Zum Inhalt der Seite

Thread: Piratenpartei

Eröffnet am: 24.06.2009 11:38
Letzte Reaktion: 14.06.2012 14:07
Beiträge: 325
Status: Offen
Unterforen:
- Politik




[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11]
/ 11


Von:   abgemeldet 22.07.2009 21:44
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
>Als ob die Piraten die Regierung stellen würden =)
Es geht um den Grundgedanken. Auch wenn man zur Opposition gehört, muss man sich anständig vertreten können. Und das können die Piraten mMn nicht.

>Sagen wir doch lieber eine "Partei" die die unter 40 Jährigen vertritt, zumindest einen gewissen Anteil.
Und es wäre nicht einfacher, sich selbst zu engagieren? Vielleicht bei den JuLis, der JU o.ä.?
Ist natürlich nicht das gleiche wie eine eigenständige Partei, aber man kann zumindest Regional relativ schnell in die Politik einsteigen.
Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.



Von:    Oni-giri 22.07.2009 22:33
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
>JuLis, der JU o.ä.?

Ich schätze mal du meinst die JuSo... ^^

Ja und nein.
Ich muss hier bei wohl wieder einen Vergleich mit den Grünen ziehen. Als jene sich konstituierten war Umweltpolitik ein neuer Ansatz ein neues denken und heute sind in allen Parteien Umweltpolitischen Worthülsen Gedanken zu finden.
Ähnlich schätze ich persönlich das, mit der Informations-/Internet-Kultur, ein. Das Bewusstsein muss noch wachsen.

Was mich an der PPD fastiniert ist die transparenz und die technologisch gestützte Basisdemokratie(Versuch).

Um auf die "Jugend Organisationen" der Parteien zurück zu kommen: Die meisten die sich engagieren werden gegängelt (zumindest in meinem Bekanntenkreis). Die Parteien suchen eher, wie es mir scheint, "Parteileinentreue" anstat selbstständig denkende kritische Individuum...
Zuletzt geändert: 22.07.2009 22:36:56



Von:    Otenko 22.07.2009 23:07
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
JU gibt es auch -> CDU

Nun ja in meinem Monat Piratenpartei konnte ich viel mehr tun als in meinen 2 Jahren JuSos, dass lag daran, dass ich als nicht-zahlender JuSo als "Unter ferner liefen" galt und kein Anrecht hatte, gestalterisch zu wirken. Bei den Piraten kann ich problemlos auf jeden Stammtisch gehen und mich daran beteiligen.



Von:    nan 23.07.2009 00:00
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Nun ist die Liste komplett: http://wiki.piratenpartei.de/Datei:SupportWahlzulassung.jpg

x)
"Those who would give up essential liberty, to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."
Benjamin Franklin
---
1984 was not supposed to be an instruction manual



Von:   abgemeldet 23.07.2009 00:34
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
>Ich schätze mal du meinst die JuSo... ^^
Nein, JU war schon richtig. :x

>Nun ja in meinem Monat Piratenpartei konnte ich viel mehr tun als in meinen 2 Jahren JuSos, dass lag daran, dass ich als nicht-zahlender JuSo als "Unter ferner liefen" galt und kein Anrecht hatte, gestalterisch zu wirken.
Mhm, ich kenne es nur so, das man sofort Ämter aufgedrückt kriegt, vor allem jetzt im Wahlkampf. ;)

>Ich muss hier bei wohl wieder einen Vergleich mit den Grünen ziehen. Als jene sich konstituierten war Umweltpolitik ein neuer Ansatz ein neues denken und heute sind in allen Parteien Umweltpolitischen Worthülsen Gedanken zu finden.
Die Grünen sind aber leider realitätsfremd und wer sich mit ihren Aussagen von früher auseinandersetzt wird dies merken. Das was sie früher gefordert haben, würden sie heute teilweise am liebsten totschweigen. Ich ziehe auch hier gerne den Vergleich zu den Linken und der Anpassung der Rente der Ostdeutschen bzw. früher die Aussage das Ostdeutsche keine Rente bekommen dürften. :)

Was das gängeln angeht, habe ich davon wenig mitbekommen. Ausserdem dürfte dies in der PP nicht anders sein, denn wenn jemand dort Zensur fordern würde, wäre es wohl nicht besonders gut um seine politische Karriere gestellt. Man kann nunmal nicht gegen die Partei arbeiten, deren Namen man vertritt.
Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, daß tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.



Von:    Katsumi_Liqueur 23.07.2009 15:27
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Natürlich mag die Piratenpartei eine "Ein-Themen-Partei" sein, aber fällt euch irgend eine Partei im Bundestag ein die sich zu unserem Wohle auch mit den anderen Themen auseinander setzt? Mir nicht.
Wäre ich deutscher Staatsbürger müsste ich aus ideologischen Gründen den konservativen Flügel der Union wählen, aber auch die wären für mich inzwischen unwählbar. Da sind die Piraten meiner Meinung nach eine Alternative sei es auch nur aus Protest.
Ich brenn schwarz. Ich weiss. Schoch GEZecht?



Von:   abgemeldet 23.07.2009 18:04
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Riesige Unterstützungswelle trägt Piratenpartei bundesweit auf die Stimmzettel

Sperrvermerk - Diese Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung am 23.7.09 17:30 Uhr freigegeben

Veröffentlicht am 23.07.2009

Die Piratenpartei wird in insgesamt 15 Bundesländern zur Bundestagswahl 2009 antreten. Dafür sammelten Mitglieder und Sympathisanten in den letzten Wochen zehntausende Unterschriften in allen Bundesländern mit Ausnahme Sachsens.

Über den Erfolg freuen sich besonders die Piraten in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die erst vor wenigen Wochen mit der Gründung eines eigenen Landesverbandes Kurs in Richtung Bundestagswahl gesetzt hatten. Bis zuletzt war es spannend geblieben, ob die PIRATEN auch in Brandenburg auf dem Stimmzettel stehen würden. Erst am vorletzten Tag konnte mit einer letzten Anstrengung die benötigte Anzahl an Unterschriften erreicht werden. Bundesweit wurde von den Info-Ständen berichtet, dass viele Bürger gezielt auf die Piraten zukamen und fragten, wo sie unterschreiben könnten.

Probleme gab es vorübergehend in NRW: Die Landeswahlleiterin machte die Verantwortlichen darauf aufmerksam, dass viele Unterschriften formal ungültig seien. Die Piraten hätten das Unterstützungsformular unzulässig verändert, als sie eine Version erstellten, die am Computer ausgefüllt werden kann. Dadurch fehlten 900 Unterschriften an der erforderlichen Mindestzahl von 2.000. Die aktiven NRW-Piraten konnten innerhalb weniger Tage 1.400 weitere Unterschriften sammeln und damit insgesamt über 4.000 einreichen, also mehr als doppelt so viel wie nötig.

Mit der erfolgreichen Unterschriftensammlung nimmt die Piratenpartei eine weitere Hürde zum Entern des Bundestages. Der Bundesvorsitzende Jens Seipenbusch dankt im Namen aller Piraten den vielen Unterzeichnern für ihre Unterstützung. Mit diesen vielen Unterstützern im Rücken freuen sich die PIRATEN auf einen energiegeladenen und kreativen Wahlkampf.

