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Ich werde dich immer lieben, kleine Maus Haustiere, Katzen, Trauer, vermisst

Autor:  Mordred

Hier kommt er nun, mein Memorial-Blogeintrag, vor dem ich immer Angst hatte. Weil ich wusste, dass die Gefühle mich überrollen und mich tränennass und klein zurücklassen würden. Aber ich muss ihn jetzt endlich schreiben, um meine Trauer langsam zu verarbeiten.

Isis. Meine kleine süßes Mausekatze. Meine Babymaus, Prinzessin, Milchkatze, Iselchen, Iserine, Iselkiesel, Kieselsteinchen. Es ist nun ein Jahr her seit du spurlos verschwunden bist.
Ich werde nie vergessen, wie Nadja einen Tag nachdem ich wegen starken Depressionen und Suizidgedanken in die Klinik gegangen bin, zu mir kam und mir bedrückt diesen Satz sagte: "Du... die Isis ist weg." Wie weg dachte ich. Wie kann sie weg sein? Ich musste wohl durch den Wind wie ich war vergessen haben das gekippte Fenster zu schließen. Sie ist eine zarte Katze. Anders kann ich es mir nicht erklären. Es war so schrecklich. Ich war gerade auf der Geschlossenen mit dem Wissen, dass meine Katze weg war und konnte nichts tun, außer Nadja bitten, die Suchflyer für mich zu verteilen und zu suchen. Ich war wie betäubt. Nur Tavor konnte mich ruhig halten.

Als ich aus der Klinik kam, wartete nur eine Katze zuhause auf mich. Mein kleiner Loki, der in der Zeit, in der ich weg war ohne Isis ganz allein war. Es war so schrecklich. Eine Katze, nur eine, das war doch nicht richtig. Ich machte die Hölle durch. Mir ging es immer noch extrem schlecht und dann noch der Klopper, dass meine Isis weg ist. Ich nichts tun konnte außer Flyer um Flyer in die Briefkästen zu werfen und überall in der Stadt aufzuhängen und zu beten und zu hoffen. Die Tage vergingen, dann die Wochen. Keine Nachricht. Kein Hoffnungsschimmer.
Dann wurden aus den Tagen Monate und schließlich war ein Jahr um. Ein Jahr und die Sehnsucht und der Schmerz sind so groß wie damals. Die Ungewissheit ist, was am meisten schmerzt. Im besten Fall hat jemand sie mitgenommen und ihr ein schönes neues Zuhause gegeben. im schlimmsten Fall... Horrorbilder.

Am schlimmsten sind die Selbstvorwürfe. Hätte ich das Fenster nur geschlossen. Habe ich sie gut genug behandelt? War ich genug für sie da? Habe ich mich genug um sie gekümmert? Genug mit ihr gespielt? Sie oft genug gekuschelt? Hat sie sich manchmal einsam gefühlt, unverstanden? Habe ich intensiv genug gesucht? Ich habe manchmal das Gefühl als Lycidas damals starb, ihr Seelenfreund, hat er irgendwie ein wenig von ihrer Lebensfreude mitgenommen. Habe ich sie nicht genug trauern lassen, ehe ich es mit einer neuen Zweitkatze versuchte? Hat sie Angst vor mir gehabt am Ende, weil ich manchmal so launisch war wegen meiner Erkrankung? Ungeduldig? War ich unsensibel und es war nur noch schlimm für sie hier zu leben? Dann kann ich nur hoffen, dass sie ein zuhause gefunden hat, wo sie sich wohler fühlt und glücklich ist. Ich will nur, dass es ihr gut geht. Sie ist so eine tolle, feinfühlige, zarte Katze.

