger Scheu vor Miniröcken und deeeeuuutlich voluminöseres Haar! XD 

 

 

Erik war tatsächlich kein Problem, da ich in weiten Teilen ohnehin schon durch das Schreiben für ihn zuständig gewesen war. Bei ihm hatte die ehemalige Freundin sich auch nie beschwert, dass ich seinen Charakter nicht richtig dargestellt hätte, was bei Amanda öfters mal vorkam. 

Dennoch veränderte ich einiges an Erik.  

Er bekam eine bedeutsamere Hintergrundgeschichte und einen facettenreicheren Charakter. Außerdem konnte ich es so auch umsetzen, dass er für alle fünf eine Bedeutung bekam und nicht über eine romantische Beziehung definiert wird.

Die ganze Problematik mit seinem Vater kam auch erst zu diesem Zeitpunkt ins Spiel. In der alten Version spielten seine Eltern gar keine Rolle. 

 

 

Neustart

Dass es nicht funktioniert, einfach mal mitten in der Geschichte einen Hauptcharakter auszutauschen und so zu tun, als wäre nichts gewesen, ist wohl wenig überraschend. 

Aus diesem Grund brach ich an der Stelle, an der ich zu dem Zeitpunkt mit der Geschichte war, ab und begann die ganze Story komplett neu zu erzählen. So entstand allmählich die Version, die ihr heute lesen könnt. 

 

In der ursprünglichen handschriftlichen Version war das Geschehen - das zudem ziemlich anders war - sehr viel schneller und die Kämpfe folgten relativ rasch aufeinander. Vor allem im Vergleich zu der heutigen Version, in der es viel mehr darum geht, dass die fünf sich selbst finden, und die Suche nach Antworten einen riesengroßen Raum einnimmt.  

 

Das hier sind die Titelseiten der beiden ersten Schreibblöcke, die ich vollgeschrieben habe. Das Symbol beinhaltet alle Edelsteine, die zu den damaligen Beschützern gehörten.

Der Ambigramm-Kreis enstand erst viel später. 

Und ganz ausgefallen: Die Diskette, auf der ich damals das Abgetippte gespeichert habe! XD 

 

 

 

Wie ich dann dazu kam, Amanda auf ganz andere Weise wieder einzubauen: 

Ab einem gewissen Punkt entschied ich mich, Serenas Charakter und Geschichte nochmals zu überarbeiten und flocht mehr persönliche Erfahrungen mit ein.

Vorher hatte Serena eine ganz andere Familie gehabt und war die ältere von zwei Schwestern gewesen. Lustigeweise hatte sie damals eine Mutter, die wollte, dass sie Freunde findet. *lach*

(Mehr dazu in einem anderen Beitrag). 

 

Ich hatte auch nicht geplant, den Namen Amanda zu verwenden, aber schlussendlich bot es sich einfach an. Außerdem erhält die Beziehung von Serena und Amanda vor diesem Hintergrund noch mal eine tiefere Bedeutung, weil die beiden in der Ursprungsversion eben sehr enge Freundinnen waren. 

 

Hier ein Bild von Ariane und der Amanda, die ihr in der heutigen Version von Balance Defenders kennenlernt.

 

 

Ich hatte mich bei der Zeichnung damals an dem Stil der damaligen Freundin orientiert.

Zugegeben, da sieht sie ziemlich wie die stereotype Antagonistin aus. ^^; Mein jugendliches Ich hat sie anfangs auch als die Antagonistin gesehen.

Ihre Haare sind deutlich kürzer als bei der Ursprungs-Amanda, was allerdings einer Typ-Veränderung der damaligen Freundin nachempfunden ist. 

Ich frage mich gerade, ob das fies ist. ^^; 

Ich persönlich halte Amanda heute gar nicht mehr für einen gemeinen Charakter, sie hat halt ihre Gründe. Dadurch dass sie nur ein Nebencharakter ist, bekommt sie jedoch wenig Raum in der Handlung und wirkt dadurch stereotyp. Wobei ich behaupten würde, dass ihre Schwester deutlich fieser rüberkommt. XD 

 

 

Easter Eggs

Ende des zweiten Bandes im 74. Kapitel "Hölle - Serenas Pein", das voraussichtlich am 06. August 2021 veröffentlicht wird, wird es eine Anspielung auf Mystery geben. :D 

 

Oh mein Gott, ich merke gerade, dass ich diesen Blogartikel am 26.06. veröffentliche! Dem Geburtstag von Amanda/Mystery! /(°o°)\

Also wenn ich das geplant hätte, wäre ich verdammt stolz auf mich. Da ich es nicht geplant habe, bin ich gerade sehr überwältigt davon! XD

 

 

Fazit

So viel also zu der Phase der Zusammenarbeit und ihrer Folgen.  

