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[24/7] Jenseits verkehrter Wahrheit


Erstellt:
Letzte Änderung: 14.09.2018
nicht abgeschlossen
Deutsch
18025 Wörter, 6 Kapitel
Thema: Death Note
Inhalt:
Am fünften November begannen nach wochenlanger Pause die Morde an Straftätern erneut. Noch am selben Tag ließ L über Interpol verkünden, er habe Kira gefangen und den Fall abgeschlossen. Auf die Nachrichten folgten öffentliche Unruhen. Nur wenige wussten, was tatsächlich geschehen war. Der Kampf hatte einen unerwarteten Ausgang genommen. Doch über die Wahrheit legte sich ein Schleier aus Verschwiegenheit und Lügen.
Die Geschichte setzt im siebten Band, beim Kapitel "Zero" bzw. nach der Animefolge "Stille" an, basierend auf der alternativen Lösung meiner Fanfiction [24/7] Zwischen den Zeilen.

Anmerkung:
Zu gegebener Zeit werde ich die Inhaltsangabe ergänzen. Updates erfolgen nur langsam und unregelmäßig. Die Protagonisten werden manchmal nicht bloß kriminalistische, sondern auch lange ethische Debatten führen, weshalb man wahrscheinlich ein gewisses Interesse dafür aufbringen sollte. Verweise oder Zitate folgen am Ende des jeweiligen Kapitels. Slash kommt durchaus vor, allerdings in Maßen und eher auf zwischenmenschlicher, komplizierter Ebene.
Ich beantworte gern und ausführlich Fragen und freue mich über jede Kritik genauso wie über jeden schweigsamen Leser.

Disclaimer: Die Rechte an dem Manga "Death Note" liegen nicht bei mir, sondern bei Tsugumi Ohba und Takeshi Obata. Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld.

Fanfic lesen
Kapitel Datum Andere Formate Daten
~komplette Fanfic~ V: 19.05.2014
U: 14.09.2018
Kommentare (12 )
18025 Wörter
Prolog Prolog E: 20.05.2014
U: 14.09.2018
Kommentare (1)
1082 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 1 Rückkehr E: 29.05.2014
U: 14.09.2018
Kommentare (1)
2963 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 2 Willkommen und Abschied E: 14.09.2014
U: 14.09.2018
Kommentare (1)
2870 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 3 Last E: 14.09.2014
U: 14.09.2018
Kommentare (3)
4431 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 4 Im Tau aus Lethes Flut E: 11.04.2015
U: 14.09.2018
Kommentare (3)
2852 Wörter
abgeschlossen
Kapitel 5 Von Märchen und Monstern E: 13.09.2018
U: 14.09.2018
Kommentare (1)
3827 Wörter
abgeschlossen
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Kommentare zu dieser Fanfic (12)
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Von:  Venu
2018-11-02T17:47:44+00:00 02.11.2018 18:47
Hey du :) Hoffe, du weißt noch wer ich bin. Ich muss gestehen, dass ich die letzten zwei Jahre kaum bis gar nicht hier Online war, aufgrund einiger persönlicher Probleme die ich hatte. Das erkläre ich dir aber näher in einer anderen Nachricht, falls es dich noch interessiert, natürlich. ^^"

Irgendwie hatte Ich die letzten Tage das dringende Bedürfnis, eine richtige gute FF zu lesen und musste direkt an deine denken. Das heißt, dass ich 'Zwischen den Zeilen' jetzt bereits zum dritten Mal komplett gelesen habe und ob du es glaubst oder nicht, die Geschichte hat mich genauso begeistert und ich habe wieder genau so mitgefiebert, als würde ich sie zum ersten Mal lesen! Deine FF nochmal zu lesen, hat irgendwie so ein vertrautes Gefühl ausgelöst, ich hab es wirklich genossen, sie nochmal zu lesen und werde es sicher wieder tun. ^^

Dabei habe ich dann mit Freude gesehen, dass du erst kürzlich ein neues Kapitel zur Fortsetzung veröffentlicht hast, was ich natürlich gleich verschlungen habe. Ich weiß nicht, ob ich erfreut oder traurig sein soll, dass ich nach all der Zeit nicht wirklich viel verpasst habe, was die Anzahl der Kapitel angeht. :o Wenn ich richtig gesehen habe, fast drei Jahre zwischen dem letztem und dem neusten Kapitel. Bei dir war wohl auch so einiges los. :)

Nachdem ich den ersten Teil jetzt nochmal gelesen habe, fällt mir besonders nach diesem Kapitel erst so richtig auf, wie sehr sich das Verhältnis der Beiden zu vorher geändert hat. Während wir jetzt wieder einen Light ohne Erinnerung haben, haben wir diesmal einen L, der zu hundert Prozent im Bilde ist über Lights/Kiras wahre Natur und irgendwie werde ich total aufgeregt, wenn ich darüber nachdenke, wie L das zu seinem Vorteil nutzen will, wie er Light vor Kira beschützen will. Was für einen grandiosen Plan hat er sich ausgedacht? :D Auch das er Light mit bedacht gewählten Sätzen indirekt auf seine wahre Natur hinweist. Zumindest kommt es mir so vor. Ich mag in diesem Fall den allwissenden L und den ahnungslosen Light, das gibt dem ganzen eine ganz andere Dynamik.

Interessant fand ich die Unterhaltung über Monster und das L sich selbst als ein solches bezeichnet. Im Prinzip hab ich es so verstanden, dass L sich eigentlich am Meisten vor sich selbst und Menschen die sind wie er fürchtet. Er hat auch mal, wenn ich mich richtig erinnert gesagt, er habe Todesangst davor, jemanden zu lieben der ihn umbringen will. Für mich hört sich das so an, als habe er Angst vor dem, was er ist und im Stande ist zu tun. Wahrscheinlich liege ich damit völlig daneben. ^^"

Was mich auch persönlich berührt hat war das Gespräch darüber, dass alle Menschen Masken tragen. Das ist ein Thema, das mich selbst sehr beschäftigt und womit ich so meine Probleme habe. Ich hasse den Umstand, dass man, um gesellschaftsfähig zu sein, eine Maske tragen muss, weil es anders einfach nicht geht. Welcher Mensch kann sich denn schon wirklich so zeigen wie er ist? Light hat mal gesagt, dass es niemanden gäbe, der ihn wirklich so akzeptieren könnte wie er ist. Das kein Mensch wirklich hinter die Fassade eines anderen Blicken möchte, sehen möchte, was sich wirklich hinter dessen Persönlichkeit verbirgt.
Persönlich denke ich, dass das auf den Großteil der Menschheit tatsächlich zutrifft. Die Menschen wollen immer nur das gute sehen und hören, wer will sich denn schon mit den Abgründen eines anderen Menschen auseinander setzen. Seine Meinung ehrlich zu äußern wird nur dann gern gesehen wenn sie den Vorstellungen der Allgemeinheit entspricht. Zumindest ist das die Erfahrung die ich gemacht habe. Also bleibt nichts anderes, als sich hinter einer Maske zu verstecken und zu leugnen wer man wirklich ist. Zum Wohle der Gesellschaft, hurra!
Sorry, da bin ich grad echt abgeschweift. Kaum zu sehen, meine Frustration, oder? :D