Isis. Meine geliebte, süße Isis. Du warst meine allererste Katze. Du hast mir gezeigt, dass es so etwas wie Engel wirklich gibt. Du warst in allem, was du getan hast, so feinfühlig und liebenswert. Sogar, wenn wir gespielt haben, hast du aufgepasst, dass du mich auch ja nicht mit deinen Krallen berührst, um mir ja nicht wehzutun. Dein Fell war so fluffig wie man sich eine Wolke vorstellt. So unendlich weiß und in deinen verschiedenfarbigen Augen, eins gün eins blau, lag die Schönheit dieser Welt.
Acht Jahre lang warst du an meiner Seite. Acht wundervolle Jahre. Hast vieles mit mir durchlitten und erduldet. Ich bereue jedes einzelne Mal, wenn ich genervt aufgeseufzt habe, wenn du wieder Pipi auf ein Handtuch gemacht hast. Ich vermisse dein Pipi auf meinen Handtüchern. Ich vermisse die weißen Haare überall in der Wohnung.
Du warst so viel klüger und weiser als ich es war. Du warst die allerbeste Mauseprinzessin, die sich ein Dosi nur wünschen kann.
Es tut mir so leid, dass ich keine bessere Dosi war. Dass ich nicht umsichtig genug war. Es tut mir so leid dass ich versagt habe, dich zu beschützen, wie es als Mama meine Aufgabe gewesen wäre. Du warst doch mein Baby. Du warst so treu, immer an meiner Seite. Meine liebe, treue Freundin. Meine Seelenverwandte. Du warst wie ich. Ich hatte auch Angst vor den Menschen und habe mich immer versteckt, wenn neue Menschen kamen. Du warst auch viel zu sensibel für diese Welt. 
Und falls du doch über die Regenbogenbrücke gegangen bist, dann fetzt du hoffentlich zusammen mit Lycidas durch die Wolken, lässt dich von ihm putzen und ich hoffe auch, dass du noch meine Liebe spürst, die immer bei dir ist und ich hoffe, meine Prinzessin, dass du mir vergeben kannst. Ich liebe dich so sehr und du fehlst mir. Jeden Tag.

 

 

 

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Datum: 04.10.2019 01:58
Ich weiß wir kennen uns nicht aber.. tut mir echt leid mit deiner Katze.
Die ungewissheit was sie macht oder wo sie ist, was mit ihr passiert ist , ist wirklich furchtbar.
Ich glaube nicht dass es ihr an Liebe oder ähnlichem bei dir mangelte.
Ich denke schon dass eine katze merkt wie sehr sie geliebt wird auch wenn man sie mal schimpft und so.
Auch denke ich, dass du bestimmt alles in deiner Macht stehende getan hast um sie zu finden.
Allein dass du nach einem Jahr noch so an sie denkst zeigt doch, dass sie dir unheimlich wichtig war und ich denke dass weiß deine Isis.
Glaube mir, ich kenne den Schmerz des Verlustes. Ich habe meinen geliebten Kater vor 2 Jahren verloren und ich leide noch heute schrecklich. Zwar weiß ich dass er gestorben ist und habe nicht mit der Qual der Ungewissheit zu kämpfen aber letzendlich bleibt der Schmerz über den Verlust der gleiche.
Ich glaube daran dass sie es bei dir wirklich gut hatte und dass sie wirklich glücklich bei dir war. Ich kann deine Selbstvorwürfe verstehen, die hätte vermutlich jeder aber lass dich bitte nicht von ihnen so einnehmen. Der Verlust und das nicht wissen wo sie steckt ist schwer genug für dich. Natürlich ist es leichter gesagt als getan und es tröstet dich vielleicht überhaupt nicht aber..egal was es nun am ende war dass sie nun ausbüxen konnte/wollte..es war nicht eine Sekunde deine Absicht, also gib dir nicht all zu sehr die Schuld.
Ich seh auf dem Bild eine Katze die vertraut..das sagt mir der Blick und wie sie da liegt.
Es ist grausam so auseinander gerissen zu werden..darum fühl dich gedrückt auch wenns dich vielleicht nicht tröstet.


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