Thread: Vollzeitaktivistin "gegen alles"
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Eröffnet am: 13.07.2010 22:03 Letzte Reaktion: 06.08.2010 22:45 Beiträge: 189 Status: Gesperrt |
Unterforen: - Politik |
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| @OT: was mir persönlich viel mehr auf den Senkel geht, als die Gebühren an sich sind Studenten, die, weil sie die Gebühren zahlen, plötzlich glauben, sie müssten für ihr Geld jetzt auch etwas besonderes geboten bekommen... Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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| >was mir persönlich viel mehr auf den Senkel geht, als die Gebühren an sich sind Studenten, >die, weil sie die Gebühren zahlen, plötzlich glauben, sie müssten für ihr Geld jetzt auch >etwas besonderes geboten bekommen... Geht mir auch so. Wobei ich schon sage, dass die Studiengebühren auch an richtiger Stelle genutzt werden sollten – und sei es nur, um zu verhindern, dass alles den Bach runter geht. Aber bei uns ist es eigentlich ziemlich offensichtlich, dass von dem Geld Statuen gekauft werden, die niemand braucht und das sind so Sachen, die mich eben doch ein wenig nerven. Ich erwarte nichts Besonderes, aber ein paar mehr Kopierer wären nicht schlecht ;) Ich bin aber keinesfalls gegen Studiengebühren, ich bin nur dafür, dass sie bestmöglich genutzt werden. Ansonsten stellt sich bei mir eh immer die Frage: MUSS wirklich jeder studieren? Bei vielen Leuten an meiner Uni kommt es mir so vor, als wollten sie nur Zeit totschlagen. Viele wissen nicht, was sie später mal beruflich machen wollen. Viele wissen nicht einmal, was sie mit ihrem Studium machen KÖNNEN. Und das ärgert mich. Denn dafür muss der Staat nun wirklich nicht aufkommen. |
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| >Ansonsten stellt sich bei mir eh immer die Frage: MUSS wirklich jeder studieren? Bei vielen Leuten an meiner Uni kommt es mir so vor, als wollten sie nur Zeit totschlagen. Aber was hat das mit Studiengebühren zu tun? Jemand, der wenig Geld hat und nicht gerne schon Schulden irgendwo macht, bevor er überhaupt einen Beruf hat, muss nicht faul sein. >Viele wissen nicht, was sie später mal beruflich machen wollen. Viele wissen nicht einmal, was sie mit ihrem Studium machen KÖNNEN. Und das ärgert mich. Denn dafür muss der Staat nun wirklich nicht aufkommen. Hum, nicht jeder Studiengang hat ein festes Berufsfeld. Ich beispielsweise werde Philosophie studieren, und da -kann- man sich im Vorfeld einfach nicht wirklich festlegen. Klar, ich hätte Jura eine Chance geben können, aber dieses Fach ist so überlaufen, dass es da auch nicht besser aussieht, wenn mir das Studium nur begrenzten Spaß macht. Ich möchte etwas studieren, was mich interessiert und in das ich mich reinhängen kann. Auch mit Fächern, die kein festes Berufsbild haben, kann man mit den entsprechenden Noten etwas anfangen. Häufig zählt sogar nur, dass man -irgendetwas- studiert hat. Der Mensch lebt unter Menschen, er sucht ewig nach Liebe, doch was er findet, ist die Sünde. |
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| Zuletzt geändert: 14.07.2010 22:23:19 | |||||||
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| >Aber was hat das mit Studiengebühren zu tun? Jemand, der wenig Geld hat und nicht gerne schon Schulden irgendwo macht, bevor er überhaupt einen Beruf hat, muss nicht faul sein. Das hat insofern etwas mit den Gebühren zu tun, als dass jemand, der nach dem Abitur keine Ahnung hat, was er machen soll, es sich vielleicht zweimal überlegt, ob er wirklich ein Studium anfangen will. Wo das doch Geld kostet. Hingegen jemand, der das wirklich aus Überzeugung machen möchte, wird sich davon viel weniger abschrecken lassen. >Auch mit Fächern, die kein festes Berufsbild haben, kann man mit den entsprechenden Noten etwas anfangen. Häufig zählt sogar nur, dass man -irgendetwas- studiert hat. Das ist schon richtig, aber eben auch sehr optimistisch. Bei den meisten Geisteswissenschaften sieht es nunmal - gerade im Moment - ziemlich düster auf dem Arbeitsmarkt aus. Es ist ja schön, wenn man etwas macht, dass einen interessiert - mache ich ja auch. Ansonsten wird das Studium schnell öde und ein aussichtsreiches Fach mit schlechten Noten ist definitiv nicht das Gelbe vom Ei. Nur: Wenn ich semesterlang vor mich hin studiere, ohne ein wirkliches Ziel zu haben UND wenn ich dann hinterher genau deshalb ein hohes Risiko habe, arbeitslos zu sein und damit wieder Geld vom Staat zu beziehen - dann läuft etwas falsch. Dann zahlt der Staat nämlich doppelt. Zu Lasten derer, die nach dem Studium dank des richtigen Fachs Geld verdienen. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, in jedem Fach gibt es solche und solche. Aber gerade in den Geisteswissenschaften merkt man schon die Tendenz: "Ich weiß nicht, was ich machen soll - also studiere ich mal." Ich hoffe, man versteht die Schachtelsätze. ;-) ▾ Good morning, world! ▾ "Wait a minute - the elders of the internet? ... The elders of the internet know who I am?!" |
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| Zuletzt geändert: 14.07.2010 22:35:58 | |||||||
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| Das Problem hierei ist - und das haben sie vorhin auch in der Sendung "Mittwochs live" auf WDR gesagt - dass die ganzen Ansprüche angehoben wurden. Hauptschulabschlüsse kommen heute einfach nicht mehr gut, da ist das Abitur das Mindeste. Und wenn Du dann noch gute Chancen haben willst, musst Du auch studieren. Aber wenn dieses ganze Bildungs"bürgertum" sich in die Richtung verlagert, dass der Realschulabschluss quasi der neue Hauptschulabschluss ist - wohlgemerkt die "Mittlere Reife", einer der höheren Bildungsabschlüsse - und wenn man mit einer fachgebundenen Hochschulreife (dem zweithöchsten Schulabschluss nach Landesrecht!) auch keinen Job mehr findet, weil zu unterqualifiziert, dann läuft doch was falsch in diesem Land, oder? Prinzipiell müssten wir die Unternehmen mal in die Pflicht nehmen und sagen "Hör mal, du kannst nicht für jeden Job Abitur ausschreiben, das geht nicht". Wobei - das tun sie ja auch noch nicht mal. Rein theoretisch haben wir ja eine Freiheit uns zu entscheiden. Aber wenn man faktisch nur noch Leute mit "besserem" Bildungsabschluss annimmt, warum sollte man sich was "schlechteres" holen, wenn man was "besseres" haben kann. Ich möchte hier nicht die Bildungsabschlüsse werten - deswegen habe ich "besseres" und "schlechteres" ja auch in Anführungszeichen gesetzt, schließlich kann man mit einem "schlechteren" Bildungsabschluss genau so fähig - oder noch fähiger - sein, als jemand, der einen "Besseren" hat. "Leben und Sterben lassen. Das House-RPG von Jessika Snape: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=postings&rpg=233863 Spiegelungen-RPG: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=beschreibung&rpg=260348 Stolzes Mitglied der "Animexx Society against character bashing" |