Die Spitzenkandidaten der jeweiligen Bundesländer sind:

* Baden-Württemberg: Dennis Laurisch, Thomas Laubel
* Bayern: Andreas Popp, Klaus Mueller
* Berlin: Florian Bischof, Heide Hagen
* Brandenburg: Axel Mehldau, Dr. Steffen Thomas
* Bremen: Erich Sturm, Gwenn Dauen
* Hamburg: Michael Vogel, Robert Macholdt
* Hessen: Thorsten Wirth, Simon Klages
* Mecklenburg-Vorpommern: Sebastian Stiffel, Hendrik Krause
* Niedersachen: Dirk Hillbrecht, Christian Koch
* Nordrhein-Westfalen: Ulrich Schumacher, Lars Hohl
* Rheinland-Pfalz: Angelo Veltens , Heiko Müller
* Saarland: Jan Niklas Fingerle, Marc Großjean
* Sachsen-Anhalt: René Emcke, Steven Barth
* Schleswig-Holstein: Klaus G. Petersdorf, Adrian Müller
* Thüringen: Daniel Schultheiß, Daniel Flachshaar

Der Landesverband Sachsen, erst am 08.08.2008 gegründet und deswegen noch in der Aufbauphase, sah sich, konfrontiert mit der am 30. August und damit fast zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindenden Landtagswahl, außerstande, beide Ereignisse ihrer Wichtigkeit gemäß zu bearbeiten und entschloss sich deshalb auf eine Teilnahme an der Bundestagswahl zu verzichten.



---




Und es wurde schon so oft genannt: Andere Themengebiete werden noch ausgearbeitet, wenn sie sich noch nicht bereits in der Ausarbeitung befinden!
while (zombie.population > 0) {
if(gun.ammo == 0) gun.reload();
else gun.keepfire = true;
}



Von:    Oni-giri 23.07.2009 18:39
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Eben hieß es im RBB das die PPD nicht auf die Liste gerückt sei.

Oder bezog sich das auf die Kommunalliste und wurde nur etwas "verwirrend" ausgedrückt?



Von:    Otenko 23.07.2009 18:43
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
> Eben hieß es im RBB das die PPD nicht auf die Liste gerückt sei.
>
> Oder bezog sich das auf die Kommunalliste und wurde nur etwas "verwirrend" ausgedrückt?

Kommunalwahl

Auf Bundesebene fehlt nur Sachsen - aber die Gründe wurden ja genannt.



Von:   abgemeldet 24.07.2009 00:45
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
> Wie steht ihr zur Piratenpartei? Würde mich wirklich brennend interessieren :)

Ich find sie toll!



Von:    redPixel 28.07.2009 22:40
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Hier ein schöner Blogbeitrag der mit den Vorurteilen über die Piraten aufräumt:


Vorurteile gegen die Piratenpartei


Die Piratenpartei muss immer noch gegen einige Vorurteile ankämpfen. Hier nun mein Beitrag einige dieser Vorurteile zu entkräften.

Vorab nochmal die Info: Wer ohnehin nie vorhatte die Piraten zu wählen brauch nicht weiterlesen, es sei denn er/sie ist Argumenten gegenüber zumindest aufgeschlossen.
Das ist für diejenigen die sich zwar grundsätzlich mit dem Parteiprogramm identifizieren können/könnten aber noch Vorbehalte haben.

Kurz und knackig die Themen:
1. Tauss
2. Wenige Punkte im Parteiprogramm
3. Alles umsonst downloaden?
4. Spasspartei
5. Der Name


1. Die haben doch den Tauss, den Typen mit den Kinderpornos.

Nach wie vor gilt in Deutschland die Unschulsvermutung: Solange Jörg Tauss nicht von einem Gericht verurteilt wurde gilt er als unschuldig. Völlig davon abgesehen sollte man die Gründe bedenken wegen denen Herr Tauss dieses Material besessen hat (er leugnet das ja nicht). Nicht um sich selbst daran aufzugeilen sondern als Recherche Material. Ja, es war dumm von ihm und ja er hat sich damit strafbar gemacht. Aber Dummheiten sind menschlich und verzeihbar sofern man sie eingesteht. Und was die strafbarkeit angeht… wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein. Und Sünde heisst hier: gebrannte DVD, heruntergeladenes MP3, gecracktes Computerspiel, umgangener Kopierschutz, Drogen…
Wie bei allem anderen auch sind die Umstände und die Schwere zu berücksichtigen.

Sollte Herr Tauss verurteilt werden ist er auch wieder raus aus der Partei.

Zudem wurde auch gegen Frau von der Leyen wegen Kinderpornos ermmittelt und zwar wegen der öffentlichen Vorführung von solchen. Schreit da noch jemand nach? Das verfahren wurde eingestellt und alle sind wieder glücklich. Aber bei Herrn Tauss wird eine Hexenjagd daraus gemacht.

Zudem kann und darf die Mitgliedschaft einer einzigen Person kein Argument für oder gegen die Partei sein solange sie dort kein wichtiges Amt bekleidet.


2. Die haben doch kaum Punkte im Parteiprogramm

Richtig. Dafür haben sie gute und wichtige Punkte die in denn anderen Parteien kaum beachtung finden bzw. dem entgegen gesetzt sind. CDU und SPD haben auch viele Punkte im Programm. Glaubt ihr ernsthaft, dass sie sich an alle halten werden? Lieber eine kleine Partei mit Kernthemen als eine große die zwar zu jedem Mist ihren Senf abgibt aber letztendlich keine Ahnung davon hat. Auch die Grünen haben mal mit wenigen Punkten angefangen.
Es wäre verlogen schon jetzt ein fettes Programm anzupreisen in dem versprochen wird die Steuerbelastung zu senken, die Bildung zu verbessern, die Kriminalität zu sennken, den Umweltschutz vorran zu treiben und sich gleichzeitig für Bürgerrechte stark zu machen. Die großen Parteien versprechen in ihren programmen so viel und halten doch auch nur die Hälfte.
Bis die Piratenpartei eine Regierung stellen kann wird es noch ein wenig dauern. Bis dahin ist es gar nicht nötig ein komplett Paket zu haben.


3. Die wollen doch nur alles umsonst donwloaden

Nein. EIN Programmpunkt der Piratenpartei sieht vor das Urheberrecht zu erneuern; nicht es abzuschaffen. Die Welt hat sich gewandelt. Gesetze müssen angepasst werden da sie auf die hochtechnologische Welt nicht mehr anzuwenden sind. Es ist definitiv nicht mehr zeitgemäß, dass ein werk noch 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers noch urheberrechtlich geschützt ist. Man soll sich mal vor Augen halten: In frühestens 70 Jahren dürfen wie ohne rechtliche Konsequenzen einen Michael Jackson Song im Internet herunterladen. In 70!!! Jahren.
Die meisten der moderen Bands hat man schon nach 5 Jahren wieder vergessen.


4. Das ist doch nur eine Spasspartei

Die Piratenpartei ist zur Bundestagswahl zugelassen. Der Bundeswahlausschuss hat ihr damit ernste Absichten bestätigt. Spassparteien wie APPD dürfen nicht zur Wahl antreten. Die Piraten sind Jung aber sie meinen es ernst.


5. Der Name ist Scheisse

Namen sind Schall und Rauch. Was ist dennn bitte “die Grünen” für ein Name? Alles nur Öko Futzies?
Was ist denn “Christlich demokratische Union” für ein Quatsch?
Oder “die LINKE”.
Das klingt alles irgendwie genau so Panne.
Der Name ist provokativ aber hat nunmal einen Grund. Sollte man wirklich so oberflächlich sein und eine Partei nur nach ihrem Namen beurteilen? Der Inhalt ist entscheident. Die Vorwürfe man könnte das ganze mit Mord und Raub assoziieren sind doch völlig lächerlich. Piraten sind doch heutzutage verklärt wo es nur geht.
Spätestens seit “Fluch der Karibik” assoziiert man mit Piraten im schlimmsten Fall nur noch leicht tuntige Schiffskapitäne. Das Image eines Piraten ist längst nicht so schlecht wie man meinen sollte.
Bei der älteren Bevölkerungsschicht mag das noch gelten aber das ist auch nicht die angepeilte Zielgruppe.

