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My little Pony: One last Letter

von

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Kapitel 7

Tag dreiundzwanzig. Das zweite Element ist erschienen. Rarity hatte sich bei den Diamanten-Hunden auf ihre Art bedankt. Sie hatte ihnen ihren Beutel mit ihren Erinnerungen geschenkt. Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass ich dieses nicht erwartet hatte. Gleichzeitig war ich aber auch froh. Seitdem wirkt sie auch nicht mehr so angespannt. So, als ob sie ihre Trauer endlich überwunden und dieses Kapitel ihres Lebens endgültig beendet hätte.

Als wir aus dem Loch im Boden heraus geklettert waren standen wir am Rand eines Waldes, den ich nicht kannte. Etwa fünf Meter vom Wald entfernt begann der Boden in die Metallfläche überzugehen, über der die Luft flimmerte. Die Bodenöffnung lag auf halber Strecke zwischen Wald und der metallenen Wüste. Das Licht, welches uns entgegen schien, blendete uns, so dass wir die Angreifer nicht sofort bemerkten. Erst, als über jedem von uns ein grober Leinensack gestülpt wurde, erkannten wir, dass unser auftauchen nicht unbeobachtet geblieben ist.
 

Der Sack, in dem sich Twilight befand, schwankte hin und her. Durch den groben Stoff konnte sie erkennen, dass man sie durch den Wald, den sie bei ihrer Ankunft gesehen hatte, trug. „Rainbow?“, rief sie, „ist jemand da?“ Ihr Sack wurde hart angestoßen. „Ruhe da hinten.“, erklang eine sonore Stimme, „ihr werdet erst reden, wenn ihr gefragt werdet.“ Der Stoß war heftig geführt, so das Twilight einen Schmerzensschrei unterdrückte. „Geht doch.“, brummte die Stimme zufrieden. „Wo bringt ihr uns hin?“, erklang es neben Twilight. „Ich sagte Ruhe.“, brauste die sonore Stimme auf, „wegen euch wird man uns noch entdecken.“ Etwas ruhiger fügte sie hinzu: „Gilda wird euch alles erklären, sobald wir da sind.“ Schweigend wurden die Freundinnen weiter durch den unbekannten Wald getragen. 'Gilda.', dachte Twilight, 'den Namen hab ich schon mal gehört.' Sie hielt sich den Kopf. 'Wann hab ich ihn denn schon mal gehört? Es ist schon länger her. Aber wann?'
 

Das Geschaukel hatte Twilight einschlafen lassen. Als ihr Sack zu Boden geworfen wurde, war sie schlagartig wach. „Willkommen in unserem Heim.“, die Stimme triefte vor Sarkasmus. Um Twilight war es stockdunkel. Der Geruch von abgestandenem Wasser und anderen Dingen, die sie nicht wissen wollte, drang ihr in die Nase. Neben ihr plumpste ein weiterer Sack zu Boden. „Nicht so grob.“, schallte es aus der Richtung. Twilight musste ob ihrer Lage grinsen. So war Rarity. Weitere Säcke fielen zu Boden. Weitere Kommentare über ihre Behandlung wurden ausgestoßen. Twilight blickte sich hilflos um. Die Dunkelheit war allgegenwärtig. Aber der Sack war aufgegangen, als man sie so rüde hier abgelegt hatte. „Ihr bleibt hier. Ich werde euch holen, wenn es an der Zeit ist.“, sagte die Stimme, zu der es immer noch kein Gesicht gab. Als sich der Sprecher entfernte, meinte Twilight, Federrascheln zu hören. „Wo sind wir?“, hörte Twilight Applejack fragen. „Egal, ich bleibe nicht hier.“, erwiderte Rainbow Dash trotzig. Hufgetrappel bewegte sich quer zu Twilight und endete mit einem dumpfen Schlag. „Autsch.“, gab Rainbow Dash von sich. Twilight ging vorsichtig in die Richtung, aus der sie Rainbow's Stimme gehört hatte und tastete die Wand ab. „Das ist nicht nur eine Mauer. Es scheint eine Zelle zu sein.“ Ein leidendes Quietschen war zu vernehmen. „Ganz ruhig, Fluttershy.“, war Pinkamenas Stimme zu hören, „wir kommen hier schon wieder raus.“ Plötzlich war ein Geräusch zu hören, wie wenn ein Huf gegen die Stirn geschlagen wurde. „Sind wir dumm.“, jammerte Rarity, „wir können doch mit unseren Hörnern etwas Licht machen.“ „Gute Idee.“, pflichtete ihr Twilight bei und konzentrierte sich. Ein sanftes Violettes Glühen erleuchtete die Umgebung. Wie Twilight es schon vermutet hatte, waren sie in einer Zelle, die mit einer schweren Eisentür verriegelt war. Die Ponys drängten sich zusammen, da die Temperatur in der Zelle stetig fiel. „Es wird wohl gerade Nacht draußen.“, kommentierte Applejack, „wir sollten uns von den Wänden fernhalten. Dort wird es nur noch kälter.“ So schmiegten sich die Ponys zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen. Twilight merkte, dass die Strapazen der letzten Tage nun ihren Tribut forderten. Langsam, ohne dass sie sich dagegen wehren konnte, merkte sie, wie ihr die Augen zufielen und sie in einen unruhigen, traumlosen Schlaf fiel.
 