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Naja, aber es zwingt einen ja keiner dazu, jetzt und sofort zu studieren. Nichts spricht dagegen, erstmal eine Ausbildung oder ein Studium mit Berufsaussichten zu machen und später nochmal das zu studieren was einem Spass macht...Ansonsten stellt sich bei mir eh immer die Frage: MUSS wirklich jeder studieren? Bei vielen Leuten an meiner Uni kommt es mir so vor, als wollten sie nur Zeit totschlagen. DAS denke ich mir manchmal auch. Und ich kenne auch solche Leute. Leute bei denen man genau weiß, dass sie in diesen Berufen niemals Arbeit finden werden. Teilweise wissen sie das sogar selbst. Da stellt man sich doch ernsthaft die Frage: wieso verschwendest du deine Zeit dann mit studieren? Genauso kenne ich Leute, die mehrere Jahre auf einen Platz in einem Fach warten, bei dem jeder sagt dass sie dafür nicht geeignet sind. Sie machen es trotzdem. Und verlieren damit Jahre. Häufig zählt sogar nur, dass man -irgendetwas- studiert hat. Mit dieser Hoffnung zu studieren kann aber auch gewaltig in die Hose gehen. Ich bekomme von meiner Familie schonmal einiges mit, auch was Bewerbungen angeht. Und da geht es auch oft darum, dass man von solchen 'Quereinsteigern' eher wenig hält. Man verliert dadurch einfach viel an Ernsthaftigkeit. Und gerade auf dem heutigen Markt, wo Stellen rar sind, sollte man doch schauen dass man was lernt was einen auch ernährt. Ich weiß, das klingt fies, aber so ist es nun einmal. Es bringt nichts, was ganz tolles zu studieren wenn man seine Wohnung nicht bezahlen kann. Und es wird sich immer irgendetwas finden, was zumindest in die Richtung geht die einem gefällt. Und es gibt ja auch unterschiedliche Stellen. Und wie gesagt, nichst spricht dagegen, auch nochmal was anderes zu lernen. Du wirst ja nicht für die nächsten 40 Jahre an einen Schreibtisch gefesselt, ;) "Protect yourself and what you cherish, no matter what the cost." ~ Murtagh (Eragon pg. 352) |
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| >Und es wird sich immer irgendetwas finden, was zumindest in die Richtung geht die einem gefällt. Eben nicht. Meine Interessen liegen nun mal im Gebiet der Geisteswissenschaften, wo es, ja, nicht gerade Blümchen regnet. Trotzdem glaube ich, dass ich etwas daraus machen kann, und ich weiß, dass ich es bereuen werde, wenn ich es nicht versuche. Ich habe eine halbe Ewigkeit darüber nachgedacht, was ich machen will, aber jetzt bin ich mir sicher - jedenfalls so sicher, wie ich es unter den gegebenen Bedingungen sein kann. Der Mensch lebt unter Menschen, er sucht ewig nach Liebe, doch was er findet, ist die Sünde. |
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| Zuletzt geändert: 14.07.2010 23:40:26 | |||||||
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| >Das hat insofern etwas mit den Gebühren zu tun, als dass jemand, der nach dem Abitur keine >Ahnung hat, was er machen soll, es sich vielleicht zweimal überlegt, ob er wirklich ein Studium >anfangen will. Wo das doch Geld kostet. Hingegen jemand, der das wirklich aus Überzeugung >machen möchte, wird sich davon viel weniger abschrecken lassen. 1. Das, 2. Könnte ich mir aber auch vorstellen, dass man sich das mit den Studiengebühren noch einmal überlegen würde, wenn nur die studieren würden, die dann auch arbeiten wollen. Warum sind die Gebühren denn (unter anderem) gekommen? Weil viele Leute (und ja, es sind viele) 10 Jahre studieren, immer wieder das Fach wechseln und NICHTS machen, außer dem Staat (und ihrer Familie) auf der Tasche zu liegen. Und das muss doch echt nicht sein. 3. Bezog sich das auch eher auf dieses „Bildung muss umsonst sein!“-Gerede. Die GRUNDbildung ist umsonst (außer man sucht sich eine spezielle Schule, die es nicht ist). Bibliotheken sind auch für jeden zugänglich, man kann sich also gerne weiterbilden. Aber ein Studium zählt nicht mehr zur Grundbildung. Zu Philosophie. Ich studiere Philosophie, aber ich sage es dir ganz ehrlich: Studiere das bloß nicht alleine. Du kannst NICHTS damit machen. Ich sehe es doch gerade in Philosophie. Alle gammeln hier rum und bemühen sich nicht, weil sie genau wissen, dass sie damit nichts machen können. Philosophie ist ein tolles Fach, aber such dir wenigstens eine gute Kombination, die dir irgendetwas bringt. Ich will dir Philosophie nicht madig machen, natürlich wird nicht jeder arbeitslos, wenn er das studiert (wie gesagt, ich studiere es auch), aber man sollte da schon noch etwas in der Hinterhand haben und sich nicht nur auf das Studium an sich verlassen. Denn Studenten gibt es heute mehr als genug. Und zu dem „aber ich will etwas studieren, was mich interessiert“-Argument: Ja, das sollte natürlich auch der Fall sein, aber eben nicht alleine. Denn wenn es nur um Interesse geht, dann muss man auch damit leben, sich dieses spaßige „Interessen bedienen“ selbst zu finanzieren und kann nicht erwarten, dass der Staat das für einen übernimmt. Sorry, aber ich kann diese „ich studiere doch nicht um danach zu arbeiten, sondern weil es mir Spaß macht / es mich interessiert“-Gerede langsam nicht mehr hören (in Philosophie bekomme ich das ja fast jeden Tag an den Kopf geworfen...). Es geht nicht immer nur um Spaß im Leben. Aber die Studenten sehen das wohl anders und genau deshalb zähle ich mich auch nicht zu den typischen Studenten. Alles soll spaßig und bequem sein, man will keine Anwesenheitspflicht, keine Abgabefristen und zahlen will man auch nicht, das sollen mal schön andere tun. Und wofür? Damit man seinen Spaß hat und irgendwann arbeitslos ist? >Aber gerade in den Geisteswissenschaften merkt man schon die Tendenz: "Ich weiß nicht, was >ich machen soll - also studiere ich mal." Und wie x__x @CaptainCalvinCat Da gebe ich dir vollkommen recht. Das müsste alles mal wieder geändert werden, genau das meine ich ja, wenn ich schreibe, dass nicht jeder studieren muss. Natürlich hast du aber recht, dass es momentan ziemlich aussichtslos