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Thread: Politische Einstellungen...

Eröffnet am: 31.03.2010 08:42
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- Politik




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Von:   abgemeldet 23.11.2010 19:20
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@ Azamir:

>*bwahahahahahahaha*
>Dir ist schon bewusst, in welcher Größenordnung der deutsche Staat seinen >JÄHRLICHEN Haushalt verabschiedet?
>Und ich kann dir sagen, was jedes Jahr teurer ist, als die Bankenrettung >es je war: unsere Sozialausgaben, also Arbeitslosengeld, Hartz IV, >Sozialhilfe, Kindergeld, und und und und und und, was es halt im Namen des >"Sozialstaats" alles so an Geld für die armen "armen" Bürger gibt.

Die Bankenrettung hat 480 Milliarden Euro gekostet.
Dagegen kostet ALG 2 den Bund 34,9 Milliarden Euro inklusive Verwaltung.
Ich glaube dir mal, dass "der ganze Sozialstaat" insgesamt mehr kostet, aber du kannst nicht alle Programme unter einen Hut stecken.
Außerdem hat man in vielen dieser Fälle wenig Spielraum. Schließlig will man ja nicht, dass in Deutschland Menschen unter dem Existenzminimum leben.
Dass der Staat so viel Geld für ein Projeckt so schnell bewilligt ist selten genug, dass man dafür zur Wahlurne rufen kann.

>Und die Entsendung der Truppen nach Afghanistan hat mit einer >Kriegserkärung nicht das geringste zu tun... Afghanistan ist ja auch >offiziell kein Krieg, sonst wäre das ganze etwas komplizierter XDDD.

Ist das ein Scherz?
Du meinst das ist kein Krieg, nur weil er nicht offiziell erklärt worden ist. Was die Regierung offiziell sagt, hat nichts mit der Realität zu tun. Hitler hat der Sovietunion auch nie den Krieg erklärt. Pearl Harbour erfolgte ohne Kriegserklärung, und in Korea und Vietnam wurde auch kein Krieg erklärt. Laut Wikipedia ist "Krieg ein organisierter und unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind" - nicht mehr und nicht weniger.

>Du hast hier ein wunderbares Beispiel gebracht, warum direkte Demokratie >völlig unpraktikabel ist, denn die breite Bevölkerung hat insbesondere bei >den großen "Aufreger"-Themen nicht den blassesten Schimmer, was da warum >entschieden ird - sonst würde sie sich nicht so aufregen.

Auf den Punkt der breiten Masse gehe ich später ein, aber vorher ein Kommentar zu dem Wort "Aufreger"-Thema. In Afghanistan sind 25000 Menschen gestorben. Verlangst du von der politik, dass sie sich nicht darüber "aufregt"?
Und hast du vergessen, dass wir nur wegen dem großen "Aufreger"-Thema, das sich 11. September nennt, überhaupt in Afghanistan sind.

>Unsere Beteiligung in Afghanistan hängt mit unserer Beteiligung an >internationalen Bündnissen wie der NATO und der UNO zusammen. In diesen >über einzelne Länder hinausgehenden Bündnissen wird entschieden, wie man >mit anderen Staaten umgeht, und dort wurde auch beshclossen, dass man die >Herrschaft der Taliban in Afghanistan beenden will, um ein Zentrum des >internationalen Terrorismus, der alle Staaten, insbesondere jedoch die >westlichen Industrienationen, bedroht, auszuräuchern. Hat nicht so >geklappt, wie man sich das dachte, aber insbesonder bei der ersten >Entsendung der Truppen waren die Deutschen noch im großen und ganzen dafür.

Es gibt schon genug Präzidenzfälle dafür, wie man trotz Mitgliedschaft die Entsendung von Soldaten verweigern kann.

>Was ide Bankenrettung angeht: Es handelte sich bei jenen "Rettungsbudgets" >eigentlich durchweg um Staatsbürgschaften. Eine Bürgschaft bedeutet, dass >im FALL der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners der Bürge einspringt und die >Schuld begleicht - wenn also die Bank, die eine Saatsbürgschaft erhalten >hat, an jemand nicht zahlen kann, dem sie Geld schuldet, dann kann der >Staat dieses Geld zahlen müssen. Es ist also nicht so, als hätten sie den >Banken das Geld einfach so geschenkt und bekämen es nie zurück, es ist eine >Sicherheitsmaßnahme, die den einzelnen Schuldnern (im Zweifel auch einzelne >Sparer und Unternehmen, die ihr Vermögen auf der Bank liegen haben) sagt, >"hey, wenn die Bank euer Geld nicht direkt hat, bekommt ihr es trotzdem!". >Ich glaube auch nicht, dass übermäßig viele dieser Bürgschaften tatsächlich >(und insbesondere in der vollen Höhe) ausgereizt wurden, es ging in der >akuten Situation darum, dass niemand ausrastet und nur um sicherzugehen, >dass er es überhaupt noch bekommt, sein ganzes Geld zurückfordert und aus >dem delikaten Finanzkreislauf entfernt. Eine Panik verhindern, die >andernorts schon voll ausgebrochen war - denn wenn eine Bank pleite geht >stehen ALLE, denen sie Geld schuldet, auf gelicehr Stelle - und wenn deine >100.000€ da liegen, dann weißt du bei der Insolvenzanmeldung nicht, ob du >die noch bekommst. Und genau das hat so mancher Ban in der Kriese auch das >Rückrad gebrochen, weil ALLE ihr Geld wieder haben wollten, und damit die >Bank garkein Kapital mehr zur Verfügung hatte, mit dem sie ihre Verluste >wieder ausbessern konnte.
>
>In Deutschland haben auch Leute, deren Vermögen eigentlich vollständig vom >Sicherungsfonds abgedeckt sind, und die eine Garantie hatten, dass sie ihr >ganzes Geld wieder bekommen würde, hergegnagen und haben ihr Geld lieber >abgehoben und in ein Schließfach gestopft. vollkommer Unsinn, aber um das >in größerem Ausmaß zu verhindern, hat der Staat jene Bürgschaften gegeben, >die auch auslaufen werden. Damit nicht ein ganzes System zusammen bricht, >an dem mehr als nur Banken hängen - sondern eigentlich alle Unternehmen, >die auf der Welt Arbeitsplätze vergeben, denn ohne Bank keine Kredite, und >ohne Kredite keine Investitionen in den Unternehmen, und ohne diese >Investitionen können viele Firmen garnicht arbeiten.

Es war ein Geschenk in dem Sinne, dass das Geld, das sie rechtlich zahlen mussten, vom Steuerzahler gezahlt wird. Und der Bund hat nichts dafür zurück bekommen.
Diese Diskussion führt uns aber nicht weiter, denn es geht nicht um die Entscheidung an sich, sondern darum ob das Parlament oder eine Volksabstimmung diese treffen soll.

>Ich denke mir, dass die Leute sich mal wieder mehr über das informieren >müssen, was in unserer Welt passiert - und lernen müssen, dass es >Zusammenhänge gibt, die sehr sehr viel größer und weitreichender sind, als >sie es auf den ersten Blick erscheinen. Ohne dieses Wissen ist jede >politische Entscheidung totaler MIST dun QUATSCH - weil man emotional >statt rational handelt, und meine Zukunft nicht von emotionalem Bullshit >irgenwelcher uninformierter Leute abhängen soll, danke.

Und jetzt kommen wir zu dem "Die Mehrheit der Menschen sind doch alles Idioten"-Argument:
1. Woher willst du wissen, dass die Leute, die in der Regierung sitzen gut informiert sind, und sich nicht von "emotionalem Bullshit" leiten lassen? Der Afghanistan-Krieg war ein perfecktes Beispiel dafür, wie sich die Entscheidungsträger nach dem 11. September total emotional verhalten haben, und wir haben ja gesehen was daraus geworden ist. Es gibt keinen IQ-Test fürs Parlament, und auch keine Zwischenprüfung, ob man gute Arbeit leistet.
2. Wieso stört es nicht, dass in unserem Systhem, irgendwelche uninformierten Leute die Personen wählen, die die Entscheidungen treffen?
Das Konzept Demokratie ist ja, dass die Massen indireckt ja doch an der Macht sind.



Von:    Azamir 23.11.2010 20:53
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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>ußerdem hat man in vielen dieser Fälle wenig Spielraum. Schließlig will man ja nicht, dass in Deutschland Menschen unter dem Existenzminimum leben.
>Dass der Staat so viel Geld für ein Projeckt so schnell bewilligt ist selten genug, dass man dafür zur Wahlurne rufen kann.

eh, NEIN.
dir sind weder Logistik von Wahlen, noch deren rechtsstaatliche Vorarbeiten etc pp. bewusst. insbesondere in der Bankenrettung ging es darum SCHNELL zu reagieren - die 2 Monate Vorlaufzeit für einen (faktisch sowieso unmöglichen, weil nicht rechtlich vorgesehenen) korrekt durchgeführten Volksentscheid auf Bundesebene wären da nicht drin gewesen. Bzw. hätte man es sich dann auch wieder sparen können, weil die wirklich labilen Banken schon pleite gewesen wären, und der Rest die akute Krise vielleicht irgendwie anders überstanden hätte.

Und generell möchte ich dich erneut auf den Denkfehler hinweisen, wenn du forderst, dass Entscheidungen mit einem bestimmten Finanzvolumen pauschal vom Volk direkt entschieden werden sollten. Dann müsste der jähriche Bundeshaushalt vom Volk genehmigt werden, und worin DAS enden würde, will ich garnicht weiter ausführen, als bis zu dem Szenario, dass es einmal NICHT genehmigt würde. Dann müsste man ALLE Zahlungen den Bundes einfrieren, da man ja kein Recht dazu hat, dieses Geld ohne die Zustimmung des Volkes zu verteilen. keine Beamtengehälter (Polizei, Gesundheitsämter, Gerichte, Sachbearbeiter in diversen Behörden,...), Sozialleistungen, laufende Kosten für Gebäude o.ä. (Strom für Schulen, Behörden, ...), und so weiter.

Somit ist die Volumen-Grenze für autonome Parlamentsentscheidung Käse. Auch der nebulöse Begriff "Großprojekt" ist genau das: nebulös. ab wann isses groß, ab wann isses ein Projekt?

@ Krieg in Afghanistan
Es ist offiziell kein Krieg.
Ich persönlich finde das, was dort passiert, auch nicht gut, frage mich aber tatsächlich nach der Alternative. Wenn wir jetzt Holter-di-Polter einfach wieder abziehen, hat das auch niemand was gebracht. Leider gibt es keine Patentlösung dafür, ein 20 Jahre lang richtig schön dumm gehaltenes Volk jetzt innerhalb weniger Jahre aus den Klauen ihrer unmündigkeit rauszubekommen. Afghanistan hat das gleiche Problem wie weiter Teile Afrikas auch: Korrupte Eliten, vollkommen ungebildete Bevölkerung, schlechte versorgungslage der Bevölkerung, und alles was daraus eben folgt. Dazu dann noch der dreckige Krieg, der dort inzwischen seit 30 jahren herrscht - seit sich die Sovjets 1980 eingebildet haben dort einmarschieren zu müssen.
Ja, de facto ist es ein Krieg.
Dennoch gab es nie eine Kriegserklärung und in offiziellen Kreisen wird es deswegen NICHT wie ein Krieg behandelt.

In einer sachlichen Diskussion muss man auch seine Begriffe sauber benutzen, und eine Kriegserklärung eines Landes ist etwas anderes, als das, was Deutschalnd gemacht hat, als es seine Truppen als Teil der gemeinschaftlichen Mission hingeschickt hat.

Ja, es hätte Mittel und Wege gegeben, sich nicht zu beteiligen. Ich weiß nicht, wie viel DU 2001 schon von Politik mitbekommen hast, ich selbst war damals 12, und ich habe die Stimmung und das Entsetzen noch vor Augen. Dass "nur" ein regulärer Angriff auf Afghanistan erfolgte (und kein Nuklearschlag!) war damals schon die moderatere Reaktion. Ich kam grade von meinem ersten Schultag in einer neuen Schule nach Hause, als ÜBERALL, auf jedem Sender, die Anschlagsbilder kamen. Eine derartige Sache hatte bis dahin noch niemand erlebt. Ich war noch jung, hatte aber schon ein rudimentäres Verständnis von dem, was dort abging - und dass man es nicht zulassen konnte, dass so etwas nochmal passiert, war irgendwie klar.

Ja, in gewisser Weise war es eine "emotionale" Entscheidung, sich Afghanistan vorzuknöpfen, aber der Schock, so ausgeliefert zu sein, nach dem man über 10 Jahren lang endlich den kalten Krieg hinter sich gelassen hatte, war auch eine besondere Situation.
Und es ist leider absehbar, dass in dem Moment, in dem Afghanistan wieder sich selbst überlassen wird, das Land wieder zum zentralen Hort und Terroristenausbildungslager werden wird.

Das macht das ganze nicht besser, aber im gegensatz zum Irak-Krieg ist an der Sache mit Afghanistan von Anfang an was dran gewesen. Es hat nicht funktioniert, weil das Land schlicht zu kaputt ist. eigentlich müsste man es aufsplitten, jede Region seperat aufbauen und dann schauen, ob sich die Volksgruppen in dem Haufen irgendwann selber zusammenraufen. not gonna happen, also... haben wir den Salat.

Es gibt selten einfache Lösungen. und genau deswegen bin ich gegen mehr direkte Demokratie. Wer hat denn die ZEIT, sich in jeder der Probelem tief einzuarbeiten?

Die Politiker haben diese Zeit (theoretisch). Sie machen den ganzen Tag (theoretisch) nix anderes, als sich mit bestimmten politischen Problemen auseinander zu setzen. Ich und die meisten anderen Bürger haben andere Berufe, die unseren Tag füllen, deswegen ist ein system mit Berufspolitikern/Vollzeitparlamentarier an und für sich nicht dumm.

Leider funktioniert halt nie alles, wie es soll.

und was die Demokratie an sich angeht: sie ist kein ideales System, eben weil viele Leute absolut uninformiert irgendwas auf dem Zettelchen ankreuzen. Uns ist leider noch kein besseres System eingefallen.

Und nur manche Menschen sind absichtlich Idioten - die meisten haben aus dem einen oder anderen Grund halt weniger Wissen. nur finde ich es halt ziemlich übel, wenn Leute, die sich über Themen, zu denen sie was sagen, zu wenig informieren. Und wenn man über konkrete Projeke abstimmen soll, MUSS man etwas über dieses Projekt wissen. alles andere ist ziemlich bescheuert.