 

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich sehr dankbar für die damalige Freunschaft und alles drum herum bin. Sie hatte einen sehr großen Einfluss auf mich und Balance Defenders und ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, weil ich und die Geschichte dadurch gereift sind. ^^

Auch wenn die damalige Freundin diesen Artikel nie lesen wird - und wenn sie es täte, vermutlich eher empört darüber wäre (^.^;) -  sage ich hier einfach mal Danke für alles! :D

 

 

 



ᴄ͠ɪ͠ᴛ͠ʏ ͠ᴏ͠ғ ͠ʟ͠ɪ͠ɢ͠ʜ͠ᴛ͠s - Moodboards Eigene Serie, Rollenspiele (Sachthema), Eigene Chakater, Moodboard, RPG, ᴄ͠ɪ͠ᴛ͠ʏ ͠ᴏ͠ғ ͠ʟ͠ɪ͠ɢ͠ʜ͠ᴛ͠s

Autor:  Lance

𝐵𝑟𝑒𝑒 𝑇𝑟𝑒𝑛𝑡𝑜𝑛

𝐺𝑎𝑏𝑟𝑖𝑒𝑙 𝑀𝑎ℎ𝑜𝑒

𝑀𝑖𝑛𝑜 𝐵𝑒𝑐𝑒𝑟𝑟𝑎

𝑁𝑜𝑟𝑎ℎ 𝐽𝑜ℎ𝑛𝑠𝑜𝑛

 

𝑃𝑎𝑡𝑟𝑖𝑐𝑘 𝐶𝑜ℎ𝑎𝑛

𝑉𝑖𝑣𝑖 𝑀𝑜𝑟𝑡𝑜𝑛

 

ᴄ͠ɪ͠ᴛ͠ʏ ͠ᴏ͠ғ ͠ʟ͠ɪ͠ɢ͠ʜ͠ᴛ͠s



Balance Defenders Entstehung Teil 1 - Der Anfang und Magical Girl Einflüsse Sailor Moon, Jeanne, die Kamikaze-Diebin, Wedding Peach, Eigene Serie, Balance Defenders, Einflüsse, Entstehungsgeschichte, Entstehungsprozess, Hintergründe, Making-of

Autor:  Regina_Regenbogen

Angefangen hat alles in dem Sommer, als ich 15 war. 

 

Ich war mit meiner Familie wie immer in Österreich im Urlaub. Im Fernsehen lief gerade auf RTL2 ganz neu Jeanne die Kamikaze-Diebin an und da ich seit Sailor Moon und Wedding Peach Magical Girls total liebte, war ich von der Optik direkt begeistert. 

 

 

Wovon ich allerdings überhaupt nicht begeistert war, war der männliche Protagonist Chiaki, den ich als schrecklich empfand. Und die Tatsache, dass Marons beste Freundin Miyako sich in diesen Typen verknallt, obwohl offensichtlich war, dass er mit Maron zusammenkommen würde. 

Ich mag Dreiecksgeschichten grundsätzlich nicht, wobei das weniger eine Dreiecksgeschichte war als vielmehr: Die beste Freundin wird als zu doof dargestellt, um zu checken, dass der Typ eindeutig mehr Interesse an Maron hat. 

 

 

Daraufhin machte ich mir darüber Gedanken, dass es in den meisten Animes, die ich liebte, dennoch Aspekte gab, die ich nicht so gut fand: 

 

In Sailor Moon war es, dass nur Bunny/Usagi einen Partner bekommt, obwohl sich die anderen Kriegerinnen stets einen wünschen (und es im 90er Anime teilweise auch tolle Kandidaten gegeben hätte!), und dass eben nur Sailor Moon den finalen Schlag gegen die Bösewichte ausführen kann. (Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen, in denen das mal nicht der Fall ist.)

 

 

Bei Wedding Peach bekamen Engel Lily und Engel Daisy einen eigenen Stab, was ich sehr cool fand, aber natürlich blieb Wedding Peach die Hauptperson. Dennoch wurde (mit Ausnahme des Außenseiter-Engels Salvia) das Problem mit den fehlenden Partnern gelöst, was ich echt gefeiert habe! Interessant fand ich auch, dass Engel Kiiro, der ja stark an Tuxedo Mask erinnert, eben nicht mit Wedding Peach zusammenkommt. Und die Jungs der drei Haupt-Engel trugen teilweise sogar etwas Sinnvolles bei, statt nur Rosen zu werfen. Tuxedo Mask *hust* ;D

 

Nur um das kurz klarzustellen: Dass Tuxedo Mask in Sailor Moon eine klare Nebenrolle spielt, ist im Kontext des 90er Animes auf jeden Fall ein Vorteil! Weil dadurch die Freundschaft und die Stärke der Mädchen in den Vordergrund rückt. 

