Zu Hause bei Aiden
Ich bin aufgeregt aber ich freue mich auch das Aiden mich tatsächlich zu sich eingeladen hat. Schnell habe ich mich zu Hause fertig gemacht und bin los zu der genannten Adresse. Das Städtchen ist kleine und beinahe hätte ich die Einfahrt übersehen. Als ich in die Einfahrt abbiege zeigt sich ein kleines, einstöckiges rotes Backsteingebäude, das von dichtem, grünem Efeu bewachsen ist. Das Haus, bei dem es sich gut erhaltenes Cottage handelt, wirkt gemütlich und idyllisch, eingebettet in die grüne Landschaft.
Ein Kiesweg, den ich langsam entlangfahre, führt zum Eingang. Der Dachstuhl ist mit dunklen, schieferartigen Dachziegeln bedeckt. Ich parke meinen kleinen Wagen neben dem Range Rover von Aiden und atme nochmal tief durch bevor ich aussteige.
Ich habe mich für eine schlichte Jeans und ein T-Shirt in dunkelgrün entschieden mit weißen Turnschuhen.
Der Eingangsbereich ist durch eine kleine Veranda mit einem weißen Holzdach und einer weißen Holztür versehen. Die Fenster, aus weißem Holz, sind rechteckig mit einem Kreuz in der Mitte, relativ klein und tragen zum gemütlichen Charakter des Gebäudes bei. Links neben dem Cottage ist ein kleiner Anbau, der als Garage oder Werkstatt dient. Der üppige Bewuchs an Efeu und die umgebenden Bäume verleihen dem Haus einen romantischen und natürlichen Charakter. Der Gesamteindruck ist der eines ruhigen, abgeschiedenen und gemütlichen Landhauses in einem ländlichen Umfeld.
Es vermittelt mir sofort das gleiche Gefühl wie es sein Besitzer getan hat, ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.
An der Tür angekommen atme ich noch einmal tief durch bevor ich klopfe und darauf warte das Aiden mir öffnet. Ich bin nervös wie schon lange nicht mehr und bin gespannt wie er hier wohnt. Ich hätte mehr mit einem großen vornehmen Anwesen gerechnet, nicht aber mit so einem kleinen Cottage.
Die Tür öffnet sich und Aiden steht in blauer Jeans und schwarzem Rollkragenpullover vor mir. Er wirkt locker und lächelt freundlich.
„Hallo Finn, komm rein. Du kannst die Schuhe anlassen“, meint er und tritt zur Seite.
„Hi“, sage ich leise und trete in den Flur ein. Ich bin nervös aber freue mich einfach hier sein zu dürfen.
Der Flur ist geräumig und mit einem hellen Teppichboden ausgelegt, ein Sessel befindet sich in der linken Ecke unter der Treppe die nach oben führt. Die Wand ist mit einem verzierten, antiken Holzpaneel bedeckt, ein zentrales Element was sich durch ihre dunkle, leicht patinierte Farbe auszeichnet. Ein Spiegel und Schild auf der Wand verleihen dem Raum eine zusätzliche persönliche Note.
Aiden führt mich in die Küche welche ein rustikaler und charmanter Mix aus alten und neuen Elementen ist. Er deutet auf den Esstisch: „Setz dich, was möchtest du Trinken?“
„Danke“, meine ich und setze mich auf einen der Stühle, „Einen Tee, bitte.“
Ich erhalte ein nicken und Aiden holt einen kleinen Wasserkessel aus einem der Hängeschränke, füllt ihn mit Wasser und stellt ihn auf den Herd. Ich sehe mich neugierig in der Küche um während Aiden die Tassen aus Buffetschrank holt. Die dominierenden Farben sind Weiß und das dunkle Terrakotta, der Fliesen an den Wänden, der Boden besteht aus einem Fliesenboden in Weiß und ebenfalls Terrakotta, der den ländlichen Eindruck verstärkt.
Die Arbeitsplatten sind aus hellem Holz mit einer natürlichen, rustikalen Optik. Die Küchenschränke sind weiß lackiert, wirken jedoch etwas abgenutzt. Die Decke, finde ich am faszinierendsten, sie ist mit dunklen, dicken Holzbalken versehen, was den rustikalen Stil unterstreicht.