Jedenfalls was ich mit dem ganzen Bla Bla sagen wollte: Sehr tolles Kappi, das wieder sehr zum Nachdenken anregt und mich wahrscheinlich noch ein paar Tage beschäftigen wird. ^^

Da ich jetzt wieder so voll drin bin in deiner Geschichte, graut es mir davor darüber nachzudenken, wann du denn das nächste Kapitel updatest. Ich hoffe nicht, erst in drei Jahren?! T_T
Ich freue mich darauf, bald wieder von dir zu lesen und wie ich damals schon sagte: Ich bin wirklich ein riesen großer Fan deiner FF und auch wenn ich immer wieder mal Lese pausen einlege, egal wie lange sie sein mögen, ich finde immer wieder zu dieser fantastischen FF zurück und werde sie weiter verfolgen. :D

Lg Venu
Von:  Yuna_Rias
2018-08-01T12:28:47+00:00 01.08.2018 14:28
Eine ech wundervolle Geschicht habe Erz festen den 1Esten Teil der story 24/7 gemessen ( die abgeschlossene) und freue mich das es weitergeht.
Obwol du manchmal echt kompliziert schreibst das ich es 2 mal lesen muss um es richtig zu verstehen. Wäre schön wenn du es bald weiterschreibst
Antwort von:  halfJack
02.08.2018 09:23
Danke für deinen Kommentar.
Ich kann leider nichts versprechen und nichts darüber sagen, wann es weitergehen wird. Mit der Überarbeitung des ersten Teils bin ich glücklicherweise vor kurzem fertig geworden. Es könnte daher sein, dass das nächste Kapitel bald kommt, allerdings wird es danach dennoch nur langsam vorangehen...
Von:  Kaylee
2015-07-14T16:47:33+00:00 14.07.2015 18:47
Hallo,
Ich freue mich auch sehr, dass dieses Kapitel aus der Sich von L geschrieben ist - seine Gedanken mitzuerleben und seine Sichtweise auf Lights Taten und Light selbst, dass er unter seinen Taten leidet und die Mörder seelische Spuren hinterlassen haben.
Und auch wenn Light nicht der Teufel ist, entsteht bildlich vor meinen Augen immer die Analogie mit dem Sturz des Sohnes der Morgenröte ;-) Auch wenn zwischen einem Morgenstern und einer Morgensonne noch Differenzen gibt. Neben den Einfluss auf Light, finde ich es auch interessant, wenn darauf eingegangen wird, was Kiras Anhänger für Vorstellungen über ihn (Kira) haben. Wie sagte eins Oscar Wilde: Eine Wahrheit hört auf wahr zu sein, wenn mehr als einer an sie glaubt (um auch mal ein Zitat anzuwenden). Das habe vergessen, im vorherigen Kapitel zu erwähnen, deshalb schreibe ich es hier noch einmal.

Die Szene als L sein Versprechen an Light, dass er dafür sorgen wird das Lights nichts passiert, quasi wiederholt, hat mein aufgeregtes Leserherz höher springen lassen. Auch im Anschluss die Frage des Namens im Zusammenhang mit Identität gesehen bzw. der verlorenen Identität/Erinnerungen von Kira und Yagami fand ich sehr erweckend. Auch wenn ich in dem Moment nur zu gern gewusst hätte, was Light denkt. Aber ich kann verstehen, dass du beschlossen hast diese Kapitel aus einer Sicht wiederzugeben und systematisch zu wechseln.
Der Titel wie immer sehr passend, auch wenn zuerst an das Gedicht Lethe von Baudelaire denken musste, aber die Anspielung auf Goethe macht auf jeden Fall mehr Sinn.

Antwort von:  halfJack
26.08.2015 19:10
Bei dem Namen Asahi bin ich ein bisschen zwiegespalten. Natürlich habe ich ihn mir nicht selbst ausgedacht, sondern ihn aus dem Manga entnommen; das ist der Name, den L auf die falsche Polizeimarke von Herrn Yagami setzen ließ, demnach müsste auch Light verdeckt unter diesem Namen agieren. Einerseits ruft das nicht nur bei mir, sondern bei diversen Leuten die unfreiwillig komische Assoziation mit der gleichnamigen japanischen Biermarke hervor. Andererseits kann ich diesen Umstand relativ leicht beiseite schieben und nur die ursprüngliche Bedeutung darin sehen, nämlich die von dir selbst genannte "Morgensonne". Ich mag die Ambivalenz dieses Namens, weil er das genaue Gegenteil von Lights wirklichem Namen, "Mond" und "Nachtgott", darstellt. Erstaunlich ist zudem, dass ich dabei ebenso wie du an den Morgenstern denken muss, Luzifer, den Lichtbringer und gefallenen Engel. Betrachtet man die Begriffe genauer, schließen sie einander gar nicht mehr aus. Eine Sonne bezeichnet dasselbe wie ein Stern. Der Morgenstern ist dasselbe wie der Abendstern. Light schreibt sich zwar mit dem Zeichen für "Mond", doch er wird wie "Licht" gelesen. All diese Gegensätzen werden plötzlich wieder eins und das ist für mich das Interessante daran.

Der Kapiteltitel spielt zwar in seiner genauen Formulierung auf den zweiten Teil von Goethes Faust an, aber so falsch ist Baudelaires "Lethe" oder all die anderen Inspirationen keineswegs, die auf diesem Unterweltenfluss beruhen. Light ist sicher kein Märtyrer ohne Schuld, aber ohne seine Erinnerung muss es ihm so erscheinen, als spielte er eine verkehrte Rolle und würde (auch in den Augen seines Vaters) für etwas büßen, das er nicht beging. Darin zeigt sich eine doppelte Märtyrerrolle: erstens jene, die Kira mit seinem Opfer für die Welt einzunehmen denkt, zweitens das vermeintliche Opfer, das Light auf sich nimmt, um Kira zur Strecke zu bringen. Es ist eine verstrickte Lüge, bei der man sich, wie ich finde, nur unwohl fühlen kann.
Lethe steht für das Vergessen, ob nun beim Eintritt ins Totenreich oder bei der Wiedergeburt, was beides derzeit zu Light passt. An Goethes Faust habe ich bei dieser Thematik nun vorrangig gedacht, weil auch Faust im ersten Teil der Tragödie viele Sünden auf sich lud, von denen er zu Beginn des zweiten Teils reingewaschen wird. Das ändert dennoch nichts an seinem bestehenden Pakt mit dem Teufel.
Von:  Kaylee
2015-07-14T15:59:11+00:00 14.07.2015 17:59
Juuhuu, das lang ersehnte Gespräch zwischen L und Light!!!