ist, wenn man nur einen Hauptschulabschluß hat. Natürlich steckt da jeder sein Kind auf ein Gymnasium, ob es will (bzw. kann) oder nicht. Das müsste sich alles ändern. Denn langsam sehe ich die Tendenz, dass du schon studiert haben musst, um an der Kasse zu sitzen (nichts gegen Leute, die den Job machen). Das Abitur muss wieder etwas Besonderes werden, was eben nicht jeder nachgeworfen bekommt. Und das sollte für das Studium genauso gelten. Studenten sind angeblich die Bildungselite, aber wenn ich mich da so an meiner Uni umschaue, glaube ich das oft nicht. Ich spreche oft mit Studenten, die so unselbstständig sind, dass man denkt, man hätte einen 12-Jährigen vor sich. Da heulen 35-Jährige rum, weil sie ihre Hausarbeit nach 3 Semestern bitte mal abgeben sollen. Und so etwas kann ich nicht verstehen. Das muss endlich aufhören. @Murtagh >Naja, aber es zwingt einen ja keiner dazu, jetzt und sofort zu studieren. Nichts spricht dagegen, >erstmal eine Ausbildung oder ein Studium mit Berufsaussichten zu machen und später nochmal >das zu studieren was einem Spass macht... Das sehe ich absolut genauso. Später kann man immer noch ungezwungen Vorlesungen ansehen – und dafür muss man nicht einmal zahlen. Aber wieso erst 10 Jahre vergeuden, damit einen bloß keiner einstellt...? Denn nein, es kommt sicher nicht gut an, wenn man 5 verschiedene Sachen studiert hat, ewig nicht fertig geworden ist u.s.w. |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 00:16:52 | |||||||
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| >Zu Philosophie. Ich studiere Philosophie, aber ich sage es dir ganz ehrlich: Studiere das bloß nicht alleine. Du kannst NICHTS damit machen. Ich sehe es doch gerade in Philosophie. Alle gammeln hier rum und bemühen sich nicht, weil sie genau wissen, dass sie damit nichts machen können. Philosophie ist ein tolles Fach, aber such dir wenigstens eine gute Kombination, die dir irgendetwas bringt. Ich werde Philosophie mit zwei Nebenfächern studieren, allerdings ist keines der beiden eine Naturwissenschaft. Dass man nichts mit Philosophie machen kann, stimmt meiner Ansicht nach nicht - man wird nur nicht expliziet gesucht, was die Sache stark erschwert, aber nicht unmöglich macht. Gäbe es keine Studiengebühren, hätte ich mich vermutlich erst einmal an einem Fach versucht, das mich ebenfalls interessiert und mit dem man theoretisch gut verdienen kann, von dem ich aber Angst habe, dass es mir überhaupt nicht liegt. So möchte ich dieses Risiko aber nicht eingehen, zumal Philosophie mir wirklich am Herzen liegt und ich es in diesem Fall vermutlich nicht als Nebenfach nehmen könnte. Übrigens: Wenn Studiengebühren hoch genug sind, damit Leute, die gerne einfach viel Spaß bei der Sache haben wollen, denen es ansonsten aber möglicherweise finanziell ganz gut geht, es sich anders überlegen, sind sie auch hoch genug, um Leute abzuschrecken, die einfach nur Geldprobleme und vielleicht noch ein leicht mangelhaftes Selbstvertrauen haben, aber alles andere als faul sind. Der Mensch lebt unter Menschen, er sucht ewig nach Liebe, doch was er findet, ist die Sünde. |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 01:13:49 | |||||||
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| @ Lostvampire: Ich geh da 100%ig d'accord. Es ist schon mies - ich meine, die Bildungselite wird verramscht, das ist doch furchtbar. Was kann man da tun? "Leben und Sterben lassen. Das House-RPG von Jessika Snape: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=postings&rpg=233863 Spiegelungen-RPG: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=beschreibung&rpg=260348 Stolzes Mitglied der "Animexx Society against character bashing" |
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| nur kurz zu einen argument, bevor ich doch ins bett verschwinde: "Und es stimmt NICHT, dass die Studiengebühren es schwerer machen zu studieren. Es ist genauso leicht wie vorher, es gibt genug Förderungen. Ich selbst krieg auch meine Gebühren geliehen. Aber auch hier gilt wieder: man muss es ernst meinen. Man muss sich das Fach aussuchen was man wirklich machen will, die Regelstudienzeit beachten und sich Mühe geben. Und danach arbeiten. Und schon ist alles gut." Von wegen regelstudienzeit: Mein fach wird nur in 2-fach BA angeboten. also studiere ich zwei fächer. dummerweise liegen die hauptseminare von beiden fast immer auf den dienstag von 16-18 uhr. das heißt ich kann schon mal nicht in der regelstudienzeit fertig werden, weil sich alles überschneidet ( dafür habich dann einen tag in der woche frei,oder teilweise nur einen kurs pro tag... ) Gefördert wird nur wer gute noten hat, das ist bei mir auch nicht der fall, bin eben nur oberstes mittelmaß. von den geldern seh ich auch nicht viel. es wurden jetzt beamer in seminarräumen installiert und neue stühle besorgt, das rechtfertigt nicht das ganze geld der letzten 4 jahre. ich frag mich oft wo das ist. es gehen gerüchte um, dass es meinen studiengang ohne gebühren nicht mehr geben würde, da es sonst gestrichen worden wäre, aber auch das kann ich nicht genau sagen. btw: bin auch ein kanditat der mit seinen studium nicht direkt was anfangen kann: japanische geschichte / religionswissenschaften. ich hoffe in japanische firmen ect unterzukommen, reiseleitung für japaner oder nach japan machen zu könngen, oder beratene tätigkeiten ausüben zu können, aber gesucht wird mein job auch nicht. vielleicht werd ich auch arbeitslos und dann hausfrau, dann sitz ich nur auf nen schuldenberg und bring meinen kindern japanisch bei..... dennoch kenne ich bereits ca 5 mitstudenten, die wegen den studiengebühren / bafög nicht weiter studieren konnten, gerade weil sie die regelstudienzeit ncht einhalten konnten. ( fehlende nachschreibklausuren und überschneidungen von pflichtkursen ) das war mein senf zum thema studierngebühren. |
