Zum Inhalt der Seite

Thread: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr sehen?

Eröffnet am: 17.09.2007 16:56
Letzte Reaktion: 16.04.2026 22:15
Beiträge: 6889
Status: Offen
Unterforen:
- Fanfiction




[1...200] [201...210] [211] [212] [213] [214] [215] [216] [217] [218] [219] [220] [221...230]
/ 230


Von:   abgemeldet 09.10.2011 22:57
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Tentakel
>HarryPotter ist wirklich der Gary Stue hoch 3.
>Eltern tot.
>Miese Kindheit bei bösen Verwandten.
>Dann der "Auserwählte" - nicht nur irgenein Zauberschüler sondern DER Über-Zauberschüler.
>Und ansonsten wie bei allen Stues und Sues: Leer wie eine Flasche Papsi in meiner Nähe.

Perfekt auf den Punkt gebracht. Ach, und dass er dann auch noch relativ gut Zaubern kann und auch in der Schule oft 'Ohnegleichen' ist, wie die Note 1 in Hogwarts ja heißt, dürfte auch niemand wundern.
Aber ich habs mir auch oft in den Büchern und ganz besonders bei den Filmen gemacht: Lässt man mal das weg bleibt bei ihm erstaunlich wenig übrig. Charakterlich wirklich gaaaanz wenig vorhanden.

>Der Typ ist so langweilig das ich oft dachte: Und nichtmal die Autorin kann den noch loswerden weil die Buchreihe auch noch nach ihm heisst.

lol! Der war gut - und traurigerweiße trifft er auch noch zu...

>Alle anderen Charas der Bücher waren irgendwie glaubhafter.

Weil die eben alle irgendwie Ecken und Kanten haben. Und nicht so... völlig eintönig nach Schema F.
Auch ein Grund, wieso ich nach den ersten 5 Büchern aufgehört habe, weiter zu lesen.
Die Idee und das Harry Potter - Universum an sich haben viel Potential, dass man mit ner etwas anderen Story bzw. nem anderen Protagonisten deutlich besser hätte ausbauen können.

>Aber wirklich vorhalten kann man das den meistens jungen Schreibern ja nicht mehr, nach "Vorbildern" wie Harry Potter, Bella Swan und diverser anderer Dumpfbacken aktueller Fantasy Bücher.

Ja, Twillight hat in der Hinsicht ja völlig den Vogel abgeschossen. Mich wundert es deshalb auch umso mehr, dass diese Bücher so unreflektiert bei von großen Masse angenommen werden - über jede FF, die in so ne Richtung schlägt stürzen sich ja jegliche MSTing-Autoren wie blutleere Vampire.
In dem Sinne: Ja, sowas finde ich auch völlig dumpf, dieses ewige geMSTe, das meistens auch noch so derbst unlustig ist. Bei 95% aller MSTings die ich bisher gelesen habe, habe ich nach der Hälfte nur noch das Kursive der Orginal-Story gelesen, die Kommentare nahmen der Story eher den unfreiwilligen Witz...

>Da wird dann eben noch etwas mehr in der Weltschmerz-suhl-Kiste hin und hergerollt.

Das ist ja sowieso die letzten Jahre richtig en vogue geworden....
»Don't you think it is odd that everybody wants to lose 10 pounds but nobody wants to gain 10 IQ points?« Jessicka


Mein neuer FA-Wettbewerb: Furrys ohne Fell aber mit viel Chitin:
http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=40381



Von:    ThoraEightysix 09.10.2011 23:09
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Zu dem Thema mag ich mich auch äußern, bin nämlich ebenso wie Redhead (leidenschaftlicher) OC-Schreiber und ebenso wie NIX möchte ich sie einfach nicht missen, und abgesehen davon, spiele gerne mit dem Klischee der Mary-Sue.

Wie fast jeder Fanfic-Autor waren meine ersten Schreibergüsse waschechte Mary-Sues, was dann nach einer Weile in eine (fast ebenso typische) Abneigung in OCs gipfelte.

Mittlerweile habe ich wieder meinen Gefallen daran gefunden und bin da auch ganz deutlich, ich will sie einfach nicht missen!

Ich finde, gerade diesen Drahtseilakt zwischen "besonders" und "widerlich-perfekt" einfach unheimlich spannend, eben weil es einfach viel zu leicht ist, von ersterem zu letzteren zu rutschen.

Ich merke das gerade wieder bei meiner YGO-FF (ich komme von diesem Fandom einfach nicht los). Mein OC könnte ich mit ganz wenigen Mitteln zur Mary-Sue mutieren lassen, es wäre gerade zu lächerlich einfach, ich würde es wahrscheinlich zu erst nicht einmal selbst merken!
Und wie habe ich dem vorgebeugt?
Sie ist zu meinem Antagonisten geworden. Jetzt wird sie von allen Charakteren gehasst und meine Leser lieben sie. Manchmal kann es so entsetzlich einfach sein, meine Frage ist dabei nur, warum machen es auch andere nicht so?

Gut, eine Geschichte besteht ja nicht nur aus Antagonisten, aber was ist so schwer daran, einem Charakter mal einen interessanten CHARAKTERZUG zu verpassen, statt immer nur auf Aussehen und Fähigkeiten rumzureiten?
Ich werde es wohl nie verstehen...

Na ja, was ich ebenso nicht begreifen werde, ist das leidige Thema der Shonen-Ai-Sexszenen...
Ich habe schon ein paar gute gelesen, aber nachdem ich mich Interessehalber (und aus Recherchegründen) auf einschlägigen Seiten rumgetrieben habe, musste ich feststellen, dass auch die GUTEN Szenen - wenn schon nicht völlig unrealistisch - aber doch ziemlich glorifizierend sind.
Gut, dass sind Hetero-Sexszenen meistens auch, aber nicht ganz so stark.

Ich habe jedenfalls für mich beschlossen, dass bei meinem Anspruch an Realismus und Logik, es mir nicht möglich ist, ansprechendes und erotisches Yaoi zu schreiben.
Es wird also höchstwahrscheinlich auf einen Nebel des Ungenauen und abschließendes "Wie geht's deinem Arsch?" hinauslaufen...

Und was dieses Pseudo-Weltschmerz-Gehabe und Möchtegern-Depressive angeht...
Ich lese sowas schon gar nicht mehr, weil es in 98 Prozent der Fälle totaler Quatsch und an der Realität vorbei ist.

Hey, ich bin ein Mensch, der durchaus Phasen von Weltschmerz hat! Und ich schreibe KEINE Gedichte darüber, ritze mich, oder mache sonst irgendetwas Klischeehaftes. Ich kann sogar LACHEN (man stelle sich das mal vor!!!!111einself).
Und ich bin darüber hinaus auch noch klinisch-depressiv, und ich kann IMMER NOCH lachen und denke nicht an Selbstmord oder heule mir ständig die Augen aus!

Meine Güte, ich warte ja immer noch auf DIE Geschichte, die ENDLICH mal die ständige Lethargie, die Hilflosigkeit, die Angst, das Verkriechen, das Vermeiden, die ständige Unruhe und die körperlichen Symptome, wie Schlafprobleme, Heißhunger und und und, zum Thema hat und nicht das ständige "Ich bin ja so traurig *flenn* Ich bring mich um"!

Aber ich glaube, das wird in diesem Leben nichts mehr. Und selbst Schreiben mag ich auch nicht.
Van Gogh malte ja schließlich nicht umsonst Sonnenblumen (nicht, dass ich mit dem Vergleichen will, aber es hat schon seine Gründe, warum ich Humoriges schreibe).

Zum Thema "Biss" (... zum Erbrechen), schreibe ich besser gar nichts, sonst werde ich hier noch wegen dem übermäßigen Gebrauch von Schimpfwörtern angemahnt.
Ich schließe mich aber jeder negativen Meinung an!^^



Von:   abgemeldet 09.10.2011 23:43
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Meine Güte, ich warte ja immer noch auf DIE Geschichte, die ENDLICH mal die ständige Lethargie, die Hilflosigkeit, die Angst, das Verkriechen, das Vermeiden, die ständige Unruhe und die körperlichen Symptome, wie Schlafprobleme, Heißhunger und und und, zum Thema hat und nicht das ständige "Ich bin ja so traurig *flenn* Ich bring mich um"!

Vermutlich weil die, die solche, ich sag mal 'emo'-Geschichten schreiben, davon absolut keine Ahnung haben. Soll eben passieren, wenn man net wirklich die _Krankheit_ Depression hat sondern nur die 'Modeerscheinung'...
Aber wenn du eine Geschichte findet, die dir von dir beschriebenden Symptome mit einbindet und das ganze Thema mal wirklich gut angeht - lass es mich bitte wissen, ich würd sie ebenfalls sehr gerne lesen :)
»Don't you think it is odd that everybody wants to lose 10 pounds but nobody wants to gain 10 IQ points?« Jessicka


Mein neuer FA-Wettbewerb: Furrys ohne Fell aber mit viel Chitin:
http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=40381



Von:    SoryuAleksi 10.10.2011 11:50
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Meine Güte, ich warte ja immer noch auf DIE Geschichte, die ENDLICH mal die ständige Lethargie, die Hilflosigkeit, die Angst, das Verkriechen, das Vermeiden, die ständige Unruhe und die körperlichen Symptome, wie Schlafprobleme, Heißhunger und und und, zum Thema hat und nicht das ständige "Ich bin ja so traurig *flenn* Ich bring mich um"!