Quelle: http://fieser-admin.de/2009/vorurteile-gegen-die-piratenpartei/




Von:    mythico 29.07.2009 04:10
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Ob dieser Beitrag mit Vorurteilen aufräumen kann? Meine eigenen Vorurteile (wenn man diese so nennen will) werden vollständig bestätigt (um nicht zu sagen: verifiziert) - aber ich gehörte ja auch nie zur Zielgruppe des Textes, obwohl ich 'Argumenten' gegenüber prinzipiell aufgeschlossen bin, sofern diese über eine bloße Ideologie hinausreichen (und das ist hier offensichtlich nicht der Fall).


> Die meisten der moderen Bands hat man schon nach 5 Jahren wieder vergessen.

Soweit korrekt...genaugenommen sind die meisten noch sehr viel früher vergessen und interessieren schlichtweg niemanden mehr - folglich kann es auch den Piraten egal sein, ob da irgendwelche Rechte drauf sind oder nicht - sie wollen die Musik ja (wie das Zitat andeutet) sowieso nicht hören.
Fakt ist aber andererseits, dass es eben doch eine Nachfrage, also auch einen Markt, für diese Musik gibt (und sei es nur in Form einer Compilation 'Die schmalzigsten Hits von vorvorgestern') - und genau dieser Markt (der naturgemäß gewisse Rechte erfordert) stört die PP...man will schließlich die kreativen Ergüsse anderer kostenfrei nutzen; das Gesetz ist dabei egal (wie die letzten Jahre im www bewiesen haben) - und falls sich irgendwann doch der letzte Rest eines Gewissens meldet, begibt man sich eben in die Politik--- und formt das Gesetz nach den eigenen Vorstellungen /wie Politiker das schon seit Ewigkeiten zu tun pflegen/.


> Die Piraten sind Jung aber sie meinen es ernst.

Ich bin auch jung; meine Beiträge hier meine ich ebenfalls ernst - aber was folgt nun daraus? (Oder deutlicher: Folgt daraus überhaupt irgendetwas?)

> Spätestens seit “Fluch der Karibik” assoziiert man mit Piraten im schlimmsten Fall nur noch leicht tuntige Schiffskapitäne.

Genau. Das sieht man an den 'leicht tuntigen Schiffskapitänen' (nicht zu vergessen sind deren große Kanonen) in Somalia.



Von:   abgemeldet 13.08.2009 14:02
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Für die, die meinen, dass die Piraten alles frei und umsonst haben wollen:
http://andipopp.wordpress.com/2009/08/12/warum-die-piraten-keine-konstenlospartei-sind-teil-1/
while (zombie.population > 0) {
if(gun.ammo == 0) gun.reload();
else gun.keepfire = true;
}



Von:   abgemeldet 17.08.2009 09:54
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Die Piratenpartei wäre eine schöne Arbeitsgruppe für eine nationale Partei. Mehr aber auch nicht! Zudem sollte man den Gedanken von völliger "Freiheit" auf Lehrmittel einmal genau überdenken. Schon jetzt greifen viele Schulen auf Wikipedia zurück und übernehmen ungefragt alle Lügen und Fehler von dort.

Seriöse Arbeit ist kostspielig, Hobbybasteleien die man gratis anbieten könnte mit Sicherheit nicht für den Unterricht tauglich!

Im übrigen zielt das ganze Programm auf naive Kinder die noch von Taschengeld leben und sich über zensierte Spiele und das unangenehme Gefühl beim Mp3 Download ärgern.

Grüße,
Varg



Von:    Mon_star 17.08.2009 13:45
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
>Im übrigen zielt das ganze Programm auf naive Kinder die noch von Taschengeld leben und sich über zensierte Spiele und das unangenehme Gefühl beim Mp3 Download ärgern.

Das Gefühl habe ich auch.
Ich sehe nur Teenager, die sagen, dass sie die Piratenpartei wählen würden.
Paul: "Feuer...mag jeder. Ob das ein kleines Lagerfeuer ist oder 'ne Kerze auf'm Tisch im Restaurant. Oder ein Hausbrand wo man davorsteht und zuguckt. Feuer mag jeder."

Figuren, Animes und viele Mangas zu verkaufen



Von:    Medialuna 17.08.2009 13:48
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
und ich sehe nur Leute die keinen Bock haben Orwells' 1984 war werden zu lassen.

♥ And so the lion cat fall in love with the lamb ♥



Von:   abgemeldet 17.08.2009 17:13
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
> Ich sehe nur Teenager, die sagen, dass sie die Piratenpartei wählen würden.
Warst du schonmal auf einem Stammtisch/Arbeitstreffen? Der Altersdur hschnitt in München sollte so bei 30 liegen.

Und warum ist ein "Gratisgebastel" nicht unterrichtstauglich? Ohne OpenSource währen wir bei weitem nicht dort, wo wir heute sind! Und zu sagen dass freie Bildung nichts bringt verbitte ich mir in einem Land welches einziges großes Exportgut das Wissen ist

Kleiner Nachtrag:
Wenn etwas faktisch Falsch ist - warum änderst du es dann nicht Varg? Das ist der Sinn der Wikipedia!
while (zombie.population > 0) {
if(gun.ammo == 0) gun.reload();
else gun.keepfire = true;
}
Zuletzt geändert: 17.08.2009 19:03:28



Von:   abgemeldet 17.08.2009 22:19
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
>Kleiner Nachtrag:
>Wenn etwas faktisch Falsch ist - warum änderst du es dann nicht
>Varg? Das ist der Sinn der Wikipedia!

Bei Wikipedia tummeln sich die Linksextremisten, jeder Versuch zum Beispiel objektiv über Deutschland und seine Geschichte zu berichten, wird als Neonaziaufmarsch verbucht. Zu dem Zweck, Wikipedia politisch korrekt zu gestalten, unterhalten mehrere Nutzer eine Seite, auf der sie verfängliche Artikel überwachen:
http://www.anonym.to/?http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Brummfuss/Nazipedia

Auch Verweise auf linksextreme Seiten sind leider bei Wikipedia keine Seltenheit. Indymedia, Nadir, trend.infopartisan, junge welt, jungleword und Antifaseiten gelten als seriöse Quelle und werden gern als weiterführende Information angeboten.
Daneben sind Publikationen des linksradikalen DISS und Literatur aus dem Unrast-Verlag als Quelle sehr beliebt.

Als Erstinformation ist Wikipedia sicherlich interessant, wenn es z.B. um das Liebesleben der Nacktschnecken geht, mehr aber auch nicht!
Wenn man sich wirklich tiefgründiger mit gewissen Themen befassen will, sollte man sich lieber ein paar intressante Bücher besorgen bzw. sich bei verschiedenen Informationsquellen sich erkundigen.

Desweiteren hat es auch schon genügend Skandale in Bezug auf Politiker und Wikipedia gegeben. Auch Firmen, welche in Bezug auf verschiedene Skandale mit Medikamenten etc. erwähnt wurden, haben sich "schön geschrieben".

Grüße,
Varg



Von:   abgemeldet 17.08.2009 22:35
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Darum kann man auch - beispielsweise - die englische Wikipedia zu rate ziehen ;)
while (zombie.population > 0) {
if(gun.ammo == 0) gun.reload();
else gun.keepfire = true;
}



Von:   abgemeldet 17.08.2009 22:40
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Auch da gelten die letzten beiden Absätze in meinem vorangegangenem Beitrag.

