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Thread: Vergewaltigung - Wer hat Schuld?

Eröffnet am: 22.12.2008 00:30
Letzte Reaktion: 18.04.2009 23:29
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Von:    grmblmonster 15.03.2009 21:34
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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Wenn du dabei Mantiden oder manche Arachniden meinst: Das ist ein relativ weit verbreitetes Vorurteil. Kannibalismus nach dem Geschlechtsakt kommt nur in 15-20% der Fälle vor, und stellt somit eine Ausnahmeerscheinung dar.

Hearts on fire!



Von:    J-Glam 15.03.2009 21:36
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>Kannibalismus nach dem Geschlechtsakt kommt nur in 15-20% der Fälle vor>

War mir klar, dass das nicht IMMER der Fall ist. Dass es nur 15-20% ist, ist allerdings neu für mich. Dennoch, es reicht ;-)



Von:    grmblmonster 15.03.2009 21:37
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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> War mir klar, dass das nicht IMMER der Fall ist. Dass es nur 15-20% ist, ist allerdings neu für mich. Dennoch, es reicht ;-)

Da gibts einen guten Bericht zu in der Elaphe.
Witzigerweise ist das die gleiche Prozentzahl wie Herzinfarkte beim Sex in den USA.

DAS macht mich nachdenklich.

Hearts on fire!



Von:    ElarionEulenschwinge 15.03.2009 21:47
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>Die hormonelle Veränderung in der Paarungszeit bewirkt diesen "Sinneswandel".
>Der Trieb, Nachkommen zu zeugen ist der Antrieb.

Nein, genau so eine Antwort wollte ich nicht.
Tiere können nicht wissen, dass sie von Sex Junge bekommen. Sogar der Mensch sah die Fortpflanzung anfangs als großes Geheimnis an.

Ein Trieb der darauf gerichtet ist "sich fortzupflanzen" kann also nicht existieren.

Schon deswegen, weil das Tier aus der Fortpflanzung keinen unmittelbaren Nutzen zieht. Tiere haben keine Rentenversicherung.

Sicher ist eine Hormonveränderung die Ursache, so ist das beim Menschen ja auch - aber was bewirkt sie?





"The difficulty of literature is not to write, but to write what you mean; not to affect your reader, but to affect him precisely as you wish."

(Robert Louis Stevenson)
Zuletzt geändert: 15.03.2009 21:48:51



Von:    grmblmonster 15.03.2009 21:52
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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Tiere haben kein Ich-Bewusstsein, darum können sie Sex nicht in Verbindung mit Nachkommen bringen.

Aber die Hormone bewirken eine Paarungsbereitschaft. Das Tier "spürt" dass es sich paaren muss.
Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 16.03.2009 00:11
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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> Tiere haben kein Ich-Bewusstsein, darum können sie Sex nicht in Verbindung mit Nachkommen bringen.

wie definierst du "ich" bewusstsein ?
wenn es darum geht das man sich selbst erkennt und sich als sich warhnimmt, also als eigenständige entität, dann haben das ein paar tiere
auch träumen scheinbar manche tiere - wo man unterstellen kann das es eine abstrakte vorstellung des ichs voraussetzt

vorallem hat aber der mensch ein ist bewusstsein, und der ist nunmal auch nur ein tier - wenn auch ein cleveres/dummes

I live the way I type; fast, with a lot of mistakes.



Von:    Carcajou 16.03.2009 00:20
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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Wie definiert man "Spüren"?
Vielleicht macht es ihm doch einfach "Spaß"?
Tiere, gerade höher entwickelte Tiere erleben häufig "Selbstbelohnung" bei der Befriedigung gewisser Triebe- warum also keine Lust? Egal, ob sie nun an die Paarungszeit gebunden ist oder nicht?
Gibt es nicht zumindest einige Säugetier-arten, bei denen man Sex (auch gleichgeschlechtlichen) oder auch sexuelle Handlungen wie Masturbation recht häufig beobachten kann?

Ist die Fortpflanzung denn nicht auch beim menschen letztendlich der Sinn und Zweck des Sex?
und trotzdem...

