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Thread: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!?

Eröffnet am: 23.01.2009 15:53
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Deutsche Übersetzung ein Fehlg... 11.04.2009, 19:35
 Swanpride Deutsche Übersetzung ein Fehlg... 11.04.2009, 20:48
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Von:   abgemeldet 11.04.2009 19:35
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
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> "Lass ihn einfach da stehen"...Hallo, Akihito ist doch keine Karaffe, korrekt wäre "Lass ihn hier" oder etwas ähnliches.>

Da Feilong Akihito als seinen Besitz betrachtet und ihm auch von Anfang an klar macht, dass er komplett von seiner Gnade abhängt, finde ich das Unpersönliche hier durchaus passend.
Feilong sieht ihn in diesem Moment eher als einen Teil der Zimmereinrichtung, nicht als eine Person.

Insgesamt finde ich, dass die Übersetzung im Vergleich zu englischen Variante ein wenig die feinen Untertöne vermissen lässt. Ist aber letztlich zu verkraften und den Tonfall finde ich eigentlich auch angemessen.

Wie schon von irgendwem erwähnt wurde, bei uns gibt es eben nicht so eine halb-vulgäre Zwischenstufe und dann finde ich es so doch besser, als wenn sie ständig nur hochgestochen herumphilosophieren würden.
(Zumal ich gerade "scheiße" nicht so wirklich schlimm finde, das ist doch mittlerweile schon fast ein Alltagswort (geworden) ^^°)

Außerdem darf man eben eines nicht vergessen:
Trotz aller "Romantik" und den leckeren Bishis spielt die Story immer noch im Mafia-Mileu.
Sowohl Feilong als auch Asami sind Verbrecher, die ohne mit der Wimper zu zucken Menschen umbringen und ihre Ziele verfolgen.
Und auch Akihito ist in seiner Jugend polizeibekannt gewesen (was genau er gemacht hat wird zwar nie gesagt, aber so geübt wie er im Weglaufen ist und mit der Polizei quasi schon per Du ist, war er garantiert kein Chorknabe...)
Warum soll er dann nicht auch eine deftigere Ausdrucksweise haben?

Insgesamt bin ich mit der deutschen Umsetzung jedenfalls ziemlich zufrieden.
Denn auch wenn einige Untertöne vielleicht nicht ganz so schön rausgearbeitet sind, so sind andere Textpassagen dafür im deutschen deutlich klarer und stellenweise sogar korrekter übersetzt als die englischen Scanlations.
~~~
Meine Geschichten - freue mich immer über neue Leser ^_^

Lust über Yaoi und Yuri in Detective Conan und Magic Kaitô zu diskutieren?



Von:    Swanpride 11.04.2009 20:48
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
Hängt von der Situation ab...wenn sie sich drohen, dann müssen sie natürlich deftig sein. Aber wenn sich Feiong mit Mikael (warum schreiben die da Michel? Der ist Russe, nicht Schwede) unterhält, dann sollte man eine möglichst förmliche Sprache erwarten.

Und man darf auch nicht vergessen: Akihito und Asami sind immer noch Japaner. Bei den Japanern ist Höflichlichkeit eine Kunst für sich. Das was wir als leicht Unhöflich bezeichnen würden ist da schon ein schwerwiegender Verstoße gegen die Etikette.

Und bezüglich der vulgären Zwischenstufen...natürlich gibt es die. Man kann zum Beispiel "Mist" anstatt "Scheiße" nehmen. Oder wie wäre es mit "Dreck"? Im Zweifelsfalle auch "Schit".

Und ja, es gibt stellen, die in der deutschen Übersetzung richtig sind und in der englischen Scanlation falsch...aber der umgekehrte Fall tritt viel häufiger auf. Im vierten Band waren gleich 3 oder 4 Stellen falsch übersetzt. Und nur bei einer kann ich die Änderung nachvollziehen, weil da ein Wortspiel eben nicht übersetzt werden konnte.

