Zusammentreffen
@KaitoDC: Keine Sorge, ich habe nicht vor jeden in Kaitos Umfeld sterben zu lassen und es wird auch wieder ein wenig bergauf gehen. Das wegen der Rechtschreibfehler tut mir leid, aber ich habe in letzter Zeit ein wenig Pech mit meinen Betas. Aber ich werde es so schnell wie möglich ausbessern. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen.
@moonlight_dragon: Keine Sorge, auch Kaito wird in näherer Zukunft Glück haben und wie ich oben sagte: Es wird nicht jeder in seinem Umfeld sterben ;)
Auch dir natürlich viel Spaß beim Lesen.
„Mann, passiert hier in Tokyo nie was?“, beschwerte sich Heiji und ließ seinen Kopf auf seine Arme sinken. Er saß zusammen mit Shinichi in einer Eisdiele und wartete darauf, dass Ran und Kazuha endlich von ihrer Shopping-Tour zurückkamen.
„Seid du hier bist, ist tote Hose“, murmelte Shinichi und betrachtete gelangweilt die Passanten.
„Tja, noch ein paar Tage und du bist mich wieder los.“
„Wunderbar!“
Grinsend wollte Heiji noch etwas sagen, aber seine Gesichtszüge entgleisten, als er einen bekannten Blondschopf entdeckte.
„Oh nein!“, stöhnte der Detektiv und senkte seinen Kopf in der Hoffnung, nicht entdeckt zu werden.
„Was ist denn los?“, Shinichi sah über seine Schulter, bevor Heiji ihn davon abhalten konnte.
„Das ist doch Hakuba.“
„Ja“, murrte Heiji und seine Laune sank noch tiefer, als der Blondschopf zu ihnen herüberkam.
„Ich bin überrascht, euch hier zu sehen“, Hakuba hielt sich nicht lange mit Begrüßungsfloskeln auf und setzte sich zu den anderen beiden.
„Hey, wer hat dir erlaubt, dich zu setzen?“, empörte sich Heiji und sah den Blonden entrüstet an.
„Nun sei doch nicht so ein Kind“, Hakuba lächelte ihn nichtssagend an und wandte dann seine Aufmerksamkeit Shinichi zu: „Was macht ihr denn hier?“
„Wir warten auf ein paar Freundinnen“, kam ihm Heiji zuvor, „und du?“
„Nun, ich-“, doch er sprach nicht weiter. Etwas anderes hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Er sah zum Eingang des Shopping-Centers. Shinichi und Heiji folgten seinen Blicken. Einige Leute verließen die Einkaufsmeile. Unter ihnen ein gänzlich schwarzgekleideter Jugendlicher, der mit gesenktem Kopf durch die Straßen lief.
„Was ist denn mit dem?“, fragte Shinichi interessiert. Hakuba sah ihn zuerst fragend an und schüttelte dann den Kopf: „Es ist nichts.“
Trotzdem sah der Blonde mit nachdenklicher Miene wieder zu dem Jugendlichen. Der überquerte gerade die Straße. Sein Blick blieb die ganze Zeit gesenkt. Aus diesem Grund sah er auch nicht, dass ihm ein bulliger Mann entgegentrat. Es war nur einen Meter vom Tisch der drei Schülerdetektive entfernt, als der Jugendliche gegen den Mann stieß und hart zur Seite gestoßen wurde.
„Pass auf, Jungchen“, murrte der Mann und ging weiter. Der Jugendliche stolperte und stieß versehentlich gegen den Tisch.
„Tut mir leid“, murmelte er, als er sich wieder erhob. Dann fiel sein Blick auf Hakuba und seine Miene änderte sich schlagartig. Er wirkte nun genervt, was ihm sofort Sympathiepunkte von Heiji einbrachte.
„Du solltest besser aufpassen“, meine Hakuba mit einem leichten Lächeln, das durchaus nicht freundlich war.
„Nun, ich werde darauf achten, die Leute nicht umzurennen, aber du solltest vielleicht deine Taktik ändern. Schließlich ist es dir trotz größter Vorsicht nicht gelungen, Kaitou Kid zu fangen.“
Hakuba verzog seine Miene kaum, aber Shinichi sah den leisen Unmut. Und er konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken.
„Nun, wie du sicherlich gehört hast, Kuroba-kun, hat Kid seinen letzten Auftritt abgesagt. Vielleicht hat er ja Angst bekommen.“
„Vor wem?“, Kuroba hob eine Augenbraue, „Doch nicht etwa vor dir und deinem übergroßen Spatz.“
Heiji grinste, denn Hakubas Gesicht war einfach zu köstlich.
„Watson ist ein Falke, kein Spatz!“
„Ich dachte immer, Watson wäre der Freund von Sherlock Holmes.“
Hakuba knurrte, doch Kaito lachte nur. Dann ging er an dem Blonden vorbei, dabei ließ er eine kleine Blume auf den Tisch fallen. Hakuba nahm sie verwundert in die Hand und betrachtete sie. Plötzlich explodierte die kleine Blüte und Hakuba nieste. Eine schwarze Rauchwolke legte sich langsam.
