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Die Campingtour

ZoroxRobin, SanjixNami
von

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Das Abenteuer beginnt

Aus der Sicht von Ruffy
 

"Juhuuuuuuuuuuuu!!!" Mein Ruf hallte durch den ganzen Wald.

Aber mir war das egal, denn ich war tierisch aufgeregt.

Schließlich war das unsere allererste Campingtour zusammen!

Und, um ehrlich zu sein, war es auch die Erste in meinem ganzen Leben.

Das alles war Robins Idee.

Sie meinte, sie wolle unbedingt mal wieder campen, in einem Wald. Überlebenstraining, oder wie sie es nannte.

Also waren wir zur nächsten, Survival Island, geschippert und hatten unsere Sachen zusammengepackt.

Zwar durften wir nur wenige Nahrungsmittel mitnehmen, aber Robin meinte, im Wald findet man genug Nahrung, wenn man sich dort auskannte. Na hoffentlich...

Ich weiß nämlich nicht, ob ich es drei Wochen ohne Essen aushalte!
 

Bei diesem Gedanken zogen sich meine Mundwinkel ein klein wenig nach unten.

"Hey, keine Angst. Wir Männer gehen täglich angeln. Du wirst schon nicht verhungern", meinte Sanji und klopfte mir ermunternd auf den Rücken.

Konnte Sanji neuerdings Gedanken lesen? Aber wahrscheinlich wusste er, dass ich eh andauernd nur ans Essen dachte, und wollte mich nur ein wenig aufmuntern.

Ich schnallte die Gurte meines Rucksacks noch ein wenig fester und ging weiter. Ohne mir Sorgen ums Essen zu machen.

"Schau mal da!" Robin, die bis gerade eben noch mit Chopper über Medizin gefachsimpelt hatte, streckte den Finger aus und deutete auf einen Vogel, der, in den Baumwipfeln verborgen, auf einem Ast saß.

"Lecker!", rutschte es aus mir heraus, wofür ich sofort eine Kopfnuss von unserem Smutje erhielt. "Ruffy, das ist ein Rainbow Stumper, oder Regenbogenstampfer genannt. Die stehen unter Naturschutz!" Er schaute zu Robin.

"Nicht wahr, Robin-Mäuschen?" Robin nickte und lachte, denn auch unser Koch bekam eine Kopfnuss verpasst.

"Hör auf, andauernd zu flirten", schimpfte Nami und fuchtelte energisch mit der Hand umher.
 

"Wann sind wir endlich da?" Zorro strich sich mürrisch durch sein grünes Haar.

Er war ziemlich verschlafen, hatte die ganze Nacht trainiert.

"Gleich. Dahinten ist schon die Lichtung" Robin deutete nach Richtung Norden. "Seid ihr sicher, dass uns dieser alte Mann, Toras, oder wie der sich doch gleich nannte, auch wirklich den richtigen Weg gezeigt hat?"

Lysop sah ziemlich misstrauisch aus. "Aber natürlich", entgegnete Sanji nur.

Wie langweilig... Wann sind wir denn endlich da?

Kaum hatte ich das gedacht, sah ich auch schon, wie sich die große Lichtung vor uns auftat. "Oh, wie toll!" Meine Euphorie war kaum zu überhören und ich rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn. Zorro seufzte nur genervt. "Ruffy, reg dich ab"
 

Aber das konnte ich nicht. Ich rannte auf die Lichtung zu und war über den Anblick, der sich mir anbot, über alles erstaunt!

"Wow" Sanji stand neben mir und hielt sich, aufgrund der Sonne, schützend eine Hand vor die Stirn. "Das Gebiet ist ja riesig. Ein toller Ort zum Campen!"

Inzwischen waren auch die Anderen an der Lichtung angekommen und starrten mit großen Augen darauf.

"Lasst uns die Zelte aufschlagen. Und du Sanji, kochst uns was, ich habe einen riesen Kohldampf" Sanji zog nur genüsslich an seiner Zigarette und schwieg.

"Ich würde vorschlagen, dass wir uns aufteilen. Die einen bauen die Zelte auf, die Anderen suchen Feuerholz und der Rest begibt sich auf Nahrungssuche"

Ich nickte zustimmend.

"Da Robin hier unsere Überlebensexpertin ist, würde ich sagen, sie und Nami suchen Nahrung. Chopper und Lysop suchen Feuerholz und Zorro und Sanji helfen mir beim Aufbau der Zelte" Murrend warf Zorro seinen Rucksack auf den Boden und kramte nach dem Zelt. Ich und Sanji taten es ihm gleich.

"Also, wir haben drei Zelte. Ich würde sagen, Ich, Zorro und Sanji schlafen in einem. Die beiden Frauen schlafen in dem anderen Zelt zusammen und das letzte teilen sich Chopper und Lysop. Irgendwelche Einwände?"

Ich sah fragend in die Runde.

"Ich will nicht mit diesem Weiberhelden in einem Zelt schlafen!"

"Ich will mir ein Zelt mit Nami-Mäuschen teilen!"

"Kommt gar nicht in die Tüte!"

Ich seufzte.

Kaum angekommen und die kriegen sich in die Haare. Echt unmöglich...

Okay, manchmal bin ich auch nicht besser, das gebe ich zu.

"Ruhe!" Ich schaute ernst drein.

"Wir teilen uns die Zelte, so wie ich es eingeteilt habe! Wenn einer dagegen ist, kann er ja die nächsten drei Wochen Nachtwache halten!" Das saß.

Zwar ging ein Grummeln durch die Runde, aber keiner sagte etwas. Geht doch!

Wenn man ihnen einen Strafe aufbrummen will, ist sofort jeder Streit vergessen.
 

Sanji holte inzwischen die Zeltstangen aus seinem Rucksack und ich zog die Plane daraus. Zorro gab uns währenddessen Befehle, wo wir welche Stange hinzutun hatten. "Helf lieber, Spinatschädel", maulte Sanji und hielt eine Stange fest, damit unser Zeltgestell, oder dasn was bisher davon zu erkennen war, nicht zusammenbrach. Brummelnd packte Zorro eine Stange, schraubte eine andere daran und rammte sie schließlich in den Boden.

Wir waren weiterhin damit beschäftigt, das Zelt aufzubauen.

Lysop und Chopper hatten sich schon verzogen, um so schnell wie möglich wieder mit dem Feuerholz zurück zu sein.

Schließlich waren beide ziemliche Angsthasen und so ein Wald hatte schon etwas Gruseliges an sich. "Wir gehen dann auch mal" Nami winkte uns zum Abschied zu. "Tschüssi, Nami-Mäuschen", säuselte der Koch, mit Herzchenaugen, und fuchtelte wild mit der linken Hand. Dann krachte das Zelt susammen.

"Du Idiot! Jetzt ist das Zelt zusammengebrochen!", schnauzte ihn Zorro an.

Es dauerte nicht lange und die beiden hatten sich wieder mal in eine Rauferei verwickelt.
 