Varg



Von:    MadVillain 24.08.2009 15:14
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 

Wie ich zu den Piraten stehe weiß ich noch nicht sehr genau...

Dennoch sind für mich viele Volksparteien "nicht mehr Wählbar", wie es
so schön heißt. Da wäre z.B. die vom 'außsterben bedrohten großen Volksparteien':

SPD, die die Agenda 2010 - feierte unter Anderem die cineastischen Erfolge wie Hartz I bis IV - als Erfolgsmodell verkaufte. Schröder machte mehr Konzernorientierte Hintertürpolitik - (RWE darf eigene Gesetze schreiben, Gesetzberatung erfolgt über Lobbyisten der Megakonzerne), als wohl vorher der Fall. Deshalb sitzt er in einem russischen Aufsichtsrat, weil er so
völlig selbstlose Gesetzte geschaffen hat. Eigentlich ein Traum der FDP: Der Bürger ist für sich selbst verantwortlich. Sprichwort private Rente usw. Kriegsbeteiligung, (Angriffs-)Kosovo-Krieg usw.. das könnte hier länger werden..


CDU, weil natürlich auch die Zeichen der Zeit erkannt hat, wie die Amerikaner auch; potentielle gefährdende Terroristen und gleich 80 Millionen davon...
Datenvorratsspeicherung für mindestens 6 Monate, ein Gesetz, dass vor 30 Jahren verpönt war (Menschen mit bürokratischen Barcodes versehen) wieder en vouge zu kriegen, Militär im inneren, weil die Bundeswehr auch so gut für innere Sicherheit ausgebildet ist.., so wie Italien.. oder eben wie Militär in diktatorische Regime - ist ein Anzeichen von Diktatur, geheime Netzsperren (die natürlich keiner einsehen darf, also was gesperrt wird) ala Cuba, China usw. Damit wir schön auf Augenhöhe mit "der Achse des Bösen" sind.
Der gläserne Mensche ist längst Realität,l ich glaube da war noch was mit Nacktscanner, BKA Gesetz und und und die Liste ist endlos.

So etwas soll wählbar sein? Seit wann ist Terrorismus neu? Seit einer neuen Definition?
Angst war seit je her ein politisches Instrument und Krieg für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Die


Die FDP ist klar definiert, dass sie nicht definiert in meinen Augen, außer, dass sie verstärkt Casino Capitalism feiern will was uns den "schwarzen Freitag" des Bösren-crashes der 20er wieder neu aufleben hat. wie auch die SPD ist die FDP noch krasser der Meinung "Freie Fahrt für freien Kapitalismus" sprich am besten keine Regelungen hui. Weil wir in einer Gesellschaft ohne Regeln leben - natürlich.


Nun gut über die grünen kann ich wenig sagen außer, dass natürlich jede Partei ihre (grünen) Leichen im Keller hat. Sie waren ebenso lange genug in der Regierung.

Die Linkspartei... ich bin überfragt. Teilweise "gesunde" Ansätze "für die Menschen" dieses Staates und nicht gegen sie. Teilweise aber auch sehr problematisch.


Die Piratenpartei... ist eine junge Partei und wird Fehler machen, ganz gewiss. Die Themenbandbreite interessiert mich persönlich vermehrt als so das lustige populistische Spiel "dreh an den Steuern"-Spiel.

Wahlversprechen sind nur Schall und Rauch... deswegen ist es schlecht, dass es nicht mal ansatzweise eine juristische Möglichkeit gibt diese bis zu einem gewissen Grad einklagbar sind...
Wir sind ja sonst so ein toller Rechtsstaat. Somit bleibt das der gebeultenden Wahlherde nur übrig alle 4 Jahre mal zu meckern und irgendeinen Scheiß zu wählen.

Am besten das, was man immer wählt - der Einfachheit halber, oder kompletter Inkompetenz.


Meine philosophie ist: Jede Partei müsste das Recht haben diesen Staat mal beinahe an die Wand zu fahren. Die NSDAP/NPD warschon, die CDU im Grunde mit Verlängerung warum nicht auch die Piratenpartei.

vielen Dank für Aufmerksamkeit. Das ist den meisten Menschen eh zu Text und Inhalt.


P.S. Ich bin elitär, weil ich auf Animexx(!) etwas in Kultur und Bildung gepostet habe! ein Forum, welches von 16% der 10.000 User-Chans genutzt wird - im Grunde immer die gleichen Verdächtigen. Hail mir.
Geht mir nicht auf den Sack.

Polemik Ende. Danke.
Nein ich habe keine Lust den Text zu korrigieren. Banzei.
"Es ist überaus gut, dass die Bürger dieser Nation unser Banken- und Geldsyststem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, glaube ich gäbe es eine Revolution vor morgen früh." - Henry Ford



Von:    Katsumi_Liqueur 26.08.2009 00:37
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Was die einzelnen Punkte angeht so muss man doch - Hand aufs Herz - sagen, dass die Piratenpartei um Welten besser dasteht als die Etablierten.
Ich brenn schwarz. Ich weiss. Schoch GEZecht?



Von:    LintuSotaRauha 26.08.2009 20:13
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
> Beispiel Radiohead: ein Album war zunächst als Download (und alternativ auch in einer recht teuren Sammleredition) direkt über die Website der Band erhältlich. Beim Download konnten Nutzer selbst bestimmen, was sie dafür zahlen möchten --- 62% zahlten nichts (Quelle: wikipedia). Als das Album dann später als CD erschien, erreichte es die Spitzenposition der US-Charts.
> meine Beurteilung: ein Erfolg in dieser Form ist mE (von einzelnen glücklichen Zufällen abgesehen) nur bei Künstlern möglich, die - dank der 'bösen' Musikindustrie bereits einen hohen Bekanntheitsgrad haben --- außerdem: Wäre das Album in CD-Form weniger häufig verkauft worden, wenn es diese 'Promotion-Maßnahme' mit dem Download-Angebot nicht gegeben hätte???
Radiohead hat das nicht erfunden, und ich glaube nicht, dass folgende Band das auch erfunden hatte.
Um ca. 1999 hat Linkin Park Songs aus ihrem ersten Album Hybrid Theory und andere Songs auf ihrer Webseite zum Download frei gegeben. Damals kannte sie noch gar keiner, weil sie weder was heraus gebracht haben, noch wurden sie irgendwo gespeilt.
Aber Radiosender sind zum Glück aufmerksam und haben sich die Songs auch gedownloadet und quasi über Nacht wurde die Band berühmt.

Das war der Grundstein, weswegen sie heute so erfolgreich sind. Und sie sind immernoch Pioniere im Netz. Welche Band promotet seine Community so gut, wer bietet schon ein Widget (kann man in die eigene Webseite integrieren) an, wo man die Songs und Videos sich ansehen kann?

Das ist damit meiner Meinung nach gemeint.

Hier kam auch das Argument, dass das nur auf Künstler passt.
Sehe ich auch nicht so.
Das meiste Wissen sitzt doch im Internet. Man schaut sich das an und sieht etwas Interessantes. Ja, das muss nicht unbedingt geklaut werden, aber es kann weiter entwickelt werden: Siehe Open Source.
Es geht dabei um die Entwicklung, und wenn einer mit einer weiter entwickelten Erfindung oder anderer Neuerungen Geld verdienen möchte, soll ers machen und klappt ja sogar.
My name is BIRD and I haven´t gotta clue!
| Challenge me, Brute! | LSR - Your Drugs!
Dat is wat wo man Budder bei der Fische tut.