Man kann mit der Übersetzung leben, aber das ändert nichts daran, dass es viel, viel besser ginge.



Von:    Swanpride 11.04.2009 20:50
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
Hochdramatisch ist es nicht, aber wortlos drüber hinweggehen sollte man auch nicht...es wäre um Längen besser gegangen.



Von:    NikitaKnight 20.04.2009 11:28
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
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Diese sogenannten zwischenstufen der Sprache wären im Englischen wie im Deutschen durch aus möglich gewesen. In den Scanlations ist nicht alles Gold was glänzt, aber die deutsche Ausgabe ist einfach nur eine Katastrophe. Es fehlen sogar noch Passagen die eigentlich den Zusammenhang erklären. Das ist äußerst bedauerlich und stuft Finder irgendwie auf das Maß eines reinen "Fick-und-Weg"-Mangas hinab, obwohl die Story nun wirklich durch die Sache mit Hong Kong und Feilong wirklich gewachsen ist.
Es geht nicht nur mehr um das sexuelle von Asami und Takaba, sondern auch um das was die beiden noch verbindet.

Ich find es äußerst bitter, dass die Übersetzungen so abrutschen. Ich finde für einen Verlag ist es eine Schande wenn ein Großteil der Fans sich beschwert. Aber lustiger Weise bekommt man folgende ausweichende Antwort: "Wir möchten hiermit zu Ihrem Vorwurf der Übersetzungsmissverständnise Stellung nehmen [...] so wurde von uns die Übersetzung nach bestem Wissen vorgenommen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Sprache der Hentei-Genre sich wesentlich von der Sprache des Shojo-Stils unterscheidet [...]"

Wunderbar... wirklich.... Das wissen wir auch
Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Asami sich diesen saloppen Ton erlauben kann, den er manchmal anschlägt und das nicht nur Takaba gegenüber. Die Sätze klingen teilweise so platt und abgedroschen... Naja...

Porno-Genre ist ja wieder im kommen. *drops*

Doch wahrscheinlich ist unser eins einfach viel zu verwöhnt aus dem FF-Genre in dem sich ja einige tummeln und wo es manchmal selbst vom einem schlecht übersetzen Manga wahre Goldstücke der Literatur gibt. ^^°°

Das einzige wo ich mich drüber aufregen könnte ist die stände Namens Verdrehung. Wir sind alle in der Lage zu verstehen, dass es Asami Ryuichi heißt und nicht Ryuichi Asami... Oder der wirklich witzig übersetzte Name Mikhail zu Michel... Ja ne, ist schon klar, Tokyo-Pop... -.-°°
Ayano Yamane hat sich was dabei gedacht, ihm diesen Namen zu geben. Das nenn ich eine Verstümmelung der Autorenfreiheit.

Ansonsten bleibt uns wohl nur Japanisch zu lernen und es im Original zu genießen, oder es zu ertragen, das die Stilblüten in Übersetzungen wohl niemals aufhören werden. Aber mal ehrlich, teilweise ist es doch auch schon fast amüsant! ^^

Lg Nikky Knight
Sei stark genug um zu weinen, sei schwach genug um zu lieben, sei mutig genug um ja zu sagen, sei feige genug zu zugeben, dass du dich selbst nicht kennst!



Von:    FeytheHunter 20.04.2009 20:29
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
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> Oder der wirklich witzig übersetzte Name Mikhail zu Michel... Ja ne, ist schon klar, Tokyo-Pop... -.-°°
> Ayano Yamane hat sich was dabei gedacht, ihm diesen Namen zu geben. Das nenn ich eine Verstümmelung der Autorenfreiheit.

Seltsamerweise steht der Name Michel Albatof auch so im offiziellen Charabook. Man kann also schlecht von einer Verstümmelung sprechen. Lediglich bei den Scanlations wurde aus den Katakana "Mi ha i ru" Mikhail. Da der Gute ja Russe ist, wird der Name auch nicht "Michl" ausgesprochen, sondern "Mihail".