Äh, ein wenig OT geworden.*räusper*
Die Hölle, das sind die anderen.

Jean-Paul Sartre



Von:    murx 16.03.2009 01:34
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
Wie spueren zwei radikale Wasserstoffatome, das sie sich zu einem H2 Molekuel verbinden muessen?

Wahrnehmung ist nichts anderes als chemische Reaktionen.



Von:    Dezi 16.03.2009 15:28
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
> Da gibts einen guten Bericht zu in der Elaphe.
> Witzigerweise ist das die gleiche Prozentzahl wie Herzinfarkte beim Sex in den USA.

15-20% aller Amerikaner haben beim Sex einen Herzinfarkt!?

Ich habe das jetzt extra gegoogelt und keine Bestätigung hierfür gefunden... dann wär Sex ja echt gefährlich! XD



Von:    grmblmonster 16.03.2009 19:30
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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> wie definierst du "ich" bewusstsein ?

Ich definiere das nicht, sondern übernehme dabei die Definition der Biologen:
Ein Wesen mit einem Ich-Bewusstsein, also des Ich-Erlebens und der Ich-Erkenntnis.
Man testet das in der Biologie mit dem einfachen Trick, ob ein Lebewesen sich im Spiegel (oder einem äquivalenten Ersatz z.B. Filmmaterial von sich selbst) erkennt.

Zu dieser Fähigkeit sind nur wenige Lebewesen der Erde in der Lage: Der Mensch, sämtliche Menschenaffen, Rabenvögel, Oktopoden, Wale und Walartige.
Diese Tiere stellen natürlich die Ausnahme dar von der von mir getätigten Aussage, dass Tiere kein Selbstbewusstsein haben.
Mea culpa. Zu meinen Gunsten sei aber erwähnt, dass diese Gruppen so verschwindend klein sind im Vergleich, dass sie nicht besonders ins Gewicht fallen bei der Frage, die ElarionEulenschwinge gestellt hat :)


@Dezi: Die Zahl stammt aus einem Mantidenbuch, dass hier bei mir rumfliegt. Er bezieht sich dabei auf eine Ausgabe der "Statistik" von 1999.

Aber selbst wenn das nicht stimmt, mir gefällt die Vorstellung ;)



Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 16.03.2009 19:35
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>15-20% aller Amerikaner haben beim Sex einen Herzinfarkt!?

>Ich habe das jetzt extra gegoogelt und keine Bestätigung hierfür gefunden... dann wär Sex ja echt gefährlich! XD
Mit krassem Übergewicht ist jede Anstrengung gefährlich. Sollte ja ungefähr von den Prozenten hinkommen.
I'd like to stay and chat but you're a total bitch.



Von:    paralian 20.03.2009 17:55
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
[gelöscht]
Zuletzt geändert: 21.03.2009 17:53:18



Von:    grmblmonster 20.03.2009 18:31
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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> Stellt euch mal vor, ihr würdet vergewaltigt werden.
> Werdet ihr dann euren Klamotten die Schuld geben, oder dem Täter.?
> Kommt mir bitte nicht mit "Sie hat sich zu aufreizend angezogen." Bla³
> Dieser letzte Satz ist im Speziellen an so eine Userin, die glaubt
> sie ist ne ganz Coole, gefühlslos.

Wer von uns coolen, gefühllosen ist denn gemeint?
Ich fühle mich auf jeden Fall angesprochen, darum grinse ich einfach breit und sage nichts dazu.

Hearts on fire!



Von:   abgemeldet 20.03.2009 19:29
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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@ cherry_sakura

das mit " wer hat schuld " ist nur enfach wenn dein konzept von "schuld" einfach ist, und da "gerechtigkeit" ( auch n tolels konzept ) durch gleichbehandlung zustande kommt musst du einen "möglichen schulidgen" aunabhänig davon worin seine schuld gleichbehandeln mit allen anderen " möglichen schuldigen"

das heist einem vergewaltiger steht die selbe "schuld-wage" zu wir einem dieb, mörder, trickbetüger

