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My little Pony: One last Letter

von

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Kapitel 6

Tag einundzwanzig. Das ich ausgerechnet Spike hier finden würde hatte ich nicht geahnt. Auch er war überrascht, dass die anderen mich begleiteten. Von meinem anderen Ich hatte er schon gehört, aber nach seiner Aussage hatte er sie nie gesehen. Er erklärte uns, dass er die Höhlen vor allen Eindringlingen schützte, da sie einer der wenigen Orte waren, wo die Drachen in Ruhe ihre Jungen aufziehen konnten. Verständlicherweise hatte er er uns nicht gesagt, wo die Nester sind. Nachdem wir unsere Geschichte erzählt hatten, bot er uns an, den Weg nach Norden für uns wieder frei zu machen. Er war damit der erste, der die Elemente der Harmonie nicht gleich als Legende oder Märchen abtat. Er uns bis zum nördlichen Ausgang. Dort gab er uns noch den Rat, im Greifengebiet vorsichtig zu sein, da die Greifen seit Nightmare Moons Rückkehr auf Fremde sehr aggressiv reagieren. Er blieb zurück, da er seine Aufgabe als Wächter der Gänge sehr ernst nahm, wünschte uns aber viel Erfolg bei unserer Suche. Aber in seinem Gesicht konnte man erkennen, das er Unterstützung gebrauchen konnte. Auch wir könnten jede Unterstützung gebrauchen, die wir finden konnten.
 

„Endlich wieder freier Himmel.“, sagte Rainbow Dash freudig, als sie das Ende der Höhle erreichten. Sie breitete ihre Schwingen aus und flog Richtung Ausgang. Als sie diesen erreicht hatte, schwebte sie kurz in der Luft und landete. Die anderen traten neben ihr an den Ausgang heran und sahen sich um. Vor ihnen breitete sich eine Landschaft aus, die sie nicht erwartet hatten. Der Boden ging am Fuße des Berges in eine Schicht Metall über, aus der vereinzelte Bäume aus Chrom herausragten. Der Himmel war mit bleigrauen Wolken bedeckt, aus denen unnatürliche Blitze zuckten. Ein dunkles Grollen klang in der Luft. Und über der Ebene lag ein warmer Wind, der Staub umher trieb. „Das wird ja immer schlimmer.“, wimmerte Fluttershy, „hier kann ja kein Tier leben.“ „Gegen diesen Anblick waren die Höhlen ja richtig freundlich.“, meinte Rainbow Dash nur. Twilight ging an den Rand des Metallfeldes. „Es nutzt nichts, wir müssen weiter.“, sagte sie und setzte einen Huf auf den glänzenden Boden. Als dieser den Boden mit einem dumpfen Klang berührte, zuckte Twilight zurück. „Ahh“, schrie sie auf, „ist das heiß.“ Die anderen schauten sich um. „Wir können es nicht umgehen.“, meinte Pinkamena, „Dafür sind die Berge am Rand zu steil.“ „Dann warten wir bis zur Nacht, wenn es kühler wird.“, entschied Twilight, „bis dahin sollten wir uns ausruhen.“ Sie gingen wieder in die Höhle zurück und legten sich hin, in der Hoffnung, das die Nacht Abkühlung brachte.
 