Natürlich sind deine vorherigen Kapitel ein guter Einstieg und ich freue mich, dass näher auf die Nebenpersonen eingegangen wird. Aber ich liebe halt die Gespräche zwischen Light und L :-) Wie können nur so wenig Worte bewirken, dass ich in einen Glückszustand kapitulierte werde, den die Menschen in meiner Umgebung dazu veranlasst mich zu fragen, ob ich high wäre? Ein Mysterium ;-)
So nun aber mal zum Kapitel: Um ehrlich zu sein, war ich überrascht, wie offen in gewissen Aspekten das Gespräch von Light und L ist. Natürlich ist es in der Situation angemessen. Aber dennoch war ich irgendwie überrascht, dass es schon im vierten Kapitel um die zentralen Handlungsmotive und Ansichten (im speziellen Gerechtigkeit) von den beiden geht. In gewisser Weise finde ich, dass es der Kern der Sache ist: Warum benutzt Light/Kira das Death Note? Wie würde L reagieren? Und letztendlich immer die Frage, wie würde man selbst handeln, wenn man im Besitz eines Death Notes wäre? Besonders gefreut habe ich, dass mal wieder das Thema Ideale bzw. fehlende Ideale angeschnitten wurde. Ich denke, jeder kann Lights/ Kiras Motive nachvollziehen - eine gerechte Welt zu erschaffen. Die Möglichkeit zu haben Gewalt, Repression, Diktaturen, und Armut etc. zu bekämpfen ist verlockend. Und die Darstellung von Ligths höchstem Ideal der Gerechtigkeit, für das er selbst bereit ist, sich selbst aufzugeben - alles für das größere Wohl - ist wieder ausgesprochen gelungen. Natürlich im Kontrast dazu L, der nicht an die perfekte Welt glaubt und sich in kein Staatssystem integriert hat. Er kam nie so stark mit der japanischen Lebens- und Arbeitsphilosophie Kaizen, das Streben nach Verbesserung in Berührung wie Light. Du hast einmal geschrieben, dass deines Erachtens L nicht an Verbesserungen glaubt. Ich teile diese Meinung, auch wenn ich sie niemals so drastisch ausgedrückt hätte. Aber es hat mich wieder fasziniert, wie prägnant du Charakterzüge der Beide auf den Punkt bringen kannst. Der entscheidende Unterscheid lag meiner Ansicht nach auch immer zwischen L und Light darin, dass Light wirklich glaubt, die Welt idealer zu gestalten, während L eine zu realistische Haltung besitzt, als das er je daran glauben würde, dass dies gelingt. Aber jeglich Negierung von Verbesserungen, führt bei mir zwangsläufig zum Ergebnis der Antriebslosigkeit. Wenn man nichts verbessert kann, warum sollte man überhaupt etwas tun? Handeln oder denke, wenn man darin kein Zweck oder Ziel erkennt (außer instinktgesteuertes Verhalten)? Vielleicht der Zweck des Interesse ein Abbruch der Langweilig. Dennoch ohne Hoffnung kann man da z.B. hoffen Light vor Kira zu retten? Welchen Sinn hat das alles? Schwups, bin ich in einer endlos Schleife der müßigen Sinnfrage angelangt. Sicherlich ist meine Darstellung des Sachverhaltes stark vereinfachte. Es fehlt der Einfluss des Handelns (auch wenn es nach Ls Sicht keine Besserung erbringen würde, sondern nur Änderung, aber das wiederum heißt ja nicht, dass es den Wert des Aktion vermindert...). Ich widerspreche auch nicht die Haltung von L. Es sind lediglich meine Gefühle der Trostlosigkeit die ich damit verbinde, oder vielleicht spricht auch nur der naive Optimismus aus mir :D
Nun noch zu der Frage: Wie würde ich handeln, wenn ich im Besitz des Death Notes wäre?
Das ist natürlich immer schwierig zu bestimmen, wie man sich in so einer Lage verhalten würde. Aber wie ich schon gesagt habe, sind Lights Motive sehr verlockend. Wenn man die Macht hat eine friedliche Welt zu gestalten, ist es dann nicht sogar verbrecherisch sie nicht einzusetzen? Wenn man die Möglichkeit hat für das allgemeine Wohl zu sorgen, ist es dann nicht unmoralischen Nichts zu unternehmen? Die Armen weiter hungern zu lassen, die Bevölkerung weiter von Tyrannen unterdrück zu lassen, nichts zum Schutze von Unschuldigen zu tun. Das wäre doch nicht gerecht? Dabei kann man allerdings auch fragen, ob der Tod wirklich gerecht für solche Verbrecher ist? Ist das die angemessene Büße? Oder doch eher eine Erlösung? Und wenn man nun wirklich dieses Prinzip „Aug um Aug“ anwenden würde, würde dann nicht Vergeltung und Rachsucht in den Vordergrund der Motive gerückt werden. Es ist der Tod , dann nicht nur die Maßnahme zur Beseitigung von Gefahr für das größere Wohl? Daran kann schon wieder erkennen, das Gerechtigkeit sehr subjektiv interpretiert werden kann.
Trotz der Partei, die ich hier ergreifen, glaube ich nicht, dass ich das Death Note benutzen würde.
Sagen wir mal ich teile Lights Einstellung, wie wahrscheinliche viele Menschen auf dieser Welt, verfüge über einen gewissen Gerechtigkeitssinn und scheue mich nicht davor selbst die Konsequenzen zu tragen. Warum habe ich mir nicht schon längst eine Kalaschnikow besorgt und bin zur Selbstjustiz übergangen, wenn wir die praktischen Umsetzungsfaktoren mal außer acht lassen? Das Beispiel ist natürlich exzessiv übersteigert. Dennoch ist die Antwort simpel neben moralischen Bedenken und praktischen Schwierigkeiten, besitze ich die realistische Einsicht, dass dies keine wirkungsvolle Veränderung bewirkt.
Mit der Macht des Death Notes, kann man sicher sehr viel erreichen, wie gezeigt würde. Aber wie lange kann man die realistische Nachteile außer acht lassen und an seinem Ideal weiter festzuhalten ohne seine eigene Maxime zu verlieren? Und hat man seine Maxime die gilt, dass niemand das Recht hat einen anderen Menschen gegen seinen Willen das Leben zu nehmen, schon verloren, wenn selbst das Death Note benutzt. Nicht umsonst hat selbst Light am Anfang schwere Gewissenskonflikte und ich denke, das ist ein Punkt warum viele das Death Note nicht benutzen würde. Im Allgemeinen vertrete ich die Meinung das Extremität also im Sinne extrem sein, insbesondere Fanatismus immer zur negativen Folgen führt. Aber nur um seinen guten Ruf willen, dass Death Note nicht zu benutzen, wäre das nicht mehr als egoistisch? Trotzdem wenn man das Death Note benutzt und einem Menschen das Leben nimmt, stirbt zwangsläufig immer ein Stück seiner Menschlichkeit, wie man an Light sieht.
Also kann man gar nicht das Ideal erfüllen.
In letzter Konsequenz müsste man sich immer selbst töten. Wie schnell würde es dann dauern, bis man zum alten Zustand zurück kehrt ist? Und von der Suche und Gefahr einen geeigneten Nachfolger zu finden, wollen wir gar nicht erst reden. Neben der Tatsache, dass man diese Ideale in der Form die Kira anstrebt nicht umsetzen kann, gibt es die unglaublichen viele Faktoren. Das man nicht abschätzen kann, welche Bedeutung der Tod einer Person auf den Rest der Gesellschaft hat, ob es die Situationen nicht noch zuspitzen konnte, wie kann ich meine Gegner effektiv ausschalten etc.. Ich würde versuchen all diese Faktoren zu kalkulieren und das würde meine Entscheidung verzögern und vielleicht schon ganz aufhalten. Ich wäre zu analytisch um schnell tatkräftig zu handeln. Aber der entschiedene Punkt ist, dass ich nicht so vermessenem bin zu glaube, ich wäre ausgewählt. Im Gegensatz zu Light, der so überzeugt ist, die perfekte Person für das Death Note zu sein. Die Person, die das Ideal so nah wie möglich umsetzen kann, fehlt mir schlichtweg der Glaube dazu.
Ich glaube nicht, dass meine Fähigkeit trotz der Waffe des Death Notes ausreichend sind, um die Gesellschaft nachhaltig allein zu verändern. Deshalb fürchte ich sogar die Macht, die das Death Note mir verleihen würde und die gravierend Folgen eines Fehlers meinerseits für die Gesellschaft. Welcher Mensch ist schon fehlerlos genug, um das Death Note zu benutzen?

