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Thread: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr sehen?

Eröffnet am: 17.09.2007 16:56
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Von:    Morraine 26.06.2008 14:05
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Ist zwar gerade eher OT, aber ich mag diese gewisse romantische Vampir-Reihe ^_^; Anyway, auch WENN man finden sollte, sie sei amateurhaft geschrieben, dann aber immer noch um Welten besser als das, was hier teilweise fabriziert wird. DIESE Bücher haben wenigstens einen Lektor gesehen.

Und ich freue mich auf den Film. So! *g*



Von:    Vanillaspirit 26.06.2008 14:19
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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> Anyway, auch WENN man finden sollte, sie sei amateurhaft geschrieben, dann aber immer noch um Welten besser als das, was hier teilweise fabriziert wird.

Na das, war jetzt aber ein Einwurf Oo
Man kann doch etwas, hinter dem ein Verlag und somit ein professioneller und finanzieller Hintergrund nicht ernsthaft mit Hobbygeschichten vergleichen. Die gute Frau verdient ihr Geld durchs Schreiben und da gelten ganz andere Maßstäbe als bei dem Stil eines 16jährigen Schreiberlings, der seine Geschichten zwischen Hausaufgaben und Schule schreibt.
Crush'em! Kill'em! YA-HA!

Teilauflösung meiner Sammlung Manga, DVDs - Weiß Kreuz, Inu Yasha, Gravitation ...



Von:   Arcturus 26.06.2008 14:52
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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> > Keine Ahnung, ob ihr schon alle so lange schreibt und perfekt seid, aber ich nicht.
>
> Durchaus ernsthaft, glaube ich halbwegs perfekt auf die welt gekommen zu sein, was das Schreiben betrifft. Der Wortschatz, die Rechtschreibung, Grammatik hat sich zwar verbesser, etwas die Ausdrucksweise ... aber ansonsten glaube ich nicht das darueber hinaus eine ernsthafte Verbesserung / Aenderung der schreiberischen Faehigkeiten moeglich ist.

Herzlichen Glückwunsch, Teyl, dann bist du anscheinend sehr gesegnet und anscheinend ein vom Himmel gefallener Meister.
Auf mich trifft es dann wohl nicht zu. Ich hatte meinen großen Schub, was meine schreiberischen Fähigkeiten (nicht Grammatik und Rechtschreibung, die hatte ich dank Schulbildung bereits vorher :D) erst in den letzten zwei, drei, vier Jahren. (Also mit ca. 18. Ich bin heute 21) und das, obwohl ich bereits im Grundschulalter mit dem Schreiben begonnen hatte. Und ich sehe heute noch, wie ich mich Schritt für Schritt verbessere. (Es wäre für mich auch niederschmetternd, würde ich es nicht tun, denn ich schreibe nach wie vor noch nicht so, wie ich es gerne würde.)
Und ehrlich, ich bezweifle, dass jemand von Anfang an das schreiberische Handwerkszeug (Wie baue ich eine Geschichte auf? Wie drücke ich Sachverhalte am Besten aus? Wie nutze ich Erzählzeit und erzählte Zeit? Wie nutze ich Stilmittel zu meinen Gunsten? Wie erschaffe ich Charaktere/ setze sie ansprechend um? Wie erzeuge ich Atmosphäre? etc pp) beherrscht. Manche sind talentierter/haben gute Vorbilder nach denen sie sich richten/üben mehr und lernen somit schneller, manche haben nicht so viel Talent/die falschen Vorbilder/üben falsch oder weniger und brauchen länger. Aber jemandem etwas grundsätzlich (und ja, so wirkt es streckenweise im Thread) abzusprechen, nur weil er etwas (wieso auch immer) noch nicht so gut kann, wie man es (wieso auch immer) von ihm erwartet, empfinde ich durchaus als widersinnig.
Das mit dem Schreiben ist für mich alles eine Frage des Wollens und des Übens. Sicher. Nicht jeder hier im FF-Archiv wird der/die nächste King/Pratchett/Rowling, weil ihm entweder Können oder Glück fehlt (Wovon vor allem letztere in der Reihe unwahrscheinlich viel hatte, machen wir uns nichts vor.), aber das heißt für mich noch lange nicht, dass er auf ewig dazu verdammt ist, miesen Harry//Draco-Slash zu schreiben. Ich gehe durchaus davon aus, dass er es lernen kann, annehmbare Geschichten zu schreiben, auch wenns halt keine Must-have!-Meisterwerke sind, solange er es lernen will.
Und ja, natürlich, wer nicht üben will, weil ihm reicht, was er kann, der wird sich nicht oder nur kaum verbessern. Es stellt sich dann nur die Frage, ob er sich denn wirklich verbessern muss, denn schließlich ist das Schreiben (hier, im FF-Archiv) ein Hobby, sprich eine Sache, die Spaß machen sollte, keine Pflichtveranstaltung und auch kein Wettbewerb (außer vielleicht der Wettbewerb um Kommis, aber die haben bekanntlich ja nicht zwingend etwas mit den Schreiberischen Fähigkeiten des Autors zu schaffen.)


> Wobei m.E. nichts gegen POV und Stilbrueche in Fan Fiction oder Buechern spricht, solang der Autor es kann.

Es zu können setzt aber voraus, dass man es zunächst einmal gelernt hat. ;)



Von:    Teyl 26.06.2008 15:35
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
@Vanillaspirit
>> [..] Das wurde verfilmt!!! [..]
>
> Viele gute Bücher werden nicht verfilmt, weil es an technische Grenzen stößt.

Hm? Also es gibt Verfilmungen, von Buechern wie 1984, das ich als sehr gut bezeichnen wuerde. Auch hat man Pratchetts "Alles Sense" gut auf Zelluloid gebannt, trotz Tod in der Hauptrolle.

>> Wobei der erste Film um Welten besser gelungen ist als das dazugehoerige Buch.
>
> Das gute an Filmen ist ja, es gibt keine ellenlangen Beschreibungen.
> Tokiens Landschaftsliebe [..]

Ich dacht eigentlich an Anne Rices "Interview mit einem Vampir". Das man bei Anne Rice die Beschreibungen durch Aufnahmen ersetzen konnte und sich ein Teil der melodramatischen Gedanken sparte hat dem ganzen gut getan. Ganz zu schweigen was einem an Unsinn aus dem Buch erspart wurde.

Bei Tolkien ist die Frage in wie weit man den ausfuehrlichen und recht eigenen Stil wertschaetzt. Aehnliches gilt wohl fuer Karl May Romane.

> Jegliche Beschreibungen von Personen - eine Nahaufnahme, fertig

Ich habe zwar die Geschichte nicht gelesen, bezweifele aber das die Beschreibung der See das vermag darzustellen was im Film, der alte Mann und das Meer, dargestellt wird.

Umgekehrt fasziniert mich Jiro Taniguchis Berge mehr als Louis Trenker Filme.

@NovaIxioXerces
>>> Keine Ahnung, ob ihr schon alle so lange schreibt und perfekt seid, aber ich nicht.
>>
>> Durchaus ernsthaft, glaube ich halbwegs perfekt auf die welt gekommen zu sein, was das Schreiben betrifft. Der Wortschatz, die Rechtschreibung, Grammatik hat sich zwar verbesser, etwas die Ausdrucksweise ... aber ansonsten glaube ich nicht das darueber hinaus eine ernsthafte Verbesserung / Aenderung der schreiberischen Faehigkeiten moeglich ist.
>
> Herzlichen Glückwunsch, Teyl, dann bist du anscheinend sehr gesegnet und anscheinend ein vom Himmel gefallener Meister.

Danke; das mag sein. :o)
Vielleicht bin ich auch einfach nur in der Lage sehr mit mir, und meinen Texten, zufrieden zu sein.
Aber ich wuesste jetzt z.B. nicht was ich an meinen ernsten FFs verbessern sollte, nachdem Schreiben und der Beta. Obwohl diese mittlerweile gut sieben Jahre alt sind. Ich wuesste auch nicht was ich anders besser machen koennte.

> (Es wäre für mich auch niederschmetternd, würde ich es nicht tun, denn ich schreibe nach wie vor noch nicht so, wie ich es gerne würde.)