Die Eisentür knallte gegen die Steinwand und riss die Ponys aus ihrem Schlaf. „Gilda hat befohlen, euch zu ihr zu bringen.“, wurden sie von einem Wächter, der einen Speer trug, begrüßt. Langsam erhoben sich die Ponys und schlurften auf die Tür zu. Der Wächter stand unruhig neben der Tür. „Schneller.“, trieb er sie an und verleihte seiner Forderung mit seinem Speerschaft Nachdruck. Sie wurden durch eine Reihe von Gängen getrieben, bis sie eine große Halle erreichten. Der Wächter eilte an ihnen vorbei und verbeugte sich vor einem höher gelegenen Thron, der im Schatten lag. „Eure Erhabenheit. Ich bringe euch die Gefangenen.“, sprach der Wächter im unterwürfigen Tonfall. Aus dem Schatten winkte ein Klaue den Wächter zur Seite. „Gut.“, sprach eine herrische Stimme aus der Dunkelheit, „du darfst dich entfernen.“ „Sehr wohl.“, erwiderte der Wächter und schritt zur Seite. Es folgte ein Moment der Stille. „Ihr wurdet dabei beobachtet, wie ihr aus den Höhlen der elenden Köter herauskamt.“, richtete die Anführerin die Worte nun an die sechs Freundinnen, „Bisher ist noch niemand daraus herausgekommen. Meine Frage an euch lautet also, paktiert ihr mit diesen verruchten Dieben?“ Die Ponys schauten sich ratlos an. Nach einer kurzen Weile trat Twilight vor. „Wie meint ihr das?“, fragte sie. „Beantwortet die Frage.“, zischte es aus dem Schatten, „Seid ihr im Bunde mit den Verrätern, die unsere Schatzkammer geplündert haben, um sich nach Süden abzusetzen und uns in Zeiten größter Not ihre Unterstützung zu verweigern.“ Die Gestalt auf dem Thron holte geräuschvoll Luft. „Seid ihr im Bunde mit diesen Diamanten-Hunden?“ Twilight überlegte. „Wir sind den Diamanten-Hunden begegnet.“, erwiderte sie, „aber wir haben mit ihnen kein Bündnis. Sie halfen uns bei unserer Mission.“ Ein kehliges Lachen schallte durch den Raum. „Diese Bastarde sollen euch geholfen haben.“, spottete die Anführerin der Greifen, „das sind dann wohl nicht die Hunde, die uns bestohlen haben.“ Der Thron knarrte, als sich die Greifin erhob und auf die Ponys zu trat. Langsam schritt sie auf die kleine Gruppe zu. Sie ging mit ihrem Gesicht nahe an jedes einzelne heran. 'Sie scheint nicht sehr gut sehen zu können.', bemerkte Twilight. Die Greifin schaute sich jedes Pony an. „Ah. Applejack, von dir hab ich schon viel gehört. Arbeitsam und freundlich, soweit man es in Ponyville sein kann.“ Sie ging hinüber zu Fluttershy. „Oho. Die mutige Fluttershy. Hat sich von einfachen Soldaten überwältigen lassen. Das ist aber nicht gut für deinen Ruf.“, spottete sie. So ging sie zu jedem Pony und bedachte es mit Spott und Hohn. Zuletzt kam sie zu Twilight. Als sie Twilight anschaute verschlug es ihr für einen Moment die Sprache. „WACHE!