Eine Kücheninsel mit einer Holzplatte und weißen Schränken dient als zusätzliche Arbeitsfläche und Ablage. In der Nähe des Esstisches befindet sich ein großer, weißer Buffetschrank im Landhausstil, der Geschirr und Dekoraktionsgegenstände enthält.
Die Küche wirkt gemütlich und einladend, die Kombination aus den weißen Schränken, den Terrakottafliesen und den Holzbalken schafft eine warme und wohnliche Atmosphäre.
Der Essbereich ist gemütlich und im Landhausstil eingerichtet und in hellen, freundlichen Farben gehalten, wobei die Wände in einem hellen Grau gestrichen sind.
Alles wirkt edel wie der Besitzer, der vom abendlichen Licht, das durch das Fenster fällt, angestrahlt wird und sein Gesicht härter wirken, als es war. Er steht am Herd, der Kessel beginnt zu pfeifen und Aiden schüttet das Wasser in die kleine Teekanne.
„Danke, dass du gekommen bist“, meint Aiden und kommt mit Kahne und Tassen zu mir an den Tisch, „Ich will, dass wir darüber reden, wie wir die Zusammenarbeit gestalten. Ich brauche einen Pfleger für Turniere, der gut mit meinen Pferden zurechtkommt. Wir haben ein gutes Team, aber nicht jeder versteht die Dynamik.”
Er stellt das Tablett auf dem ovalen Esstisch aus hellem Holz ab, die Stühle sind robust und bequem und sind aus dem gleichen Material.
„Danke für die Einladung“, sage ich und nicke, streiche mir eine Strähne aus dem Gesicht und betrachte Aiden als er mir einschenkt.
Mein Blick geht durch den Raum, hoch zur Denke mit den dunklen Balken, über die Wände in hellem grau zu dem weißen Wandregal mit seinen verschiedenen Gegenständen darin. Daneben hängt ein Schild mit der Aufschrift „Time to Spread Some Kindness on the Table“, was den gemütlichen und einladenden Charakter des Raumes unterstreicht.
„Also darf ich mich um deine drei kümmern als persönlicher Pfleger?”, frage ich nach, kann ich es doch noch nicht wirklich glauben.
Seine Bereitschaft, Verantwortung zu teilen und klare Strukturen zu schaffen, stärkt das Vertrauen und ich möchte mehr darüber erfahren, wie er denkt, wie er Entscheidungen trifft, besonders in Stresssituationen. Seine Klarheit, die Effizienz und seine Fähigkeit, Dinge anzugehen, beeindrucken mich.
Dazu kommt diese Anziehung in zurückhaltender Form die zwischen uns entsteht. Es gibt eine subtile, persönliche Wärme in Aidens Art, die mich interessiert, ohne dass es die professionelle Ebene beeinträchtigt.
Aiden nahm einen Schluck als er weiterspricht: „Meine Pferde arbeiten am besten, wenn die Kommunikation stimmt. Deine Kommunikation ist erstaunlich und das obwohl du erst kurz im Stall bist. Wenn ich einen Plan erstelle, oder das Training übertreibe, erwarte ich allerdings, dass du mir sagst, wenn es zu viel ist und die Pferde nicht in Ordnung sind. Ich bin Perfektionist und finde ab und an den Endpunkt nicht.”
Wie bitte?
Das heißt, ich soll Aiden in die Schranken weisen, wenn er übertreibt. Es macht mir ein wenig Angst aber das Vertrauen, zusammen mit seinem Verhalten ist motivierend.
Ich nehme mir die Tasse und sehe Aiden mit einem Lächeln an.
Er ist wirklich fokussiert, pragmatisch und kohärent in seiner Vorgehensweise. Das macht Vertrauen in seine Führung möglich. Unsere Kommunikation ist ehrlich und respektvoll, das hilft Missverständnisse zu vermeiden.