 

Dennoch wünschte sich mein 15-jähriges Ich da mehr. Die Mädchen sollten starke Partner bekommen, die mit ihnen kämpfen konnten. Daher träumte ich von einem gemischten Team, bei dem die Mädchen einerseits nicht nur die Quoten-Frauen sind (wie in Action Filmen und Serien üblich), sondern Hauptcharaktere, neben denen aber auch männliche Protagonisten auf Augenhöhe agieren konnen. 

 

Aber zurück zum Anfang. 

 

Nachdem ich also selbst an meinen liebsten Animes noch etwas verbesserungsfähig fand, keimte in mir der Gedanke:

"Hey! Mach doch deinen eigenen Anime!"

(Ach, mein herrlicher jugendlicher Leichtsinn. XD)

 

Jedenfalls entstand daraufhin abends die Zeichnung, die den Anfang zu Balance Defenders bilden sollte, (auf der Rückseite eines Werbefaxes XD):

 

 

Es war diese Zeichnung von Destiny. Und tatsächlich kam mir direkt der Name Destiny für sie in den Sinn. 

Damit ist sie der einzige Charakter, der ohne großes Raussuchen direkt seinen Namen bekam. 

Ich sehe das heute als Wink des Schicksals. ;D

Ihr unverwandelter Name kam erst ein paar Wochen später. 

 

Über die einzelnen Charaktere von Balance Defenders möchte ich jeweils in einem seperaten Artikel schreiben, weshalb ich auf Destinys Design, ihren Charakter und Veränderungen an dieser Stelle nicht näher eingehe, wie zum Beispiel darauf, dass sie auf dem Bild deutlich größere Brüste hat als in der heutigen Version und diese anime-typischen überlangen Beine. XD 

 

In Balance Defenders habe ich das umgesetzt, was ich mir von einem Anime bzw. einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack wünschte:

 

  • Das Team besteht aus gleich starken Mädchen und Jungen. 
  • Jeder der Beschützer besitzt die Fähigkeit, die Monster zu erlösen.
  • Es gibt nicht die eine im Zentrum stehende Hauptperson, stattdessen liegt der Fokus auf dem Team und wird immer wieder auf einzelne Charaktere gerichtet. 
  • Jedes der Mädchen bekommt einen romantischen Partner an seine Seite, der mitkämpfen kann

(Ein fettes Sorry an die LGBTQ+ Community, mein hetero-zentrisch geprägtes 15-jähriges Hirn kannte nur hetero Pärchen - ich hatte damals in Sailor Moon nicht mal gecheckt, dass Sailor Uranus und Sailor Neptun ein Liebespaar sind. :'D Und das obwohl ich heute selbst bi bin bzw. pan. XD) 

 

Heute würde ich behaupten, dass der Pärchenaspekt nicht mehr so bedeutsam ist, vielmehr geht es um die einzelnen Charaktere als Individuen und in ihrem Zusammenspiel mit anderen, was eben teilweise auch romantische Aspekte mit einschließt. Freundschaft, romantische Liebe und Selbstfindung stehen da gleichberechtig nebeneinander. 

 

Nun habe ich darüber gesprochen, was ich in Balance Defenders anders machen wollte. Aber natürlich gibt es ganz viel, was ich aus meinen Lieblingsserien übernommen habe. 

Zum Beispiel:

  • Verwandlung und magische Kräfte! Yay! Ich liebe es. :D 
  • Die Mischung aus Alltagssituationen und Helden-Dasein
  • Freundschaft!
  • Die Bösewichte besiegt man mit Liebe XD 
  • Die Tendenz tiefere Wahrheiten und Symbolik in die Handlung miteinzuflechten

So viel an dieser Stelle zu den allerersten Anfängen von Balance Defenders. :)

 

Nun zu euch. 

 

Welche Animes/Filme/Serien haben euch in eurem Schaffen stark beeinflusst?

Inwiefern wurdet ihr von Aspekten, die euch nicht gefielen, inspiriert?

Ich freue mich über eure Antworten! <3 

 

Übrigens habe ich mir vorgenommen, ab jetzt einmal im Monat (jeweils am letzten Samstag des Monats) einen Artikel in diesem Balance Defenders Blog zu veröffentlichen. :D *freu*

Mal schauen, ob ich das hinkriege. XD 

 

Während ich diesen Artikel verfasste, ist mir plötzlich bewusst geworden, in welchem Jahr das damals war. Ende August/Anfang September 2011!

