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My Little Pony: One Last Letter 2

von

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Kapitel 1

Nach einer Ereignislosen Zugfahrt kamen Twilight und Spike in Canterlot an. Am Bahnhof wurden sie schon von einer der königlichen Wachen erwartet.

„Twilight Sparkle?“, fragte diese, als das Alicorn aus dem Zug stieg, „Ich soll euch abholen und auf den schnellsten Weg zum Palast bringen. Bitte folgt mir“

Twilight war etwas irritiert, aber folgte der Wache. Diese führte sie zu einem Wagen, der vor dem Bahnhof wartete. Er hielt ihr die Tür auf und wartete, bis sie und Spike, der ihr gefolgt war, eingestiegen waren. Dann folgte er ihr und die Ponys, die den Wagen zogen, liefen los. Während sie zügig durch die Straßen fuhren, schaute Twilight zu der Wache rüber.

„Was ist denn geschehen?“, fragte sie.

„Das wird euch die Prinzessin erklären.“, erwiderte die Wache, „Man hat mir nur gesagt, das ich euch vom Bahnhof abholen und so schnell wie möglich zum Palast bringen soll.“

Twilight seufzte. Sie ahnte, das sie nicht mehr Informationen bekommen würde. Zumindest im Moment. Spike rutschte unruhig auf dem Sitz hin und her.

„Das gefällt mir nicht.“, murmelte er, „Es muss wirklich was schlimmes passiert sein.“

Twilight nickte nur stumm.
 

Sie erreichten das Schloss nach kurzer Zeit.

Die Wache führte sie durch die Korridore zum Thronsaal. Dort klopfte er gegen die große Tür, die lautlos aufschwang. Die drei traten herein. Twilight bemerkte, das nicht nur Celestia da war, sondern auch ein Pony, welches sie bisher noch nicht gesehen hatte.

„Eure Hoheit.“, begann die Wache, „Prinzessin Twilight Sparkle aus Ponyville.“

Er verneigte sich.

„Twilight.“, sagte Celestia. Sie wandte sich der Wache zu.

„Danke, das wäre alles.“, sagte sie zu ihm.

Die Wache nickte noch einmal, dann verließ sie den Saal.

Twilight wartete, bis sich die Tür geschlossen hatte.

„Prinzessin Celestia.“, ergriff sie das Wort, „ihr habt nach mir geschickt. Aus welchen Grund denn?“

Celestia lächelte.

„Meine kleine Twilight. Immer noch so neugierig, wie damals.“, sagte das weiße Alicorn mit einem Lächeln, „Aber ich will dich nicht weiter auf die Folter spannen. Vermutlich hast du dich schon die ganze Zeit gefragt, was denn passiert ist. Der Grund ist dieses Pony.“

Sie deutete auf das unbekannte Pony.

„Das ist Star Breeze. Und das, was sie zu berichten hat, ist sehr beunruhigend.“, fuhr Celestia fort, „Und der Grund, warum ich dich hab rufen lassen ist, weil diese Star Breeze nicht aus unserer Welt kommt.“

Twilight schaute herüber zu Star Breeze.

„Wie meint ihr das? Nicht aus unserer Welt.“, fragte Twilight irritiert.

„Das heißt ...“, ließ sich Star Breeze vernehmen, „das ich aus einem Equestria komme, in dem Celestia nicht die gütige Stute ist, die ihr hier habt. Sie ist wahnsinnig geworden über die tausend Jahre im Kerker, als wir alle unter Discords Joch standen. Das müsstest du doch noch wissen. Immerhin hast du sie doch damals befreit. Immerhin bist du doch der Hoffnungsbringer.“

Twilight war immer noch etwas irritiert, bis Spike an ihr zupfte.

„Der Unfall.“, murmelte er so, das nur Twilight es hören konnte, „vor zwei Jahren.“

Da fiel es Twilight wieder ein. Ihre Augen weiteten sich. Dann trat sie näher an Star Breeze heran und betrachtete die Stute genau. Ihr Gesicht war gezeichnet von langer Entbehrung. Auch wenn sie offenbar hier etwas gepflegt wurde, so sah man am ganzen Körper einige Wunden, die gerade erst entstanden sein mussten oder noch nicht sehr alt waren.

