Hey
irish_shamrock!
Zuallererst einmal: Es freut mich sehr, dass dir dein Wichtelgeschenk, sagt man das überhaupt so?, gefallen hat. Eine Premiere dazu auch noch, deine erste Yu-Gi-Oh Story. Der Manga dürfte, soweit ich weiß, düsterer sein, und auch eher in mein Setting passen, was aber durchaus als mit dem Anime gemischt betrachtet werden kann.
Dass ich Kaiba so gut getroffen habe, überrascht mich selbst. Normalerweise ist er ein sehr schwieriger Charakter, weil er sehr gefühlskalt und rational handelt. Er versucht aus eigener Kraft, ohne Hilfe, seine Ziele zu erreichen. Das hat sich im Laufe der Serie ein wenig geändert, aber am Ende lief es immer darauf hinaus, dass er mit einem gewissen Maß an Rafinesse, gepaart mit Skrupellosigkeit und einem Hauch von roher Gewalt, und der tatkräftigen Hilfe vom Pharao, ans Ziel gelangte.
Ja, das mit den japanischen Bezeichnungen ist so eine Sache. Ich war ab und an auch ein wenig unschlüssig. Die Doku, die ich mir angesehen habe, war da auch nicht so ganz hilfreich. Ich hoffe trotzdem, dass man einigermaßen erkennen konnte, was mit den japanischen Termini (wie ich dieses Wort im Lateinkurs immer gehasst habe, und jetzt benutze ich es selbst), gemeint war.
Das mit dem Stil fällt mir persönlich gar nicht auf :D. Aber wenn mich das verraten hat, dann weiß ich wenigstens, woran es liegt. Ich finde nämlich das ewige Wiederholen der Namen grauenhaft. So kann man einen halbwegs eleganten Sprung wagen, sich anders auszudrücken als mit "Kaiba sagte, Seto tat..."
Übrigens eine brillante Idee, einfach mal die Wichtelteilnehmer zu durchstöbern. Dass ich selbst nicht draufgekommen bin...
Ich war übrigens sehr unschlüssig, wie Oyabun Kobayashi schlussendlich heißen sollte. Auch auf wen er seine Wurzeln bezieht. Das scheint innerhalb der Yakuza sehr wichtig zu sein, gerade für die Oberhäupter. Auch spirituelle Berufe wie Priester, und eine Tätigkeit als Oberhaupt eines Clans, sind in Japan gar nicht so unüblich.
Am Ende habe ich mich einfach für einen markanten, schönklingenden Nachnamen entschieden, und Kenshin, das Gegenstück zu Shingen Takeda, dem Tiger von Kai.
Kenshin Uesugi, die Inkarnation Bishamontens, des buddhistischen Kriegsgottes und Shingen Takeda waren zwei Rivalen, die aber in den Berichten die ich gelesen habe, als brillante Taktiker, gute Feudalherren und respektable Feinde, beschrieben wurden. Eine Mischung aus Beiden, dem spirituellen Mönch und dem schwer bezwingbaren Krieger, erschien mir als Gegner für Kaiba ebenbürtig. Weiße Anzüge sind außerdem ein Faible. :D
Geschwankt bin ich zu Beginn, ob es nicht doch eine Story rund um Obelisk den Peiniger werden sollte. Dessen Auftritt in Darkside of Dimension war eine der Schlüsselszenen, die das Monster zu meinen Lieblingen gemacht hat. Ich habe aber gelesen, dass du gerne etwas vollkommen Eigenständiges liest, und ich habe schon eine FF zu der Karte gemacht. Die Blauen haben sich dann einfach angeboten.
Ganz ehrlich: Vielen lieben Dank für den Kommi. Freut mich sehr, dass du dir die Zeit genommen, und mir so ausführlich geschrieben hast.
Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Wichteln wieder? :)
Liebe Grüße
SuperCraig
PS: Kobayashi war zu mögen? Dann habe ich ja echt das rübergebracht, was ich wollte: Dass die Yakuza nicht zwangsläufig als böse Organisation in Japan angesehen wird. Zumindest kam das so rüber. Respektabel und gefürchtet, aber nicht von Grund auf schlecht.