Von:    mythico 26.08.2009 22:54
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
> Und sie sind immernoch Pioniere im Netz.

Solche Vermarktungswege habe ich auch nicht kritisiert. Jede Band hat - natürlich - das Recht, ihre EIGENEN Stücke zum kostenfreien Download ins Netz zu stellen (solange kein Plattenvertrag unterzeichnet wurde, der das untersagt). Die weitaus meisten Gruppen, deren CDs ich heute regelmäßig höre, habe ich über die jeweiligen offiziellen MySpace-Profile der Gruppen bzw. von deren Plattenfirmen erstmals gehört - das Internet KANN durchaus als Marketinginstrument sinnvoll sein. Voraussetzung ist allerdings ganz einfach, dass die ins Netz gestellte Musik direkt von der Band selbst (oder deren Label) - also dem Urheberrechtsinhaber - ins Netz gestellt wurde. Was die PIRATEN wollen, ist nun, dass jede/r diese Musik ins Netz stellen könnte, solange dafür kein Geld verlangt wird - damit wird das Recht des Urhebers, die Verbreitungswege seiner Werke zu kontrollieren, schlichtweg abgeschafft.


> Das meiste Wissen sitzt doch im Internet.

Das Wissen mag vorhanden sein [manchml nicht einmal das!] - doch die dem Wissen zugrunde liegende Kultur geht verloren. Im Übrigen scheint fraglich, ob die unglaublichen Datenmengen, die zu vielen Themen verfügbar sind, auch nur ansatzweise zu neuen Erkenntnissen führen; die pure Masse an Information (damit meine ich das, was du als 'Wissen' bezeichnest - allerdings gehe ich mit meiner Bezeichnung von einer [aus Sicht der Gesamtbevölkerung betrachtet] eher geringen Wertigkeit aus) wirkt auf manche Wissenschaftler eher hemmend, was das Streben nach neuen Erkenntnissen angeht.


> Siehe Open Source

Auch hier: OpenSource ist im Grunde genommen nichts anderes als ein spezifisches Lizenzmodell (bei dem es erlaubt ist, die Software zu kopieren, weiter zu entwickeln und zu verkaufen) - die Entscheidung, ein eigenes Programm als OpenSource zu veröffentlichen, wird einzig von dem Programmierer/den Programmierern (also den Urheberrechtsinhabern) selbst getroffen. Ebenso ist es die freie Entscheidung einer Firma wie Microsoft oder Adobe, ihre Programme eben nicht als OpenSource, sondern als proprietäre Software zu veröffentlichen. Der potentielle Nutzer hat dann später die freie Wahl, ob ihm die (kostenlosen) Vorteile von OpenSource oder doch eher die (kostenpflichtigen) Vorzüge proprietärer Software wichtiger sind - und diese Entscheidung kann von Programm zu Programm, von Anwendungszweck zu Anwendungszweck unterschiedlich ausfallen. Welche genaue Kombination proprietärer und 'freier' Programme für die eigene Nutzung optimal ist, muss der Nutzer selbst herausfinden.

Auch heute gibt es in dieser Hinsicht schon viele Möglichkeiten - Ziel der PIRATEN ist allerdings, die Kostenlos-Mentalität vieler Internetnutzer zur institutionalisierten Norm zu erheben --- für die weitere Entwicklung in allen betreffenden Bereichen (seien es nun Musik, Film, Literatur, Software, o.Ä.) wäre das mE absolut fatal. Mein Motto ist hier seit Jahren: 'Was mir seinen Preis nicht wert ist, ist es auch nicht wert, von mir genutzt zu werden.'



Von:   abgemeldet 26.08.2009 23:15
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Ah - wie ich sehe, hat sich mythico immer noch nicht genauer mit den Piraten auseinander gesetzt.
Hab ich auch nicht erwartet =)
while (zombie.population > 0) {
if(gun.ammo == 0) gun.reload();
else gun.keepfire = true;
}



Von:    mythico 27.08.2009 00:07
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Zeig mir eine (1) klare, nicht fehlinterpretierbare Aussage, die meine Behauptungen falsifiziert.


Zur Verdeutlichung gehe ich mal auf den letzten hier im Thread verlinkten PIRATENbeitrag ein (gepostet von abgemeldet am 13.08.):

(die Zitate stammen aus dem dort verlinkten Beitrag: http://andipopp.wordpress.com/2009/08/12/warum-die-piraten-keine-konstenlospartei-sind-teil-1/)


Der erste Konflikt: Urheberrecht vs. Grundrechte
[...]
Urheberrecht findet seine Schranken in den Grundrechten. Dies bedeutet hauptsächlich, dass es mit dem Beginn des privaten Lebensraums eines Bürgers endet.

Sehr schön. Die Täter beschweren sich, dass die Verfolgung der Taten an die Gegebenheiten angepasst wird. Ebenso könnte Herr X. heute eine Bank überfallen, sich mit den 'Einnahmen' glücklich ins Ausland absetzen und fünf Jahre später rumheulen, dass die Verfolgung seiner Tat seine Bürgerrechte einschränke.


Der zweite Konflikt: Interessen von Künstlern vs. Interessen von Verwertern
[...]
Wir wollen deshalb das Recht der Künstler gegenüber den Verwertern stärken. Hier geht es etwa um die Frage, welche Form von Verträgen zulässig sind oder welche Rechte vielleicht gar nicht veräußerbar seien sollen.

1. Zunächst einmal gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Der Künstler wird nicht gezwungen, Knebelverträge zu unterschreiben, sondern tut das aus eigenem Antrieb. Es bleibt zu bedenken, dass längst nicht alle Plattenfirmen in der beschriebenen Weise handeln, und dass auch längst nicht alle Künstler mit der Arbeit und den Leistungen ihrer Plattenfirma unzufrieden sind.
2. Angenommen, die Stärkung der Rechte des Künstlers gegenüber den Verwertern gelänge tatsächlich - welche Auswirkungen hätte das?
Die Verwerter (die naturgemäß finanzstärker sind als die meisten einzelnen Künstler) hätten weniger bis kein Interesse daran, Urheberrechtsverletzungen zu verfolgen - dies wäre Sache des Künstlers, der ja dann über die entsprechenden Rechte allein verfügen würde. Wollte der Künstler sich nun um die Verfolgung der Urheberrechtsverletzungen kümmern, würde ihm entweder die Zeit fehlen, weiterhin Künstler zu sein; oder er müsste - sehr kostenintensiv! - einen oder mehrere Mitarbeiter einstellen, die sich um die Sicherung seiner Rechte bemühen --- und damit wären wir wieder bei den ureigensten Interessen der PIRATEN.


Der dritte Konflikt: Interessen der Verbraucher vs. Interessen der Urheber/Verwerter
[...]
Dieses Interesse der Allgemeinheit basiert aber nicht einfach nur auf Adaption, sondern auch auf Austausch.

Wobei der Austausch eigentlich eher die Ausnahme ist; den weitaus meisten, die solche Positionen vertreten, geht es - bezogen auf das persönliche Verhalten - nicht um Austausch (also Nehmen UND AUCH Geben) sondern nur und einzig um das Nehmen - womit wir auch wieder bei der passenden Namensgebung wären: auch 'richtige' Piraten (wie aktuell z.B. in Somalia) kennen hier nur den Aspekt des Nehmens [und sind damit auch glücklich].


@abgemeldet: War diese Auseinandersetzung genau genug?