Eine gute Freundin von mir hat vor einer Woche überrascht festestellt, dass sie die größte persönliche Übereinstimmung mit dem Wahlprogramm der FDP hat. sie hatte sich das erste Mal konkret Gedanken darüber gemacht, wählen zu gehen, und ich hab sie zum Wahl-o-Mat geschickt. Viele Leute wissen ja nichtmal, wofür die Partei steht, der sie ihr kreuzchen geben. ich habe Angst vor dem, was passieren würde, wenn diese Leute konkrete projekte dauerhaft blocken könnten.

Aza.

P.S.:
Pearl Harbour wurde MIT Kriegserklärung angegriffen - inzwischen soweit ich weiß historischer Fakt. Irgendein Volltrottel im auswärtigen Amt der Amerikaner hat die Kriegserklärung nicht ernstgenommen und verbaselt gehabt. shit happenz...
Animexx bietet dir zu wenig, als Lolita, J-Music-Fan oder anderweitiger Fan eines japanischen Kulturphänomens jenseits von Manga und Anime?
http://www.animexx.de/weblog/48439/378250/ <-- DEIN Vorschlag um es zu ändern! Sag ihn mir!
Zuletzt geändert: 23.11.2010 20:54:17



Von:   abgemeldet 23.11.2010 23:15
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@ Azamir:

Würdest du dir bitte genau durchlesen, was ich geschrieben habe, bevor du antwortest. Ich will mich nicht immer wiederholen müssen.

>eh, NEIN.
>dir sind weder Logistik von Wahlen, noch deren rechtsstaatliche >Vorarbeiten etc pp. bewusst. insbesondere in der Bankenrettung ging es >darum SCHNELL zu reagieren - die 2 Monate Vorlaufzeit für einen (faktisch >sowieso unmöglichen, weil nicht rechtlich vorgesehenen) korrekt >durchgeführten Volksentscheid auf Bundesebene wären da nicht drin gewesen. >Bzw. hätte man es sich dann auch wieder sparen können, weil die wirklich >labilen Banken schon pleite gewesen wären, und der Rest die akute Krise >vielleicht irgendwie anders überstanden hätte.
>
>Und generell möchte ich dich erneut auf den Denkfehler hinweisen, wenn du >forderst, dass Entscheidungen mit einem bestimmten Finanzvolumen pauschal >vom Volk direkt entschieden werden sollten. Dann müsste der jähriche >Bundeshaushalt vom Volk genehmigt werden, und worin DAS enden würde, will >ich garnicht weiter ausführen, als bis zu dem Szenario, dass es einmal >NICHT genehmigt würde. Dann müsste man ALLE Zahlungen den Bundes >einfrieren, da man ja kein Recht dazu hat, dieses Geld ohne die Zustimmung >des Volkes zu verteilen. keine Beamtengehälter (Polizei, Gesundheitsämter, >Gerichte, Sachbearbeiter in diversen Behörden,...), Sozialleistungen, >laufende Kosten für Gebäude o.ä. (Strom für Schulen, Behörden, ...), und >so weiter.
>
>Somit ist die Volumen-Grenze für autonome Parlamentsentscheidung Käse. >Auch der nebulöse Begriff "Großprojekt" ist genau das: nebulös. ab wann >isses groß, ab wann isses ein Projekt?

1. Es gibt einen Unterschied, zwischen einer einzelnen Entscheidung und dem gesamten Bundeshaushalt.
2. Wegen dem Horrorszenario, was passieren wird, wenn sich der Bund für seinen gesamten Haushalt rechtfertigen muss: Es wurde bereits ein Gesetz verabschiedet, nach dem der Bundestag dies tuhen muss. Laut der sogenannten "Schuldenbremse" kann jeder Bundeshaushalt über einer gewissen Nettoverschuldung vor dem Verfassungsgericht angefochten werden. Und wenn du meinst diese Gerichtsverfahren würden in 2 Monaten vorbei sein, dann ist dir nichts vom deutschen Rechtssysthem bewusst. Und weißt du was während des Verfahrens nicht passieren wird: Dass während der Zeit alle Zahlungen des Bundes einfrieren. Das kann ich dir versprechen.

>@ Krieg in Afghanistan
>Es ist offiziell kein Krieg.
>Ich persönlich finde das, was dort passiert, auch nicht gut, frage mich >aber tatsächlich nach der Alternative. Wenn wir jetzt Holter-di-Polter >einfach wieder abziehen, hat das auch niemand was gebracht. Leider gibt es >keine Patentlösung dafür, ein 20 Jahre lang richtig schön dumm gehaltenes >Volk jetzt innerhalb weniger Jahre aus den Klauen ihrer unmündigkeit >rauszubekommen. Afghanistan hat das gleiche Problem wie weiter Teile >Afrikas auch: Korrupte Eliten, vollkommen ungebildete Bevölkerung, >schlechte versorgungslage der Bevölkerung, und alles was daraus eben >folgt. Dazu dann noch der dreckige Krieg, der dort inzwischen seit 30 >jahren herrscht - seit sich die Sovjets 1980 eingebildet haben dort >einmarschieren zu müssen.
>Ja, de facto ist es ein Krieg.
>Dennoch gab es nie eine Kriegserklärung und in offiziellen Kreisen wird es >deswegen NICHT wie ein Krieg behandelt.
>
>In einer sachlichen Diskussion muss man auch seine Begriffe sauber >benutzen, und eine Kriegserklärung eines Landes ist etwas anderes, als >das, was Deutschalnd gemacht hat, als es seine Truppen als Teil der >gemeinschaftlichen Mission hingeschickt hat.

Was meinst du mit "offizielle Kreise"?
Meinst du Politikwissenschaftler? Meinst du die Regierung?
Worte wie "Krieg" haben klare Definitionen, die man nicht einfach offiziell ändern kann. Die amerikanische Regierung bezeichnet offiziell "Water Boarding" nicht als Folter. Also soll es auch nicht als Folter behandelt werden?
Wenn Gesetze irgendwas bedeuten sollen, können wir nicht einfach die Definitionen von Worten ändern, wie es uns passt. Also: Benutze deine Begriffe bitte sauber.

>Ja, es hätte Mittel und Wege gegeben, sich nicht zu beteiligen. Ich weiß >nicht, wie viel DU 2001 schon von Politik mitbekommen hast, ich selbst war >damals 12, und ich habe die Stimmung und das Entsetzen noch vor Augen. >Dass "nur" ein regulärer Angriff auf Afghanistan erfolgte (und kein >Nuklearschlag!) war damals schon die moderatere Reaktion. Ich kam grade >von meinem ersten Schultag in einer neuen Schule nach Hause, als ÜBERALL, >auf jedem Sender, die Anschlagsbilder kamen. Eine derartige Sache hatte >bis dahin noch niemand erlebt. Ich war noch jung, hatte aber schon ein >rudimentäres Verständnis von dem, was dort abging - und dass man es nicht >zulassen konnte, dass so etwas nochmal passiert, war irgendwie klar.
>
>Ja, in gewisser Weise war es eine "emotionale" Entscheidung, sich >Afghanistan vorzuknöpfen, aber der Schock, so ausgeliefert zu sein, nach >dem man über 10 Jahren lang endlich den kalten Krieg hinter sich gelassen >hatte, war auch eine besondere Situation.
>Und es ist leider absehbar, dass in dem Moment, in dem Afghanistan wieder >sich selbst überlassen wird, das Land wieder zum zentralen Hort und >Terroristenausbildungslager werden wird.
>
>Das macht das ganze nicht besser, aber im gegensatz zum Irak-Krieg ist an >der Sache mit Afghanistan von Anfang an was dran gewesen. Es hat nicht >funktioniert, weil das Land schlicht zu kaputt ist. eigentlich müsste man >es aufsplitten, jede Region seperat aufbauen und dann schauen, ob sich die >Volksgruppen in dem Haufen irgendwann selber zusammenraufen. not gonna >happen, also... haben wir den Salat.

Das war ein Beispiel, in dem die Regierung nicht über den emotionalen Bullshit erhaben war, und eine dumme Entscheidung getroffen hat.
Und ja ich habe den 11. September mit bekommen, und seinen gesamten Impact. XP Vor allem weil 2 meiner Tanten zu dem Zeitpunkt in New York waren. Das schreckligste an der Sache war, Angst zu haben, dass nur die geringste Chance besteht, dass die Menschen die man liebt jetzt tot sind. Und ich denke, die Angehörigen der 25.000 Toten in Afghanistan fühlen genau so.
Und zu der Sache, wie viel dran war: Kannst du dich noch daran erinnern, dass noch diesen Monat noch durch die Nachrichten ging, dass der Geheimdienst November 2001 schon wusste, dass Bin Laden nicht mehr in Afghanistn war. Und wir haben trotzdem weiter angegriffen.

>Es gibt selten einfache Lösungen. und genau deswegen bin ich gegen mehr >direkte Demokratie. Wer hat denn die ZEIT, sich in jeder der Probelem tief >einzuarbeiten?
>
>Die Politiker haben diese Zeit (theoretisch). Sie machen den ganzen Tag >(theoretisch) nix anderes, als sich mit bestimmten politischen Problemen >auseinander zu setzen. Ich und die meisten anderen Bürger haben andere >Berufe, die unseren Tag füllen, deswegen ist ein system mit >Berufspolitikern/Vollzeitparlamentarier an und für sich nicht dumm.
>
>Leider funktioniert halt nie alles, wie es soll.

Den Punkten über direckter Demokratie kann ich weitesgehend zustimmen. Deswegen sage ich ja, dass nicht jede einzelne Entscheidung so gefällt werden soll.
Allerdings vergisst du die Nachteile von indireckter Demokratie. Die Frage ist welche überwiegen.
Und der größte Nachteil von der Form der Demokratie, die wir heute haben ist dass die Lobbyisten viel zu mächtig sind. Hotelsteuerprämien sind das bekannteste Beispiel. Außerdem Steuersenkungen (ohne Sozialleistungssenkungen) die laut der überwiegenden Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler das Staatsdefizit explodieren lassen. Und die Frage warum wir in Afghanistan sind, anstelle von den Ländern, in denen Bin Laden tatsächlig ist. Na weil Saudi Arabien und Pakistan reicher sind, ergo eine stärkere Lobby haben.
Oder wieso sind wir überhaupt im Krieg? Hätte es nicht einen emotional genau so starken Effeckt, Bin Laden durch den Geheimdienst zu fangen, und ihn vor ein Gericht zu stellen. (Amerika hat schließlig auch Todesstrafe.)
Hat vielleicht die Tatsache, dass der größter Finanzierer von Goerge Bush die Verteidigungsmittelindustrie war, etwas damit zu tun?

>und was die Demokratie an sich angeht: sie ist kein ideales System, eben >weil viele Leute absolut uninformiert irgendwas auf dem Zettelchen >ankreuzen. Uns ist leider noch kein besseres System eingefallen.

Es gab bereits ein Systhem, dass verhindert hat, dass uninformierte Leute Entscheidungen treffen. Es hieß Monarchie. Ich bin mir sicher der Kaiser war gut informiert.

>Und nur manche Menschen sind absichtlich Idioten - die meisten haben aus >dem einen oder anderen Grund halt weniger Wissen. nur finde ich es halt >ziemlich übel, wenn Leute, die sich über Themen, zu denen sie was sagen, >zu wenig informieren. Und wenn man über konkrete Projeke abstimmen soll, >MUSS man etwas über dieses Projekt wissen. alles andere ist ziemlich >bescheuert.
>
>Eine gute Freundin von mir hat vor einer Woche überrascht festestellt, >dass sie die größte persönliche Übereinstimmung mit dem Wahlprogramm der >FDP hat. sie hatte sich das erste Mal konkret Gedanken darüber gemacht, >wählen zu gehen, und ich hab sie zum Wahl-o-Mat geschickt. Viele Leute >wissen ja nichtmal, wofür die Partei steht, der sie ihr kreuzchen geben. >ich habe Angst vor dem, was passieren würde, wenn diese Leute konkrete >projekte dauerhaft blocken könnten.
>
>Aza.

Ist dies nicht ein tolles Argument, für direckte Demokratie?
Wie wäre es, wenn stadt dem Wahlzettel, auf dem steht "CDU; SPD; FDP; etc..." auf dem Wahlzettel stehen würde "Sind sie für das Programm X?..." Ich glaube sie weiß, wo sie bei bestimmten Fragen steht.
Wie gesagt, es geht nicht darum ALLES so zu entscheiden zu lassen. Ich finde nur dieses Verfahren, was rechtlich bereits möglich ist, wird zu selten benutzt.
Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst, und wie es da gehandhabt wird, aber in Hamburg wurde z.B. die letzte Bildungsreform durch einen Volksentscheid blockiert. Und... -ÜBERRASCHUNG- Die Stadt steht noch.

>P.S.:
>Pearl Harbour wurde MIT Kriegserklärung angegriffen - inzwischen soweit >ich weiß historischer Fakt. Irgendein Volltrottel im auswärtigen Amt der >Amerikaner hat die Kriegserklärung nicht ernstgenommen und verbaselt >gehabt. shit happenz...

Historischer Fakt? O.K....
Wie stellst du dir das vor?
Also: In Europa tobt der Krieg in vollem Gange. Amerikas verbündete werden attackiert und erobert. Dann erklärt Japan Amerika den Krieg, und sie nehmen das nicht ernst? Nicht nur das: Die Kriegserklärung geht an "irgendeinen Volltrottel im auswärtigen Amt" und das wars. Andere Stellen kriegen nichts davon mit. Außerdem war es ja eine "offizielle Kriegserklärung", und es gab keine Pressekonferrenz o.ä. Ziehmlich offiziell... Es sei denn du denkst, dass niemand in der amerikanischen Regierung Zeitung liest.
Was tatsächlig Fakt ist: Der amerikanische Geheimdienst wusste von Plänen Pearl Harbour an zu greifen, hat aber beschlossen, das nicht öffentlich werden zu lassen.
Der Angriff war deswegen so erfolgreich, weil er für die Soldaten überraschend kam. Danach wurde der Krieg erklärt. Aber du bist hoffentlich auch der Meinung, dass der Angriff auf Pearl Harbour eine Kriegshandlung war?