Vermutlich weil die, die solche, ich sag mal 'emo'-Geschichten schreiben, davon absolut keine Ahnung haben. Soll eben passieren, wenn man net wirklich die _Krankheit_ Depression hat sondern nur die 'Modeerscheinung'...
Aber wenn du eine Geschichte findet, die dir von dir beschriebenden Symptome mit einbindet und das ganze Thema mal wirklich gut angeht - lass es mich bitte wissen, ich würd sie ebenfalls sehr gerne lesen :)

Na ja, ich arbeite zumindest an einer Geschichte zum Thema Postraumatische Belastungsstörung, da kommen ein paar der Symptome vor... ^^"

(Ich weiß, vielleicht ist mein Interesse an psychischen Krankheiten ein bisschen stark gesteigert... <.<)

Mir kommt auch JEDES MAL die Galle hoch, wenn eine Geschichte ACH SO "depressive" Personen behandelt und die sich einfach nur völlig Klischee pseudo-weltschmerzzerrissen-weinerlich-selbstmitleidig benehmen. Inklusive Ritzen, versteht sich. -_-" Ernsthaft? Ich assoziiere richtige Depressionen nicht einmal unbedingt mit Selbstverletzung. WIESO wird es dann IMMER zur Wannabe-Depression geschmissen, als wäre das untrennbar vereint? Weil es ja so verdammt dramatisch ist? Und was ist an Selbstverletzung ÜBERHAUPT "dramatisch"? >.< Hätte ich mich jedes Mal, das mir eine Szene unterkam, die sich über der "Romantik" der Aktion und des "Symbolismus" des Bluts einen runterholte, tatsächlich so übergeben, wie ich es gewollt hätte, wäre meine Speiseröhre heute ein wundes, vernarbtes Stück Fleisch. WTF IST mit solchen Leuten?! Völlig davon abgesehen, dass es nun wirklich WEIT mehr durchaus verbreitete Methoden der Selbstverletzung gibt, als das Ritzen mit einer Rasierklinge im abgedunkelten Schlafzimmer zu Gothic-Musik - an welcher Stelle soll Selbstverletzung etwas so Angenehmes, Berauschendes, Erstrebenswertes, SOOO Romantisches sein? Ich check das nicht. o_O" (Kann natürlich auch sein, ich mache etwas falsch, wenn meine Sicherung durchbrennt... Vielleicht sollte ich mir Rat bei solchen Autoren einholen? ô.o)

...
Grrrr... <.<" Das ist echt mein Hass-Thema. *schnaub*

...

Zu den OCs möchte ich sagen, dass ich NIX und Redhead und allen anderen, die auf ihrer Seite sind/waren, zustimme. Ich mag meine OCs und ehrlich gesagt, würde mein FF-Universum ohne sie auch nicht funktionieren (da aus dem Original für den Bereich des Canons, über den ich schreibe, nur 2 Charaktere bekannt sind - und das ist... wenig). Deswegen habe ich mir OCs entworfen, damit sie erstens die Schauplätze beleben und zweitens überhaupt sinnvolle Konstruktionen der Welt außerhalb des bekannten Canons ermöglichen. Und bis jetzt denke ich nicht, dass auch nur einer von ihnen Mary Sue ist. Gut, ich bin was Klischees angeht sowieso paranoid, was mich z.B. ein bisschen mit dem Vornamen einer jungen Frau ringen ließ (am Ende habe ich diesen ganzen Mist vergessen und sie trotzdem "Sky" genannt, weil mir der Name eben gefällt >.<) - aber an und für sich halte ich es durchaus für möglich, liebenswerte, herausstehende Charaktere zu entwerfen, ohne sich gleich in die "Mary Sue111"-Sparte drängen LASSEN zu müssen.



Von:    Mado-chan 10.10.2011 17:12
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
So ich lasse jetzt auch mal meinen Senf hier ab.
Ich habe die ersten 13 Seiten dieses Threads gelesen, ja ich hatte Langeweile, aber für die restlichen 206 Seiten war ich dann nun doch zu Faul.

Mich nervt, wie auch schon oft erwähnt, der teilweise fehlende Realismus.
Ich lese hauptsächlich die J-Rock FF´s einfach, weil ich es gar nicht mag von bestimmten Serien und Büchern FF´s zu lesen. Die Handlung dort ist abgeschlossen und die Charaktere sind, wie sie sind, warum muss man dazu eine FF schreiben? Ich kann damit einfach nicht umgehen, weil ich immer mit dem Original assoziieren würde und das nicht passt. Das könnte man bestimmt auch auf J-Rock übertragen, aber dort fällt es mir leichter, weil es reale Personen sind und dort nicht von vornherein vorbestimmt ist, wie sie sind. Meiner Meinung nach hat man dort größeren Freiraum.

Jetzt mal was mich wirklich nervt und nicht nur Erklärungen.

Ich habe einmal eine FF gelesen, wo es jedes Kapitel doppelt gab, weil ein Kapitel aus der Sicht von Person A und das nächste Kapitel die gleiche Handlung nur aus der Sicht von Person B war. DAS fand ich verstörend,langweilig und schlecht.
Genauso wie dieses ganze weibische Verhalten der Männer in Yaoi oder Shonen-Ai FF´s. Verdammt! Es sind Männer!
Es liegt vielleicht daran, dass ein Großteil der Autoren weiblichen Geschlechts sind. Ich habe einmal in einem Manga einen Zeichnerkommentar gelesen, wo ihr von ihrem Manager empfohlen wurde keinen Männlichen Hauptcharakter zu nehmen, weil die oftmals zu weibisch werden, wenn die Zeichnerin weiblich ist.
Ich denke das könnte auf FF´s genauso zutreffen.

Außerdem nervt mich dieser eine Satz: "Entspann dich!"
ARG! Sorry, aber den kann ich nun wirklich nicht mehr ab.
Der ist noch schlimmer als "Nimm mich!"

Gleiches gilt für Emo-fics, geht auch gar nicht mehr.
Mary Sues nerven zwar ein wenig, sind aber noch halbwegs akzeptabel. Ich bin ein Mensch der Hauptcharaktere mag, auch wenn sie die absoluten Über-Sues sind. Bei Harry Potter hat es sich erst ab dem fünften Band geändert, weil er dann nur noch am rumbrüllen war.

Sexszenen sind mittlerweile auch nervig, wenn sie nicht wirklich mal abwechslungsreich sind.

Jetzt hab ich während des Schreibens, vergessen was mich noch nervt. Naja das wichtigste ist drin.
C.-H. Wöllner:"Im liberalen Sinne heißt liberal nicht nur liberal."
Dr.P Ziesemann:"Herr Wöllner, steht ihnen eigentlich keine andere Aussage zur Verfügung?"
Wöllner:"Nein. Ehe ich dumme Sachen sage!"



Von:    ThoraEightysix 10.10.2011 18:19
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Mado-chan:
> So ich lasse jetzt auch mal meinen Senf hier ab.
> Ich habe die ersten 13 Seiten dieses Threads gelesen, ja ich hatte Langeweile, aber für die restlichen 206 Seiten war ich dann nun doch zu Faul. <

Ist auch nicht so dramatisch, weil wir uns auch gerne mal wiederholen.^^

> Mich nervt, wie auch schon oft erwähnt, der teilweise fehlende Realismus.<

Kann ich nur so unterschreiben!

> Ich lese hauptsächlich die J-Rock FF´s einfach, weil ich es gar nicht mag von bestimmten Serien und Büchern FF´s zu lesen. Die Handlung dort ist abgeschlossen und die Charaktere sind, wie sie sind, warum muss man dazu eine FF schreiben? Ich kann damit einfach nicht umgehen, weil ich immer mit dem Original assoziieren würde und das nicht passt. Das könnte man bestimmt auch auf J-Rock übertragen, aber dort fällt es mir leichter, weil es reale Personen sind und dort nicht von vornherein vorbestimmt ist, wie sie sind. Meiner Meinung nach hat man dort größeren Freiraum.<

Interessant, ich schätze an FFs zu Serien etc. eben, dass eine gewisse Ähnlichkeit zum Original einfach (für mich) gegeben sein muss!
Gerade das macht für mich den Reiz aus, und man kann eben nicht pauschal sagen, dass das Original wirklich abgeschlossen ist. Manchmal schreit es einfach nahezu nach einer Fortsetzung oder Zwischensequenzen (oder, oder, oder) und genau dafür sind dann FFs da.
Fanfics, die wiederum auf realen Personen basieren, kann ich gar nicht leiden, eben WEIL es reale Personen sind, die ein echtes Leben haben, Freunde, eventuell eine Liebe etc.
Für mich haben solche FFs immer den Beigeschmack von "ich erzähle (Lügen-)geschichten über meine Freunde oder Bekannte", im schlimmsten Fall sogar den Beigeschmack von Rufmord.
ICH möchte auf jeden Fall NICHT, dass irgend jemand Geschichten über mich und meinem (erdachten) Leben schreibt oder erzählt.