Von:    LintuSotaRauha 27.08.2009 01:26
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
> damit wird das Recht des Urhebers, die Verbreitungswege seiner Werke zu kontrollieren, schlichtweg abgeschafft.
Soweit ich mich informiert habe, sind darauf gar nicht aus. Sie wissen um diese Gefahren und wollen das Konzept auch ausbauen.
Also meiner Meinung nach kein Grund zur Sorge, wenn es darum geht, dass eine Partei sowas veranstalten wollte.

So etwas ist schwierig zu unterbinden. Selbst ohne die Pirantenpartei ist es schwierig. Es kursieren viele Illegale Versionen von Musik und Programmen rum.
Damals als an die Piratenpartei nicht mal gedacht wurde, habe ich Fälle erlebt, wo Mädchen für ihr Tanzprogramm qualitativ sehr schlechte Musik verwenden wollten und meine Designkollegen vergnügen sich mit sogenannten Portables von Designprogrammen, die man sich auf seinem Stick speichern kann und an jeden Rechner nutzen kann.
(Letztes wäre aber eine wirklich nützliche Sache. Das ständige Rechnerwechseln nervt, wenn die Programme nicht drauf sind. Adobe und Co könnte also darauf reagieren und selbst ihre Programme auf Sticks und so bannen.)

> Das Wissen mag vorhanden sein [manchml nicht einmal das!] - doch die dem Wissen zugrunde liegende Kultur geht verloren. Im Übrigen scheint fraglich, ob die unglaublichen Datenmengen, die zu vielen Themen verfügbar sind, auch nur ansatzweise zu neuen Erkenntnissen führen; die pure Masse an Information (damit meine ich das, was du als 'Wissen' bezeichnest - allerdings gehe ich mit meiner Bezeichnung von einer [aus Sicht der Gesamtbevölkerung betrachtet] eher geringen Wertigkeit aus) wirkt auf manche Wissenschaftler eher hemmend, was das Streben nach neuen Erkenntnissen angeht.
Hm, ich weiß jetzt nicht, was du als Kultur bezeichnest.
Ich denke dass das Internet auch ein Kultur-Gut ist. Es ist groß, das stimmt. Aber eine Massenflut an Reizen kann man sich auch woanders holen (Fernseher). Das ist meiner Meinung nach ein blöder Umgang mit Medien, wenn man sowas zulässt, oder es so empfindet.
Meiner Meinung nach langweilt mich das Fernsehen mittlerweile und ich kann mich ziemlich gut mit dem Internet beschäftigen. Zeitung will ich eigentlich gar nicht erst lesen. Das ist zwar ein anderes Thema, aber es ist sicher verständlich, wenn ich einem einzigen Verlag nicht trauen möchte, der Tatsachen und Wörter für sein Ziel verdreht. Da greife ich lieber auf das Internet zu und lese verschiedene Versionen eines Themas durch, lese Kommentare dazu.
Die Kultur besteht in dieser Hinsicht daraus, sich nicht zu einseitig manipulieren zu lassen.
Hat die momentane Regierung Angst davor? Das Internet gehört ja mehr zu Jugendkultur und wenn die sich anders beeinflussen lässt, als die Regierung es möchte, was dann? Das kann meiner Meinung nach durchaus passieren. Und daher bleibt bei mir auch eine gewisse Angst, dass ich mich nicht mehr so gut informieren kann, wie ich es gerne hätte.
Ich bin ja sogar sehr erbost darüber, wenn ich Beyonces neuestes Video mir im Internet nicht anschauen kann (in ihrem eigenen Youtube-Channel). "Das Video ist in meinem Land nicht verfügbar". Und das durch Lizenzrechtlichen Gründen.
Ich bin zwar in diesem Fall nur ein ganz einfach Konsument, aber was ist mit denen, die damit Geld verdienen? Blogger, oder Nachrichtenseiten, die auf dieses Video gern verweisen möchten?
Eine Neuigkeit lebt von seiner Exklusivität.
Blogger werden mit Kommentaren gemobt, wenn jemand anderes das Thema schneller geblogt hat. Man sagt, es wäre geklaut.

Ich habe kein Bock darauf und auch kein Bock darauf, wenn andere Länder schneller reagieren können und dürfen, weil sie so einen Kontrollstaat nicht haben.

OpenSource.
Im gegensatz zu Adobe und Co entwickel sich die OpenSourceTechnology nicht von einem Unternehmen (und darauf wollte ich hinaus) sondern von vielen Leuten auf der ganzen Welt. Ganz gleich, ob sie damit Geld verdienen.
Während viele Leute auf der Welt nach Lösungen für die Weiterentwicklung eines OpenSource Programmes suchen, bleiben Leute wie die von Adobe auf ihren Fehlern sitzen. Und sie haben nicht einmal die Kraft diese zu entfernen. Man siehe das Zeug, worüber ich mich jeden Tag über Illustrator aufrege. Und eigentlich Adobe selbst. Freehand ist ein Programm mit den man auch gut ohne Tutorials heraus finden kann, wie es funktioniert. Warum haben die das Konzept dieses Programms nicht übernommen?
Selbst die hinzugefügten Effekte aus Freehand funktionieren nicht so, wie sie gemeint waren. (Pathfinder)
Wer kann gegen so eine Philosophie angehen? Niemand. Aber bei einer Open Source Variante wäre das nicht geschehen. Denn es würde in dem Fall eine Alternative geben (Weiterentwicklung).
(Modellieren würde ich immernoch über Freehand, obwohl es eine beschissene Farbwiedergabe hat, es geht einfach tausendmal schneller.)

> Mein Motto ist hier seit Jahren: 'Was mir seinen Preis nicht wert ist, ist es auch nicht wert, von mir genutzt zu werden.'
Du nutzt dieses Portal kostenlos. (Weder TOFU noch Vereinsmitglied und der Server wird von dir nicht unterstützt. n_n)
Ist nicht bös´ gemeint.
Aber ich sehe, dass du trotz deines Mottos der Philosophie des Internets nachgehst und dich mit uns unterhälst, egal, wo du und die anderen gerade sind.

My name is BIRD and I haven´t gotta clue!
| Challenge me, Brute! | LSR - Your Drugs!
Dat is wat wo man Budder bei der Fische tut.



Von:    LintuSotaRauha 27.08.2009 02:03
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
Avatar
 
Der erste Konflikt: Urheberrecht vs. Grundrechte
Habt ihr schonmal gehört, dass die Musikindutrie darauf hinaus ist/war, dass man selbst Tonträger (CDs, Kassetten und Platten) nicht mal mehr wegwerfen darf, weil sie jemand anderes kostenlos aus dem Müll fischen könnte?
Demnach wäre ja auch eine Geburtstags-CD für diese Meinung sinnfrei.
Und wenn man dann auch noch regelmäßig Musik kaufen geht, wo soll man denn all die Musik lagern. Mein Freund nutzt jetzt schon den Keller, um dort nicht mehr gehörte Musik auszubewahren.