„Du organisierst die Abläufe im Stall und auf den Turnieren, erstellt die Fütterungs- und Pflegepläne, aber wenn etwas nicht stimmt, sage ich Bescheid, damit es reibungslos klappt”, fasse ich zusammen, was Aiden gesagt hat. Er wird mein Boss.
Aiden nicht bestätigend und lehnt sich im Stuhl zurück, schlag die Beine übereinander und betrachtet mich prüfend. Sein Blick lässt erneut dieses Kribbeln in meinem Magen entstehen, was aber nicht unangenehm ist.
„Genau das, wir brauchen eine geordnete Abfolge, eine gemeinsame Checkliste, wenn du so willst. Welches Futter und die Sauberkeit der Boxen, Weidezeiten und Training und Koordination vor den Turnieren”, erklärt Aiden sachlich.
„Außerdem sollten wir kurze Briefings vor dem Training machen und danach eine Nachbesprechung“, schlage ich vor und umfasse meine Tasse mit beiden Händen. „Und klare Ansprechpartner, falls etwas Unerwartetes passiert.”
Ich möchte Aiden ansehen, schaffe es aber nicht ihm in die Augen zu sehen, zu sehr spüre ich die Röte auf meinen Wangen. Die Spannung zwischen uns lässt sich nicht ignorieren, es ist eine stille, fast elektrische Präsenz.
„Komm, lass uns den Rest drüben Besprechen“, meint Aiden und steht vom Tisch auf, er wählt seine Worte vorsichtig, damit das Gespräch professionell blieb.
Überrascht tue ich es ihm gleich und folge in das Wohnzimmer, welches geräumig und hell ist, die Wände sind grau gestrichen, der Boden ist mit einem hellen, beigefarbenen Teppich bedeckt. Ein cremefarbenes Sofa steht in der Mitte des Raumes. Auf dem Sofa liegen eine dunkle Decke und Kissen.
Rechts neben dem Sofa steht ein kleiner, weißer, eckiger Schrank, davor befindet sich ein weißer Kamin mit einem kleinen runden Spiegel. Ein kleines Bücherregal steht links neben dem Sofa. Aiden setzt sich auf das Sofa und schlägt erneut die Beine übereinander. Ich zögere und setze mich schließlich, mit größtmöglichem Abstand, neben ihn.
Die Accessoires, wie die Laternen und der Spiegel, verstärken das ruhige Ambiente.
„Bezüglich der Turniere“, beginnt Aiden und legt einen Arm auf die Rückenlehen, als er sich mir zuwendet. „Wir müssen sicherstellen, dass jeder weiß, welche Aufgaben am Turniertag anfallen.”
Wie einen rettenden Anker halte ich mich an der Tasse fest, die Stimmung ist nicht unangenehm, nur komme ich mir vor wie ein verknallter Teenage.
„Ich habe mir schon Gedanken gemacht“, sage ich leise und hoffe damit nicht zu vorschnell zu sein. Immerhin gebe ich so zu mir Hoffnungen gemacht zu haben.
„Wir sollten eine Turnier-Checkliste erstellen, also Anreise und Boxenaufbau, Trainingseinheiten sowie Zeitpläne für Übungen, die Anmeldungen und auch einen Notfallplan. Wenn wir das haben, können wir flexibel bleiben.”
Aiden lächelt und ich spüre schlagartig wie meine Wangen sich verfärben, in seinem Ausdruck liegt eine Wärme die mich schlucken lässt. Ich senke meinen Blick, schaue in den Tee und atme tief durch.
„Gern“, höre ich seine tiefe Stimme und sehe wieder auf. „Wenn etwas zu viel ist, sag es mir“, spricht er und ich bin mir nicht sicher was er meint.
Meint er die Pläne oder das hier?
Sicher bemerkt er meine Röte im Gesicht und auch wie ich mich Verhalte muss Bände sprechen.
„Ich … ich schätze wir haben beide den gleichen Fokus“, setze ich an, versuche das Thema zu halten. „Die Art, wie wir das organisieren, wird sich auf die Ergebnisse auswirken.”
Ein Seufzer ging durch Aiden, fast als hätte er eine andere Antwort erwartet, was eine Spur Nervosität erzeugt. Die Spannung zwischen uns ist da.