Als der Abend mit einer kühlen Brise kam, zogen die sechs Ponys los. Der Boden war zwar immer noch sehr warm, aber er verbrannte ihnen nicht mehr die Hufe. Schweigend liefen sie durch die metallene Wüstenei. Ein paar mal dachte Twilight, dass sie das Ende bald erreicht hätten, aber es erwies sich als Sinnestäuschung. Als es fast Mitternacht war, erreichten sie einen Berg, der einsam aus der spiegelnden Landschaft herausragte. Er war aus Stein und hatte an der Flanke einen Höhleneingang. Hier schlugen sie ihr Lager auf, da sie nicht wussten, wie weit der Weg noch war. Geschweige denn, wann der nächste Unterschlupf für den Tag kommt. Der Marsch über den ungewohnten Boden hatte alle sehr erschöpft. Der Durst, den das viel zu warme Klima mit sich brachte, war beinahe unerträglich und ihre Wasservorräte waren alle aufgebraucht. Aber sie hatten Glück. In der Höhle gab es einen Zugang zu einem unterirdischen Fluss. Dort tranken sie, bis sie dachten, sie müssten platzen. Das Wasser schmeckte metallisch, aber es war frisch. Erschöpft, aber erst einmal froh, nicht zu verdursten, lagen sie am Ufer dieses Flusses und erholten sich etwas. Dann füllten sie jedes Gefäß, was sie bei sich hatten mit Wasser. Nur Rarity wollte einen ihrer Lederbeutel nicht füllen. „Nun komm schon.“, drängte Rainbow Dash, „du weißt, dass wir jeden Tropfen brauchen.“ „Nein.“, fauchte Rarity zurück, „Jeden Beutel könnt ihr haben, aber nicht diesen.“ Twilight hielt Rainbow zurück, die sich gerade anschickte, auf Rarity los zugehen. „Ganz ruhig.“, beschwichtigte sie ihre aufgebrachte Freundin, „ich werde mit ihr reden.“ Sie trat auf Rarity zu. „Kommst du bitte mal mit?“, fragte sie. Rarity nickte knapp. Beide gingen in einen Gang, wo sie ungestört waren. Twilight baute sich vor ihr auf. „Beantworte mir bitte die Frage, warum du ausgerechnet den Beutel nicht hergeben willst.“, sagte sie und deutete auf den Beutel, den Rarity mitgenommen hatte. Rarity schaute sie ernst an. Man konnte sehen, wie es in ihr arbeitete. Dann wurden ihre Gesichtszüge weicher. Sie seufzte. „Es hat keinen Sinn mehr.“, flüsterte sie. Sie öffnete den Beutel und lies den Inhalt auf den Boden fallen. Es fielen wunderschöne Edelsteine aus dem Beutel. Rubine, Smaragde, Saphire. „Das ist der Grund.“, sagte sie nur. Twilight betrachtete schweigend den Haufen aus Edelsteinen. „Das ist der Grund, warum ich diesen Beutel nicht hergeben kann.“, sie fischte einen der Edelsteine heraus, „diese Edelsteine sind alles, was ich noch habe, seitdem meine Eltern und Sweetie Bell verschleppt wurden.“ Sie stockte kurz. „Ein jeder steht für einen besonderen Tag, den ich nicht vergessen will. Dieser hier“, sie hielt den Edelstein in ihrem Huf hoch, „steht für den Tag, an dem ich bei Zecora unterkam. Ich fand ihn, kurz vor der Kommune.“ Sie legte ihn zurück und nahm einen anderen von dem Haufen. „Dieser für den Tag, als mir Rainbow Dash das Leben rettete, als die Wonderbolts wieder auf der Jagd waren.“ Und so erzählte sie Twilight ihre gesamte Geschichte. Zuletzt hielt sie den Rubin aus der Höhle hoch, den sie dort gefunden hatte. „Und dieser steht dafür, dass wir sowohl dich, wie auch das erste Element der Harmonie gefunden haben.“ Twilight sah sie betroffen an. „Oh Rarity.“, sagte sie einfühlsam, „das kann ich gut verstehen, das du die Steine nicht hergeben willst. Wenn sie so voller Erinnerungen sind.“ Nachdenklich rieb sie ihr Kinn. „Kannst du deine Steine nicht so in die Satteltasche packen.“ „Und riskieren, sie zu verlieren?“, fragte sie, „Nein.“ Twilight dachte weiter nach. Plötzlich kam ihr eine Idee.
 

Nach zwanzig Minuten kamen Twilight und Rarity wieder zu den anderen zurück. „In Ordnung, Rainbow Dash, Twilight hat mich überzeugt.“, sagte Rarity, „hier ist der Beutel.“ Sie reichte ihn an Rainbow Dash weiter, die den Beutel nahm um ihn am Fluss zu befüllen. Fluttershy trat an Twilight heran. „Wie hast du sie überzeugt?“, fragte sie so leise, dass nur Twilight sie hören konnte. Diese lächelte verhalten. „Ich habe sie nur daran erinnert, das sie eine Schneiderin ist.“, sie deutete auf ihren Umhang, der etwa einen Hufbreit kürzer war wie vorher, „Der Rest war ganz einfach.“ Rainbow kam in der Zwischenzeit zurück. „So, alle Behälter sind gefüllt.“, sagte sie, „wir sollten uns ausruhen, bevor wir heute Abend weitergehen.“ Twilight nickte. „Wir sollten abwechselnd Wache halten.“, meinte sie, „wir wissen nicht, was hier in der Nacht für Wesen unterwegs sind.“ „Daran habe ich auch schon gedacht. Ich übernehme die erste Wache, danach Twilight, Rarity, Fluttershy, Pinkamena und dann Applejack. Wenn jeder zwei Stunden Wache hält, bekommen wir alle noch etwas Schlaf.“ Alle nickten zustimmend. „Na dann, gute Nacht euch allen.“, gähnte Twilight und legte sich an Ort und Stelle hin und schlief ein.
 

