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My little Pony: One last Letter

von

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Kapitel 5

Tag achtzehn. Wir haben das erste Element der Harmonie gefunden. Nun glauben auch die anderen, dass ich die Wahrheit gesagt habe. Wir haben den Rest des Tages in der Statue verbracht, da wir Apple Bloom hier vor den von Hoffnungslosigkeit wahnsinnig gewordenen Einwohnern Manehattens besser schützen konnten. Außerdem konnten wir ihr währenddessen erzählen, warum ich nicht die bin, für die sie mich hält. Später am Abend haben wir Apple Bloom zu Shining Armour gebracht, da er jeden helfenden Huf gebrauchen kann. Was sie auf der Statue wollte weiß ich nicht. Genau so wenig, warum sie von zu Hause weggelaufen ist. Das ist eine Angelegenheit zwischen Applejack und ihrer Schwester. Shining Armour hatte uns noch beglückwünscht. In der Zwischenzeit hatte er auch allen die Wahrheit erzählt. Einige hatten es wohl schon geahnt, aber die Hoffnung, die sie durch die Lüge hatten, hatte ihnen etwas Halt in diesen Albtraum gebracht. Die Welt hatte sich hier wieder einmal gewandelt. Auch hat das Auffinden des Elements die Schriftrolle verändert. Es erschien ein weiterer Hinweis, wo wir das zweite Element finden. Daher befinden wir uns jetzt auf den Weg ins Gebiet der Greifen. Dieses liegt weit im Norden und wir müssten einen weiten Umweg in kauf nehmen. Aber Shining Armour sagte, es gebe einen kürzeren Weg. Vor einiger Zeit hatte er außerhalb von Manehatten eine Höhle gefunden, durch die Ponys aus dem Norden gekommen waren. Diese waren sehr verängstigt gewesen, haben aber nicht gesagt, was in der Höhle geschehen ist, geschweige, wie es im Norden aussieht. Es war nur von einem Monster und Trostlosigkeit die Rede. Auch wenn mir nicht ganz wohl bei der Sache ist, scheint diese Höhle ein sicherer Weg zu sein, wie von Discords Jägern gefangen zu werden, da er sicher auch gemerkt hat, was in Manehatten passiert ist. Eines der Ponys aus dem Norden hatte eine Karte von der Höhle. Diese war jedoch recht hastig erstellt worden und alles andere als genau. Aber sie ist besser, als blind durch dieses Labyrinth zu stolpern. Und so sind wir in diese Höhle gegangen. Wir müssen den eingeschlagenen Weg weiter gehen. Weiter in eine ungewisse Zukunft auf unsicheren Pfaden.
 

Das Feuer brannte nur auf Sparflamme, da sie nicht viel Holz mitgenommen hatten, um sich nicht unnötig zu belasten. Aber es reichte aus, um die kalten Beine etwas zu wärmen und brachte Twilight und Rarity etwas Erholung, da diese während des Marsches durch die kalte Dunkelheit mit ihren Hörnern etwas Licht brachten. Sie rasteten etwa eine Stunde, bevor sie das Feuer löschten. Anschließend fischten sie die noch nicht komplett verbrannten Holzstücke aus der Asche und verteilten sie auf ihre Satteltaschen. Hin und wieder hörten sie das regelmäßige Tropfen von Wasser und auch das Flattern von Federmausflügeln. „Was wohl dieses Monster ist, von dem man erzählt hat?“, fragte Fluttershy ängstlich nach einer Weile monotonen Laufens. Diese Frage hatte sich Twilight auch schon gestellt. Bisher war sie auf keine zufriedenstellende Antwort gekommen, als sie plötzlich ein Brüllen hörte. „Was … war … das?“, keuchte Rarity erschrocken. Wieder ein brüllen, das sich anhörte wie ein gewaltiges Tier. „Ein großer Bär?“, fragte Rainbow. Twilight schüttelte den Kopf. „Danach klang es nicht. Es klang eher wie ein Drache.“, erwiderte sie. Vorsichtig gingen die sechs weiter. Sie gingen um eine Biegung, die leicht Anstieg. „VERSCHWINDET!“, fauchte es ihnen entgegen, „VERSCHWINDET, ODER FINDET DEN TOD.“ Fluttershy war stehen geblieben. „Wir sollten gehen.“, flüsterte sie. „Was?“, erwiderte Rainbow Dash entrüstet, „jetzt, wo wir fast durch diese Höhle durch sind, willst du umkehren?“ „Was nutzt es denn, wenn wir tot sind?“, entgegnete Fluttershy. „Jetzt mal ruhig, ihr Ponys.“, mischte sich Applejack ein, „lasst uns doch erst einmal sehen, was uns da warnt. Vielleicht kann derjenige uns ja helfen.“ Rainbow und Fluttershy brummten zustimmend. Also gingen sie weiter.
 