***
Ich schließe kurz die Augen, um die Eindrücke des Gesprächs zu sortieren. Die Klarheit der Pläne ist befreiend für mich, aber daneben schwingt diese Spannung zwischen uns, die sich nicht ganz in Worte fassen ließ.
Wir haben eine Basis geschaffen, mit klaren Rollen und eine gemeinsame Linie. Das fühlt sich sicher an, aber seine Art ist es die mich zögern lässt. Da ist eine stille, nicht zu leugnenden Anziehung, die in der Arbeitsatmosphäre mitschwingt. Finn gefällt mir, nicht nur wegen seiner Art, sondern auch Optisch, aber ich möchte das nicht in die Arbeit hineintragen. Wichtig ist, dass wir professionell bleiben und die Grenzen wahren. Seine Bereitschaft, Verantwortung zu teilen und klare Strukturen zu schaffen, stärkt mein Vertrauen in unsere Zusammenarbeit.
Ich will ehrlich zu mir bleiben.
Diese Mischung aus Respekt, Fokus auf Ergebnisse und einer leisen persönlichen Anziehung macht das Arbeitsverhältnis komplex. Es fordert mich, aufmerksam zu bleiben, damit nichts die Professionalität untergräbt. Finn ist kompetent, organisiert und zuverlässig. Seine Art zu kommunizieren wirkt beruhigend und lösungsorientiert. Ich möchte mehr darüber erfahren, wie er denkt, wie er Entscheidungen trifft, aber auch wie er abseits all dessen ist.
Wie er privat ist.
„Dann lass uns da so machen, ich liste dir die Trainingseinheiten auf, damit du schauen kannst, wie wir die Planung mit der Stallroutine verzahnen“, meine ich ruhig zu Finn, welcher nickt, seine Haltung aber nicht verändert.
Ich stelle meine Tasse auf dem kleinen Tisch neben dem Sofa ab und sehe Finn wieder an.
„Ich schlage vor, wir tauschen unsere Nummern aus und erstellen eine Checkliste für jedes Pferd“, meine ich und erhalte einen etwas erschrockenen Blick. „Wenn etwas ist können wir so besser kommunizieren.“
Natürlich habe ich auch den Gedanken daran, dass wir uns so auch besser kennenlernen können, dann das möchte ich wirklich.
„Was hältst du davon, eine Kommunikationsgruppe zu erstellen, in der alle relevanten Infos landen?“, frage Finn und ich spüre das er noch immer unsicher ist, aber nicht abgeneigt ist.
„Das meine ich, wir achten auf wichtige Updates, Änderungen im Plan und Notfälle. Sonst verlieren wir uns in Details“, stimme ich zu. Diese Gruppe ist der professionelle Teil, der sich nicht mit dem privaten vermischt.
***
Die beiden sitzen auf dem Sofa, die Beleuchtung ist gedämpft und draußen hält der Abend Einzug. Zwischen ihnen eine Distanz, die Respekt und Professionalität spiegelt.
„Weißt du“, beginnt Aiden, „Meine Stärke liegt darin, klare Strukturen zu schaffen. Mir ist wichtig, dass wir inhaltlich ehrlich bleiben, auch wenn es manchmal unbequem wird.“
Aiden lehnt sich näher, ohne sich aufzudrängen, sein Blick ist ruhig, doch es liegt eine ungeklärte Frage zwischen ihnen. Finn spürt die Nähe, spürt das Rascheln von Atem, das langsamer wird, wenn der Abstand kleiner wird.
„Das merke ich“, antwortet Finn und dreht sich mehr in Aidens Richtung, so das sein linkes Bein mehr auf der Sitzfläche des Sofas liegt. „Ich schätze deine Klarheit. Ich will vor allem sicherstellen, dass wir die Balance behalten zwischen Verantwortung übernehmen und Raum geben.“
Ihre Knie berühren einander locker auf dem Sofa, zucken aber kurz zurück, nur um den Kontakt erneut zu suchen, wie zwei Pole, die sich anziehen.