Bei meinen Story verhält es sich anders, aber meine Person ist nunmal das absolut persönlichste, was ich besitze und da möchte ich nicht, dass da irgendjemand Schindluder mit treibt.

> Jetzt mal was mich wirklich nervt und nicht nur Erklärungen.
> Ich habe einmal eine FF gelesen, wo es jedes Kapitel doppelt gab, weil ein Kapitel aus der Sicht von Person A und das nächste Kapitel die gleiche Handlung nur aus der Sicht von Person B war. DAS fand ich verstörend,langweilig und schlecht.<

Sowas mag ich auch nicht. MAL kann man sowas ja mal machen, wenn die Sichtweise der anderen Person zu diesem Zeitpunkt wirklich absolut wichtig war, aber wenn sowas ständig passiert, sollte sich der Autor vielleicht mal überlegen, ob eine andere Erzählperspektive von Anfang an, vielleicht besser wäre.

> Genauso wie dieses ganze weibische Verhalten der Männer in Yaoi oder Shonen-Ai FF´s. Verdammt! Es sind Männer!
> Es liegt vielleicht daran, dass ein Großteil der Autoren weiblichen Geschlechts sind. Ich habe einmal in einem Manga einen Zeichnerkommentar gelesen, wo ihr von ihrem Manager empfohlen wurde keinen Männlichen Hauptcharakter zu nehmen, weil die oftmals zu weibisch werden, wenn die Zeichnerin weiblich ist.
> Ich denke das könnte auf FF´s genauso zutreffen.

Hmmm... ich würde das nicht ganz pauschalisieren. Sicher, auf viele Schreiberinnen und Zeichner trifft das zu, aber eben nicht bei allen.

Beim Schreiben einer Geschichte, fallen mir z.B männliche Charaktere immer leichter (okay, aber ich werde auch von meinem besten Hetero-Freund als halber Kerl bezeichnet), aber wenn ich RPGs spiele, bevorzuge ich Weibliche. Und bei beiden, hat mir bisher noch keiner gesagt, dass sie irgendwie unrealistisch oder verweichlicht wären.

Abgesehen davon, dass ich diese Wischi-Waschi-Parade-Ukes sowieso nicht ausstehen kann!


> Außerdem nervt mich dieser eine Satz: "Entspann dich!"
> ARG! Sorry, aber den kann ich nun wirklich nicht mehr ab.
> Der ist noch schlimmer als "Nimm mich!"

Also "entspann dich" halte ich sogar für recht realistisch. Was soll ein hormongetriebener Kerl, der endlich "einlochen" will, denn sonst sagen?
Auf den Ton kommt es dabei an, nicht unbedingt auf die Worte.

"Nimm mich" finde ich da wiederum schlimmer, sagt kein Mensch beim Sex ("Mach mal hinne" oder so ähnlich schon eher^^).

> Gleiches gilt für Emo-fics, geht auch gar nicht mehr.
> Mary Sues nerven zwar ein wenig, sind aber noch halbwegs akzeptabel. Ich bin ein Mensch der Hauptcharaktere mag, auch wenn sie die absoluten Über-Sues sind. Bei Harry Potter hat es sich erst ab dem fünften Band geändert, weil er dann nur noch am rumbrüllen war. <

Na ja, IM fünften Band hat er gebrüllt. Im sechsten war er paranoid und im siebten wieder halbwegs erträglich (auch wenn mir diese "Ich bin das große Opfer" Gehabe auf den Wecker ging). Der unsympatischste Zug an Harry ist aber dieses "Ich muss alles alleine schaffen", dafür hätte ich ihm zu gern eine verpasst, aber gleichzeitig ist dies auch der realistischste.

> Sexszenen sind mittlerweile auch nervig, wenn sie nicht wirklich mal abwechslungsreich sind.<

Na ja, ewig variieren lässt sich das aber auch nicht.^^ Dafür ist der eigentliche Akt zu simpel.^^

> Jetzt hab ich während des Schreibens, vergessen was mich noch nervt. Naja das wichtigste ist drin.

Fällt dir ja vielleicht wieder ein.^^



Von:    murmeltierchen 10.10.2011 18:27
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Harry Potter wäre nicht so ein Musterbeispiel einer Mary-Sue, wenn er Charakter hätte.
Das, was eine Sue eigentlich erst so richtig sueig macht ist doch vor allem, dass versucht wird fehlenden Charakter mit vermeintlicher Perfektion auszugleichen.
Er kann ja ruhig gute Leistungen erbringen, aber ab und an mal Szenen zu zeigen, in denen er was sinnvolles zum Unterricht beiträgt, in denen er einen neuen Zauber konzentriert und zielstrebig übt usw. hätte geholfen.
Reines Talent bringt einem schließlich auch keine guten Noten ein, das ist immer an Mitarbeit im Unterricht gekoppelt und die wurde so gut wie nie gezeigt. DAS macht es unglaubwürdig.
Er kann von mir aus auch ein Auserwählter sein (wobei ich generell nicht so gern Auserwählten/ Prophezeiung-Storys lese), aber dann hätte man deutlich mehr zeigen müssen, wie sehr ihn das belastet. Reines, stumpfes Rumgebrülle ist unglaubwürdig.
Angst, Gewissensbisse wenn man die Verantwortung doch mal aus den Augen verloren hat, strikte Verweigerung dieser Verantwortung, evtl. sogar mal eine Art "Flucht-Versuch", Unsicherheit... das wäre wieder glaubwürdiger gewesen.
Aber rumzicken und rumbrüllen und ansonsten alles mit Bravour meistern ohne dass der Leser so recht sieht, was "hinter den Kulissen" vor sich geht macht es unglaubwürdig.
Mir fehlten in dem Buch ganz massiv Szenen der Selbstreflexion.
Man hätte viel häufiger Szenen schreiben können und imo auch sollen, die in seinem Kopf spielen.

Gut, aber btt:

Was ich einfach nicht mehr sehen kann, mir aber insbesondere auf englischen Seiten häufig begegnet sind absolut grottige Schnuppertexte.
Ganz klassisch rhethorische Fragen, die im Prinzip den ganzen Story-Verlauf vorweg nehmen und den "vorhersehbar"-Stempel aufdrücken..
"Optimus Prime trifft während der Rückkehr von einer Mission eine junge Frau, zu der er sich stark hingezogen fühlt. Wird eine große Liebe entstehen oder werden sich zwei Herzen für immer verschließen?"
Idealerweise steht dann noch so ein diskreter Hinweis wie "OP/OC" dahinter und man weiß natürlich nicht, was passieren wird.
Oder:
"Voldemort wurde besiegt, doch eine neue, noch viel dunklere Bedrohung erhebt sich. Werden unsere Helden siegreich sein oder alles von Dunkelheit verschlungen?"
Ich wünscht bei solchen Schnuppertexten würde letzteres zutreffen. Am besten im 1. Kapitel. Dann ist wenigstens schnell Schluß.
Auch schön:
"Die hübsche XY wird in Yugis Klasse eingeschult und beeindruckt alle mit Z. Doch sie hat ein dunkles Geheimnis und eine noch dunklere Vergangenheit...wer ist sie wirklich?"
In den meisten Fällen warten die Autoren dann mit so Sachen wie
- einzige Überlebende eines Massakers
- Reinkarnation des Erzfeindes des (eigentlichen) Hauptcharakters, verliebt sich aber natürlich in diesen
- traumatische Erlebnisse, von denen der Autor zero Plan hat
- irgendwelche Superkräfte die sie zu sowas wie der ultimativen Waffe/ den self-destruction-button der Erde machen
Auch klassisch:
"Amelie und Elise sind die größten XY-Fans die man sich vorstellen kann, doch plötzlich werden sie mysteriööööserweise in genau die Welt befördert? Was wird passieren??!!! Liebe? Abenteuer?"
Jaja, hat sicher jeder schonmal gelesen. Der Fan der in seinem Lieblingsfandom landet und da endlich mit seinem Lieblings-Charakter rumturteln kann. Bäh.

Dann natürlich Floskeln aller Art, die ich gern unter "Scheißhaus-Psychologie" verbuche:
- lass dich fallen
- entspann dich
- wovor hast du Angst?
- du musst jetzt ganz stark sein
Findet man sicher vorzugsweise in Shounen-Ai/ Yaoi-Storys, aber auch in vielen anderen.

Überzeichnete Romanzen mag ich auch nicht.
Wenn einer der Mittelpunkt des Lebens für den anderen ist und es nurnoch SCHATZÜÜÜÜÜÜ gibt, man ALLES zusammen macht und die beiden sogar beim gemeinsamen Pissen Herzklopfen bekämen.
Zero Privatsphäre, keine eigenen Interessen mehr, keine eigenen Freunde mehr, sondern alles wird gemeinsam gemacht. Bloss keine Minute allein sein. Määh~
Das wär ja dann unromantisch.

