Prolog
Dies ist,wenn mans so sieht,meine zweite FF zu Supernatural, jedoch habe ich die erste gelöscht, weil sie wirklich...
um´s nett auszudrücken gewöhnungsbedürftig war...
naja, ich wünsche euch viel Spaß mit meinem zweiten Versuch xD
(der Prolog enthält Inhalte des Prologs meiner ersten FF)
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Die Nacht brach an.
Wie gewöhnlich sahs Dean am Steuer und lauschte seiner geliebten Musik.
Ein Blick zur Seite genügte, um zu sehen, dass sein Bruder eingeschlafen war.
Seelenruhig schlummerte Sam im Beifahrersitz, während ein wenig Sabber aus seinem leicht geöffneten Mund auf sein T-Shirt tropfte.
Bei diesem Anblick konnte Dean sich ein Grinsen nicht verkneifen und drehte die Musik auf volle Lautstärke.
Sam schreckte auf, schmiss dabei die Zeitung, die auf seinem Schoß lag, auf den Boden und funkelte den Kurzhaarigen wütend an.
"Verdammt, Dean! Was sollte das?!", fauchte Sam und wischte sich erst einmal die Sabber aus dem Gesicht.
"Anstatt mich zu ärgern, solltest du lieber auf den Verkehr achten!"
"Welchen Verkehr meinst du?"
Eine berechtigte Frage.
Sie waren schließlich die Einzigen in dieser verlassenen Gegend.
Sams Lippen formten sich zu einem Schmollmund.
"Ach komm´, Sammy. Jetzt sei doch nicht beleidigt und sag´ mir einfach, was du herausgefunden hast."
"Jerk" hörte man aus Sams Gemurmel heraus, bevor er tief ein und aus atmete.
"Bitch", entgegnete ihm Dean und schaltete die Musik aus.
"Na gut."
Sam räusperte sich und fing an, Dean von ihrem neuen Fall zu berichten.
"Vor etwa 50 Jahren wurde eine Frau in ihrem eigenen zu Hause erstochen.
Der Mörder war kein geringerer als ihr Mann, den sie beim Fremdgehen auf frischer Tat ertappt hatte."
"Und was ist daran so besonders?"
"Unterbrich mich nicht!
Die Mordwaffe war ein Dolch, ein Erbstück ihrer Familie.
Durch mysteriöse Weise wurde ihr Mann am selben Abend mit genau dieser Mordwaffe umgebracht und daraufhin ereigneten sich mehrere Todesfälle.
Es scheint so, als treibe seitdem ein Geist in dieser Gegend sein Unwesen, der jeden untreuen Mann auf kaltblütigste Weise umbringt."
Dean sah nicht gerade erfreut aus.
"Stimmt etwas nicht?", fragte ihn Sam in einem besorgten Ton, den Dean nicht gefiel.
"Nein, nein.
Alles in Ordnung.
Ich hatte nur gehofft, dass wir endlich mal wieder etwas Anderes jagen als Geister."
Seufzend wand er sich wieder der Straße zu.
Plötzlich geriet das Auto ins Schleudern und das Einzige, was die beiden Brüder noch mitbekamen, war wie ihre Köpfe unsanft aufkamen und alles um sie herum schwarz wurde.
...
"Dean...Dean...?"
Langsam tastete Sam mit halbgeschlossenen Augen nach seinem Bruder und fasste in etwas feucht Warmes.
Blut...
"Dean, bitte sag´ doch etwas...!"
Er beugte sich über Dean, um ihn besser sehen zu können.
Ein stechender Schmerz und er sackte über seinen Bruder zusammen.
...
_________________-Prolog-Ende_______________
Kapitel 1
Ich danke brandzess für ihren lieben Kommentar, der mich dazu gebracht hat,
mich sofort wieder ans Schreiben zu setzen. x3
(Und: Hach ja ~ ich liebe es, an mehr oder weniger spannenden Momenten aufzuhören
>D)
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Als er allmählich zu sich kam, schmeckte er den bitteren Geschmack seines eigenen Blutes.
Er senkte den Blick, sah, dass Sam mit dem Kopf auf seinem Schoß lag,
hob eine Hand, um dem Jüngeren eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu wischen und versuchte, ihn sanft wachzurütteln.
"Sam."
Der Angesprochene rollte sich leicht zusammen, öffnete aber nach einer Weile die Augen.
"Ich weiß nicht, was dafür verantwortlich war, aber wenn ich es finde, bringe ich es um...!", meinte Dean, als Sam zu ihm hinaufschaute.