Und was ich auch bescheuert finde. Privatkopien nicht zulassen.
Wer von euch nutzt denn noch den CD-Player? Die meisten nutzen doch MP3-Player und den Rechner, wo die Musik drauf gespeichert ist.
Wäre auch total doof, wenn man sein Liebingsspiel zocken möchte, bei dem man generell eine CD eingelegt haben muss, beim Musikhören und anders herum.
Und wie soll man beweisen, dass man die Musik, die man auf dem iPod hat auch wirklich rechtmäßig besitzen darf. Theoretisch müsste so eine Kontrolle, wie die an Flughäfen und mit der Polizei getestet, bei jedem im Haus eindringen und kontrollieren, ob die gelauften Tonträger auch wirklich existieren. Das wäre sehr viel Aufwand für eine Flugkontrolle...
Da wäre aber noch ein andere Frage. Was ist mit Musik, die aus dem Internet gekauft und herunter geladen wurde? Da existiert kein Tonträger und der Rechner zählt da nicht, denn er hat nur eine gekaufte Kopie (so wie es die Tonträger ja auch nur haben).
Digitalität ist schon etwas Verzwicktes, nicht? ;}

> Sehr schön. Die Täter beschweren sich, dass die Verfolgung der Taten an die Gegebenheiten angepasst wird.
Demnach ist nicht jeder ein "Täter". Jetzt verstehe ich auch im Wahlkampfvideo das eine, wo der eine sagte, dass er kein terrorist sei.


>
Der zweite Konflikt: Interessen von Künstlern vs. Interessen von Verwertern
> [...]
> Wir wollen deshalb das Recht der Künstler gegenüber den Verwertern stärken. Hier geht es etwa um die Frage, welche Form von Verträgen zulässig sind oder welche Rechte vielleicht gar nicht veräußerbar seien sollen.
>

> 1. Zunächst einmal gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Der Künstler wird nicht gezwungen, Knebelverträge zu unterschreiben, sondern tut das aus eigenem Antrieb.
Der besteht darin. Entweder tue ich das für Low und verkaufe meine Seele, oder ich tue es gar nicht und verhungere, aber mit Würde.
Man darf hier nicht den Rest des Textes wegschneiden. Denn worum geht es da wirklich? Es geht darum die Stellung des Erschaffers eines Werkes zu stärken. Und ich denke, dass man das nicht wirklich ablehnen kann, denn das ist doch eine gute Sache.
Nicht zu vergessen, die Sache mit der GEMA und die Sache, dass man seine Sachen veröffentlichen darf. Ich find´s total kacke. Ich habe heute ein Video auf Youtube zeigen wollen aus dem Channel einer Band, aber das Video ist ja leider nicht mehr da. Wieder aus rechtlichen Gründen.
Man erreicht aber nun mal mehr Leute, wenn ein Werk präsenter ist, als manch ein Verlag es gerne hätte und viele Erfahrungen haben gezeigt, dass das auch finanziell Erfolg hat. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ein Werk in seinem Wert gesteigert wird, wenn viele davon wissen und es eventuell auch haben wollen. Das zu der Frage:
> 2. Angenommen, die Stärkung der Rechte des Künstlers gegenüber den Verwertern gelänge tatsächlich - welche Auswirkungen hätte das?
Ich bin ziemlich gespannt auf die Veröffentlichung eines Mangas, bei dem die erste Folge hier auf Animexx kostenlos veröffentlich wurde.
Es ist Werbung.
Ich würde nie und nimmer Geld dafür ausgeben, wenn ich es nicht kennen würde.

>
Der dritte Konflikt: Interessen der Verbraucher vs. Interessen der Urheber/Verwerter
> [...]
> Dieses Interesse der Allgemeinheit basiert aber nicht einfach nur auf Adaption, sondern auch auf Austausch.
>

> Wobei der Austausch eigentlich eher die Ausnahme ist; den weitaus meisten, die solche Positionen vertreten, geht es - bezogen auf das persönliche Verhalten - nicht um Austausch (also Nehmen UND AUCH Geben) sondern nur und einzig um das Nehmen - womit wir auch wieder bei der passenden Namensgebung wären: auch 'richtige' Piraten (wie aktuell z.B. in Somalia) kennen hier nur den Aspekt des Nehmens [und sind damit auch glücklich].

Es ist zwar sehr schön gesagt, das muss man dir lassen, aber das war nie so gemeint. Wie gesagt, man muss sich den gesamten Text durchlesen. Dann weiß man, dass der Content die Kultur bildet. Die meisten hier auf Animexx sind mit ihren Lieblingscharakteren aufgewachsen und zeichnen nun Fanarts davon. Sollen diese etwa nun als Piraten, wie du es meinst, bezeichnet werden?
My name is BIRD and I haven´t gotta clue!
| Challenge me, Brute! | LSR - Your Drugs!
Dat is wat wo man Budder bei der Fische tut.
Zuletzt geändert: 27.08.2009 02:04:08



Von:    mythico 27.08.2009 04:04
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
> Soweit ich mich informiert habe, sind darauf gar nicht aus.

Hast du dafür einen aussagekräftigen Textbeleg aus dem PIRATEN-Umfeld? (Im Idealfall einen Textbeleg, den ich nicht so interpretieren könnte, wie ich das in allen meinen Posts dieses Threads getan habe---.)


> Es kursieren viele Illegale Versionen von Musik und Programmen rum.

Stimmt - aber aktuell kann man die Betonung hierbei noch auf 'illegal' legen. Ziel der PIRATEN ist aber nun, den Datenaustausch unter Privatpersonen zu legalisieren (heißt also: wer jetzt mit solchen illegalen Daten erwischt wird, kann bestraft werden - in der Wunschwelt der PIRATEN dagegen ist dieser Datenaustausch explizit erwünscht - Zitat aus dem Wahlprogramm:
Wir PIRATEN fordern für Privatleute ohne kommerzielle Interessen das Recht, Werke frei verwenden und kopieren zu dürfen.
(http://www.piratenpartei.de/tmp/Wahlprogramm_Bundestagswahl2009.pdf, S.18))

Dies bedeutet also theoretisch: Irgendein Nutzer irgendwo auf der Welt kauft ein Exemplar des Werkes und stellt es kostenlos ins Netz. Alle anderen interessierten Nutzer laden sich das Teil runter - und das war's dann. (Entsprechend erfolgversprechende Vermarktungsmodelle im Internet halte ich auf absehbare Zeit für utopisch - einerseits ist die Zahl der zahlungsbereiten Nutzer zu gering, als dass sich irgendeine Veröffentlichung noch rechnen würde, erst recht nicht zu den von den PIRATEN angestrebten deutlich niedrigeren Preisen; andererseits sind die Abwicklungskosten für eine entsprechende Handelsplattform und ein entsprechendes Micropayment-System viel zu hoch /ist jedenfalls meine persönliche Meinung - manchen PIRATEN, die nun einmal großteils aus dem IT-Sektor kommen, wäre das wohl sehr willkommen...mehr Einnahmen im eigenen Arbeitsumfeld und gleichzeitig keine Einnahmen mehr für die ganz doll bösen Medienkonzerne---/).


> Adobe und Co könnte also darauf reagieren und selbst ihre Programme auf Sticks und so bannen.)

Ist das speziell bei Adobe nicht eigentlich so, dass du eine Lizenz auf einem Desktop-System und gleichzeitig auch auf einem Laptop-System installieren darfst? /unter der Voraussetzung, dass du nicht beide Systeme gleichzeitig nutzt/ --- Diese Regelung ist mE dem Nutzer gegenüber durchaus fair und sollte für die üblichen Anwendungen auch mehr als ausreichen...


> Hm, ich weiß jetzt nicht, was du als Kultur bezeichnest.