Oh und stümperhaftes Einbringen von Flashbacks.
~Flashback~
~Flashback Ende~
Wobei die Zeichen jeweils variieren.
Ist es denn SO verdammt schwer, dem Gedankengang der jeweiligen Person folgend einen fließenden Übergang von Gegenwart/ Realität zu Vergangenheit/ Traum etc zu schaffen?

Mary Sues ansich find ich nicht prinzipiell total furchtbar. Wenns ein Autor mal was übertrieben hat aber die Story ansonsten gut ist, okay. Les ich halt mit/ drüber hinweg.
Wenns natürlich arg krass wird, dann les ich nicht weiter, weils mir dann irgendwie zu stumpf wird. Eine Person die auf alles eine Antwort hat und jeden mit Superkräften niederballern kann ist einfach öde.
Zuletzt geändert: 10.10.2011 18:38:14



Von:    Mado-chan 10.10.2011 18:42
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
> Interessant, ich schätze an FFs zu Serien etc. eben, dass eine gewisse Ähnlichkeit zum Original einfach (für mich) gegeben sein muss!
> Gerade das macht für mich den Reiz aus, und man kann eben nicht pauschal sagen, dass das Original wirklich abgeschlossen ist. Manchmal schreit es einfach nahezu nach einer Fortsetzung oder Zwischensequenzen (oder, oder, oder) und genau dafür sind dann FFs da.
> Fanfics, die wiederum auf realen Personen basieren, kann ich gar nicht leiden, eben WEIL es reale Personen sind, die ein echtes Leben haben, Freunde, eventuell eine Liebe etc.
> Für mich haben solche FFs immer den Beigeschmack von "ich erzähle (Lügen-)geschichten über meine Freunde oder Bekannte", im schlimmsten Fall sogar den Beigeschmack von Rufmord.
> ICH möchte auf jeden Fall NICHT, dass irgend jemand Geschichten über mich und meinem (erdachten) Leben schreibt oder erzählt.
>
> Bei meinen Story verhält es sich anders, aber meine Person ist nunmal das absolut persönlichste, was ich besitze und da möchte ich nicht, dass da irgendjemand Schindluder mit treibt.

Hmm kann ich auch nachvollziehen, vielleicht ist man an sich schon zu sehr daran gewöhnt irgendwas über das Privatleben bekannter Personen zu erfahren, dass einen das dann nicht mehr stört. Für mich persönlich gesehen habe ich momentan noch den Standpunkt, solange Ich selber davon nichts mitbekomme ist es mir relativ gesehen egal. Aber ich habe mich mit dieser Sichtweise gegenüber von FF´s über reale Personen auch noch nicht weiter beschäftigt muss ich zugeben.
>
> Sowas mag ich auch nicht. MAL kann man sowas ja mal machen, wenn die Sichtweise der anderen Person zu diesem Zeitpunkt wirklich absolut wichtig war, aber wenn sowas ständig passiert, sollte sich der Autor vielleicht mal überlegen, ob eine andere Erzählperspektive von Anfang an, vielleicht besser wäre.

Jaa, also diese FF war schon echt hart. Vor allem hat mir eine Freundin gesagt, dass die gleiche Autorin wohl nur solche FF´s oder bzw. schlechte FF´s schreibt. Ich weiß nur nicht mehr ob ich dieser Person einen Kommentar gemacht habe oder nicht, aber auf jeden Fall meide ich diese FF auf jeden Fall.


> Hmmm... ich würde das nicht ganz pauschalisieren. Sicher, auf viele Schreiberinnen und Zeichner trifft das zu, aber eben nicht bei allen.
>
> Beim Schreiben einer Geschichte, fallen mir z.B männliche Charaktere immer leichter (okay, aber ich werde auch von meinem besten Hetero-Freund als halber Kerl bezeichnet), aber wenn ich RPGs spiele, bevorzuge ich Weibliche. Und bei beiden, hat mir bisher noch keiner gesagt, dass sie irgendwie unrealistisch oder verweichlicht wären.

Ich wollte nicht alles pauschalisieren, ich mag das auch nicht. Ich hab geschrieben, das es sein KÖNNTE. Ich habe selber schon FF´s gelesen wo dies nicht der Fall war und ich mich ehrlich gefreut habe, dass die Charaktere endlich mal männlich sind.

> Also "entspann dich" halte ich sogar für recht realistisch. Was soll ein hormongetriebener Kerl, der endlich "einlochen" will, denn sonst sagen?
> Auf den Ton kommt es dabei an, nicht unbedingt auf die Worte.
>
> "Nimm mich" finde ich da wiederum schlimmer, sagt kein Mensch beim Sex ("Mach mal hinne" oder so ähnlich schon eher^^).

Jaa, ich stell mir bei diesem Satz nur leider immer wieder vor wie die eine Person diesen Satz hört und dann krampfhaft versucht sich zu entspannen und dabei noch mehr verkrampft. Ich weiß nicht warum aber ich finde diesen Satz einfach zum Kotzen.
Und joa wenn ich mir nur vorstelle, wie jemand zu mir oder ich zu jemandem sage "nimm mich!", würd ich sofort erstmal einen Lachkrampf bekommen. XD


>
> Na ja, IM fünften Band hat er gebrüllt. Im sechsten war er paranoid und im siebten wieder halbwegs erträglich (auch wenn mir diese "Ich bin das große Opfer" Gehabe auf den Wecker ging). Der unsympatischste Zug an Harry ist aber dieses "Ich muss alles alleine schaffen", dafür hätte ich ihm zu gern eine verpasst, aber gleichzeitig ist dies auch der realistischste.

Jep kann ich nur zustimmen. Wobei er glaub ich im sechsten oder siebten Band teilweise auch noch seine Brüllphasen hatte.
Naja die Pubertät hat ihn Unsympathisch gemacht.

> > Sexszenen sind mittlerweile auch nervig, wenn sie nicht wirklich mal abwechslungsreich sind.<
>
> Na ja, ewig variieren lässt sich das aber auch nicht.^^ Dafür ist der eigentliche Akt zu simpel.^^

Ja klar ewig variieren ist nicht drin, aber ich mein es ist seltener, dass es mal keine kuschel-schmuse-sex-szene ist. Zumindest von dem, was ich bisher gelesen habe. Aber vielleicht hab ich da auch nur eine komische und andere Vorstellung.
100% Elektro-Psycho-Baka-Pieks-Stalker-Spanner-Viskose-Schal

C.-H. Wöllner:"Im liberalen Sinne heißt liberal nicht nur liberal."
Dr.P Ziesemann:"Herr Wöllner, steht ihnen eigentlich keine andere Aussage zur Verfügung?"
Wöllner:"Nein. Ehe ich dumme Sachen sage!"



Von:   abgemeldet 10.10.2011 19:07
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
SoryuAleksi
>Na ja, ich arbeite zumindest an einer Geschichte zum Thema Postraumatische Belastungsstörung, da kommen ein paar der Symptome vor... ^^"

>(Ich weiß, vielleicht ist mein Interesse an psychischen Krankheiten ein bisschen stark gesteigert... <.<)

Solltest du sie fertig haben und hier bei Animexx auch noch hochladen - ich wär dir echt sehr verbunden, wenn du es mich wissen lassen würdest ;)

>Mir kommt auch JEDES MAL die Galle hoch, wenn eine Geschichte ACH SO "depressive" Personen behandelt und die sich einfach nur völlig Klischee pseudo-weltschmerzzerrissen-weinerlich-selbstmitleidig benehmen. Inklusive Ritzen, versteht sich. -_-" Ernsthaft? Ich assoziiere richtige Depressionen nicht einmal unbedingt mit Selbstverletzung. WIESO wird es dann IMMER zur Wannabe-Depression geschmissen, als wäre das untrennbar vereint? Weil es ja so verdammt dramatisch ist? Und was ist an Selbstverletzung ÜBERHAUPT "dramatisch"? >.< Hätte ich mich jedes Mal, das mir eine Szene unterkam, die sich über der "Romantik" der Aktion und des "Symbolismus" des Bluts einen runterholte, tatsächlich so übergeben, wie ich es gewollt hätte, wäre meine Speiseröhre heute ein wundes, vernarbtes Stück Fleisch. WTF IST mit solchen Leuten?! Völlig davon abgesehen, dass es nun wirklich WEIT mehr durchaus verbreitete Methoden der Selbstverletzung gibt, als das Ritzen mit einer Rasierklinge im abgedunkelten Schlafzimmer zu Gothic-Musik - an welcher Stelle soll Selbstverletzung etwas so Angenehmes, Berauschendes, Erstrebenswertes, SOOO Romantisches sein? Ich check das nicht. o_O" (Kann natürlich auch sein, ich mache etwas falsch, wenn meine Sicherung durchbrennt... Vielleicht sollte ich mir Rat bei solchen Autoren einholen? ô.o)