wenn zwischen einem dieb der am verhungern war und einen apfel stohl den er sicht nicht leisten konnte, der ihm aber verwehrt blieb ein "irgendwie" anderes schuldgefühl entgegenbringst als einem recihen wohlhabenden schleimigen arschloch das einem baby einen lutscher klaut dann unterscheidest du sehr wohl in schuldschwere

und das lässt das konzept der eigenverantwortung noch komplet ausenvor, beweist aber das schuld, nicht schuld ist ( angenommen des falles das nicht beides die selbe gleiche schwere der schuld ist ( diebesbeispiel ))

wenn du nun im einen einen unterschied machen kannst - aber bei vergewaltigungen einfach "easy peasy question" sagst - dann ist deine definition von gerechtigkeit eine sehr labile heuchlerische :(

eine gerechte schuld ist eine die fair ist, unabhäänig zu wem was und wo - alles andere sind abstufungen von willkür

jaja auch gerechtigkeit ist willkür, aber sie wird von einer anderen variablen bestimmt, die man zuminndest in momentaufnahmen zur pseudo.konstanten formen kann :(



tl;dr:

entwerder bringst du jedem überall das selbe recht entgegen - unabhänig von der eigenen vorrangestellten moral - oder du bist ungrecht :(

ohja - polemik


tl;dr;nr:

" schuld " ist eine knifflige sache, weist du wirklich was es für dich und deine welt bedeutet ?
I live the way I type; fast, with a lot of mistakes.



Von:   abgemeldet 20.03.2009 21:49
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
Ganz abgesehen davon, dass es doch wirklich Vergewaltigungsopfer geben soll, die natürlich und logisch eine Wut auf den Täter haben - aber eben dennoch durchaus sich selbst die Schuld geben oder diese bei sich suchen (Schuld im Sinne von Ursache), so á la "Ich wusste, ich habe mich zu aufreizend angezogen! Zu sehr geschminkt! Hätte eher von der Party abhauen sollen! Hätte nicht den dunklen, unbelebten Weg nehmen sollen, obwohl der mich schneller ans Ziel bringt!"

Wenn jetzt jemand mit dem Einwand kommt, dass man ja auch keine dunklen Wege ab bestimmten Uhrzeiten langgehen sollte, dann bräuchte ich schon eine verdammt gute Erklärung für dessen Schuldbegriff...



Von:   abgemeldet 20.03.2009 22:11
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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ich nenne den einwand den ich hätte mal sehr überspitz, es geht um das konzept dahinter
im extremen ist es leichter verständlich zu machen, aber es trifft auch im detail zu - nur ist es da sehr viel ... naja komplizierter

wenn heinrich auf einem stahlseil balanciert das 30m übern boden hängt und runterfällt sage ich ihm " selber schuld..."


verantwortung ist zwar nicht schuld, aber ... genau darum geht es, es ist nicht das selbe ding, aber er gehört dazu - ihne infach auszuklammern ist etwas fadenscheinig


im übrigen habe ich oben schon aufgezeichnet dsa schuld und schuld sowie schuld verschiedene sachen sind


und nochmal : einzelfallentscheidung
I live the way I type; fast, with a lot of mistakes.
Zuletzt geändert: 20.03.2009 22:11:38



Von:    grmblmonster 21.03.2009 16:37
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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Generell muss man ja sagen:
In einer idealisierten Welt sollte so etwas wie Vergewaltigung nicht vorkommen.

ABER: Wir leben nicht wirklich in einer idealisierten Welt, sondern in der Realität.
Man kann sich nicht darauf verlassen, dass jeder sich an die Gesetze hält.

Jemand, der einen anderen Menschen vergewaltigt, hat eine Störung (sei es gehirntechnisch oder anerzogen). Diese Person übertritt eine gesellschaftlich anerkannte Grenze.
Insofern liegt natürlich in jedem Fall die Schuld der Grenzüberschreitung bei dieser Person, egal was geschehen ist, wie sich das Opfer angezogen hat oder was auch immer.
Der Übertritt der Grenze ist einfach da. Punkt. Insofern ist die vergewaltigende Person auf jeden Fall schuldig.