Oh mein Gott, Balance Defenders feiert quasi dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum! :

Ich sollte irgendein fancy Online-Event organisieren! XD Was denkt ihr?

 

Alles Liebe!

 

Eure Regina



(Weblogaktion Drabblezeit) In der Kürze liegt die Würze Animexx, Eigene Serie, Fanfics, Ostern, Animexx, Drabble, Drabblezeit, Eier, Eigene Serie, Fanfiktion, Ostern

Autor: Lupus-in-Fabula

 

Eier. Wir brauchen Eier. 
 
 
 
 
 
 

Lupus ist auf der Pirsch. Nach Drabble mit Ei.

 

Egal ob Drabble, Double-Drabble oder Triple-Drabble

Schreibt bis zum 14.04.21 ein Drabble. 
Natürlich sollte es Osterhaft sein oder das Thema Ei behandeln. 
 

Eier. Ob Gross oder Klein...


... jedes ist fein. Oder sind die "Eier" eher symbolisch gemeint?
Das kannst du selbst entscheiden.  
Jeder Teilnehmer bekommt 50KT und ein Review. 
Wenn genug mitmachen, kann ich einen ersten Platz auserkoren. 



Bitte setzte einfach in deinen Werken das Schlagwort Drabblezeit.  

 



Ich freue mich auf Deine Teilnahme :)
 

Spenden werden immer gerne angenommen :) Siehe HIER

Ich benutzte das Template Template 09 ─ Sweet Repression von der talentierten abgemeldet.
Banner hat mir abgemeldet erstellt. Schick, oder?


Neues Bunny, neue Musik Shōnen-Ai, Eigene Serie, Eigene Serie, Eigener Charakter, Freie Arbeiten, Musik

Autor:  Maginisha
Nach meinem letzten, etwas bösen Weblog-Eintrag ist einiges passiert. Ich hab mir am 1. April tatsächlich ein neues Plotbunny angeschafft. Ein kleines, fluffiges für zwischendurch. Da schreib ich jetzt immer mal so dran rum, wenn ich bei "Angelo" grad mal wieder ein Stück geschafft habe.

Und weil ich beim Schreiben immer Musik höre (dank der Entdeckung der Wiederhol-Funktion bei Youtube ja auch endlich auch durchgehend), mag ich hier unter anderem mal ein bisschen "Musik von damals" rauskramen. Lustigerweise alterniere ich nämlich zwischen drei Songs, passend zu den drei Love Interests meines Protas. :)

Da hätten wir:

"Teenage Dirtbag" von Wheatus
https://www.youtube.com/watch?v=FC3y9llDXuM

"Sick Boy" von The Chainsmokers
https://www.youtube.com/watch?v=eACohWVwTOc

und last but not least "Mr. Brightside" von den Killers
https://www.youtube.com/watch?v=gGdGFtwCNBE


Und wer noch was anklicken will und zu faul ist, nach meinen FFs zu suchen, hier noch ein Link zum Plüschbunny "Ich, er und die Liebe":

https://www.animexx.de/fanfiction/392235/




#Aktion - Verlorene Seelen Eigene Serie, Rollenspiele (Sachthema)

Autor:  Lance
Verlorene Seelen

Inspiriert bin ich durch abgemeldets Aktion und Khaleesis Beitrag dazu.

Diese Charaktere habe ich trotz Beendeter RPGs nie vergessen, vielleicht werde ich irgendwann noch eine Chance bekommen sie irgendwo wieder einzubringen und ihnen mehr Leben einhauchen zu können.

J. R. R. Tolkin schrieb nicht umsonst das Zitit: "Not all those who wander are lost."

Und ich danke abgemeldet für das Template und die Hilfe ♥

arthur4bjhi.jpgArthur Blaze aus dem RPG † G.o.D.
Der Waisenjunge, der unbedingt für die Sonderabteilung arbeiten will, die sich um die Einhaltung der Regeln im Umgang mit Übernatürlichen Wesen befasst. Immerhin hat diese Abteilung ihn vor 20 Jahren gerettet und wer will nicht unbedingt mit seinem persönlichen Helden zusammen arbeiten? Genau diese Idealvorstellung hat Arthur angetrieben, egal ob seine Berichte per Hand nicht lesbar sind oder er sich Kopflos in eine Geiselnahme stürzt, denn sein Leben stand nicht über seinen Pflichten die Menschen und die Übernatürlichen Erdenbewohner zu beschützen. Aber wenn man versucht den Amerikaner an die Leine zu nehmen oder zu bevormunden, kann es für einen schnell in die Hose gehen ob nun für den anderen oder aber für Arthur persönlich. Wenn es einen Rekord an Strafarbeiten geben würde, würde Arthur diesen seit Jahren halten.

