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Urlaub einmal anders

..und die Folgen
von

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Verlobte?!

Als ich das Zimmer betrat war es dunkel und niemand drin. Ich dachte zuerst das Yami wieder arbeiten muss, aber seine Klamotten lagen ordentlich zusammengefaltet auf dem Schreibtisch. Ich bemerkte nur das sein Rucksack fehlte, das ich vermutete das er bestimmt unterwegs sei. Ich stellte mir den Wecker und legte alles für mir parat. Anschließend legte ich mich dann ins Bett und laß noch ein Buch bis ich schließlich so müde war und einschlief, ein letzter Blick auf die Uhr verrieht mir das es 00:30 Uhr ist und Yami immer noch nicht aufgetaucht ist was doch sehr seltsam für ihn war.

Als morgens der Wecker klingelte und ich Yami bat ihn auszumachen, kam keine Antwort und der Wecker klingelte weiter. Also erhob ich mich und bemerkte das Yami gar nicht da war, auch das Bett lag wie gestern Abend fein säuberlich zusammengefaltet auf der Matratze. Ich redete mir ein, das er beim Klassenkamerad übernachtet hat und begab mich wenig später zum Unterricht. Aber auch im Unterricht tauchte er nicht auf und eine Erklärung konnte ich mir einfach nicht machen. In der Mittagspause erzählte ich Tala und Kai von dem Vorkommnis, aber die beiden versuchten mich nur beschwichtigen das alles in Ordnung sei. Ich seufzte nur und versuchte mir das selbst einzureden. Als der Unterricht vorbei war, rannte ich sofort ins Wohnheim um zu sehen ob er da war. Als ich die Tür öffnete sah ich ihn an seinem Schreibtisch sitzen und etwas schreiben. „Yami!“ , rief ich erleichtert und rannte auf ihn los und umarmte ihn von hinten. Ich spürte wie er unter meiner Umarmung zusammen zuckte und löste mich sogleich von ihm. „Alles okay?“, fragte ich ihn besorgte und schaute ihn an. Er drehte sich in meine Richtung und lächelte mich an. „Ja, ich musste nur über das Wochenende zu meiner Familie etwas klären und habe es jetzt erst wieder hierher geschafft.“, erklärte er unter einem Lächeln. Ich wollte ihm nicht so ganz glauben, beließ es aber dabei, weil ich ihn auch nicht mit weiteren Problemen belasten. Ich setzte mich auf mein Bett und schaute erneut zu Yami. „Was machst du eigentlich morgen?“, fragte ich ihn dann. „Da bin ich schon mit jemanden nach der Schule verabredet, tut mir leid.“, antwortete er nur. Ich überlegte kurz. „Schade ich wäre sonst gern mit dir mal wieder nach Kyoto gefahren. Mir hat es da super gefallen.“, erklärte ich dann. Er nickte nur kurz: „Klar irgendwann mal.“ Dann herrschte wieder Stille. Ich seuftzte kurz und ließ mich dann nach hinten in mein Bett fallen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es erst 16 Uhr war. „Gehst du in die Stadt mit deiner Verabredung?“, stocherte ich dann weiter nach. Es schien Yami sichtlich unangenehm zu sein darüber zu reden. „Ja.“, gab er nur knapp von sich. „Erzählst du mir mehr über deine Verabredung?“,stochterte ich nun neugierig nach. „Kannst du mich auch mal in Ruhe lassen statt ständig nur zu fragen? Hast du sonst keine anderen Hobbies?“, fauchte Yami mich dann schließlich an, stand auf, griff seine Jacke und verschwand aus dem Zimmer. Ich blieb wie vom Blitz getroffen auf dem Bett sitzen und war mehr als sprachlos. Nachdem ich mich von dem Schock erholte, suchte ich Tala und Kai auf und unternahm mit ihnen dann etwas.

So vergingen einige Wochen ohne das Yami ein Wort mit mir wechselte, weder in der Schule noch auf dem Zimmer. Nachdem ich anfangs noch einige Versuche unternahm mit Yami mich zu unterhalten, beließ ich es irgendwann bleiben. Auch wenn Gruppenarbeiten anstanden, suchte Yami jemanden anderes zum arbeiten.