ABER:
Realistisch gesehen bekommen wir alle beigebracht, dass es andere Menschen gibt, die Grenzen überschreiten.
Also sollten wir auch IMMER vorsichtig sein. Man kann nicht erwarten, dass jeder andere Mensch so denkt, wie man selbst.

Ganz plattes Beispiel:
Hinter dem Zaun vom Nachbar steht Herkules, der Bullmastiff. Er sabbert, geifert, knurrt, fletscht die Zähne, schnappt und alles bei ihm steht auf "Angriff".
Strecke ich dann die Hand durch den Zaun? Nein. Warum? Weil ich bestimmte Warnzeichen erkenne. Ich provoziere das Tier nicht weiter.
Wenn ich doch die Hand durch den Zaun strecke, trage ich eine gewisse Schuld, schließlich habe ich das Tier weiter provoziert.
Trotzdem trägt auch Herkules Besitzer Schuld, denn er hat das Tier nicht angemessen erzogen.

Und dann gibt es noch den Fall:
Ich gehe über die Strasse und auf einmal fällt Herkules mich an, ohne, dass ich das habe kommen sehen. Er ist aus dem Garten entkommen und hatte sich versteckt.
In diesem Falle trage ich keinerlei Schuld, schließlich habe ich weder provoziert noch Warnzeichen gesehen.
In diesem Fall ist der Besitzer von Herkules auch Schuld, schließlich hat er das Tier weder angemessen erzogen, noch den Garten sicher gemacht.



Was ich damit sagen will, ist folgendes: Der Vergewaltiger trägt eigentlich immer Schuld, denn er setzt sich über etwas hinweg, was allgemein der Mensch nicht tut.

Allerdings gibt es Situationen, wo bei dem Vergewaltiger ein Triggersignal ausgelöst wird (überspitztes Beispiel ein Pädophiler, der plötzlich eine 8jährige im Minirock sieht). Das ist in einem gewissen Sinne eine Provokation. Natürlich sollte der Täter sich dann trotzdem zurückhalten können, aber Täter sind in diesem Fall geistig nicht mit normalen Menschen zu vergleichen.

In einer idealen Welt, in der alle Leute gleich sind, sollte man tragen, sagen und machen können, was man will, ohne dass es zu so etwas kommt.
Leider leben wir nicht in einer so idealen Welt. Und darum sollte auch jeder sich klar machen, wie weiter gehen will mit so offensichtlichen Signalen, die Urtriebe ansprechen und ob man sich nicht besser schützt.

Ergo: Es ist tatsächliche sehr unterschiedlich und immer eine Einzelfallentscheidung (denn es gibt genug Vergewaltigungen ohne Triggersignale). Allerdings sehe ich es auch so, dass der Täter IMMER die Schuld trägt, denn er hat die Grenze überschritten und Triebe sind einfach keine Entschuldigung.
Aber Triggersignale können nunmal solche Handlungen bei labilen Menschen provozieren.
Hearts on fire!



Von:    murx 21.03.2009 17:23
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
denn es gibt genug Vergewaltigungen ohne Triggersignale
Es gibt nicht nur Triggersignale, es gibt auch den "Point of no Return", sozusagen, der Tropfen, der das Fass zum Ueberlaufen bringt, 'reinsteigern' in eine Situation.
Um dein Herkules zu nehmen - vielleicht kommt er ja auch schwanzwedelnd an - und man spielt mit ihm, rauft und knuffelt ihn... und er faengt an unruhiger zu werden.. zu knurren.. etc etc.. und beisst zu.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann siehst du den Willen des Menschen als immer und instantan in der Lage sein Verhalten zu korrigieren. Sozusagen, das Bewusstsein als Autofahrer der beliebig lenken und abbiegen kann. Hirn/Bewusstseinsforschung legt aber nahe, das das Bewusstsein eher einem Zugfuehrer gleicht - wenn man rechtzeitig Signal gibt kann man eine Weiche die eine ganze Strecke vor einem liegt umschalten aber mal eben Spurwechsel oder Abbiegen ist nicht moeglich. Es gibt sogar die Vermutung, das man weder das eine noch das andere ist, sondern *nur* Beobachter - und sich den freien Willen einbildet.



