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Urlaub einmal anders

..und die Folgen
von

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Die Wahrheit

Nachdem wir an der Schule ankamen, gingen wir gemeinsam in unser Zimmer und die Tage darauf geschah auch nichts seltsames, alles war wieder beim alten. Yami traf sich täglich mit dem Mädchen wie abgemacht und ich folgte ihm auch nicht weiter. Die letzten Male lud er mich sogar ein mitzukommen. Erst wollte ich ablehnen, aber er drängte so darauf das ich nicht anders konnte.

Treffpunkt war wie immer das Café im Park. Das Mädchen saß bereits da, als wir dazukamen. Sie stand sofort auf und begrüßte mich herzlich und stellte sich vor, ich tat es ihr gleich. Dann setzten wir uns dazu und aßen ein Stück Kuchen und tranken eine Milchschokolade dazu. „Das ist er also von dem du mir erzählt hast?, fragte das Mädchen, dass sich als Zyn vorstellte, Yami und dieser nickte leicht verlegen. Ich dachte erst, dass er von mir erzählte das ich Austauschstudent für ein Jahr sei oder so. „Ich frag mich bis heute noch wie ich es hierher geschafft habe.“, erzählte ich dementsprechend und Zyn sah mich erst verwirrt an, fing dann aber an zu lachen, was mich stutzig machte. „Okay, ich glaub dir nun.“, wandte sie sich an Yami und richtete dann ihre Aufmerksamkeit auf mich. „Erzähl mal was von dir“, forderte sie mich auf und ich erzählte ihr von Russland, dem Schultest, dem Gewinn und Flug hierher und von meinen beiden Freunden die es ebenfalls geschafft hatten. Das Mädchen hörte mir aufmerksam zu und kicherte zwischendurch wenn ich statt den japanischen Worte die englischen nahm, da sie mir auf Anhieb nicht einfielen, worauf ich mich auch sofort dafür entschuldigte. Dann entschuldigte sich Yami kurz und verschwand ins Café. Ich blickte ihm noch kurz nach und wandte mich dann wieder Zyn zu. Diese schaute mich mit einen ernsten Gesicht an. „Pass bloß auf, wenn ich mitbekomme das es Yami absolut schlecht geht, bist du dran. Hast du mich verstanden?!“, fauchte sie mich an. Im nächsten Moment hatte sie wieder ihr strahlendes Gesicht aufgesetzt als Yami wiederkam. Ich schluckte nur ein Augenblick und sah sie weiterhin an. „Und über was habt ihr geredet?“, fragte Yami neugierig? „Ach über nichts, wir haben der Natur gelauscht, nicht wahr Ryu?“, fragte sie mich und sah mich mit einem bösen Blick an. Ich nickte nur und pflichtete ihr bei. „Ich geh uns noch eine Kleinigkeit zu knabbern holen.“, sagte Yami eifrig und verschwand erneut im Café. „Jetzt mal Klartext du Russe. Ich lasse Yami nur zufrieden weil er sich in jemanden anderes verliebt hat, klar? Und glaub mir, kampflos so jemanden Süßes aufgeben würde ich niemals. Um so schwerer fällt es mir ihn gehen zu lassen. Du weißt ja das es eine arrangierte Verlobung ist.Und wenn ich mitbekomme das du ihm das Herz brichst oder anderweitig verletzt, dann komm ich zu dir und verletze dich doppelt so schwer.“, sagte Zyn wieder in einem ernsten Ton und sah mich direkt an. Dann stand sie auf und kehrte mir den Rücken zu. „Das Gespräch bleibt unter uns beiden Hübschen, wenn ich mitbekomme das du Yami davon etwas erzählst sehen wir uns eher wieder als die lieb ist und es wird kein angenehmes Treffen sein.“, sprach sie weiter. In diesem Moment kam freudestrahlend Yami wieder. „Tut mir Leid Süßer, aber das Handy hat eben geklingelt, dass ich nach Hause kommen soll schnell. Ich wünsche euch trotzdem noch einen schönen Nachmittag.“, lächelte sie ihn an und winkte noch bevor sie davon lief. „Schade das sie schon wieder weg muss.“, sagte Yami etwas enttäuschend und stellte das Knabberzeug auf den Tisch, „Dann ist mehr für uns zwei da.“ Lachte er mich an und sah mich dann fragend an: „Alles in Ordnung Ryu? Du siehst auf einmal so blass um die Nase aus. Geht es dir nicht gut?“- „Doch, doch, alles in Ordnung.