Von:    Azamir 24.11.2010 22:38
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@ Pearl Harbour
Himmel, du hast ne lustige Vorstellung von der Politik von vor 70 Jahren. PRESSEKONFERENZEN von Seiten der Japaner? Haste dich mal damit befasst, wie "demokratisch" das Land damals war? Welcher Presse hätten die bitte militärisch Geheimnisse anvertraut?
Der ganze 2. Weltkrieg war in Sachen "Kriegserklärungen" n herzliches Durcheinander. Die Engländer haben Deutschland bereits beim Einmarsch in Polen den Krieg erklärt - das hat den Polen nix geholfen, weil die Engländer sich dann doch nicht die Finger schmutzig machen wollten. Da bestand eine Kriegserklärung ohne dass tatsächliche kriegerische Handlungen ausgetauscht wurden (Sitzkrieg).
Die Kriegserklärung der Japaner ging, wie das an und für sich so üblich war, an die Stelle bei den Amis, die für Kontakt mit dem Ausland zuständig war: das Auswärtige Amt. Dort wurde sie insofern auch angenommen, ist dann aber unter etwas undurchsichtigen Umständen verschwunden - und wurde nie an die weiteren Stellen WEITERGELEITET, die damit hätten befasst werden müssen. Man hat das wahrscheinlich auch zum großen Teil für ne Pro-Forma-Erklärung gehalten, weil halt Japan in einem Block mit D und I war, und dementsprechend halt in alle Richtungen mal erklärt wurde, dass man jetzt Krieg hat (sehr viele Länder haben im 2. Weltkrieg irgendwem den Krieg erklärt - ohne jemals daran teilzunehmen...).
Und man darf nicht er Illusion erliegen, dass es, weil es irgendwer im Land weiß, es alle relevanten Leute wissen. Ja, die CIA mag was gewusst haben, aber ganz offensichtlich nicht die Kommandanten von Pearl Harbour, vermutlich nichtmal die allgemeine militärische Führung der USA. Das sind zwar alles "Amerikaner", aber aus diversesten Gründen werden die Infos nicht immer brühwarm weitergereicht - auch, weil es sich nicht selten um unvollständige oder falsche Infos handeln kann.

>Den Punkten über direckter Demokratie kann ich weitesgehend zustimmen. Deswegen sage ich ja, dass nicht jede einzelne Entscheidung so gefällt werden soll.
>Allerdings vergisst du die Nachteile von indireckter Demokratie. >Die Frage ist welche überwiegen.
>Und der größte Nachteil von der Form der Demokratie, die wir heute haben ist dass die Lobbyisten viel zu mächtig sind. >Hotelsteuerprämien sind das bekannteste Beispiel. Außerdem Steuersenkungen (ohne Sozialleistungssenkungen) die laut der überwiegenden Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler das Staatsdefizit explodieren lassen. Und die Frage warum wir in Afghanistan sind, anstelle von den Ländern, in denen Bin Laden tatsächlig ist. Na weil Saudi Arabien und Pakistan reicher sind, ergo eine stärkere Lobby haben.
>Oder wieso sind wir überhaupt im Krieg? Hätte es nicht einen emotional genau so starken Effeckt, Bin Laden durch den Geheimdienst zu fangen, und ihn vor ein Gericht zu stellen. (Amerika hat schließlig auch Todesstrafe.)
>Hat vielleicht die Tatsache, dass der größter Finanzierer von Goerge Bush die Verteidigungsmittelindustrie war, etwas damit zu tun?

Verteidigungsmittel? Nenns doch beim Wort, es heißt Waffenindustrie. Wir bauen übrigens auch sowas, und zahlen davon gute Gehälter an Angestellte und saftige Gewerbesteuern.

Dass Pakistan "reicher" ist, ist sehr subjektiv. Afghanistan ist nur einfach sehr, sehr arm. XD. Pakistan hat im Gegensatz zu Afghanistan eine vom Westen bereits länger gekaufte (Militär-)Regierung und ATOMWAFFEN. Da marschirt man nicht so einfach ein. Was passieren wird, wenn Pakistan kippt, was durchaus in den nächsten paar jahren passieren kann, kann ich mir schlecht vorstellen - ist aber kein angenehmes Gefühl, dass dann eventuell extremistische Kräfte Zugriff auf Atomwaffen haben.

Bei den Saudis ist es zum einen das Öl, von dem die ganze westliche Welt halt abhängig ist, ohne selber viel davon zu haben, und zum anderen der fakt, dass du nicht jemandem ans Bein pissen kannst, der dir Vorne herum immer und immer wieder beteuert, wie sehr er auf deiner Seite ist. und genau darum geht es auch bei der Frage "ist es ein Krieg oder ist es keiner" - hier geht es zu ganz ganz großen teilen darum, dass du nicht einfach so sagen kannst "Ihr lügt doch alle, das ist so und so!!!!" - Das sind Staatschefs, die bezichtigt man nicht einfach der Lüge, selbst wenn es stimmt!

Wir haben nur sehr begrenztes Weltrecht, und selbst das, was wir haben, ist verdammt schwer durchzusetzen! Versuch doch mal, nen amerikanischen General vors kriegsverbrechertribunal in Deen Haag zu bekommen. Das verbitten sich die Amis, IHRE Staatsbürger werden nicht ausgeliefert. Da eines der (noch) mächtigsten Länder der Welt sich nicht dem Völkerrecht voll unterwirft, "rechtfertigt" das für viele andere Staatschefs den Standpunkt, dass sie sich dem auch nicht unterwerfen müssen - also geben sie ihre Verbrecher nicht raus.

Ein Staat kann nur Gesetze erlassen, die in seinem Hoheitsgebiet gelten, für was anderes hat er keine Berechtigung - deswegen kann niemand den Saudi-Scheichs verbieten, ihr Geld in islamistische Zwecke zu buttern. Außer der eigenen Regierung - und die besteht aus fundamentalistisch erzogenen Saudi-Scheich-Machos, denen von ihren Mullahs eingebläut worden ist, dass die eigene Interpretation des Korans die einzig richtige ist, und alle Welt dazu bekehrt werden muss. Also geben sie ihr Geld gerne für diese Zweck - gibt sicher nicht wenige, die meinen, dass sie sich damit den Platz im reich Gottes erkaufen können, weil sie die Bekehrung der Falschgläubigen unterstützen.

Jetzt mal zurück zu Deutschland:
"Lobby" ist NICHT NUR Unternehmerlobby.
Lobby ist AUCH
*Gewerkschaften
*Automobilclubs
*etc. pp.

Eine Lobby hast du dann, wenn die Politik davon ausgeht, durch das Eingehen auf die Forderungen dieser Gruppierung einen Zuwachs an Wählerstimmen bringen wird.

Es gibt noch immer die Praxis, dass Gewerkschaften Wahlempfehlungen für ihre Mitglieder rausgeben - und die Gewerkschaften schreien am lautesten nach weniger Arbeitszeit, mehr Geld, mehr Kündigungsschutz und was halt so typische Arbeitnehmerforderungen sind.
Das mit den Hotels ist auch weiß Gott nicht die große Nummer, als die es ausgegeben wird - da haben weiß Gott andere parteien in ihren Regierungszeiten anderen Lobbyverbänden mehr Geschenke gemacht, die Liste der Sachen mit 7% Mehrwertsteuer sind kein Werk der jetzigen, sondern aller Regierungen der letzten Jahrzehnte. und es ist grotesk amüsant, was da so alles drinsteht.

Anti-Atom-Lobby ist genauso Lobby wie Atom-Lobby. ich wünsche mir so sehr, dass mal endlich jemand auch für die angeblich "Guten" jemand mal das Wort benutzt, das man nur noch für die böhöööösen Unternehmen reserviert hat, die ja nuuhuuur an ihen böhööösen Profiiit denken!
Fakt ist: die Unternehmen stellen über 90% aller Arbeitsplätze in Deutschland bereit (Beamte und Angestellte von Gemeinnützigen Verein/Organisationen sind nicht so arg viele...).
Die Unternehmen zahlen den allergrößten Anteil an Steuern.
Die Unternehmen tragen das größte Risiko, denn wenn das Unternehmen pleite geht, ist der Chef üblicherweise der, der hinterher tatsächlich ohne alles dasteht.

Insbesondere der deutsche Kündigungsschutz ist sehr umstritten, weil andere Länder (Dänemark...) ohne sowas eine dennoch höhere Beschäftigungsrate haben.
Aber komm mal nem Gewerkschafter damit, den Kündigungsschutz zu lockern............

Die Unternehmen sind genauso auf ihren Vorteil bedacht, wie die Arbeitnehmer und ihre Vertreter. Der Arbeitnehmer will seinen Job "sicher" haben, also nicht plötzlich gefeuert werden. Damit er auch wenn er mal schlechter arbeitet, oder die Firma halt aus irgendwelchen Gründen keine Arbeit für ihne hat, nicht sofort ohne Einkommen dasitzt, weil außer seinem Lohneinkommen hat er ja nicht so arg viel.
Der deutsche Kündigungsschutz verhindert für Firmen in kritischer Lage aber die manchmal nötigen Einschnitte, denn 10 Arbeitnehmer sind jeden Monat schon 30.000-50.000€ Kosten. wenns dreckig geht, muss der deutsche Arbeitgeber diese Kosten weiter zahlen, weil er die Leute nicht von heute auf morgen kündigen kann.

Insbesondere im globalen Wettbewerb ist das nicht ohne.

Und da die wirklich bedeutsamen themen in der deutschen politik doch alle von den Medien und der Bevölkerung zu emotional besetzt sind um eine tatsächliche Fakten-Debatte zu führen, verlegen sich die Unternehmerlobbys darauf, ihre Schäfchen anders ins Trockene zu bringen.

Das nimmt teilweise etwas lächerliche Züge an, aber man nimmt halt, was man kriegen kann. Am liebsten wäre eigentlich fast allen Unternehmen in Deutschland ein schwächerer Kündigungsschutz, geringere Arbeitgeberbeiträge zu den Krankenversicherungen und zur Arbeitslosenversicherung, und eine geringere Steuerlast sowie weniger Bürokratie.

Ist in dem Maß, wie es gewollt wäre, eh nicht durchsetzbar, also nimmt man eben, was man kriegen kann.

Ganz BESONDERS tolles Beispiel deutscher Arbeitnehmerpolitik ist übrigens der deutsche Arbeits"kampf" - in dem die Arbeitgeber de facto keine Waffen mehr haben. Weswegen auch primär der Dienstleistungssektor bestreikt wird.
Schonmal an ner S-Bahn-Linie gestanden, die bestreikt wurde?
Ja, genau, deine Monatskarte kriegste nicht zurückerstattet. Die streikenden kriegen aber trotz Streik weiter ihr Gehalt, weil der Arbeitgeber nur die GESAMTE Belegschaft aussperren dürfte. Was dann heißen würde, dass sie im zweifel sogar ihr Putzpersonal und ihre Sicherheitsleute aussperren müssten. Diese Leute müssten dann aus der Streikkasse der Gewerkscaft bezahlt werden.

Das Problem?
Welches Unternehmen kann es sich leisten, ihre Kunden ALLE nicht mehr zu beliefern? Und bei Dienstleistungen ist es nicht so, als könnte man aus Lagerbeständen liefern! Stell dir mal vor, statt nem verringerten Fahrplan würde für eine Woche in deiner Stadt kein einziges öffentliches Verkehrsmittel mehr fahren. yi-hah!
Und, was noch dazukommt: die Unternehmen haben Angst, dass das Bundesarbeitsgericht die Aussperrung eventuell ganz verbietet. Dann hat der Arbeitgeber garnichts mehr entgegen zu setzen. yay!

Früher durfte man einfach die streikenden aussperren, die mussten dann aus der Streikkasse bezahlt werden, der rest der belegschaft durfte weiterarbeiten, wie es heute ja auch geschieht.

Alles in Allem: komm mal runter von dem Trip, dass es "Gute" und "Böse" in diesem politischen Spiel gibt. JEDER, der eine Bestimmte Forderung vertritt oder Handlung vollzieht, denkt aus irgendeinem Grund, dass er damit auf irgendeine Weise im "Recht" sei. Der Dieb meint ja auch, dass es dem Unternehmen nicht wirklich schadet, wenn ein Ding weniger im Regal steht. Die Saudis meinen, dass es Gottes Wille ist, dass die wahabitische Koranauslegung überall gelten soll. Die Abeitnehmer meinen, dass die Unternehmen mehr vom Kuchen abzugeben haben. Das Unternehmen meint, dass es auch mit weniger Steuern genug zum Gemeinwohl beiträgt.

Das sind oft konträre Meinungen - und welche davon jetzt "richtig" ist, ist sehr sehr schwer zu sagen, und kommt immer auch auf den Betrachtungsstandpunkt an.

Und nein, es ging beim Angriff auf Afghanistan nicht darum, nur Bin Laden zu fangen. dann hätte man einfach den Mossad drauf angesetzt, die haben auch in den 70ern noch Nazis in Südamerika gefunden. Es ging darum, dem Al-Qaida Terrorismus die territoriale Basis zu entziehen, sodass ihre Operationen möglichst unmöglich werden, weil sie ihre Leute nicht ausbilden können und ihre Organisationsstruktur zusammenbricht. Hat wie gesagt icht geklappt. Um Bin Laden ging es vielleicht für einzelne Amerikaner, aber für die Weltgemeinschaft ging es um den terrorismus aus Afghanistan allgemein.

Zuletzt: ich finde, dass die Selbstverantwortung des Einzelnen einen hohen Stellenwert einnehmen wollte. Das verbietet in meinem Verständis im Umkehrschluss eine zu starke Bevormundung durch den Staat, und zwar in allen Lebensbereichen. Und ein Unternehmen ist genauso für sich selbst verantwortlich, wie es der einzelne Arbeitnehmer ist. Ein gewisses Maß an Gesellschaftssolidarität ist notwendig und gewünscht, ebenso wie eine vom Staat zur Verfügung gestellte Infrastruktur, aber diese Einmischerei in alles und jeden Lebensbereich finde ich nicht gut.

Das ist übrigens der ursprüngliche Kerngedanke des Liberalismus - und irgendwie ist mir der frühe Bismarcksche Nachtwächterstaat so schrecklich sympathisch.
Animexx bietet dir zu wenig, als Lolita, J-Music-Fan oder anderweitiger Fan eines japanischen Kulturphänomens jenseits von Manga und Anime?
http://www.animexx.de/weblog/48439/378250/ <-- DEIN Vorschlag um es zu ändern! Sag ihn mir!



Von:    Laxiel_Oni 25.11.2010 13:41
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Größtenteils extrem links
Schwarze blutdurchtränkte Federn säumen deinen Weg
der sich Trauer nennt...