Von:    SoryuAleksi 22.03.2009 12:33
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
Und warum sollte ich Energie darauf verschwenden, mir das Bewusstsein bzw. meinen Willen einzubilden? Wenn ich nur Zuschauer bin, dann ist der Zustand des "Zuschauens" unnötig und damit Energieverschwendung. Wenn mein Gehirn zum Handeln mein Zutun nicht bräuchte, dann wäre es Verschwendung von Ressourcen, mir das Gegenteil vorzuspielen. Dann könnte ich auch den ganzen Tag schlafwandeln, wäre um einiges energieeffizienter...

Und noch mal zu den Tieren: Ich kenne ehrlich gesagt kein einziges höheres Wirbeltier, bei dem die Paarung mit einer massiven Verletzung des Weibchens einhergeht, wie das bei einer Vergewaltigung der Fall ist. Und glaube mir, ich habe bestimmt schon 100 verschiedene Tierarten beim Vögeln gesehen. Ohne Zutun des Weibchens läuft meistens gar nichts. Und nur weil die Paarung einer Katze brutal aussieht, heißt das nicht, dass der Kater sie vergewaltigt, d.h. mit Gewalt und entgegen der absoluten und massiven Gegenwehr des Weibchens unter Inkaufnahme von Schädigung bishin zur Unfruchtbarkeit in die Scheide eindringt. Einer Paarung voraus geht bei so ziemlich allen höheren Wirbeltieren ein mehr oder weniger ritualisierter Balzvorgang, bei dem die Männchen untereinander entscheiden, wer der Stärkste ist bzw. das Weibchen umwerben. Und - das ist der Witz daran - selbst der Stärkste und Dominanteste wird am Ende nicht immer vom Weibchen rangelassen. Füchse z.B. erwarten vor der Paarung zusätzlich noch Zärtlichkeit des Männchens, sonst wird der Knabe verjagt. Und wenn das Weibchen das Männchen nicht dirigieren würde, käme er gar nicht rein. Man erzähle mir nichts von der Sexualität der Tiere... (Außerdem haben höhere Wirbeltiere auch gerne mal außerhalb der Saison Sex, auch außerhalb der eigenen Art und sie masturbieren auch ganz gerne mal, Männchen wie Weibchen.)

Wenn ich immer meinen Impulsen folgen würde, wäre ich wahrscheinlich - wie schätzungsweise sehr viele hier Anwesende - wegen der einen oder anderen Sache schon im Knast gewesen. Ich bin ein ehemaliges Mobbingopfer, ich WEIß, was es heißt, seine Wut und seine Gewaltwünsche kontrollieren zu müssen.
Vergwaltigung ist ein Verbrechen und wenn Frauen sie "provozieren" würden, um den stärksten, tollsten und dominantesten Nachwuchs zu haben, wäre es keine Vergewaltigung (die ausdrücklich gegen den Willen des Opfers geschieht) mehr. Außerdem würden dann keine Männer vergewaltigt, vor allem keine heterosexuellen. Oder WARUM sollten die den Wunsch verspüren, von einem ach so tollen Männchen geschwängert zu werden? o_O
Ich bin so furry, ich kotz' Haarbälle! x3



Von:    J-Glam 22.03.2009 13:10
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>Außerdem würden dann keine Männer vergewaltigt, vor allem keine heterosexuellen. Oder WARUM sollten die den Wunsch verspüren, von einem ach so tollen Männchen geschwängert zu werden? o_O>

Die Frage hab ich auch schon gestellt. Aber leider keine Antwort darauf bekommen.

Würde mich auch sehr interessieren, warum nach dieser These dann ein Mann einen Mann, eine Frau eine Frau oder eine Frau einen Mann vergewaltigen sollte.



