Hallo!
Ich bedanke mich hiermit für deine Einsendung bei meinem Wettbewerb.
Leider muss ich dir sagen, dass du aus meiner Sicht das Thema nicht ganz getroffen hast. Es gab zwar anschneidend mal ein paar Momente, die die Freundschaft von Shikamaru und Choji beschrieben hat und den Teil mit Shikamarus Mutter könnte man in die familiäre Sparte ziehen, aber ansonsten war mir das leider zu wenig.
Der Whiteday ist vielleicht auch nicht so passend für die Thematik Freundschaft/Familie gewählt, da sich der ja mehr auf Valentinstag und Liebe bezieht und du hast das so wie ich das verstanden habe sehr mit dem Muttertag vermischt. Meines Wissens nach ist der Whiteday nämlich einen Monat nach dem Valentinstag und dann sollen die beschenkten Männern den Frauen entsprechend etwas zurückgeben. So habe ich den Sinn des Whiteday jedenfalls verstanden.
Ob es so sinnig ist Schokolade einfach wieder zu verflüssigen und dann umzuformen lasse ich mal offen, das erschließt sich mir nicht unbedingt.
Die Idee an sich ist sehr süß, hätte sich aber vielleicht eher für eine Valentinstagsgeschichte geeignet.
Mir gefällt es, dass du Choji hier als am Kochen interessierten und gleichzeitig talentierten darstellst. Ob man das mit der Tatsache gerne isst in Verbindung setzen kann, na ja ist wohl Ansichtssache, aus eigener Erfahrung kann ich das wohl nicht behaupten. Die extreme Verlegenheit die beim Thema Frauen aufkam, kann ich mir bei ihm ehrlich gesagt so auch nicht vorstellen. Vielleicht, dass er kein gestärktes Selbstvertrauen hat, aber ich erinnere mich an eine Szene, da hatte Ino ihm Obst gebracht und er dachte „Das Zeitalter der Moppel ist angebrochen! JUHU!“ und nicht „Oh mein Gott, oh nein, was sag ich ihr jetzt nur..“. Und als letzter Punkt wäre da noch die Feinfühligkeit, die er hier öfter gezeigt hat, die aber in Relation zu seinem Körperbau gestellt wurde, da hab ich auch eher gestutzt. Wieso sollte ein etwas beleibterer Mensch nicht feinfühlig und vorsichtig sein? Das klang in meinen Ohren merkwürdig.
Shikamaru hingegen kann ich mir gar nicht so tollpatschig und selten dämlich vorstellen, wie er sich hier anstellt. Ja er ist faul und vielleicht nicht sonderlich motiviert diese Schokolade zu machen, aber bei einigen Sachen musste ich schon sehr das Gesicht verziehen, weil es in meinen Augen nicht zu seinem Charakter gepasst hat, wie beispielsweise die Szene mit der Pfanne oder dem Mehl. Ich glaube schon, dass er da weit genug denken und handeln würde.
Aus der Geschichte heraus ist mir auch nicht klar geworden, wie alt die beiden sind. Du schreibst Männer, redest aber dann von Mädchen (anstatt von Frauen) und Yoshino behandelt Shikamaru auch eher wie ein Kind.
Vom Formalen her habe ich an Rechtschreibfehlern ein paar Kleinigkeiten gefunden. Und ein paar unglückliche Formulierungen (wie zum Beispiel das mit der Feinfühligkeit und dem Körperbau). Es gab ein paar Wortwiederholungen, die du ganz leicht hättest vermeiden können, indem du Füllwörter wie ‚etwas’ einfach mal weglässt.
Was mir persönlich nicht zusagt sind Synonyme für die Hauptfiguren wie „Der Akimichisprössling“ oder „Der Dunkelhaarige“. Die beiden kann man auch anders abgrenzen, denke ich.
Die Kurzbeschreibung hat leider nicht so den Wow-Effekt, bei dem mich der Wunsch überkommt, die Geschichte direkt zu lesen. Ich finde man hätte es vielleicht mit einer Frage ein bisschen spannender gestalten können oder so, sodass man mehr Lust auf den Inhalt bekommt.
Die Kurzbeschreibungen finde ich richtig toll. Die Bilder, die sehr süß gewählt sind und der Text in der Mitte haben mich direkt angesprochen. Aber ich muss sagen, dass ich dieser Kurzbeschreibung eher eine ganz andere Geschichte zugeordnet hätte.
Ich hoffe du siehst meinen Kommentar nicht als Angriff oder nimmst ihn zu persönlich, sondern siehst ihn als konstruktive Kritik. Insgesamt finde ich die Geschichte sehr süß, sie ist nur leider mehr am Thema vorbei, als dass es getroffen wurde.
SarahSunshine