"Du blutest" war das Einzige, was Sam immoment sagen konnte.
Er erhob sich und bemerkte erst jetzt, dass er am ganzen Leib zitterte.
"Sammy."
Man sah Dean an, dass er voller Sorge um seinen Bruder war.
"Mir geht es gut", sagte Sam und wollte ihn damit beruhigen "Es ist nur sehr kalt geworden."
Ohne weitere Worte auszutauschen, fuhren sie los und hielten vor einem Motel, das zum Glück nicht weit entfernt war, an.
Nachdem sie eingecheckt hatten und dem Hotelier, dem die blutverschmierte Kleidung missfiel, endlich verlassen konnten, begaben sie sich endlich in ihr Zimmer, welches zu Deans Leidwesen weder einen Fernseher noch etwas Anderes beinhaltete, mit dem Dean liebend gerne seine Zeit verbrachte, um beispielsweise seine Langeweile zu vertreiben.
"Was für ein Saftladen", gab Dean von sich.
"Ich bin froh, dass wir dieses Motel noch gefunden haben.
Im Auto schläft es sich nicht gut."
"Hey, sag´ nichts gegen mein Baby!"
Dean bewarf Sam mit seinem verschwitzten Hemd und ließ sich daraufhin auf eines der Betten fallen.
"Wenigstens sind die Betten weich."
Kopfschüttelnd entledigte Sam sich seiner Kleidung, bis auf die Boxershorts, und zog ein neues T-Shirt an, bevor er sich ebenfalls hinlegte.
"Löschst du das Licht?", fragte der Jüngere der Winchesters den Älteren.
Eine Pause trat ein.
Dean verengte die Augen, gab jedoch nach, als er Sams Dackelblick erblickte.
"Weil du es bist."
Mit diesen Worten stand Dean wieder auf und ging zum Lichtschalter,
bemerkte aber Sams zufriedenes Lächeln nicht.
...
Der Kurzhaarige lag mit allen Vieren von sich gestreckt auf seinem Bett und hielt den Wuschelkopf mit seinem Dauergeschnarche wach.
Am Liebsten würde Sam seinen Bruder sein Kissen um die Ohren hauen, aber er war zu müde und zu schwach.
Er drehte ich zur Seite und betrachtete den Schlafenden.
/Wie friedlich er aussieht/, dachte sich Sam und rieb dabei seine Augen.
Als ein breites Grinsen in Deans Gesicht zu sehen war, welches man in dieser Dunkelheit eigentlich nur erahnen konnte, seufzte Sam nur.
/Er hat mal wieder einen unanständigen Traum.../
"Sam..."
Der Jüngere erschrak.
Hat er da tatsächlich Dean seinen eigenen Namen sagen hören?
Vorsichtig stützte Sam sich mit beiden Händen auf der Matraze ab, um ja keine Geräusche zu verursachen, schwang die Beine über die Bettkante und stellte sich auf.
Er blieb vor Deans Bett stehen, kniete sich hin, legte dabei die Arme auf das Bett und näherte sich so seinem Bruder.
/Was er wohl träumt.../, fragte er sich.
Am Kopf kratzend drehte der Jüngere sich um und wollte sich wieder schlafen legen, als sich etwas um sein linkes Handgelenkt schlang und ihn zurückzog.
Erschrocken wand er sich Dean zu, der ihn ernst ansah.
"W-Was ist los...?"
"Ssst!"
Dean legte den Zeigefinger auf Sams Lippen und brachte ihn so zum Schweigen.
Sam immer noch im Griff haltend horchte er in die Nacht hinein, in der festen Überzeugung, nicht alleine mit Sam im Zimmer zu sein.
Und sein Jägerinstinkt hatte ihn nicht enttäuscht.
Ein zotteliges Wesen, das Ähnlichkeit mit einem großen Hund hatte, schlich an den Betten vorbei und es schien so, als suche es nach etwas Bestimmten.
Dean zielte mit einer kleinen Schusswaffe, die er unter seinem Kopfkissen versteckt hatte, auf den Kopf der Bestie, machte jedoch zu laute Geräusche, sodass die Bestie floh, in dem sie durchs Fenster sprang und einen Scherbenhaufen hinterließ.
Sofort sprang Dean auf und folgte dem Wesen.
Ohne genau darüber nachzudenken lief er ihm hinterher.
"Dean...Dean!
Du Idiot!
Handle doch nicht immer so übereilt!", rief ihm Sam voller Panik hinterher.