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| @Shin-no-Noir Gut, wenn du noch zwei andere Fächer hast ist es wieder ein wenig anders. Ich sage ja auch nicht, dass man gar keine Freude an seinem Studium haben darf, sondern nur, dass es nicht ausschließlich um den Spaßfaktor gehen sollte. Und man MUSS auch nicht unbedingt eine Naturwissenschaft studieren (auch wenn diese bessere Jobchancen bieten), aber Philosophie ist eben schwierig :-/ Ich liebe das Fach, ich studiere es gerne, aber NUR damit kann man wirklich nicht viel machen. Da muss man einfach realistisch sein. @CaptainCalvinCat >Was kann man da tun? Wie gesagt müsste man die „Elite“ wieder verkleinern. Denn wenn plötzlich jeder Abitur macht und jeder studiert, ist es einfach nichts besonderes mehr und dann ist ja klar, dass die Firmen sich den aussuchen, der für das kleinste Gehalt am meisten arbeitet. Bzw. dass eben auch Firmen, wo man früher kein Studium brauchte, plötzlich so einen Abschluß verlangen (denn es macht ja schließlich jeder und warum dann nicht immer mehr und mehr verlangen?) Meine Eltern haben beide „nur“ einen Hauptschulabschluß und haben Jobs, für die man heute ein sehr gutes Abitur benötigt. Mein Vater verdient wesentlich mehr als so mancher heutige Student jemals verdienen wird. Allerdings bedeutete die Hauptschule damals eben noch etwas anderes. Was heißt „Hauptschule“ heute schon für die meisten? „Asozial“, „kann kein deutsch“, „ist kriminell“, „ist dumm“ u.s.w. – das ist nicht schön und oft genug trifft es auch gar nicht zu, aber wenn wir ehrlich sind, hat das Bild der Hauptschule sehr gelitten. Man müsste diese Schulen wieder viel mehr fördern, genauso Realschulen. Man muss sowohl den Eltern und Kindern, als auch den Arbeitgebern diese Schulen wieder schmackhaft machen. Ich denke, wenn ein Arbeitgeber sich sicher sein könnte, dass man mit einem sehr guten Hauptschulabschluß durchaus in der Lage ist zu lesen und zu schreiben und dass es sich auch hier um einen fleißigen, zuverlässigen Arbeiter handeln kann, dann würde er vermutlich auch wieder mehr Hauptschüler einstellen. Der Ruf muss sich einfach wieder ändern. Allerdings sehe ich momentan eher, dass das Gegenteil passiert. @Ielandrya >Gefördert wird nur wer gute noten hat, das ist bei mir auch nicht der fall, bin eben nur oberstes >mittelmaß. Bitte nimm das nicht persönlich, aber warum machst du es dann? Ein schlechter Abschluß bringt doch nun wirklich nichts und wenn du den Master machen willst, kannst du das auch knicken, wenn deine Noten nicht entsprechend sind (bzw. musst du eben warten). Wenn man Förderung will, sollte man eben auch etwas dafür tun und zusehen, dass sich die Noten verbessern. Ich habe auch Freunde, die nicht wirklich viel Geld haben, aber die arbeiten eben nebenbei (wenn du einen Tag in der Woche frei hast bzw. nur ein Seminar hast, sollte das machbar sein (ich sage nicht, dass es einfach ist, nur, dass es machbar ist)) >btw: bin auch ein kanditat der mit seinen studium nicht direkt was anfangen kann: japanische >geschichte / religionswissenschaften. ich hoffe in japanische firmen ect unterzukommen, >reiseleitung für japaner oder nach japan machen zu könngen, oder beratene tätigkeiten ausüben >zu können, aber gesucht wird mein job auch nicht. vielleicht werd ich auch arbeitslos und dann >hausfrau, dann sitz ich nur auf nen schuldenberg und bring meinen kindern japanisch bei..... Und noch einmal: Warum studierst du? Um dann arbeitslose Hausfrau zu sein? Und dann soll der Staat dir das auch noch finanzieren? Wozu bitte? Eine Japanische Firma wird dich sicher nicht nehmen, nur weil du japanisch kannst. Das kann nämlich jeder Japaner auch. Sieh das bitte nicht als Angriff, aber ich begreife einfach nicht, warum so viele Leute etwas studieren, obwohl sie nicht wissen, wie es danach weitergehen soll. Wieso lädt man sich den ganzen Streß auf? Wieso vergeudet man die ganze Zeit? Ich verstehe das wirklich nicht. |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 01:47:24 | |||||||
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| Aber - wie schon gesagt, wie macht man das genau? Ich sehe da nämlich die Schwierigkeit, das allein die Firmen (besonders die global player) ganz einfach sagen werden: "Ne, warum sollen wir uns mit dem 'Kroppzeuch' begnügen, wenn wir die Créme de la créme bekommen können?" Wobei - wir alle wissen: Nur weil jemand einen der elitäreren Bildungsabschlüsse hat, ist er noch lange nicht die "créme de la créme". Ich persönlich kann dazu nur sagen, dass ichd as alles verdammt ungerecht finde - aber - wie auch schon gesagt - was ist die Alternative? Entweder krempeln wir unser Land um - oder wir bewegen uns in die Richtung, in der die Leistungselitewonneproppen schon mit einem stark gegliederten Stundenplan durch den Vorschulkindergarten sausen, nachmittags neben Hausaufgaben auch noch drei Fremdsprachenunterrichtseinheiten aufoktraiert bekommen etc. weil - ja weil die Konkurrenz so groß ist. Warum man etwas studiert, obwohl man nicht weiß, wie es danach weitergehen soll? Ganz einfach: Wer weiß schon, wie es nach der Ausbildung weitergeht? Das tut niemand. Man bekommt eine Ausbildung, sagt erstmal Juhu und dann gibt man sich Mühe - drei Jahre rackert man sich ab und dann? Naja, in der heutigen, modernen Zeit muss man ja so was von flexibel sein - du wirst nicht übernommen, und dann? wie geht es dann weiter? Ich studiere auch was ganz "tolles" - nur die Frage ist, ob ich mit dem Bildungsabschluss auch was anfangen kann. Ich weiß zwar, in welche Richtung ich möchte, aber - wie schon gesagt, heute, wo man ja hyperflexibel sein muss und wo man eben nicht nur einen Job hat, sondern diverse Umschulungen irgendwann machen muss... wer weiß, was die Zukunft bringt. Und wenn ich mir das alles so durchlese, wünsche ich mich irgendwie in die Zeit, in der das alles einfach war. Man machte eine Ausbildung zu irgendwas und das war man dann bis zur rente. Aber das ist heute absolut ausgeschlossen. "Leben und Sterben lassen. Das House-RPG von Jessika Snape: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=postings&rpg=233863 Spiegelungen-RPG: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=beschreibung&rpg=260348 Stolzes Mitglied der "Animexx Society against character bashing" |