Etwas depremierend finde ich es auch.
Insbesondere da mir seit "Flucht" keine richtige Idee zu einer weiteren Geschichte kam. Anderseits, muss man halt mit leben.


> Und ehrlich, ich bezweifle, dass jemand von Anfang an das schreiberische Handwerkszeug ([..]) beherrscht.

Abgesehen von der Verwendung von Stilmitteln, die man in der Schule nahegelegt bekommt, beim lesen aufnimmt oder im Fernseh sieht, kommt der Rest doch von alleine.

Man hat eine Idee zu einer Geschichte, ein grobes Konzept dessen was man erzaehlen will und was der Leser sich denken soll und legt los.
Die Struktur ergibt sich aus der Fortschreibung der Idee.
Die Zeit aus dem Stil. Der Stil aus dem Gefuehl das man beim lesen haben moechte. Das Gefuehl aus den Empfindungen.
Die Figuren sind, wie die Umwelt, da weil sie die Geschichte sind.

[Einer der Gruende wieso ich Steckbriefe so etwas von ueberhaupt nicht abkann, das ganze Konzept einen Steckbrief zu lesen, vor der Geschichte, ist doch ein bisschen pervers, irgendwie]

> Aber jemandem etwas grundsätzlich (und ja, so wirkt es streckenweise im Thread) abzusprechen,

Ich wuerde anderen nicht das Schreibtalent absprechen.
Gemessen an ihren Erwartungen, Zielen, schreiben sie perfekt.
Nur fehlt ihnen uU jegliches Talent etwas zu schreiben das mir zusagt. Vermutlich nicht nur das Talent, sondern es wuerde, aus ihrer Sicht, gar keinen Sinn machen das zu schreiben was mir gefaellt - weil sie es selbst gruetzig faenden.

Ich glaube nicht das man einen Autor als Leser entwickeln kann oder auch nur versuchen sollte.

Einer der Punkte die mich bei FFs stoeren sind:
Leser die glauben den Autor vorschreiben zu duerfen was als naechstes passiert. Dicht gefolgt von den Autoren die das machen. Imho ist zwischen Leser und Autor eine Grenze die nicht beruehrt werden sollte.

> Das mit dem Schreiben ist für mich alles eine Frage des Wollens und des Übens.

Fuer mich ist Schreiben eine Sache der Freude und Ausdruck.
Es bringt nicht es zu wollen und zu ueben, aber keine Freude und Ausdruck zu haben. Nun und wenn man Freude hat und etwas zu erzaehlen, dann ist das wollen hinfaellig und das Ueben unnoetig.

> Nicht jeder hier im FF-Archiv wird der/die [..] aber das heißt für mich noch lange nicht, dass er auf ewig dazu verdammt ist, miesen Harry//Draco-Slash zu schreiben.

Wieso verdammt?
Nuechtern betrachtet, macht es denen Spass.
Die Schreiben gerne und mit Begeisterung Harry/Draco Slash Fan Fiction.
Sie freuen sich wenn sie Kommentare kriegen, sie freuen sich ueber die Aufmerksamkeit, sie freuen sich wenn sie sich vorstellen wie Harry und Draco rumknutschen; sei da noch soviel OOC und das Thema tausendfach schon da gewesen.

Die wollen doch wahscheinlich keine anderen "annehmbaren" Geschichten schreiben, sondern gerne so weiter machen.

> Und ja, natürlich, wer nicht üben will, weil ihm reicht, was er kann, der wird sich nicht oder nur kaum verbessern.

Die Frage ist doch auch in wie weit man sich, objektiv gesehen, verbessern kann.

> (außer vielleicht der Wettbewerb um Kommis, aber die haben bekanntlich ja nicht zwingend etwas mit den Schreiberischen Fähigkeiten des Autors zu schaffen.)

Also ich koennte spontan keine Harry/Draco FF zusammenflicken welche die Horde sehr junger Fans animiert mir tonnenweise Kommentare da zu lassen. Insofern hat es schon etwas mit koennen zu tun.

>> Wobei m.E. nichts gegen POV und Stilbrueche in Fan Fiction oder Buechern spricht, solang der Autor es kann.
>
> Es zu können setzt aber voraus, dass man es zunächst einmal gelernt hat. ;)

Was gibt es da zu lernen?
Technisch gesehen ist es recht simpel den Stil oder POV zu wechseln und wenn man es macht, dann schreibt man es schlicht so wie man es selbst lesen will.

Wenn man es so lesen will ist es perfekt.
Wenn man es so nicht lesen will, sollte man es halt anders machen.
You might say everyone of us is a fiddler on the roof
trying to scratch out a pleasent simple tune
without breaking his neck

Meine NGE FanFiction Flucht



Von:    Shin-no-Noir 26.06.2008 16:30
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Abgesehen von der Verwendung von Stilmitteln, die man in der Schule nahegelegt bekommt, beim lesen aufnimmt oder im Fernseh sieht, kommt der Rest doch von alleine.

Hm... irgendwie kann ich deine Einstellung nachvollziehen. o.o
Allein schon deshalb, weil ich regelmäßig feststelle, dass mein Schreibstil vor drei Jahren (damals war ich also so um die fünfzehn) an manchen Stellen wesentlich besser war als heute - ganz einfach deshalb, weil ich mir mittlerweile die meiste Zeit über viel zu viele Gedanken mache und deshalb regelmäßig vergesse, dass ich kein Kunstwerk aus Buchstaben, sondern eine neue Welt erschaffen will.
Daher rührt wohl auch meine Langzeit-Schreibblockade, die ich immer nur vorübergehend überwinden kann und die überhaupt ausgesprochen hartnäckig ist.
Gut, meine erste Fanfic war vielleicht kein Meisterwerk, aber die habe ich auch eher aus Lust und Laune geschrieben. In einer kam ein OC vor, den ich schon damals mit sehr viel Vorsicht betrachtet habe, aber mir war einfach danach und es hat mich für ein paar Kapitel nicht allzu sehr gestört, dass ich mich auf recht dünnem Eis bewegt habe. Und hier und da habe ich ganz am Anfang auch die Kommata vernachlässigt.
Aber so gut wie alle anderen Werke, die um dieselbe Zeit oder kurz darauf aus meiner nicht vorhanden Feder kamen, frustrieren mich nur deshalb, weil ich sie mir selten durchlesen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass ich mich verschlechtere und nicht verbessere.
Übung hat mir also vor allem ganz am Anfang geholfen; mittlerweile sollte ich stattdessen vielleicht einfach weniger englisches Zeug lesen und mir wieder mehr Zeit für Bücher nehmen, die auf Deutsch verfasst (oder wenigstens überestzt) wurden.
Und bei manchen Leuten bezweifle ich auch ganz allgemein, dass Übung da viel bringt. Einfach, weil Inhalt und Einstellung noch wesentlich mehr zu wünschen übrig lassen als der mangelhafte Schreibstil, obwohl die Autoren eigentlich schon fast wieder aus der Pubertät heraus sein dürften.
Wenn sich jemand nicht mal Mühe gibt, sich zu verbessern, und konstruktive Kritik sein Leben lang wütend als "Flaming" abtut, sehe ich da nun mal wenig Hoffnung, ganz egal, wie viele Seiten so jemand vollschreibt.


Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.

Zuletzt geändert: 26.06.2008 16:37:00



Von:   abgemeldet 26.06.2008 17:34
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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> Durchaus ernsthaft, glaube ich halbwegs perfekt auf die welt gekommen zu sein, was das Schreiben betrifft. Der Wortschatz, die Rechtschreibung, Grammatik hat sich zwar verbesser, etwas die Ausdrucksweise ... aber ansonsten glaube ich nicht das darueber hinaus eine ernsthafte Verbesserung / Aenderung der schreiberischen Faehigkeiten moeglich ist.

Perfekt bedeutet vollkommen, halbwegs perfekt geht dann ja wohl nicht...
"A dreaded sunny day and I meet you by the cemetry gates...."

(The Smiths)

Zuletzt geändert: 26.06.2008 17:35:44



Von:    Vanillaspirit 26.06.2008 18:50
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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@Vanillaspirit
>> [..] Das wurde verfilmt!!! [..]
>
> Viele gute Bücher werden nicht verfilmt, weil es an technische Grenzen stößt.