"Hört auf! Wir müssen die Zelte aufbauen" Sie ignorierten mich. Typisch.

Ich ließ mich auf einen Baumstumpf plumpsen und schaute noch eine Weile diesem Schauspiel zu. Allerdings ging mir dabei eine Sache nicht aus dem Kopf.

Und zwar dieser bestürzte Gesichtsausdruck, als wir diesen Toras nach dem Weg fragten. Er hatte Angst, das war ihm deutlich anzusehen. Aber wovor?

Gibt es etwas in diesem Wald, was ihm Angst bereitete?

Warum sagte er uns das dann nicht? Und warum hatten die Anderen seinen ängstlichen Gesichtsausdruck nicht bemerkt?

Aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet...

"Hey, Ruffy. Komm, hilf uns!" Zorro winkte mich her.

"Jaja..."

Ich schwang mich auf die Füße und rannte zu den beiden.

Aber irgendwie fühlte ich mich beobachtet...
 

Wer beobachtet Ruffy, Sanji und Lysop?

Wie geht es mit den anderen beiden Teams zurecht?

Das erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Eine mühsame Arbeit

Aus der Sicht von Chopper
 

"Da Lysop"

Ich deutete mit meinem rechten Huf auf einen großen Ast, wenige Meter rechts von mir. Lysop stapfte an mir vorbei und bückte sich, um den Ast aufzuhoben. Eigentlich hätte ich ihn ja selbst aufgehoben, aber ich war vollgeladen mit Feuerholz. "Hier!", meinte Lysop und legte den Ast zu meinem Anderen auf den Stapel in meinem Arm. "Hey! Wie wäre es, wenn du auch mal ein wenig trägst!"

Da wälzt dieser Möchtegern-Kapitän die ganze Arbeit auf mich ab. Also echt!

Aber Lysop hob lässig eine Hand.

"Geht nicht. Ich muss doch die guten und schönen Äste raussuchen, schließlich bin ich der Feuerholz-Experte!"
 

Was für eine Lüge. Bisher habe ich alle Äste, zumal ich mich noch bücken konnte, selbst aufgehoben.

Und als ich vollgepackt war, habe ich ihm gezeigt, welche Äste er mir reichen soll. Nicht einmal hat er gesagt, dass einer dieser Äste nicht geeignet wäre, obwohl einige ziemlich dürr und knorrig war.

Mürrisch suchte ich den Boden weiter ab. "Reicht das denn nicht an Holz?" "Hiermit kannst du noch nicht einmal ein Feuerchen entzünden.

Und jetzt trägst du mal auch etwas!" "Jaja"

Lysop hebte einen kleinen, dürren Ast hoch. "So den hier trage ich!"

"Das ist doch wohl nicht dein Ernst!" Jetzt war ich wirklich sauer.

Diese faule Socke... Wenn ich denn in die Hufe bekomme, dann kann der aber sein blaues Wunder erleben. Oder er erlebt es jetzt.
 

Leicht torkelnd, in ständiger Angst, dass mir der Stapel Feuerholz gleich zu Boden fällt, steuerte ich auf Lysop zu.

Ich lächelte heimtükisch, ehe ich mit meinen Huf weit ausholte und dem Faulpelz in den Hintern trat. "Auua" Lysop schrie auf. "Spinnst du?"

Lysop funkelte mich wütend an.

"Ich tret dir nochmal in den Hintern, wenn du nicht endlich mithilfst, du Faulpelz!" "Ist ja schon gut"

Lysop rieb sich sein Hinterteil, ehe er sich bückte und ein paar Äste aufsammelte. Er ging an mir vorbei, bückte sich abermals und nach wenigen Minuten hatte er einen ebenso großen Stapel an Feuerholz wie ich zustandegebracht.

Geht doch. "Du, Chopper?" "Ja?" "Findest du diesen Wald hier auch so unheimlich?" Ich nickte. Sogar ziemlich unheimlich. Er fühlte also genauso. Zum Glück.

"So ich glaube, dass reicht jetzt!", murmelte Lysop und hob noch einen Ast auf. Ich nickte und zusammen traten wir den Rückweg an.
 

"Da seid ihr ja endlich."

Ruffy kam breitgrinsend auf uns zu und nahm uns das Holz ab.

Dann legte er es vor die Zelte.

"Hey, ihr habt es ja geschafft, die Zelte aufzubauen."

Leicht grinsend deutete er auf ein halbranponiertes Zelt.

"Bis auf das dort" Sanji lachte.

"Das hat Zorro zusammengebastelt. Er hat ja soviel Ahnung davon"

"Kein Wunder, wenn du hineinfällst"

Wieder gab es eine Rangelei zwischen den Bbeiden. "Leute, hört doch auf!"

Klar, dass sie nicht auf mich hören würden.

Zum Glück zog Ruffy Sanji von Zorro weg.

Zorro baute brummelnd sein Zelt wieder auf. Eigentlich sah es gut aus, sogar besser als die anderen Beiden.
 

"Welches ist unser Zelt?" Lysop schaute auf die drei Zelte vor sich.

"Das hier. Ich hab mir extra viel Mühe gegeben." Ruffy baute sich stolz vor uns auf, die Hände in die Hüften gestemmt. Ich musste mir das Lachen verkneifen.

"Das Zelt ist der absolute Schrott. Zorro kannst du das nicht auch kurz beabeiten?", meinte Lysop. Zorro wollte sich erst weigern, hatte dann jedoch das Zelt mit einigen wenigen Handgriffen umgebaut.

Ruffy war ziemlich betroffen über Lysops Worte, was dieser auch sofort zu bemerken schien. "Tut mir Leid, Ruffy." Lysop wusste nicht recht, was er sagen sollte. "Schon okay" Ruffy versuchte zu lächeln.

Ja Ruffy hatte sich wirklich verändert. Er ist viel erwachsener geworden.

Zwar steckt das Kind in ihm noch immer in ihm, aber er zeigte es nicht mehr sooft wie früher.
 

Er hatte gelernt, mit seinen Gefühlen umzugehen. Das Einzige, was sich an ihm nicht geändert hat, und ich bezweifle, das das überhaupt je passieren wird, ist seine Verfressenheit.

"Ich hab Hunger Sanjiiiiii!" Der Smutje schüttelte seufzend den Kopf.

"Wir müssen erst auf Nami und Robin warten" Er schaute zu den Zelten.

"Hey, Spinatschädel. Was machst du da? Mein Zelt war doch in Ordnung!"

Zorro war gerade dabei, an Sanjis Zelt herumzubasteln.

"Ach was, selbst eine Oma hätte das besser hingekriegt als du!"

"Was hast du gesagt?"

"Bist du etwa taub geworden?" Ich stöhnte.

Schon wieder gingen Sanji und Zorro aufeinander los. Die können echt keine Sekunde aushalten, ehe das sie sich gegenseitig an die Gurgel springen.

Ein echter Kindergarten. Ich setzte mich auf einen Baumstamm und sah den beiden zu.
 