Naja, es ist eben diese typische Vorstellung, dass sich jemand nen Rasiermesser gerade so stark über die Haut zieht, dass hier und da nen Tropfen Blut raus sickert und dabei am besten noch ein "(Welt)Schmerz lass nach" von sich gibt.
Völlig an der Realität vorbei. Ich mein, so funktioniert doch SVV nicht und so fühlen sich die Leute in dieser Situation doch auch nicht. Nein, die fühlen sich _ganz_ anders - nur dumme kleine prepubertäre Kinder haben davon ja wirklich keine Ahnung, sondern nur ein verschrobenes und verzerrtes Abbild und selbst wenn, eine derart komplexe bzw. schwierige Situation gut zu schildern, trau ich den wenigsten zu. Denn es geht ja weit mehr über den Akt des Verletztens hinaus, einfach das, was sich dabei im Inneren des Charakters oder Menschen abspielt.
Und ja, ich finds ebenso etwas leidlich, dass viele Leute mit SVV ausschließlich aufgeschnittene Arme und Rasierklingen assoziieren. Entspricht nämlich absolut nicht der Realität. Und wenn man mal Ausklammert, dass SVV an sich ne schlimme Sache ist und man das wirklich ernst nehmen sollte, jenseits von Weltschmerz-Ritzkindern, die noch netmal 14 sind: Ich würd auch gern mal ne FF lesen in der es in der Hinsicht etwas kreativer gehandhabt wird. Auch wenn ich das gerade mit nem kleinen Stirnrunzeln schreibe, da ichs etwas seltsam finde, Kreativität bei sowas zu verlangen =/

ThoraEightysix
>> Sexszenen sind mittlerweile auch nervig, wenn sie nicht wirklich mal abwechslungsreich sind.<

>Na ja, ewig variieren lässt sich das aber auch nicht.^^ Dafür ist der eigentliche Akt zu simpel.^^

Findest du? Man kann Sex in FFs wie im realen Leben wirklich _seeeehr_ unterschiedlich und abwechslungs gestalten. Diverse verschiedene Stellungen, Gegenstände die man in das Liebesspiel mit einbezieht - und damit meine ich nicht ausschließlich die klassischen Sachen wie Dildos oder Vibratoren. Zudem, es muss ja nicht immer stupides rein-raus sein.
Also von daher finde ich schon, dass man Abwechslungsreich schreiben kann ;)
»Don't you think it is odd that everybody wants to lose 10 pounds but nobody wants to gain 10 IQ points?« Jessicka


Mein neuer FA-Wettbewerb: Furrys ohne Fell aber mit viel Chitin:
http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=40381



Von:    ThoraEightysix 10.10.2011 19:26
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
> Findest du? Man kann Sex in FFs wie im realen Leben wirklich _seeeehr_ unterschiedlich und abwechslungs gestalten. Diverse verschiedene Stellungen, Gegenstände die man in das Liebesspiel mit einbezieht - und damit meine ich nicht ausschließlich die klassischen Sachen wie Dildos oder Vibratoren. Zudem, es muss ja nicht immer stupides rein-raus sein.
> Also von daher finde ich schon, dass man Abwechslungsreich schreiben kann ;)

Hmmm... ich habe mich vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt. Klar, kann man es sehr abwechslungsreich gestalten, aber irgendwann hat man auch die noch so exotischsten Sachen gelesen. Es liegt in der Natur der Sache, dass man nicht EWIG variieren kann, und auch, wenn sie dann immer noch ansprechend sein können, heißt das nicht, dass man sowas in der Art nicht schon irgendwo gelesen hat.
Aber das Problem haben nicht nur Sexszenen speziell, sondern Geschichten an sich. Irgendwann kommt halt nichts VÖLLIG Neues mehr.



Von:   abgemeldet 10.10.2011 19:48
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Was ich auch nimmer sehen kann, ist das Eltern-Bashing in vielen Fics von minderjährigen Autoren.
Es ist wohl normal, dass man als Teenie in der Pubertät die Eltern as natürliche Feinde begreift und das auch in FFs verarbeitet.
Und vielleicht liegt es daran, dass ich langsam alt genug bin, um die Fronten von der Tocher-PoV zur Mutter-PoV zu wechseln, aber...

Ich kanns einfach nicht mehr sehen, wenn Eltern als teenieunterdrückende Monster dargestellt werden, die das arme, ohnehin schon depressiv-ritzende Töchterlein von ihren ebenso gearteten Freundinnen allein aus reiner Boshaftigkeit wegreißen wollen, sodass es quasi unausweichlich und völlig nachvollziehbar ist, von zuhause wegzulaufen (und sich im Zweifel nach der Passage eines magischen Tores in der Anime-Welt wiederzufinden.
Bzw. würde ich mal in so einer FF gerne sehen, dass die Heldin auch nur einen Gedanken daran verschwendet, was wohl ihre Eltern dazu sagen, dass sie tagelang verschwindet.)

Wenn ich irgendwo das Eltern-sind-doof-Lehrer-sind-doof-Niemand-versteht-mich-Schema sehe, weiß ich schon, wie alt der Autor zum Zeitpunkt des Verfassens war und welchem Geschlecht er angehört.
If life gives you melons
you may have dyslexia.
Zuletzt geändert: 10.10.2011 19:51:40



Von:    Tentakel 10.10.2011 19:54
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> Ich kanns einfach nicht mehr sehen, wenn Eltern als teenieunterdrückende Monster dargestellt werden, die das arme, ohnehin schon depressiv-ritzende Töchterlein von ihren ebenso gearteten Freundinnen allein aus reiner Boshaftigkeit wegreißen wollen, sodass es quasi unausweichlich und völlig nachvollziehbar ist, von zuhause wegzulaufen (und sich im Zweifel nach der Passage eines magischen Tores in der Anime-Welt wiederzufinden).
>

Wäre mir als teenie nie eingefallen sowas zu schreiben, aber solche Dummplots gibts doch auch von erwachsenen "Schreiberinnen" - unglückliche Hausfrau mit auch so doofen Ehemann der "nur" dafür sorgt das die blöde Kuh alls für ihr zumeist amerikanisches Leben hat fällt durch irgenein Portal in eine historische Zeit.

Wo sie das dumme Huhn natürlich nicht um so Sachen wie Krankheiten, Probleme der Nahrungsbeschaffung ect. sorgen muss sondern nur die "Sorge" hat den dortigen "Deckhengst des Jahres" abzugreifen. Und ich meine keinen Vierbeiner.

Sprich: Dumme Ehefrau die schon hier alleine nicht überleben könnte landet in eiem rosa Kitsch Mittelalter und hat dort natürlich Null Probleme ... das sind dann die veröffentlichten Dumm-Sues.

Während ich sowas bei Teenies die Eltern bashen noch halbwegs verstehen kann kapiere ich nicht wie erwachsene Frauen den Zweitgenannten Dummblah verzapfen können - waren wohl vorher solche Eltern Bash Teenies dioe dann verheiratet auch noch nicht kapieren wie gut es ihnen geht.
Bitte mitmachen: Star Wars FF WB
Takels Amazon Bücher & Mangas
Richtige Kritik, richtige Kommentare für Geschichten? http://www.storysammlung.de
KAKAO Karten WB



Von:   abgemeldet 10.10.2011 20:01
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Das stimmt natürlich.

Es gibt auch noch andere Beispiele wie Männer-Bashing in Ich-bin-die-Härteste-der-harten-Weiber-Romanen, gerade im Urban Fantasy-Bereich. Wieso muss eine Heldin da so unheimlich taff sein, dass sie jeden Kerl niedermachen muss?
Und will ihr einer höflich und galant in den Mantel helfen, reißt sie ihn ihm aus der Hand mit einem geschnauzten: "Lass das, ich kann das alleine! Ich komme ohne Hilfe klar, erst Recht ohne die von einem Mann!"
Als Beispiel.
Fans dieser Frauendarstellung schwärmen dabei von einer emanzipierten, starken, selbstbewussten Heldin, ich finds nur nervig.
If life gives you melons
you may have dyslexia.



Von:   abgemeldet 10.10.2011 20:09
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Fans dieser Frauendarstellung schwärmen dabei von einer emanzipierten, starken, selbstbewussten Heldin, ich finds nur nervig.

So ein Verhalten ist aber bei Weitem nicht emanzipiert oder stark - es ist lediglich verdammt unhöflich, männerfeindlich und vermutlich das Äquivalent zum Macho-Gehabe ôo
Und ich weiß ja nicht aber wie wenig Selbstbewusstsein muss man haben, dass man so reagiert, wenn einem jemand helfen will?

Hachja, man muss sich manchmal wirklich nicht wundern, wieso diese Frauenbewegung so in Verruf gekommen ist und Emmanze kein Kompliment ist.

Bin ich nur froh bisher sowas nicht gelesen zu haben - ich fänds sicher auch sehr schrecklich x)
»Don't you think it is odd that everybody wants to lose 10 pounds but nobody wants to gain 10 IQ points?« Jessicka


Mein neuer FA-Wettbewerb: Furrys ohne Fell aber mit viel Chitin:
http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=40381



Von:    Tentakel 10.10.2011 20:58
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Ja, dieser Terror-Emanzen sind einfach nur - GNAH! hoch 10.