Hm? Also es gibt Verfilmungen, von Buechern wie 1984, das ich als sehr gut bezeichnen wuerde. Auch hat man Pratchetts "Alles Sense" gut auf Zelluloid gebannt, trotz Tod in der Hauptrolle.

1984 hab ich mal als Theaterstück mit einem minimalistischen Bühnenbild gesehen (genau genommen ein würfelähnliches Stangenkonstrukt und sonst nichts). Grad bei dieser Vorlage ist das drum herum gar nicht so wichtig, solange der Inhalt vermittelt wird. Bei anderen Büchern, die große Schlachten, übermäßige Fabelwesen etc. beinhalten, kann hier und da noch eine Grenze existieren und wenn es die finanzielle ist.
Nun gut, bei "Mort" lag es an den Produzenten, vermutlich hatten die von "Alles Sense" etwas mehr Ahnung von der Story. "Hogfather" wurde ja auch gut umgesetzt.

>> Wobei der erste Film um Welten besser gelungen ist als das dazugehoerige Buch.
>
> Das gute an Filmen ist ja, es gibt keine ellenlangen Beschreibungen.
> Tokiens Landschaftsliebe [..]

Ich dacht eigentlich an Anne Rices "Interview mit einem Vampir". Das man bei Anne Rice die Beschreibungen durch Aufnahmen ersetzen konnte und sich ein Teil der melodramatischen Gedanken sparte hat dem ganzen gut getan. Ganz zu schweigen was einem an Unsinn aus dem Buch erspart wurde.

An Anne Rice hab ich gar nicht gedacht, als ich von Vampirromanen sprach ^^ Ich mag "Interview mit einem Vampir" zwar nicht, finde ihn aber recht gut gemacht. Ich kann mir anhand des Filmes auch nicht vorstellen, dass das Buch so schlecht ist. Wenn die Handlung nicht verändert wurde, hat die Reihe zumindest etwas,was ich interessant finde.
Was ich eigentlich meinte, war Bis(s). Das ist reine Geschmackssache, aber allein die Zusammenfassung im Internet löst bei mir lautes Gähnen aus.

Bei Tolkien ist die Frage in wie weit man den ausfuehrlichen und recht eigenen Stil wertschaetzt. Aehnliches gilt wohl fuer Karl May Romane.

Im Prinzip ist eben alles eine Geschmackssache. Ich mag die HdR-Filme an einigen Stellen lieber, als die Bücher und umgekehrt. Liegt aber auch daran, dass unendliche lange Beschreibungen, bei denen jes Adjektiv wenigstens einmal benutzt werden und eine bloße Anhäufung vin Gleichnissen und Metaphern einfach nicht mag. Da wäre ich dann oft sehr froh, wenn es einfach ein Bild gibt - Information ans Hirn - fertig.
Crush'em! Kill'em! YA-HA!

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Von:   Arcturus 26.06.2008 19:11
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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@ Teyl

> Aber ich wuesste jetzt z.B. nicht was ich an meinen ernsten FFs verbessern sollte, nachdem Schreiben und der Beta. Obwohl diese mittlerweile gut sieben Jahre alt sind. Ich wuesste auch nicht was ich anders besser machen koennte.

Ich wüsste bei meinen älteren Sachen Tonnen über Tonnen Fehler, die ich auszubessern hätte. Angefangen bei den Mary Sues und den platten Charakteren, hin zu der fehlenden Atmosphäre, mangelnden Beschreibungen und Ausführungen, PoV-Wechseln, etc, etc, etc. (Die Geschichten, die ich meine sind von ca. 2003-2005, es gibt auch noch ältere, bei denen es noch sehr viel drastischer ist.)

> > (Es wäre für mich auch niederschmetternd, würde ich es nicht tun, denn ich schreibe nach wie vor noch nicht so, wie ich es gerne würde.)
>
> Etwas depremierend finde ich es auch.
> Insbesondere da mir seit "Flucht" keine richtige Idee zu einer weiteren Geschichte kam. Anderseits, muss man halt mit leben.

Also hast du resigniert? Schade ists.

> Abgesehen von der Verwendung von Stilmitteln, die man in der Schule nahegelegt bekommt, beim lesen aufnimmt oder im Fernseh sieht, kommt der Rest doch von alleine.
>
> Man hat eine Idee zu einer Geschichte, ein grobes Konzept dessen was man erzaehlen will und was der Leser sich denken soll und legt los.
> Die Struktur ergibt sich aus der Fortschreibung der Idee.
> Die Zeit aus dem Stil. Der Stil aus dem Gefuehl das man beim lesen haben moechte. Das Gefuehl aus den Empfindungen.
> Die Figuren sind, wie die Umwelt, da weil sie die Geschichte sind.

Und dann geht die Sache in die Brüche, weil man nicht weiß, was man tut, bzw wie man erreicht, was man tun will, vor allem dann, wenn man sich mit der Materie noch nicht so lange befasst.
All dass, was du hier aufzählst, muss man erst einmal begreifen. Ein fortgeschrittener Schreiberling wie z.B. auch du oder meine Wenigkeit, wir wissen im groben, wie wir unsere Ziele erreichen. Wir haben die Erfahrung, denn wir haben nicht erst eine Geschichte geschrieben und noch dazu vermutlich sehr, sehr viel gelesen. Gutes, wie schlechtes.
User-chan XY, dass gerade die erste FF schreibt, weiß es vermutlich noch nicht, einfach, weil es unsere Erfahrungen noch nicht gemacht. Desto mehr User-chan XY allerdings andere Sachen bewusst liest (ja, das bewusst ist wichtig), desto mehr Erfahrungen sammelt es und desto besser wird es diese Erfahrungen auch umsetzen können.

> Ich wuerde anderen nicht das Schreibtalent absprechen.
> Gemessen an ihren Erwartungen, Zielen, schreiben sie perfekt.

Gemessen an den Erwartungen, die hier in diesem Thread zuweilen herrschen ist es das nicht. Und genau dann fallen hier Sachen wie "Diese User-chans sollen doch bitte das Schreiben einfach sein lassen!"
Das kam nicht unbedingt von dir, dass gebe ich zu.

> Nur fehlt ihnen uU jegliches Talent etwas zu schreiben das mir zusagt. Vermutlich nicht nur das Talent, sondern es wuerde, aus ihrer Sicht, gar keinen Sinn machen das zu schreiben was mir gefaellt - weil sie es selbst gruetzig faenden.

Ich denke, du verwechselst hier gerade Talent und Wollen.
Hast du schon mal bei einem FF-Wichteln teilgenommen? Ich ja. Und dort zeigte sich mir ganz deutlich: Ich habe auch das Talent dazu, Sachen zu schreiben, die ich normalerweise nicht schreiben wollen würde. Wärs keine Wichtelgeschichte, würde ich es trotzdem nicht schreiben. Nicht, weil mir das Talent dazu fehlt, sondern schlichtundergreifend der Wille.

> Ich glaube nicht das man einen Autor als Leser entwickeln kann oder auch nur versuchen sollte.
>
> Einer der Punkte die mich bei FFs stoeren sind:
> Leser die glauben den Autor vorschreiben zu duerfen was als naechstes passiert. Dicht gefolgt von den Autoren die das machen. Imho ist zwischen Leser und Autor eine Grenze die nicht beruehrt werden sollte.

Natürlich, ein Autor sollte sich nichts vorschreiben lassen. Vor allem nicht Sachen alla "Schreib Pairing A/B in diese FF!"
Dennoch kann man einem Autor durchaus sagen, was er verbessern könnte, zb "Du könntest meiner Meinung nach noch ein wenig mehr darauf achten, Atmosphäre zu erzeugen. Das könntest du so/so/so oder so machen." Ob der Autor dass dann übernimmt, ist ja sein Bier.

> > Das mit dem Schreiben ist für mich alles eine Frage des Wollens und des Übens.
>
> Fuer mich ist Schreiben eine Sache der Freude und Ausdruck.
> Es bringt nicht es zu wollen und zu ueben, aber keine Freude und Ausdruck zu haben. Nun und wenn man Freude hat und etwas zu erzaehlen, dann ist das wollen hinfaellig und das Ueben unnoetig.