Twilight hatte gerade ihre Wache beendet und sich wieder hingelegt. Rarity saß am Feuer, welches Rainbow kurz vor ihrer Wache entzündet hatte. Dieses glühte nur leicht, da sie kein Holz verschwenden wollten, und spendete damit nur leidlich Licht und Wärme. Die Wache von Twilight war ohne nennenswerte Ereignisse verlaufen. Sicherlich, es gab einige Geräusche, welche sie aufgeschreckt hatten. Einmal waren einige Fledermäuse durch die Höhle geflattert. Dann wieder waren ein paar Steine aneinander geschlagen. Langsam dämmerte sie in die Welt der Träume hinüber. Sie sah noch Rarity am Feuer, wie sie in ihren kleinen Beutel schaute, den sie heute nach genäht hatte. Twilight lächelte leise vor sich hin, dann fielen ihr die Augen zu. Sie wachte auf, als sie einen spitzen Schrei vernahm. „LASST MICH LOS!“ 'Was ist denn los?', fragte sie sich schlaftrunken. Wieder ein Schrei, aber diesmal dumpf und kaum zu verstehen, als würde durch eine Wolldecke gerufen. Plötzlich erkannte sie die Stimme. „Rarity.“, keuchte sie. Twilight sprang auf und war hellwach. Sie schaute sich um. Die anderen wachten gerade auf und rieben sich ihre Augen. „Was'n los?“, brummte Rainbow Dash müde. Das Feuer war immer noch am glühen. Aber wo war Rarity? „Rarity!“, rief Twilight, „wo bist du?“ Von tiefer aus der Höhle drang ein Schrei an ihre Ohren. „Rarity?“, Fluttershy schaute sich mit müden Augen um, „ist was?“ „Rarity ist weg.“, sagte Twilight knapp. „Wie? Weg?“, Applejack schaute Twilight erstaunt an, „Weggelaufen?“ „Glaub ich nicht.“, Twilight untersuchte die Stelle, an der sie Rarity zuletzt gesehen hatte, „Es scheint, als würde sie entführt.“ „Wer sollte hier Ponys entführen?“, fragte Pinkamena zweifelnd. „Ich weiß es nicht, aber so, wie Rarity geschrien hat, ist sie nicht freiwillig mitgegangen.“, Twilight schaute sich noch einmal um, „und wir sollten hinterher, wenn wir sie retten wollen.“ „Was wird aus dem Feuer und unseren Sachen?“, fragte Fluttershy. „Die laufen schon nicht weg. Wichtig ist jetzt Rarity.“, erwiderte Twilight und rannte in die Richtung, aus der sie zuletzt Raritys Rufe gehört hatte. Die anderen folgten dicht hinter ihr.
 