Von:    grmblmonster 22.03.2009 13:16
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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> Wenn ich dich richtig verstehe, dann siehst du den Willen des Menschen als immer und instantan in der Lage sein Verhalten zu korrigieren. Sozusagen, das Bewusstsein als Autofahrer der beliebig lenken und abbiegen kann. Hirn/Bewusstseinsforschung legt aber nahe, das das Bewusstsein eher einem Zugfuehrer gleicht - wenn man rechtzeitig Signal gibt kann man eine Weiche die eine ganze Strecke vor einem liegt umschalten aber mal eben Spurwechsel oder Abbiegen ist nicht moeglich. Es gibt sogar die Vermutung, das man weder das eine noch das andere ist, sondern *nur* Beobachter - und sich den freien Willen einbildet.


Nein, das hast du falsch verstanden. Natürlich gibt es den Point of no return und Freier Wille ist ein Utopie. Davon sprach ich auch nicht wirklich.

Ich behaupte, dass ein geistig gesunder Mensch genug Willenskraft hat, sich selbst und seine Handlungen zu reflektieren und durchaus erkennen kann, ob und wann es Zeit ist, einen Rückzieher zu machen oder eine Handlung zu korrigieren.
Diese Fähigkeiten besitzen aber sicherlich nicht alle Menschen (gerade geistig/emotional sehr labile Menschen). Darum sollte man als normal sozialisierter und geistig mindestens durchschnittlich begabter Mensch zumindest sich selbst immer überprüfen und auf sich Acht geben.
Gerade weil nicht alle Menschen so funktionieren.
Hearts on fire!



Von:    murx 10.04.2009 21:17
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
...und Freier Wille ist ein Utopie. Davon sprach ich auch nicht wirklich.

Ich behaupte, dass ein geistig gesunder Mensch genug Willenskraft hat...
Widerspruch much? Um mal eine Meme zu nutzen...

Genauso mag man auch andersherum 'argumentieren' - es ist gerade *viel* Willenskraft notwendig trotz 'sozialer' sowie situativ physischer Gegenwehr ein solches Verhalten zu verfolgen?
Verfolgt man den Gedanken weiter, folgt die Frage, warum es denn notwendig sei, seine 'Willenskraft' zu beweisen, warum es offensichtlich einigen nicht moeglich ist, dies 'anders' erfolgreich durchzufuehren, kommt dann bei der Gesellschaft an und - huch - ploetzlich ist der 'Schuldige' nicht allein der 'Handelnde', der Vergewaltigende, sondern gleichermassen die soziale Gruppe, die Gesellschaft, die ihrerseits 'Macht', Gewalt also, auf das Individuum ausgeuebt hat, ihrerseits das Verhalten *mit* provoziert hat.
Sei es indem sie Eltern und Lehrer toleriert/akzeptiert, die Individuuen einreden, sie seien eh Versager (und diese 'beweisen' dann, das sie es nicht sind...). Oder die 'Regeln' aufstellt, die an der (biologischen) Realitaet vorbei gehen (Sexualmoral als eines der Stichworte, Egoismus sowie 'natuerlicher' Narzismus bzw. verweigern desselben) Oder sei es auch nur, indem sie 'Hollywoodklischees' perpetuiert und immer aufs neue produziert, indem Weibchen still (und in Gefahr panisch schreiend) und Maennchen als sich den 'Erfolg' nehmend darstellt...monkey see monkey do





Von:    murx 11.04.2009 13:28
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
@badass
>Außerdem würden dann keine Männer vergewaltigt, vor allem keine heterosexuellen. Oder WARUM sollten die den Wunsch verspüren, von einem ach so tollen Männchen geschwängert zu werden? o_O>

Die Frage hab ich auch schon gestellt. Aber leider keine Antwort darauf bekommen.

Würde mich auch sehr interessieren, warum nach dieser These dann ein Mann einen Mann, eine Frau eine Frau oder eine Frau einen Mann vergewaltigen sollte.

Zunaechstmal, Homosexualitaet stirbt aus.
Immer.
In der Ursprungsgeneration.
Soll ich dir erklaeren wieso, oder hast du das mit den Bienen und Blumen schon gelernt?
Heisst aber nicht, das Homosexualitaet nicht immer und immer wieder entstehen kann.
Genausowenig wie der erste Fisch an Land krabbelte, sagte ist dufte hier, hier bleib ich - sondern es Millionen, eher Milliarden 'Misserfolge' gab, bevor der erste Fisch einen signifikanten Teil seines Lebens an Land bleiben konnte.
Und warum auch nicht, irgendeine Moeglichkeit ergibt sich immer - Zeit hat Evolution genug. Und so kann man davon ausgehen, das Homosexualitaet irgendwann nicht mehr in der Ursprungsgeneration ausstirbt. Sondern sich gleich einer Amoebe, nur mit viel mehr Aufwand selbst clont und 'an Land' kriecht.