Lysop hatte sich inzwischen in unser Zelt begeben und breitete unsere Schlafsäcke aus. "Rechts oder Links?" Was wollte der von mir?

"Chopper! Willst du Rechst oder Links schlafen?" Achso.

"Auf der rechten Seite. "Okay"

"Wir sollten unser Zelt auch schonmal ein wenig ausstatten", meinte Ruffy und zog einen Schlafsack aus seinem Rucksack. Er kniete sich in das Zelt hinein und breitete seinen Schlafsack in der Mitte aus. Auf meine Frage hin antwortete nur: "Wenn Zorro und Sanji nebeneinander schlafen müssen, reissen die sich noch gegenseitig den Kopf ab! So liegt einer rechts und einer links neben mir.

Ich hoffe mal, dass sich sich dann nicht raufen. Das halt ich nämlich auf die Dauer nicht aus!"
 

Für einen kurzen Moment bemitleidete ich unseren Kapitän.

Neben den Zweien in einem Zelt zu schlafen, würde mir glatt den Verstand rauben. Lysop hatte inzwischen das Feuerholz ordentlich aufgetürmt und legte einen letzten Holzscheid hinauf. Dann zog er ein Feuerdial aus seiner Tasche, drückte auf den Auflöser und im Nu brannte ein herrliches Feuer.

"Robin wird dir den Kopf abreißen, wenn sie das erfäht."

Aber Lysop zuckte nur mit den Schultern.

"Ach papperlapapp, Robin ist aber noch nicht zurück"

Ich hörte nur noch halb hin, denn ich spürte einen eisigen Blick im Nacken.

Ich fuhr herum, nur im nächsten Moment rein garnichts zu entdecken. Ich hob die Schulter und wandte mich wieder den anderen zu.
 

Wie es Nico Robin und Nami bei ihrer Nahrungssuche ergeht, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Auf Nahrungssuche

Aus der Sicht von Nami
 

"Was ist mit dem hier? Ist der essbar?"

Ich deutete mit dem Finger auf einen Pilz, den ich unter einem alten Baum gefunden hatte. Robin schüttelte den Kopf.

"Nein, das ist ein grüner Knollenblätterpilz. Der ist hochgiftig"

Na toll. Nahrung in der Wildnis zu finden, war verdammt schwer!

Ich suchte den trockenen Laubboden weiter nach Pilzen ab.

In der Nähe hörte ich das leise plätschern eines Baches.

"Nami!" Robin winkte mich zu sich. Ich erhob mich und ging auf sie zu.

"Wie wäre es, wenn ich Pilze suchen gehe, und du inzwischen diese Beeren pflückst." Ich nickte und pflückte eine Beere.

"Wie heißen die denn?", fragte ich Robin und drehte die Beeren zwischen meinen Fingern. "Stachelbeeren. Probier doch mal"

Ich ging Robins Aufforderung nach und steckte die Beere in meinen Mund.

"Hmm. Schmeckt gut" Auf Robins Lächeln hin pflückte ich einige Beeren und legte sie zu meinen Pilzen in den Korb. Robin sammelte währenddeseen weiter Pilze und andere nahrhafte Früchte.
 

"Hier sind Kirschen und Äpfel. Außerdem Heidelbeeren, Blaubeeren, Maronen, Pfifferlinge und Champions, ein paar Kräuter, Brombeeren, Himbeeren und Nüsse." Robin deutete mit dem Finger auf jedes einzelne Nahrunsmittel.

Wow, ich war echt überrascht. Ich hätte nie gedacht, das wir so viel Nahrung in so weniger Zeit finden würden.

"Lass uns eine Pause machen", schlug Robin zu. Wir setzten uns auf einem großen Stein nahe am Bach und ruhten uns aus.

"Du kennst dich aber gut in der Wildnis aus. Woher eigentlich?"

Robin lächelte und zwinkerte mir zu. "Das ist mein Geheimnis" Wie fies.

Ich stopfte mir noch eine Stachelbeere in den Mund.

Mann, die schmecken wirklich gut. "Du Nami?"

Ich drehte mich zu Robin und sah sie fragend an.

"Bist du eigentlich an Sanji interessiert?" Ich verschluckte mich heftig an meiner Beere und klopfte mir auf die Brust. Wie kam sie denn jetzt auf diese Frage? Ich wurde leicht rot.

"Wieso? Bist du etwa an ihm interessiert?" H

astig schüttelte Robin den Kopf und ich seufzte erleichtert.

"Naja um ehrlich zu sein, ein wennig schon." "Du lügst!" "Wie bitte?"

"Nami, man merkt dir an, wenn du lügst" Robin grinste breit.

"Na gut. Ich gebe es zu. Ich bin in Sanji verknallt", meinte ich und hob abwehrend die Hände. "Und was machst du, um ihn für dich zu gewinnen?"

Hah, jetzt werde ich sie austricksen." Ich zwinkerte ihr zu.

"Das bleibt mein Geheimnis."
 

Robin starrte auf den Bach. "Wieso willst du das eigentlich wissen? Hast du dich etwa auch in wen verguckt?"

"Nein"

"Du lügst. Man sieht es dir an!" Jetzt lachte Robin.

"Na gut ich gebe es zu." Neugierig wie ich war, versetzte ich ihr einen Stoß in die Rippe und zwinkerte ihr zu. "Wer ist es? Kenn ich ihn?"

"Komm lass uns zurück zu den anderen gehen"

"Aber du hast mir meine Frage überhaupt nicht beantwortet!" So leicht kommt Robin mir nicht davon. Aber sie stand dennoch auf, griff nach ihrem Korb und ging weiter. Ich sprang ebenfalls auf, packte meinen Korb und lief ihr hinterher.

Die Antwort würde ich schon noch aus ihr herausquetschen. Schließlich waren wir Freunde und erzählten uns gegenseitig alle unsere Geheimnisse.
 

"Wow!", rief Ruffy begeistert auf und stopfte sich mit Beeren, Pilzen und Nüssen voll. "Du Kindskopf. Lass den anderen auch etwas übrig!"

Dann verpasste ich ihm eine Kopfnuss. "Aua", murmelte Ruffy bloß und verzog sich schmollend in eine Ecke. Sanji kam auf und zu und sah in unsere Körbe.

"Da habt ihr aber Einiges zusammengesucht. Mit den Fischen, die ich und die Jungs gefangen haben, müssten wir heute satt werden. Mal abgesehen von Ruffy"

Er lächelte mich an und sogleich verspürte ich ein wohliges Gwefühl, dass sich in meinem Körper ausbreitete. Sanji war wirklich ungeheuer süß, wenn er so dastand und sich wie ein Kind über die ganzen neuen Früchte und Pilze freute, die er noch nie gesehen hatte. Am liebsten wäre ich ihm um den Hals gefallen und hätte... Halt, jetzt geh ich zu weit.
 

"Die Zelte sind super aufgebaut", lobte Robin die Jungs.