Spätestens, wenn man sich nicht nur selbst erfreuen will, sondern auch ein Publikum ansprechen will, ist aber das Wollen und das Üben wieder mit drin. Denn dann will man ja die Ansprüche eines Publikums erfüllen und um diese zu erfüllen, kann es nötig sein, noch ein wenig üben zu müssen.

> Wieso verdammt?
> Nuechtern betrachtet, macht es denen Spass.
> Die Schreiben gerne und mit Begeisterung Harry/Draco Slash Fan Fiction.
> Sie freuen sich wenn sie Kommentare kriegen, sie freuen sich ueber die Aufmerksamkeit, sie freuen sich wenn sie sich vorstellen wie Harry und Draco rumknutschen; sei da noch soviel OOC und das Thema tausendfach schon da gewesen.

Und sie würden sich vielleicht noch viel mehr freuen, wenn ihre FFs noch besser geschrieben wären und vielleicht noch viel mehr Fans anlocken, die dass ganze Lesen und schreiben. :)

> > Und ja, natürlich, wer nicht üben will, weil ihm reicht, was er kann, der wird sich nicht oder nur kaum verbessern.
>
> Die Frage ist doch auch in wie weit man sich, objektiv gesehen, verbessern kann.

Teilweise wirklich drastisch. Ich seh's an mir selbst.

> >> Wobei m.E. nichts gegen POV und Stilbrueche in Fan Fiction oder Buechern spricht, solang der Autor es kann.
> >
> > Es zu können setzt aber voraus, dass man es zunächst einmal gelernt hat. ;)
>
> Was gibt es da zu lernen?
> Technisch gesehen ist es recht simpel den Stil oder POV zu wechseln und wenn man es macht, dann schreibt man es schlicht so wie man es selbst lesen will.
>
> Wenn man es so lesen will ist es perfekt.
> Wenn man es so nicht lesen will, sollte man es halt anders machen.

Richtig. Wenn man es so nicht lesen will, sollte man es anders machen. Und dazu muss man ersteinmal wissen, wie man es anders macht. Und genau dieses Wissen - das kann man durch Beobachten, Ausprobieren und Üben lernen. Wenn, ja wenn und auch nur wenn man es will.



Von:    Shin-no-Noir 26.06.2008 19:23
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Und sie würden sich vielleicht noch viel mehr freuen, wenn ihre FFs noch besser geschrieben wären und vielleicht noch viel mehr Fans anlocken, die dass ganze Lesen und schreiben. :)

Das Problem ist, dass das Publikum hier zu einem Großteil nichts besonders anspruchsvoll ist.
Jemand, der sich ein beliebtes Pairing aussucht, bekommt meistens ohnehin so viele Kommentare, dass er vollends zufrieden mit sich sein kann.
Wenn man hingegen etwas schreibt, das weniger eingeschworene Anhänger hat, kann man seine Sache noch so gut machen - man bekommt, je nach Fandom, häufig nur ganz wenige, manchmal sogar gar keine Rückmeldungen.
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.




Von:   Arcturus 26.06.2008 19:53
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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> Wenn man hingegen etwas schreibt, das weniger eingeschworene Anhänger hat, kann man seine Sache noch so gut machen - man bekommt, je nach Fandom, häufig nur ganz wenige, manchmal sogar gar keine Rückmeldungen.

Wenn man nicht Werbung macht, dann ist man selbst dran Schuld, letztendlich. Genau da sind einem die Schreiberlinge, die Mainstream schreiben, nämlich oftmals voraus, denn das haben sie begriffen: Mach dich bekannt und man wird dich auch lesen. Kommizirkel, Werbe-ENS und -GB-Einträge, Rekommi und all dieser Kram. (Ja, ich habe schon Leute gesehen, die das richtig erfolgreich betreiben.)



Von:    Shin-no-Noir 26.06.2008 20:08
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Klingt leichter, als es ist, vor allem, wenn man nicht aufdringlich sein und kein noch schlechteres Gewissen als ohnehin schon haben will, wenn man dank hartnäckigen Schreibkrisen mal etwas für längere Zeit auf Eis legen muss.
Aber im Grunde ging es mir ja nur darum, dass selbst die schlechtesten Fanficschreiber zu einem großen Teil haufenweise positive Rückmeldungen bekommen und daher gar keinen Grund sehen, sich zu verbessern.
Ich persönlich freue mich zwar wie ein Schnitzel über Kommentare, kann aber auch ganz gut ohne leben, so ernüchternd das manchmal auch sein mag.
Dann zwinge ich eben Leute in meinem Bekanntenkreis, sich das Zeug durchzulesen. ;P
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.

Zuletzt geändert: 26.06.2008 20:09:03



Von:   abgemeldet 26.06.2008 20:08
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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> Wenn man nicht Werbung macht, dann ist man selbst dran Schuld, letztendlich. Genau da sind einem die Schreiberlinge, die Mainstream schreiben, nämlich oftmals voraus, denn das haben sie begriffen: Mach dich bekannt und man wird dich auch lesen. Kommizirkel, Werbe-ENS und -GB-Einträge, Rekommi und all dieser Kram. (Ja, ich habe schon Leute gesehen, die das richtig erfolgreich betreiben.)

Um ehrlich zu sein: Mir ist es lieber, wenn ich weiß, dass die Leute, die mein Zeug lesen, aus eigenem Antrieb hergekommen sind, als dass ich meine Geschichten ständig vor ihnen anpreise wie Sauerbier. Ich schließe da einfach mal von mir auf andere: Ich kann es nicht leiden, wenn wildfremde Leute mir mit ihren Geschichten die Bude einrennen und so erreichen wollen, dass ich es lese.
Das ist einfach was persönliches, warum ich das nicht machen würde. Aber ich beschwere mich ja auch nicht über zu wenige Kommentare ... ;-)
Proudly annoying you in your favourite forum since 2005.

Now, if you’d excuse me. I’m off to burn down an orphanage and a puppy farm …



Von:    Shin-no-Noir 26.06.2008 20:10
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Um ehrlich zu sein: Mir ist es lieber, wenn ich weiß, dass die Leute, die mein Zeug lesen, aus eigenem Antrieb hergekommen sind, als dass ich meine Geschichten ständig vor ihnen anpreise wie Sauerbier. Ich schließe da einfach mal von mir auf andere: Ich kann es nicht leiden, wenn wildfremde Leute mir mit ihren Geschichten die Bude einrennen und so erreichen wollen, dass ich es lese.

*einfach mal so unterschreib*
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.




Von:   Arcturus 26.06.2008 20:27
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich es tue oder auch nur gutheiße. Nur, dass der Hase hier nun mal leider so läuft. ^^;;;;



Von:    Shin-no-Noir 26.06.2008 20:31
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
>Ich habe ja auch nicht gesagt, dass ich es tue oder auch nur gutheiße. Nur, dass der Hase hier nun mal leider so läuft. ^^;;;;

Sollte ja auch keine Kritik an dir sein. ^^
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.




Von:   abgemeldet 26.06.2008 20:35
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
> Sollte ja auch keine Kritik an dir sein. ^^

Stimmt. Ich wollte auch nur sagen, warum meine Hemmschwelle - was das angeht - zu groß ist. Ich halte nichts davon, meine FFs groß zu inszenieren. Denn erstens bin ich der Meinung, dass sie für sich allein stehen können und zweitens möchte ich die Nerven meiner Mituser schonen.
FFs sind als Zeitvertreib für mich und meine Leser gedacht. Ich führe hier keinen Krieg, den ich mit Propaganda unterstützen muss.
Proudly annoying you in your favourite forum since 2005.

Now, if you’d excuse me. I’m off to burn down an orphanage and a puppy farm …



Von:   abgemeldet 26.06.2008 22:09
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Ich führe hier keinen Krieg, den ich mit Propaganda unterstützen muss.