Aber das ist nur die eine Haelfte des 'Puzzles'. Die andere ist Dominanz. Wenn ein Indivuduum dominant ist, heisst Konkurrenten vom Paaren abhalten, Partner zur Paarung bringen kann, ist es erfolgreicher. Und wie soll das 'Individuum' diese Dominanz nun 'feststellen'?
Indem es sich einbildet, es sei toll und stark?
Oder indem es danach zu handeln versucht und damit den empirischen Beweis hat.
Das erste ist nur Potential, das zweite 'Realitaet'.
Ein dominantes Individuum kann sich eben seine Sexualpartner frei und damit eben die 'erfolgreichsten' heraus picken, waehrend fuer die anderen das 'Resteficken' am Ende einer Party angesagt ist ;P

Und bevor hier irgendwer bloedsinnige Anschuldigungen moralischer Art an mich herantraegt. Ja, ich find es ne Sauerei, das die unschuldigen Saurier einfach *poff* ihr seid tot ausgerottet wurden, aber weder hat dieses Universum Moralitonpartikel noch ist es in anderer Weise 'fair', und am Ende funktioniert das, was zuvor am Besten funktioniert hat, bis etwas neues besser funktionierendes sich entwickelt hat. Ob man das altbewaehrte nutzt, ob man neues entwickelt, ob man ueberhaupt eine 'echte' Wahl hat, das ist eine ganz andere Diskussion.



Von:   abgemeldet 11.04.2009 13:58
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]

> Und noch mal zu den Tieren: Ich kenne ehrlich gesagt kein einziges höheres Wirbeltier, bei dem die Paarung mit einer massiven Verletzung des Weibchens einhergeht, wie das bei einer Vergewaltigung der Fall ist. Und glaube mir, ich habe bestimmt schon 100 verschiedene Tierarten beim Vögeln gesehen. Ohne Zutun des Weibchens läuft meistens gar nichts. te ist bzw. das Weibchen umwerben. Und - das ist der Witz daran - selbst der Stärkste und Dominanteste wird am Ende nicht immer vom Weibchen rangelassen.


Vergewaltigungen gibts auch im Tierreich - bei einigen Affenarten ist das schon beobachtet worden.

Es stimmt aber auch, dass bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel Hauskatzen, nicht immer der Dominanteste zum Zug kommt. Besonders Hauskatzen sind sehr wählerisch und paaren sich meist auch mit mehreren Favoriten ihrer Wahl.

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Von:   abgemeldet 11.04.2009 20:49
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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kleine anmerkung am rande das es bei dingen wie homosexualität noch n haufen fragen gibt

bzw um es wirklich knallhart in 2 punkte zu treffen

biologische homosexualität im sinne des "sex" ( von geschlecht ) muss zwangsläufig aussterben

homosexualität als frage des "genders" hingegen ist etwas anderes, und doch gleiches - vererbt sich aber ggf nicht durch den geschlechtsakt sondern durch andere replikatoren
wobei selbst das nur ne these ist die aber, bei beobachtung von adoptireten kindern homosexueller paare, nicht bestätigt wird - aber auch noch nicht widelregt wäre

wichtig ist

biologisch, säugetiere, 2 geschlechter
( ja es gibt da "mischgeschlechtlichen", aber knallhart biologisch geseht sind das mutaionen bzw "behinderte" )

sozial/kultur/wtf, 2+ geschlechter mit einem wirklich fazinirenden spektrum wenn man nichtmal die "mischgeschlechtlichen" im biologischen sinne beachtet )
I live the way I type; fast, with a lot of mistakes.