"Das war ich ganz alleine. Ruffy und Sanjis Zelt waren miserabel und ich habe sie in Ordnung gebracht." Zorro sah ziemlich stolz aus. "So hast du das?"

Sanji sprang Zorro auf den Rücken. Die streiten sich doch nicht schon wieder? "Sanji hör auf!" Abrupt löste sich Sanji von Zorro. "Ja, Nami-Mäuschen."

Robin kroch derweil in unserem Zelt herum und breitete die Schlafsäcke aus. "Sanjiiiiiiii, ich habe Huuuunger!", meldete sich Ruffy zu Wort.

"Jaja. Ist ja schon gut" Sanji wandte sich von mir ab, griff nach den Körben und lief zum Lagerfeuer, über dem die frischgefangenen Fische rösteten.

Da Robin ihn verboten hatte, sämtliche Kochutensilien mitsunehmen, rührte Sanji mit einem Ast in einem Stein, der eine Kuhle aufwies.
 

Das Einzige was Sanji aus seiner heißgeliebten Küche mitnehmen durfte, waren Teller und Besteck. Während Sanji das Süppchen umrührte, verteilte Chopper die Teller. Wir setzten uns auf die Baumstämme vor dem Feuer und aßen genüsslich die Suppe, die uns Sanji in die Teller füllte.

"Ich nenne dieses Gericht `Suppe á la Fruit de Wald´."

Ruffy verschlang sein Mahl schneller als ein Blitz und hielt Sanji den leeren Teller entgegen. "Nachschlag, bitte!"

"Du Fresssack!", entgegnete Sanji nur und füllte Ruffys Teller erneut.

Ich rückte ein wenig, kaum bemerkbar, näher an Sanji.

Es dämmerte bereits und bald würden wir schlafen gehen.
 

Wir saßen noch lange Zeit am Lagerfeuer, quatschten, lachten, erzählten uns Witze und Gruselgeschichte. Obwohl ich mich hervorragend amüsierte, hatte ich doch so ein merkwürdiges Gefühl. Als ob uns irgendwer beobachten würde.

Ich drehte mich um. Aber da war nichts, rein garnichts.

"Was ist los?" Sanji legte seinen Arm um meine Schulter.

Ich errötete. "Ähm nichts"

Er sah mich einen kurzen Moment an, und wandte sich wieder den Anderen zu. Seinen Arm ließ er allerdings weiterhin auf meiner Schulter ruhen.
 

"Uwaaaah. Ich glaub, ich verzieh mich schon mal ins Zelt."

Chopper stand auf, streckte sich und lief gähnend zum Zelt.

Er zog den Reißverschluss auf. "Gute Nacht, Leute"

"Nacht, Chopper" antworteten wir wie im Chor. Dann verschwand der kleine Elch im Zelt. Lysop folgte ihm wenige Zeit später.

"Zorro, du hältst heut Nacht Wache!"

"Wieso ich? Ich hab doch schon die Zelte aufgebaut", murrte Zorro.

Ruffy sah ihn ernst an.

"Weil ich es so sage" Zorro murmelte etwas Unverständliches.

Dann errichtete er sich und setzte sich vor das Zelt von ihm, Sanji und Ruffy. Wir anderen verzogen uns auch schon in unsere Zelte. Es war schon ziemlich spät und wir waren alle müde und erschöpft.
 

Die erste Nacht und was danach passiert, könnt ihr im nächsten Kapitel nachlesen.

Eine gemütliche Nacht

Aus der Sicht von Zorro
 

Oh mann, ist das langweilig. Warum musste ausgerechnet ich heute Nachtwache halten? Hier ist doch eh nichts los. Wie gerne würde ich mich doch jetzt in meinen Schlafsack mummeln, ehe ich einschlief. Aber nein.

Stattdessen muss ich vor unserem Zelt sitzen, Ruffy beim Schnarchen zuhören und aufpassen, das ja kein mutiertes Killereichhörnchen uns befällt.

Echt, diese Kinder. Was soll in so einem Wald schon passieren?

Schön es gibt vielleicht Bären und Wölfe. Aber wir sind doch alle hundert mal stärker als diese Viecher.
 

Ich hörte, wie der Reißverschluss des Mädchen-Zeltes hochgezogen wurde.

Ich drehte mich um und müsste überrascht feststellen, dass es Robin war.

"Kannst du nicht schlafen?" Sie nickte. "Nami schnarcht wie ein Ochsenfrosch und murmelt im Schlaf die ganze Zeit unverständliche Dinge über Sanji."

Sie setzte sich neben mich und schaute in den Nachthimmel. Von der Seite betrachtet war Robin ziemlich hübsch. Aber sie ist eh eine hübsche Frau, das gebe ich zu. Wenn sie bloß nicht so alt wäre. "Schau mal"
 

Ich sah sie fragend an. "Da ist der Polarstern"

Sie deutete mit den Fingern auf einen hellen Stern. Ich schaute in den Himmel. "Ach ja? Und wie hast du das jetzt herausgefunden?" Robin lächelte.

"Ganz einfach. Du siehst doch den großen Wagen dort am Firnament?"

Ich nickte. "Und wenn man jetzt die Hinterachse des großen Wagens fünfmal verlängert gelangt man zum Polarstern. Gleichzeitig ist auch dies der letzte Deichselstern des kleinen Wagens. Es gibt auch noch noch eine andere Möglichkeit, und diese wäre, zwischen dem ersten Deichselstern des großen Wagens und dem Mittelstern der Cassiopeia eine Linie zu ziehen. Der Polarstern befindet sich in etwa in der Mitte dieser Verbindungslinie." Sie zeichnete währenddessen mit dem Finger in der Luft herum. "Wow" Ich war wirklich erstaunt.

Woher wusste Robin das alles bloß? Sie war wirklich intelligent.
 

Der Vollmond stand am Himmel und die Luft war kühl.

Robin fröstelte leicht, obwohl das Lagerfeuer immer noch brannte.

"Hier" Ich schlang ihr meine Decke um die Schultern.

Mir machte die Kälte nicht so viel aus.

Aber warum habe ich das überhaupt gerade getan?

Eigentlich ist das so garnicht meine Art. "Danke" Ihre Stimme klang so hübsch. Melancholisch. Ach, was rede ich da eigentlich für einen Unsinn?

Ein merkwürdiges Kribbeln breitete sich in meiner Magengegend aus.

Es tat zwar nicht weh, ganz im Gegenteil, es fühlte sich sogar schön an, aber dennoch war dieses Gefühl merkwürdig.
 

"Nein, lass mich inruhe! Ich will nicht gefressen werden! Shanks will doch seinen Hut wiederhaben!" Lautes Gemurmel von Ruffy drang aus dem Zelt der drei Männer. Robin kicherte. Und auch ich musste lächeln.

Ruffy redete oft im Schlaf. Eigentlich war es ganz lustig mit Robin zusammen.

Wir redeten normalerweise kaum miteinander, geschweigedenn, dass wir so dicht beieinander saßen. Robin strahlte eine merkwürdige Wärme aus.