Von:   abgemeldet 25.11.2010 20:45
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@ Azamir:

Ich weiß nciht, warum ich mir die Mühe mache, das was ich schreibe zu überprüfen. Du hast ja selbst geschrieben, dass Fakten für dich nur zweitrangig sind. Und immer wenn du mir dann vorwirfst keine Ahnung von so was zu haben, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

>@ Pearl Harbour
>Himmel, du hast ne lustige Vorstellung von der Politik von vor 70 Jahren. >PRESSEKONFERENZEN von Seiten der Japaner?

Wieder so ein "soll ich lachen oder weinen?"-Fall.
Wenn es keine Pressefreiheit gibt, heißt es natürlich, dass es in Japan zur Zeit des Faschismus nie Pressekonferenzen gab. Weißt du, dass selbst mit Zensur jemand die Zeitungsartikel schreiben muss? Selbst wenn die Zeitungen Zensur unterliegen, teilt ihnen die Regierung trotzdem mit, was sie zu berichten haben.
Und ausgerechnet du sagst mir, ich hätte lustige Vorstellungen von Politik.

>Haste dich mal damit befasst, wie "demokratisch" das Land damals war?

Japan war das eben nicht. Und deswegen gabs da auch keine Pressefreiheit. Noch ein Vorteil von Demokratie.

>Welcher Presse hätten die bitte militärisch Geheimnisse anvertraut?

Ich dachte das war offiziell. Auf einmal ist es doch ein Geheimniss.

>Der ganze 2. Weltkrieg war in Sachen "Kriegserklärungen" n herzliches >Durcheinander. Die Engländer haben Deutschland bereits beim Einmarsch in >Polen den Krieg erklärt - das hat den Polen nix geholfen, weil die >Engländer sich dann doch nicht die Finger schmutzig machen wollten. Da >bestand eine Kriegserklärung ohne dass tatsächliche kriegerische >Handlungen ausgetauscht wurden (Sitzkrieg).
>Die Kriegserklärung der Japaner ging, wie das an und für sich so üblich >war, an die Stelle bei den Amis, die für Kontakt mit dem Ausland zuständig >war: das Auswärtige Amt. Dort wurde sie insofern auch angenommen, ist dann >aber unter etwas undurchsichtigen Umständen verschwunden - und wurde nie >an die weiteren Stellen WEITERGELEITET, die damit hätten befasst werden >müssen. Man hat das wahrscheinlich auch zum großen Teil für ne Pro-Forma->Erklärung gehalten, weil halt Japan in einem Block mit D und I war, und >dementsprechend halt in alle Richtungen mal erklärt wurde, dass man jetzt >Krieg hat (sehr viele Länder haben im 2. Weltkrieg irgendwem den Krieg >erklärt - ohne jemals daran teilzunehmen...).
>Und man darf nicht er Illusion erliegen, dass es, weil es irgendwer im >Land weiß, es alle relevanten Leute wissen. Ja, die CIA mag was gewusst >haben, aber ganz offensichtlich nicht die Kommandanten von Pearl Harbour, >vermutlich nichtmal die allgemeine militärische Führung der USA. Das sind >zwar alles "Amerikaner", aber aus diversesten Gründen werden die Infos >nicht immer brühwarm weitergereicht - auch, weil es sich nicht selten um >unvollständige oder falsche Infos handeln kann.

Die Frage war, gilt ein Krieg erst dann als Krieg, wenn er offiziell erklärt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegserklärung#Kriege_ohne_Kriegserkl.C3.A4rungen

Und hier sind Definitionen von dem Wort Krieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg
http://de.wiktionary.org/wiki/Krieg
http://de.thefreedictionary.com/Krieg

In keiner kommt vor, dass ein Krieg erst offiziell erklärt werden muss, bis er als einer gilt. Auf welche Definition stützt du dich?


>Verteidigungsmittel? Nenns doch beim Wort, es heißt Waffenindustrie. Wir >bauen übrigens auch sowas, und zahlen davon gute Gehälter an Angestellte >und saftige Gewerbesteuern.

Ich dachte du willst immer die offizielle Bezeichnung benutzen. XD

>Dass Pakistan "reicher" ist, ist sehr subjektiv. Afghanistan ist nur >einfach sehr, sehr arm. XD. Pakistan hat im Gegensatz zu Afghanistan eine >vom Westen bereits länger gekaufte (Militär-)Regierung und ATOMWAFFEN. Da >marschirt man nicht so einfach ein. Was passieren wird, wenn Pakistan >kippt, was durchaus in den nächsten paar jahren passieren kann, kann ich >mir schlecht vorstellen - ist aber kein angenehmes Gefühl, dass dann >eventuell extremistische Kräfte Zugriff auf Atomwaffen haben.

Und wenn wir nicht das Land angreifen können, in dem sich Bin Laden tatsächlig aufhält, greifen wir doch ein unbeteiligtes an. Klingt fair!

>Bei den Saudis ist es zum einen das Öl, von dem die ganze westliche Welt >halt abhängig ist, ohne selber viel davon zu haben, und zum anderen der >fakt, dass du nicht jemandem ans Bein pissen kannst, der dir Vorne herum >immer und immer wieder beteuert, wie sehr er auf deiner Seite ist. und >genau darum geht es auch bei der Frage "ist es ein Krieg oder ist es >keiner" - hier geht es zu ganz ganz großen teilen darum, dass du nicht >einfach so sagen kannst "Ihr lügt doch alle, das ist so und so!!!!" - Das >sind Staatschefs, die bezichtigt man nicht einfach der Lüge, selbst wenn >es stimmt!

Denn letzten Satz, musste ich mir 3 Mal durchlesen, bis ich es geglaubt habe.
WOW!
Ich weiß nicht mehr, wie ich mit dir dikutieren soll. Denn hier sagst du, dass dir Fakten vollkommen egal sind. Es geht nur darum, was der Staatschef sagt. Und jetzt verstehe ich auch, warum du gegen direckte Demokratie bist. Deine Idee von politischer Involvierung ist anscheinend: "Alles tun, was die Chefs sagen, und bloß keine Fragen stellen." Was machst du dann überhaupt in diesem Thread? Zählt es als Einstellung, einfach den Staatschefs alles zu glauben, wer immer es ist, und was immer er sagt.
Um nochmal auf den Punkt ein zu gehen: Einerseits machst du dich am Anfang des Posts über Länder lustig, die keine Pressefreiheit haben, und hier zeigts du, dass du ihr Konzept überhaupt nicht verstanden hast.
Wenn es stimmt, dass Politiker lügen, dann sagt man auch, dass es so ist, und sie müssen sich dafür verantworten. Und das ist auch der Grund, warum wir Wahlen haben. Sie sollten so funktionieren, dass die Regierung für Lügen und falsche Entscheidungen abgestraft werden, und ihre Macht verlieren. Dies klappt in letzter Zeit nicht so wirklich, also müssen wir das Systhem wieder ändern.
Aber was mich daran am wütendsten macht ist: Du denkst nicht einen Milimeter über deinen Horizont hinaus. Wir leben hier in Deutschland wenn es um Tyrannei und Diktatur geht, trotz aller Probleme die das Systhem hat, recht previligiert.
In Saudi Arabien hätte es geheißen: "Das sind Staatschefs - Man sagt nicht einfach, dass es nicht im Koran steht, dass Frauen nicht alleine Auto fahren dürfen, selbst wenn es stimmt!"
Unter Hitler hätte es geheißen: "Das sind Staatschefs, die bezichtigt man nicht einfach einen Völkermord zu begehen, selbst wenn es stimmt!"

>Wir haben nur sehr begrenztes Weltrecht, und selbst das, was wir haben, >ist verdammt schwer durchzusetzen! Versuch doch mal, nen amerikanischen >General vors kriegsverbrechertribunal in Deen Haag zu bekommen. Das >verbitten sich die Amis, IHRE Staatsbürger werden nicht ausgeliefert. Da >eines der (noch) mächtigsten Länder der Welt sich nicht dem Völkerrecht >voll unterwirft, "rechtfertigt" das für viele andere Staatschefs den >Standpunkt, dass sie sich dem auch nicht unterwerfen müssen - also geben >sie ihre Verbrecher nicht raus.
>
>Ein Staat kann nur Gesetze erlassen, die in seinem Hoheitsgebiet gelten, >für was anderes hat er keine Berechtigung - deswegen kann niemand den >Saudi-Scheichs verbieten, ihr Geld in islamistische Zwecke zu buttern. >Außer der eigenen Regierung - und die besteht aus fundamentalistisch >erzogenen Saudi-Scheich-Machos, denen von ihren Mullahs eingebläut worden >ist, dass die eigene Interpretation des Korans die einzig richtige ist, >und alle Welt dazu bekehrt werden muss. Also geben sie ihr Geld gerne für >diese Zweck - gibt sicher nicht wenige, die meinen, dass sie sich damit >den Platz im reich Gottes erkaufen können, weil sie die Bekehrung der >Falschgläubigen unterstützen.

Was hat das damit zu tun?

>Jetzt mal zurück zu Deutschland:
>"Lobby" ist NICHT NUR Unternehmerlobby.
>Lobby ist AUCH
>*Gewerkschaften
>*Automobilclubs
>*etc. pp.

Jup!

>Eine Lobby hast du dann, wenn die Politik davon ausgeht, durch das >Eingehen auf die Forderungen dieser Gruppierung einen Zuwachs an >Wählerstimmen bringen wird.

Oder wenn sie genug Spenden an die Partei gibt.

>Es gibt noch immer die Praxis, dass Gewerkschaften Wahlempfehlungen für >ihre Mitglieder rausgeben - und die Gewerkschaften schreien am lautesten >nach weniger Arbeitszeit, mehr Geld, mehr Kündigungsschutz und was halt so >typische Arbeitnehmerforderungen sind.

Alles Dinge, denen du nicht zustimmst. Also bist du auch der Meinung, dass die Lobby zu mächtig in Deutschland ist, oder?

>Das mit den Hotels ist auch weiß Gott nicht die große Nummer, als die es >ausgegeben wird - da haben weiß Gott andere parteien in ihren >Regierungszeiten anderen Lobbyverbänden mehr Geschenke gemacht, die Liste >der Sachen mit 7% Mehrwertsteuer sind kein Werk der jetzigen, sondern >aller Regierungen der letzten Jahrzehnte. und es ist grotesk amüsant, was >da so alles drinsteht.

Alles Beispiele dafür, wie mächtig das große Geld in der Lobbywelt ist:
http://www.welt.de/politik/article1356837/19_Prozent_auf_Windeln_7_Prozent_auf_Trueffel.html

>Anti-Atom-Lobby ist genauso Lobby wie Atom-Lobby. ich wünsche mir so sehr, >dass mal endlich jemand auch für die angeblich "Guten" jemand mal das Wort >benutzt, das man nur noch für die böhöööösen Unternehmen reserviert hat, >die ja nuuhuuur an ihen böhööösen Profiiit denken!

As Problem ist, der letzte Atombeschluss, wurde nur mit der einen Lobby getroffen. Es war nicht umbedingt die "böhöööse", aber es war die, hinter der das meiste Geld steckt. Und Politik geht finde ich viel zu oft nach Brot. Das fällt eigentlich unter Bestechung.

>Fakt ist: die Unternehmen stellen über 90% aller Arbeitsplätze in >Deutschland bereit (Beamte und Angestellte von Gemeinnützigen Verein/>Organisationen sind nicht so arg viele...).
>Die Unternehmen zahlen den allergrößten Anteil an Steuern.

Und deswegen haben sie auch mehr Rechte, wenn es ums durchsetzen von Gesetzen gilt?
Weißt du wie lange wir in Deutschland 3-Klassen-Wahlrecht hatten? Und warum wir es jetzt abgeschafft ist?
Das Konzept ist, dass egal ob man ein Multimillioneneurounternehmen leitet, oder Sozialhilfe empfängt, an der Wahlurne hat jeder EINE Stimme. Damit nicht nur die Interessen einer Minderheit vertreten werden.

>Die Unternehmen tragen das größte Risiko, denn wenn das Unternehmen pleite >geht, ist der Chef üblicherweise der, der hinterher tatsächlich ohne alles >dasteht.

Wirklich?
http://www.boeckler.de/pdf/pm_2007_09_02_tabelle.pdf

>Insbesondere der deutsche Kündigungsschutz ist sehr umstritten, weil >andere Länder (Dänemark...) ohne sowas eine dennoch höhere >Beschäftigungsrate haben.
>Aber komm mal nem Gewerkschafter damit, den Kündigungsschutz zu >lockern............

Er wurde doch schon mal gelockert.
http://www.boeckler-boxen.de/2312.htm
Das zeigt mal wieder, wie wenig Macht Gewerkschaften doch haben.

>Die Unternehmen sind genauso auf ihren Vorteil bedacht, wie die >Arbeitnehmer und ihre Vertreter. Der Arbeitnehmer will seinen Job "sicher" >haben, also nicht plötzlich gefeuert werden. Damit er auch wenn er mal >schlechter arbeitet, oder die Firma halt aus irgendwelchen Gründen keine >Arbeit für ihne hat, nicht sofort ohne Einkommen dasitzt, weil außer >seinem Lohneinkommen hat er ja nicht so arg viel.
>Der deutsche Kündigungsschutz verhindert für Firmen in kritischer Lage >aber die manchmal nötigen Einschnitte, denn 10 Arbeitnehmer sind jeden >Monat schon 30.000-50.000€ Kosten. wenns dreckig geht, muss der deutsche >Arbeitgeber diese Kosten weiter zahlen, weil er die Leute nicht von heute >auf morgen kündigen kann.

Hier geht es wieder nicht um die Fakten, aber darum wie man seine Prioritäten einteilt. Ich weiß nicht, ob du jeh gearbeitet hast, aber für mich ist Sicherheit des Arbeitsplatzes ziemlich wichtig. Und dafür kann der Chef mir gerne mal 2 Wochen meines Gehaltes zahlen.

>Insbesondere im globalen Wettbewerb ist das nicht ohne.
>
>Und da die wirklich bedeutsamen themen in der deutschen politik doch alle >von den Medien und der Bevölkerung zu emotional besetzt sind um eine >tatsächliche Fakten-Debatte zu führen, verlegen sich die Unternehmerlobbys >darauf, ihre Schäfchen anders ins Trockene zu bringen.

Du findest es also nicht emotional, wenn die Unternehmer über Moral und Demokratie rübersteigen, um sich zu bereichern?
Warum gelten gesselschaftliche Normen auf einmal nicht mehr, wenn es ums Geld geht?