lacey1kjej.jpgLacey West aus dem RPG ᴛʜᴇ ℛᴇɪɢɴ ɪs ᴄᴀʟʟɪɴɢ ℳᴜʀᴅᴇʀ.
Sie ist ein wahres Herzstück... nicht. Lacey ist durch ihren Exfreund vor knapp 10 Jahren ungewollt in einen Vampir verwandelt worden. Davor hat er dafür gesorgt, dass niemand sie je wieder so Attraktiv zu Gesicht bekommt, indem er ihr Gesicht mit Narben versah. Seitdem ist Lacey von Rache zerfressen, ihn zu finden und dafür büßen zu lassen, was man ihr angetan hat. Dafür hat sie sämtliche Brücken zu ihrem alten Leben über Board geworden und sich in Chicago niedergelassen. Sie arbeitet in einer Bar in welchem Jäger aus- und ein gehen, eine bessere Quelle kann man doch gar nicht haben, dabei legt sie sich mit sämtlichen Ranghohen Tieren hat und beißt auch gerne einmal die Hand die sie füttert.

maeveszkhh.jpgMaeve Cadieux aus dem RPG 𝓒ʜᴀᴏs ℛɪsɪɴɢ
Maeve ist eine Bibliothekarin welche sich fast schon Klischeehaft hinter ihren Büchern versteckt. Sie besitzt die Fähigkeiten der Erdmanipulation; Pflanzen wachsen lassen und das Kopieren von Fähigkeiten, aktiv hat sie keine Lehrfunktion, jedoch möchte sich niemand mit der guten Lady anlegen die scheinbar im Modestil der 20er Jahre hängen geblieben scheint. 
Selbst wenn Maeve scheinbar nur für ihre Arbeit lebt, hat man bei ihr immer ein offenes Ohr, jemanden der keinen Kontakt scheucht und viel lächelt und ausgeglichen wirkt.
Sie hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie, denn diese würden wohl ihren Lebenstil als Frau nicht gutheißen, wo Maeve doch eine geborene Thomas Strauss ist, in welcher Rolle Maeve sich nie wohl gefühlt hat und diesen Namen mitsamt dieses Leben bei der erstbesten Gelegenheit abgelegt hat.


averyfnjbn.jpgAvery Beaudoin aus dem RPG ℱʀᴏᴍ ʟᴏʀᴅs ᴛᴏ ɢᴏᴅs.
Der ehemalige Special Agent, der seine Treue an den mit dem meisten Dollarscheinen in der Hand verkauft. Durch seine Jahre im Militär und beim FBI haben sich nicht nur körperlich Narben gebildet, wodurch er eine gewisse Abgestumpftheit ausstrahlt, neben seinem Grumpy-Blick. Er besitzt seit langem keine Moralvorstellungen mehr, lässt sich sowohl von Politikern als auch von Kriminellen für seine Dienste bezahlen, am Ende kommt doch sowieso nur das gleiche bei heraus. Alle die solch einen Schutz wie seinen brauchen haben entweder Dreck am Stecken oder sehr viele Leichen im Keller.
Avery tut gerne unnahbar, dass niemand ihm etwas anhaben könnte, er behauptete auch das man ihn nicht mit seiner Familie erpressen könnte... kann man doch. Nicht das man es wirklich ausprobieren sollte, wenn man an seinem Leben oder an seiner Gesundheit hängt. 


livu4kn7.jpgLivia Stanton aus dem RPG ᴀɪᴍ ғᴏʀ ᴛʜᴇ ʜᴇᴀᴅ
Liv würde behaupten, dass ihre Leidenschaft und dem Wunsch Krankenschwester zu werden zu einem Teil ihres Schicksals gehört, denn nun in der Zeit einer Zombieapokalypse ist dieses Wissen Goldwert. Zusammen mit ihrem älteren Bruder, der als Marien sofort die Führung einer Gruppe übernommen hat, versuchen sie zu überleben. Ein Problem ist nur, dass Livia ein absoluter Pazifist mit einem Helfersyndrom ist und wahrscheinlich keinem Zombie etwas tun könnte. Kein Wunder das sie die Gruppe nie alleine verlassen darf.
Optisch wirkt Liv schnell wie eine Zicke, jedoch ist die junge Dame eine hoffnungslose Romantikerin die sich leider viel zu schnell in Leute verliebt, aber als Krankenschwester sollte man sich nicht mit ihr anlegen, denn da greift sie hart durch, immerhin gilt dies nur zum Wohl des Patienten.