Von:    Swanpride 21.04.2009 09:02
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
Naja, es hat mal eine irrsinnige Diskussion gegeben, weil in der deutschen Version eine (wenn ich mich recht entsinne in dem Fall chinesischen) Autors der Satz "er fickte ihr das Gehirn raus" (oder so ähnlich) stand...was war passiert? Nun, zunächst einmal war es keine direktübersetzung, sondern eine ÜBersetzung der englischen Übersetzung...irgendwo auf dem Weg sind da wohl die Untertöne verloren gegangen, denn im Original stand etwas in der Richtung, dass sie so von extase ergriffen war, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte...so wurde mal eben aus einem Hochpoetischen Text ein Porno (war immerhin gut für die Publicity...sex sells).

Das Hentai-Genre erklärt wohl kaum, warum die Übersetzung stellenweise sogar inhaltlich falsch ist...zudem bedeutet Hentai auch nicht, dass man die "Schlafzimmersprache" mit in den Alltag nimmt. Gerade die diversen Wortgefechte und "philosophischen" Äußerungen zum Theme Liebe zwischen zwei Männern sind doch das Interessante an den Büchern.



Von:    Azamir 21.04.2009 14:04
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
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......

gut, wertet weiter trashige yaoi-mangas zu philosophieaufsätzen über das homosexuelle leben in japan auf....

und wer auch immer den schmarrn mit der japanischen höflichkeit verzapft hat: ALLE relevanten Charaktere in Finder bewegen sich AUßERHALB der Gesellschaftsschichten, in denen das relevant ist. Asami musste sich irgendwann in der Yakuza hocharbeiten (wenn man mal realistisch ist) und hat dort sicher nicht kaiserliches Hochjapanisch verwendet. Akihito ist FREISCHAFFENDER FOTOGRAF! KÜNSTLER OHNE FESTANSTELLUNG! das ist n deutlicher Hinweis darauf, dass er sich außerhalb der höflichen japanischen gesellschaft bewegt, zudem ist er noch recht jung und die jugendlichen japaner sind inzwischen lange nicht mehr so auf höflichkeit und so bedacht, wenn sie "unter sich" sind. und dass man gegenüber einem yakuza sein höflichstes japanisch auspackt, daran glaub ich nicht - tut es hier sonst wer?

Und wenn mir noch jemand mit Mihail kommt... alta, der ist für mich der absolute beweis gewesen, wie unrealistisch sowieso der ganze Manga ist - und wenn alles andere schon hübch hanebüchen ist, muss ich mich nicht auch noch an ein paar kleinen ungereimtheiten der übersetzung aufhalten. die Russenmafia hat eher weniger Mitglieder, die nach schwedischem Prachtkerl aussehen, mit blonden löckchen.... die meisten Typen in der Russenmafia haben slavisches Aussehen, das imho nicht übermäßig attraktiv ist. Auch Feilongs Position ist recht unrealistisch, wie diverses anderes auch.

Ich mag den Manga, aber ich beschwere mich nicht bei so viel offensichtlicheren unrealistischen Sachen über ein paar subjektive Geschmacksverirrungen in der Übersetzung.

Ich bezweifle weiterhin, dass der japanische Manga eine höhere Sprache verwendet als der deutsche. nicht, seit ich mal in ein paar novels auf deutsch und englisch reingeschaut habe, das sprachniveau ist einfach gruslig. das wird auch bei ayano yamane nicht besser sein, das ist, mit verlaub, keine hochanspruchsvolle szene. in japan ist auch keine homosexuelle interessensvertretung vorhanden, die groß gegen die abwertende darstellung ihres lebensstils protestieren würde - offen homosexuelles leben ist in japan einfach nicht akzeptiert (sex kann man haben mit wem man will, aber vor der gesellschaft hat man schon mit ehefrau und kindern aufzutreten...).

Aza.
