„Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen zweiten Adventsabend.“
Natürlich bekam ich keine Antwort. Der Schluck des eiskalten Kaffees spülte meinen Ärger hinunter.
Das Klingen kündigte den nächsten Kunden an. Ein Geschäftsmann in gutem Anzug, der in sein Smartphone sprach.
Warum nur Schokolade? Natürlich gehört es zur Weihnachtszeit dazu, aber sie konnte es nicht mehr sehen. Überall Schokolade.
Trotzdem lächelte sie und ging zum Umkleideraum.
Tief in Gedanken merkte sie nicht, dass ihr jemand folgte.
Hustend torkelte ich zur Tür. Der Schnupfen hat mich so sehr aus den Latschen gehauen, dass ich wie der Tod persönlich aussah.
Meine Haare fettig, meine Kleidung fleckig. Meine Nase so rot, als hätte ich die letzten Wochen nur in Kneipen verbracht.
Es war bloss ein kurzer Augenblick. Ein flüchtiger Blick. Ein scheues Lächeln.
Und doch wusste der junge Mann, dass sein Herz für ewig dieser jungen Frau gehörte.
Er wollte ihr unschuldiges Lächeln beschützen.
Galizien 1917. Der erste Weltkrieg tobt - auch in den Köpfen der Einwohner von Brody, der östlichsten Grenzstadt des Habsburgereiches. Es herrschen Armut und Hunger. Da tut sich ein junger Rabbiner auf, den Menschen Hoffnung zu bringen.
„Alles Gute zum ersten Advent!“, rief die Prinzessin erfreut aus, bevor sie Knight in eine herzliche Umarmung nahm. Dieser erwiderte sie sofort. Er spürte, wie sie sich in seine Federn kuschelte, ein angenehmer Moment, der zu schnell vorbeiging.
„Madame, ihr seht bezaubernd aus!“
Schnurrend rieb sich die weisse Katze an der Hand der eleganten Frau. Lachend kraulte die Frau den Kopf ihrer Katze.
„Wir müssen uns hübsch machen für unseren Freund, Monsieur Hautecourt.
Augenrollend putzte der Ladenbesitzer eine Vase. Genervt hörte er Kafei zu. Dieser lief im Laden auf und ab. „... und sie strickt summend eine Decke …“
Coro packte seinen Freund an die Schultern.
„Junge, warum machen das Frauen?“
„Weil sie …“
Kafeis rote Augen strahlten auf.
Cap gähnte, bevor er sich hinlegte. Seine Gefährtin sonnte sich in der Morgensonne.
„Willst du deine verletzte Mutter nicht besuchen?“
Überrascht blickte Cap zu Trixy. Sie blickte zu Cap.
„Aber sie ist ein Mensch und …“
Trixy legte den Kopf schief.
Langsam lief Fiora in der Kolonie herum. Ihr roter Steinanhänger umklammert, schritt sie tapfer weiter. Der kühle Wind schien sie nicht zu stören. Sie wollte zu ihrem Bruder, der an der Grenze Wache hielt. Ihr Herz klopfte. Sie wollte mit ihm reden.
Deprimiert kniete sich Kyoko vor dem Schrein.
War ihr Weg der richtige? Sie wollte doch bloss ihre Rache.
Grummelig beendete sie das Ritual, gab ihre Opfergabe in die rötliche Schale. Es war eine Untertasse, die sie von einer Premiere mopste.
Bloom summte ein Lied. Endlich hatte sie das Geschenk fertig für ihre Eltern. Fein säuberlich in ein rotes Geschenkpapier eingepackt, schob sie es unter das Bett.
Ihre Eltern sassen im Wohnzimmer. Ihre Tochter bat sie zu warten.
Nina kicherte vergnügt. Sie tollte verliebt mit ihrem Ehemann auf der Wiese. Die Kühe muhten, die Hühner gackerten. „Du bist mein Glück, mein Blümchen“, hauchte Jack und zog Nina näher an sich. Die beiden vergassen in ihrer Verliebtheit die Zeit.
Saga blickte das rote Spielzeugklavier an. Ein Lächeln schlich auf ihr Gesicht. Es waren einige Monate vergangen, seit sie sich von Sugar trennen musste. Schnell verabschiedete sich von ihrer Grossmutter. Mit grossen Schritten lief sie zum Musikladen.
„Nimm es einmal ernst. Wir brauchen eine warme Höhle und genug zu Essen.“
Lässig lehnte sich Hugo an einen Baum. Er zwinkerte seiner Gefährtin zu, was sie zur Weissglut brachte. Mit einem Satz nagelte Rita Hugo am Boden fest, knurrte bedrohlich.
Nika lag mit einem übergrossen Pullover auf ihrem Bett. Ihr neues rotes Unterhöschen spannte sie über den Stuhl. Blätterte in einem Heft. Nichts konnte ihre Ruhe stören. Ihre Mutter brachte ihr sogar etwas zum Knabbern hinauf. Das Mädchen knabberte an den selbstgebackenen Keksen.
Saeko konnte nicht glauben, dass er so schnell anbiss. Sie musste nicht einmal ihren Trick anwenden.
„Sei pünktlich. Dann würde ich … an diesem Abend nett zu dir sein.“
Elegant verliess sie das Büro, zwinkerte Kaori verschwörerisch zu und überhörte den Freudenschrei von Ryo.
Zorua stupste mich an. Ihr rötlicher Schweif wehte um meine Nase. Sie spürte wohl mein Unwohlsein. Meine düsteren Gedanken.
Es war kalt und dunkel. Mein Arkani wärmte mich, so gut es ging. Natürlich hatte ich ja die beste Idee, am Abend hierhin zu gehen.
Sie würde es ein letztes Mal tun. Für ihre Freundin und dessen Vater. Sie holte tief Luft, um ihre Stimme einzustimmen. Erinnerungen durchfluteten die Frau, liess ihr Herz für einen Augenblick aussetzen. Sie schloss die Augen, erhob ihre Arme.
Der Schnee fiel auf das Auto. Zu Hause lief der Teenager in sein Zimmer. Die Grosseltern wollten das Geschenk schon längst geben, doch sie hatten dies so gut versteckt, dass sie es erst jetzt fanden.
Der Teenager packte es aus.
„Wie viel Zeit verging?“
„Zeit ist ein Sandkorn in einer Wüste, die wir Ewigkeit nennen.“
Still stand das Einhorn da und blickte in die Augen des Mannes.
„Du hast dich verändert, Schmendrick.“
Statt zu antworten, fiel der Mann auf die Knie. Das Einhorn rührte sich nicht.
Moro blickte ihre Kinder an. Die zwei leiblichen Kinder tobten mit San. Das Menschenkind lebte schon lange bei ihnen. Sie jagte mit ihren Brüdern zusammen Beute. Auch wenn sie oft rot von Blut war, störte es das Menschenkind nicht. Moro zuckte leicht mit ihren zwei Schwänzen.
Schon wieder konnte Sophie das Schlimmste verhindern. Sie kraulte ihren Hund Finot und wartete im Hotel auf ihren Onkel.
Sie liebte ihren Onkel und würde ihm stets unterstützen. Das sie und Finot ihn unter die Arme griff, sollte ein Geheimnis bleiben.
„Sophie.
Die roten Ohrringe lagen wie der Mantel und die anderen Kleider auf dem Boden. Ezekiel sass auf dem Stuhl und schaute zu dem Badezimmer. Der kleine Engel wippte mit den Beinen. Maria war schon lange im Badezimmer. Die Haare der Hexe waren zerzaust.