Auch er kletterte aus dem Fenster, vergaß aber, sich eine Waffe mitzunehmen.
Barfuß versuchte Sam verzweifelt, mit Dean Schritt zu halten, der ihm mehrere Meter voraus war.
"Dean,bleib´ gefälligst stehen,sonst-"
Zu mehr kam Sam nicht, da sich scharfe Reißzähne in sein Fleisch bohrten und er, ehe er es sich versah, rücklings auf den harten Asphalt fiel.
Abrupt hielt Dean inne.
"Sam...?"
Es kam keine Antwort...
_________________Kapitel 1-Ende_________________
Kapitel 2
Waii ~
Es haben weitere zu meiner FF gefunden ~
Das freut mich x3
Tut mir Leid,dass es etwas länger gedauert hat,aber ich hatte die letzten Tage kaum Zeit, weiterzuschreiben x.x
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Das Wichtigste für mich ist, auf meinen Bruder aufzupassen.
"Sammy?!"
Noch immer keine Antwort.
/Er ist doch nicht...?!/
Nein!
Daran durfte Dean nicht einmal denken!
Rasch lief er in die Richtung, aus der er gekommen war, und blieb vor einer Blutspur stehen.
Ihm war so, als schnüre etwas seine Atemwege ab.
Er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Sam öffnete langsam seine Augen.
Seine Wunden machten ihn zu schaffen und er sah,dass er sich immer weiter vom Motel bewegte.
Jedoch war er nicht derjenige, der einen Schritt nach dem anderen machte.
Perplex riss er die Augenauf und erblickte neben sich den Kopf eines Mannes mittleren Alters.
Mit den dunklen Haaren, die zu einem Zopf gebunden waren, kitzelte er immer wieder Sam, dessen Wange nah an seiner war.
Ohne auf Sams Zucken zu achten, trug der Fremde den Winchester, den er sich über die Schulter geworfen hatte, weg vom Motel.
Weg von den anderen Menschen.
Weg von Dean ...
/Du musst dich zusammenreißen!/, schoss es Sam durch den Kopf.
Die Hände zu Fäusten geballt schlug Sam um sich.
Er traf den Mann am Kopf, der zu taumeln begann, ihn dennoch nicht losließ.
"Du bist wieder zu Bewusstsein gekommen?"
Dies war eher eine Feststellung als eine Frage.
Ihre Blicke trafen sich und Sam wusste sofort, dass mit dem nicht zu spaßen ist.
"Es wäre einfacher, wenn du still bleiben würdest,
aber ich kenne da einige Methoden,die dich dazu bringen,
den Mund zu halten."
Ein Schlag in die Seite, der die Größte der blutenden Wunden weiter aufriss, brachte Sam dazu, aufzuschreien.
Dean nahm diesen Aufschrei wahr.
Jetzt durfte er keine Zeit verlieren und rannte dem Schrei nach.
"Sagte ich nicht, du solltest den Mund halten?!", brüllte der Mann Sam an.
Das ohrenbetäubende Geräusch einer abgefeuerten Revolverkugel ließ Sam stutzen.
Gleichzeitig fiel er zu Boden, als die Kugel die Schulter seines Kidnappers durchdrang.
"Hände weg von meinem Bruder, du Mistkerl...!", hörte er Dean sagen,
der den Angesprochenen wütend anfunkelte.
Ein weiterer Schuss und der Kidnapper sank zu Boden.
Er rührte sich nicht mehr.
"Dean...!"
Erleichterung stand in Sams Gesicht geschrieben.
Lange sahen sie sich schweigend an, bis Sam laut loslachte:
"Man, siehst du bescheuert aus! Autsch!"
Zu lachen war keine gute Idee gewesen.
Seine Wunden taten ihm bei jeder noch so kleinen Bewegung weh.
"Bescheuert?", Dean hob eine Augenbraue hoch "Ich habe mich wenigstens nicht von einem Wildfremden verschleppen lassen, Sammy.
Wer weiß, was er alles mit dir anstellen wollte."
"Ach, hör´ auf!"
Sams linken Arm um seinen Hals und seine eigene Hand auf Sams Hüfte gelegt humpelte Dean gemeinsam mit Sam zum Motel zurück.
Dort angekommen behandelte Dean Sams Wunden.
-Ein Niesen-
"Das kommt davon, wenn man nur mit einer Boxershort und Socken bekleidet losstürmt", meinte Sam Achseln zuckend.
Daraufhin presste Dean das in Desinfektionsmittel eingetränkte Watte-Pad stärker als nötig auf Sams Wunden.