>Das nimmt teilweise etwas lächerliche Züge an, aber man nimmt halt, was >man kriegen kann. Am liebsten wäre eigentlich fast allen Unternehmen in >Deutschland ein schwächerer Kündigungsschutz, geringere >Arbeitgeberbeiträge zu den Krankenversicherungen und zur >Arbeitslosenversicherung, und eine geringere Steuerlast sowie weniger >Bürokratie.

...und das ihre Autos aus Schokolade bestehen, und ihr Arbeitszimmer aus Zuckerwatte.
Unternehmen wären auch gegen das Verbot von Kinderarbeit, oder den Anspruch von jedem Arbeitnehmer auf eine Mittagspause. Aber alles, was du erwähnt hast, hat Vorteile, für die große Mehrheit der Bevölkerung, die eben keine Unternehmer sind. Man sollte sich nicht nach den Bedürfnissen nur einer Bevölkerungsschicht richten.

>Ist in dem Maß, wie es gewollt wäre, eh nicht durchsetzbar, also nimmt man >eben, was man kriegen kann.

Oh, die armen Unternehmer!
Müssen sie ihre Arbeiter human behandeln? Schrecklig, das von ihnen zu verlangen!

>Ganz BESONDERS tolles Beispiel deutscher Arbeitnehmerpolitik ist übrigens >der deutsche Arbeits"kampf" - in dem die Arbeitgeber de facto keine Waffen >mehr haben. Weswegen auch primär der Dienstleistungssektor bestreikt wird.
>Schonmal an ner S-Bahn-Linie gestanden, die bestreikt wurde?
>Ja, genau, deine Monatskarte kriegste nicht zurückerstattet. Die >streikenden kriegen aber trotz Streik weiter ihr Gehalt, weil der >Arbeitgeber nur die GESAMTE Belegschaft aussperren dürfte. Was dann heißen >würde, dass sie im zweifel sogar ihr Putzpersonal und ihre >Sicherheitsleute aussperren müssten. Diese Leute müssten dann aus der >Streikkasse der Gewerkscaft bezahlt werden.
>
>Das Problem?
>Welches Unternehmen kann es sich leisten, ihre Kunden ALLE nicht mehr zu >beliefern? Und bei Dienstleistungen ist es nicht so, als könnte man aus >Lagerbeständen liefern! Stell dir mal vor, statt nem verringerten Fahrplan >würde für eine Woche in deiner Stadt kein einziges öffentliches >Verkehrsmittel mehr fahren. yi-hah!
>Und, was noch dazukommt: die Unternehmen haben Angst, dass das >Bundesarbeitsgericht die Aussperrung eventuell ganz verbietet. Dann hat >der Arbeitgeber garnichts mehr entgegen zu setzen. yay!

Bevor ich antworte eine kleine Zwischenfrage:
Arbeitest du, oder leitest du selber ein Unternehmen?
Anscheinend scheinen dich die Belange von Arbeitnehmern ja überhaupt nicht zu interessieren.

>Früher durfte man einfach die streikenden aussperren, die mussten dann aus >der Streikkasse bezahlt werden, der rest der belegschaft durfte >weiterarbeiten, wie es heute ja auch geschieht.

Richtig!
Die Welt war viel besser, bevor die Meinungsfreiheit eingeführt wurde! (Streikrecht gehört zur Meinungsfreiheit.)

>Alles in Allem: komm mal runter von dem Trip, dass es "Gute" und "Böse" in >diesem politischen Spiel gibt. JEDER, der eine Bestimmte Forderung >vertritt oder Handlung vollzieht, denkt aus irgendeinem Grund, dass er >damit auf irgendeine Weise im "Recht" sei. Der Dieb meint ja auch, dass es >dem Unternehmen nicht wirklich schadet, wenn ein Ding weniger im Regal >steht. Die Saudis meinen, dass es Gottes Wille ist, dass die wahabitische >Koranauslegung überall gelten soll. Die Abeitnehmer meinen, dass die >Unternehmen mehr vom Kuchen abzugeben haben. Das Unternehmen meint, dass >es auch mit weniger Steuern genug zum Gemeinwohl beiträgt.

Wer hat "Gut" und "Böse" gesagt?
Ich lese aus deiner Darstellung nur heraus, dass Unternehmer grundgut sind, und Arbeitnehmer grundböse.

>Das sind oft konträre Meinungen - und welche davon jetzt "richtig" ist, >ist sehr sehr schwer zu sagen, und kommt immer auch auf den >Betrachtungsstandpunkt an.
>
>Und nein, es ging beim Angriff auf Afghanistan nicht darum, nur Bin Laden >zu fangen. dann hätte man einfach den Mossad drauf angesetzt, die haben >auch in den 70ern noch Nazis in Südamerika gefunden. Es ging darum, dem Al->Qaida Terrorismus die territoriale Basis zu entziehen, sodass ihre >Operationen möglichst unmöglich werden, weil sie ihre Leute nicht >ausbilden können und ihre Organisationsstruktur zusammenbricht. Hat wie >gesagt icht geklappt. Um Bin Laden ging es vielleicht für einzelne >Amerikaner, aber für die Weltgemeinschaft ging es um den terrorismus aus >Afghanistan allgemein.

Fakt ist, dass sich die offizielle Begründung alle paar Jahre ändert. Der eigentliche Grund, warum wir da sind ist, damit die Waffenindustrie daran verdienen kann.

>Zuletzt: ich finde, dass die Selbstverantwortung des Einzelnen einen hohen >Stellenwert einnehmen wollte.

Auber keine Selbstverantwortung für die politischen Entscheidungen.

>Das verbietet in meinem Verständis im Umkehrschluss eine zu starke >Bevormundung durch den Staat, und zwar in allen Lebensbereichen. Und ein >Unternehmen ist genauso für sich selbst verantwortlich, wie es der >einzelne Arbeitnehmer ist. Ein gewisses Maß an Gesellschaftssolidarität >ist notwendig und gewünscht, ebenso wie eine vom Staat zur Verfügung >gestellte Infrastruktur, aber diese Einmischerei in alles und jeden >Lebensbereich finde ich nicht gut.
>
>Das ist übrigens der ursprüngliche Kerngedanke des Liberalismus - und >irgendwie ist mir der frühe Bismarcksche Nachtwächterstaat so schrecklich >sympathisch.

So wie Meinungsfreiheit, Demokratie, der Rechtsstaat...
Nach dem was du hier schreibst, wärst du im Mittelalter am glücklichsten.
Hast du jeh in deinem Leben ein Geschichtsbuch aufgeschlagen? Weißt du warum Bismark diese Gesetze eingeführt hat?
In der Zeit vor dem "Nachtwächterstaat", war man dem Schicksal ausgeliefert, wenn man cronisch krank war, zu alt war, oder aus irgendeinem anderen Grund für die Unternehmen (-die, anscheinend die einzigen sind, deren Interessen durch die Politik vertreten werden sollten-) nicht rentabel waren. Diese Leute sind dann auf der Straße verhungert.
Die Frage die über allem steht ist: Wozu ist die Regierung da? Was ist ihr Zweck?
Anscheinend nicht zu verhindern, dass 25.000 Menschen in Afghanistan sterben.
Oder zu verhindern, dass alte Menschen ohne Versicherung verhungern.
Ist es nicht Zweck einer Regierung, dass es der gesamten Bevölkerung wohler geht und nicht nur den Unternehmern?

Und immer wenn ich höre, dass jemand ganz den Sozialstaat ablehnt, werde ich immer ein wenig neugierig:
Beziehst du Sozialleistungen? Jeder in Deutschland tut es irgendwie. Ich wette du hast 18 Jahre Kindergeld bekommen, und kriegst jetzt BaFög, was du nur zur Hälfte zurück zahlen musst. Natürlich zahlst du das Kindergeld zurück, und verzichtest auch auf den Teil des BaFögs, den du nicht ab bezahlen musst.
Ich glaube nicht... Denn Kindergeld und BaFög, haben einen Nutzen. Genau wie Hartz 4, Sozialhilfe, Elterngeld, Bilndengeld, etc....

Und zu guter letzt alle Punkte des letzten Posts, die du netter weise ignoriert hast, auf die ich noch eine Antwort möchte:


1. Es gibt einen Unterschied, zwischen einer einzelnen Entscheidung und dem gesamten Bundeshaushalt.
2. Wegen dem Horrorszenario, was passieren wird, wenn sich der Bund für seinen gesamten Haushalt rechtfertigen muss: Es wurde bereits ein Gesetz verabschiedet, nach dem der Bundestag dies tuhen muss. Laut der sogenannten "Schuldenbremse" kann jeder Bundeshaushalt über einer gewissen Nettoverschuldung vor dem Verfassungsgericht angefochten werden. Und wenn du meinst diese Gerichtsverfahren würden in 2 Monaten vorbei sein, dann ist dir nichts vom deutschen Rechtssysthem bewusst. Und weißt du was während des Verfahrens nicht passieren wird: Dass während der Zeit alle Zahlungen des Bundes einfrieren. Das kann ich dir versprechen.

Es gab bereits ein Systhem, dass verhindert hat, dass uninformierte Leute Entscheidungen treffen. Es hieß Monarchie. Ich bin mir sicher der Kaiser war gut informiert.

Ist dies nicht ein tolles Argument, für direckte Demokratie?
Wie wäre es, wenn stadt dem Wahlzettel, auf dem steht "CDU; SPD; FDP; etc..." auf dem Wahlzettel stehen würde "Sind sie für das Programm X?..." Ich glaube sie weiß, wo sie bei bestimmten Fragen steht.
Wie gesagt, es geht nicht darum ALLES so zu entscheiden zu lassen. Ich finde nur dieses Verfahren, was rechtlich bereits möglich ist, wird zu selten benutzt.
Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst, und wie es da gehandhabt wird, aber in Hamburg wurde z.B. die letzte Bildungsreform durch einen Volksentscheid blockiert. Und... -ÜBERRASCHUNG- Die Stadt steht noch.
Zuletzt geändert: 25.11.2010 20:47:56



Von:   abgemeldet 25.11.2010 20:47
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@Laxiel_Oni:

Wie soll man sich über die 3 Worte, denn streiten können? XDD
Zuletzt geändert: 25.11.2010 20:48:31



Von:   abgemeldet 25.11.2010 21:29
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Wer sagt, dass sie es will?
Sag mir lieber deine Idee, als mir zu sagen, dass nichts draus werden wird!



Von:   abgemeldet 25.11.2010 22:11
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Um sich nicht in die ewigen Fechte zu verfadeln zu wollen, muss man gesunden Menschenverstand haben.
Und Menschen mit gesundem Menschenverstand sind nicht auf Animexx. XDDDD