Oder so Weibsen die den holden verehrer erst mit solchen Aktionen verjagen, dann in eine gefährliche Situation geraten und dann wimmern wo denn der tolle Typ bleibt der vorhin noch der Arsch war.

Bei solchen Büchern mit solchen Protagonistinnen denke ich oft: Hoffentlich liest das kein mann, das würde nur das Bild bestätigen Frauen wären dumme Zicken und zu dumm wenns dann wirklich drauf ankommt, den Reifen zu wechseln ... ach nein, dürfte er ja auch nicht, nur gegen Werwölfe kämpfen weil er ist ja eigentlich ein Vampüüür oder so -.-

Und natürlich wollten die Werwölfe das magersüchtige Dummhuhn fressen ...... was mich zu vielen Beschreibungen in dieser Weiber-Litartur führt.

Meistens in "Ich Form", da schwärmt Madame dann von ihren festen Brüsten, ihrem straffem Hintern ect. - eigentlich von ALLEM was einem MANN dann nie im Leben beim ersten Date AUFFALLEN darf.

(Glotz nicht auf meine Tiitten).

Nicht das die Männer bei solchen oberflächlichen Charakterisierungen durch Äusserlichkeiten besser wegkämen o.O

Da ist mir das alte Animexx Übel: "Der Blode, der Braunhaarige" fast noch lieber.
Bitte mitmachen: Star Wars FF WB
Takels Amazon Bücher & Mangas
Richtige Kritik, richtige Kommentare für Geschichten? http://www.storysammlung.de
KAKAO Karten WB



Von:   abgemeldet 10.10.2011 21:03
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Meistens in "Ich Form", da schwärmt Madame dann von ihren festen Brüsten, ihrem straffem Hintern ect. - eigentlich von ALLEM was einem MANN dann nie im Leben beim ersten Date AUFFALLEN darf.


Wieso klingt das wieder einmal nach typischen und heimlichen self-insert?

...


Das ist auch was, was für mich in der Unterhaltungsliteratur nen guten Autor ausmacht - dass die Story nicht auf seinen eigenen Wünschen basiert und in etwa nur ne selbst zusammengesponene Traumrealität ist, in der sich der Autor flüchtet, weil die richtige Welt ja so schnöde ist.
Nichts gegen diese Form von Bewältigung an sich - aber es ließt sich meistens recht kacke.
»Don't you think it is odd that everybody wants to lose 10 pounds but nobody wants to gain 10 IQ points?« Jessicka


Mein neuer FA-Wettbewerb: Furrys ohne Fell aber mit viel Chitin:
http://animexx.onlinewelten.com/wettbewerbe/wettbewerb.php?id=40381



Von:    Tentakel 10.10.2011 21:20
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> >Meistens in "Ich Form", da schwärmt Madame dann von ihren festen Brüsten, ihrem straffem Hintern ect. - eigentlich von ALLEM was einem MANN dann nie im Leben beim ersten Date AUFFALLEN darf.
>
>
> Wieso klingt das wieder einmal nach typischen und heimlichen self-insert?
>

Das PROBLEM ist aber zumeist das die Autorin eher aussieht wie das Tentakel - zu breit und nicht wirklich so knackig wie die Protagonistin :D

> ...
>
>
> Das ist auch was, was für mich in der Unterhaltungsliteratur nen guten Autor ausmacht - dass die Story nicht auf seinen eigenen Wünschen basiert und in etwa nur ne selbst zusammengesponene Traumrealität ist, in der sich der Autor flüchtet, weil die richtige Welt ja so schnöde ist.
> Nichts gegen diese Form von Bewältigung an sich - aber es ließt sich meistens recht kacke.

Fiktionale Geschichten sind ja durchaus erdachte / erträumte Realitäten - nur da wird es eben übertrieben.

Die durchschnittliche (Haus) Frau Mitte dreissig (vor allem aus Amiland) ist nicht so durchtrainiert, knackig und mit solch einer POberweite (auch noch fest und straff und kein Wort von OP) gesegnet.

Und während dann diese "Ich Erzählerin" nebst ihrem Auswerwählten natürlich tollog aussehen ist der Rest der Besetzungsliste eher fade.

Sprich:D Das was ich eigentlich an FFs nicht mag überschwemmt seit einigen Jahren den Buchmarkt.

Wie soll man da einem jungen FF Schreibanfänger noch sagen können das es nicht grade realitisch ist wenn die Glitzer Super Sue durchs Bild huscht? Das findet sich doch zzT. bei diesen (urban) Fantasy Verlagen mit "Romantic Thrill" Abteilung in den normalen Buchregalen wieder...

Und oftmals empfinde ich heute FFs die ich vor Jahren noch als: Meine Fresse ist das Oberkitschig! weggetan hätte schon fast als geistige Wohltat gegen solche Bücher.

Bücher in denen sich Protagonistinnen um ihr Outfit sorgen während grade die Welt um sie herum von vampiren oder sonstigen wesen zertrümmert wird - Yay weibliche Hohlbrote in gedruckter Form -.-
Bitte mitmachen: Star Wars FF WB
Takels Amazon Bücher & Mangas
Richtige Kritik, richtige Kommentare für Geschichten? http://www.storysammlung.de
KAKAO Karten WB



Von:   abgemeldet 11.10.2011 17:51
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Da ist mir das alte Animexx Übel: "Der Blode, der Braunhaarige" fast noch lieber.

Was ist daran eigentlich falsch? Nur, wenn es in Massen verwednet wird? Denn ich habe solche charakterisierenden "Namen" schon desöfteren auch in sehr guten Büchern gelesen - halt dann in Maßen.
Aber wie soll man auch sonst z.B. zwei Männer beschreiben, die mit einem kämpfen, und die sich davor nicht höflicherweise vorgestellt haben? Immer nur "der eine" und "der andere" ist ja auch kein guter Stil.

Btw.: Tippfehler kommen gerade vom Nagellack auf meinen Fingernägeln. Ich muss vorsichtig tippen, sonst sau ich mir die Tasten voll...
If life gives you melons
you may have dyslexia.
Zuletzt geändert: 11.10.2011 17:53:57



Von:   Arcturus 11.10.2011 21:13
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> >Da ist mir das alte Animexx Übel: "Der Blode, der Braunhaarige" fast noch lieber.
>
> Was ist daran eigentlich falsch?

Es müsste eigentlich heißen "Der Blonde" und "Der Brünette"? ;)

Ansonsten stimme ich dir aber zu.
Die Masse macht es halt. N paar Mal ist schon okay, nur der Wahn, unbedingt irgendwelche Synonyme verwenden zu _müssen_ (einfach weil halt) - das ist doch das eigentliche Problem.
"Be as careful of the books you read, as of the company you keep; for your habits and character will be as much influenced by the former as by the latter."
(Paxton Hood)



Von:    Schneeregen 11.10.2011 23:27
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Nicht die Wörter an sich sind schlimm. Es ist immer der zusammenhang in dem sie verwendet werden.
Ich kann mir diese Bezeichnungen nur in sehr speziellen Erzählhaltungen vorstellen, da man normalerweise ein Charakter nicht über seine Haarfarbe definiert wird, bzw. wer denkt bei einem Charakter überhaupt an die Haarfarbe? Ist die nicht eigentlich egal? Deshalb empfinde ich es auch als unpassend diese in einem Text zu lesen ohne näheren Kontext zu dem diese Beschreibung passt.



Von:    AliceNakiri 12.10.2011 14:41
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Jetzt nichts allzu Dramatisches/Schlimmes, aber ich finds immer ein wenig seltsam, wenn sich viele (jugendliche) Charaktere auf einen Schlag treffen und sie stellen sich alle mit ihrem Vor- und Nachnamen vor. Ich persönlich finde das immer ein wenig zu viel des Guten, einfach weil ichs von Jugendlichen eher gar nicht mitbekommen habe bzw. gewohnt bin, dass man sich mit dem Nachnamen vorstellt. Und dann noch in einer großen Gruppe.

Ist zwar nur ne Kleinigkeit, aber ich hab mich schon gefragt gehabt, wer das denn macht.

Was mich noch nervt:
Wenn ich ne Fanfic lese, die als Genre 'Drama' beeinhaltet und dann ist dieses dramatische Ereignis nichts wirklich Tragisches sondern nur irgendein kindischer Blödsinn - für mich zumindest - :|. Gerade wenn man sehr lange Fanfics liest und dann auf irgendeinen Höhepunkt wartet und dann kommt soetwas Banales/Langweiliges.

Ich habs ja oft mitbekommen, dass vieles es mit Drama und Tragödie oft übertreiben.. aber es geht anscheinend auch andersrum.
gloomybear -> AliceNakiri

❝Humans are the only animal that blushes, laughs, has religion, wages war, and kisses with lips.
So in a way, the more you kiss with lips, the more human you are. And the more you wage war.❞



Von:   abgemeldet 12.10.2011 17:29
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Arcturus:
>Es müsste eigentlich heißen "Der Blonde" und "Der Brünette"? ;)

Ja, die Schreibfehler habe ich gesehen, ich dachte, das Falsche daran wäre aber vorrangig die Verwendung.