Der Rufer war weiter weg, wie sie es dachten. Das Echo in dem Ganggewirr hatte ihn näher klingen lassen, als er war. Er hatte sie noch einige male gewarnt, aber bisher hatte er sich immer wieder ihren Blicken entzogen. Einmal hatte Twilight das Gefühl, dass sie beobachtet wurden. Aber als sie sich umdrehte, waren dort nur ihre fünf Freundinnen zu sehen. „Was hast du denn, Herzchen?“, hatte Rarity gefragt. „Ich weiß nicht.“, antwortete Twilight, „aber wir sind hier nicht mehr allein.“ Fluttershy hatte darauf einen erschreckten Laut ausgestoßen. 'Die Sache wird mir langsam immer unheimlicher.', dachte Twilight bei sich. Nach außen lies sie es sich nicht anmerken, aber am liebsten wäre sie Fluttershys Rat gefolgt und wäre umgekehrt. Ihre Neugier, und auch ihr Stolz, ließen es jedoch nicht zu, jetzt zu kneifen. 'Was wäre ich für ein Hoffungsbringer, wenn ich gleich bei der ersten Gelegenheit das Weite suchen würde?', ging es ihr durch den Kopf. 'Einer, der länger lebt.', flüsterte eine kleine Stimme in ihrem Kopf. Twilight schüttelte den Kopf. „Wir müssen weiter.“, sagte sie bestimmt und machte einen Schritt ins vorne. In dem Moment zischte eine grüne Flamme über ihren Kopf hinweg. „ICH SAGTE, IHR SOLLT VERSCHWINDEN.“, dröhnte es aus dem Gang vor ihnen. „Wer bist du?“, rief Twilight zurück. „WENN IHR NICHT GEHT, EUER HENKER.“, kam es zurück. Pinkamena quietschte erschrocken. „Was ist los?“, fragte Rainbow Dash. Sie zweigte nur auf die Gangwand hinter ihr. „Da … da … hat … die Flamme getroffen.“, stammelte sie. Twilight schaute sich die Wand an. Sie war geschmolzen. In dicken Tropfen war der Stein dort herabgeperlt und strahlte noch immer eine unangenehme Hitze aus. „Ich würde sagen, wir versuchen einen anderen Weg.“, meinte Fluttershy hoffnungsfroh. „Es gibt keinen anderen Weg.“, sagte Rainbow, „Wenn wir hier nicht durchkommen, dann verlieren wir mindestens eine Woche, wenn nicht mehr.“ Twilight nickte zustimmend. „Wir müssen hier weiter.“, sagte sie und drehte sich wieder dem Gang zu, aus dem die Flammen gekommen waren. „Warum sollen wir hier nicht her?“, rief sie in den Gang hinein. Aber sie bekam keine Antwort. „Anscheinend ist der Drache, oder was immer es war, wieder weg.“, kommentierte Rarity die Stille. „Dann wollen wir mal weiter.“ Twilight machte einen Vorsichtigen Schritt ins vorne, aber ihr schlugen keine Flammen entgegen. Erleichtert schaute sie sich um. „Kommt ihr?“ „Ohh.“, machte Rarity plötzlich, „was ist das denn?“ Sie beugte sich herunter und kratzte mit einem länglichen Stein in den Resten der geschmolzenen Wand. „Komm schon.“, drängte Rainbow, „wir haben nicht ewig Zeit.“ Aber Rarity hatte schon, was ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Ihre Augen funkelten freudig. „So ein schöner Edelstein.“, murmelte sie, „du kommst mit.“ Mithilfe ihrer Magie ließ sie einen feuerroten Rubin in ihre Satteltasche gleiten. „So, wir können.“, sagte sie mit einem leicht triumphierenden Tonfall. Twilight schüttelte lächelnd ihren Kopf.
 