„Wir arbeiten gut zusammen. Aber ich möchte auch wissen, wofür du dich außerhalb der Arbeit begeisterst. Hast du Hobbys, die dir helfen, den Kopf freizubekommen?“, spricht Aiden ehrlich und betrachtet sein Gegenüber. Finn nickt, ein kleines Lächeln, das nicht ganz zu seinem scheuen Blick passt.
„Ich spiele Gitarre“, sagt Finn als wäre es ihm unangenehm, „Und ich höre viel Musik. Wenn ich Stress habe, hilft mir ein gutes Lied. Und du? Was lenkt dich ab, wenn der Tag zu viel wird?“
Aiden macht eine langsame aber bewusste Bewegung, als würde er einen unsichtbaren Faden zwischen ihnen spüren. Er lehnt sich vor, dass die Distanz zwischen ihnen beinahe verschwindet. Die Stimme wird tiefer, persönlicher.
„Ich lese viel, meistens Sachbücher, manchmal gehe ich laufen, um den Kopf freizubekommen. Auch Kochen entspannt mich, obwohl ich selten am Herd stehe“, gibt er zu und hält den Blick aufrecht. Ja, er beginnt ein wenig zu flirten, einfach um zu sehen was passiert.
„Kochen klingt gut“, antwortet Finn und ein lächeln legt sich auf seine Züge. „Was ist dein Lieblingsgericht, wenn du Gäste beeindrucken willst?“
Es gibt Momente, in denen Worte zu viel sind und genau so ein Moment entsteht zwischen ihnen, sie sehen sich an und lesen zwischen den Zeilen.
„Ein einfaches Risotto mit Pilzen und Kräutern. Schnell, aber lecker. Und du? Was isst du gerne?“, möchte Aiden im Gegenzug wissen und übt bewusst ein wenig mehr druck gegen Finns knie aus. Verstärkt die Berührung.
„Meine Großmutter hat immer eine Suppe gekocht, eine Hühnerbrühe, viel Gemüse, sanft gewürzt. Das ist für einfach immer eine Erinnerung, wenn ich sie koche oder esse“, spricht Finn und stock etwas als die Berührung intensiver wird.
Finn atmet ein, als würde er sich auf das Nächste vorbereiten, und seine Augen suchen die von Aiden. Ein kurzer Moment des Schweigens, in dem beide die Möglichkeit einer Veränderung spüren.
„Ich möchte, dass wir ehrlich bleiben“, sagt Finn plötzlich und sein Blick wird ernst, „Zu uns selbst und zueinander. Gibt es zwischen uns Platz für mehr? Für Vertrauen und eine Art, die über den Job hinausgeht, ohne Risiko zu verlieren.“
Aiden lächelt, nicht siegessicher, sondern offen. Die Nähe wechselt von physischer zu emotionaler, die Luft um sie herum wird dichter, als würden sie innehalten, um zu prüfen, ob sie bereit sind, einen neuen Weg zu gehen.
„Lass uns sehen, wohin uns das führt, Schritt für Schritt, mit Respekt und Klarheit. Wir tragen Verantwortung, auch für das, was wir spüren“, spricht Aiden legt seine Hand, die auf der Rückenlehen liegt, näher an Finns Schulter. Eine Berührung entsteht aber nicht.
Ein Lächeln streift Finns Lippen, und für einen Moment scheint die Welt stillzustehen, als er sich in die Richtung der Hand lehnt.
„Ein Anfang, nicht sofort, nicht laut aber klar. Wir beobachten, hören zu, und lassen den Rest sich entwickeln“, kommentiert Aiden seine Handlung mit einem Lächeln.
„Ja und ehrlich“, flüstert Finn, „Wir bleiben professionell, aber es ist okay, zu sehen, was zwischen uns wächst.“
Sie sehen sich einen Moment an, die Distanz sichtlich geringer als zuvor, doch beide wählen bewusst den nächsten Schritt mit Vorsicht.
Der Raum scheint kleiner zu werden, die Geräusche der Außenwelt dringen weniger durch. Es ist, als würden zwei Herzen denselben Takt finden, während sie sich zugleich die Stabilität geben, die sie brauchen.