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Von:    Swanpride 22.04.2009 21:03
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
Also erstens mal kannst du die Mangas nicht mit den Novels vergleichen...anderes Genre. Zweitens gibt es, wie in jedem Genre, gewaltige Qualitätsunterschiede...so wie zum Beispiel ein Krimi so Qualitativ hochwertig wie eine Sherlock Holmes Geschichte sein kein oder sich knapp über Groschenheftniveau bewegt...bei Mangas ist ein offensichtliches Qualitätsmerkmal die Graphik aber auch die Story selbst (man vergleiche mal die ersten Kizuna Bände mit den letzten, da kann man gut sehen, welche Unterschiede es da gibt).

Mir kann auch keiner Erzählen dass Carlson Comix zufällig die Autoren verlegt, die mit der Sprache besser umgehen können. Die Übersetzungen dort finde ich nämlich um einiges besser.

Und außerdem: Es ist nicht nur die Umgangssprache, die mich stört, es sind auch klare ÜBersetzungsfehler und der umstand, dass Tokyopop gut 70% der Hintergrundgeräusche nicht mitübersetzt...nicht nur bei Viewfinder sondern ganz generell. Die gehören aber genauso zur Geschichte wie alles andere auch.



Von:    Swanpride 22.04.2009 21:06
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
Oh, und bevor ichs vergesse: Nein, Mangas sind gewöhnlich nicht philosophisch bzw. Gesellschaftskritisch, aber gerade Yaoi Geschichten haben einen Hang zur Poetik. Auch Viewfinder...les mal die Stellen, bei denen Asami über seine Beziehung zu Akihito nachdenkt genauer (zumindest die, die die Überstzung nicht verhunzt hat), dann sieht du, was ich meine.



Von:    NikitaKnight 23.04.2009 18:42
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
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ôo
Ich denke es ist jedem selbst überlassen den philosophischen Denkansatz zu sehen, oder? Zwischen den Zeilen liest es sich auch in einem Manga und keiner hat von Gesellschaftskritik geredet. Mangas sind zu träumen da. Meistens jedenfalls.

Aber gut das soll jeder sehen wie er will.
Ich find nur der Ton wird hier gerade für eine Diskussion ätzend. Einige sind gerade ziemlich auf Zickerein aus.
^^°°
-->Damit meine ich nun niemand speziell. Es ist nur eine Meinung, okay? Nicht aufregen!
Sei stark genug um zu weinen, sei schwach genug um zu lieben, sei mutig genug um ja zu sagen, sei feige genug zu zugeben, dass du dich selbst nicht kennst!
Zuletzt geändert: 23.04.2009 18:43:45



Von:    Vandra 12.03.2010 22:11
Betreff: Deutsche Übersetzung ein Fehlgriff?!? [Antworten]
>Asami musste sich irgendwann in der Yakuza hocharbeiten (wenn man mal realistisch ist) und hat dort sicher nicht kaiserliches Hochjapanisch verwendet.

Was nicht stimmt. Asami ist - trotz beliebtem Missverständnis - kein Yakuza. Er hat eine ziemlich große legale Front (Geschäfte, Clubs) und betreibt daneben eben eine Menge illegale Geschäfte (Waffenhandel und ähnliches).
Asami hat studiert, ist ein Geschäftsmann und wird bei seinen Kontakten (die sich wohl in die Politik hochziehen) nicht unbedingt gossig reden.
Zudem würde ich jetzt auch nicht vermuten, dass moderne Yakuza (die ja inzwischen verboten sind), fröhlich die untersten Sprachgefilde aufsuchen. Besonders nicht die in höheren Positionen...

Feilong wird garantiert als Ausländer sicher auch eher "normal" reden. Der einzige, bei dem flapsig passen würde, wäre Akihito.

Aber ist ja auch egal. Finder wurde auch in Amerika lizensiert und da dort von der Autorin relativ stark mitgeachtet wird, kann man ja demnächst vergleichen.
Original Fiction - Fantasy: ++ASANCUR (Yaoi, Vampire)++

Zuletzt geändert: 12.03.2010 23:15:22


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