Antwort von:  halfJack
27.07.2015 04:16
Jenes lang ersehnte Gespräch ist eigentlich ein Kondensat dessen, worum es später gehen wird, im Prinzip so etwas wie eine Zusammenfassung der Hauptprobleme. Ich habe lang überlegt, wann ich dieses erste Gespräch bringe, und war anfangs eigentlich davon überzeugt, dass ich es erst viel später in die Wege leite. Anhand des Epilogs von ZdZ wissen wir, dass Light ein paar Monate nach seiner Überführung sein Gedächtnis noch immer nicht zurückerhalten hat. Das Gespräch hier in "Last" - wobei der Kapiteltitel ein Wortspiel aus der deutschen und englischen Bedeutung des Begriffes ist - sollte meiner ursprünglichen Intention folgend nach dem Epilog des ersten Teils stattfinden. Warum habe ich mich nun dagegen entschieden? Ich glaube, dass es L geradezu unter den Nägeln gebrannt hat, mit Light endlich uneingeschränkt sprechen zu können. So geht es wohl beiden, darum ist diese Unterhaltung so überraschend offen. Wie du es treffend formuliertest, wollte ich die zentralen Handlungsmotive umreißen.
Der nächste Faktor besteht in Ls Entscheidung, Light das Death Note vorzuenthalten. Ein paar Beweggründe wurden bereits genannt, aber eben noch nicht alle. Die Motive werden erst nach und nach geklärt, doch ein Auslöser dafür ist dieses irgendwie zugleich erste wie letzte Gespräch.

Der Wunsch nach Verbesserung, das Streben des menschlichen Seins an sich und welche Unterschiede es in dieser Hinsicht zwischen dem östlichen und westlichen Denken gibt, darüber könnte man ganze Seminare füllen. Ein wesentlicher Unterschied besteht beispielsweise schon allein darin, was man unter Kaizen bzw. der Verbesserung versteht. In der westlichen Welt, vor allem in Amerika und Europa, erachtet man es als selbstverständlich, dass jeder Mensch nach Verbesserung strebt und darin den Fortschritt sieht. Höher, schneller, weiter, das sind die allgemeinen Devisen und die Werbeindustrie vermittelt uns dasselbe, dass wir nämlich immer mehr, mehr und mehr brauchen und dass nur dieser Konsum uns glücklich macht. So selbstverständlich ist diese Ausrichtung allerdings gar nicht und auch wenn wir glauben, dass nahezu jeder Mensch den Fortschritt gut finden müsste und dass er darunter die genannte Verbesserung versteht, so gibt es doch viele Völker, die sich nicht auf die Zukunft ausrichten, sondern auf ihre Wurzeln besinnen. Für solche Völker/Personen ist Verbesserung etwas ganz anderes.
Japan nun stellt im fernen Osten meines Erachtens einen Sonderfall dar. Insbesondere der amerikanische Einfluss ist unverkennbar, dennoch bleibt Japan in vielen Aspekten auf seine Traditionen bedacht. Hier prallen zwei Extreme aufeinander und trotz des Strebens nach Verbesserung, ist dies nicht prinzipiell gleichbedeutend mit Fortschritt, sondern eher mit Optimierung und Perfektionierung. Es geht häufig nicht darum, etwas Neues zu erschaffen, sondern das Bestehende zu verbessern, das Streben nach absoluter Vollkommenheit, obwohl diese mit Gewissheit nie erreicht werden kann. Man kann sich ihr nur annähern. In den letzten hundert Jahren und mit zunehmender Globalisierung war es eine weit verbreitete Anschauung, dass die westliche Welt die Innovationen brachte und hernach die östliche Welt durch Optimierung der Ideen nach einiger Zeit die Marktführung übernahm. Neue Technik kam zwar aus dem Westen, aber Kosten und Fehlerhaftigkeit zu vermindern und Arbeitsprozesse zu beschleunigen, kurz: die Effizienz zu steigern, das sind vor allem "Errungenschaften" des Ostens. Menschliche Fehler durch Einsatz von Maschinen auszumerzen, nicht mehr eine Person mit dem gesamten Prozess zu beauftragen, sondern die Arbeitsschritte zu verteilen, generell die ganze aus der Gesellschaft gewachsene Zusammenarbeit - man kann durchaus behaupten, dass sich der Westen das vom Osten abgeschaut hat. Da allerdings die Individualität in Japan hinter der Gemeinschaftlichkeit zurücksteht, ist der Drang, sich zu beweisen oder etwas Neues zu entdecken, nicht so ausgeprägt wie in der westlichen Welt, wo die Selbstverwirklichung des Einzelnen im Zentrum steht. Das alles ist historisch gewachsen, aber ich denke, dass diese Ausprägungen sich mittlerweile gewandelt haben, dass der Osten inzwischen viele Innovationen fordert und der Westen durch gemeinschaftliche Arbeitsteilung eine ähnliche Vorstellung von Verbesserung hat. Ich finde das gut, diese kulturelle Vermischung, ohne dass sich an der Unterschiedlichkeit der Mentalität etwas ändert.

Es ist nur meine Meinung, aber ich glaube, dass Light den Tod nicht als gerecht für Verbrecher empfindet, sondern dass er es gerecht findet, Verbrecher für das Wohl der Menschheit aus dem Weg zu räumen. Das klingt zwar, als wäre es annähernd dasselbe, aber die erste Variante bedeutet tatsächlich Vergeltung oder Rache, die zweite hingegen entspricht der Verbesserung bzw. Perfektionierung.
Abgesehen davon, dass es wahrscheinlich niemanden gäbe, der das auf Dauer aufrecht erhalten könnte, weil man für solch ein Ideal empathisch sein muss und vermutlich irgendwann an seinen Taten zerbricht oder, wenn man nicht empathisch, sondern soziopathisch ist, ein solches Ideal gar nicht erst entwickelt. Ich persönlich glaube zwar, dass man mit einem Death Note einiges bewirken kann, aber ich bezweifle, dass man damit alle Probleme löst oder wirkliche Verbesserung erreicht.