Sie durchfuhr meinen Körper, fühlte sich gut an.

Machte mich auf eine gewisse Weise glücklich. Robin erhob sich.

"Ich geh mal wieder ins Zelt und versuche, doch noch irgendwie die Nacht zumzukriegen" Sie legte mir die Decke wieder um die Schultern. Ich nickte.

Schade eigentlich, dass sie ging. Von mir aus hätte sie ruhig noch eine Weile bleiben können, um mir Gesellschaft zu leisten.

"Gute Nacht, Zorro", verabschiedete sie sich mit einem Lächeln, ehe sie wieder im Zelt verschwand. "Nacht, Robin"
 

Ich sprang auf. Da war doch gerade ein Geräusch!

Ein Rascheln, als ob jemand durch den Wald laufen würde.

Vorsichtig zückte ich meine Schwerter und ging leise ein paar Schritte vor.

Ein wildes Tier konnte es unmöglich sein, denn Robin sagte, durch das Lagerfeuer würden die meisten Tiere Angst haben und sich überhaupt nicht unsere Nähe trauen. Und ich glaubte Robin. Warum sollte sie uns anlügen?

Ich lauschte noch eine Weile angestrengt, aber es war nichts mehr zu hören. Wahrscheinlich war es doch nur irgendein Tier. Aber trotzdem fühlte ich mich beobachtet.

Ach quatsch, Zorro. Das bildest du dir nur ein.

Ich steckte meine Schwerter zurück und setzte mich wieder vor unser Zelt.

Ich gähnte. Oh mann, war ich müde! Ich schloss die Augen und wenige Minuten später war ich eingeschlafen.
 

"Hey Alter!" Irgendwer rüttelte mich unsaft.

Ich öffnete die Augen und sah in die Visage unseres Koches.

"Sanji, was willst du denn?" Brummelnd rieb ich mir den Schlaf aus den Augen und gähnte. "Mann du bist eingeschlafen. Und jetzt bin ich dran mit Wacheschieben." Er zog eine Zigarette aus seiner Tasche und zündete sie an.

"Achso!" Ich grummelte. Sanji ließ sich neben mir nieder.

"Und, wie hast du dir die Zeit vertrieben?"

Er zog an seiner Zigarette. Jetzt würde der Koch eine Abreibung bekommen.

"Ich hatte Frauengesellschaft", meinte ich nur und grinste breit.

Sanji fiel fast die Zigarette aus dem Mund? "Wie bitte? Doch nicht etwa von Nami, oder?" "Sag ich dir nicht!" "Du elender Schwertkrüppel!"

"Was hast du gerade gesagt?"

Und schon stürzte ich mich auf Sanji und raufte mich mit ihm.
 

"Aua" Schmollend hockte ich in der Ecke und betastete meine Beule, die ich durch die Kopfnuss von Nami erhalten hatte. Sanji erging es nicht anders.

"Kann man noch nichtmal inruhe schlafen, ohne dass ihr euch zofft?"

Wütend fuchtelte sie mit ihrer Faust vor Sanji herum.

"Tschuldigung, Nami-Mäuschen." Nami schnaubte nur und verschwand im Zelt.

"Hey" Sanji verpasste mir einen Stoß in die Rippen. "We hat dir denn die Nacht Gesellschaft geleistet?" Keine Antwort. "Aha, wahrscheinlich war Ruffy hier und du hast mit ihm rumgeknutscht" Boom. Neben der Beule von Namis Kopfnuss war nun eine weitere Beule. "Spinnst du?!"

Sanji hob einen Arm, aber dann fiel ihm Nami ein, und er ließ die Hand murrend sinken. "Das gibt Rache, das schwör ich dir! Aber nun sag schon!"

Ich verschränkte die Arme vor Brust und murmelte ein unverständliches "Robin"
 

Sanji nickte. "Aha. Und wie war es?" "Wie soll es schon gewesen sein?"

"Hat es dir gefallen?" "Was?" "Na das Robin da war" "Aso. Naja. War schon okay." Eine lange Schweigepause trat ein. Ich schaute in dem Himmel.

Die Sterne waren bereits verschwunden, statdessen färbte sich der Himmel lila. Bald würde die Sonne aufgehen. "Ich geh dann auch mal schlafen"

Ich stand auf und lief zum Zelt.

Sanji winkte mir noch zum Abschied, ehe ich im Zelt verschwand.

Oh Gott, ist das peinlich! Fast hätte ich geschrieen, als ich in das Gesicht von Nami blickte, die bereits wieder schlief.

"Scheiße, ich bin im falschen Zelt!" Ich drehte mich wieder um und wollte gehen, aber nicht bevor ich noch einen kurzen Blick auf Robin warf. Hübsch sah sie aus.
 

Sanji lachte sich halbtot, als ich mit hochrotem Kopf aus dem Mädchen-Zelt gehuscht kam. Ich verpasste ihm eine Beule durch eine Kopfnuss und verschwand diesmal im richtigen Zelt. Während ich Sanji draußen immer noch lachen hörte, legte ich mich auf meinen Schlafsack und schloss die Augen, ehe ich zum zweiten Mal ins Reich der Träume gleitete.
 

Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Heimliche Beobachtung

Aus der Sicht von Key
 

Drei Tage! Drei gottverdammte Tage beobachte ich diese Piraten nun schon!

Monkey D. Ruffy, Lorenor Zorro und Nico Robin.

Eine ganze Stange Geld für drei so kümmerliche Menschen.

Und ich bringe sie der Marine, tot. Schließlich bin ich Key, der berüchtigste Serienkiller dieser gottverdammten Insel. Ich liebe es zu töten.

Das ist meine Existenz. Meine Bestimmung. Kann nicht endlich mal einer dieser Piraten seinen Hintern hierher bewegen? Ich muss sie tief verborgen im Wald töten. Die Anderen dürfen das nicht mitbekommen. Schließlich sind sie ziemlich stark. Und ich muss sie killen, bevor sie mich killen.

Jetzt ist es fünf Uhr in der früh. Die Strohhüte schlaefen noch. Zumindest hoffte ich das. Heute würde ich zuschlagen...
 

Leicht gähnend wandte ich mich wieder den Zelten zu. Immernoch nichts.

Wie lange schliefen die denn? Langsam wurde ich ungeduldig!

Meine Hände begannen zu zittern und legten sich automatisch auf meine beiden Schwerter. Sanft strich über die Scheiden und dachte an den Menschen zurück, der sie mir verliehen hatte. Shiibaji, mein Meister. Ich weiß es noch, als wäre es gestern. Als Kind wurde ich immer schon gedemütigt wegen meiner besonderen Fähigkeit. Die Lehrer bezeichneten mich als 'provokant' und 'streitsuchend'. Meine Mitschüler verabscheuten mich, die Lehrer gaben mir schlechte Noten und selbst meine Eltern behandelten mich wie ein Stück Dreck.

Hätten sie das nicht getan, wären sie heute vielleicht noch am leben.