„Erzähl weiter.“, sagte sie mit belegter Stimme.

Und Star Breeze erzählte, was passiert war, nachdem Twilight wieder zurück in ihre Welt gekehrt war.

„Zu Beginn sah es alles gut aus. Discord war besiegt. Celestia war wieder frei und mit Luna vereint, so das einer blühenden Zukunft nichts mehr im Wege stehen würde. Auch der Wiederaufbau von Equestria ging zügig voran. Auch dank alter und neuer Verbündeter. Jeder half jeden und schon nach einem Jahr sah Equestria prächtiger aus, als man es aus alten Zeiten berichtete. Das sich Celestia immer mehr zurückzog ist keinem so wirklich aufgefallen. Es war auch immer noch viel zu tun. Aber dann geschah es. Ein brennender Strahl reinsten Lichts schoss empor und versengte alles, womit er in Berührung kam und auf ihm ritt Celestia. Ihr Blick war wirr und sie schien gar nicht so wirklich zu erkennen, was sie dort machte.“

Star Breeze stockte kurz und man konnte kleine Tränen in ihren Augen sehen.

„Dort, wo eben noch Fohlen spielten, verwandelte sich der Boden fast sofort in Glas und alles, was lebte, verdampfte Augenblicklich. Ponyville wurde in einem Augenzwinkern ausgelöscht. Und über allem hallte das wahnsinnige Lachen der Königin des Tages, wie sie sich ab da nannte.“

Ihre Stimme brach, als sie von Tränen übermannt wurde.

Twilight trat an das Erdpony heran und legte ihre Hufe auf deren Schulter. Star Breeze klammerte sich, kaum, das Twilight sie berührte, an sie, wie ein Ertrinkender.

„Hilf uns.“, flüsterte sie, „Ich will endlich wieder ruhig schlafen können, wenn ein neuer Tag beginnt. Ich will nach fünfundzwanzig Jahren ohne Angst sein.“

Während Twilight von Star Breeze umarmt wurde, öffnete sich eine kleine Tür im rückwärtigen Teil des Thronsaals. Durch diesen trat ein schwarzer Hengst herein und schaute sich um. Langsam schritt er durch den Saal. An Twilight vorbei auf Celestia zu.

„Schwester, ist etwas passiert?“, fragte dieser die große Stute, „ich hatte gestern Nacht schon etwas gespürt, aber jetzt ist es besonders deutlich.“

Celestia sah ihn an.

„Wir haben einen Gast, Nachtglanz.“, erwiderte sie, „und dieser hat eine lange und beschwerliche Reise hinter sich. Und die Geschichte, die sie zu erzählen hat, ist mehr als schlimm.“

Nachtglanz schaute sich um zu Star Breeze, die Twilight immer noch umarmte.

„Sie ist es.“, murmelte er, „sie ist ohne Hoffnung. Wir sollten ihr helfen.“

„Mein kleiner Bruder. Will immer die ganze Welt verbessern.“, seufzte Celestia, „Aber vielleicht hast du ja jetzt die Möglichkeit, eine Welt zu retten.“

Sie räusperte sich und Star Breeze löste die Umarmung.

„Ich habe entschlossen, das wir euch helfen werden.“, eröffnete sie, „Mit dir werden Twilight, Nachtglanz und noch ein oder zwei weitere gehen, die ihr euch frei auswählen dürft.“

Sie schaute zu Twilight.

„Trefft eine kluge Wahl. Wenn ihr bereit seit, werdet ihr aufbrechen.“

Als Celestia Nachtglanz erwähnte, schaute Star Breeze zu ihm hin und bekam große Augen. Ihr Blick wanderte zurück zu Twilight und ihr Blick wurde noch irritierter.

„Ihr … ihr seid … Alicorns?“, fragte sie, „Aber … ich dachte … nur Luna und Celestia ...“

Nachtglanz ging näher an die beiden Stuten heran.