Von:   abgemeldet 26.11.2010 11:11
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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> @ Azamir:
>
> Ich weiß nciht, warum ich mir die Mühe mache, das was ich schreibe zu überprüfen. Du hast ja selbst geschrieben, dass Fakten für dich nur zweitrangig sind. Und immer wenn du mir dann vorwirfst keine Ahnung von so was zu haben, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
>
> >@ Pearl Harbour
> >Himmel, du hast ne lustige Vorstellung von der Politik von vor 70 Jahren. >PRESSEKONFERENZEN von Seiten der Japaner?
>
> Wieder so ein "soll ich lachen oder weinen?"-Fall.
> Wenn es keine Pressefreiheit gibt, heißt es natürlich, dass es in Japan zur Zeit des Faschismus nie Pressekonferenzen gab. Weißt du, dass selbst mit Zensur jemand die Zeitungsartikel schreiben muss? Selbst wenn die Zeitungen Zensur unterliegen, teilt ihnen die Regierung trotzdem mit, was sie zu berichten haben.
> Und ausgerechnet du sagst mir, ich hätte lustige Vorstellungen von Politik.
>
> >Haste dich mal damit befasst, wie "demokratisch" das Land damals war?
>
> Japan war das eben nicht. Und deswegen gabs da auch keine Pressefreiheit. Noch ein Vorteil von Demokratie.
>
> >Welcher Presse hätten die bitte militärisch Geheimnisse anvertraut?
>
> Ich dachte das war offiziell. Auf einmal ist es doch ein Geheimniss.
>
> >Der ganze 2. Weltkrieg war in Sachen "Kriegserklärungen" n herzliches >Durcheinander. Die Engländer haben Deutschland bereits beim Einmarsch in >Polen den Krieg erklärt - das hat den Polen nix geholfen, weil die >Engländer sich dann doch nicht die Finger schmutzig machen wollten. Da >bestand eine Kriegserklärung ohne dass tatsächliche kriegerische >Handlungen ausgetauscht wurden (Sitzkrieg).
> >Die Kriegserklärung der Japaner ging, wie das an und für sich so üblich >war, an die Stelle bei den Amis, die für Kontakt mit dem Ausland zuständig >war: das Auswärtige Amt. Dort wurde sie insofern auch angenommen, ist dann >aber unter etwas undurchsichtigen Umständen verschwunden - und wurde nie >an die weiteren Stellen WEITERGELEITET, die damit hätten befasst werden >müssen. Man hat das wahrscheinlich auch zum großen Teil für ne Pro-Forma->Erklärung gehalten, weil halt Japan in einem Block mit D und I war, und >dementsprechend halt in alle Richtungen mal erklärt wurde, dass man jetzt >Krieg hat (sehr viele Länder haben im 2. Weltkrieg irgendwem den Krieg >erklärt - ohne jemals daran teilzunehmen...).
> >Und man darf nicht er Illusion erliegen, dass es, weil es irgendwer im >Land weiß, es alle relevanten Leute wissen. Ja, die CIA mag was gewusst >haben, aber ganz offensichtlich nicht die Kommandanten von Pearl Harbour, >vermutlich nichtmal die allgemeine militärische Führung der USA. Das sind >zwar alles "Amerikaner", aber aus diversesten Gründen werden die Infos >nicht immer brühwarm weitergereicht - auch, weil es sich nicht selten um >unvollständige oder falsche Infos handeln kann.
>
> Die Frage war, gilt ein Krieg erst dann als Krieg, wenn er offiziell erklärt wird.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegserklärung#Kriege_ohne_Kriegserkl.C3.A4rungen
>
> Und hier sind Definitionen von dem Wort Krieg:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg
> http://de.wiktionary.org/wiki/Krieg
> http://de.thefreedictionary.com/Krieg
>
> In keiner kommt vor, dass ein Krieg erst offiziell erklärt werden muss, bis er als einer gilt. Auf welche Definition stützt du dich?
>
>
> >Verteidigungsmittel? Nenns doch beim Wort, es heißt Waffenindustrie. Wir >bauen übrigens auch sowas, und zahlen davon gute Gehälter an Angestellte >und saftige Gewerbesteuern.
>
> Ich dachte du willst immer die offizielle Bezeichnung benutzen. XD
>
> >Dass Pakistan "reicher" ist, ist sehr subjektiv. Afghanistan ist nur >einfach sehr, sehr arm. XD. Pakistan hat im Gegensatz zu Afghanistan eine >vom Westen bereits länger gekaufte (Militär-)Regierung und ATOMWAFFEN. Da >marschirt man nicht so einfach ein. Was passieren wird, wenn Pakistan >kippt, was durchaus in den nächsten paar jahren passieren kann, kann ich >mir schlecht vorstellen - ist aber kein angenehmes Gefühl, dass dann >eventuell extremistische Kräfte Zugriff auf Atomwaffen haben.
>
> Und wenn wir nicht das Land angreifen können, in dem sich Bin Laden tatsächlig aufhält, greifen wir doch ein unbeteiligtes an. Klingt fair!
>
> >Bei den Saudis ist es zum einen das Öl, von dem die ganze westliche Welt >halt abhängig ist, ohne selber viel davon zu haben, und zum anderen der >fakt, dass du nicht jemandem ans Bein pissen kannst, der dir Vorne herum >immer und immer wieder beteuert, wie sehr er auf deiner Seite ist. und >genau darum geht es auch bei der Frage "ist es ein Krieg oder ist es >keiner" - hier geht es zu ganz ganz großen teilen darum, dass du nicht >einfach so sagen kannst "Ihr lügt doch alle, das ist so und so!!!!" - Das >sind Staatschefs, die bezichtigt man nicht einfach der Lüge, selbst wenn >es stimmt!
>
> Denn letzten Satz, musste ich mir 3 Mal durchlesen, bis ich es geglaubt habe.
> WOW!
> Ich weiß nicht mehr, wie ich mit dir dikutieren soll. Denn hier sagst du, dass dir Fakten vollkommen egal sind. Es geht nur darum, was der Staatschef sagt. Und jetzt verstehe ich auch, warum du gegen direckte Demokratie bist. Deine Idee von politischer Involvierung ist anscheinend: "Alles tun, was die Chefs sagen, und bloß keine Fragen stellen." Was machst du dann überhaupt in diesem Thread? Zählt es als Einstellung, einfach den Staatschefs alles zu glauben, wer immer es ist, und was immer er sagt.
> Um nochmal auf den Punkt ein zu gehen: Einerseits machst du dich am Anfang des Posts über Länder lustig, die keine Pressefreiheit haben, und hier zeigts du, dass du ihr Konzept überhaupt nicht verstanden hast.
> Wenn es stimmt, dass Politiker lügen, dann sagt man auch, dass es so ist, und sie müssen sich dafür verantworten. Und das ist auch der Grund, warum wir Wahlen haben. Sie sollten so funktionieren, dass die Regierung für Lügen und falsche Entscheidungen abgestraft werden, und ihre Macht verlieren. Dies klappt in letzter Zeit nicht so wirklich, also müssen wir das Systhem wieder ändern.
> Aber was mich daran am wütendsten macht ist: Du denkst nicht einen Milimeter über deinen Horizont hinaus. Wir leben hier in Deutschland wenn es um Tyrannei und Diktatur geht, trotz aller Probleme die das Systhem hat, recht previligiert.
> In Saudi Arabien hätte es geheißen: "Das sind Staatschefs - Man sagt nicht einfach, dass es nicht im Koran steht, dass Frauen nicht alleine Auto fahren dürfen, selbst wenn es stimmt!"
> Unter Hitler hätte es geheißen: "Das sind Staatschefs, die bezichtigt man nicht einfach einen Völkermord zu begehen, selbst wenn es stimmt!"
>
> >Wir haben nur sehr begrenztes Weltrecht, und selbst das, was wir haben, >ist verdammt schwer durchzusetzen! Versuch doch mal, nen amerikanischen >General vors kriegsverbrechertribunal in Deen Haag zu bekommen. Das >verbitten sich die Amis, IHRE Staatsbürger werden nicht ausgeliefert. Da >eines der (noch) mächtigsten Länder der Welt sich nicht dem Völkerrecht >voll unterwirft, "rechtfertigt" das für viele andere Staatschefs den >Standpunkt, dass sie sich dem auch nicht unterwerfen müssen - also geben >sie ihre Verbrecher nicht raus.
> >
> >Ein Staat kann nur Gesetze erlassen, die in seinem Hoheitsgebiet gelten, >für was anderes hat er keine Berechtigung - deswegen kann niemand den >Saudi-Scheichs verbieten, ihr Geld in islamistische Zwecke zu buttern. >Außer der eigenen Regierung - und die besteht aus fundamentalistisch >erzogenen Saudi-Scheich-Machos, denen von ihren Mullahs eingebläut worden >ist, dass die eigene Interpretation des Korans die einzig richtige ist, >und alle Welt dazu bekehrt werden muss. Also geben sie ihr Geld gerne für >diese Zweck - gibt sicher nicht wenige, die meinen, dass sie sich damit >den Platz im reich Gottes erkaufen können, weil sie die Bekehrung der >Falschgläubigen unterstützen.
>
> Was hat das damit zu tun?
>
> >Jetzt mal zurück zu Deutschland:
> >"Lobby" ist NICHT NUR Unternehmerlobby.
> >Lobby ist AUCH
> >*Gewerkschaften
> >*Automobilclubs
> >*etc. pp.
>
> Jup!
>
> >Eine Lobby hast du dann, wenn die Politik davon ausgeht, durch das >Eingehen auf die Forderungen dieser Gruppierung einen Zuwachs an >Wählerstimmen bringen wird.
>
> Oder wenn sie genug Spenden an die Partei gibt.
>
> >Es gibt noch immer die Praxis, dass Gewerkschaften Wahlempfehlungen für >ihre Mitglieder rausgeben - und die Gewerkschaften schreien am lautesten >nach weniger Arbeitszeit, mehr Geld, mehr Kündigungsschutz und was halt so >typische Arbeitnehmerforderungen sind.
>
> Alles Dinge, denen du nicht zustimmst. Also bist du auch der Meinung, dass die Lobby zu mächtig in Deutschland ist, oder?
>
> >Das mit den Hotels ist auch weiß Gott nicht die große Nummer, als die es >ausgegeben wird - da haben weiß Gott andere parteien in ihren >Regierungszeiten anderen Lobbyverbänden mehr Geschenke gemacht, die Liste >der Sachen mit 7% Mehrwertsteuer sind kein Werk der jetzigen, sondern >aller Regierungen der letzten Jahrzehnte. und es ist grotesk amüsant, was >da so alles drinsteht.
>
> Alles Beispiele dafür, wie mächtig das große Geld in der Lobbywelt ist:
> http://www.welt.de/politik/article1356837/19_Prozent_auf_Windeln_7_Prozent_auf_Trueffel.html
>
> >Anti-Atom-Lobby ist genauso Lobby wie Atom-Lobby. ich wünsche mir so sehr, >dass mal endlich jemand auch für die angeblich "Guten" jemand mal das Wort >benutzt, das man nur noch für die böhöööösen Unternehmen reserviert hat, >die ja nuuhuuur an ihen böhööösen Profiiit denken!
>
> As Problem ist, der letzte Atombeschluss, wurde nur mit der einen Lobby getroffen. Es war nicht umbedingt die "böhöööse", aber es war die, hinter der das meiste Geld steckt. Und Politik geht finde ich viel zu oft nach Brot. Das fällt eigentlich unter Bestechung.
>
> >Fakt ist: die Unternehmen stellen über 90% aller Arbeitsplätze in >Deutschland bereit (Beamte und Angestellte von Gemeinnützigen Verein/>Organisationen sind nicht so arg viele...).
> >Die Unternehmen zahlen den allergrößten Anteil an Steuern.
>
> Und deswegen haben sie auch mehr Rechte, wenn es ums durchsetzen von Gesetzen gilt?
> Weißt du wie lange wir in Deutschland 3-Klassen-Wahlrecht hatten? Und warum wir es jetzt abgeschafft ist?
> Das Konzept ist, dass egal ob man ein Multimillioneneurounternehmen leitet, oder Sozialhilfe empfängt, an der Wahlurne hat jeder EINE Stimme. Damit nicht nur die Interessen einer Minderheit vertreten werden.
>
> >Die Unternehmen tragen das größte Risiko, denn wenn das Unternehmen pleite >geht, ist der Chef üblicherweise der, der hinterher tatsächlich ohne alles >dasteht.
>
> Wirklich?
> http://www.boeckler.de/pdf/pm_2007_09_02_tabelle.pdf
>
> >Insbesondere der deutsche Kündigungsschutz ist sehr umstritten, weil >andere Länder (Dänemark...) ohne sowas eine dennoch höhere >Beschäftigungsrate haben.
> >Aber komm mal nem Gewerkschafter damit, den Kündigungsschutz zu >lockern............
>
> Er wurde doch schon mal gelockert.
> http://www.boeckler-boxen.de/2312.htm
> Das zeigt mal wieder, wie wenig Macht Gewerkschaften doch haben.
>
> >Die Unternehmen sind genauso auf ihren Vorteil bedacht, wie die >Arbeitnehmer und ihre Vertreter. Der Arbeitnehmer will seinen Job "sicher" >haben, also nicht plötzlich gefeuert werden. Damit er auch wenn er mal >schlechter arbeitet, oder die Firma halt aus irgendwelchen Gründen keine >Arbeit für ihne hat, nicht sofort ohne Einkommen dasitzt, weil außer >seinem Lohneinkommen hat er ja nicht so arg viel.
> >Der deutsche Kündigungsschutz verhindert für Firmen in kritischer Lage >aber die manchmal nötigen Einschnitte, denn 10 Arbeitnehmer sind jeden >Monat schon 30.000-50.000€ Kosten. wenns dreckig geht, muss der deutsche >Arbeitgeber diese Kosten weiter zahlen, weil er die Leute nicht von heute >auf morgen kündigen kann.
>
> Hier geht es wieder nicht um die Fakten, aber darum wie man seine Prioritäten einteilt. Ich weiß nicht, ob du jeh gearbeitet hast, aber für mich ist Sicherheit des Arbeitsplatzes ziemlich wichtig. Und dafür kann der Chef mir gerne mal 2 Wochen meines Gehaltes zahlen.
>
> >Insbesondere im globalen Wettbewerb ist das nicht ohne.
> >
> >Und da die wirklich bedeutsamen themen in der deutschen politik doch alle >von den Medien und der Bevölkerung zu emotional besetzt sind um eine >tatsächliche Fakten-Debatte zu führen, verlegen sich die Unternehmerlobbys >darauf, ihre Schäfchen anders ins Trockene zu bringen.
>
> Du findest es also nicht emotional, wenn die Unternehmer über Moral und Demokratie rübersteigen, um sich zu bereichern?
> Warum gelten gesselschaftliche Normen auf einmal nicht mehr, wenn es ums Geld geht?
>
> >Das nimmt teilweise etwas lächerliche Züge an, aber man nimmt halt, was >man kriegen kann. Am liebsten wäre eigentlich fast allen Unternehmen in >Deutschland ein schwächerer Kündigungsschutz, geringere >Arbeitgeberbeiträge zu den Krankenversicherungen und zur >Arbeitslosenversicherung, und eine geringere Steuerlast sowie weniger >Bürokratie.
>
> ...und das ihre Autos aus Schokolade bestehen, und ihr Arbeitszimmer aus Zuckerwatte.
> Unternehmen wären auch gegen das Verbot von Kinderarbeit, oder den Anspruch von jedem Arbeitnehmer auf eine Mittagspause. Aber alles, was du erwähnt hast, hat Vorteile, für die große Mehrheit der Bevölkerung, die eben keine Unternehmer sind. Man sollte sich nicht nach den Bedürfnissen nur einer Bevölkerungsschicht richten.
>
> >Ist in dem Maß, wie es gewollt wäre, eh nicht durchsetzbar, also nimmt man >eben, was man kriegen kann.
>
> Oh, die armen Unternehmer!
> Müssen sie ihre Arbeiter human behandeln? Schrecklig, das von ihnen zu verlangen!
>
> >Ganz BESONDERS tolles Beispiel deutscher Arbeitnehmerpolitik ist übrigens >der deutsche Arbeits"kampf" - in dem die Arbeitgeber de facto keine Waffen >mehr haben. Weswegen auch primär der Dienstleistungssektor bestreikt wird.
> >Schonmal an ner S-Bahn-Linie gestanden, die bestreikt wurde?
> >Ja, genau, deine Monatskarte kriegste nicht zurückerstattet. Die >streikenden kriegen aber trotz Streik weiter ihr Gehalt, weil der >Arbeitgeber nur die GESAMTE Belegschaft aussperren dürfte. Was dann heißen >würde, dass sie im zweifel sogar ihr Putzpersonal und ihre >Sicherheitsleute aussperren müssten. Diese Leute müssten dann aus der >Streikkasse der Gewerkscaft bezahlt werden.
> >
> >Das Problem?
> >Welches Unternehmen kann es sich leisten, ihre Kunden ALLE nicht mehr zu >beliefern? Und bei Dienstleistungen ist es nicht so, als könnte man aus >Lagerbeständen liefern! Stell dir mal vor, statt nem verringerten Fahrplan >würde für eine Woche in deiner Stadt kein einziges öffentliches >Verkehrsmittel mehr fahren. yi-hah!
> >Und, was noch dazukommt: die Unternehmen haben Angst, dass das >Bundesarbeitsgericht die Aussperrung eventuell ganz verbietet. Dann hat >der Arbeitgeber garnichts mehr entgegen zu setzen. yay!
>
> Bevor ich antworte eine kleine Zwischenfrage:
> Arbeitest du, oder leitest du selber ein Unternehmen?
> Anscheinend scheinen dich die Belange von Arbeitnehmern ja überhaupt nicht zu interessieren.
>
> >Früher durfte man einfach die streikenden aussperren, die mussten dann aus >der Streikkasse bezahlt werden, der rest der belegschaft durfte >weiterarbeiten, wie es heute ja auch geschieht.
>
> Richtig!
> Die Welt war viel besser, bevor die Meinungsfreiheit eingeführt wurde! (Streikrecht gehört zur Meinungsfreiheit.)
>
> >Alles in Allem: komm mal runter von dem Trip, dass es "Gute" und "Böse" in >diesem politischen Spiel gibt. JEDER, der eine Bestimmte Forderung >vertritt oder Handlung vollzieht, denkt aus irgendeinem Grund, dass er >damit auf irgendeine Weise im "Recht" sei. Der Dieb meint ja auch, dass es >dem Unternehmen nicht wirklich schadet, wenn ein Ding weniger im Regal >steht. Die Saudis meinen, dass es Gottes Wille ist, dass die wahabitische >Koranauslegung überall gelten soll. Die Abeitnehmer meinen, dass die >Unternehmen mehr vom Kuchen abzugeben haben. Das Unternehmen meint, dass >es auch mit weniger Steuern genug zum Gemeinwohl beiträgt.
>
> Wer hat "Gut" und "Böse" gesagt?
> Ich lese aus deiner Darstellung nur heraus, dass Unternehmer grundgut sind, und Arbeitnehmer grundböse.
>
> >Das sind oft konträre Meinungen - und welche davon jetzt "richtig" ist, >ist sehr sehr schwer zu sagen, und kommt immer auch auf den >Betrachtungsstandpunkt an.
> >
> >Und nein, es ging beim Angriff auf Afghanistan nicht darum, nur Bin Laden >zu fangen. dann hätte man einfach den Mossad drauf angesetzt, die haben >auch in den 70ern noch Nazis in Südamerika gefunden. Es ging darum, dem Al->Qaida Terrorismus die territoriale Basis zu entziehen, sodass ihre >Operationen möglichst unmöglich werden, weil sie ihre Leute nicht >ausbilden können und ihre Organisationsstruktur zusammenbricht. Hat wie >gesagt icht geklappt. Um Bin Laden ging es vielleicht für einzelne >Amerikaner, aber für die Weltgemeinschaft ging es um den terrorismus aus >Afghanistan allgemein.
>
> Fakt ist, dass sich die offizielle Begründung alle paar Jahre ändert. Der eigentliche Grund, warum wir da sind ist, damit die Waffenindustrie daran verdienen kann.
>
> >Zuletzt: ich finde, dass die Selbstverantwortung des Einzelnen einen hohen >Stellenwert einnehmen wollte.
>
> Auber keine Selbstverantwortung für die politischen Entscheidungen.
>
> >Das verbietet in meinem Verständis im Umkehrschluss eine zu starke >Bevormundung durch den Staat, und zwar in allen Lebensbereichen. Und ein >Unternehmen ist genauso für sich selbst verantwortlich, wie es der >einzelne Arbeitnehmer ist. Ein gewisses Maß an Gesellschaftssolidarität >ist notwendig und gewünscht, ebenso wie eine vom Staat zur Verfügung >gestellte Infrastruktur, aber diese Einmischerei in alles und jeden >Lebensbereich finde ich nicht gut.
> >
> >Das ist übrigens der ursprüngliche Kerngedanke des Liberalismus - und >irgendwie ist mir der frühe Bismarcksche Nachtwächterstaat so schrecklich >sympathisch.
>
> So wie Meinungsfreiheit, Demokratie, der Rechtsstaat...
> Nach dem was du hier schreibst, wärst du im Mittelalter am glücklichsten.
> Hast du jeh in deinem Leben ein Geschichtsbuch aufgeschlagen? Weißt du warum Bismark diese Gesetze eingeführt hat?
> In der Zeit vor dem "Nachtwächterstaat", war man dem Schicksal ausgeliefert, wenn man cronisch krank war, zu alt war, oder aus irgendeinem anderen Grund für die Unternehmen (-die, anscheinend die einzigen sind, deren Interessen durch die Politik vertreten werden sollten-) nicht rentabel waren. Diese Leute sind dann auf der Straße verhungert.
> Die Frage die über allem steht ist: Wozu ist die Regierung da? Was ist ihr Zweck?
> Anscheinend nicht zu verhindern, dass 25.000 Menschen in Afghanistan sterben.
> Oder zu verhindern, dass alte Menschen ohne Versicherung verhungern.
> Ist es nicht Zweck einer Regierung, dass es der gesamten Bevölkerung wohler geht und nicht nur den Unternehmern?
>
> Und immer wenn ich höre, dass jemand ganz den Sozialstaat ablehnt, werde ich immer ein wenig neugierig:
> Beziehst du Sozialleistungen? Jeder in Deutschland tut es irgendwie. Ich wette du hast 18 Jahre Kindergeld bekommen, und kriegst jetzt BaFög, was du nur zur Hälfte zurück zahlen musst. Natürlich zahlst du das Kindergeld zurück, und verzichtest auch auf den Teil des BaFögs, den du nicht ab bezahlen musst.
> Ich glaube nicht... Denn Kindergeld und BaFög, haben einen Nutzen. Genau wie Hartz 4, Sozialhilfe, Elterngeld, Bilndengeld, etc....
>
> Und zu guter letzt alle Punkte des letzten Posts, die du netter weise ignoriert hast, auf die ich noch eine Antwort möchte:
>
>