ashxjjrc.jpgAston Jenkins aus dem RPG Left for dead
Ein kleiner Unglücksvogel wie er im Buche steht, aus einem kleinen Dorf in Montana, der gerade seine Ausbildung als Rettungssanitäter in Billings begonnen hat, als die Apokalyse über Amerika einbrach. Vorher war er ein typischer Junge vom Land, für ihn war die Großstadt ein Abenteuer und es hatte ihm Spaß gemacht jeden Tag mit Menschen zutun zu haben. 
Nach Ausbruch der Apokalypse hat sich junge Mann zurück auf der Farm seiner Familie zurück gekämpft, dabei hat er ein halbes Dutzend Menschen verloren, seine Partner und Gruppen welcher er sich angeschlossen hat starben immer kurz nachdem er sich an sie gewöhnt hat. Dabei hat er einfach nur verdammtes Pech oder eher seine Kameraden, weshalb er sich seit Monaten alleine auf der Farm seiner Elltern, denn diese scheinen verschwunden. 


The Blue Diamond Eigene Serie, Roman, The Blue Diamond, Übersicht

Autor:  Edphonse15
30.12.2019
The Blue Diamond
Der Weg zum glück
Band 1

Der Weg zum Glück

Sorge, Angst, Stress. In unserer Gesellschaft geschehen viele Dinge, auf die wir keinen Einfluss nehmen können.
Wir bemühen uns und scheitern dennoch so manches Mal. Wir setzen uns dem täglich aus - ob wir wollen oder nicht.
Hat man dann niemanden, mit dem man reden kann, kann man daran zerbrechen. 
Als junger Mann sah Sōsuke das Unglück seines Vaters und entschloss sich, etwas zu unternehmen.
Ein einfacher Laden, inmitten der Großstadt Tokyos, sollte seinen Mitmenschen ein wenig ihrer Sorgen nehmen.
Das Ziel seiner Anstrengungen wurde ein besonderer Ort, an dem man seine Gedanken und Gefühle aussprechen kann.
Unter vier Augen, ohne fremde Zuhörer.
Wenn auch dich etwas bedrückt, tritt ein und fühl dich frei. 

Der erste Band der Reihe. Neu!

Erhältlich als eBook in vielen Shops.
Publisher-Shop: ePubli

~ Preis ~ 
Druckversion: 15,99 €
ISBN: 978-3-750268-00-5

eBook: 11,99 €
ISBN: 978-3-750268-62-3

 

http://the-blue-diamond.de

 
Date
The Blue diamond
dem ziel entgegen
band 2
Dem Ziel entgegen

Während Sōsuke mit sich hadert, ob er seiner Mutter vergeben kann, geht der Kampf ums Überleben des Blue Diamond weiter.
Freunde und Familie stehen dem Begründer der kleinen Oase bei und doch scheint alles zu zerfallen.

Kann Sōsuke die Vergangenheit ruhen lassen, um seinem Ziel wieder näher zu kommen?

 

Noch nicht erschienen.
Erscheinungsdatum voraussichtlich Ende 2020.
 
 
28.11.2018
The Blue Diamond
a sidestory
Bonus
A Sidestory

Tsubasa hat es nicht leicht - da sein Leben von seinem Vater bestimmt wird. Nur wenige Freunde bleiben ihm.
Als er merkt, dass sein Traum vom eigenen Leben in Gefahr ist, läuft er weg - und landet an einem ganz wundersamen Ort:
dem Blue Diamond.
Dort, so sagt ihm der Fremde, könne er über alles reden.
Aber wird ihm das weiterhelfen?


Eine kleine Bonusgeschichte im TBD-Universum.

Erhältlich als eBook in vielen Shops.
Publisher-Shop: ePubli

Preis: 2,49 €

ISBN: 978-3-746785-46-2

 


Neues Plotbunny in Sicht Shōnen-Ai, Eigene Serie, männlicher Charakter, Erotik, Freie Arbeiten

Autor:  Maginisha
Was soll ich sagen...

Kaum habe ich bei "Tatsächlich schwul" die Feder niedergelegt und spinne so über eine mögliche Fortsetzung vor mich hin, die ich natürlich frühestens 2020 anfangen würde, weil ja erst mal Weihnachten ansteht und ich da DRINGEND mal Hand anlegen müsste, da hoppelt auf einmal ein komplett neues Plotbunny herein.