Vielen Dank für deinen unglaublich ausführlichen Kommentar! Es war sehr interessant, deine Gedanken hierzu zu lesen.
Von:  Kaylee
2015-07-13T17:29:40+00:00 13.07.2015 19:29
Hallo,
Es ist schon länger her, dass ich ein Kommentar geschrieben habe. Aber manchmal ist ein sauberer Schnitt für eine Zeit das Beste, damit man nicht in den Abgrund der Verzweiflung stürzt, während man auf das nächste Update wartet :-D
Aber dennoch werde ich diese Geschichte immer folgen, wenn auch unregelmäßig und meinen Senf ab und an dazu geben. Aber ich prophezei, Cliffhanger werden eines Tages noch mein Verderben werden.
Soso… also, erstmal freue ich mich sehr, über den Auftritt der Shinigamis. Als ein Freund vom Charakter Ryuk ist das natürlich verständlich und ich bin schon gespannt, auf die Umsetzung Ls Plan, den er schmiedet. Außerdem wollte ich noch einmal, meinen ersten Eindruck von Haupttitel schildern. Also ich fand ja schon, als du den Titel 24/7 „Zwischen den Zeilen“ hinzugefügt hast, dass unglaublich zutreffen, Und auch wenn man natürlich noch nicht gleichen Maß den Inhalt kennt, finde ich „Jenseits verkehrter Wahrheit“ sehr passend. Pluspunkte macht natürlich auch der poetischen Klang. Meine ersten Assoziation zum Titel war (wie sollte es bei den Titel anders sein?) Nietzsche: Das Wahrheit nur Illusion ist.
Aber schön in dem Bezug finde ich ,auch das Gleichnis Die blinden Männer und der Elefant. Ich weiß nicht, ob es dir oder jemand das Gleichnis/Gedicht bekannt ist. In gewisser Weise ist der Titel fast schon selbsterklärend. Die blinden Männern untersuchen einen Elefanten, um zu begreifen, worum es sich bei diesem Tier handelt. Jeder untersucht einen anderes Körperteil und am Ende kommt jeder von ihnen zu einer anderen Schlussfolgerung der Realität. Die Moral der Geschichte ist somit, dass es natürlich mehrere Versionen einer Wahrheit gibt und das Erkenntnis immer subjektiv verstanden wird. So das wollte ich nur kurz erwähnen :-D

Antwort von:  halfJack
26.07.2015 11:20
Oje, da mache ich mir schon ein bisschen Vorwürfe, dass es so schleppend vorangeht. Mir war leider von Anfang an klar, dass die nächsten Updates immer nur langsam und unregelmäßig erfolgen würden, weshalb ich es auch fair fand, sofort darauf hinzuweisen. Beim Lesen würde ich mir vermutlich auch lieber etwas ansparen, sonst verliert man so leicht den Überblick.

Tatsächlich hat mich zum zweiten Titel unter anderem Nietzsche inspiriert, besonders sein Werk "Jenseits von Gut und Böse" - ein Buch, das Light in einer Szene des ersten Realfilms überraschenderweise in deutscher Ausgabe liest. Also können wir ihm unterstellen, dass er laut dieser Interpretation sogar Deutsch beherrscht. Auf einige Aspekte des Titels werde ich im Laufe der Geschichte noch eingehen. Es freut mich sehr, dass die Titel gut ankommen, denn gerade beim zweiten habe ich mich gefragt, ob dieser "poetische Klang" nicht irgendwie abschreckt.

Das Gleichnis mit den Elefanten kenne ich. Ich habe meinem Neffen zu seinem letzten Geburtstag ein für Kinder verständliches Buch über die Weltreligionen geschenkt, darin war genau dieses Gleichnis enthalten und es schien mir ungemein passend. Mein Neffe ist einige Jahre seiner Kindheit in Louisiana aufgewachsen, seine Großeltern dort sind äußerst konservativ und christlich. Sie sind mit absoluter Sicherheit davon überzeugt, dass diejenigen, die nicht an Gott glauben, in die Hölle kommen. Die deutsche Seite der Familie hingegen ist konfessionslos erzogen; uns ist es völlig egal, wir könnten nicht mal an Gott glauben, wenn wir es uns einzureden versuchten. Mein Neffe steht demnach zwischen den Stühlen. Er kann nicht verstehen, wieso Menschen von etwas absolut überzeugt sein können, warum es zum Beispiel auch so viele Religionen auf der Welt gibt und am Ende trotzdem alle Recht behalten, niemand falsch liegt. Deshalb das Gleichnis mit dem Elefanten. Danke, dass du es hier anbringst. Es trifft den Nagel auf den Kopf!
Von:  Venu
2015-04-14T14:06:26+00:00 14.04.2015 16:06
Hey :)

Ich freu mich sehr, dass das neue Kappi jetzt doch so schnell da war! Es hat mir sehr gefallen, L's Gedanken mitzuverfolgen, nachdem Light erneut seine Erinnerungen verloren hat. Man merkt ihm schon an, dass er mit der Situation zur Zeit nicht ganz zufrieden ist, aber dennoch für den Moment nichts daran ändern kann. Und obwohl er ja ein Meister darin ist, anderen Lügen aufzutischen, hat man doch das Gefühl, dass es ihm gerade jetzt etwas schwer fällt.

Zum einen möchte er Light der Wahrheit schützen, auf der anderen Seite will er aber auch beide Seiten, sprich Light/Kira für sich. Ganz schöne Zwickmühle, in der er da steckt. ^^

Ich freue mich schon aufs nächste Kapitel! Sorry, dass mein Kommi so kurz ist, aber ich habe das Gefühl, ich schaff es nicht meine Gedanken ordentlich aufs Papier zu bringen, von daher hab ich nur mal das wesentlich, was mir aufgefallen ist, aufgeschrieben. Bin echt gespannt, wie L Light dazu bringen wird zu erkennen, dass er Kira ist. :)

Lg Venu
Antwort von:  halfJack
15.04.2015 14:05
Obwohl L nach außen hin meistens so wirkt, als würde er kühl analytisch irgendwelche Entscheidungen treffen und sie resolut in die Tat umsetzen (lassen), glaube ich, dass er häufiger seinen Instinkten als seinem Verstand folgt. Man merkt ihm seine Unsicherheiten, Zweifel und generell Emotionen oft nicht an, wie damals in der Situation, als Ukita vor Sakura TV getötet wurde und L Aizawa daran hinderte, gleich hinterherzustürmen. Da ist wahrscheinlich auch Aizawa, weil er Ls Zittern bemerkte, zum ersten Mal aufgefallen, dass er es ja eigentlich mit einem Menschen zu tun hat.
Ich stelle mir vor, all das Vorgehen vom jetzigen Zeitpunkt an würde für Ls Verstand durchaus Sinn ergeben, aber warum er sich dafür entschied und ob diese Wahl richtig ist, bleibt für ihn selbst undurchsichtig, ein Dilemma.

Vielen Dank für deine Gedanken. :)
Von:  Venu
2015-03-14T21:58:59+00:00 14.03.2015 22:58
Huhu :)

hab mich lange nicht mehr gemeldet, da ich das letzte 3/4 Jahr sehr beschäftigt war und leider nicht die nötige Zeit gefunden habe, um deine Geschichte weiter zu verfolgen. Das finde ich sehr schade, aber andererseits bin ich auch sehr froh darüber, wenn ich jetzt sehe, dass dein letztes Kapitel im September veröffentlicht wurde. (Nicht falsch verstehen!) Wie du weißt ist Geduld ja nicht unbedingt meine Stärke, deswegen freue ich mich, dass ich jetzt gleich zwei Kapitel zum Lesen hatte! Natürlich änderst das nichts an der Tatsache, dass ich jetzt trotzdem wieder voller Ungeduld auf die nächsten Kapitel warten muss, aber das ist mein Problem. :D

Da es schon so lange her war, dass ich die erste Geschichte gelesen hatte, hab ich sie die letzten beiden Tage einfach nochmal gelesen, damit mir wieder alles frisch im Gedächtnis ist. Obwohl ich die FF ja schon kannte, hat sie mich beim zweiten Mal wieder genau so eingenommen wie beim ersten Mal. :)