> 1. Es gibt einen Unterschied, zwischen einer einzelnen Entscheidung und dem gesamten Bundeshaushalt.
> 2. Wegen dem Horrorszenario, was passieren wird, wenn sich der Bund für seinen gesamten Haushalt rechtfertigen muss: Es wurde bereits ein Gesetz verabschiedet, nach dem der Bundestag dies tuhen muss. Laut der sogenannten "Schuldenbremse" kann jeder Bundeshaushalt über einer gewissen Nettoverschuldung vor dem Verfassungsgericht angefochten werden. Und wenn du meinst diese Gerichtsverfahren würden in 2 Monaten vorbei sein, dann ist dir nichts vom deutschen Rechtssysthem bewusst. Und weißt du was während des Verfahrens nicht passieren wird: Dass während der Zeit alle Zahlungen des Bundes einfrieren. Das kann ich dir versprechen.
>
> Es gab bereits ein Systhem, dass verhindert hat, dass uninformierte Leute Entscheidungen treffen. Es hieß Monarchie. Ich bin mir sicher der Kaiser war gut informiert.
>
> Ist dies nicht ein tolles Argument, für direckte Demokratie?
> Wie wäre es, wenn stadt dem Wahlzettel, auf dem steht "CDU; SPD; FDP; etc..." auf dem Wahlzettel stehen würde "Sind sie für das Programm X?..." Ich glaube sie weiß, wo sie bei bestimmten Fragen steht.
> Wie gesagt, es geht nicht darum ALLES so zu entscheiden zu lassen. Ich finde nur dieses Verfahren, was rechtlich bereits möglich ist, wird zu selten benutzt.
> Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst, und wie es da gehandhabt wird, aber in Hamburg wurde z.B. die letzte Bildungsreform durch einen Volksentscheid blockiert. Und... -ÜBERRASCHUNG- Die Stadt steht noch.

Boahr, echt der erste vernünftige Post den ich hier lese.
Bei dieser menschenverachtenden, (neo-)liberalen Scheisse weiter oben bekommt man ja echt das Kotzen...
Visual Kei ist keine Subkultur.
"裸になって何が悪い"



Von:   abgemeldet 26.11.2010 12:01
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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> Und Menschen mit gesundem Menschenverstand sind nicht auf Animexx. XDDDD
You heared wrong :b
Sag mir lieber deine Idee, als mir zu sagen, dass nichts draus werden wird!



Von:   abgemeldet 30.11.2010 16:51
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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diese klaren abgrenzungen zwischen links oder rechts gib es eh nicht mehr.
aber wenn man nach meinem lebensgefühl bzw. überzeugung fragen würde, dann würde ich linksliberal sagen.
wichtig sind auf jeden fall sozialer ausgleich, multikulti, (bildungs)gerechtigkeit, freiheit im allgemeinen und pazifismus.



Von:   abgemeldet 30.11.2010 17:14
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
So, da ich ein Gegener des Wohlfahrtstaates bin, bin ich so frei dir zu antworten:


>Und immer wenn ich höre, dass jemand ganz den Sozialstaat ablehnt, werde ich immer ein wenig neugierig:

>Beziehst du Sozialleistungen?
Nein.

>Jeder in Deutschland tut es irgendwie. Ich wette du hast 18 Jahre Kindergeld bekommen,
Da mein Einkommen relativ schnell steuerpflichtig wurde, hatte sich auch das erledigt.

>und kriegst jetzt BaFög, was du nur zur Hälfte zurück zahlen musst.
lmfao

>Natürlich zahlst du das Kindergeld zurück, und verzichtest auch auf den Teil des BaFögs, den du nicht ab bezahlen musst.
>Ich glaube nicht...
Die paar € Kindergeld hab ich bestimmt schon über Steuern bezahlt.

>Denn Kindergeld und BaFög, haben einen Nutzen. Genau wie Hartz 4, Sozialhilfe, Elterngeld, Bilndengeld, etc....
Nein. Dafür gibts Studiendarlehen, Stipendien, KfW Kredite, etc.
Der Staat muss nicht alles regeln, das Stichwort ist Eigenverantwortung.
Whatever the mind of a man can conceive, it can achieve.
Clement Stone



Von:   abgemeldet 01.12.2010 13:07
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Gott, ich hoffe es so sehr, dass du, abgemeldet, mal in die Lage kommst, Hartz 4 beziehen zu müssen, damit du von deinem widerlichen FDP-Ross runterkommst und siehst, wie es unten und bei einem weiten Teil der Bevölkerung, ausschaut.
Sag mir lieber deine Idee, als mir zu sagen, dass nichts draus werden wird!



Von:   abgemeldet 01.12.2010 20:16
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@abgemeldet:
Du nimmst mir die Worte aus dem Munde.

@abgemeldet:
Ich kann mich an einen anderen Thread erinnern, in der du so die christliche Tradition Deutschlands betont hast. In der Bibel steht immer und immer wieder, dass man den Armen helfen soll.
Anscheinend ist nun die christliche Tradition scheiß egal.



Von:   abgemeldet 01.12.2010 20:17
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
Ich weiß nicht wirklich was meine Einstellung mit der FDP zu tun haben soll (diese vertritt nichteinmal, bis auf gewisse Abgeordnete, ansatzweise meine Interessen in einem akzeptablen Maße), aber ALG2 werde ich wohl nie beziehen müssen. Ich hab halt keine 9 to 5 Mentalität. :)

@abgemeldet
Ich betonte, das WENN ÜBERHAUPT ein christlicher Einfluss toleriert werden kann. Desweiteren hat soziales Engagement nichts, aber wirklich garnichts, mit staatlichen Eingriffen zu tun. Dafür gibts charity, volunteers, etc... Versuch den Begriff "Eigenverantworlichkeit" mal in jeglichen Lebensbereich zu übertragen, soll helfen. Ich brauche keinen Staat, der mir sagt, ich soll mal ein paar Monate nach Afrika fliegen... :)
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Zuletzt geändert: 01.12.2010 20:19:09



Von:   abgemeldet 02.12.2010 13:26
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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aber komplett ohne staat kan eine gesellschaft nicht existieren.
du musst nicht nur den kostenfaktor und die bürokratie berücksichtigen. es gibt auch andere faktoren, weshalb man einen starken staat braucht.
zum einen ist dieses schwammige argument "eigenverantwortung" ein totschlagargument und für viele teile der bevölkerung in dem maße gar nicht realisierbar. gerade, wenn man das sensible thema der sozialen absicherung anspricht. man muss menschen ein existenzminimum zugestehen. selbst menschen, die arbeitsscheu sind, müssen unterstützt werden. das hat nichts mit gutmenschentum zu tun, sondern das ist die verantwortung, die wir als gesellschaft haben.
was der staat ja macht, ist dieses geld möglichst-vorsicht- sinnvoll zu verteilen(böses wort).
natürlich gibt es viel ineffizienz. wir geben so viel geld für soziales aus, trotzdem ohne den gewünschten erfolg. hier muss der staat einfach effiezienter arbeiten.
darüberhinaus fordern neuliberale denkfabriken ja eine abkehr von einer umlagefinanzierten rente hin zu einer kapitalgedeckten altersvorsorge. ich halte das für nicht komplett verkehrt(die rentenformel greift nicht mehr), ABER wie man in amerika gesehen hat, birgt dieses system viele risiken. man hat dort mit der rente einfach gesagt "gezockt". nach der krise standen viele menschen mit nichts da.
nicht jeder kann sich auch eine privatversicherug leisten. und als kassenpatient wirst du heute eh benachteiligt.
fazit: für viele menschen ist "eigenverantortung" wie sie dir vorschwebt gar nicht realisierbar. viele menschen sind einfach froh über die runden zu kommen. und dann soll man für die zukunft auch noch alles selbst regeln.
so eine "privatisierte" und schließlich auch entsolidarisierte gesellschaft will ich mir nicht vorstellen. kein vernünftiger mensch will den sozialismus zurück, aber ein nachtwächterstaat, der sich nur noch um das nötigste kümmert plus derregulierte wirtschaft ist auch nicht die lösung. das "freieste" land der welt hat es mit am härtesten getroffen. wir deutsche, mit unserem lahmen sozialstaat sind relativ glimpflich davongekommen.




Von:   abgemeldet 02.12.2010 15:09
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Ich wär mal vorsichtig mit so pauschalen Aussagen wie:

> aber komplett ohne staat kan eine gesellschaft nicht existieren.
Das gab es, gibt es, und wird es vorerst auch weiterhin geben.

Außerdem solltest du dir vielleicht erstmal die Terminologie von "Sozialismus" verinnerlichen bevor du hier anderen Leuten die Vernunft absprichst:
> so eine "privatisierte" und schließlich auch entsolidarisierte gesellschaft will ich mir nicht vorstellen. kein vernünftiger mensch will den sozialismus zurück

Dein ganzer Text enthält mir persönlich zu viel "ich muss" und "Verantwortung", das hab ich doch alles schonmal gehört. Soziale Verantwortung ja bitte, aber ohne dabei die eigene Individualität zu untergraben.
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Von:   abgemeldet 02.12.2010 16:43
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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naja, ich sagte doch, dass kein gemäßigter mensch den real exisierenden sozialismus zurück haben will.
außerdem bin ich ein großer freund der individuellen freiheit. persönliche freiheit und ein starker und fürsorgender staat kann auch gleichzeitig herrschen. oder sind etwa die skandinavischen länder oder deutschland länder, wo man sich nicht selbst entfalten kann
viele neoliberale wollen es ja so darstellen, dass freiheit nur dann möglich ist, je weniger der staat eingreift. das ist kompletter bogus. das hat man hat man doch vor nicht allzulanger zeit gesehen. länder, die auf weniger staat, derregulierung, kosten senken und steuern runter gesetzt haben, sind von der krise viel schwerer betroffen worden als die achso leistungsschwachen sozialstaaten. england und die usa können ein lied davon singen.

problem vieler neoliberalen und ihr argumentationstrick ist es immer so darzustellen, dass befürworter eines wohlfahrtstaates immer die persönliche freiheit eingrenzen wollen. ihr totschlagargument.