Wo mit wir dann wieder beim heiklen Thema der Selbstprofilierung hier auf Animexx angekommen wären...
Am Anfang jeder endlichen Ewigkeit steht ein ewiges Ende und somit schmerzvolle Gleichgültigkeit lebloser Gefühlsregung...
© abgemeldet
Zuletzt geändert: 26.06.2008 22:10:12



Von:    Ryourin 26.06.2008 22:38
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Und ehrlich, ich bezweifle, dass jemand von Anfang an das schreiberische Handwerkszeug (Wie baue ich eine Geschichte auf? Wie drücke ich Sachverhalte am Besten aus? Wie nutze ich Erzählzeit und erzählte Zeit? Wie nutze ich Stilmittel zu meinen Gunsten? Wie erschaffe ich Charaktere/ setze sie ansprechend um? Wie erzeuge ich Atmosphäre? etc pp) beherrscht. Manche sind talentierter/haben gute Vorbilder nach denen sie sich richten/üben mehr und lernen somit schneller, manche haben nicht so viel Talent/die falschen Vorbilder/üben falsch oder weniger und brauchen länger. Aber jemandem etwas grundsätzlich (und ja, so wirkt es streckenweise im Thread) abzusprechen, nur weil er etwas (wieso auch immer) noch nicht so gut kann, wie man es (wieso auch immer) von ihm erwartet, empfinde ich durchaus als widersinnig.

Ich sagte genau das, wogegen Du hier so vehement widersprichst - und ich gebe es auch unumwunden zu.

Meiner bescheidenen Meinung nach redest Du auch ein ganz kleines bißchen um den heißen Brei herum (ohne Dich angreifen zu wollen). "Etwas noch nicht so gut können" und "vollkommen hanebüchene Scheiße schreiben" sind zwei unterschiedliche Dinge.

...um es ganz direkt auszusprechen.
Mir persönlich geht es nicht um kleine, stilistische Faux-Pas. Wenn Leute Stilfehler á la "Der Lilablassblauhaarige", Mary-Sues oder was auch immer in ihren FFs verbrechen, ist das eine Sache - aber wenn nicht mal ein FÜNKCHEN Potential da ist, wenn dem betreffenden Schreiber nicht mal die grundlegensten, einfachsten Dinge auffallen, zweifle ich stark daran, daß derjenige es - Wille hin oder her - auf ein annehmbares schreiberisches Level schafft.

Ich finde das auch nicht widersinnig, im Gegenteil; Ich halte das Schreiben nicht für etwas, das jeder lernen kann, schon gar nicht, wenn jemand keinen Funken Potential hat.

Aber diese Diskussion gehört eigentlich auch gar nicht hierher und die wollte ich mit einem winzigen Kommentar auch nicht anzetteln.
(Derartiges sollte man vielleicht in einem separaten Thread diskutieren.)
Entweder man lebt oder man ist konsequent. – Erich Kästne



Von:    Nightstalcer 27.06.2008 00:25
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Also ich würde auch sagen, dass sich jeder Schreiber noch verbessern kann, wenn er mehr schreibt und auch kritisiert wird.
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich ein absolutes Talent zum Schreiben habe, und meine ersten Geschichten waren wirklich schlecht.
Stilistisch grottig, fast nur Hauptsätze, keine Emotionen, Naivität der Charaktere, dementsprechend ooc usw.

Aber ich kann wohl von mir behaupten, dass meine erste FF annäherend Rechtschreibfehlerfrei war und zudem war die Grundidee interessant. (scheiße umgesetzt, aber hatte Potenzial)
Und wenn man dann wirklich sowas sieht, was alle Fehler bzw Unzumutbarkeiten auf einen Haufen versammelt, dann zweifelt man eben doch.
Autorenkommentare hatte ich auch drin, damals hatten das viele Stories und man übernimmt sowas. Genau wie japanische Wörter einzubauen und solche Sachen wie der Braunhaarige.
Aber ich hab mir die Kritik zu Herzen genommen und bei meinen nächsten Geschichten hab ich einiges anders gemacht.
Und die FF, die ich morgen anfangen würde, wäre stilistisch gesehen komplett anders als die, die ich vor einem Monat schrieb.
Also ich stimmt NIX zu, man kann sich verbessern und man kann auch lernen, wenn man denn will.
In jedem steckt ein Autor, nur ob dieser jemals einen Bestseller schreiben wird, ist fraglich.
(Obwohl sogar Bohlen schafft das...)

EDIT: Bin auch grad zufällig 8da sieht man, was Werbethreads so bringen -.-) gestoßen mit den POV-Wechseln. Hab mal einen Kommentar dagelassen. Fruchtet es?
Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht (Ärzte)

Zuletzt geändert: 27.06.2008 00:35:14



Von:    Teyl 27.06.2008 00:58
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
>> Ich wuesste auch nicht was ich anders besser machen koennte.
>
> Ich wüsste bei meinen älteren Sachen Tonnen über Tonnen Fehler, die ich auszubessern hätte.

Ich finde sie, ehrlich gesagt, nicht.
Abgesehen bei den Sachen, die ohne richtige Gewichtung, Sorgfalt entstanden sind. Man hat in Bezug darauf auch noch nichts an mich heran getragen.

>> Etwas depremierend finde ich es auch.
>> Insbesondere da mir seit "Flucht" keine richtige Idee zu einer weiteren Geschichte kam. Anderseits, muss man halt mit leben.
>
> Also hast du resigniert? Schade ists.

Resigniert? Nein.
Nur brauche ich, damit ich eine FanFiction oder Geschichte schreibe, die dann auch so gut wird wie sie werden soll.
Eine entsprechende Inspiration. Ohne die keine neue Geschichte.

Die Geschichte muß quasi da sein.
Die Muse muß einen knutschen.
Und ich auch noch die Muße haben sie um zusetzten.
Ich kann nun sowohl auf das eine, als auch auf das andere, sehr geduldig warten. Fühle da keine wirkliche Eile.

> Und dann geht die Sache in die Brüche, weil man nicht weiß, was man tut, bzw wie man erreicht, was man tun will, vor allem dann, wenn man sich mit der Materie noch nicht so lange befasst.

Wieso? Die Frage ist ehrlich gemeint.
Wenn man eine Geschichte erzählt, von der man weiß, das man sie erzählen will und was man mit ihr transportieren möchte, kann nichts in die Brüche gehen.
Zumindest wenn man für sich und nicht für andere schreibt. Wobei mir nicht allzuviele gute Gründe einfallen, für wenn anders als mich zu schreiben.

Dazu gehört dann auch das ich z.B. Flucht, einmal großflächig zusammen strich, und Passagen neu schrieb, weil mir auf fiel das Shinji nicht Shinji war sondern ich gerade meine pers. Eva Theorie breit trat.
Aber es ist doch kein in die Brüche gehen?

Ich muß keine Stilmittel studieren, damit ich so etwas schreiben kann wie eine Traumszene und dann den Bruch zur Realen Welt zu setzen. Im Gegenteil, *wenn* ich mir denken würde:
"Woah, wie willst du die Gedankenwelt des Chars darstellen so das noch was Mysterie entsteht und es Psychic rüber kommt, was gibt's denn für handwerkzeug..."
Dann würde es nichts, dann ginge es in die Brüche und würde künstlich wirken. Es könnte funktionieren, wäre aber künstlerisch gesehen doch falsch?

> Ein fortgeschrittener Schreiberling wie z.B. auch du oder meine Wenigkeit, wir wissen im groben, wie wir unsere Ziele erreichen.

Als ich Flucht geschrieben habe, wußte ich es nicht.
Und ich bin nicht stolz darauf das ich damit Ziele bei anderen erreiche. Sondern das ich beim lesen, selbst wieder, ein bisschen Emo werde. Das es mich selbst beruehrt.

Ich hatte damals auch Erfahrung, aber hauptsächlich mit Yaoi FFs und vorzugsweise Genres die man eigentlich bäh finden könnte. (Key, PWP, NC und härter - IC kann man das essen?) ^^;

Die meisten User-Chans hier lesen auch viel.
Yaoi Sachen wo ich mittlerweile weg von bin.

>> Ich wuerde anderen nicht das Schreibtalent absprechen.
>> Gemessen an ihren Erwartungen, Zielen, schreiben sie perfekt.
>
> Gemessen an den Erwartungen, die hier in diesem Thread zuweilen herrschen ist es das nicht.