Ich gelange wieder zu dem Schluss, dass ich deine Art zu schreiben einfach faszinierend und mitreißend finde. Die ganzen Themen die zwischen L und Light angesprochen wurden, haben mich erneut zum Nachdenken angeregt und immer wieder habe ich analysiert, wie ich selbst zu diesen Themen stehe und darüber denke. Genau das finde ich an deiner Geschichte so spannend und anziehend. Man kann sie nicht einfach von oben nach unten durchrattern und abhaken, sondern wird mit jedem Gespräch der beiden in ihre Unterhaltung mit rein gezogen und geradezu zum Nachdenken aufgefordert. Ich finde das gibt deiner Geschichte richtig Leben! Aber ich merke gerade, ich schweife total ab, sorry! Da siehst du mal wie sehr mich deine Geschichte nun schon zum zweiten Mal einnimmt. :)

Nun zu der Fortsetzung: Ich finde, der Einstieg ist dir wirklich sehr gelungen und man konnte sich nochmal gut in die Geschichte hinein finden. Auch wenn ich die vorherige FF jetzt nicht nochmal gelesen hätte, wäre mir der Einstieg nicht schwer gefallen. Interessant fand ich zu lesen, wie nun auch die anderen mit den jüngsten Geschehnissen umgehen und fertig werden. Sicher hätte ich mich auch gefreut, sofort eine Konfrontation mit L und Light zu sehen, aber ich verstehe auch die Notwendigkeit, die Sicht der anderen Charaktere darzustellen.

Dennoch habe ich mich natürlich am Meisten über das letzte Kapitel gefreut, da sich hier L und Light erneut gegenüberstanden (nicht wörtlich gemeint) und eines ihrer so von mir geliebten Gespräche geführt haben. Es gibt einfach nichts besseres und aufregenderes für mich, als einem Gespräch der beiden beizuwohnen und ich kann Yeliz nur beipflichten! Auch ich bin in die Gespräche der beiden verliebt. ;)

In diesem Kapitel hast du die Weltanschauung der beiden erneut dargelegt und zwar noch tiefgehender, als in allen Kapiteln zuvor, zumindest kam es mir so vor. Ich hatte das Gefühl, dass L und Light wirklich zum ersten Mal unverholen und unverfälscht, mit jeder ihrer Äußerungen die Wahrheit gesagt haben. Was sie denken und was sie vom anderen wollen.

Ich kann beide Seiten verstehen, was ihren Sinn von Gerechtigkeit angeht, ich selbst sehe es zum Einen wie Light, dass unserer Rechtssystem unvollkommen ist und das Gesetz einfach in zu vielen Fällen versagt oder unzureichend ist. Wie oft werden Straftäter bzw. Sexualverbrecher nicht ausreichend bestraft oder nach viel zu kurzer Zeit bereits wieder aus dem Gefängnis entlassen? Das finde ich besonders in Deutschland schlimm. Insofern stimme ich Light zu und verstehe die Idee hinter seinem Handeln. Auch das der Tot die gerechte Strafe ist, denn mittlerweile haben es die Kriminellen in den Gefängnissen teilweise schon zu bequem, als das man das noch als Strafe ansehen könnte.

Auf der anderen Seite sehe ich es aber genauso wie L. Zum einen ist der Tot für solche Verbrecher der einfachste Ausweg. Sie haben nicht die Möglichkeit, ihre Taten zu reflektieren und sich gegebenenfalls zu ändern. Sie müssen sich auch nicht damit auseinander setzen. Deswegen bin ich persönlich nicht unbedingt ein Verfechter der Todesstrafe. Wobei es natürlich auch ausnahmen gibt. Ich bin bei diesem Thema auch echt zwiegespalten und kann mich für keine der beiden Seiten entscheiden.
Und auch wenn ich die Idee, Verbrecher mittels des Death Note zu bestrafen nicht unbedingt schlecht finde.. so glaube ich, wie L auch, dass es nach einiger Zeit nicht mehr ausreichen würde. Wenn erst mal alle Schwerverbrecher beseitigt sind, was bleibt dann noch? Kleinkriminelle? Faulenzer? L hat es schon ganz richtig gesagt. Ich glaube jeder würde nach und nach sein Ziel aus den Augen verlieren und das Ideal einer perfekten Welt würde den Bach hinunter gehen. Somit würde Light sein Vorhaben niemals gelingen, egal wie gute und ideal seine Vorsätze auch sein mögen.

Ich finde es schwer mich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. Beides ist für mich nicht wahre Gerechtigkeit, aber wer bin ich schon, dass ich darüber Urteilen kann? Ich schätze, für jeden ist Gerechtigkeit etwas anderes. So kann ich mich sehr gut in L und Light hinein versetzen und beiden Standpunkten etwas abgewinnen, da ich es ja sehr ähnlich sehe, aber dennoch wäre beides für mich nicht das, was ich unter Gerechtigkeit verstehe. Ein sehr kompliziertes Thema, aber ich finde es durchaus Interessant sich darüber Gedanken zu machen. :) Doch ich schweife ab...

Ich selbst habe, ebenso wie du oder Yeliz auch schon eingehend darüber nachgedacht, was ich mit einem Death Note anstellen und ob ich es benutzen würde. Ich bin zu dem Entschluss gelangt, dass ich es auf jeden Fall benutzen würde. Natürlich nicht an Kleinkriminellen, sondern an wirklich schwer wiegenden Verbrechern, wie beispielsweise: Anders Behring Breivik, der 2011 auf der Insel Utoya einen Amoklauf in einem Feriencamp gestartet hat. Für solche Verbrecher finde ich es nicht Strafe genug in einem Gefängnis ihre Zeit abzusitzen, wenn sie auch noch in aller Öffentlichkeit nicht einen Funken Reue zeigen. Und ich wäre wohl nicht so gnädig wie Light und würde solche Menschen einfach an einem Herzinfarkt krepieren lassen. Ich wäre da sicher kreativer.
Das hört sich kaltblütig an, aber das ist meine ehrliche Meinung dazu!

Soviel zu diesem Thema. Aus meinem Kommi ist leider ein ganzer Roman geworden, tut mir echt leid! Ich hoffe du hast dich trotzdem etwas darüber gefreut. Wie du siehst regt deine Geschichte extrem dazu an, sich über solche Themen Gedanken zu machen und deshalb nochmal ein ganz großes Lob.

Da dein letztes Kapitel im September veröffentlicht wurde, hoffe ich, dass das nächste nicht mehr allzu lang auf sich warten lässt.
Wie immer bin ich sehr ungeduldig, entschuldige. ^^

Liebe Grüße
Venu




Antwort von:  halfJack
21.03.2015 17:13
Vielen Dank, Venu! Schön, von dir zu hören. :)

Bei mir war auch einiges los. So viel Zeit lasse ich mir schließlich normalerweise nicht mit dem Upload. Das nächste Kapitel ist schon seit längerem zum größten Teil fertig, aber ich weiß nicht, wann ich dazu kommen werde, es zu vervollständigen. Daher bin ich froh über deine Geduld und darüber, dass du immer hierher zurückfindest und am Ball bleibst. Mit der Bearbeitung der ersten Geschichte muss ich mich auch bald wieder auseinandersetzen.

