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Der Magier im schwarzen Netz

von

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Die Absage

@moonlight_dragon: Na ja, die Fanfic wird insgesamt einen sehr ernsten, teilweise etwas traurigen Touch haben. Aber es wird auch ein wenig bergauf gehen^^ Manchmal... Auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen.
 

@KaitoDC: Öhm... ich verspreche nichts, aber erst mal hat er ein wenig Ruhe vor mir. Und bitte guck mich nicht böse an... Er wird doch irgendwann glücklich... Ähm, ja. Ich wünsche dir natürlich auch viel Spaß beim Lesen^^
 


 


 


 

„Shinichi-Schätzchen!“, ein braunhaariger Schatten flog auf ihn zu und erwürgte ihn beinah.

„Mama, lass los“, er schob die Frau weit von sich und sah zu dem Mann neben ihr.

„Was wollt ihr denn hier?“

„Na, na, nicht so abweisend“, schalt ihn Yukiko, „freust du dich nicht deine Eltern wiederzusehen?“

„Ihr seid doch bestimmt nicht einfach nur so hier oder?“, er trat beiseite, um seine Eltern in die Villa zu lassen.

„Natürlich nicht“, Yukiko hängte ihre Jacke an die Garderobe und betrat die Küche, in der ihr Sohn bis eben noch gegessen hatte, „wir haben vor, hier wieder einzuziehen.“

Shinichi entgleisten sämtliche Gesichtszüge. Was wollten die?

„Dein Vater hat gerade eine Schreibblockade.“

„Aha“, er sah zu seinem Vater, der nur mit den Schultern zuckte. Yukiko stieg derweil die Treppen hinauf: „Ich hoffe, du hast alles schön saubergehalten!“

Shinichi seufzte: „Was wollt ihr wirklich hier?“

„Es stimmt. Sie hatte Sehnsucht nach Japan und ich komm bei meinem Roman nicht weiter.“

Yusaku wollte nach der Zeitung greifen, um sich auf dem Laufenden zu halten, als er Kids Nachricht entdeckte.

„Eine Ankündigung?“

„Ja“, Shinichi sah über seine Schulter, „ich hatte schon gedacht, er taucht gar nicht mehr auf.“

„Zwei Monate war er verschwunden, nicht wahr?“

Shinichi nickte und ließ sich auf einen der Stühle fallen.

„Hast du es schon entschlüsselt?“, Yusaku setzte sich ihm gegenüber und nahm die Nachricht wieder in die Hand.

„Noch nicht ganz. Das Ziel ist klar. Es ist der Hime no Tama, das Juwel der Prinzessin.“

„Der Saphir, der aussieht wie eine Träne?“

Shinichi nickte: „Aber das mit der magischen Stunde ist mir noch nicht so ganz klar. Der Tag des größten Unglücks ist hundertprozentig Freitag der Dreizehnte.“

Nachdenklich strich sich Yusaku über das Kinn: „Magische Stunde. Vielleicht Englisch. Magic Hour.“

„Hm? Was wollt ihr denn damit?“, mittlerweile war Yukiko zurückgekehrt und beugte sich über ihren Mann, „Eine Nachricht vom Phantomdieb?“

Yukiko wartete eine Antwort gar nicht erst ab, sondern nahm einfach die weiße Karte in die Hand. Sie runzelte kurz die Stirn: „Ich frage mich, warum Kaitou Kid ausgerechnet die ‚Magic Hour’ gewählt hat.“

„Kannst du damit etwas anfangen?“

„Klar, das ist die Zeit des Sonnenauf- oder -untergangs. In der Filmbranche heißt das ‚Magic Hour’.“

„Ach so“, Shinichi nahm die Karte entgegen und betrachtete sie nochmals, „das war ja einfach.“

„Dann solltet ihr vielleicht Inspektor Megure oder Nakamori anrufen und bescheid geben. Es könnte ja sein, dass sie noch nicht darauf gekommen sind.“

„Vielleicht“, Yusaku sah zur Uhr, „es sind noch gut zehn Stunden Zeit bis zum Sonnenuntergang. Ich würde mir diesen Meisterdieb gern einmal ansehen.“

„Dann hast du ja heute die Gelegenheit.“
 

„Was ist denn da los?“, Heiji blieb stehen und sah zu der Ansammlung an Streifenwagen vor der Bank.

„Vielleicht war da ein Banküberfall oder so. Jetzt komm“, energisch zog ihn Kazuha an seinem Ärmel, doch Heiji stutzte.

„Den kenn ich doch“, er blieb erneut stehen. Gerade verließ ein blonder Teenager die Bank. Er zog jemanden mit sich. Anscheinend einen Jungen in seinem Alter, der seltsam verstört schien.