Von:    J-Glam 11.04.2009 23:43
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>Soll ich dir erklaeren wieso, oder hast du das mit den Bienen und Blumen schon gelernt?>

Warum so gehässig?



Von:    murx 12.04.2009 00:47
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
@badass
Warum so gehässig?
An manchen Tagen bin ich etwas.. frustriert, zumindest, wenn ich davon ausgehen koennte, eine Frage liesse sich durch ein bisschen Logik und Assoziieren selbst beantworten. Entschuldigung. Ich bin menschlich ;P

In diesem Falle - das Feststellen, 'Homosexualitaet' kann nicht der motivierende Faktor sein (da es immer wieder in der Ursprungsgeneration ausstirbt).

Abwehr/Ueberwindung als Auswahlkriterium fuer 'starke' Paarungspartner war vorher schon als Moeglichkeit erwaehnt.

Das Gegenteil von Auswahl ist Ausschluss.
Also Ausschluss von Konkurrenten.
Moeglicher Erklaerungsansatz.

Das dies nicht 'alle' Komponenten erfasst ist klar, denn Dominanz ist natuerlich in sozialen Gruppen auch aus nicht reproduktiven Gruenden eine Ueberlebensstrategie.
Da sich aber das paarungsdominante Verhalten, allgemein das Paarungsverhalten VOR Entwicklung sozialer (Gruppen)Verhaltensweisen entwickelt hatte, heisst dies aber auch aus ehemals *nur* paarungsdominantem Verhalten waren besonders jene Individuen erfolgreich die dieses Verhalten auch in der sozialen Situationen nutzten, sie zur sozialen Dominanz 'entwickelten'.
Damit auch kein Wunder das sich dann beide Verhalten 'aehneln'.



Von:    J-Glam 12.04.2009 11:59
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
>An manchen Tagen bin ich etwas.. frustriert, zumindest, wenn ich davon ausgehen koennte, eine Frage liesse sich durch ein bisschen Logik und Assoziieren selbst beantworten. Entschuldigung. Ich bin menschlich ;P>

Wenn es dich stört, dass es hier ein paar Dumme gibt die sich sowas nicht mal schnell aus den Fingern saugen und deshalb Fragen stellen -auch weil sich deine Antwort doch sehr weit hergeholt anhört-, solltest du villeicht in einem Zirkel mit den ganz Intelligenten diskutieren und nicht hier. ;-)

Was du sagst klingt -für mich- doch irgendwo logisch, aber dennoch etwas weit her geholt. Mehr sag ich dazu nicht, weil ich sowiso keine Lust habe über so ein Thema zu diskutieren. Allen noch viel Spass damit.



Von:    murx 12.04.2009 12:48
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
auch weil sich deine Antwort doch sehr weit hergeholt anhört-, solltest du villeicht in einem Zirkel mit den ganz Intelligenten diskutieren und nicht hier.
Schaut man sich Fossilien ganz fruehen Lebens an, scheints auch sehr weit hergeholt, wie sich aus denen Lebensformen entwickelt haben, die heute existieren - geschweige denn soviele Verhaltensformen.
Und ganz Intelligenten... geh doch einfach mal davon aus, das du selbst dazugehoerst, das nur 'platt' gesagt, dein Muskel noch trainiert, flexibler, staerker werden kann. Niemand kommt als Tiger Woods oder Michael Jordan zur Welt.
Und auch Newton wurde nicht ploetzlich brilliant, weil ihm ein Apfel auf den Kopf gefallen ist - vermutlich wuerde so ein Ereignis auch eher Gelaechter als Anerkennung produzieren ;P

Zuletzt geändert: 12.04.2009 12:55:46



Von:   abgemeldet 14.04.2009 21:49
Betreff: Vergewaltigung - Wer hat Schuld? [gesperrt]
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Es gibt da Menschen, denen will ich nicht begegnen. Nicht weil ich Angst vor ihnen hätte, sondern weil ich nicht wüsste ob ich mich noch unter Kontrolle hätte...
Ist natürlich keine objektive Antwort auf die Frage des Threads, aber auf der anderen Seite ist sie emotional und subjektiv und genau das ist wiederrum doch die Antwort.
"You people are a joke."


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