Am meisten hoffe ich stets darauf, dass man Verbindungen in 24/7 zwischen weit voneinander getrennten Kapiteln ziehen oder erkennen kann. Vielleicht fallen sie bereits beim ersten Lesen auf, vielleicht sind sie aber auch nie ersichtlich, weil nicht deutlich genug hervorgehoben. Oder ganz im Gegenteil, vielleicht erscheint es zu offensichtlich, um überhaupt darauf hinzuweisen. Dahingehend bin ich wenig dazu in der Lage, zu entschlüsseln, wie einzelne Aspekte rüberkommen und ob sie erst wirken, wenn man sich die gesamte Story tatsächlich erneut in einem Rutsch antut. *lach*

Der Anfang des zweiten Teils hat sicherlich seine Schwächen, weil ich den Leser relativ auf Distanz halte. Vorher waren allein L und Light im Blick, selten ging es um andere Personen. Zumindest für den Einstieg, dachte ich, wäre das wohl frustrierend, immerhin freut man sich am meisten auf die beiden Hauptfiguren. (Ich übrigens auch.) Dennoch hat es mir schon immer Spaß gemacht, mich in die Lage anderer Figuren hineinzuversetzen. Jetzt, da der Schreibstil nicht mehr pseudo-allwissend ist, sondern personal von Szene zu Szene wechselt, kann ich noch tiefer in die einzelnen Charaktere eintauchen und sie darstellen. Ein wichtiger und zumindest für mich interessanter Faktor. Auch auf das Ausarbeiten der Handlung freue ich mich schon riesig. Ich bin gespannt, wie das ankommen wird, was ich mir überlegt habe, und ob man die gestreuten Hinweise womöglich sogar schon durchschauen kann, wenn es erst richtig losgeht. :)

Bei den Unterhaltungen reden L und Light endlich nicht mehr um den heißen Brei herum, aber nur für den Moment. Das finde ich ebenfalls spannend, doch es wird sich bald ändern. Wie ich im letzten Kapitel schrieb, war dies vorerst das letzte unverfälschte Gespräch zwischen ihnen. Ich mag den erinnerungslosen Light und freue mich, ihn wieder in Erscheinung treten zu lassen, aber es wird deshalb sicher nicht einfacher zwischen ihnen sein. Eigentlich ist es sogar eine ziemlich schreckliche und verlogene Sache, die L da mit ihm vorhat. Das würde nicht jeder richtig finden oder gutheißen, aber L greift nun einmal oft zu verqueren Mitteln.

Was du über die Strafen und Gefängnisse in Deutschland geschrieben hast, stimmt natürlich absolut und ich schließe mich dir an. In Japan allerdings, das muss man sich auch vergegenwärtigen, verhält es sich da schon anders, generell im asiatischen Raum. Japan wird manchmal, aufgrund der Technik und der etwas anders gearteten Mentalität, als westlich im fernen Osten angesehen. Aber die Art, mit Kriminellen umzugehen, ist mit unserer nicht vergleichbar. Sicher sind in den USA, wo es in einigen Staaten ebenfalls noch die Todesstrafe gibt, die Verhältnisse gleichermaßen schärfer als in Deutschland. Ich meine damit nur, dass Gefängnisse in Japan kein Zuckerschlecken sind und dass auch die Polizei dort ganz anders angesehen wird als bei uns. Ihnen wird Respekt erwiesen, nicht so wie bei uns.
Tatsächlich ist es sogar erstaunlich, dass Light die Welt für verdorben hält, obwohl er in einer Gesellschaft aufwächst, die extrem diszipliniert ist, in einer sehr sauberen, geordneten Umgebung und zudem mit einer der geringsten Kriminalitätsraten weltweit. Dafür haben Japaner allerdings andere Probleme, die wohl gerade durch die hohe Disziplin, Anti-Individualität und, wenn man so will, Forderung nach "mentaler Gesundheit" entstanden ist. Meines Erachtens ist das japanische Sozialwesen eines der faszinierendsten und kompliziertesten der gesamten Welt.

Deinen Aussagen über die Gerechtigkeit stimme ich vollkommen zu, darum würde ich mich ebenfalls nicht einer Seite anschließen. Gerade dieser Zwiespalt veranlasst einen ständig dazu, L und Light ihre Positionen vertreten zu lassen und die eigene Widerrede in der jeweiligen Person zum Ausdruck zu bringen. Es ist kein einfaches Schwarz oder Weiß, kein Ja oder Nein. Außerdem kann ich dein Urteil über Verbrecher, die keinerlei Reue zeigen, durchaus nachvollziehen. Mir wäre es ab und zu nicht möglich, bloß kühl zu entscheiden. Wenn jemand seine Taten auch noch glorifiziert, dann bin ich gewillt, zum Prinzip Auge-um-Auge zurückzukehren. Klingt zwar total bescheuert, aber zum Beispiel wäre es doch viel effektiver, einen Vergewaltiger nicht in den Knast zu stecken, sondern ihn gleichfalls vergewaltigen zu lassen, damit er mal merkt, wie das ist. Ein böswilliger Gedanke, doch manchmal finde ich Kreativität auch irgendwie besser. ^^;
Von:  Yeliz
2015-02-27T17:11:02+00:00 27.02.2015 18:11
Halllo,
ich freue mich über die Fortsetzung. Die Kapitel zuvor waren gut gestaltet, da man sich wieder in die Situation einfinden konnte. Meine Gefühle äußerten sich auch bei jedem Charakter mit Verständnis. Besonders dieses Kapitel war wieder ein Genuss für mein Hirn. Ich bin verliebt in die Gespräche zwischen L und Light. Ein Kompliment an dich, dass du es schaffst die beiden in meinen Gedanken zum Leben zu erwecken.
Ich stehe zwischen den Stühlen bei ihren Ansichten, aber ihre Weltanschauung trifft ganz auf meine zu. Wahrscheinlich gefallen mir ihre Eigenarten deswegen so sehr... Allerdings sehe ich in ihnen keine Gerechtigkeit und ehrlich gesagt, tue ich es so wie sie größtenteils nur in mir. Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich beide verstehe. Vielleicht sieht ja jeder Mensch in den eigenen Taten die wahre Gerechtigkeit und einige würden das Death Note ausnutzen, wie Light für die Menschheit. Nur sind L und Light sehr auf ihre eigenen Anschauungen fixiert, möglicherweise ist es auch der Grund für ihre Art und Weise zu handeln. Sie sind eben Egoisten - Menschen wie alle anderen, die die Gleichheit unserer Mitmenschen und unserer selbst vergessen.
Ich habe mich oft gefragt, wie ich handeln würde. Mein Entschluss war es nichts damit zu tun, denn der Mord an einem Menschen kann nicht gerechtfertigt werden. Aus meiner Sicht verliert man einen Teil seiner Menschlichkeit und wahren Freiheit, wenn man anfängt über einen anderen und über dessen Leben zu urteilen. Auf Light und L bezogen, ist dies ja schon geschehen. Vielleicht sind meine Äußerungen zu leichtfertig... Mich würde es interessieren wie du dazu stehst.

Vielen Dank und ich freue mich auf eine Antwort
Liebste Grüße
Yeliz
Antwort von:  halfJack
27.02.2015 20:19
Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren!