„Ich möchte mal wissen, was der hier will.“

„Kennst du die beiden?“, Kazuha sah nun auch zu ihnen, „Die sehen gut aus.“

Heiji verzog das Gesicht: „Der Blonde ist Saguru Hakuba. Der ist Detektiv!“

Das klang so abwertend, dass Kazuha ihn verwundert ansah. Dann schnaubte sie: „Wenn da schon ein Detektiv ist, wird ja alles in Ordnung sein. Also los!“

Vor sich hinmosernd zog Kazuha ihren Freund durch die Straßen Tokyos, bis sie in eine ruhigere Gegend kamen. Dort holte Kazuha einen Zettel hervor.

„Also, es muss hier irgendwo sein.“

Heiji sah sich kurz um, ehe er sie anstupste: „Hat er nicht gesagt, der Professor hat ein komisches Haus, das neben seinem steht?“

„Wieso?“

„Sieh mal da“, er zeigte auf ein weißes Haus, das wirklich sehr modern aussah. Kazuha nickte, dann ging sie los. Die beiden lasen die Namensschilder der verschiedenen Anwesen, bis Kazuha plötzlich stehen blieb: „Das ist es!“

„Na, dann gehen wir doch klingeln“, sie öffnete das Gartentor und marschierte zur Haustür. Dort drückte sie auf die Klingel und wartete freudig.

„Du weißt schon, dass wir Ran erst nachher treffen. Es ist so früh, da wird sie wohl noch nicht da sein.“

„Na und, lass mich doch!“

Er konnte nichts erwidern, denn schon wurde die Tür geöffnet.

„Ach ihr seid es“, Shinichi stand in der Tür und wirkte wenig begeistert. „Ich hätte fast vergessen, dass ihr kommt.“

„Ein wenig mehr Begeisterung, Kudo!“, Heiji grinste und trat an ihm vorbei ins Haus. Kazuha folgte ihm nach einem kurzen Gruß. Mit strahlenden Augen sah sie sich um: „Das ist ein schönes Haus.“

„Vielen Dank“, verwundert drehten sich die Gäste um. Yukiko und Yusaku waren, durch ihre Neugier angetrieben, ihrem Sohn gefolgt.

„Ich wusste gar nicht, dass wir Gäste erwarten“, sagte Yusaku und nickte den beiden kurz zu. Shinichi sah ihn ein wenig vorwurfsvoll an: „Wenn ihr gesagt hättet, dass ihr kommt, dann wüsstet ihr es.“

„Nun, mit wem haben wir denn die Ehre?“, fragte Yukiko.

„Das sind Heiji Hattori und Kazuha Toyama aus Osaka.“

„Ach, das sind deine Freunde aus Osaka!“

„Dann sind Sie Shinichis Eltern?“, Kazuha klang aufgeregt, „Dann sind Sie wirklich Yukiko, die ehemalige Schauspielerin?“

Yukiko nickte lächelnd: „Genau die bin ich.“

„Wahnsinn! Das ist ja großartig! Sie sehen so toll aus!“

„Danke!“, Yukiko freute sich ehrlich über das Kompliment und unterhielt sich begeistert mit ihrem Fan. Heiji sah nur genervt zu Shinichi und rollte mit den Augen. Der Schwarzhaarige nickte verständnisvoll.

„Ich schlage vor, wir gehen in die Küche, solange die Damen beschäftigt sind“, Yusaku ging voran und die Teenager folgten seufzend. Heiji ließ sich dort auf einen Stuhl fallen und entdeckte Kids Nachricht.

„Und? Hast du’s schon entschlüsselt, Kudo?“

„Er wird morgen Nacht zuschlagen. Während des Sonnenuntergangs.“

„Da sind wir ja zur rechten Zeit nach Tokyo gekommen.“

„Glaubst du, ich könnte Kid nicht alleine schlagen?“, Shinichi grinste seinen Kumpel herausfordernd an. Dieser grinste nur zurück: „Bisher hast du es ja nicht geschafft.“

Shinichi schnaubte nur, während Heiji sich im Stuhl zurücklehnte: „Glaubst du, du schaffst es, ihn zu fangen?“

„Wozu sollte ich mich anstrengen, wenn dieser Schönling da sein wird und mir die Arbeit abnimmt?“

„Schönling?“, Shinichi runzelte die Stirn, „Welcher Schönling?“

„Na, dieser blonde Kerl, der mit uns damals auf der Insel war. Weißt du noch?“

„Du meinst Saguru Hakuba?“

Heiji nickte.