Aber sie wollten es ja so. Die Jahre vergingen und ich wandelte mich immer mehr zu einem tyrannischen Rebellen. Meine Mitschüler ignorierte ich, legte mich mit ihnen an, verprügelte sie.

Auch meinen Lehrern verpasste ich ab und zu ein blaues Auge. Aber sie wollen es nicht anders. An dem Tag, als ich erschöpft und mit einigen Verletzungen einer Prügelei nach Hause kam und mich auf mein gemütliches Bett freute, schafften es meine Eltern, mich zur Weißglut zu bringen.

Mein Vater war mal wieder betrunken, herrschte mich an, schlug mich.

Meine Mutter sagte mir ständig, wie enttäuscht sie sei und wollte mir für die nächsten drei Wochen Hausarrest geben. Das ging zu weit. Dann geschah das, was niemand für möglich gehalten hatte...
 

~Flashback~
 

Ich blickte mich um. Irgendwo mussten sie doch sein! Aber wo!

Meine Gedanken waren heute ziemlich vernebelt, ich wusste noch nicht einmal, wo sich was in unserem eigenen Haus befand. Die blanke Angst hatte mich gepackt und meine Wangen schmerzten immer noch von den Ohrfeigen meines Vaters.

Ich war neun, noch ziemlich jung, aber sehr selbstsicher und intelligent.

Ab und zu, in ganz seltenden Fällen hatten mich meine Lehrer gelobt.

Für meine gute Auffassungsgabe, meinen Intuellekt und meine Intelligenz.

Und für meine selbstsichere Art.

Ich stand auf zwei Beinen, schlug mich fast allein durchs Leben.

Die Gedankengänge, die durch meinen Kopf gingen, hatte kein anderer in meinem Alter. Ich war ein Genie, wenn man es so wollte.
 

Immer noch schaute ich mich um, suchte verzweifelt nach ihnen.

Die Bilder vor meinen Augen verschwommen ein enig, ich musste wohl bei dem Schlag auf meinen Kopf, als ich mich geprügelt hatte, eine Gehirnerschütterung bekommen haben. Verdammt. Mein Vater kam noch einen Schritt auf mich näher, hob seine Hand nun schon zum siebten Mal. Er roch nach Alkohol.
 

Meine Mutter stand nur hinter ihm, sah ihn an und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Klatsch. Zum siebten Mal spürte ich seine Handfläche in meinem Gesicht. Zum siebten Mal spürte ich grauenhafte Schmerzen.

Das war jetzt endgültig zu viel. Ein letztes Mal ließ ich meinen Blick hilflos umherwanden. Eine Kommode, eine Vase... DA! Endlich habe ich sie gefunden.

Sie hingen an der Wand, überkreuzt und ihre Klingen leuchteten im Licht der Deckenlampe. Die Katanas meines Großvaters!

Zwar hatte ich noch nie ein Schwert in der Hand gehabt, geschweigedenn benutzt, aber es gab keine andere Möglichkeit.

Flink huschte ich unter den Beinen meines Vaters hindurch.

Ich war klein und wändig. Wie ein Wiesel huschte ich flink quer durchs Zimmer. Gekonnt sprang ich aufs Sofa, hüpfte auf die Kommode und griff nach den Katanas. Sie waren ziemlich schwer und sahen verdammt scharf aus.

"Hey was machst du da?" Mein Vater sah mich wütend und gleichzeitig panisch an. Aber das war mir egal. Ein merkwürdiges Gefühl bereitete sich in mir aus.

Ich hatte das Verlangen jemanden zu töten. Meine ersten Opfer würden meine Eltern sein. Mein Blick wurde irre und ich zog eine Grimasse. Wer würde das glauben?

Ein Neunjähriger, der seine Eltern mit zwei Schwertern tötet, obwohl er noch nie eines benutzt hatte. In diesem Moment dachte ich an Nico Robin.

Sie hat mit acht Jahren ganze Kriegsschiffe zerstört.

In der Schule wurden wir über sie aufgeklärt.

Ich schaute in die vor Angst erstarrten Gesichter meiner Eltern.

"Tja" Meine Stimme klang ungewöhnlich kühl. "Ihr hättet mich nie so behandeln dürfen. Jetzt werdet ihr es bereuen!" Meine Augen blitzten und ich stürmte, die Schwerter fest umklammert, auf die Beiden zu.
 

~Flashback Ende~
 

Tja, so starben meine Eltern. Ich hatte sie selbst umgebracht.

Und ich fand das toll. Ein Gefühl breitete sich in mir aus, nahm mir all meine Last von den Schultern, ließ mich schweben.

Noch nie hatte ich mich so befreit gefühlt.

Am nächsten Tag stand es in allen Zeitungen: Eltern getötet von ihrem neunjährigen Sohn. Damals saß ich auf einem Stein im Wald, las den Bericht und schmunzelte. Ich empfand meine Tat eher als die eines Helden.

Ungestraft blieb ich allerdings nicht. Als die Einwohner unseren kleinen Dorfes, als solches konnte man unsere kleine Stadt getrost bezeichnen, davon hörten, wurde ich aus der Stadt gejagt.

Ich kam nur um haaresbreite mit meinem Leben davon. Danach ging es mir ziemlich dreckig. Ich wohnte auf der Straße, oder besser gesagt in einem Wald, hatte großen Hunger, denn ich war, wegen meinem seelischen Zustand, kaum in der Lage etwas Nahrhaftes aufzutreiben. Aber dennoch schaffte ich es irgendwie, nicht ins Gras zu beißen. Und dann änderte sich mein Leben schlagartig.
 

~Flashback~
 

Wie immer saß ich auf einem Stein im Wald und rieb mir den leeren Magen. Verdammte Scheiße, warum gab es hier nichts anständiges zu essen?

Nüsse und Beeren, nur so einen Fraß für ökologisch veranlagte Stubenhocker und Streber. Ich hätte kotzen können.

Warum habe ich nicht die Katanas meines Großvaters mitgenommen? Dann könnte ich jetzt jagen gehen. Aber für einen Jungen meines Alters wären solche Schwerter nach einer gewissen Zeit zu schwer geworden.
 

Ich seufzte auf und erhob mich vom Stein. Vielleicht finde ich ja doch noch was halbwegs Anständiges zum Essen. Also streifte ich mal wieder durch den Wald.

Ich war in so in Gedanken versunken, als ich den trostlosen Waldpfad zu meiner Rechten ansteuerte, dass ich garnicht bemerkte, wie ich mit irgendwem zusammenstieß. Ich schaute hoch und blickte einem alten Mann ins Gesicht.

"Können sie nicht aufpassen, sie seniler Ochse?!"

Die Beleidigung schien ihn eher zu belustigen, als zu ärgern.

"Soso du bist also Key" Für einen kurzen Augenblick glaubte ich ein erleichtertes Lächeln auf seinen Lippen zu erkennen. Ungläubig starrte ich den Alten an.

"Woher kennen Sie meinen Namen? Und wer sind sie überhaupt?"

