Manchmal frage ich mich, ob es nicht die Menschen waren, die diese Stadt zerstörten, sondern ich. Ist parallel zu meinen Gefühlen auch das emotionale Empfindungsvermögen der Bewohner gesunken? Gestorben? Daran möchte ich nicht denken.
Der Regen prasselt gegen die Zugscheibe.
Es ist grau und kalt; mir ist kalt!
Viele fremde Leute sind hier.
Doch ich bin einsam.
Die Tropfen an der Scheibe ziehen ihre Schlieren.
6 Waisen in einer WG, 6 Geschichten verbinden sich zu einer.
Aiko lebte auf der Straße, bis sie von der Waisen WG hörte. Es war eile geboten denn die Plätze dort waren nur begrenzt. Sie wollte weg von der Straße, weg von so einem Leben.
Gähnend schaut sie auf die Uhr. Mitten in der Nacht, alle schlafen bereits seit Stunden und sie sitzt noch wach am Laptop. Naja, was solls. Noch einmal schnell ins Facebook und dann geht’s in die Kiste. Am unteren Bildschirmrand fängt auf einmal an ihr Chat-Programm zu blinken.
Raffi ist der coole große Bruder und ich bin eben der langweilige große Bruder, der versucht verantwortungsvoll zu sein und die Rechnungen zu bezahlen. Ja sorry, aber wir können uns nicht alle nackt an Bäume ketten.
Paul geht durch den Mauerpark. Wegen der Wärme trägt er kein Oberteil. Er hört Musik und isst Chips. Er läuft auf einem gepflasterten Weg. Links und rechts von ihm befinden sich Mülltonnen und Wiesen. Es ist ein klarer, sonniger Tag, deshalb sind auch viele Menschen unterwegs.
„5... 4... 3... 2... 1... Happy Birthday, Jin!“ murmelte ich leise zu mir selbst. Bis auf dieses Gemurmel und das stetige Surren der Klimaanlage war im Zimmer nichts zu hören. Das war mein erster Geburtstag seit Jahren, der so ruhig verlief.
Ich ersehnte diesen Tag schon lange mit stillem Erwarten. Es dauerte sicher nicht mehr lange bis meine Frau Mutter mich in meinem Zimmer aufsuchte, um mir meinen eleganten Iromuji* anzulegen. Ein Gewand welches für einen feierlichen Anlass angemessen war.
„Hey, Wolf! Pass auf, dass du nicht fällst.“ und grinste. Ich sah ihn an und wusste nicht, was er meinte. Er stellte mir ein Bein und ich viel zu Boden. „Na so wie du deinen Schwanz eingezogen hast, musst du aufpassen, dass du nicht drauf trittst“.
Mich interessiert nicht, was mein Mathelehrer da vorne sagt.
Mathe interessiert mich generell nicht.
Gelangweilt kritzel ich auf mein Blatt herum, während die Anderen ihre Hausaufgaben kontrollieren.
Ich hab sie eh nicht gemacht - ich mach sie nie.
"So, jetzt Aufgabe 3c.
Es war eine schiere Ewigkeit gewesen, seit Leonard das letzte mal außerhalb dieses Waggons war. Aber schließlich würden sie innerhalb der nächsten Stunde ankommen. Die Fahrt war alles in allem reibungslos abgelaufen und ihr Ziel, Hamburg, rückte immer näher.
Das Geräusch ihrer rhythmischen Flügelschläge riss ihn aus seinen Gedanken. Er schaute von seiner Zeichnung auf und sah, dass die Eule mit dem erdbraunen Gefieder begonnen hatte, unter der Decke ihre Kreise zu ziehen.
Vorhin haben wir uns von einander verabschiedet, nun – nur ein paar Minuten später – bin ich doch schon soweit entfernt, sitze am Ende eines Bahnsteiges meiner Stadt und blicke gedankenverloren in den Himmel.
Ich sollte meine Hausaufgaben machen, aber dazu habe ich keine Lust.
Gleichungen. Wofür brauche ich die? Ich steh doch nicht im Supermarkt an der Kasse und überlege welchen Wert X hat wenn ich mir eine Tafel Schokolade kaufe!
Hokkaido, Samstags morgen 10 Uhr. Draußen regnet es. Genauso wie die letzten Wochen zuvor auch. Ich weiß nicht wann das letzte mal die Sonne geschien hat. Grummelnd drehte ich mich auf die Seite und zog die Decke über den Kopf.
Simon lief durch die engen Straßen seines Heimatdorfes. Er war auf dem Weg zum Fußballspiel, und verdammt spät dran. Simon hatte noch einmal an seinem Arbeitsplatz in der Dorfbibliothek vorbeigeschaut, was ihn ziemlich in der Tagesplanung zurückwarf.
Es war für mich unfassbar. Über zwei Jahre lang habe ich sie den ganzen Tag gesehen. Von Montag bis Freitag, und das Wochenende wurde schnell mit Telefonieren und SMS schreiben überbrückt.
Von wem ich rede? Von meiner besten Freundin.
Miley und xXx sind die Hauptcharas.
Die 4 Freunde reisen nach Kalifornien, wo Miley sich stark an ihre Vergangenheit erinnert.
Sie wird langsam über X hinwegkommen, dem etwas trauriges wiederfahren ist.