Sie irrten weiter durch die Dunkelheit. Der Weg ging hoch und runter und wandt sich wie eine Schlange durch den Felsen. Mal kamen sie in riesige karvenenartige Bereiche, wo sich in einigen Wasser gesammelt hatte. Dann wurde der Gang fast zu schmal, um sich hindurch zu zwängen. Ein paar mal hörten die sechs, wie kleine Füße vor ihnen wegliefen. Aber die meiste Zeit waren nur die Geräusche der Tiefe zu hören, sowie ihre eigenen. Twilight schaute immer wieder auf die Karte und wies ihre Gefährtinnen mal in jene, mal in diese Richtung. Plötzlich blieb sie stehen. „Was ist los?“, fragte Rarity, die am Schluß ging. „Seltsam,“, bemerkte Twilight, „hier sollte es eine Kreuzung geben, aber der Gang teilt sich hier auf.“ Applejack kam zu Twilight herüber und betrachtete die Wand vor ihnen. „Dieser Gang ist vor kurzem verschüttet worden.“, sagte sie nüchtern, „Ich glaube aber nicht, dass es auf natürlichem Weg geschehen ist.“ Twilight tastete die Wand vorsichtig ab. „Sie ist noch warm.“, bemerkte sie. Fluttershy zuckte zusammen. „Hat etwa der …“, begann sie. „Ich denke ja.“, unterbrach sie Twilight, „Dann müssen wir einen anderen Weg suchen.“ Sie schaute wieder auf die Karte. 'Es ist kein anderer Weg eingezeichnet.', stellte sie bestürzt fest. „Den Blick kenne ich.“, sagte Rainbow Dash, „du hast keine Ahnung, wie es weitergehen wird.“ Twilight nickte niedergeschlagen. „Das stimmt. Ich …“, sie unterbrach sich. Da war doch wieder das Geräusch von sich entfernenden Füßen. Es kam aus dem linken Gang. „Dort.“, sagte sie kurz und lief in den Schlund aus Dunkelheit, dem patschenden Geräusch hinterher. „Warte.“, hörte sie Rarity noch, dann war nur noch das Getrappel von Hufen zu hören. Der Gang wand sich wie auch die anderen. Aber er hatte keine Abzweigungen. 'Du entkommst mir nicht.', dachte Twilight, als sie plötzlich in eine große Kammer kam. Im letzten Augenblick kam sie zum stehen, da es kurz nach dem Eingang in diese Kammer senkrecht nach unten ging. Sie schaute sich um. Die Kammer war gigantisch. Von oben drang ein dünner Lichtstrahl herein und tauchte die Umgebung in ein diffuses Zwielicht. Der Grund der Kammer lag etwa zwanzig Meter unter ihr. Zur ihrer rechten führte ein schmaler Grat an der Wand hinab. Und dort sah sie denjenigen, den sie verfolgte. Soweit sie es sehen konnte war er etwa halb so groß wie sie selbst. Hinter sich hörte sie ihre Freundinnen anschnaufen. „Passt auf, hier geht es steil abwärts.“, rief sie nach hinten. Dann machte sie sich auf den Weg nach unten. Am Boden der Kammer angekommen setzte sie dem kleinen Wesen nach. Dieses hatte sie in der Zwischenzeit bemerkt und war hinter einen Stein von der Größe von zwei Ponys in Deckung gegangen. Twilight sprang um den Stein herum und wurde nur knapp von einer grünen Flamme verfehlt. Aber da war sie schon heran und presste den Winzling zu Boden. „Noch eine Flamme und ich lähme dich.“, knurrte sie und ließ ihr Horn aufglühen, bereit dazu ihre Drohung wahr zu machen. Als die Intensität zunahm erkannte sie, wen sie da zu Boden gerissen hatte. „Spike?“, stieß sie mit weit aufgerissenen Augen aus, als sie den kleinen violetten Drachen sah.



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