Hasserfüllt sah ich den Mann an. Doch dieser grinste nur.

"Mein Name ist Shiibaji. Und den Rest wirst du früher oder später erfahren!"

Na toll...
 

~Flashback Ende~
 

So traf ich also auf meinen Meister.

Er nahm ich auf, zog mich groß und lehrte mich das Kämpfen mit Katanas.

Er bildete mich zum Killer aus.

Zwar war er mir gegenüber ziemlich streng und zeigte mir niemals, dass ich ihm etwas bedeutete, aber ich respektierte ihn trotzdem.

In einer gewissen Weise war ihm sogar dankbar. Ohne ihn wäre ich nicht das, was ich heute bin. Umso überraschter war ich, als er mir an seinem Sterbebett seine zwei heißgeliebten Katanas vermachte. Sie waren weit aus schärfer und wertvoller, als die Übungskatanas, mit denen ich bisher trainiert hatte, und auch das Stahl dieser Schwerter war sorgfältiger gefaltet. Komischer Kauz.

Es war mir wirklich eine Ehre, seine Schwerter entgegenzunehmen und ich versprach ihm, mich gut um sie zun kümmern und ihnen alle Ehre zu machen.
 

Die Zeit wollte einfach nicht vergehen.

Es war noch immer sehr früh am Morgen und keiner dieser Strohhüte wollte aufstehen. Nicht einmal ihr Koch stand auf, um das Frühstuck vorzubereiten.

Ich war gut über die Strohhutbande informiert, wusste alles über sie, ihre Stärken und Schwächen, ihr Heimatsorte und ihre Kopfgelder, einfach alles! Immernoch wartete ich unruhig in meinem Versteck nahe des Zeltplatzes der Strohhüte. Es kribbelte in meinen Fingern, ich wollte töten.

Mein letzter Mord war schon eine Weile her und ich musste meinem Ruf doch Ehre machen. Ich schaute abermals zu den Zelten und lächelte erfreut, als ich eine Bewegung im Zelt der Frauen bemerkte. Da kam ja schon mein erstes Opfer...
 

Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

In allerletzter Minute

Aus der Sicht von Robin
 

Grelles Sonnenlicht blendete mich, als ich die Augen öffnete.

Mit einem Gähnen erhob ich mich und rieb mir mit dem Handrücken über die müden Augen. Mein Blick fiel auf Nami, welche links neben mir immernoch friedlich schlief. Ihr orangefarbenes Haar hing ihr in Strähnen in der Stirn und eine Hand lag neben ihrem Gesicht auf dem Kissen.

Ich war mir sicher, hätte Sanji sie so gesehen, hätte er sich voller Verlangen auf sie gestürzt. Dieser liebeskranke Koch.

Langsam stand ich auf, streifte mir mein Nachthemd ab und zog mich an.
 

Das Lagerfeuer glimmte nur noch, als ich den Reißverschluss des Zeltes hochzog und nach draußen trat. Herzhaft streckte ich mich.

Ganz dem Anschein nach, war ich die Erste, die wach war. Umso besser.

So konnte ich mich ein wenig entspannen und einen kleinen Waldspaziergang unternehmen. Feuerholz brauchten wir ja schließlich auch.

Ich schulterte meinen Rucksack. Links von mir erstreckte sich ein langer Pfad, der immer tiefer in den dunklen Wald führte. Zwar hatte ich ein klein wenig Angst, das musste ich zugeben, aber ich war ja nicht waffenlos. Schließlich besaß ich meine Teufelskräfte, mit denen ich auch schon den ein oder anderen Gegner in die Flucht geschlagen habe. Also setzte ich mich in Bewegung.
 

Fasziniert starrte ich auf die Baumkronen zu meiner Linken. Vögel in allen Farben, Baumfische und auch ein paar größere und mir unbekannte Säugetiere und Insekten saßen in den Baumwipfeln und schauten mich mit zum Teil ängstlichen, aber auch interessierten Augen an. Zu meiner Rechten bot sich das gleiche Schauspiel. Als ich mich endlich dazu errungen konnte, anstatt auf die Tiere zu starren, den Boden nach Feuerholz abzusuchen, ahnte ich noch nicht, dass dies ein großer Fehler war. Denn in den Baumwipfeln lauerte mein Tod.
 

Ich hob einen weiteren Scheid Holz auf und stapelte ihn auf die Anderen in meinem Arm. Das müsste reichen, schließlich schaff ich nicht so viel zu tragen wie die Männer. Wieder warf ich einen gespannten Blick in die Baumwipfel, schließlich war ich jetzt fertig mit der Arbeit. Da waren sie. Zwei Augen, nichts Ungewöhnliches. Aber es waren Menschenaugen. Und in ihnen war die pure Lust nach Morden zu erkennen. Ein Zittern durchfuhr mich. Gebannt starrte ich auf die Augen.

Meine Augen weiteten sich, als die Augen dieser Person plötzlich verschwanden. Alarmiert ließ ich das Feuerholz fallen und rannte. Rannte um mein Leben. Plötzlich blieb ich stehen. Wenn ich weiter in die Richtung laufen würde, würde ich diese Person direkt zu den Anderen führen. Das konnte ich nicht zulassen. Panisch drehte ich mich um, wollte in die entgegengesetzte Richtung laufen. Nur kam ich leider nicht weit. Ich blieb abrupt stehen, als ich vor mir, im Schatten eines großen Baumes, die Silhoulette einer Person erkannte.

"Nico Robin, Nr. 3 auf meiner Liste. Sehr schön." Die Stimme klang wie die eines Jugendlichen, was mich sehr überraschte. Ein Teenager sollte nicht so gefährlich sein. "Wer bist du?" Ich versuchte meine Angst zu überspielen, aber so recht klappte dies nicht. Der Junge lachte, seine Augen, jene die ich in den Baumwipfeln gesehen hab, starrten mich an.

"Mein Name ist Key, der Killer und du bist mein nächstes Opfer Nico Robin!"

Mit diesen Worten war er verschwunden, wollte mich beim nächsten Angriff überraschen.
 

Voller Panik rannte ich weiter die Richtung entlang, die weg vom Zeltplatz führte. Mir schien alles so aussichtslos, laufe ich doch immer tiefer in den Wald hinein. Wie sollte ich dann jemals wieder lebend die Anderen finden?

Ein mir wohl bekanntes Geräusch zerschnitt die Lust. Das Geräusch eines Schwertes. Aber ganz anders als zu meinem Erwarten, landete es nur wenige Zentimeter vor meinen Füßen im Boden. Verdammt, dieser Junge musste auch Schwerter besitzen.

"Du kannst mir nicht nicht entkommen, Miss Bloody Sunday. 80 Millionen Berry ist ein e ganze Stange Geld, wenn du mich fragst. Zwar gibst weniger, wenn du tot bist, aber zusammen mit dem Kopfgeld der anderen Crewmitglieder reicht es allemal!", tönte es von irgendwo her. Er hatte also vor, uns alle zu töten.
 