Zwischen den Stühlen stehe ich bei dieser Debatte gleichfalls. Ich mache mir viele Gedanken darüber, wie die Gerechtigkeitsvorstellung der beiden aussieht, und orientiere mich dabei an ihren originalen Aussagen, von denen es im Manga zum Teil mehr gibt als im Anime. Im Anime ist dafür auch kaum Platz, es würde die Dynamik unterbrechen. In diesem letzten Kapitel hätte ich mich eigentlich mit Ls Anschauung gar nicht so weit aus dem Fenster gelehnt, wenn sie nicht auf einem der Extrakapitel basieren würde, die nach der Serie erschienen: das eine behandelte Ls Vergangenheit, in dem anderen geht es um einen angeblich zurückgekehrten Kira, dessen Fall von Near untersucht werden soll. In letzterem wiederum erinnert sich Near daran, dass L den Kindern in Wammys Haus einmal gestand, er habe einen anderen Gerechtigkeitssinn als normalerweise üblich; es würde ihm nur um die Lösung von Fällen gehen, weil das sein Hobby sei. Darum glaube ich, dass L gar nicht danach verlangt, alles besser zu machen. Er kennt seine Grenzen und scheint generell eine pessimistische Einstellung zur Welt und zur Menschheit zu vertreten. Jedenfalls wirkt er keineswegs wie ein Idealist.
Es gibt Schnittstellen in den Gedanken von L und Light. Die gibt es, trotz ihrer grundsätzlichen Uneinigkeit, sogar erschreckend oft. Häufig denken sie im Original sogar genau das Gleiche. Dabei ist das, was sie trennt, nicht notwendigerweise von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern schon in uns selbst, im Denken des Einzelnen ein Widerspruch. Wahrscheinlich neigt man dazu, tatsächlich beiden zustimmen zu wollen. Wie soll das aber gehen, wenn ihre Meinungen sich gegenseitig ausschließen? Gerade dieses Unentwirrbare finde ich faszinierend an der ganzen Debatte, darum kann ich selbst auch gar nicht so einfach und zweifelsfrei festlegen, auf welche Seite ich mich stelle.

Wenn es ein Death Note gäbe, dann würde ich es vermutlich benutzen. Kiras Idee - sei mal dahingestellt, ob und wann die eskaliert wäre - finde ich gut und ich würde mich ihr anschließen, weil sie funktioniert. Das Vorteilhafte an der Serie ist schließlich, dass sie uns zeigt, wie es nach ein paar Jahren aussieht. Kriege, Terror und organisierte Kriminalität wurden nahezu ausgelöscht. Einzig negativer Punkt ist, dass die Menschen sich womöglich aus Angst unterdrückt fühlen. Aber das tun sie auch heute in Regimen, in denen die Meinungsfreiheit unterbunden wird. Dort würde man bereits gefangen genommen werden, wenn man einen unpassenden Zeitungsartikel verfasst. Da sich Kira allerdings auch gegen solche Formen der Ungerechtigkeit wendet, wäre das sogar eine Möglichkeit, Diktaturen, Armut, Ausbeutung etc. zu bekämpfen. Wirklich zu fürchten hat man schließlich nur etwas als Verbrecher, doch das wiederum unterscheidet sich vom Rechtsstaat schließlich auch in keiner Weise. Sollte ich ein Verbrechen begehen, beispielsweise jemanden töten, habe ich so oder so die Sorge, dass ich gefasst, verurteilt und möglicherweise sogar (in Ländern mit Todesstrafe) hingerichtet werde. Ob ich auf diese Weise oder durch die Hand Kiras sterbe, wäre mir dann doch wohl egal. Tot ist tot.

Zurück zu meinem Eingeständnis, das ich das Heft vermutlich verwenden würde:
Auch wenn es viel Recherchearbeit benötigt und sich die Folgen schlechter abschätzen lassen, würde ich das Heft nicht für kleine Verbrecher, sondern nur bei großen Fischen einsetzen. Diktatoren, Leiter von Terrorregimen, solche Leute, die viel Macht haben und mit ihr das Falsche anfangen, ganze Völker Not leiden lassen, solche würde ich umbringen. Wenn ich Tausenden von Menschen durch den Tod eines Einzelnen ein besseres Leben schenken könnte, halte ich das durchaus für eine Rechtfertigung. Natürlich ist mir bewusst, dass man das nicht so einfach bewerkstelligen kann. Man kann vorher nicht abschätzen, wie bedeutend die Person für die allgemeine Veränderung ist, ob ihr Tod tatsächlich eine Rolle spielen oder sie nicht durch jemanden ersetzt werden würde, der noch schlimmer ist. Hierfür wäre dann die vorige Lenkung mit dem Death Note von Nutzen. In religionsfanatischen Staaten beispielsweise könnte man das Geschehen als Willen Gottes verkaufen und dem Volk vermitteln, dass diejenigen, die als Nachfolger weiter einen sinnlosen Krieg führen, der nicht im Sinne Gottes ist, ebenfalls gerichtet werden. Gleichzeitig könnte man dafür sorgen, dass jemand den obersten Posten erhält, der dafür geeignet erscheint. In diesem Fall benötigt man viele, zuverlässige Quellen. Auf diese Weise würde ich überall versuchen gesellschaftliche Missstände aufzulösen.

Man verliert einen Teil seiner Menschlichkeit, das glaube ich auch. Würde ich einen solchen Schritt wagen, würde ich mich jedenfalls nicht als gerecht ansehen oder mein Handeln als Gerechtigkeit verkaufen. Zu meinen Taten würde ich eher stehen wie Batman. *lach* Irgendeiner muss die Drecksarbeit machen, auch wenn man sich hierbei mit Schuld belastet. Sich von dem Gedanken abschrecken zu lassen, etwas Unrechtes zu tun, ist ja eigentlich auch nur egoistisch um das eigene Wohl besorgt, oder nicht? Das klingt zwar alles übertrieben heroisch und ein bisschen lächerlich; im Grunde ist das Lights Selbstaufopferungsgedanke ja auch. Er sieht sich quasi als selbstvergessenen Messias. Einen gewissen Größenwahn kann man bei ihm kaum abstreiten. Dennoch halte ich das Ergebnis für wichtiger als eventuelle moralische Bedenken. Jene Machtinhaber, die ich hinrichten würde, nehmen sich schließlich ebenfalls heraus, über Leben und Tod zu entscheiden.
Von:  SliceOfLuck
2015-02-15T21:32:18+00:00 15.02.2015 22:32
Einfach nur beeindruckend. Ich hab jetzt “zwischen den Zeilen“ und diesen Teil gelesen und hoffe das bald mehr kommt! So intelligent und gefühlvoll geschrieben dass ich richtig süchtig geworden bin :D
Nochmal dickes Kompliment und eine tiefe Verbeugung für dieses Meisterwerk, welches jeder Death Note Fan gelesen haben sollte!
Von:  Venu
2014-07-22T12:10:20+00:00 22.07.2014 14:10
Huhu :)

Ich freu mich riesig, dass du mit der Fortsetzung nun doch so schnell angefangen hast. Ich war bereits bei den ersten Sätzen schon wieder völlig gefangen und begeistert. Ich hab deinen Schreibstil echt vermisst! ;)

Also stell dich schon mal drauf ein, dass du mich ab jetzt wieder an der Backe hast. ;)

Ansonsten verbleibe ich in freudiger Erwartung auf dein nächstes Kapitel :)

Lg Venu