„Nun, dem ist es bisher auch nicht gelungen, Kaitou Kid zu fassen.“

Jetzt grinste Heiji selbstzufrieden: „Das stimmt.“
 

Langsam senkte sich die Sonne hinter dem „Tokyo City Museum of Art“. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis Kaitou Kid auftauchen würde. Yusaku sah sich um. Es war lange her, seit er das letzte Mal auf den legendären Meisterdieb getroffen war und damals war es noch das Original gewesen. Er hatte auch nicht vor, den jungen Dieb heute zu fangen. Diese Aufgabe hatte er vor acht Jahren schon Inspektor Nakamori überlassen und das würde er auch nicht ändern. Er hoffte mehr, dass dieser Raubzug ihn vielleicht zu einem neuen Band der „Baron der Nacht“-Serie verhelfen würde.

Ganz anders verhielten sich Shinichi und Heiji. Sie hatten alles vorbereitet und waren mögliche Fluchtwege Kids, nicht nur in Gedanken durchgegangen, sondern auch abgegangen. Außerdem hatten sie alle Luftschächte versiegeln lassen. Eine sehr gute Vorbereitung.

Shinichi und Heiji wollten gerade in den Ausstellungsraum gehen, als schnelle Schritte an ihre Ohren drangen. Überrascht sprang Heiji zurück, als die Tür zum Museumsdach aufgerissen wurde. Nakamori stand keuchend in der Tür.

„Ist etwas passiert?“, Yusaku trat auf den Mann zu, der fast ein wenig verzweifelt aussah.

„Er kommt nicht!“

„Wer kommt nicht? Kid?“

Nakamori nickte heftig: „Er hat eben eine Nachricht geschickt.“

Shinichi nahm das weiße Blatt entgegen.

„Seltsam“, murmelte Heiji, „soweit ich weiß, hat Kid doch noch nie einen Raubzug abgesagt oder?“

„Nein und ich frage mich, was der Grund dafür ist“, nachdenklich schaute Shinichi in den Abendhimmel, der immer düsterer wurde.
 

Kaitou starrte in die Sterne. Vor drei Stunden hätte er eigentlich im Museum sein sollen, um den Hime no Tama zu stehlen. Doch das erste Mal, seit Kaitou Kids Existenz, hatte dieser abgesagt, aber Kaitou fühlte sich nun besser. Seine Mutter war auch sehr erleichtert gewesen, als sie bemerkt hatte, dass er das Haus nicht verließ. Sie nahm an, er wäre doch endlich zur Vernunft gekommen und würde aufhören.

Ein Telefonklingeln unterbrach Kaitous Gedanken. Verwundert sah er auf die Uhr. Mittlerweile war es schon fast halb Zwölf. Wer würde denn jetzt noch hier anrufen?

Schwerfällig erhob er sich und trat in den Flur. Das Telefon klingelte unaufhörlich. Seine Mutter schlief tief und fest, wahrscheinlich weil sie ihren Sohn zu Hause wusste. Also stand er ganz allein in dem dunklen Flur. Vor ihm das klingelnde Telefon.

Er nahm den Hörer ab: „Kuroba.“

„Glaubst du wirklich, wenn du dich zurückziehst, dass dann alles in Ordnung ist?“

Fassungslos starrte Kaitou die Wand vor ihm an: „Sie schon wieder!“

„Genau, Kleiner. Hör jetzt gut zu.“

Eine kleine Pause entstand, in der Kaitou schluckte. Er hoffte, dass seine Mutter nicht ausgerechnet jetzt aufwachen würde.

„Wir treffen uns morgen Abend auf der Aussichtsplattform des Tokyo Towers. Halb sieben. Solltest du nicht kommen, verlierst du das letzte Mitglied deiner Familie.“

Dann wurde aufgelegt. Kaitou biss sich auf die Lippen. Die Dinge nahmen eine Wendung, die er nicht gerade begrüßte. Er legte den Hörer zurück, sah sich aber außerstande einfach in sein Zimmer zurückzugehen. Also schlich er leise durchs Haus, bis er bei dem Bild seines Vaters angelangt war.

Genau diese Präsenz brauchte er jetzt.



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  Nijala
2009-05-28T16:55:00+00:00 28.05.2009 18:55
ich schliesse mich kaitoDc's meinung an, es ist schon echt fies, kaito's freunde und so einfach sterben zu lassen :'(
und ich nehm dich beim wort, dass es mal wieder berg auf für kaito geht :D
aber sonst finde ich es wieder echt gut geraten und ich hoffe es geht bald weiter
bye moonlight_dragon
Von:  KaitoDC
2009-05-28T12:02:36+00:00 28.05.2009 14:02
oh meon gott, es wird ja immer schlimmer! Kaito tut mir total Leid, man, wie kann man denn bloß so herzlos sein und menschen ermorden????!!! *grrrrr*
nun, mal wieder ein.... schönes chapter. da sind aber leider einige rechtschreibfehler, ist aber nicht so wild
nun, bis zum nächsten kapitel
lg
KaitoDC


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