Wer hat hier die Tür nicht zugemacht? Ò_Ó

Na zumindest heißt es "Angelo" und macht sich gerade bei mir breit. Erotisch will es sein. (Diesmal mit mehr Hetero-Elementen.) Und Fantasy. Und Thriller. Oder zumindest spannend. Argh. Dabei kann sich der Hauptcharakter nicht mal entscheiden, welche Haarfarbe er hat. Blond oder braun. Mhm. Na wir werden sehen. Angelo wird sich mir bestimmt noch näher vorstellen. Wenn er nur nicht so verführerisch gucken würde mit diesen überirdisch schönen blauen Augen …

Na wenigstens sein Gegenstück zickt nicht so rum. Der wird sich aber noch wünschen, er hätte sich mehr gewehrt. :D


Warum Superhelden keine Superkräfte brauchen Shōnen-Ai, Eigene Serie, Boys Love, Buchveröffentlichung, Coming Of Age, LGBTQ+, Young Adult

Autor:  natsumi

Cover

Hallo liebe Leute,

ich bin natsumi, Vollzeit-Teetrinker und Halbzeit-Tagträumer. Und tatsächlich hat sich in diesem Jahr einer meiner Träume erfüllt. Ich habe zwar noch immer keinen herumrollenden Pandabären zu Hause und es regnet auch noch immer keine Cupcakes oder Muffins... Versteh ich einfach nicht, warum. Aber mein erstes Buch steht endlich im Bücherregal. Zwischen Carry On und Simon vs. the Homo Sapiens Agenda. Und weil diese Plattform hier den Beginn meiner Liebe zum Schreiben darstellt, wäre es ziemlich cool, wenn es unter euch ein paar Leute gibt, die einen kurzen Blick auf das Buch werfen. Noch cooler wäre es natürlich, wenn ich euer Interesse wecken könnte. Das wäre dann wie ein Marshmallow in der heißen Schokolade(´・` )♡ .... hm, heiße Schokolade wäre jetzt nicht schlecht.

Nein. Konzentration, natsumi! Du möchtest dein Buch präsentieren! 

Also ... hiermit möchte ich vorstellen:

Warum Superhelden keine Superkräfte brauchen

Ein Schulwechsel ist eine lästige Angelegenheit. Besonders dann, wenn es mitten im Schuljahr passiert und man nicht gerade die sozialkompetenteste Person ist. Der Plan des 17-jährigen Jacob West, sich bestmöglich unsichtbar zu machen, scheitert jedoch schon in der ersten Woche, und er muss sich fortan mit militanten Lehrern, Angst einflößenden Unruhestiftern und den ersten Frühlingsgefühlen auseinandersetzen. Zu seinem Glück findet er Freunde, die das komplizierte Schulleben ein wenig erträglicher machen. Aber auch sie können ihn nicht von den unerklärlichen Albträumen ablenken, die ihn nachts ständig wach halten …

 

ein Coming of Age und Boys Love - Roman; erhältlich bei Amazon und im gut sortierten Buchhandel, genauso wie bei dem Verlag novum Verlag; demnächst auch als e-Book

 

Für diejenigen, die bis zum Schluss gelesen haben... Vielen Dank (シ_ _)シ ... ich möchte euch mit Einhörnern und Regenbögen überhäufen! Danke!

 



OC-Interview #2 Eigene Serie, männlicher Charakter, Comic, crazy town, Doujinshi, Interview, OC, OC-Fragebogen

Autor:  Drachenprinz

Uuuund mein zweites OC-Interview, weil mir einfach danach war, ich das total lustig finde und Happy Man mir gesagt hat, er will das auch mal machen!! xD

Wie beim letzten Mal schon erwähnt, das Interview hab ich von zitruseis auf DeviantArt, verlinkt ist sie in meinem ersten Interview schon. :D

 

 

Rules:
1. Pick one of your OCs.
2. Fill in the questions/statements as if you were your OC.
3. Your OC cannot lie
4. Journal's tittle should be OC Interview
5. Tag as many people as you want.
6. And most importantly.... Have fun!

 

 

Interviewed Character: Happy Man

 

 

1. What is your name?
Ouh. Do I really have to tell you...? Does an alias count as well? That would be 'Happy Man'. * grin *



2. Do you know why you were named that?
I named myself like that because it just describes what I am!



3. Nice~ So... what's your current age?
I'm ooold. * laugh * 55!


4. Single or taken?
Single, unfortunately! Nick's mom and I didn't have a serious relationship, it ended after a few weeks. We're still friends somehow but it would be nice to have a wife and be a real family for sure!

5. Have any abilities or powers?

Oh yeah! The power of love! * laugh *


6. Stop being a Mary Sue!

'Mary Sue'? Isn't that a girl's name? Well, okay, I'm not sure if I'd actually prefer that name over my own!


7. What's your eye color?
Green.
 


8. How about hair color?
Brown!



9. Have you any family members?

I still have my mom and dad, awesome people! A little crazy, haha. And I was very close to my grandma. Never knew grandpa though, he died in world war II. * sigh *

Oh, and my lovely son Nick, of course!


10. Well,who is your best friend?
My best buddy was Daniel, I'd say – but I haven't seen him for years! I really wonder what has become of him...