Ganz schlimm und absolut No Go ist in dem Zusammenhang "der Blondhaarige".
Das tut genauso weh wie "das orangene Kleid", "seine türkisenen Augen" oder "das rosane Auto."
Autsch.

>Ist zwar nur ne Kleinigkeit, aber ich hab mich schon gefragt gehabt, wer das denn macht.
Das frage ich mich bei Serien, in denen Leute zu Hause Straßenschuhe tragen. Ist euch das mal aufgefallen? Kaum jemand dort wird mit Socken gezeigt oder mit Hausschlappen.
If life gives you melons
you may have dyslexia.
Zuletzt geändert: 12.10.2011 17:34:35



Von:    ThoraEightysix 12.10.2011 17:43
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> Arcturus:
> >Es müsste eigentlich heißen "Der Blonde" und "Der Brünette"? ;)
>
> Ja, die Schreibfehler habe ich gesehen, ich dachte, das Falsche daran wäre aber vorrangig die Verwendung.
>
> Ganz schlimm und absolut No Go ist in dem Zusammenhang "der Blondhaarige".
> Das tut genauso weh wie "das orangene Kleid", "seine türkisenen Augen" oder "das rosane Auto."
> Autsch.

ARGH!!!! Der BLONDE, das orangeFARBENE Kleid, seine - meinetwegen - türkisblauen Augen, das ROSA Auto... *Trauma hat*

Ich mags nicht mehr sehen. Ich bin ja mittlerweile zu solchen Bezeichnungen wie der blonde Sturkopf (die Haarfarbe musste dabei sein, weil es sozusagen zwei Sturköpfe gibt), der jugendliche Firmenchef, die bissige Hexe etc. übergegangen. Erstens, ist dies nicht ganz so oberflächlich und langweilig, und zweitens macht es mir Spaß, ein bisschen mit den Bezeichnungen zu spielen. Aber am meisten nutze ich doch die Namen und das passende Personalpronomen.

> >Ist zwar nur ne Kleinigkeit, aber ich hab mich schon gefragt gehabt, wer das denn macht.
> Das frage ich mich bei Serien, in denen Leute zu Hause Straßenschuhe tragen. Ist euch das mal aufgefallen? Kaum jemand dort wird mit Socken gezeigt oder mit Hausschlappen.


Ich bin aber auch so ein Typ, der ewig lang in seiner Wohnung Straßenschuhe trägt, bis ihm mal einfällt, dass er sie doch ausziehen könnte.^^
Dadurch muss ich zwar mehr putzen, aber irgendwie lerne ich es nicht.^^
Zuletzt geändert: 12.10.2011 17:54:55



Von:    AliceNakiri 12.10.2011 17:53
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> Das frage ich mich bei Serien, in denen Leute zu Hause Straßenschuhe tragen. Ist euch das mal aufgefallen? Kaum jemand dort wird mit Socken gezeigt oder mit Hausschlappen.

Bei sowas wunder ich mich auch immer.
Schlimm finde ichs auch, wenn die Leute sogar auf dem Bett die Schuhe anhaben und die Sohle sogar die Decke berührt :|. Aber in Serien ist das sowieso normal geworden, dass die Leute entweder in Unterwäsche zu sehen sind, oder komplett bekleidet. Selten ohne Schuhe, lol.

Achja.. was ich komisch finde und nicht mehr sehen will, weils echt oft passiert (sagt irgendwie auch etwas über die Qualität aus):
Wenn ich ne Story lese und nach sehr vielen Kapitel passiert plötzlich irgendetwas Übernatürliches und in den nächsten Kapitel gehts dann ganz normal weiter.
Total unsinnig, wenn die Fanfic nichts mit Übernatürlichem zu tun hat, aber da trotzdem sowas reingeschoben wird.

Edit:
Wegen den Haarfarben etc.
In englischen Fanfics lese ich auch oft, dass ein Charakter dann mit seiner Haarfarbe als 'Spitzname' angesprochen wird.
Jemand hat rote Haare und dann liest man fast nur 'Red' .. Jemand spricht ihn/sie mit 'Red' an undundund. Ist irgendwann auch zu viel >:. Genauso, wenn Charaktere echt komische Spitznamen kriegen. Blondi, oder so. Wobei ich Blondi wohl am schlimmsten finde.

Spitznamen sind ja okay, aber nicht solche, die in Fanfics einfach nur - für mich - doof rüberkommen. Aber ich bin generell kein Freund von Spitznamen. Wenn ich lese, wie jemand mit 'Babe' angesprochen wird, kommts mir fast schon hoch. Deshalb finde ich Haarfarben als Beschreibung nur dann okay, wenn der Charakter jemand (noch) Fremdes ist. Und man das dann auch nicht übertreibt. Aber eher abgeneigt bin ich auch, weils in den meisten Fanfics einfach so übertrieben wurde. Ich kanns irgendwann gut übergehen, aber wennn ichs zu oft lese, nervts. Genauso mit Augen, die Smaragde sind, oder Saphire. Oder es jedesmal 'deep blue eyes' heißt, weil jedesmal der Blick so übertrieben beschrieben wird, wenns in dem Moment eher unwichtig ist.
gloomybear -> AliceNakiri

❝Humans are the only animal that blushes, laughs, has religion, wages war, and kisses with lips.
So in a way, the more you kiss with lips, the more human you are. And the more you wage war.❞
Zuletzt geändert: 12.10.2011 18:00:30



Von:   abgemeldet 12.10.2011 17:59
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
ThoraEightysix
>abgemeldet:
>>Arcturus:
>> >Es müsste eigentlich heißen "Der Blonde" und "Der Brünette"? ;)
>>
>> Ja, die Schreibfehler habe ich gesehen, ich dachte, das Falsche daran wäre aber vorrangig die Verwendung.
>>
>> Ganz schlimm und absolut No Go ist in dem Zusammenhang "der Blondhaarige".
>> Das tut genauso weh wie "das orangene Kleid", "seine türkisenen Augen" oder "das rosane Auto."
>> Autsch.

>ARGH!!!! Der BLONDE, das orangeFARBENDE Kleid, seine - meinetwegen - türkisblauen Augen, das ROSA Auto... *Trauma hat*

>Ich mags nicht mehr sehen. Ich bin ja mittlerweile zu solchen Bezeichnungen wie der blonde Sturkopf (die Haarfarbe musste dabei sein, weil es sozusagen zwei Sturköpfe gibt), der jugendliche Firmenchef, die bissige Hexe etc. übergegangen. Erstens, ist dies nicht ganz so oberflächlich und langweilig, und zweitens macht es mir Spaß, ein bisschen mit den Bezeichnungen zu spielen. Aber am meisten nutze ich doch die Namen und das passende Personalpronomen.

Aber was mache ich eigentlich bei Figuren, die gar keinen Namen haben? Aus welchen Gründen auch immer (ob nun vergessen oder was auch immer, ist ja gerade egal). Ich meine, da muss man ja praktisch auf irgendwelche bestimmten Bezeichnungen ausweichen, wenn man aus der Sicht einer anderen Person schreibt, die mit eben diesem Charakter interagiert, oder?
Und "Der Namenlose" hört sich nicht gerade toll an, wenn ich ehrlich bin. Da arbeite ich doch lieber mit dem Aussehen oder den offensichtlichen Charaktereigenschaften. Oder eben den Eigenschaften, die Person B von Person A als Eindruck hat.

Oder ist das falsch?
abgemeldet isn't here right now ...
... But if you like to make an appointment--

Zuletzt geändert: 12.10.2011 17:59:45



Von:   abgemeldet 12.10.2011 18:10
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:

Nein, dein Eindruck deckt sich mit meinem, oben geposteten:
>Was ist daran eigentlich falsch? Nur, wenn es in Massen verwednet wird? Denn ich habe solche charakterisierenden "Namen" schon desöfteren auch in sehr guten Büchern gelesen - halt dann in Maßen.
>Aber wie soll man auch sonst z.B. zwei Männer beschreiben, die mit einem kämpfen, und die sich davor nicht höflicherweise vorgestellt haben? Immer nur "der eine" und "der andere" ist ja auch kein guter Stil.

Das ist nicht nur so, wenn keine Namen bekannt sind. Auch wenn das Horst Müller und Thomas Fritsch sind, kann man ja nicht ständig schreiben:
>"...", sagte Thomas.
>"...", antwortete Horst.
>Thomas nickte Horst zu, und Horst fügte hinzu: "...", woraufhin Thomas herzlich zu lachen begann und Horst miteinstimmte.