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| CaptainCalvinCat: Genau dieses Problem meinte ich - dass auf der Hauptschule all jene Kinder "abgeladen" werden, die schon in der Grundschule Probleme haben, die nur schlecht Deutsch können (und das ist mMn eines der Hauptprobleme - kann mir doch keiner erzählen, dass ein so großer Anteil der Migrantenkinder zu "dumm" fürs Gymnasium ist). Klar, dass der Abschluss da weniger wert ist, klar, dass alle Eltern, die selbst einigermaßen gebildet sind, ihre Kinder förmlich aufs Gymnasium prügeln. Ich habe Mitleid mit allen Grundschullehrern. Die Mutter meiner ehemaligen Nachhilfeschülerin erzählt mir da regelmäßig Horrorgeschichten... jeder Test wird penibel durchforstet, ob auch ja nicht ein Fehler zuviel angerechnet wurde, dann erscheinen Mami und Papi regelmäßig in den Sprechstunden und verlangen, ihr Kind MÜSSE aufs Gymnasium, der Lehrer habe gefälligst dafür zu sorgen, da hilft es auch nichts ihnen zu erklären, dass das Kind einfach nicht mitkommt... Und ich kann nicht einmal sagen, ich würde sie nicht verstehen, ich würde auch unbedingt wollen, dass es mein Kind aufs Gymnasium schafft. Was man tun könnte: Dafür sorgen, dass eine gute Basis geschaffen wird. Wenn es keine Schüler mehr gibt, die grottenschlecht sind, dann müssen die auch nicht mehr auf der Hauptschule abgeladen werden. Sprich, der Abschluss würde sich von selbst aufwerten. Deutschkurse für Kinder und Eltern, verpflichtender Kindergarten, bessere frühkindliche Pädagogik, ein durchschaubareres Schulsystem... und so weiter und so fort. So früh wie möglich anfangen. Ironischerweise funktioniert sowas auch - auf lokaler Ebene. Sobald man eine Ebene höher kommt, wird auf einmal die Frage laut, wer's denn zahlen soll, und dann verläuft alles im Sand. Klar, die Gemeinden haben kein Geld, und der Bund verpulvert es lieber mit Diäten, Wehrdienst und in Afghanistan... und schenkt es an diverse Lobbys. Argh, ich schreibe mich gerade in Rage. x( Und wenn DANN, nach erfolgreichem, langjährigem Einsatz eines solchen Konzepts, an den Hochschulen nach Leistung gefördert wird, dann finden wir in Studienstiftungen auch eine heterogene Gruppe - und nicht nur die, die von der Grundschule an sowieso privilegiert waren. DANN fördere ich auch WIRKLICH nach Leistung. Shin-no-Noir: Darf ich fragen, was genau du neben Philosophie studieren willst? Das Fach hätte mich rein vom Interesse her auch sehr gereizt, aber ich dachte: "Hm, was mache ich denn mal damit außer Taxi fahren?!" x) Die gleiche Frage an abgemeldet, was studierst du im Nebenfach? Für Tippfehler, politisch unkorrekte Formulierungen oder wirre Sätze bitte ich um Entschuldigung, es ist zu früh und ich hatte noch nicht genug Kaffee. Schönes Studentenleben... ;-) ▾ Good morning, world! ▾ "Wait a minute - the elders of the internet? ... The elders of the internet know who I am?!" |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 09:21:06 | |||||||
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| Ich finde Philosophie etc. auch hochinteressant, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen das zu studieren. Meine Mutter hätte mir auch den Vogel gezeigt. Es ist sicher ein ganz tolles Fach, aber was soll man daraus eben machen? Selbiges mit Kunstgeschichte (da kenne ich auch jemanden) oder sowas. Wieso ist es nicht möglich, das nur als Nebenfach zu machen und als Hauptfach etwas, wo es wirklich Stellen gibt? Und es GIBT ja jede Menge Fächer, wo man händerringend nach guten Leuten sucht. Vor allem in der technischen Richtung. Und keiner kann mir erzählen, dass es unter der großen Zahl an Studienfächern (die ganze Bücher füllen) kein Fach gibt was einen sonst noch interessiert... Mein Beispiel: ich interessiere mich schon seit meiner Grundschulzeit für Literatur. Ich studiere aber nicht Germanistik oder sonstwas weil es da, außer für Lehrer, auch kaum Jobs gibt. Stattdessen studiere ich Bibliothekswesen. Da gibt es Stellen und viele davon werden auch so schnell nicht abgeschafft. Und ich habe dort auch den ganzen Tag mit Literatur zu tun. Und ich habe zudem einen Zugang zu anderen Medienbereichen wie Film etc. (wo ich auch Diplom schreibe). Trotzdem ist Bibliothekar ein Beruf, den die meisten so gar nicht kennen. Die denken, dass die Leute die in Bibliotheken arbeiten einfach sonst nichts zu tun haben (schon erlebt) oder ausgebildet sind (gibts auch). Das soll nur ein Beispiel dafür sein, dass es Alternativen GIBT. Man muss nur mal danach suchen! >Gefördert wird nur wer gute noten hat, das ist bei mir auch nicht der fall, bin eben nur oberstes mittelmaß. Meine Förderung ist nicht an Noten gekoppelt. Fazit: das Leben ist kein Ponyhof. Und das wichtigste ist nun einmal ein Job, der einem den Kühlschrank füllt. "Protect yourself and what you cherish, no matter what the cost." ~ Murtagh (Eragon pg. 352) |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 11:37:55 | |||||||
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> Fazit: das Leben ist kein Ponyhof. Und das wichtigste ist nun einmal ein Job, der einem den Kühlschrank füllt. Um das mal zu übertragen: Also sollte jeder ein Studienfach wählen, das im Nachhinein auch Geld bringt. Leistungsorientierung? Gut, dass somit dann alle Geisteswissenschaften quasi aus und vorbei sind. Soviel zum Land der Dichter und Denker. Ja, an den kulturellen Dingen wird gespart. Alles ist nur noch auf Leistung ausgelegt, wie man hier auch an vielen Argumenten sehen kann. Aber mal ganz ehrlich: Wo kommen wir hin, wenn wir an unseren Geistigen und kulturellen Kapazitäten sparen? Wollen wir wirklich in so einer Welt leben? Here you've put me in a tough situation: I can't honestly decide whether to say, 'Duh','uh', 'Doy', or a very sarcastic 'Oh, really?' Licht, Liebe und Cocktails! |
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| >Aber mal ganz ehrlich: Wo kommen wir hin, wenn wir an unseren Geistigen und kulturellen Kapazitäten sparen? Wollen wir wirklich in so einer Welt leben? Wir kommen dann in eine Welt, in der geistige und kulturelle Güter nicht mehr zählen. Und nein, in einer solchen Welt sollten wir nicht leben wollen. "Leben und Sterben lassen. Das House-RPG von Jessika Snape: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=postings&rpg=233863 Spiegelungen-RPG: http://animexx.onlinewelten.com/rpg/?modus=beschreibung&rpg=260348 Stolzes Mitglied der "Animexx Society against character bashing" |