Heiji lachte laut. Der Blonde hatte Ruß im Gesicht und sah darüber wenig erfreut aus.
„Wer immer das auch war, ich mag den“, wandte sich der Schwarzhaarige an Shinichi, der sich etwas zivilisierter benahm und Hakuba nicht auslachte. Auch wenn er diesen Moment ewig in Erinnerung behalten würde.
„Das kriegt der zurück!“, schwor Hakuba, während er aufstand und zur Toilette ging. Schien als hätte Kuroba sich wieder gefangen. Die beiden Jugendlichen sahen ihm nach, dann wandte sich Heiji an seinen Kumpel: „Weißt du, wer das war?“
„Keine Ahnung.“
„Schade. Dem würde ich sogar Geld geben, damit er Hakuba mehr auf die Nerven geht.“
Shinichi hob nur eine Augenbraue, dann sah er auf seine Uhr: „Hoffentlich beeilen sich beiden, sonst kommen wir noch zu spät.“
Heiji seufzte nur zustimmend: „Warum müssen Frauen immer shoppen?“
Zutiefst schlecht gelaunt setzte Kaito seinen Weg fort. Hakuba hatte ihm echt noch gefehlt. Warum war er eigentlich in die Stadt gegangen? Bloß weil seine Mutter ihm geraten hatte, ein wenig auf andere Gedanken zu kommen.
Seufzend rollte Kaito mit den Augen. Er hatte kein Bock. Er würde jetzt nach Hause gehen und vielleicht ein paar neue Tricks ausprobieren oder ein wenig mit seinen Tauben arbeiten. Irgendwas.
Der Schüler bemerkte gar nicht, dass er schon wieder auf den Boden sah und in den nächsten Passanten hinein lief.
„Mist!“, sofort sah er auf und starrte in ein Paar giftgrüne Augen. Diese sahen ihn ärgerlich an: „Pass auf!“
„Tut mir leid“, murmelte er nur.
Ein Schnauben antwortete ihm, als der Mann seine Freizeitjacke glatt strich und ihn mit einem strafenden Blick bedachte. Kaito starrte nur zurück. Musste der Mann gleich so unfreundlich reagieren? Boah, vielleicht sollte der Typ sich mal schlafen legen. Der hatte ja schon Ringe unter den Augen!
„Mach das nächste Mal deine Augen auf.“
Kaito hatte gerade schlechte Laune, aus diesem Grund konnte er das nicht auf sich sitzen lassen: „Vielleicht sollten Sie ihrem eigenen Ratschlag folgen! Hätten Sie ihre Augen aufgemacht, wären Sie mir ausgewichen!“
„Vorsicht Junge!“
Kaito hob nur eine Augenbraue: „Wollen Sie mir drohen?“
„Ich-“, doch er wurde von dem Klingeln seines Handys unterbrochen. Genervt hörte er sich an, was sein Gesprächspartner zu sagen. Er schaute auf die Uhr: „I’ll be there in five minutes.“
Dann schenkte er Kaito noch einen kalten Blick und war in der Menge verschwunden. Der Schüler zuckte nur mit den Schultern und wollte sich ebenfalls abwenden, als sein Blick auf einen schwarzen Gegenstand am Boden fiel. Er hob ihn auf. Sah aus wie eine Brieftasche.
‚Ich werde es bereuen’, dachte Kaito, trotzdem nahm er sie an sich. Er würde sie zurückgeben, egal wie viel Geld darin war. Erstens stahl er nur Juwelen und zweitens wäre dieser ‚Raubzug’ nicht angekündigt gewesen. Das bedeutete keine Show für ihn. Egal.
Schwer seufzend, als trüge er die Last der Welt auf seinen Schultern, erhob er sich und machte sich endgültig auf den Heimweg.
„Wo warst du denn so lange?“, begrüßte ihn Jodie, als er an den Tisch in dem kleinen Cafe trat. Shinichi Kudo und Heiji Hattori waren auch anwesend. Ihr Boss konnte nicht kommen, aber so wichtig war das Treffen auch nicht.
„Wurde aufgehalten“, er setzte sich Kudo gegenüber, „also was war so wichtig?“
„Professor Agasa ist letztens im Internet auf Neuigkeiten gestoßen.“
Shuichi hob eine Augenbraue: „Die Schwarze Organisation wird ja wohl kaum eine Homepage besitzen.“
„Die Organisation vielleicht nicht, aber Chris Vinyard.“
Nun beugte sich Shuichi interessiert hervor: „Ich nehme an, dort wird etwas stehen, was für uns wichtig sein könnte.“
„Es gibt Gerüchte unter den Fans, dass sie wieder ins Filmgeschäft einsteigt und in Tokyo drehen wird.“
„Gerüchte?“, Shuichi bezweifelte, dass das wirklich so wichtig sein würde-
„Nun, die Gerüchte wurden nicht bestätigt“, sagte Jodie, „aber es gibt wirklich ein Filmteam, das beim Beika-Tower um Dreherlaubnis gebeten hat.“
Shinichi runzelte die Stirn: „Beim Beika-Tower? Soll der nicht nächste Woche eingeweiht werden?“
Jodie nickte: „Allerdings. Und ich habe gehört, dass Mister Suzuki dort zu diesem Anlass eine große Ausstellung veranstalten will.“
„Was soll denn ausgestellt werden?“
„Eine Reihe Gemälde von jungen Künstlern. Die Feier soll in der neugebauten Galerie stattfinden.“
Heiji sah ihn ungläubig an: „Das klingt wenig nach der Eröffnungsfeier eines neuen Büroturms.“
„Nur die oberen Stockwerke sind Büros“, korrigierte ihn Shinichi, „es gibt ein paar Restaurants, eine Galerie und in den restlichen Räumen sollen Luxusgeschäfte entstehen.“
„Aha und das weißt du woher?“
„Du solltest mehr Zeitung lesen“, Shinichi verriet ihm nicht, dass seine Mutter ihm voller Vorfreude alles darüber erzählt hatte.