Ahjo. Es gibt den Spruch:
Es allen Recht zu machen ist eine Kunst die keiner kann.

Was zählt sind doch letztlich nur die eigenen Erwartung und Ziele. Ist doch egal ob wer anders das k*tz*n kriegt und meint man hätte es sein lassen sollen.

Mal ernsthaft, weiter oben, werden nicht explizite PWPs gewünscht bzw. munter über den Porno Style von Sex basierten Geschichten gelästert. Würden sich das die Autoren zu herzen nehmen, gäbe es keine Pornos und andere Sex Geschichten mehr.
Hätten die Leser, wo das lesen wollen, Pech gehabt.

>> Nur fehlt ihnen uU jegliches Talent etwas zu schreiben das mir zusagt. Vermutlich nicht nur das Talent, sondern es wuerde, aus ihrer Sicht, gar keinen Sinn machen das zu schreiben was mir gefaellt - weil sie es selbst gruetzig faenden.
>
> Ich denke, du verwechselst hier gerade Talent und Wollen.

Nein, eigentlich nicht.
Man kann doch den Leuten nicht vorschreiben was sie wollen sollen oder behaupten das da kein Wille wäre, es mit dem rechten Wille nur ginge?

Entweder man will es oder man will es nicht. Fertig.
Nun und dann macht man es nach seinem Talent oder nicht. Aus.
Hauptsache man mag es selbst.

> Hast du schon mal bei einem FF-Wichteln teilgenommen?

Nope.
Ich wichtele allgemein, aus Prinzip, nicht und FF Wichteln verträgt sich nicht mit meiner Einstellung zur Inspiration bzw. dem schreiben.

> Ich habe auch das Talent dazu, Sachen zu schreiben, die ich normalerweise nicht schreiben wollen würde.

Ahja, aber wieso sollte man etwas schreiben das man nicht auch will? Rein technisch kann ich das auch. Habe schon in Rollenspielen mitgespielt wo man dann halt seine 500 - 1500 Wörter Geschichten die Woche zustande bringen mußte, sollte.

Nur entweder will man es oder nicht.
Dann macht man es, mit dem Talent wo man hat, oder macht es so wie man es ohne kann. Aber ich denke das man sich nicht wirklich entwickelt.

>> Einer der Punkte die mich bei FFs stoeren sind:
>> Leser die glauben den Autor vorschreiben zu duerfen was als naechstes passiert. Dicht gefolgt von den Autoren die das machen. Imho ist zwischen Leser und Autor eine Grenze die nicht beruehrt werden sollte.
>
> Natürlich, ein Autor sollte sich nichts vorschreiben lassen. Vor allem nicht Sachen alla "Schreib Pairing A/B in diese FF!"

Bezieht sich mehr auf allgemeine Dinge wie:
a) Die Geschichte sollte nun den Verlauf einschlagen.
b) Die Geschichte sollte doch in einem ganz anderen Stil geschrieben werden

Ich mag beides nicht.
Anmerkungen im Rahmen ok, aber nichts zum Verlauf und nichts gravierendes zum Stil. Im nachhinein ist es auch in Ordnung.
Aber nicht so, zwischen den Kapiteln, das geht gar nicht.

>> Fuer mich ist Schreiben eine Sache der Freude und Ausdruck.
>> Es bringt nicht es zu wollen und zu ueben, aber keine Freude und Ausdruck zu haben. Nun und wenn man Freude hat und etwas zu erzaehlen, dann ist das wollen hinfaellig und das Ueben unnoetig.
>
> Spätestens, wenn man sich nicht nur selbst erfreuen will, sondern auch ein Publikum ansprechen will, ist aber das Wollen und das Üben wieder mit drin.

Man ist sein eigenes Publikum.
Das Publikum hat gefälligst die selben Ansprüche, den selben Geschmack und die selben Vorlieben zu haben wie ich. Fertig.

Ich schreibe z.B. nicht für Leute die Anne Rice für begnadet halten oder die HdR wegen den vielen Landschaften toll finden. Man kann auch gar nicht für all die verschiedenen Geschmäcker gleichzeitig schreiben.

Denn dann will man ja die Ansprüche eines Publikums erfüllen und um diese zu erfüllen, kann es nötig sein, noch ein wenig üben zu müssen.

>> Wieso verdammt?
>> Nuechtern betrachtet, macht es denen Spass.
>> Die Schreiben gerne und mit Begeisterung Harry/Draco Slash Fan Fiction.
>> Sie freuen sich wenn sie Kommentare kriegen, sie freuen sich ueber die Aufmerksamkeit, sie freuen sich wenn sie sich vorstellen wie Harry und Draco rumknutschen; sei da noch soviel OOC und das Thema tausendfach schon da gewesen.
>
> Und sie würden sich vielleicht noch viel mehr freuen, wenn ihre FFs noch besser geschrieben wären und vielleicht noch viel mehr Fans anlocken, die dass ganze Lesen und schreiben. :)

Würden sie sich wirklich freuen?
Nüchtern gesehen, die lieben es zu quietschen.
Sie sind jung und quitschig oder alt und jung geblieben. Streicht man denen die Autoren Kommis raus, quitsched es nimmer cool genug. Die mögen ~ und // und .oO und was auch immer im Text - genauso wie sie Hello Kitty Sachen mögen. Die wollen ihren Slang lesen, weil sie ihn cool finden. Verschiedene Wörter oder zu lange Sätze kapieren die einfach nicht.

Eine Harry/Draco FF die ein Großteil in dem Thread hier gut findet wäre den Autoen zu:
- fad
- langweilig
- kompliziert
- stocksteif
- uncool
- unverständlich
- zu wenig hip
- unemo

>>> Und ja, natürlich, wer nicht üben will, weil ihm reicht, was er kann, der wird sich nicht oder nur kaum verbessern.
>>
>> Die Frage ist doch auch in wie weit man sich, objektiv gesehen, verbessern kann.
>
> Teilweise wirklich drastisch. Ich seh's an mir selbst.

Auf das Ziel hin eine Squeeeige-Slash FF zu schreiben?
Ich mein, so wie ich das verstehe, leiden die hier kritisierten FF ja vielleicht an vielen, aber nicht am Fan Mangel.

>> Wenn man es so lesen will ist es perfekt.
>> Wenn man es so nicht lesen will, sollte man es halt anders machen.
>
> Richtig. Wenn man es so nicht lesen will, sollte man es anders machen. Und dazu muss man ersteinmal wissen, wie man es anders macht.

Mit Worten?
Gerade Schreiben ist doch etwas wo man das Rad täglich neu erfinden kann. Wie tausende Geistesblitze der Richtung:
"Hey, es ist bestimmt eine total cool krasse neue Idee die Serien Besatzung XY auf eine Highschool zu verfrachten."
beweisen.

> Und genau dieses Wissen - das kann man durch Beobachten, Ausprobieren und Üben lernen. Wenn, ja wenn und auch nur wenn man es will.

Man lernt aber nur von sich, was man eigentlich schon immer hatte, denk ich.
You might say everyone of us is a fiddler on the roof
trying to scratch out a pleasent simple tune
without breaking his neck

Meine NGE FanFiction Flucht



Von:    _Risa_ 27.06.2008 12:11
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Ist euch eingentlich schon aufgefallen, dass in einer Shounen-Ai-Fanfction es meistens keine Mädchen gibt!? Und heterosexuelle Jungs, als Nebencharaktere zum Beispiel, sind auch seltenste Aussahme. Gibt es dann doch ein Mädchen wird sie von der Autorin gebasht. Daweil sind diese Autoren doch meistens selbst weiblich.

Entweder ich klicke immer auf die falschen Fanfction, oder es sind wirklich so viele, aber warum gibt es denn kaum noch Mädchen in Shounen-Ai-FFs. Ich finde das ehrlich schade, dass es so ist...



Von:   abgemeldet 27.06.2008 12:45
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Frage: Was ist dir lieber?
Wenn der weibliche Autor sein eigenes Geschlecht parodiert oder wenn der Autor das umgeht, indem er das komplett rauslässt?