Wie die Höhle in der sie auf Spike getroffen waren, war auch diese ein Labyrinth. Immer wieder liefen sie in Sackgassen, oder der Durchgang war zu schmal für ein Pony. So irrten sie eine Stunde durch die Dunkelheit, welche nur von Twilights Horn etwas erhellt wurde, bis sie leise Stimmen aus einem Gang vor sich hörten. Vorsichtig schlichen sie näher heran. Twilight sah vor sich eine Gangbiegung, an der sich der Schein von Feuer abzeichnete. Vorsichtig spähte sie um die Biegung und traute ihren Augen nicht. Dort waren mehrere Feuerkessel in einer domartigen Kaverne verteilt, um die sich aufrecht gehende Hunde versammelten. Die Hunde hatten fast alle metallene Helme und Rüstungen an. Einige hatten Speere in ihren Vorderpfoten. Bei einigen waren auf den Rüstungen Edelsteine befestigt, als wären sie Anführer. Aber am Interessantesten war, was sich in der Mitte abspielte. Dort saß Rarity auf einer Art Thron aus Stein vor einem Tisch, umringt von einigen Hunden. Drei von ihnen hatten keine Rüstungen an, sondern steckten in abgewetzten Hosen und Westen, aus denen Edelsteine heraus schauten. „Diamanten-Hunde.“, flüsterte Twilight. Die anderen drängten nun ebenfalls nach vorne um einen Blick zu erhaschen. Dabei verlor Twilight das Gleichgewicht und stürzte nach vorne. Dieses hatte wohl einer der Hunde-Wächter bemerkt. „Eindringlinge!“, hallte es durch den riesigen Raum, und ehe sich Twilight versah, waren sie von dutzenden Hunden umstellt. Verzweifelt suchte Twilight nach einem Ausweg. „Weg von ihnen.“, hörte sie auf einmal Raritys energische Stimme, „das sind meine Freunde.“ Die Wachen gingen von ihnen weg. „Was geht denn hier vor?“, fragte Rainbow Dash verwundert. Rarity trat an ihre Freundinnen heran und half ihnen auf. „Diese Hunde sind Diamanten-Hunde.“, erklärte sie, „sie haben uns bemerkt, als wir hier angekommen waren. Sie sammeln alle Arten von Edelsteinen, um sie später, wenn sie in den Süden kommen, für Nahrung einzutauschen. Und sie meinten, das ich wohl ein gutes Gespür für Edelsteine hätte.“ Lächelnd klopfte sie auf ihren kleinen Beutel. Einer der Hunde, der kleinste von ihnen, lächelte verlegen. „Ihr müsst wissen, seitdem Discord die Welt dort oben verändert hat, wurde es für uns immer schwerer an Nahrung heranzukommen. Zu Beginn war es im Norden noch möglich, Nahrung zu bekommen. Aber seit einer Woche ist dort oben nur noch Eisen. Daher sind wir dabei, uns nach Süden zu graben. Um dort ein neues Leben anzufangen“ Twilight nickte verstehend. Dann fiel ihr plötzlich etwas ein. „Als ihr damals nach Norden gewandert seid, habt ihr da auch Tunnel gegraben?“ Nun war es am zweiten, dem mittelgroßen, etwas zu sagen: „Natürlich. So sind wir bisher in alle Länder gekommen.“ Der erste schlug sich an die Stirn: „Wo sind bloß unsere Manieren. Kommt erst einmal an den Tisch. Ihr seht aus, als ob ihr schon lange nichts mehr gegessen habt. Es ist zwar nicht viel, aber etwas können wir für euch erübrigen. Und dann werden wir euch alle Fragen beantworten.“ Er machte eine einladende Geste. Die sechs bedankten sich für die Einladung und gingen zu dem Tisch herüber, auch wenn ihnen nicht wohl dabei war.
 