„Es soll sogar ein Maskenball sein, die Eröffnungsfeier meine ich“, warf Jodie ein. Ihr schien ein solcher Gedanke zu gefallen.
„Wird ja immer bizarrer“, grummelte Heiji und trank von seiner Cola. Shinichi schnaubte: „Es wird noch bizarrer. Die Gäste sollen sich venezianisch kleiden. Die Bilder der Galerie wurden auch zu diesem Thema gemalt und es wird einige Vitrinen mit alten, venezianischen Schmuck geben.“
„Ne echt, oder? Das schreit ja geradezu nach Kid.“
„Genau. Der taucht hundertpro bei der Feier auf.“
„Aber was sollte die Schwarze Organisation damit zu tun haben?“, fragte Shuichi, „Abgesehen davon, dass wir nicht sicher sein können, dass Chris Vinyard wirklich etwas mit diesem Fernsehteam zu tun hat.“
„Das Team will zwei Tage vor der Eröffnung drehen. Vielleicht will sie sich so dort ein wenig umsehen.“
„Wenn Kid dort wirklich auftaucht, dann können sie sicher sein, dass dort viel Polizei sein wird. Und sie werden erfahren, ob der dort auftaucht, weil er seine Raubzüge ankündigt. Also wieso sollten sie so dumm sein und auf der Feier irgendetwas machen, egal wie unauffällig es sein würde“, zweifelte Shuichi noch immer.
„Vielleicht gerade deswegen“, nachdenklich legte Shinichi seine Stirn in Falten, „vielleicht wollen sie das Ganze nutzen, um anderswo unbehelligt sein zu können.“
„Warum dann die Dreharbeiten?“, fragte Jodie.
„Vielleicht um dort etwas zu platzieren, was für Trubel sorgen könnte. Eine Explosion oder so.“
„Dann sollten wir die Umgebung im Auge behalten. Besonders während der Feier.“
„Ah, Cool-Kid.“
Shinichi hob eine Augenbraue: „Ja?“
„Könnt ihr beide nicht zu dieser Feier gehen? Dann könnt ihr uns Bescheid geben, wenn etwas ist.“
„Wenn Kid dort auftaucht, werden sie uns mit Freuden dort haben wollen“, meinte Heiji überzeugt. In diesem Moment klingelte sein Handy. Er hörte sich kurz an, was man von ihm wollte, dann wandte er sich an seinen Freund: „Kazuha. Inspektor Megure hat versucht dich zu erreichen, aber dein Handy is aus. Wir sollen sofort kommen.“
„Nun, dann sollten wir auch gehen“, sagte Shuichi und erhob sich. Er wollte seine Brieftasche hervorholen, um sein Getränk zu bezahlen, aber er griff ins leere. Stirnrunzelnd tastete er seine Taschen ab.
„Was hast du, Shu?“, Jodie sah ihn fragend an.
„Ich muss mein Portemonnaie verloren haben.“
„Macht nichts, ich zahl für dich“, lächelnd legte sie einen Geldschein auf den Tisch, „du kannst mich ja beim nächsten Mal einladen.“
Shuichi runzelte nur unwillig die Stirn und durchsuchte seine Taschen erneut, doch er konnte seine Brieftasche einfach nicht finden.
„Wo hast du sie denn verloren?“, fragte Jodie, als die vier das Cafe verließen. Nachdenklich starrte Shuichi auf die Straße. Dann fiel ihm der Zusammenprall mit diesem einen Jugendlichen ein.
„Ich habe schon eine Ahnung“, murmelte er, „ich frag mal im Fundbüro nach, ob dort etwas abgegeben wurde.“
Er verabschiedete sich kurz und zog dann seiner Wege. So ein Mist, dass er ausgerechnet seine Brieftasche verlieren musste. Da waren all seine Papiere inklusive des FBI-Dienstausweises drin. Er wollte seine Sachen so schnell wie möglich wieder haben. Es wäre unglaublich peinlich, wenn er einen neuen Ausweis beantragen müsste. Sein guter, schlechter Ruf unter seinen Kollegen wäre dahin. Shuichi seufzte. Was für ein mieser Tag!