“, wehrte ich nur ab und machte eine abfällige Handbewegung. Der restliche Tag verbrachten wir mit Schularbeiten und abends gings dann ins Bett. Ich lag schon im Bett und schaute zur Decke. Yami war noch in den Waschräumen. „Ich soll ihm nicht das Herz brechen, sie lässt ihn nur in Ruhe weil er jemand anderes liebt.... Ich versteh das alles nicht.“, redete ich laut mit mir und raufte mir frustriert die Haare.Ich blickte mich im Zimmer um betrachtete alles detailliert. Mich machte es doch neugierig wen Yami liebt, das dafür sogar eine arrangierte Verlobung den Bach runtergehen würde. Aber Yami sagte ja, dass ihm die Freundschaft wichtiger sei mit der Person. Das ergab doch alles irgendwie keinen Sinn. „..u? ... Ryu.....Ryu?..“, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und in die Realität zurück geworfen. Ich zuckte zusammen und schnellte nach vorn. Zu spät merkte ich das sich Yami vor mich gebeugt hatte und so geschah es das ich ihn versehentlich küsste. Ich zuckte zusammen und rutschte instinktiv nach hinten, was zur Folge hatte das ich mir den Kopf am Regal hinter mir stieß. Ich hielt mir den Hinterkopf und wippte vor Schmerz auf und ab. „Entschuldige Ryu, dass war keine Absicht. Warte ich hole was zum kühlen.“, sagte Yami und lief aus dem Zimmer. Ich wollte ihn noch zurück rufen aber er war schon weg. Ich rieb mir über die Stelle und setzte mich dann an den Bettrand. „Okay das Regal kommt definit weg.“, stellte ich die Diagnose klar. In dem Moment kam Yami mit einem Coolpad wieder. Er wickelte es in ein Handtuch und gab es mir. Ich bedankte mich bei ihm und legte es auf meinen Hinterkopf. „Also wenn das Sprichwort: Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen, nicht stimmt dann lege ich Protest ein.“, beschwerte ich mich lauthals und Yami fing dann an zu lachen. Ich wollte gerade aufstehen und um ihm eine Lektion zu erteilen, dass man darüber nicht lacht, als mir beim vollendeten Stand auf einmal kurz Schwarz vor Augen wurde und ich das Gleichgewicht verlor. Das Ende des Ganzen bestand daraus, dass ich nach vorne kippte und Yami mich noch halten wollte, ich ihn aber schließlich unter mir begrub. „Hast du dir wehgetan?“, fragte ich ihn als ich merkte das ich sanft gelandet bin, aber er fing erneut an zu lachen und ich sah ihn fragend an. „Ich habe irgendwie so ein Deja-vue, dass wir das schonmal hatten nur andersherum.“, erinnerte er mich und in diesem Moment musste auch ich anfangen zu lachen. Dann raffte ich mich auf und setzte mich neben Yami. Auch dieser setzte sich auf und und rieb sich dann seinen Kopf. „Coolpak gefällig?“, fragte ich witzelnd oder dieser lehnte dankend ab. Dann herrschte ein Augenblick schweigen. Im nächsten Augenblick klopfte es an der Tür und ein Schulkamerad stand dort drin.Er erzählte Yami etwas auf japanisch, nur leider so schnell das ich nichts verstand. Dieser nickte nur und antwortete ihm, das er gleich komme. Ich sah Yami fragend an. „Die fragen nach ob ich im Restaurant aushelfen kann weil da 2 Kellner krank geworden sind.“, erklärte mir Yami, während er aufstand und seine Arbeitsklamotten zusammen suchte. Ich nickte nur verständnisvoll. Als er alles zusammenhatte ging er auf die Tür zu. Ich wünschte ihm noch viel Spaß und er nickte nur. Aber im nächsten Moment drehte er sich zu mir und und kam direkt auf mich zu. Ich war ganz überrascht als er sich vor mich beugte und mir einen sanften Kuss auf den Mund drückte. Dann flüsterte er mir etwas zu, was ich aber nicht verstand. Ich bat ihn das nochmal zu wiederholen doch er lächelte mich nur an und verschwand dann aus dem Zimmer zur Arbeit und ich saß alleine auf dem Boden des Zimmers und wusste immer noch nicht was Yami mir zugeflüstert hatte. Ich setzte mich wieder zurück aufs Bett und verharrte so einen Moment, dann raffte ich mich auf und beschloss noch etwas spazieren zu gehen. In Gedankenversunken merkte ich erst später wo ich landete, nämlich vor dem Restaurant. Ich beschloss kurzerhand mir dort etwas zu trinken zu bestellen. Als ich mich setzte und Yami mich entdeckte, kam dieser freudestrahlend auf mich zu und fragte was ich denn haben möchte. Ich bestellte mir nur eine Cola. Eine Stunde später, schloss schließlich auch das Restaurant und ich wartete auf Yami. Dieser verabschiedete sich von den anderen und stand dann neben mir. „Wollen wir?