Hier: Die Verbindung(en) zwischen einem Medium und den durch dieses Medium verbreiteten Informationen - beispielsweise nimmt man als Rezipient einen Text, der vielleicht nur in einer Buch-Edition aus dem 19. Jahrhundert vorliegt, anders wahr als den gleichen Text nach genau dieser Buchvorlage in einer Internet-Edition --- und dies kann durchaus Einflüsse darauf haben, mit welchen Interpretationsansätzen man nun an den Text herantritt. [Anm.: Ich schreibe hier aus literaturwissenschaftlicher Sicht.]
In diesem Sinne ist das Internet - natürlich - auch eine Kultur; allerdings eine Kultur, die (in meinem Beispiel) schlichtweg keinen Bezug zu ihrem Inhalt hat --- mE hat hier das Transportmedium durchaus einen Einfluss auf den 'Wert' des Inhalts.
Tatsache ist nun, dass 'das wahre Leben' in weiten Teilen auf 'altem' Wissen aufbaut, dass aus einer Vor-Internet-Zeit stammt und folglich nicht optimal über das Internet transportiert werden kann. (Wenn man andererseits von ganz aktuellen Sachen ausgehen würde, wäre meine Argumentation natürlich nicht mehr zutreffend - allerdings haben aktuelle, neue Erkenntnisse für den Alltag der meisten Menschen kaum eine besondere Bedeutung---.)


> Meiner Meinung nach langweilt mich das Fernsehen mittlerweile

Das Fernsehen würde ich auch nicht unbedingt als Maßstab wählen...


> Die Kultur besteht in dieser Hinsicht daraus, sich nicht zu einseitig manipulieren zu lassen.

Ganz offen gestanden: Genau dieses 'einseitige Manipulieren' versuche ich mit meinen Beiträgen in diesem Thread - genauso wie die Gegenseite (beim Thema 'PIRATEN' v.a. vertreten durch abgemeldet das auch versucht.


> Hat die momentane Regierung Angst davor?

Jede Regierung hat Angst vor einer (zu) gut informierten Bevölkerung.


> Und daher bleibt bei mir auch eine gewisse Angst, dass ich mich nicht mehr so gut informieren kann, wie ich es gerne hätte.

Wenn du mit der heutigen Situation in dieser Hinsicht zufrieden bist, hast du da sehr geringe Erwartungen --- nehmen wir als Beispiel nur einmal die Zensur unter dem Deckmantel des Jugendschutzes und des Kampfes gegen (angebliche) Kinderpornographie: da wird eine BRAVO-Ausgabe indiziert, auch ein Sailor-Moon-Manga; manche Publisher nehmen eine Vorab-Zensur vor; geschnittene Animes im RTLII-Programm sind ebenfalls allseits bekannt [weitere Beispiele ließen sich hier noch massenweise finden]. Mißliebige Medien werden unterdrückt (im mittlerweile schon zu einer Ersatz-Religion gewordenen 'Kampf gegen rechts' [der - natürlich mit Steuergeldern finanziert - mit dem linksextremen Spektrum zusammenarbeitet]. Soviel also zur Zensur, die lt. Grundgesetz ja bekanntlich nicht stattfindet.


> Ich bin ja sogar sehr erbost darüber, wenn ich Beyonces neuestes Video mir im Internet nicht anschauen kann (in ihrem eigenen Youtube-Channel).

Mit dieser Mainstream-Kultur kenne ich mich nicht wirklich aus /und was das mit 'Information' zu tun hat, verstehe ich auch nicht/. Bekannt ist mir allerdings eine Art 'Nazi-Filter', der dafür sorgt, dass uns entsprechend 'gefährliche Inhalte' überhaupt nicht angezeigt werden - wer es nicht besser weiß, glaubt, auf youtube gäbe es so etwas nicht.
Ebenfalls bekannt ist die Google-Zensur - wenn du beispielsweise eine digitale Volltext-Ausgabe von Hitlers 'Mein Kampf' suchst, wirst du über google.de nichts finden; über google.com allerdings problemlos und in sehr großer Zahl /aber jetzt bitte nicht den Islamisten oder Altnazis, die solche Inhalte ins Netz stellen, in die Arme laufen.../.


> was ist mit denen, die damit Geld verdienen? Blogger, oder Nachrichtenseiten, die auf dieses Video gern verweisen möchten?

Mit welcher Berechtigung sollten Blogger oder Nachrichtenseiten an einem Beyonce-Video Geld verdienen können/dürfen???



> Eine Neuigkeit lebt von seiner Exklusivität.

Siehe BILD. Wenn wir keine Neuigkeit haben, basteln wir uns eine (DIY für Medienprofis...).


> wenn andere Länder schneller reagieren können und dürfen, weil sie so einen Kontrollstaat nicht haben.

Ich fürchte eher, dass sich die Netzkontrolle in immer mehr Staaten durchsetzen wird---


> Wer kann gegen so eine Philosophie angehen?

Ganz allgemein: Beide Seiten - sowohl OpenSource wie auch proprietäre Software - haben ihre Vor- und Nachteile. Da bleibt nichts anderes übrig, als diese Vor- und Nachteile dann unter Beachtung des individuellen Anwendungszwecks gegeneinander abzuwägen - z.B. ist bei Bildbearbeitung GIMP für Privatanwender meist mehr als ausreichend, Photoshop dagegen ist in der Bedienung logischer und hat ein paar Profi-Funktionen, die GIMP fehlen///und sobald es darum geht, mit dieser Software Geld zu verdienen, würde ich mich immer eher auf ein kommerzielles Unternehmen als auf ein 'Community' verlassen -- ich weiß dass man auch bei den kommerziellen Unternehmen dann manchmal wirklich verlassen ist...aber auch OpenSource ist nicht zwangsläufig besser (außerdem geht mir der Firefox gerade wieder extrem auf die Nerven---///


> Du nutzt dieses Portal kostenlos. (Weder TOFU noch Vereinsmitglied und der Server wird von dir nicht unterstützt. n_n)

Richtig. Aber du wirst bei der Suche nach diesen Infos wohl auch bemerkt haben, dass ich hier erst seit knapp 3 Monaten angemeldet bin..,.und bevor ich mich für oder gegen eine Vereinsmitgliedschaft entscheide, will ich mich erstmal etwas an animexx gewöhnen...
Außerdem (und deshalb scheint mir deine Anmerkung in diesem Zusammenhang doch etwas unpassend---): Animexx ist - als gemeinnütziger Verein - nicht kommerziell ausgerichtet; die Seite ist außerdem werbefinanziert (und ich gehöre zu den 'bewussten' Nutzern, die sowieso anfallende Bestellungen häufig über entsprechende Werbebanner auf Internetseiten, die mir in irgendeiner Form wichtig sind, tätigen---). TOFU bzw. Vereinsmitgliedschaft ist ja - nebenbei bemerkt - auch ein 'Freikaufen' von ebendieser Werbung.



Von:    Dezi 27.08.2009 04:05
Betreff: Piratenpartei [Antworten]
> Der besteht darin. Entweder tue ich das für Low und verkaufe meine Seele, oder ich tue es gar nicht und verhungere, aber mit Würde.

Die wenigsten Künstler (und ich nehme an, wir reden gerade über Popmusik) können von ihrer Musik leben, und keiner unterschreibt einen Vertrag, um nicht zu "verhungern". Denn wer sich nur auf die Musik verlässt würde in 95% der Fälle so oder so verhungern. ^^;
Die Leute lassen sich deshalb unter Vertrag nehmen, weil sie ohne die Promotion eines Labels nicht groß rauskommen. Außerdem find ich's fragwürdig, Künstlern, die unter Vertrag stehen, zu uterstellen, sie hätten ihre Seelen verkauft. Die Verträge beruhen auf beidseitigen Interessen und die Künstler profitieren ebenso vom Verwerter. Denn an den allermeisten Künstlern verdient sich niemand eine goldene Nase, und für jede Lady Gaga gibt es 10 Künstler in die investiert wird, und die dann floppen.
Zuletzt geändert: 27.08.2009 04:11:20


[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11]
/ 11



Zurück