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My Little Pony: One Last Letter 2

von

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Kapitel 2

Die drei Ponys standen vor dem Portal und kontrollierten ihre Rucksäcke, als Celestia hinzutrat.

„Ich wünsche euch drei viel Erfolg“, sagte sie, „Auch wenn die Ponys auf der anderen Seite nicht Bewohner dieses Equestrias sind, so sollten sie doch in Frieden leben können.“

„Wir werden unser bestes geben“, sagte Twilight und umarmte die hochgewachsene Stute.

Nachtglanz winkte seiner Schwester nur, während Star Breeze die Satteltaschen auf ihren Rücken legte. Sie rückte ihren Umhang zurecht, den jeder von ihnen bekommen hatte.

„Ich danke euch“, sagte sie knapp, „dass ihr uns nicht im Stich lasst.“

Statt darauf zu antworten, lächelte Celestia nur milde. Dann traten die drei vor das Portal.

„Etwas noch“, sagte Star Breeze. „Der Übergang ist sehr … unangenehm.“

Nachtglanz wurde etwas nervös und tappte von einem Huf auf den anderen.

„Kribbelt es?“, fragte er voller Erwartung.

Star Breeze sah ihn mit großen Augen an. Dann lächelte sie und schüttelte leicht den Kopf.

„Du bist echt das seltsamste Pony, das mir bisher begegnet ist“, meinte sie und schlug die Kapuze über ihren Kopf.

Sie trat auf das Portal zu und war mit einem Mal verschwunden. Nachtglanz japste erschrocken auf, dann riss er sich zusammen und folgte ihr. Wie Star Breeze zog auch er die Kapuze über seinen Kopf. Kurz bevor er hindurchtrat merkte er, dass Twilight direkt hinter ihm war. Dann wurde die Welt um ihn herum dunkel.

 

Mit einem dumpfen Schlag landete Nachtglanz auf einem sandigen Boden. Alles an ihm schmerzte. Und es war dunkel um ihn herum.

„Bin … ich blind?“, murmelte er.

Er tastete umher aber bis auf den Sandboden fühlte er nichts. Dann hörte er neben sich einen dumpfen Schlag.

„Au“, sagte Twilight, die knapp neben ihm gelandet war, „Nachtglanz? Alles in Ordnung mit dir?“

„Ich … ich bin mir nicht sicher.“, erwiderte er, „Ich kann nichts sehen.“

Bevor Twilight etwas darauf antworten konnte raschelte es in einem nahen Gebüsch und Star Breeze trat daraus hervor.

„Da seit ihr ja endlich“, sie schaute sich hastig um, „los, auf die Hufe. Ich mache ein Portal, das uns erst einmal an einen sicheren Ort bringt.“

Nachtglanz richtete sich langsam auf. Seine Sicht wurde langsam besser. Statt Dunkelheit erkannte er zwei Stuten, die nebeneinander standen und ihn scheinbar besorgt ansahen.

„O … kay.“, gab er mit einem Ächzen von sich.

Die Bewegung war nicht gut. Sein Magen rebellierte.

Nicht jetzt, dachte er nur und versucht genug Willenskraft aufzubringen, sein Frühstück bei sich zu behalten.

Er atmete tief ein und aus. Twilight stützte ihn von der Seite.

„Jetzt los, das Portal steht.“, hörte er Star Breeze.

Twilight bugsierte ihn in die richtige Richtung.

Viel schlimmer als der Wechsel in diese Dimension kann das auch nicht sein, dachte der Alicornhengst noch, dann trat er hindurch, nur um auf der anderen Seite wieder zu Boden zu gehen.

„Das ist doch wohl ein Scherz“, brummelte er, „als wäre man in einer schlechten Geschichte.“

Ein weiteres mal erhob er sich und sah sich um. Seine Sicht war wieder soweit klar, das er Farben und Formen deutlich unterscheiden konnte. Um ihn herum standen mehrere Ponys, die ihn anstarrten. Sie alle hatten einen grimmigen Ausdruck auf ihren Gesichtern und einige hatten Speere auf ihn gerichtet. Nachtglanz Magen war noch immer der Meinung, das sein Essen nichts in ihm verloren hatte. Und bevor er sonst irgendetwas machen konnte, spürte er, wie sich sein Innerstes zusammenzog und ihn wieder zu Boden riss, auf welchem er sein halb verdautes Frühstück verteilte.

Die Menge gab ein leicht angewidertes Geräusch von sich. Dann standen auch schon Twilight und Star Breeze hinter dem Hengst.

„Alles in Ordnung“, rief Star Breeze, während sich hinter ihr das Portal wieder schloss, „Das sind Freunde. Sie wollen uns helfen.“

„Dann sollte dieser hier erst einmal lernen, das man nicht auf einen Platz kotzt.“, rief ein Pegasus-Pony zu den dreien herüber, „und außerdem, wie sieht der denn aus? Wie soll uns so ein Hungerhaken helfen?“

Die Menge, die sich auf dem Platz versammelt hatte wurde unruhig. Ein Murmeln erhob sich.