Also ich kann mir ja einreden was ich will, aber irgendetwas stimmt nicht mit Yami, ich wusste bloß nicht was es war. So kam es, dass ich irgendwann einmal Yami in die Innenstadt gefolgt bin, natürlich mit dem Vorwand, ich würde noch etwas für die Schule und der Gruppenarbeit benötigen, aber das dies ja nicht stimmte muss ja nicht jeder wissen. Also stieg ich an der Station aus wo es günstig Schreibkram gab. Aber nachdem ich mich von Yami entfernte, stieg ich schnell wieder ein und ließ Yami nicht aus den Augen. Wir stiegen in Tokio an einen Park aus. Ich suchte schnell ein kleines Versteck damit er mich nicht bemerkte und folgte dann auf einigen Metern Abstand. Am Brunnen sah ich dann, das ein Mädchen auf Yami zulief und ihn freudestrahlend umarmte. Er blieb steif stehen und erwiderte nichts. Nachdem das Mädel von ihm abgelassen hatte, hakte sie sich bei ihm ein uns sie liefen den Park entlang bis zu einem Café in das sie sich setzten. Ich setzte mich etwas abseits auf eine Parkbank und schlug eine Zeitschrift auf, die ich mir sicherheitshalber mitgenommen hatte. Zum Glück kannte ich sie bereits, dass ich meine volle Aufmerksamkeit den beiden witmen konnte. Das Mädchen schien auf ihn einzureden, während Yami nur regungslos da sass und sich zutexten lies. Das ging ungefähr eine ganze Stunde so, bis das Mädchen schließlich aufstand, ihn, soweit ich das von hier beurteilen kann,küsste und dann winkend verschwand. Irgendwas rief sie ihm hinterher aber ich verstand nicht was es war. Kurze Zeit beobachtete ich noch Yami bevor ich mich dann verdrückte und zurück fuhr. Natürlich machte ich auf der Rückfahrt noch einen Stop bei dem Schulhändler. Den restlichen Tag verbrachte ich dann in der Stadt und lief ziellos umher und schaute mir die Läden an. Gedanklich war ich jedoch noch bei dem Gespräch von Yami und dem Mädchen. Den Tag darauf machte ich es genauso, jeden Tag eine neue Ausrede um ihm dann später zu folgen. Abends ging Yami wie gewohnt noch im Restaurant arbeiten, aber weiterhin sprach er kein Wort mit mir. Als die Woche so langsam aufs Wochenende zu ging, ging Yami erneut in die Stadt und erneut folgte ich ihm. Was ich bisher rausbekommen hatte war nur, dass die beiden in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, wovon Yami aber scheinbar alles andere als glücklich ist. Ich war so in Gedanken versunken das ich erst spät bemerkte das Yami aus meinem Blickwinkel verschwunden war. Ich seuftzte und ließ mich in meinem Sitz zurück sinken. Ich beschloss kurzerhand mit dem Zug nach Kyoto zu fahren und allein dort den Tag zu verbringen. Es wird eben nicht so lustig wie mit Yami zusammen aber Kyoto hat einfach einen tollen Aussichtspunkt. Als der Zug in Kyoto ankam und ich gerade ausstieg und mich orientieren wollte,ergriff plötzlich jemand meine Hand und zerrte mich mit sich mit. Ich folgte dem Arm und erkannte Yami der mich mit sich zog. Ich war doch etwas verwundert über sein plötzliches erscheinen, sagte aber nichts und ließ mich mitziehen, froh darüber das er überhaupt noch Kontakt mit mir wollte. „Wenn du schon jemanden hinterher schnüffelst, dann mach es doch mit Sorgfalt das man dich nicht dabei erwischt.“, murmelte er. Ich blieb erprobt stehen, erstaunt das er darüber Bescheid wusste. Ein kurzer Ruck zerrte mich mit und beinahe wäre ich über meine eignenen Füsse gestolpert. „Seit wann weißt du das denn?“, fragte ich erstaunt. Er sagte kein Ton, erst als wir in den Park ankamen, wo wir damals die Gruppenarbeiten machten, blieb er stehen und hielt Ausschau nach einer Sitzgelegenheit.Etwas abseits am Waldesrand entdeckte er eine Bank und zog mich mit sich. Er setzte sich auf sie und schwieg. „Es tut mir Leid, Yami. Ich wollte dir nicht folgen und schnüffeln und so. Aber dein Verhalten war so unnatürlich das ich mir Sorgen um dich machte.“, versuchte ich mich zu entschuldigen. „Kauf dir das nächste Mal eine aktuelle Zeitschrift die du nicht bereits schon 4 Mal gelesen hast.“, kam es trocken von Yami. „Oh...“, brachte ich nur heraus. „Dann wusstest du alles von Anfang an? Tut mir echt Leid das ich kein Wort gesagt habe.