Anders gesehen: Man kann es bei so etwas niemanden mit den Mädchen Recht machen. Denn sie sind entweder die große Bitch oder die beste Freundin und das ist beides ausgelutscht und stereotypisch. Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass es da noch etwas Drittes geben mag, denn wenn eine weibliche Person neutral zu irgendetwas steht, dann ist sie für eine solche Geschichte doch so betrachtet schon wieder überflüssig...

Hmm... Plötzlich kommen mir SAs sehr minimalistisch vor. Oo;

Davon mal abgesehen:
Ich finde es immer wieder amüsant, wenn die wenigen Damen in diesen FF als 'Ratgeber für Verliebte' herhalten müssen. Ich persönlich würde nichts von der Liebesbeziehung zweier Männer wissen wollen - Freundschaft hin oder her... Das geht mich 1. doch gar nichts an und 2. hat man davon doch dann eh keine Ahnung.
...
Schlimm finde ich es auch, wenn die Frauen dann anfangen über die Probleme von Y zu philosophieren und X dann ja total 'aufgeklärt' und 'verständnisvoll' wird... ehe er bei Y ankriecht und meint: "Ohhhh! Ich habe das ja alles nicht gewusst, Y! Ich liebe dich so! Lass uns nun heißen Sex haben!" <__<:
Am Anfang jeder endlichen Ewigkeit steht ein ewiges Ende und somit schmerzvolle Gleichgültigkeit lebloser Gefühlsregung...
© abgemeldet
Zuletzt geändert: 27.06.2008 12:51:33



Von:    Ryourin 27.06.2008 13:26
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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Was mich des öfteren leicht irritiert, ist die Redewendung "Stop PMSing". (Ahnlich wie "Hast Du Deine Tage?" im Deutschen) Wenn es Kerle _untereinander_ verwenden. Hört sich für meine Ohren danach an, als wolle der Schreiberling "cool" klingen.

Ich lese das immer öfter in Slash-FFs und es nervt mich einfach unheimlich (eines meiner "pet peeves"). >_>
»God is just a concept, but music is tangible.« (Quinn Allman)



Von:   abgemeldet 27.06.2008 14:05
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>"Stop PMSing"

Habe ich (bis jetzt natürlich)...noch nie gelesen/gehört.
Ich glaube, ich bin auch irgendwie sehr erleichtert darüber...
Am Anfang jeder endlichen Ewigkeit steht ein ewiges Ende und somit schmerzvolle Gleichgültigkeit lebloser Gefühlsregung...
© abgemeldet



Von:    Teyl 27.06.2008 15:34
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
> Habe ich (bis jetzt natürlich)...noch nie gelesen/gehört.

Prämenstruelles Syndrome
Soll dann wohl soviel heissen wie:
"WOAH ich glaub die hat ihre Tage"

(kann sein das ich es schonmal in englischen Serien hoerte, weil die zu der Regel nicht Rule oder Tage sagen)
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Meine NGE FanFiction Flucht
Zuletzt geändert: 27.06.2008 15:36:09



Von:   Arcturus 27.06.2008 17:27
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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@ Teyl

Spoiler
> > Und dann geht die Sache in die Brüche, weil man nicht weiß, was man tut, bzw wie man erreicht, was man tun will, vor allem dann, wenn man sich mit der Materie noch nicht so lange befasst.
>
> Wieso? Die Frage ist ehrlich gemeint.
> Wenn man eine Geschichte erzählt, von der man weiß, das man sie erzählen will und was man mit ihr transportieren möchte, kann nichts in die Brüche gehen.

Ähm. Meiner Meinung nach kann es dass sehr wohl.
Was bringt es mir, zu wissen, WAS ich sagen will, wenn ich nicht weiß, WIE ich es sagen kann? Das Wissen "Ich will jetzt eine dramatische Szene schreiben!" hilft mir noch lange nicht, wenn ich schlicht nicht weiß, wie ich Dramatik erzeugen kann. (Nämlich indem ich z.B. stark auf die Gefühle der Personen eingehe.) Wenn ichs nicht weiß, kanns ganz schnell mal passieren, dass ich eine Geschichte vor mir habe, die den Inhalt transportiert, den sie transportieren soll, aber die dann trotzdem im Papierkorb landet, weil man nicht mit den Charakteren mitfühlen kann. Und dann ist es für mich sehr wohl in die Brüche gegangen.

> Zumindest wenn man für sich und nicht für andere schreibt. Wobei mir nicht allzuviele gute Gründe einfallen, für wenn anders als mich zu schreiben.

Wieso man für andere schreibt?
Nun, ich schreibe u.a. für andere, weil es mir schlicht Spaß macht, wenn sich nicht nur ich mich an meinen Geschichten erfreuen kann, sondern auch andere und auch, weil es für mich eine spannende Herausforderung ist, etwas zu schreiben, dass auch die Wünsche anderer anspricht/ansprechen könnte.

> Dazu gehört dann auch das ich z.B. Flucht, einmal großflächig zusammen strich, und Passagen neu schrieb, weil mir auf fiel das Shinji nicht Shinji war sondern ich gerade meine pers. Eva Theorie breit trat.
> Aber es ist doch kein in die Brüche gehen?

Um das zu bewerten, müsste ich erstens "Flucht" lesen und genau das wissen, was du dir zu dieser Geschichte vor, bei und nach der Entstehung gedacht hast.

> Ich muß keine Stilmittel studieren, damit ich so etwas schreiben kann wie eine Traumszene und dann den Bruch zur Realen Welt zu setzen. Im Gegenteil, *wenn* ich mir denken würde:
> "Woah, wie willst du die Gedankenwelt des Chars darstellen so das noch was Mysterie entsteht und es Psychic rüber kommt, was gibt's denn für handwerkzeug..."

Darum geht es doch gar nicht.
Nutzt du das Wissen, dass du hast, immer nach diesem Prinzip?
Denkst du in etwa so: "Woah, ich habe Hunger und da ist ein Stück zu Essen und eine Gabel und ein Messer. Wie esse ich jetzt am besten?"
Ich denke nicht.
Du nimmst einfach nur Messer und Gabel in die Hand und schneidest dir dann ein Stück von dem Essen ab, dass du dir dann in den Mund schiebst, es durchkaust und runterschluckst.
Dennoch brauchst du dafür das Wissen:
- Das da ist was zu Essen.
- Das da sind Messer und Gabel.
- Mit der Gabel pieke ich in das Essen, schneide mir dann mit dem Messer etwas ab und schiebe mir dann das abgeschnittene Stück Essen in den Mund, kaue es gut durch und schlucke es runter.
- Mache ich das mehrmals hintereinander bin ich irgendwann hoffentlich satt.
Wenn du aber nicht mit Messer und Gabel umgehen kannst, musst du erst den Umgang damit lernen und üben, bevor du es so automatisch nutzen kannst, wie du es im normalen Leben eigentlich tust.
Denn ohne dieses Wissen und die nötige Übung würdest du sonst vielleicht versuchen, mit der Gabel zu schneiden oder dir das Messer in den Mund stecken und darauf herumkauen.

Beim Schreiben ist es nicht wirklich anders. Du hast das, was du schreiben willst, du weißt, wie du es erreichst und schreibst. Dieses Wissen hast du aber nicht von Anfang, sondern dir irgendwie erworben, z.B. indem es dir jemand beigebracht hat (z.B. in der Schule), du dir Bücher durchgelesen und es dabei (unterbewusst) gelernt hast, indem du dir Tutorials durchgelesen hast, es schlicht ausprobiert hast (Trial und Error), oder, oder, oder.
Und manche Leute haben das halt schneller drauf, andere Leute brauchen länger. Einige Leute legen mehr Wert darauf, sich weiteres Wissen anzueignen (in meinem Essensbeispiel wäre das dann z.B. das Wissen über die verschiedenen Messerarten - damit schneide ich Fisch, damit Fleisch und damit sonstewas), anderen genügt das Wissen, dass sie haben.

> Mal ernsthaft, weiter oben, werden nicht explizite PWPs gewünscht bzw. munter über den Porno Style von Sex basierten Geschichten gelästert. Würden sich das die Autoren zu herzen nehmen, gäbe es keine Pornos und andere Sex Geschichten mehr.
> Hätten die Leser, wo das lesen wollen, Pech gehabt.