„Beruhigt euch“, rief Star Breeze, „Ich bin mir sicher, er wird uns mit besten Kräften unterstützen.“

Sie half Nachtglanz auf die Hufe. „Das stimmt doch, oder?“, fragte sie ihn.

Er nickte nur. Das so viele gegen ihn waren war er nicht gewohnt.

„Außerdem habe ich ja nicht nur Nachtglanz mitgebracht.“, eröffnete sie der Menge.

Twilight schlug die Kapuze des Umhangs zurück. Sofort wurde die Menge still.

„Ist … ist das etwa …“, fragte der Pegasushengst, der Nachtglanz angefeindet hatte.

„Ja“, sagte Star Breeze, „Das ist Twilight Sparkle. Der Hoffnungsbringer.“

Die Stille, die sich nach diesen Worten über den Platz legte, war schon fast schmerzhaft. Twilight lächelte verlegen und winkte vorsichtig. Dann brandete ein Jubel auf, den man sicherlich noch in mehreren hundert Metern hören konnte.

„Wir sind gerettet“, rief eine Stute.

„Endlich wird es wieder Nacht“, gab ein anderes Pony von sich.

Star Breeze hatte alle Hufe voll zu tun, das sie nicht von der Menge erdrückt wurden.

„Ganz ruhig!“, rief sie, „wir müssen uns erst einmal vorbereiten. Immerhin hatten wir eine lange Reise hinter uns.“

Zu ihren beiden Freunden sagte sie: „Ihr kommt erst einmal mit zu mir.“

Nur widerwillig ließen die anderen von den dreien ab, damit diese in eine der Hütten gehen konnten. Als sie drinnen waren, schloß Star Breeze die Tür. In dem Raum, den sie betreten hatten, standen ein Tisch und mehrere Stühle. Auf dem Tisch stand eine Kerze und etwas Geschir.

„Sie … mögen mich nicht.“, sagte Nachtglanz niedergeschlagen und setzte sich auf einen der Stühle.

Star Breeze entzündete die Kerze und ging zu dem Alicornhengst.

„Sie kennen dich noch nicht“, sagte sie, „In dieser Welt ist das Misstrauen leider viel zu groß, als das man jedem gleich sein volles Vertrauen schenkt. Aber ich meinte es so, wie ich es vorhin sagte. Lass dich von denen dort draußen nicht niedermachen. Ich habe das Buch von Twilight studiert und alles gelernt, was ich weiß über Freundschaft.“

Twilight legte den Umhang ab und setzte sich ebenfalls auf einen der Stühle.

„Und was hast du jetzt vor?“, fragte sie, „Du musst ja einen Plan gehabt haben, wenn du dich auf die gefährliche Reise zu uns gemacht hast.“

Star Breeze schaute verlegen zu Boden. „Ich bin ehrlich, ich habe eigentlich keinen Plan. Ich dachte mir, wenn ich einen aus eurer Welt holen kann, das dieser weiß, was zu tun ist.“

Twilight und Nachtglanz schauten das Einhorn mit großen Augen an.

„Aber … du wirkest so, als … ob du …“, sagte Nachtglanz.

„Es tut mir leid. Aber von Kriegsführung habe ich keine Ahnung. Und das ist es, was wir hier haben. Krieg.“

Twilight verdrehte die Augen im Kopf. Nachtglanz seufzte.

Nach einem Augenblick unangenehmer Stille sagte Nachtglanz: „Ich habe auch keine Ahnung von Krieg. Das war eher das Fachgebiet von Shining Armor. Aber ich weiß eines. Wenn wir das Gleichgewicht hier wieder herstellen wollen, brauchen wir Verbündete. Wenn jeder für sich kämpft, kann man nicht gewinnen.“

„Nur, wo sollen wir Verbündete finden?“, fragte Star Breeze, „Ganz Equestria steht unter der Herrschaft von Celestia. Und Luna hat sich hier im Everfree Forest nur deswegen behaupten können, weil die Magie ihrer Schwester hier zu sehr geschwächt wird.“

Twilight überlegte kurz.

„Wurden schon Kundschafter nach Norden geschickt?“, fragte sie, „Möglicherweise ist dort jemand.“

Star Breeze schüttelte den Kopf.

„Bisher wurden Kundschafter nur so weit gesandt, wie man in einer halben Dunkelperiode gehen kann. Ihr wisst schon, warum.“

„Dann sollten wir zu morgen eine Gruppe zusammenstellen.“, sagte Twilight, „Und dann geht es nach Norden. Wenn es in dieser Welt so ähnlich war wie in meiner, könnten wir dort einen mächtigen Verbündeten finden.“

Star Breeze schaute zu Nachtglanz, welcher grinste.

„Ich glaube, ich weiß, was du meinst.“, sagte er.

„Ihr seid verrückt.“, meinte Star Breeze, „Aber dieses verrückte hat uns schon einmal geholfen. Also gut, ich werde den anderen gleich sagen, das wir einige Freiwillige brauchen für dieses Unterfangen. Und ihr könnt euch etwas ausruhen.“



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