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My little Pony: One last Letter

von

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Kapitel 19

Tag zweiundvierzig. Wir haben fast alle Elemente. Nur warum wir das letzte, das Element der Magie, noch nicht gefunden haben wundert mich. Anscheinend muss dieses von jemand anderen gefunden werden. In meiner Welt habe ich das Element verkörpert. Die Schriftrolle gibt über den Standort des Elements auch keine nähere Auskunft. Nur, dass das Element auch in Canterlot zu finden sein soll.
 

Die acht schlichen durch die Gänge, die allesamt leer gefegt waren. An den Wänden hingen, neben einigen Fackeln, die Licht spendeten, obskure Bilder, welche den Ponys Schauer über den Rücken jagten. Auf einigen waren Ponys abgebildet, welche über einander herfielen. Andere zeigten Szenen mit Wesen, die Twilight noch nie zuvor gesehen hatte. Unter anderem ein Bild hatte sich in ihr Gedächtnis gebrannt. Es zeigte ein Ponyähnliches Wesen, welches wohl eine große Masse an Insekten erinnernde Wesen in eine Schlacht zu führen schien. Dann waren da wieder Bildnisse von Discord, wie er triumphierend über Ponys befehligte. Je weiter sie kamen, desto unheimlicher wurden die Bilder, so dass keiner mehr auf die Wände schaute. So gelangten sie nach einer Weile zu einer großen, zweiflügeligen Tür.

„Ich … ich erinnere mich.“, flüsterte Celestia in die Stille hinein, „wir müssen durch diesen Saal hier um aus Canterlot zu kommen.“ „Na dann los.“, brummte Big Macintosh und stieß die Tür auf. Die Flügel schwangen ohne jegliches Geräusch auf. Hinter der Tür sahen sie einen großen, runden Saal, der spärlich durch einige Fackeln erhellt wurde. Auf halber Höhe führte ein Balkon um den Saal herum. Vorsichtig traten die Ponys in den Saal, darauf bedacht, sofort in Deckung zu gehen. Aber nichts geschah. Erleichtert gingen sie weiter. Sie hatten den Raum gerade zur Hälfte durchquert, als die Tür, durch welche sie hereingekommen waren, mit lautem Krachen zuschlug. „Was zum …“, gab Fluttershy erschrocken von sich.

„Sieh an, sieh an. Wen haben wir denn da? Acht Ponys auf der Flucht.“, drang eine Stimme von oben herab. Die Ponys in der Mitte schauten in die Richtung, aus der zu ihnen gesprochen wurde. Aber da war niemand zu sehen. „Es scheint, als ob die Neuen die Prinzessin befreit hätten.“, klang es plötzlich von der anderen Seite, „als ob diese ihnen helfen könnte.“ Die Stimme lachte kalt. Dann blitzte es vor den acht und die Stimme bekam ein Gesicht. Vor ihnen stand ein Einhorn mit dunkelvioletten Fell dessen Mähne und Schweif aus Rauch zu bestehen schien. Stechende lila leuchtende Augen funkelten ihnen entgegen.

Langsam trabte das Einhorn um die Gruppe herum. „Aber ihr wollt doch nicht etwa schon gehen, ohne euch zu verabschieden.“, höhnte es. Als es an Twilight vorbeikam blieb es kurz stehen. „Du bist anders.“, stellte es fest, „aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr.“ Wieder erklang das kalte, ja schon grausame Lachen. „Wenn ich mit euch fertig bin, wünscht ihr euch in den Kerker zurück.“ Das Einhorn hatte kaum ausgesprochen, als eine Energiewelle die Gruppe gegen die Wand schleuderte. Alleine Twilight stand noch, da sie reflexartig einen Schutzzauber geschaffen hatte, der sie vor dem Schicksal der anderen bewahrt hatte. Die anderen schmetterten hart gegen die Wand und fielen regungslos zu Boden.