„Ich wurde schon als Alicorn geboren.“, sagte er, „und Twilight ist vor etwa einem Jahr Prinzessin geworden.“

Star Breeze begann zu wanken. Man sah ihr an, dass es etwas viel für sie war. Mit einem Mal verdrehte sie ihre Augen im Kopf und kippte langsam zur Seite weg. Nachtglanz sprang nach vorne und fing sie auf.

„Wir sollten sie erstmal ins Bett bringen. Sie muss noch einiges verarbeiten.“, meinte Twilight zu Nachtglanz.

„Wenn ihr erlaubt, dann würde ich sie gerne in einem der Gästezimmer hier in Canterlot unterbringen.“, sagte sie an Celestia gewandt.

Diese nickte nur, woraufhin sich Twilight und Nachtglanz mit Star Breeze auf dem Weg zu den Gästezimmern machten.
 

Langsam erwachte Star Breeze. Sie spürte, dass sie nicht auf etwas hartem lag, sondern es war weich und warm. Sie machte ein wohlig seufzendes Geräusch. Es war ein Traum. Ein schöner, warmer, weicher Traum. Sie wünschte sich, das sie für immer in diesem bleiben könnte. Vorsichtig, schon fast gegen ihren Willen, schlug sie die Augen auf und blickte gegen einen gemusterten Stoffhimmel, der über sie aufgespannt war. Sie ließ ihren Blick an den Mustern entlanggleiten. Ihr Kopf neigte sich zur Seite und da sah sie Twilight mit besorgtem Blick neben dem Bett stehen.

„Du bist aufgewacht.“, stellte diese erleichtert fest, „Du hast uns allen einen großen Schrecken eingejagt.“

Langsam richtete sich Star Breeze auf.

„Was … ist denn passiert?“, fragte diese.

Twilight zuckte mit den Schultern.

„Ich weiß es nicht genau. Aber wir haben vermutet, das du in kurzer Zeit zu viele Informationen verarbeiten musstest. Und das war wohl etwas zu viel für dich.“, erklärte sie, „Wir haben dich erst einmal in eines der Gästezimmer gebracht. Du hast fast den halben Tag geschlafen. Wie geht es dir?“

Star Breeze sah sich in dem Raum um. Dieser war mit einem weichen Teppich ausgelegt und an den Wänden standen mehrere Schränke und hingen Bilder. Einige zeigten alte Ponys in prächtigen Uniformen, andere waren Landschaftsbilder. Spike stand auf der anderen Seite des Bettes.

„Ein halber Tag.“, murmelte sie, „das wären dann fast eine Woche, die wir verloren haben.“

Twilight legte den Kopf schief.

„Wie?“, fragte Spike laut, „Verloren?“

Star Breeze schaute zu dem Babydrachen rüber.

„Die Zeit in unserer Welt vergeht anders als in dieser.“, erläuterte sie, „Während hier ein Tag vergeht, sind es in meinem Equestria vierzehn Tage. Das ist auch der Grund, warum wir so schnell wie möglich los müssen. Sonst ist vielleicht alles verloren, wenn wir ankommen.“

Twilight stellte ihre Ohren auf.

„Das würde auch erklären, warum so wenig Zeit vergangen war, als ich bei euch war.“, meinte sie, „das ist sehr interessant. Ich hatte nie so wirklich darüber nachgedacht.“

Twilight wollte schon los, um sich was zu schreiben zu holen, als Star Breeze sie zurückhielt.

„Wir sollten echt los. Egal wie viele wir sind. Mein Equestria verbrennt und das kann ich nicht zulassen.“

Spike sprang auf das Bett.

„Ich bin dabei. Schließlich habe ich schon ein Königreich gerettet.“, sagte er mit stolzgeschwellter Brust, welches von der Besucherin mit einem verwunderten Blick begegnet wurde.

„Also gut.“, meinte Twilight, „Ich denke mal, das Nachtglanz auch mitkommen wird. Dann sollten wir uns aber vorbereiten. Ein paar Vorräte einpacken und auch Mäntel. Wir wollen ja nicht, das die Einwohner auf der anderen Seite in Ohnmacht fallen, wenn dort zwei Alicorns herumlaufen.“

Spike hopste vom Bett herunter.

„Ich sage es ihm gleich.“ sprach er und huschte durch die Tür.



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