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| Erst kommt das Fressen, dann die Moral, wie der alte Bert schon so treffend sagte. Eine neue Proletarisierung des Studiums statt Gaudeamus igitur? ;) BTW ist es ein klassischer Fehler von Leuten, die noch nicht in Lohn und Brot stehen, ernsthaft zu glauben (es gibt Studienfächer mit Ausnahmen), allein die Note im Abschluss entscheide über das weitere Berufsleben. Das ist wie mit der Abiturnote: es kommt drauf an, was man draus macht. Auch wenn man 1+ mit * hat - wenn dem Chef deine Fresse nicht passt, dann war's das eben. Was einem bei und _nach_ der Jobfindung viel mehr hilft, sind echtes Engagement, Teamfähigkeit, Mut, Vitamin B und vor allem: Persönlichkeit. Streber kommen selten in leitende Positionen, dazu gehört mehr als fleissig sein. Deshalb finde ich es auch dreist, Leuten, die man nicht kennt, ihre Berufs- und Studienwünsche ausreden zu wollen, nur weil man denkt, dass man es selbst nicht schaffen würde... EDIT: im übrigen kotzen mich Leute an (nein, das ist nicht persönlich gemeint - chacun à son goût), die davon reden, sich NACH dem Studium endlich selbst zu verwirklichen bzw, dann ihren Interessen nachzugehen. Zu studieren war mein Traum, und ich habe jedes Semester genossen - das Lernen und das "Nicht-Lernen". Jetzt lebe ich meinen Traum in meinem Beruf, jeden Tag verwirkliche ich mich selbst, in dem ich besser und erfahrener werde. Wer wirklich glaubt, er kann sich großartig mit seinen Hobbies selbstverwirklichen - und das neben einem Akademikerjob, der muss sich schon was wirklich lahmes rausgesucht haben und halbtags arbeiten oder so... da kann man dann besser Taxifahren. Unmotivierte Fachkräfte sind das letzte...^^ Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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| Zuletzt geändert: 16.07.2010 10:16:18 | |||||||
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| Wenn Studiengebühren- und Bedingungen das Einzige ist was den Leuten Kopfzerbrechen bereitet zeigt dass eigentlich nur wie wichtig es immer noch ist sich aktiv zu engagieren und Bewusstsein zu schaffen. Bei manchen Kommentaren hier wird einem einfach nur noch schlecht... "裸になって何が悪い" :D |
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Das habe ich so nie gesagt und meine es auch nicht. Les mal meine anderen Posts. Da habe ich geschrieben, dass es jedem freisteht zu studieren was ihn interessiert. Dass das eben nur nicht jetzt und sofort sein muss, sondern man erst etwas lernen sollte was einen ernährt. Und auch das habe ich bereits eingeschränkt indem ich gesagt habe, dass man sich ja etwas suchen kann was das Feld, welches einen interessiert zumindest streift. Und hast du schonmal an das große Wort Freizeit gedacht? Niemand hier scheint das bisher auch nur in Erwägung gezogen zu haben. "Dichten und Denken" kannst du doch auch nach der Arbeit oder spricht da ein echter Grund dagegen? Und kommt mir jetzt nicht mit: soso, du willst also dass wir uns tagsüber den Rücken in einem Scheissjob krummarbeiten und nur in unserer Freizeit Erfüllung finden?! Das meine ich damit an keiner Stelle. Ich will lediglich sagen, dass man seine Prioritäten überdenken sollte und dass es immer Möglichkeiten gibt. Wieviele Autoren oder Künstler arbeiten nebenher noch was 'normales'? Und sind trotzdem glücklich? Und wer weiß, vielleicht kann man irgendwann davon leben und hat dann seine Erfüllung. Es gibt nicht immer nur das eine oder das andere. Man muss nur manchmal vielleicht bereit sein zu sagen: okay, dann kann ich eben nicht sofort Philosophie studieren. Aber ich kann mich anders mit dem Gebiet beschäftigen. Und wieso ist der Wunsch nach Geld und Ernährung so schrecklich? Das ist nun einmal ein Muss, da kann ich nichts dran ändern und du auch nicht. Und kein Mensch sagt, dass der Kultursektor wegsoll. Im Gegenteil, kaum etwas ist wichtiger. Aber... naja, siehe oben. Und: Um das mal zu übertragen: Und das wiederrum soll heissen: der Staat und die Leute mit Arbeit sollen dir dein Leben finanzieren nur damit du deine persönliche kulturelle Erfüllung findest? Man sieht, wie schief dieses Argument ist. Wie gesagt: es gibt nicht nur das eine oder das andere. (Das 'Du' meine ich damit natürlich nicht persönlich, ich nehme dich nur als Beispiel, =) ) "Protect yourself and what you cherish, no matter what the cost." ~ Murtagh (Eragon pg. 352) |
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| Zuletzt geändert: 15.07.2010 22:01:22 | |||||||
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| Lol, easy, ehrlich gesagt habe ich ich deinen Satz nur genommen und auf die Mehrheit der Postings übertragen. Ich habe dich schon verstanden, deine Postings gelesen und ich weiß, dass dsa was ich gesagt habe, nicht auf dich bezogen war. Ich habe den Satz einfach nur als Aufhänger benutzt. Sorry, hätte ich mehr kennzeichnen müssen. Ich geh jetzt aber trotzdem mal auf dein folgendes Posting ein. "Dichten und Denken" kannst du doch auch nach der Arbeit oder spricht da ein echter Grund dagegen? So abfällig das jetzt auch klingt: Ja, ich denke, da spricht ein Grund dagegen. In vielen Geisteswissenschaften lernt man in ganz spezieller Weise über die normalen Denkmuster hinauszugehen und andere Wege einzuschlagen. Man bekommt tiefere Einsicht in eine Menge anderer Denkweisen, in andere Kulturen, in andere Lebensumstände. Das hat nunmal der Jurastudent nicht. Ich habe mal ein sehr langes Gespräch mit einem Chemiker, einem Physiker und einem BWLer gehabt und ihnen erklärt, wie Identitätsbildung in Gruppen funktioniert. Davon hatten die 3 absolut keine Ahnung, ich jedoch aufgrund meines Studiums schon. Ich bin aufgrund dieser Informationen in der Lage, Gruppenphänomene zu erkenne, zu hinterfragen, zu beinflussen und darüber nachzudenken. Die anderen 3 mit ihren zukunftsträchtigen Studien sind das nicht. Und jetzt die Masterfrage: Sind die 3 genauso geeignet für eine realitätsnahe Betrachtung im Sinne von Dichten und Denken wie ich es bin? Nein, sind sie nicht. Weil ihnen bestimmte Grundlagen einfach fehlen, die nunmal für eine gute "Dichtung und Denkung" notwendig sind. > Und kommt mir jetzt nicht mit: soso, du willst also dass wir uns tagsüber den Rücken in einem Scheissjob krummarbeiten und nur in unserer Freizeit Erfüllung finden?! lol, sicherlich nicht. Das ist ein Scheißargument. >Wieviele Autoren oder Künstler arbeiten nebenher noch was 'normales'? Und sind trotzdem glücklich? Und eine ganze Menge davon hat auch die nutzlosen Fächer studiert ;) kostenlos. Und sie haben davon profitiert, sind dadurch zu einem "effektiven" Mitglied der Gesellschaft geworden UND bereichern unser kulturelles Leben. > Und wieso ist der Wunsch nach Geld und Ernährung so schrecklich? Das ist nun einmal ein Muss, da kann ich nichts dran ändern und du auch nicht. Du, keine Frage. Das wollte ich auch nie in Frage stellen. Ich arbeite selbst in zwei sehr profanen Jobs derzeit, die nichts mit meinem Studium zu tun haben, weil ich weiß, dass ich Geld zum Leben brauche. Ich bin allerdings niemand, der seine Jobs danach aussucht, dass er später besonders viel verdienen kann. Ich bin der Meinung, dass man auch mit einem geringen Gehalt in einem Job, den man sehr liebt, sehr glücklich werden kann. Auch wenn man kein dickes Konto hat. > Und das wiederrum soll heissen: der Staat und die Leute mit Arbeit sollen dir dein Leben finanzieren nur damit du deine persönliche kulturelle Erfüllung findest? Ich spreche nicht von meiner persönlichen kulturellen Erfüllung. Ich spreche von der kulturellen Bildung und dem Fundament der kulturellen Identität unseres Landes. Ich finanziere mich selber und das halte ich auch für wichtig. > (Das 'Du' meine ich damit natürlich nicht persönlich, ich nehme dich nur als Beispiel, =) ) Easy, no offence taken :D Here you've put me in a tough situation: I can't honestly decide whether to say, 'Duh','uh', 'Doy', or a very sarcastic 'Oh, really?' Licht, Liebe und Cocktails! |