“, entschuldigte ich mich erneut bei ihm. Er klopfte auf die linke Seite der freien Bank damit ich mich setzen sollte. Ich tat dies und beobachtete ihn. Er schloss einen Augenblick die Augen und atmete mehrmals durch. „Ich sagte dir doch, dass ich das Wochenende familäre Sachen klären muss. Das Mädchen gehört leider mit dazu.“, begann Yami zu erzählen und ich lauschte aufmerksam, „Das Mädchen ist meine Verlobte.“ Damit herrschte Stille. Ich sah wahrscheinlich in dem Moment aus wie ein Alien als ich das hörte. „Dei...deine...Ver.. Verlobte? Das Mädchen ist deine Verlobte?“, stieß ich hervor und Yami nickte nur. „Da... das.. erklärt natürlich einiges.“, brachte ich stockend hervor, „Davon hast du mir aber nie etwas erzählt?!“ Yami seufzte kurz: „Ich wusste zwar das ich von Kleinkind an mit jemanden verlobt sein soll, aber ich habe immer gehofft das es nie wahr wird. Das Wochenende war dann der Fall das ich nach Hause bestellt wurde und vor vollendete Tatsachen gestellt wurde ohne gefragt zu werden. Ich soll mich täglich mit dem Mädchen treffen um sie kennenzulernen und mich sozusagen schon an sie gewöhnen.“ Ich konnte meinen eignen Augen nicht trauen was ich da hörte. „Du bist nicht mal gefragt worden ob dir überhaupt das Mädchen gefällt? Das finde ich aber sehr ungerecht von deinen Eltern einfach so über deinen Kopf hinweg zubestimmen. Aber das Mädchen sieht doch hübsch aus,so von weitem was ich gesehen habe. Hast du denn an Mädchen gar kein Interesse?“, fragte ich vorsichtig bei Yami nach. Dieser schüttelte den Kopf: „Das ist es nicht. Klar das Mädel ist wirklich hübsch, süss und hat einen klasse Charakter und ist gegenüber allen aufgeschlossen.“,erklärte er mir dann, „Das Problem ist, dass ich mich schon in jemand anderes verliebt habe und dieser Person mein Herz schenken will...“ Dann brach er in schweigen aus und sah zu Boden. „Weiss diese Person denn schon davon?“,fragte ich erneut doch Yami schüttelt nur den Kopf, „Und wenn du deinen Eltern das sagst? Das du nicht Heiraten kannst weil du das Mädchen nicht liebst? Meinst du die würden das nicht verstehen?“ Erneutes Kopfschütteln. „Meinen Eltern ist es egal, bei denen ist Liebe und Status nicht gleichzusetzen. Ihnen ist es wichtig das ich jemand heirate der ein gutes Ansehen hat, da spielt die Liebe keine Rolle.“, erzählte er leise. „Und das Mädchen? Weiß das, das du jemanden anderen liebst?“, fragte ich nun auch das nach und Yami nickte: „Sie sagte, dass sie mich verstehen kann, und wir uns eben nur treffen damit unsere Eltern zufrieden sind.“ Ich lehnte mich zurück und schaute in den Himmel. „Ich wusste nicht das soviel Chaos bei dir herrscht. Tut mir Leid, hätte ich das gewusst, dann hätte ich dich unterstüzt wo ich nur kann. Ich bin ein schlechter Freund.“, versuchte ich mich erneut zu entschuldigen aber Yami winkte nur ab: „Schon okay, ich wollte dich ja damit auch nicht belasten, deswegen habe ich dir davon nichts erzählen wollen. Tut mir Leid.“ Ich schüttelte diesmal den Kopf und schwieg dann aber. „Kann ich dich etwas fragen?“, versuchte ich dann das Thema zu wechseln und Yami nickte. „Erzählst du mir über die Person, in die du dich verliebt hast? Ich bin neugierig wer dir den Kopf verdreht hat.“, grinste ich ihn neugierig an und er wurde leicht rot im Gesicht. „Naja, die Person ist ganz lieb und stets hilfsbereit. Ich weiß nicht irgendwann hab ich es bemerkt das ich mich in sie verliebt habe. Aber ich traue mich nicht der Person das zu gestehen, weil mir die Freundschaft der Person ebenfalls wichtig ist. Also sage ich lieber nichts.“, erklärte er mir und ich nickte verständnisvoll. Den restlichen Tag verbrachten wir damit in Kyoto die Seele baumeln zu lassen. Wir sprachen nur noch über Gott und die Welt und als die Sonne so langsam unterging machten wir uns auf den Weg zurück zum Wohnheim. Die Rückfahrt verlief recht ruhig und ich schaute mir die Landschaft an, auch Yami schaute diesmal die Landschaft und war nicht, wie beim letzten Mal, eingeschlafen.



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