Wieder hörte ich ein Schwert durch die Luft gleiten. "AAAH!"

Ich fiel auf die Knie. Verdammt er hatte mich an der linken Schulter getroffen. Der Schmerz pochte und ich war kaum in der Lage, irgendetwas zu tun.

Ich konnte nicht mal meine Teufelskräfte einsetzen. Das war mein Ende.

Ob die anderen wohl schon bemerkt hatten, dass ich verschwunden war?

Ob sie mich vermissten? Eine ganz bestimmte Person wohl kaum.

Mit der rechten Hand hielt ich mir die Schulter, als ich auch schon das nächste Schwert hörte. Jetzt ist alles aus. Und ich bin wie ein Feigling kampflos gestorben. Ich schloss die Augen und ließ es geschehen. Das Schwert klirrte, ehe es zu Boden fiel. Es hörte sich ganz so an, als wäre es an einem anderen Schwert abgeprallt. Ich drehte mich um und entdeckte Zorro.
 

"Es ist aber gar nicht nett, hilflose Frauen anzugreifen."

In Zorros Gesicht war blanke Wut zu erkennen.

"Hehehe, keine Sorge Lorenor Zorro, du wirst der Nächste!" Wieder flog ein Schwert durch die Luft, welches Zorro allerdings geschickt abwehrte.

"Komm runter, von da oben wirst du mich nie mit deinen blöden Schwertern kriegen." "Meine Schwerter sind nicht blöd!"

Und mit einem Aufschrei landete Key auf dem Boden hielt sich aber immernoch im Schatten eines Baumes auf. "Du Feigling! Kämpfe wie ein Mann!"

Und schon stürzte sich Zorro auf diesen Key.
 

Zorro? Was machte er hier? Warum war er gekommen?

Hatte er mein Verschwinden bemerkt? Wohl kaum. Ich sah zu Zorro, der auf Key zupreschte und sich mit ihm in einen Kampf zu behaupten versuchte.

Das Klirren von aufeinandertreffen Schwertern übertönte die Geräuschkulisse des Waldes. Key lag klar im Vorteil, aber Zorro musste sich auch erstmal aufwärmen. Irgendwann schaffte er es dann doch, Key eine Wunde zuzufügen.

"Verdammt! Wir werden uns wiedersehen, Lorenor Zorro, und glaub mir, dann bist du fällig!" Mit diesen Worten verschwand Key in den Baumkronen. Es wunderte mich, dass Key so schnell aufgab. Ich vermutete, dass er wohl noch das ein oder andere As im Ärmel hatte und uns nur die Enge treiben wollte.
 

"Alles in Ordnung?" Zorro half mir auf. "Mal abgesehen von meiner Schulter, ja" Ich verzog mein Gesicht vor Schmerz. Ich wollte mich gerade wieder in Bewegung setzen, als sich seine starken Arme um meine Tallie legten, ehe er mich mit Leichtigkeit hochob und mich auf seinen Rücken setzte.

"Ich kann selber laufen!", brüllte ich und wälzte mich auf seinen Rücken herum. Ich bin doch kein Kleinkind mehr. Außerdem hab ich eine verletzte Schulter kein gebrochenes Bein. Zorro beachtete mich nicht und ging los. "Ich will runter!" "Mensch, jetzt halt die Klappe, ich bring dich zurück!" Ich verstummte.

Aber beleidigt war ich dennoch.
 

Es war richtig gemütlich auf seinem Rücken. So warm und kuschelig.

Irgendwann, obwohl ich es mit aller Kraft zu verhindern versuchte, schlief ich ein. Ich hätte heute morgen, wohl doch länger schlafen sollen, dann wäre das alles hier mit Sicherheit nie passiert. Aber dann wäre auch DAS hier nie passiert. Innerlich grinse ich in mich hinein. Ich war so glücklich, dass Zorro mich gerettet und gefunden hat.
 

Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.



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Kommentare zu dieser Fanfic (21)
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Von:  sanxbrit
2009-11-18T22:28:05+00:00 18.11.2009 23:28
ist immer wieder zum lachen wenn sich sanji und zorro streiten^^
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:35:42+00:00 09.05.2009 12:35
Ich mag Key nicht -.-"
Er is feige, und scheiße xD
Zorro hätte ihn direkt enthaupten sollen <.<
Aber ich finde, dass Robin ihm ruhig etwas schaden hätte zufügen können^^
obwohl...
Dann wäre das mit Zorro ja nicht passiert ;)
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:29:46+00:00 09.05.2009 12:29
o_O
Der typ macht Robin nach xD
Ne spaß beiseite, Robin war es ja garnicht und sie hat immens darunter gelitten
...
Und ich glaube, das Robin das ist, wer da aus dem Zelt kommt
Aber dem "serienkiller" sollte man mal ordentlich aufs maul geben^^
(oder ihm sämtliche knochen brechen)
*an Robin denk*
hehe...
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:22:49+00:00 09.05.2009 12:22
Ja, Nachtwache kann echt öde sein^^
Aber Zorro is i-wie voll knuffig, wie er sich so benimmt wenn Robin dabei ist
oder generell, wenn es um Robin geht^^
ich freu mich auf das nächste Kapitel (zu lesen)^^
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:17:31+00:00 09.05.2009 12:17
Tja, was wären die wohl ohne geheimnisse?^^
Vorallem Robin ;)
Aber i-wie find ich es merkwürdig, das keiner von denen den killer "sieht"
bemerken tun sie ihn ja
Naja, das werde ich ja auch noch erfahren^^
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:12:32+00:00 09.05.2009 12:12
Ahahaha xD
Zorro und Sanji sind unbezahlbar^^
Ich frag mich echt, wie man es schafft sich so oft in die Haare zu kriegen, ist ja nich mehr normal xD
Naja^^
Mal schauen wie es den beiden Damen so ergeht :P
Von:  Rukia-sama
2009-05-09T10:07:12+00:00 09.05.2009 12:07
Hehe^^
Überlebungstraining(oder Campingausflug), is ja witzig^^
Bin ja mal gespannt wie es den verschiedenen Teams ergeht
Hoffe da kommt richtig nervenkitzel auf x3
Ohne dem geht es ja nicht xD
Von:  Nagisa-Misumi-girl
2009-01-04T13:58:08+00:00 04.01.2009 14:58
ohhhh wow bitte mach schnell weiter ich kann es kaum erwarten weiter zu lesen bis jetzt ist dich geschichte nähmlich super^^ mach schnell weiter und wenn du kannst sag mir bitte bescheid^^


lg Nagisa-Misumi-girl
Von:  Sunshine_Schiffer
2008-07-14T20:41:44+00:00 14.07.2008 22:41
hi habe die story gerade entdeckt und bin hin und weg, schreb bitte weiter.
Lg Strohhut-Robin
Von: abgemeldet
2007-07-01T17:10:47+00:00 01.07.2007 19:10
Super!
Ich mag deine Story!
Schreib bitte weiter *fleh*
Eine schönes Parring^^


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