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| @ aggro grünwald hey, die sehen aus wie meine komillitonen... warte, wahrscheinlich SIND das meine kommilitonen! (ich studiere in münchen jura.... XD) sehr böse. sehr cool. auch wenn ich keinen rap mag. @ topic lol. person ist offensichtlich sehr fail. @ geld verdienen mit studium ich habe mich explizit für ein brötchenbringendes studium entschieden - geschichte oder sowas hätte mich auch interessiert, aber da beiß ich mich lieber durch ein hartes studium und kann mir dann hinterher gechillt 25-bändige geschichtslexika zu gemüte führen, als wie die meisten geisteswissenschaftler in meiner umgebung jahr für jahr nach studiumsende zwischen zeitarbeit, arbeitslosigkeit, praktika und anderem nicht-erfolgreichen schmarrn umher taumeln zu müssen. btw, es gibt durchaus noch diverse studien, bei denen gute noten gute jobs bedeuten, ohne wenn und aber - jura gehört explizit dazu. im zweifel kannst du mit ner entsprechenden Note IMMER Richter oder Notar werden, wo du dann ein gesichtertes einkommen hast. auch niedrigere posten im öffentlichen dienst (verwaltung etc.) gibts massenweise, wenn man mal die examensnote für den staat hat. drunter wirds dünn, und ganz oben kann man bis zu 10.000€/Monat Einstiegsgehalt kommen. ganz unten im notenspektrum liegt dann die größte akademikergruppe, die Hartz IV aufstockung bekommt. anwälte, die eine eigene kanzlei aufmachen, weil nichtmal die versicherungen sie haben wollen. und jura ist pauken, pauken, pauken. wer das durchziehen will, kann auch. wenn ich mir angucke, was mein Tante jetzt so alles macht - hey, das ist das volle leben. die arbeitet in der münchner stadtverwaltung (irgendwas mit umwelt etc.), macht dauernd mit ihrem mann urlaub in indien, hat ne wunderschöne eigentumswohnung in der innenstadt, und wenn sie nicht vegan wäre und ihre indische sekte als hobby hätte, könnte sie sich dauernd nur mit schönen hobbys beschäftigen (keine kinder...). und sie hatte kein perfektes examen... unteres mittelfeld. die hatte glück, ist um die wende, als viele wessi-beamte auch in den osten geschickt wurden, in einem personalengpass eingestellt worden. ich kenn auch massenweise leute, die es bitterlich bereuen, ihr erststudium nicht durchgezogen zu haben, weil es ihnen zu schwer vorkam (mehrere informatik-zu-geisteswissenschaften-wechsler). jetzt in retrospektive würden sie die zähne zusammen beißen, weil mit anfang 30 immer noch genauso wenig geld zu haben, wie als student, kotzt mehr an, als damals das studium angekotzt hat. ich sehe das mit den prioritäten dementspechend auch so, dass man sie lieber in richtung brötchengeben schieben sollte - wer hinterher auch geld verdient, kann sich seine interessen auch leisten. Generell braucht deutschland auch einfach wieder mehr kinder intelligenter Eltern - also mehr kinderbetreuung und höhere akzeptanz von frauen, die beruf UND kind machen. kann ja nicht sein, dass das viele geld, das in die ausbildung einer studierten frau dann verbrannt wird, indem irgendein 60+-idiot von chef beschließt, dass er sich nicht drauf einstellen kann, dass die gute frau schwanger werden könnte. und männer sollten aufhören, sich dümmere frauen zu suchen. dann würden auch merh single-akademikerinnen mit dingle-akademikern zusammen kommen und schlaue kinder kriegen. Aza. Animexx bietet dir zu wenig, als Lolita, J-Music-Fan oder anderweitiger Fan eines japanischen Kulturphänomens jenseits von Manga und Anime? http://www.animexx.de/weblog/48439/378250/ <-- DEIN Vorschlag um es zu ändern! Sag ihn mir! |
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| >Generell braucht deutschland auch einfach wieder mehr kinder intelligenter Eltern - also mehr kinderbetreuung und höhere akzeptanz von frauen, die beruf UND kind machen. kann ja nicht sein, dass das viele geld, das in die ausbildung einer studierten frau dann verbrannt wird, indem irgendein 60+-idiot von chef beschließt, dass er sich nicht drauf einstellen kann, dass die gute frau schwanger werden könnte. und männer sollten aufhören, sich dümmere frauen zu suchen. dann würden auch merh single-akademikerinnen mit dingle-akademikern zusammen kommen und schlaue kinder kriegen. Danke für diesen Beitrag! Ich musste eben lachen, aber das Traurige ist: du hast recht!! xD Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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| >Ich habe mal ein sehr langes Gespräch mit einem Chemiker, einem Physiker und einem BWLer gehabt und ihnen erklärt, wie Identitätsbildung in Gruppen funktioniert. Frage: MÜSSEN die das denn wissen? Nicht, dass solches Wissen für die drei Personen per se nutzlos wäre. Aber ist es nicht besser, ein Chemiker weiß viel über Chemie, ein Physiker über Physik, etc., als dass sie sich mit Dingen auseinandersetzen, die sie für ihre Arbeit und wahrscheinlich auch im Privatleben nie brauchen werden - zumindest nicht aktiv (vielleicht unterbewusst)? Und mal abgesehen davon: Diese drei mögen es nicht gewusst haben, das bedeutet aber nicht, dass sich Studenten "nützlicher" Fächer nicht privat mit Geistes- und Sozialwissenschaften beschäftigen könnten und würden. (Ich für meinen Teil studiere auch Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach - weil ich Psychologie-, Soziologie- und Philosophiebücher auch in meiner Freizeit lese und das dann nicht auch noch studieren muss.) Ich will auf keinen Fall behaupten, man würde Geistes- und Sozialwissenschaften (im Folgenden unter "Geisteswissenschaften" zusammengefasst) nicht brauchen. Im Gegenteil, wie du geschrieben hast, sie sind allesamt wichtig für den Erhalt und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes. Nur: Die einzelne Person kann davon nicht leben - nicht beim derzeitigen Verhältnis von Absolventen zu Jobs. (Natürlich gibt es viele, die davon leben können, aber eben nicht alle. Deshalb "einzelne Person".) Das wurde hier ja auch schon angesprochen: Es gibt eine Menge Studenten, die nicht so wirklich wissen, was sie mit sich anfangen sollen, und dann einfach mal studieren - und dann "natürlich" eine Geisteswissenschaft, eine Naturwissenschaft wäre viel zu schwer und zu spezifisch. Das Ergebnis: Eine Menge Absolventen mit mäßigem Abschluss, viel zu wenig Jobs, der Staat muss sie noch länger durchführen - und, mal ehrlich, was genau bringt diesem Land eine SOLCHE Menge Geisteswissenschaftler? Erhalt des kulturellen Erbes gut und schön - aber wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg dieses Landes sind nunmal eher BWLer und Chemiker als Geisteswissenschaftler. Und darum geht es doch in erster Linie: Was nützt uns ein tolles, kulturelles Erbe, wenn die Staatsschulden wegen Sozialausgaben noch weiter in die Höhe schießen und Deutschland auch in Sachen Naturwissenschaften und Technik nicht mehr mit anderen Ländern mithalten kann? Sie nützen uns nüscht. Wie gesagt, an und für sich haben die Geisteswissenschaften wie alle anderen Wissenschaften auch ihren Nutzen und damit ihre Existenzberechtigung. Das Maß muss stimmen. Ein Haufen Pseudogeisteswissenschaftler, die alle ganz toll in Soziologie etc. sind, damit aber nichts erreichen oder machen können, weil es einfach im Verhältnis nicht so viel zu machen GIBT, sind für das Land erst einmal nutzlos. Besonders, wenn sie dann noch Hartz IV beziehen. Für den einzelnen mag das Gehalt nämlich nicht so wichtig sein, aber für Deutschland als Staat ist das Einnahmen-Ausgaben-Verhältnis eben enorm wichtig. Insofern tendiere ich eher dazu, da "erstmal ans Geld" zu denken. Ich hoffe, man verzeiht mir die Übertreibungen und versteht, worauf ich hinaus will. Und jetzt setze ich mich wieder an die BWL-Unterlagen... :-) ▾ Good morning, world! ▾ "Wait a minute - the elders of the internet? ... The elders of the internet know who I am?!" |
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| Zuletzt geändert: 16.07.2010 15:20:35 | |||||||
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| >Ich für meinen Teil studiere auch Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach - weil ich Psychologie-, Soziologie- und Philosophiebücher auch in meiner Freizeit lese und das dann nicht auch noch studieren muss. Sry, das ist jetzt echt nicht persönlich gemeint, aber: man wird auch nicht Arzt, weil man jeden Monat die Apothekenumschau liest. Selbst dann nicht, wenn man Dr. House guckt. Es ist okay, wenn man sich primär für den Broterwerb entscheidet. Respektiere ich. So zu tun, als würde man in seiner Freizeit nebenbei so fundierte Kenntnisse über ein bzw. mehrere Fächer erwerben wie wenn man sie studiert, halte ich für sehr sehr überheblich. BTW: will den Thread mal jemand umbenennen?^^ Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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| Zuletzt geändert: 16.07.2010 15:42:39 | |||||||
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| > >Ich für meinen Teil studiere auch Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach - weil ich Psychologie-, Soziologie- und Philosophiebücher auch in meiner Freizeit lese und das dann nicht auch noch studieren muss. > > Sry, das ist jetzt echt nicht persönlich gemeint, aber: man wird auch nicht Arzt, weil man jeden Monat die Apothekenumschau liest. Selbst dann nicht, wenn man Dr. House guckt. äh genau und da muss ich jetzt auch echt widersprechen, ich als psychologiestudentin. ich weiß nicht, wie es bei philosophie oder soziologie ist, ich vermute aber genauso: man kann da nicht ein studium aufwerten, nur weil man sich mal bücher in der freizeit kauft oO so könnte ich das theoretisch bei jedem studienfach sagen und gar nichts mehr studieren. so einfach ist es aber ja nicht. |
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| ^^ Ich weiß nicht, ich werde das Gefühl nicht los, wir sind Zeuge eines Studienfachdarwinismus. Einige Studiengänge scheinen "wertvoller" zu sein als andere, die Argumentation bezieht sich vorwiegend auf den "Gewinn" in Form eines gutdotierten Jobs, aber auch auf eine angeblich vorhandene gesellschaftliche Nützlichkeit. Interessant. :/ Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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| Kommt mir auch so vor. Das Problem ist nur "leider", dass es uns ziemlich schlecht gehen würde, wenn es plötzlich nur noch Anwälte und Physiker geben würde. Aber dennoch kommen die Menschen nicht darauf, mal andere Jobs zu würden... |
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| >Sry, das ist jetzt echt nicht persönlich gemeint, Nur keine Sorge. ;-) >aber: man wird auch nicht Arzt, weil man jeden Monat die Apothekenumschau liest. Selbst dann nicht, wenn man Dr. House guckt. Natürlich nicht, das wollte ich damit auch nicht ausdrücken. Mir ging es eher darum, dass jemand durchaus KENNTNISSE haben kann (also dass sich ein Physiker in ihrer Freizeit durchaus mit dem Thema "Identitätsbildung in Gruppen" beschäftigen kann), obwohl er ein Fach nicht studiert. Dass das keinen Abschluss in bspw. Soziologie ersetzt, ist natürlich klar. Deshalb, wie ich dann im Folgenden geschrieben habe, brauchen wir die Geisteswissenschaften ja auch. Nur bedeutet das Studium des einen nicht den völligen Ausschluss des anderen. Ein studierter Soziologe kann sich ja auch privat Kenntnisse in Sachen Buchhaltung aneignen. So meinte ich das. Wobei das auch gar nicht so sehr mein Punkt war, ich wollte eher auf die nachfolgenden Abschnitte hinaus. :-) >BTW: will den Thread mal jemand umbenennen?^^ Ja, bitte. x3 ▾ Good morning, world! ▾ "Wait a minute - the elders of the internet? ... The elders of the internet know who I am?!" |
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| >So meinte ich das. Wobei das auch gar nicht so sehr mein Punkt war, ich wollte eher auf die nachfolgenden Abschnitte hinaus. :-) Ja, leider.^^ Aber das hat das alles so schön zusammengefasst. Mehr als diesen einen Satz brauchtest du eigentlich gar nicht zu sagen... Verdammt cool, weil Hanseat. † Falx Ferocis und "Drunken Master" der Inquisi†ion † People say beware... but I don't care. |
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