Nach dem kargen Essen führten die Hunde die sechs Freundinnen durch ihre Karawane. Alle Hunde, die sie hier trafen, waren mit den Kräften fast am Ende. Sie kratzten Moose von den Steinwänden, um wenigstens etwas zu Essen zu haben, oder legten es auf Wunden, und diese zu kühlen. Twilight fühlte sich unwohl, da sie sich, wie ihre Begleiterinnen, vorhin noch einiges der knappen Vorräte gegessen hatte. Was ihr sofort auffiel war, dass die Hunde zwar ausgemergelt waren, aber dem äußeren Anschein nach geistig noch nicht die Hoffnung verloren hatten. Während sie durch die Karawane wanderten, halfen sie einigen der Verletzten mit dem Wissen, welches sie bei Shining Armour gelernt hatten. Sie schienten hier einen Arm und sprachen dort Mut zu. In einer Ecke sahen sie auch einige Welpen, die mit kleinen runden Edelsteinen spielten. Als sie wieder bei dem Steinthron waren fragte der kleine Hund: „So, jetzt kennt ihr unsere Lage. Ihr kommt aus dem Süden. Wird es dort besser für uns?“ Twilight schaute ihn traurig an. „Leider nicht. Wir sind vor ein paar Tagen aus Manehatten aufgebrochen. Dort herrscht nur noch Hoffnungslosigkeit.“ Die Hunde ließen die Köpfe hängen. „Dann sind wir dazu verdammt unter zu gehen.“, schniefte der größte der drei. „Könnten sie nicht“, warf Rarity ein, „Spike helfen?“ Twilight schaute sie erstaunt an. 'Warum ist mir das nicht eingefallen?', dachte sie bei sich. „Das wäre eine Möglichkeit.“, sagte Twilight laut. „Spike? Wer ist Spike?“, fragte der mittlere. Twilight erzählte ihnen von Spike. „Es ist etwa ein halber Tagesmarsch vom Eingang, wo ihr uns gefunden habt, nach Süden.“, schloss sie mit ihrer Erzählung. Hoffnung schimmerte in den Augen der Hunde. „Das ist die beste Nachricht, die wir seit drei Tagen hören.“, der kleine Hund fiel Twilight um den Hals, „danke.“ Als er von ihr abließ, drehte er sich um. „Okay, ihr habt es gehört. Es geht weiter auf der Oberfläche.“ Er wandte sich wieder den Ponys zu. „Wie könne wir euch danken?“ „Indem ihr uns den Weg nach Norden weißt.“, erwiderte Twilight, „ihr kennt diese Tunnel besser wie wir. Dadurch könnten wir viel Zeit sparen.“ Der kleine Hund dachte kurz nach. „Nein.“, erwiderte er, „ich weiß was besseres. Ich werde euch nach Norden führen. Der Weg ist nicht weit.“ Er drehte sich zu dem mittleren und dem großen Hund um. „Ihr beide führt die Karawane zu dieser Höhle. Ich komme nach, sobald die Ponys am Nordausgang sind. Und erschreckt mir den Drachen nicht.“ Die beiden brummten ihre Zustimmung und trieben die restlichen Hunde dazu an, ihre Sachen zu packen. Nach kurzer Zeit war die Karawane ein wimmelnder Ameisenhaufen. Einer der Wachhunde kam plötzlich aufgeregt angerannt. „Wartet!“, rief er. Er schwenkte etwas in seinen Pfoten. „Ihr habt eure Sachen vergessen.“ Er reichte den Freundinnen ihre Satteltaschen. Als Twilight hineinschaute erkannte sie, dass alle ihre Sachen, die sie vorhin oben vergessen hatte, fein säuberlich verpackt waren. Es lagen sogar einige Sachen mehr in der Tasche, als sie mitgenommen hatte. „Die Edelsteine wären aber nicht nötig gewesen.“, sagte sie Verlegen. „Unsinn.“, winkte der Hund ab, „ihr habt uns Hoffnung und neuen Mut gegeben. Das ist nur mein persönlicher Dank an euch.“ Die Wache salutierte kurz. „Viel Erfolg.“, bellte sie und sprang wieder ins Getümmel. Der kleine Hund schüttelte den Kopf. „Er hatte schon immer ein gutes Herz.“, murmelte er, „ein guter Hund.“ Dann führte er die Ponys nach Norden auf einen Durchbruch in der Wand zu.
 

Der Weg durch die Tunnel war einfacher, als die sechs gedacht hatten. Sie waren so groß, das drei Ponys bequem nebeneinander gehen konnten. Unterwegs unterhielten sie sich darüber, was sie machen würden, wenn Discord besiegt ist. „Ich werde eine Flugschule aufmachen.“, träumte Rainbow Dash, „dann kann ich den jungen Pegasi alles beibringen, was ich weiß.“ Applejack erwiderte: „Ich bleib auf der Apfelplantage. Für den Wiederaufbau von Equestria werden wir viel bauen müssen. Und die Arbeiter werden Hunger haben.“ Rarity, Pinkamena und Fluttershy schwiegen während des Marsches. Einmal wollte Rarity was sagen, aber dann überlegte sie es sich anders und schloss ihren Mund wieder. Twilight ihrerseits beobachtete die Wände des Ganges. Ihr fielen die verschiedenartigen Färbungen des Gesteins auf. Und auch, dass, je weiter sie nach Norden kamen, die Farben immer dunkler wurden. Nach etwa einem Tag erreichten sie den nördlichen Eingang. „Weiter führe ich euch nicht. Die Greifen haben uns nicht in bester Erinnerung.“, sagte der Hund. Twilight nickte. „Vielen Dank, ohne euch hätten wir es nicht so weit geschafft.“, sagte sie und begann den Aufstieg an die Erdoberfläche. Auch die anderen danken dem Hund, wie Twilight im Hintergrund hörte. Rainbow Dash und Fluttershy flogen an ihr vorbei nach oben. Applejack und Pinkamena kletterten hinter Twilight her. Das erkannte sie, als sie einen Blick nach hinten warf. Nur Rarity war nicht zu sehen. „Wo …“, begann Twilight, als sie wieder diesen hellen Lichtblitz sah. Die anderen schauten sich verwundert um. Nur Twilight lächelte.



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