"Aua!
Dean, das hast du mit Absicht gemacht!"
"Tja, das kommt davon, wenn man mir unbewaffnet hinterherrennt und sich dann auch noch verletzten lässt."
Diese kleinen Streitereien gingen bis zum Morgengrauen so weiter.
...
Der erste Sonnenstrahl, der ins Zimmer schien, blendete den Kurzhaarigen.
Er drehtet sich zur anderen Seite hin, spürte einen anderen Körper neben sich, was ihn aufschrecken ließ und wich erst einmal zurück.
Das schlafende Gesicht seines Bruders beruhigte ihn jedoch wieder.
Es war gestern schon spät und beide hatten nicht bemerkt, dass sie sich im selben Bett schlafen gelegt haben.
"Oh, man.
Er macht sich ganz schön breit", beschwerte sich Dean und schob Sams Hand,
die sich an Deans Boxershorts festgegriffen hatte, beiseite.
Ein unverständliches Gemurmel war nun von Sam zu hören.
Dean schloss seine Augen wieder und ein Lächeln huschte über seine Lippen.
Er war froh, dass er ihn noch hatte.
Sam, seinen Bruder, den er immer beschützen möchte, den er ...
Ein Klopfen an der Zimmertür riss ihn aus den Gedanken.
"Hey, Sie!
Gestern war ein ganz schöner Krach aus Ihrem Zimmer zu hören!
Geht es Ihnen denn gut?!"
Es war der Hotelier, der wie ein Bekloppter an die Tür hämmerte.
/Der kommt aber früh damit an.../
"Uns ging es nie besser!", rief Dean.
Anscheinend reichte dies als Antwort, denn der Hotelier hatte mit dem Geklopfe aufgehört.
"Wenn Sie etwas brauchen, dann lassen Sie es mich wissen."
Und so verschwand er wieder.
"Der kümmert sich doch eher um seinen Schönheitsschlaf, den er dringend nötig hat, als um seine Gäste..."
"Du bist mal wieder zu liebenswürdig."
Irritiert sah Dean Sam an.
Als dieser ihm ein Lächeln schenkte, erwiderte er es.
"Das liegt halt in meiner Natur.
Ich kann einfach nicht böse sein."
"Jerk."
_________________Kapitel 2-Ende_________________
Kapitel 3
Liebe,liebe Leser >3<
Please,forgive me,dass es bei mir so dauert.
Ich habe bis Ende Mai meine letzten Klausuren und bin dem entsprechend
unter Stress. (Doofes zweites Semester...)
Ich danke euch aber fürs (Weiter-?)Lesen =3
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Ungeduldig wartete Sam vor einem Café.
Immer wieder schaute er auf die Uhr oder hielt nach einem schwarzen 1967er Chevrolet Impala, Deans "Baby", Ausschau.
"Wo bleibt er nur?", schnaubte Sam und sah verärgert drein.
Schon eine gute Stunde hatte ihm sein Bruder hier warten lassen.
Dass er hier warten gelassen wurde, ist nicht das Einzige, was ihn so aufregte.
Dean, der laut Sam mehr Zeit mit Frauen verbringt als mit dem Atmen, hatte sich in der neuen Stadt ein hübsches blondes Ding angelächelt und ihn, Sam, mit der Recherche, die den Geist betreffen, alleine gelassen.
Und nun kam Dean nicht zum vereinbarten Treffpunkt.
/Na bravo, jetzt muss ich mich wieder um alles kümmern.../
Seufzend drehte er sich zum Café um und betrachtete angewidert das kitschige knallpinke Schild über der Ladentür.
"Dreaming Angel" stand auf dem Schild geschrieben.
Mit gekünsteltem Lächeln betrat Sam das Café, aber das Lächeln verschwand sofort wieder, als er statt einer schönen Bedienung einen niedergeschlagenen jungen Mann am Tresen stehen sah.
"Entschuldigen Sie.
Ich werde später noch einmal vorbeischauen", sagte Sam.
"Sie können gerne hierbleiben."
Der Mann wusch sich die Tränen aus dem Gesicht und wies Sam auf einen Platz hin:
"Setzen Sie sich.
Was kann ich Ihnen bringen?"
Diese Situation war Sam mehr als nur unangenehm.
Am Liebsten würde er jetzt den Laden verlassen wollen, aber er wollte sein Gegenüber auf keinster Weise verletzen, also saß er sich schweigend hin.
"Was wünschen Sie?", fragte die Bedienung wieder.