Was der Autor sich zu Herzen nimmt, dass sollte er immer noch selbst entscheiden. Dennoch ist es wohl niemandem verboten, seine Meinung und seine Wünsche zu äußern.
Ich wollte nur gegen die Aussage, dir hier in diesem Thread immer wieder herumgeistert (das User-chan, das nicht (so) gut schreiben kann, solle doch bitte einfach damit aufhören soll, obwohl es sich bei dieser Tätigkeit schlicht um ein Hobby handelt), angehen, unter anderem, weil ich es als Dreistigkeit empfinde, es jemand verbieten zu wollen.
Ich verstehe nicht wirklich, wieso du dagegen anargumentierst, denn anscheinend sind wir dabei ja einer Meinung.

> > Ich denke, du verwechselst hier gerade Talent und Wollen.
>
> Nein, eigentlich nicht.
> Man kann doch den Leuten nicht vorschreiben was sie wollen sollen oder behaupten das da kein Wille wäre, es mit dem rechten Wille nur ginge?
>
> Entweder man will es oder man will es nicht. Fertig.
> Nun und dann macht man es nach seinem Talent oder nicht. Aus.
> Hauptsache man mag es selbst.

Wir haben echt extrem unterschiedliche Auffassungen von "Talent".

> Man ist sein eigenes Publikum.
> Das Publikum hat gefälligst die selben Ansprüche, den selben Geschmack und die selben Vorlieben zu haben wie ich. Fertig.

*lacht*

> Ich schreibe z.B. nicht für Leute die Anne Rice für begnadet halten oder die HdR wegen den vielen Landschaften toll finden. Man kann auch gar nicht für all die verschiedenen Geschmäcker gleichzeitig schreiben.

Wo habe ich behauptet, dass man das soll?

> Würden sie sich wirklich freuen?
> Nüchtern gesehen, die lieben es zu quietschen.
> Sie sind jung und quitschig oder alt und jung geblieben. Streicht man denen die Autoren Kommis raus, quitsched es nimmer cool genug. Die mögen ~ und // und .oO und was auch immer im Text - genauso wie sie Hello Kitty Sachen mögen. Die wollen ihren Slang lesen, weil sie ihn cool finden. Verschiedene Wörter oder zu lange Sätze kapieren die einfach nicht.

Wie schön du verallgemeinern kannst. :D

> > Und genau dieses Wissen - das kann man durch Beobachten, Ausprobieren und Üben lernen. Wenn, ja wenn und auch nur wenn man es will.
>
> Man lernt aber nur von sich, was man eigentlich schon immer hatte, denk ich.

Kannst du das bitte mal genauer erklären? Ich steige bei diesem Satz wirklich nicht durch, was du mir sagen willst.


@ abgemeldet
> Hmm... Plötzlich kommen mir SAs sehr minimalistisch vor. Oo;

Nicht wahr?
Schade, eigentlich.



Von:    Shin-no-Noir 27.06.2008 18:31
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass es da noch etwas Drittes geben mag, denn wenn eine weibliche Person neutral zu irgendetwas steht, dann ist sie für eine solche Geschichte doch so betrachtet schon wieder überflüssig...

Na ja, kommt drauf an. o.o
Ich meine, wenn es um eine Oneshot geht, stimme ich dieser Aussage sogar bedingt zu.
Aber vor allem, wenn die Romanze nicht im Mittelpunkt steht, lässt sich auch in Shounen-ai-Fanfics viel mit dem weiblichen Geschlecht machen.
Theoretisch.
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.




Von:   abgemeldet 27.06.2008 20:16
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Du sagst es. Theorethisch...

Ich finds ein kleines bisschen schade. Schliesslich können Frauen, man(n) glaub es kaum, ein kleines bisschen mehr als nur gut aussehen, sich schminken und herumzicken...
Und... auch wenn die Stereotypen Frauen und Mädchen in SAs manchmal ein bisschen ausgelutscht sind... es gibt immer wieder Autoren, die es schaffen, auch solche von grund auf Stereotypen Personen interessant zu gestalten.

Ach ja, etwas, dass ich einfach nie mehr sehen will, sind X Japan FFs, die als einzige Handlung haben "Yoshiki liebt hide, der ist aber tot und Toshiya versucht nun, an Yoshiki heranzukommen und hat mit diesem nach spätestens drei Kapitel wunderbaren Sex."
Ich kanns nicht mehr lesen... die Leute haben einfach verdammtnochmal keine Ahnung, wie sich das anfühlt, wenn jemand, der einem so wichtig war, stirbt.
Und selbst wenn man diese Trauer so einfach überwinden könnte...
Verdammt noch mal, ich würde mich nie im Leben trauen, soetwas zu schreiben, dafür ist mein Respekt und meine Bewunderung für diese Band zu stark.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie man behaupten kann, man sei Fan einer Band und besagte Band dann so... oberflächlich und... trunksüchtig... nymphomanisch... durchgedreht... abnormal... suizidgefährdet... darstellen kann...
ich verstehs einfach nicht... bei einer Band wie Tokio Hotel oder Cinema Bizarre oder auch The Rasmus oder HIM oder meinetwegen sogar L'Arc En Ciel oder Dir En Grey mag das ja gehen... aber bei X Japan?

PS: Ich bin ein ziemlicher Fan aller oben genannten Bands und ich will niemanden beleidigen oder nerven
... aber...
*seufz*
X Japan stehen einfach zu hoch, als dass man solchen Schrott über sie schreiben könnte...
schliesslich würde ja kaum jemand auf die Idee kommen, soetwas über die Rolling Stones oder über Jimi Hendrix zu schreiben...
Oder hab ich das einfach verpasst?
Zuletzt geändert: 27.06.2008 20:18:17



Von:    Shin-no-Noir 27.06.2008 20:38
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
Avatar
 
Ich würde mir ohnehin sehr komisch dabei vorkommen, eine Fanfic über real existierende Leute zu schreiben (oder zu lesen), die nicht unter die Kategorie "Humor/Parodie" fällt.
Wem das nicht so geht, der kann das natürlich gerne machen, aber ich finde auch, dass man sich da dann doch erst recht viel Mühe geben sollte, etwas halbwegs Vernünftiges zustande zu bekommen.
Wobei ich von Geschichten über Berühmtheiten aus dem RL glücklicherweise nicht allzu viel mitbekomme. o.o

Hm... mir ist noch etwas eingefallen, was mir auf den Keks geht:
Wenn der Autor offenbar der Meinung ist, ohne eine feste Beziehung könnte niemand leben, und sich diese Einstellung überdeutlich in der Fanfic widerspiegelt. Meistens sind auch die engsten Freundschaften dann plötzlich Nebensache und so ziemlich jeder Chara ist nur noch damit beschäftigt, mit seinem jeweiligen Partner rumzuturteln - und zwar wirklich pausenlos, die ganze Fanfic über.
Der Mensch lebt unter Menschen,
er sucht ewig nach Liebe,
doch was er findet, ist die Sünde.

Zuletzt geändert: 27.06.2008 20:42:04



Von:   abgemeldet 27.06.2008 21:15
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
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>Wenn der Autor offenbar der Meinung ist, ohne eine feste Beziehung könnte niemand leben, und sich diese Einstellung überdeutlich in der Fanfic widerspiegelt.

Kommt immer darauf an, wie der jeweilige Autor 'Beziehung' definiert und auffächern kann. Ohne niemanden kann kein Mensch, weil der Mensch ein Gruppentier ist.

Aber du hast ja genau verdeutlicht, was genau du nicht gutheißen kannst und ich bin deiner Meinung. Ein Grund, warum ich reine 'Wer mit wem?'-FFs nicht lese, da die Kapitel sich dann so extrem splitten und aus lauter PoV-Wechseln bestehen...
Bei RPGs ist es auch so schlimm... Keiner ist mehr irgendwie richtig aktiv, weil alle in ihrer eigenen Handlung festsitzen... <_<;
Am Anfang jeder endlichen Ewigkeit steht ein ewiges Ende und somit schmerzvolle Gleichgültigkeit lebloser Gefühlsregung...
© abgemeldet


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