Von:   abgemeldet 02.12.2010 16:44
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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welche funktionierenden länder haben denn keinen starken staat? beispiele gefällig



Von:   abgemeldet 03.12.2010 12:58
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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> naja, ich sagte doch, dass kein gemäßigter mensch den real exisierenden sozialismus zurück haben will.
Nein davon hast du nichts gesagt, und dir ist auch hoffentlich klar dass der realpolitische Sozialismus mit dem Sozialismus an sich in keiner der angewandten Umsetzungen noch irgendwas gemein hat oder je hatte. Außerdem pauschalisierst du schon wieder.

> außerdem bin ich ein großer freund der individuellen freiheit. persönliche freiheit und ein starker und fürsorgender staat kann auch gleichzeitig herrschen.
Beherrscht werden und individuelle Freiheit schliesst sich irgendwie aus.

> oder sind etwa die skandinavischen länder oder deutschland länder, wo man sich nicht selbst entfalten kann
Hängt ganz davon ab wie das für einen aussehen soll. Also mal eher "nein".

> viele neoliberale wollen es ja so darstellen, dass freiheit nur dann möglich ist, je weniger der staat eingreift. das ist kompletter bogus.
Und warum?

> das hat man hat man doch vor nicht allzulanger zeit gesehen. länder, die auf weniger staat, derregulierung, kosten senken und steuern runter gesetzt haben, sind von der krise viel schwerer betroffen worden als die achso leistungsschwachen sozialstaaten. england und die usa können ein lied davon singen.

Achso. Hat damit aber nichts zu tun, da wurde hüben wie drüben nirgends großartig regulierend eingegriffen, die "Sozialstaaten" zahlen sogar noch drauf während die Wichser die uns die Scheisse eingebrockt haben fröhlich genauso weiterzocken wie bisher und wir schnurstracks auf die nächste Krise zusteuern. "Ausbeutung" ist doch eher das Stichwort wo die Alarmsirenen klingeln sollten wenn man in die neoliberale Ecke schaut, gerade im Hinblick auf die fortschreitende Globalisierung und die Trikonte. Aber dass interessiert keinen Staat, die sog. "Sozialstaaten" mit am allerwenigsten, im Gegenteil.

> problem vieler neoliberalen und ihr argumentationstrick ist es immer so darzustellen, dass befürworter eines wohlfahrtstaates immer die persönliche freiheit eingrenzen wollen. ihr totschlagargument.

Hui, fast so gut wie deins:
> naja, ich sagte doch, dass kein gemäßigter mensch den real exisierenden sozialismus zurück haben will.

;)
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Von:   abgemeldet 06.12.2010 19:23
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
Wie viel halbwissen hier steht... das ist wirklich beachtlich.

1. Je stärker Märkter reguliert werden, desto stärker werden die Unternehmen gezwungen kreativ zu werden und Gesetzeslücken zu finden. Man schaue sich Enron und den Strompreis in Kalifornien an; und dort war der Markt schon sehr stark reguliert.

2. Wer ernsthaft glaubt, dass die subprime Krise von von den bösen Investmentbankern ausgelöst wurde, darf sich der "wir sind dämlich, fett und froh" Gesellschaft anschließen.

In 1995, as a result of interest from President Bill Clinton's administration, the implementing regulations for the CRA were strengthened by focusing the financial regulators' attention on institutions' performance in helping to meet community credit needs.


Bevor man über die Neoliberalen schimpft, sollte man sie mal einen Staat leiten lassen. Aber so ists natürlich einfacher.
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Von:   abgemeldet 06.12.2010 22:04
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@PublicEnemy
deine arroganz ist ja schon beachtlich. arbeitest du für eine investmentbank oder warum verteidigst sie so eisenhart?

selbst füherende ökononomen(bis auf die hardliner), wirtschaftsnobelpreisträger und auch wirtschaftsliberale sehen die ursachen an der fehlenden regulierung.



Zuletzt geändert: 06.12.2010 22:42:59



Von:   abgemeldet 07.12.2010 08:48
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
@abgemeldet
Für wen ich arbeite, ist mMn unerheblich. Aber so wie nach einem Amoklauf nach härteren Strafen gerufen wird und stärkeren Regulierungen der Auslöser (Computerspiele, etc - da sind sich die "Experten" auch so ziemlich einig), so wird nach Krisen immer einem Sündenbock die Schuld gegeben.

Die Deutsche Bank kam bspw. problemlos aus der Krise raus, die vom Staat geführten Banken hatten extreme Probleme.
=> Der Staat soll sich nun drum kümmern.

Finde den Fehler.
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Clement Stone



Von:    Necr0w 14.12.2010 19:03
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Aus diesem Thread habe ich bisher nichts gelesen und wollte zunächst einfach nur die Frage beantworten.

Ich bin gegen die Politik und für den gesunden Verstand.
Natürlich wird ein System in irgend einer Form benötigt, aber die bisher bekannten Formen müssen unbedingt an die aktuelle Gesellschaft angepasst werden und das steht momentan in keinem Verhältnis zueinander.

Mit Verstand meine ich den aufgeklärten Geist.
Intoleranz war schon immer ein großes Übel.

Freidenker bestehen zwar auf ihrer Unabhängigkeit von Glaubensregeln wie Tabus und Dogmen, beziehen sich aber ausdrücklich auf ethische Grundsätze von Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Gewaltverzicht."
[Quelle: Wikipedia]

Der kollektiven Verdummung muss ein Ende gesetzt werden. Wir leben bereits in einer globalisierten Welt - es wird nur leider sehr kontraproduktiv an die Sache herangegangen. Ja, ich fordere Multi-Kulti-Kuschel! Anders wird es nicht gehen. Die Alternative ist sich vom Gehetze und Kultivierung des Fremdenhasses mit reißen zu lassen und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. In letzter Zeit merkt man nur leider nicht viel, dass unsere "Führung" in Richtung einer friedlichen Lösung gehen möchte:
Wir als Union treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein. Multikulti ist tot“, sagte der gute Seehofer.

Die Politik sollte der modernen Welt angepasst sein - Das ist sie momentan nicht. Ein völlig neues Konzept muss her, wenn das Ziel Weltfrieden und faire Teilung der Gesamtressourcen sein soll.



Zuletzt geändert: 14.12.2010 19:10:04



Von:   abgemeldet 16.12.2010 00:16
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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@PublicEnemy

der staat kann natürlich nicht alles richten. natürlich hat ein ausgebildeter banker mehr ahnung, als ein politiker.
die deutsche bank ist sicher eine ausnahmeerscheinung. ackermann, der zwar nicht gerade der netteste mensch auf erden ist, ist aber einfach ein kenner und ein richtig guter banker. er ist sein geld wert.

guck dir aber die länder die länder an, die nahezu komplett auf dienstleitung und investmentbanking gesetzt haben und die realwirtschaft vernachlässigt haben. ja, die finanzmetropolen london und new york hat es am schwersten erwischt. liegt auch zum großen teil an der mangelnden regulierung und fehlenden transparenz. und auch eine wirtschaftspolitik, die fast nach komplett angebotspolitischen gesichtspunkten handelt.
gerade du als neoliberaler solltest doch für einen fairen wettbewerb sein. ohne regeln kein markt^^

der staat ist kein allheilmittel, nur finde finde ich, dass er von beiden seiten zu unrecht als das übel angesehen wird.
die klassichen linken oder anrachosyndikalisten sehen nur den "bösen staat", der die freiheit eingrenzt. oder die neoliberalen, chicago boys und konsorten sehen ihn als ineffizienten kostenfaktor an.
ich finde di kritik von beiden seiten ziemlich altbacken und aus der zeit gefallen. keiner fordert entmündigung, aber zumindest sollte man froh sein, dass es eine instanz gibt, die zumindest versucht für die "schwächeren" zu sorgen.

du als wahrscheinlich gutverdiener wirst keinen staat und seine hilfe nicht brauchen, aber vllt solltest du von deinem hohen roß absteigen und dein lebensmodell nicht auf andere übertragen.
andere leute sind froh, dass es staatliche krankenversicherung gibt. nur mal ein beispiel zu nennen


zum beispiel bin ich für mindestlöhne, weil ich wettbewerb will. hört sich verquer an, weil ein liberaler sagen würde, das ist verkehrt, wenn der staat einen lohn festsetzen will und außerdem verstößt es gegen die tarifautonomie.
dabei kann man das wie in großbritannien organisieren, mit einer mindestlohnkommision.
verquer finde ich nur da, dass in sachen löhne die unternehmen nach dem staat rufen. mindestlohn nein, aber kombilohn ja. ziemlich eigenartige sicht von wettbewerb.



Von:   abgemeldet 17.12.2010 13:41
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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Kronloyal.
Ich will das Württembergische Königreich zurück.

(-_(-_(-_(-_(-_-)_-)_-)_-)_-)
WIR SIND VIELE!

-P.U.R.E. Child-



Von:   abgemeldet 17.12.2010 15:43
Betreff: Politische Einstellungen... [Antworten]
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>Kronloyal.
>Ich will das Württembergische Königreich zurück.

Wenigstens bist du ehrlich. XDDD



Von:   abgemeldet 17.12.2010 17:14
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@abgemeldet
Ich würde die deutsche Bank nicht unbedingt als Ausnahmeerscheinung darstellen. Auch führende Kräfte von Meryll Lynch haben schon Jahre vor der Krise vor einer Überhitzung des Immobilienmarktes gewarnt.

Auch finde ich es interessant, dass (Finanz-)Dienstleistende Länder hier als stärker betroffen gesehen werden. Wir haben unseren einknickenden Industrien einfach Milliarden in den Rachen geworfen (Abwrackprämie, Hotelsteuer, Konjunkturpakete, etc), über die Richtigkeit möchte ich an dieser Stelle garnicht reden. Die USA haben einige Banken gerettet, aber lassen im großen und ganzen die meisten vor die Hunde gehen. In Deutschland gab es die Kurzarbeit, etc. pp. => Wettbewerbsverzerrung.
Das wir absolut keinen Binnenmarkt haben, wir und über kurz oder lang eh noch schmerzlich bewusst werden.

Man redet von einem Staat, der fairen Wettbewerb schaffen soll, aber schafft gleichzeitig durch Subventionen einen Markt, der für ausländische Firmen zu kostenintensiv ist. Die unterschiedlichsten Faktoren spielen dort eine Rollen, vor allem aber die Unterschiede in Sozialversicherungen, Lohn / Gehalt, etc.

Ich finde es auch sehr schön, dass man mir vorwirft, die sozial Schwachen nicht zu berücksichtigen. Auch wenn man es mir selten anmerkt, habe ich einen blue collar background. Das ist aber kein Hindernis, etwas aus seinem Leben zu machen und vor allem Verantwortung übernehmen zu wollen. Wer sich versichern will, kann dies auch auf freiwilliger Basis tun. Es ist einfach lächerlich von gewinnorientierten Unternehmen zu verlangen, jeglichen Versicherten zum gleichen Tarif aufnehmen zu müssen. Dies ist auch denen unfair gegenüber, die gesund leben.

Ich weiß, das man sich in Deutschland derzeitig ja schämen sollte und den Putzfrauen und ähnlichem die Füße küssen sollte, dass man selbst zu den Besserverdienern gehört. Aber in wie weit dieses linke Gedankengut einen weiterbringt ist fraglich. Die Eingriffe des Staates haben NOCH NIE etwas gutes bewirkt und jegliche Finanzkrise war nicht durch das System der Marktwirtschaft, sondern durch Eingriffe von außen motiviert.

In Deutschland würde ich dazu als Beispiel die beiden Ölkrisen anführen, kann die Liste aber gerne noch weiter füllen.

Um zum Schluss zu kommen: Ja, der Staat sollte eingreifen. Er sollte die Geldschöpfung wieder komplett übernehmen und Kartelle sollten weiterhin vermieden werden. Auch sollten Behörden wie die SEC, BaFin, etc. bestehen bleiben, aber die Eingriffe in den Markt ansich dürfen nicht weiter erfolgen.
Whatever the mind of a man can conceive, it can achieve.
Clement Stone



Von:   abgemeldet 17.12.2010 23:10
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aha, die hypo real estate hättest du einfach pleite gehen lassen wie lehmann brothers? ok, immerhin sehr konsequent.^^
aber glaubst dadurch wäre es uns besser gegangen? ich weiß, ein unding mit steuergeldern eine unrentable bank zu retten, aber einfach den markt nach der reinen lehre sich selbst überlassen und auf die selbstheilungskräfte hoffen, ist ein bisschen blauäugig.
amerika hat ja gezeigt, dass diese variante ein kill für die wirtschaft bedeuten kann.


außerdem kanns du nicht gerade sagen, dass es den amerikanern gutgeht. die krise hat sie vielmehr getroffen als deutschland. führende öknomen und auch banker sehen den hauptgrund an dem bankkrott von lehmann brothers und der damit verbundenen "unterlassenen hilfeleistung" der regierung bush.
ich finde es im grunde genommen symphatisch, diese neoliberale idee, dass jeder in der freien wirtschaft für sein handeln komplett haftet, aber wenn man die hypo real estate einfach sich selbst überlassen hätte, dann hätten wir weltwirtschaftskrise reloaded.
diese meinung teilen auch die besten ökonomen weltweit. du willst deine kompetenzen sicher nicht über diesen koryphäen stellen^^



marktwirtschaft ist richtig und zu viel staat auch nicht gut. aber ich finde, man sollte, wie du kurz anmerkst, nicht nur nach rein angebotspolitischen gesichtspunkten handeln.
ein bisschen mehr nachfragepolitik und stärkung des binnenmarkts durch höhere löhne wäre auch nicht das verkehrteste.


PS: ich will dich nicht beleidigen, falls es so rüberkam, dann tut es mir leid.
immerhin bist du ein strammer neoliberaler und kein winkeladvokat.
das macht die sache transparenter.^^
Zuletzt geändert: 17.12.2010 23:16:50


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