“, rief sie. Diese stand auch gleich neben ihr. „Ja eure …“, weiter kam er nicht, da die Greifin seine Kehle mit ihrer Klaue umgriff. „Siehst du diese da?“, fragte sie gefährlich ruhig. Der Wächter nickte nur. „Und du weißt wer sie ist?“ Wieder nickte der Wächter. „Gut.“, sie wandte ihr Gesicht Twilight zu, „dann beantworte mir eine simple Frage. Warum ist sie nicht geblendet worden? Oder warum wurde ihr nicht zumindest eine Augenbinde angelegt?“ Sie schleuderte den Wächter zu Boden. Dieser rieb sich den Hals. „Sie … machte auf … mich keinen … bedrohlichen Eindruck.“, hustete er. „Stümper.“, fauchte sie, „meinst du etwa, Nightmare Moons Schülerin wäre so gefährlich, weil sie bedrohlich aussieht.“ Sie winkte mit ihrer Klaue. Sofort waren zwei weitere Wächter heran. Sie zeigte auf einen. „Du verbindest diesem Pony die Augen. SOFORT.“ Dann wandte sie sich dem anderen zu. „Herzlichen Glückwunsch, du wurdest soeben befördert zum Feldwebel.“, sie deutete auf den Wächter am Boden, „und als erstes wirst du diesen Rekruten zu den anderen zur Ausbildung bringen.“ Der neue Feldwebel salutierte. Dann ergriff er den beschämt zu Boden blickenden Greifen und zerrte ihn hinaus. „Augen verbunden. Eure Erhabenheit Gilda die Große“, meldete der andere Wächter. Gilda schaute sich den Knoten der Augenbinde an. „Sehr gut. Dir steht noch eine große Karriere in der Greifenarmee bevor.“ Sie scheuchte ihn mit einer Klauenbewegung wieder weg. „Jetzt können wir weiter reden.“, sagte sie gönnerhaft. Twilight ergriff das Wort. „Gilda“, setzte sie an, „ich weiß, für wen du mich hälst …“ Sie spürte einen Schlag in ihrem Rücken. „Sprich nicht so respektlos mit unserer Anführerin.“, wurde ihr entgegengespien. Twilight hörte, wie die anderen ihr helfen wollten. Sie hob ihren Huf. „Nicht.“, presste sie zwischen ihren Zähnen hervor, „ist in Ordnung.“ Sie stemmte sich wieder hoch. „Ich weiß, für wen ihr mich haltet.“, begann sie erneut, „und ich muss euch sagen,ihr habt der Falschen die Augenbinde angelegt.“ Sie begann ihre Geschichte zu erzählen, seitdem sie in dieser Welt angekommen war und wie sie hierher kam.



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Kommentare zu diesem Kapitel (1)

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Von:  Shariko
2012-07-15T11:05:55+00:00 15.07.2012 13:05
Endlich wieder ein neues Kapitel *freu*
Schön find ich, dass du einen Rythmus gefunden hast. Trotzdem kann ich es kaum erwarten, wann es endlich weitergeht. Also mach schneller *motz* XD.

Ne Scherz, lass dich nicht hetzen und schmiede das Eisen solange es heiß ist :).


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