Mach das ein paar Mal und dein Leser schläft ein. Irgendwann muss man auch andere Attribute als Namensersatz benutzen.
If life gives you melons
you may have dyslexia.
Zuletzt geändert: 12.10.2011 18:10:42



Von:    AliceNakiri 12.10.2011 18:10
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
abgemeldet:
> ThoraEightysix
> >abgemeldet:
> >>Arcturus:
> >> >Es müsste eigentlich heißen "Der Blonde" und "Der Brünette"? ;)
> >>
> >> Ja, die Schreibfehler habe ich gesehen, ich dachte, das Falsche daran wäre aber vorrangig die Verwendung.
> >>
> >> Ganz schlimm und absolut No Go ist in dem Zusammenhang "der Blondhaarige".
> >> Das tut genauso weh wie "das orangene Kleid", "seine türkisenen Augen" oder "das rosane Auto."
> >> Autsch.
>
> >ARGH!!!! Der BLONDE, das orangeFARBENDE Kleid, seine - meinetwegen - türkisblauen Augen, das ROSA Auto... *Trauma hat*
>
> >Ich mags nicht mehr sehen. Ich bin ja mittlerweile zu solchen Bezeichnungen wie der blonde Sturkopf (die Haarfarbe musste dabei sein, weil es sozusagen zwei Sturköpfe gibt), der jugendliche Firmenchef, die bissige Hexe etc. übergegangen. Erstens, ist dies nicht ganz so oberflächlich und langweilig, und zweitens macht es mir Spaß, ein bisschen mit den Bezeichnungen zu spielen. Aber am meisten nutze ich doch die Namen und das passende Personalpronomen.
>
> Aber was mache ich eigentlich bei Figuren, die gar keinen Namen haben? Aus welchen Gründen auch immer (ob nun vergessen oder was auch immer, ist ja gerade egal). Ich meine, da muss man ja praktisch auf irgendwelche bestimmten Bezeichnungen ausweichen, wenn man aus der Sicht einer anderen Person schreibt, die mit eben diesem Charakter interagiert, oder?
> Und "Der Namenlose" hört sich nicht gerade toll an, wenn ich ehrlich bin. Da arbeite ich doch lieber mit dem Aussehen oder den offensichtlichen Charaktereigenschaften. Oder eben den Eigenschaften, die Person B von Person A als Eindruck hat.
>
> Oder ist das falsch?

Also falsch hört sich das nicht an.
Da ist sowieso alles Geschmackssache.
Aber ich würde einfach mal behaupten: Solange man es nicht übertreibt, ist es für viele sicherlich nur halb so wild.
Wenn ich sehr lange Kapitel lese und die Fanfic schon fortgeschritten ist und ich immer noch so wage Charakterbeschreibungen lese, kann es recht oberflächlich/unpersönlich wirken. Bzw. wenn es um Charaktere geht, die nicht nur eben mal so vorkommen, sondern ne bestimmte Rolle einnehmen, selbst wenns ne kleine ist.
Aber wenn man am Anfang den Charakter nur darauf beschränkt, was jemand wahrnimmt, oder was wahrgenommen wird, ist es ja nichts Verkehrtes. Da kann man manche Charaktere ruhig darauf beschränken, wie sie auftreten, solange es nicht permanent passiert und nicht 'ausgelutscht' wird, weil die Charaktere nur noch so beschrieben werden und die Namen kaum erwähnt werden.
Es kommt ja auch oft darauf an, worum es geht. Wenn jemand zum Supermarkt geht und die Kassiererin dann als 'Kassiererin' beschrieben wird, ists ja völlig okay (bzw für mich sogar besser, anstatt den unwichtigen Namen zu nennen.)

Es kommt eben auch auf den Stil an und wie der Text verpackt wird, aber solange man es nicht übertreibt, kann man ja ruhig Beschreibungen verwenden. Für manche ist es bestimmt auch langweilig, wenn man nur Namen liest. Da gehen die Meinungen einfach total auseinander.
'Er/sie' ist ja auch ne Option, wieso dann auch nicht die Beschreibung? Wenns nicht zu viel ist, gehts. Aber das sieht ja eh jeder anders.

So sehe ich das zumindest :).
gloomybear -> AliceNakiri

❝Humans are the only animal that blushes, laughs, has religion, wages war, and kisses with lips.
So in a way, the more you kiss with lips, the more human you are. And the more you wage war.❞
Zuletzt geändert: 12.10.2011 18:16:04



Von:   Arcturus 12.10.2011 21:21
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Ich denke, das Problem bei Sachen wie "der Blonde" ist viel mehr, dass viele Autoren, die dieses Synonym-Vokabular an den Tag legen, sich einer Sache nicht bewusst sind: Die Funktion der Person, auf die das Wort bezogen ist.

Das mag jetzt abstrakt klingen, ist aber eigentlich logisch: Eine Figur, die in einem literarischen Text auftaucht, hat zu jeder Zeit auch eine oder mehrer Funktionen inne.
z.B. hat ein Charakter, ein Arzt, der in einer Szene eben als Arzt fungiert, für eben jene Situation die Funktion "Arzt" - in einer anderen Szene hat er dann vielleicht die Funktion "Vater", oder dergleichen.
Das gleiche Spiel kann man auch mit anderen Attributen spielen.
Wenn zum Beispiel für einen Charakter das Aussehen gerade wichtig ist (weil sich z.B. der Protagonist eben jenen Charakter genauer ansieht und auf das Äußere achtet oder der Protagonist gerade keine anderen Attribute hat, um den Charakter für den Leser zu identifizieren) - dann kann man Beschreibungen wie "Der Blonde" durchaus auch verwenden.
Sprich - wenn Protagonist P gerade Charakter B durch die blonde Mähne streicht, dann geht das mMn. völlig okay. Wenn Protagonist weder den Namen noch andere Dinge über den Charakter B weiß und halt nur das Aussehen bei der Hand hat - und/oder keine anderen Funktionen gegeben sind - und für den Leser irgendwie klargestellt werden muss, dass es gerade der Blonde in der dritten Reihe links ist, der agiert ist das auch okay.

Das Problem bei der ganzen Sache: Wenn das Synonym nicht zu den Funktionen passt, dann wirkt die ganze Sache nicht.
Wenn der Arzt gerade beim Trinkgelage mit seinen Kumpeln in der Kneipe sitzt, das Gesprächsthema nicht gerade der Job ist und er auch sonst keine anderen ärztlichen Tätigkeiten ausführt - dann wirkt es ggf. komisch, wenn er im Text als "der Arzt" benannt wird. Da wäre dann "Bernds gegenüber" vielleicht deutlich angebrachter.
Und genauso isses mit Haar- und Augenfarben, Größen und schlach-mich-tot. Wenn es für die Geschichte gerade irrelevanter nicht sein könnte, dass der Charakter blond ist, grüne Augen hat, größer ist als Bernd oder wenn man das Attribut gar nicht wahrnehmen kann (z.B. wird es schwierig, ab einer gewissen Entfernung die Augenfarbe einer anderen Person zu sehen, außer die Dinger leuchten gerade Neonpink wie Taschenlampen in der Nacht) - dann hat das eben auch in den Synonymen nichts zu suchen, weils sonst fehl am Platz wirkt.

Und die Leute, die Sachen wie "der Blonde" verwenden und bei denen das nervt - die achten eben auf die Problematik gar nicht. Da wird einfach in die Synonymkiste gegriffen, weil man muss ja, ohne
a) zu wissen, was man da eigentlich gerade macht und
b) zu wissen, dass Synonyme, gerade bei solchen Sachen, eben nicht immer wirklich Synonyme sind.


War das jetzt verständlich? @__@
"Be as careful of the books you read, as of the company you keep; for your habits and character will be as much influenced by the former as by the latter."
(Paxton Hood)



Von:   abgemeldet 12.10.2011 22:48
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Die Wahl des richtigen Namensersatzwortes/Synonyms ist genauso wichtig für einen GUTEN Text und genauso abhängig vom Talent eines Autors, wie z.B. die Wahl des geeignetsten Synonyms für "sagen".

Eine zarte Geisha, die auch so (und nicht als Parodie) dargestellt werden soll, sollte "Guten Abend" lächeln, aber nicht "Guten Abend" grinsen.

>"Du Arschloch", grollte er.
ist leicht, aber merkbar wütender als
>"Du Arschloch", brummte er.
aber nicht so wütend wie
>"Du Arschloch", zischte er.

Es ist zwar schonmal lobenswert, dass man nicht überall "sagte, sagte, sagte" verwendet, aber auch diese Synonyme sollten zur Situation und zum Charakter passen.
Wie Gewürze beim Kochen, mit denen man eine Speise zu einer Leckerei oder zu einer Katastrophe machen kann.
If life gives you melons
you may have dyslexia.
Zuletzt geändert: 12.10.2011 22:49:01



Von:   abgemeldet 13.10.2011 00:30
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Mal was nebenbei in den Raum geworfen. Ist vielleicht eine verdammt dumme Frage, aber kann man diese Welle ( ~ ) als Betonungszeichen benutzen? In der wörtlichen Rede? Wäre das stilistisch irgendwie noch gerade so akzeptabel oder ist das schon ein No-Go?
abgemeldet isn't here right now ...
... But if you like to make an appointment--

Zuletzt geändert: 13.10.2011 00:31:17


[1...200] [201...210] [211] [212] [213] [214] [215] [216] [217] [218] [219] [220] [221...230]
/ 230



Zurück