“, fragte er mich freudig und ich nickte nur. Nachdem wir einige Schritte gingen blieb ich stehen, Yami bemerkte dieses und tat es mir gleich. Er schaute mich verwundert an. „Yami? Kann ich dich was fragen?“, begann ich vorsichtig und sah ihn dann an. Er wirkte überrascht, aber lächelte darauf hin und nickte. „Vorhin im Zimmer..“, begann ich, „... da hast du mich doch geküsst und mir etwas ins Ohr geflüstert bevor du gegangen bist. Was war das?“ Ich hatte nun allen Mut in mir zusammengenommen um ihn das zu fragen. Er zuckte mit den Schultern und gab vor von nichts mehr zu wissen. Das machte mich um so wütender das er so tat als war da nichts. Ich ging mit entschlossenen Schritten direkt auf ihn zu und er stolperte aus Reflex zurück bis er an einer Mauer gelangte. Ich stand nun direkt vor ihm und schaute ihn ins Gesicht. Er versuchte den Blick von mir abzuwenden, in dem er den Kopf zur Seite drehte und zu Boden schaute. Er nahm sein Kinn in meine Hand und drehte den Kopf in meine Richtung, dass er gezwungen war mich anzusehen. „Los, sag schon. Du weißt sehr wohl wovon ich rede. Verkaufe mich nicht für dumm Yami.“, forderte ich von ihm doch dieser schwieg weiterhin. Der Daumen meiner Hand, die das Kinn festhielt, streichelte sanft über Yamis Lippen und schließlich beugte ich mich nach vorne und küsste ihn sanft auf diese Lippen, behielt ihn trotzdem im Auge. Er zog scharf die Luft ein und sah mich für einen Moment sehr überrascht an und wirkte angespannt. Dann löste sich seine Anspannung und auch sein Gesicht nach ein entspannenden Ausdruck an. Ich küsste ihn weiterhin aber nun mittlerweile nicht mehr sanft sondern fordernder. Meine Hand löste sich von seinem Kinn und streichelte seine Seite entlang nach unten was ihn kurzzeitig die Luft scharf einziehen lies. Dann löste ich meinen Kuss von ihm, die Hand hatte mittlerweile ihren Ausgangspunkt auf Yamis Hüfte eingenommen und blieb dort ruhig liegen. „Also was hast du vorhin gesagt?“, fing ich das Thema erneut an und schaute Yami erwartungsvoll an. Dieser schwieg weiterhin. „Yami!“, fing ich nun an zu drängen, „Du kannst es mir doch sagen. Ich werde dich nicht auslachen. Ich will dir doch als Freund zur Seite stehen und helf...“. Ich blieb erprubt im Satz stecken als mir eine Vorahnung kam. Nun ergab so langsam alles einen Sinn, das was mir Yami ins Ohr geflüstert hat, seine Reaktionen immer auf mich, die Worte von Zyn, das hier... Die Person die Yami liebt bin ich. Wie blind war ich eigentlich? Wieso ist mir das nicht eher aufgefallen. Mir kamen verschiedene Situationen in den Sinn, wo es mehr als deutlich zu sehen war... Wieso... Yami schien bemerkt zu haben zu welchem Schluss ich mittlerweile gekommen war, denn er versuchte sich von mir zu befreien. Da ich noch in Gedanken war, schaffte ich es nicht rechtzeitig ihn festzuhalten und Yami lief allein in Richtung Wohnheim. Ich blieb einen Augenblick noch so stehen um zu begreifen was gerade geschehen ist. Aber irgendwie war das im Moment zu hoch für mich. Als ich später aufs Zimmer kam, lag Yami bereits im Bett und schlief. Ich wünschte ihm noch eine gute Nacht und legte mich dann selbst zur Ruhe.

Die nächsten Wochen und Monate vergingen ohne Vorkommnisse und auch Yami benahm sich wie als wäre nichts gewesen zwischen uns. Das einzige was sich geändert hatte war, der er bei seinen Eltern war und die Verlobung ein für alle mal ablegte und mit Konsequenzen drohte.



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