„Oha, ein Magier.“, staunte das dunkle Pony, „endlich mal eine Herausforderung.“ Es schoss einen Energieball nach Twilight, welche diesem nur knapp Auswich. „Warum tust du das?“, rief sie dem anderen Pony entgegen. „Weil ich es kann.“, war die lapidare Antwort. Dann folgte weitere Energiebälle. Twilight wirkte ein Schutzfeld, an welchem die Angriffe verpufften. Dann war es an Twilight, zurück zu schlagen. Sie schickte ihrerseits einige Energiebälle los. Aber diese waren ungezielt und schlugen ohne große Wirkung in die Wand hinter dem dunklen Pony ein. Dieses sah seine Chance gekommen und schoss erneut auf Twilight. Der Energieball schlug an Twilights linken Bein ein. Keuchend sackte sie zusammen.

„Doch keine Herausforderung.“, meinte das dunkle Pony enttäuscht, „Dann bringe ich es jetzt zu Ende. Erst du, dann deine Freunde.“ Es lachte, während es einen Strahl aus dunkelvioletten Licht auf Twilight zu jagte. Twilight mobilisierte ihre letzten Kräfte und sandte ihrerseits einen violetten Strahl auf ihren Gegner zu. Die Strahlen trafen sich in der Mitte. Aber anstatt sich gegenseitig aufzuheben, oder zumindest dort zu stoppen, wo sie sich trafen, durchdrangen sie sich und jagten auf das Horn des jeweils anderen zu. Twilight und das dunkle Pony sahen dieses mit erstaunen. Aber verhindern konnte es keiner von beiden. Und als die Strahlen die Hörner trafen, blendete sich die Welt aus.
 

Dunkelheit.

Twilight sah sich um. Aber wohin sie auch sah, überall das gleiche Bild.

'Bin ich blind geworden?', ging es ihr durch den Kopf. Aber da stellte sie fest, das sie ihre Augen nicht spürte. Überhaupt spürte sie ihren ganzen Körper nicht. Panik keimt ihn ihr auf.

Plötzlich wurde ihre Umwelt von blendet weißem Licht geflutet. Nur langsam schälten sich Konturen aus der weißen Masse. Auch drangen mit einem mal Geräusche auf sie ein. Als sich die Konturen mit Farben zu füllen begannen, sah sie voller Erstaunen in das Freudestrahlende Gesicht ihres Vaters.

„Herzlichen Glückwunsch.“, sagte eine Frauenstimme, „es ist ein Mädchen.“

„Papa.“, hörte Twilight plötzlich neben sich. Sie wandte den Blick in die Richtung und … sah sich selber. Aber dieses ich sah anders aus. Irgendwie heruntergekommen. „Nein, dass stimmt nicht.“, keuchte Twilights Zwilling. Als Twilight wieder in Richtung ihres Vater sah, hatte dieser sich verändert. Aus dem freundlich drein blickenden Hengst war ein verbitterter geworden.

„Was geht hier vor?“, stieß Twilight aus, während die Szene auch schon wechselte.

Sie stand unter einem Sturmgepeitschten Himmel, aus dem große Schokoladeneiskugeln fielen. Gleichzeitig schien die Sonne warm und freundlich auf sie herab. Sie erinnerte sich. Das war der Tag, an dem sie in den magischen Kindergarten kam. Aber auch gleichzeitig nicht.

Szenenwechsel. Twilight sah, wie Prinzessin Celestia die Sonne aufgehen lies. Zugleich wurde ihr Elternhaus zerstört.

Immer wieder und immer schneller wechselten die Bilder. Und immer waren zwei Welten überlagert.

Sie wurde in die Akademie für begabte Einhörner aufgenommen, während sie zur gleichen Zeit sie Schülerin von Nightmare Moon wurde.

Als Twilight nach Ponyville kam, überlistete sie zeitgleich Nightmare Moon und kaufte sich damit selber frei.

Ihr schwindelte. „Wann hört das nur auf?“, kreischte eine Stimme neben ihr.

Ein letztes Bild. Sie sah, wie sie auf sich selber einen Strahl abschoss, der in ihr Horn eindrang. Dann zersplitterte das Bild wie eine Glasscheibe und es war wieder Dunkel um Twilight.



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