"Einen Kaffee.
Nur einen Kaffee,bitte."
"Kommt sofort."
Bis man ihm Besagtes brachte, betrachtete Sam den Tisch, vor dem er saß.
Der Blonde stellte den Kaffee vorsichtig auf den Tisch, während seine Hände wie verrückt zitterten.
"Es geht mich zwar nichts an, aber fehlt Ihnen etwas?"
Sam sah in die weit aufgerissenen Augen der Bedienung und wünschte, er hätte lieber die Klappe gehalten.
Plötzlich war es so, als habe sich der Blonde beruhigt.
Er zitterte nicht mehr und setze sich nun ebenfalls hin.
"Nett, dass Sie mich das fragen," fing er an "Ich möchte mich erst einmal vorstellen.
Drake ist mein Name."
Damit hatte Sam nicht gerechnet.
Er wollte nur nett sein und jetzt erzählte ihm Drake seine ganze Lebensgeschichte.
Er hörte nur mit einem Ohr zu, horchte aber auf, als Drake vom Tod seines Bruders erzählte, der sich vor einigen Tagen ereignet hatte.
"Er war doch noch so jung!", jammerte Drake.
Auf einmal brach er in Tränen aus, schlang die Arme um Sams Hals und weinte sich bei ihm aus.
Völlig überfordert mit der Situation war Sam nicht in der Lage, etwas Anderes zu tun, als ihm beruhigend auf den Rücken zu klopfen.
Das Klingeln einer kleinen Glocke sagte ihm, dass jemand das Café betreten hatte.
"Äh, Sammy...?"
Sams Herz setzte für einen Augenblick aus.
Er blickte zur Tür und erkannte seinen Bruder.
Aus irgendeinem Grund errötete Sam, wand den Blick von Dean ab und schob Drake sanft von sich weg.
"Ich wollte euch nicht beim Kuscheln stören."
Dean näherte sich den Beiden.
"Sie kennen sich?"
Verwirrt sah Drake abwechselnd vom einen zum anderen Winchester.
"Wie jetzt?
Du hast ihm nichts von deinem gutaussehenden und bescheidenen Bruder erzählt?", Dean tat so, als wäre er schockiert "Warst du den so beschäftigt?"
Er reichte Drake die Hand und stellte sich vor:
"Ich bin Dean und meinen Bruder Sam kennst du ja bereits."
Drake schüttelte Dean die Hand und strahlte ihn dabei an.
"Ihr... Dein Bruder ist ein hervorragender Zuhörer!"
Während Drake ihm das sagte, zerrte Dean an Sams Hemd und umklammerte Sams Handgelenk.
Sam zuckte bei dieser Berührung zusammen und schaute endlich den Kurzhaarigen an.
Dieser machte eine Handbewegung, die einem Winken ähnelte, und riss Sam zu sich, der daraufhin aufstehen musste, um nicht auf den Boden zu landen.
"Das freut Sam sicher, nicht wahr?
Nur müssen wir schon los."
Dean legte etwas Kleingeld auf den Tisch und zog Sam hinter sich mit, ohne sich von Drake zu verabschieden.
"Auf... Auf Wiedersehen, Drake", stammelte Sam vor sich hin, ehe sie das Café verließen.
"Was sollte das?!"
Dean stand mit dem Rücken zu Sam und antwortete nicht sofort.
"Unter ´befragen´ verstehe ich etwas Anderes."
Verwirrt hob Sam den Kopf.
"Wie bitte?!"
Sam riss sich von Dean los und er kochte vor Wut.
"Ich habe mich wenigstens um unseren Fall gekümmert und das, wie sonst auch immer, alleine!"
Wenn Blicke töten könnten, wäre Dean jetzt tot umgefallen.
"Du hast mich hier eine Stunde versauern lassen, ohne dich bei mir zu melden und ohne meine Anrufe entgegen zu nehmen!"
Sam fasste sich an die Brust, denn seine Wunden waren noch nicht gänzlich verheilt.
Deans unbegründeter Zorn verrauchte.
"Sammy, ich-", Sams erhobene Hand unterbrach Dean.
"Spar dir deine Entschuldigungen", sagte der Größere, nahm Dean bei der Hand und ging zum Wagen.
Wie sehr Dean auch Sams sentimentale Seite auf die Nerven ging,
er liebte sie auch an ihm.
Liebte?
"Natürlich nur brüderlich..."
"Hast du was gesagt?"
"...Nein..."
_________________Kapitel 3-Ende_________________