11. How many friends do you have?
There are a few guys I'd count as my friends but I spend most of my time with Nick. He's my buddy, too!



12. What are your hobbies?
I do a lot of sports but I also like fishing!



13.Who is your favorite author?
Oh, well... I don't read that much, I guess!



14. Favorite quote?
„Make love, not war!“ So true! But I don't know who said that actually, haha.



15. Oh? How about pets?
I had a bird and a few frogs as a child! And I really think about keeping a dog...!



16. That's cool, I guess. Now tell me something you don't like.
Oh, there's really not much I don't like at all! Let's talk about the nice and beautiful things in the world! * laugh * I know, I'm such a cliché!



17. What's one food that tempts you?
Aah, I can't decide, there's too much! Maybe cookies... and candy, it's so colourful and reminds me of my childhood.



18. What are your thoughts on PIE?
You mean, like... cake? It's awesome, of course! Who doesn't love pie?



19. Favorite drink?

I really like cocktails but also hot chocolate!


20. What do you mostly wear?

Shirts with bright and conspicious patterns – I don't care if everyone thinks they look terrible. * laugh *


21. Have you ever hurt anyone in any way?
I really hope I haven't! But sometimes that's hard to avoid...



22. Ever… killed anyone before?
Oh god, no!! I could never do something like that!



23. What kind of animal are you?
I think it would be cool to be an eagle! Oh, or a leopard! They can chill under the sun all day and look awesome while doing so!



24. Name your worst habits.
Well, I guess I'm often too naive and I never really grew up at all. Wait, is that good or bad...?



25. Do you look up to anyone at all?

I think there are many people I look up to.



26. Do you go to school?
When I was young I did, of course!



27. Am I annoying you?
No! Do I make you feel like I'm annoyed?



28. Well, it's still not over!
Oh! That's cool!



29. Confession time, Who is your lover?
Like I said, I'm single. So, if anyone should be interested...?



30. Have you kissed anyone yet?
Haha, yeah! I miss those times!



31. Do you have a childhood sweetheart?
* grin * There was this girl in the neighbourhood I really liked. But she never noticed me!



32. What's your type?
Well, what's most important is that you get along with each other and can talk about everything. Someone who stands by your side in good and in bad times!


33. Are you interested in anyone~?
Oh, if you ask me like that... There's this mysterious woman with long black hair. I'd really like to get to know her better!



34. Ever want to marry and have kids one day?
Hey, have you forgotten about my son already? Don't make him sad! Actually, he would be old enough to have kids himself... How time flies, it's unbelievable!



35. What do you want to be when you're grown up?
Haha... People often tell me I look younger than I am. But THAT young?

 


36. Do you have fan girls/fanboys?
I don't really think I have something like tha- Oh, wait! I've met those two boys, they said they were Daniel's kids and they seemed to be... fans, kinda? Especially the one with long hair, he even wanted an autograph! What an honour!


37. What are you most afraid of?
Uhh... Living in a world without love. Hate, war, loneliness – what's more terrifying than those things?


38. What class are you (low class, middle class, high class)?
Hm, never thought that much about this. But I think middle class, maybe?


39. What's your favorite place?
Probably the fishing pond where I always relax with Nick. Especially in the evening when the sun sets and the sky looks like it's burning over us.



40. Would you rather swim in a lake or the ocean?
Both is awesome!



41. Camping or indoors?
I must admit, I really love camping, it's always like a mini-adventure!



42. Any fetishes?
Woah, what are you asking me? Uhm... Pretty shoes, maybe?



43. Seme or uke?
Is that slang or maybe two of those abbrevations kids use on the internet these days? * laugh * Maybe I should ask Nick about that!



44. What is your life long dream?
That's easy to answer: Spreading as much love as possible and living in harmony with everyone! Yeah, I know, sounds kinda cheesy... But just imagine what the world could be like when people wouldn't hate so much and respect each other instead! I don't give up on that dream.



45. What would you do if your dream came true?
I guess I'd be an even happier man, haha!



46. What do you do most of the time?
Didn't I mention that already?



47.What would you do if you meet your creator?
My creator...! Wow, I guess I'd ask if he shares my wishes and intentions or why else he created someone like me. And then I'd like to go to some bar with him!



Bonus: If you were stranded on a deserted island, name 3 things you would bring!
Does Nick count as one of the three? Uhm, what else... Music! I think that's all I need!

 

 

Wie letztes Mal auch schon, jeder, der will, kann sich getaggt fühlen. :DD

 



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Hinweis: Themen-Einträge sind Weblog-Einträge, die einem Event zugeordnet sind. Wenn du also selber einen schreiben willst, tu das einfach in deinem Animexx-Weblog und gib dieses Event als Zuordnung an.

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