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Karigurashi no Arrietty [Diskussionsforum]


Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
Kinofilm: Arrietty - Die wundersame Welt der Borger
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Karigurashi no Arrietty

Kinostart: 17.07.2010 (Japan), 02.06.2011 (Deutschland)

Studio: Studio Ghibli

Regie: Hiromasa Yonebayashi

Drehbuch: Hayao Miyazaki

Musik: Cécile Corbel

Deutscher Titel: Arrietty - Die wundersame Welt der Borger


Inhalt

Der zwölfjährige Sho zieht zu seiner Großtante in einen Vorort von Tokio, wo er Kraft für eine anstehende Herz-Operation sammeln soll.

Schon auf dem Weg durch den Garten zum Haus wird er auf ein kleines Wesen aufmerksam, das durch das hohe Gras huscht. Arrietty, vierzehnjährige Tochter einer Borgerfamilie. Die Borger sind kleine, nur 10 cm große Wesen, die sich alles, was sie zum Leben brauchen, von den Menschen "borgen". Dabei agieren sie im Verborgenen und nehmen stets nur so viel, dass die Menschen es nicht bemerken.

Arrietty ist stolz, endlich alt genug zu sein, um ihren Vater beim borgen zu begleiten. Dabei geschieht ihr ein Missgeschick: Sie wird von Sho ein weiteres Mal gesehen. Nach den Regeln der Borger müsste die Familie nun das Haus der Menschen verlassen, doch Arrietty und ihr Vater behalten den Vorfall erst einmal für sich. Das ruft die Haushälterin Haru auf den Plan, die schon lange darauf aus ist, die Borger zu fangen, um ihre Existenz zu beweisen. In der Folge kommt es zu einer zaghaften Annäherung zwischen der mutigen kleinen Arrietty und dem kranken Sho. Dabei äußert der Junge die Vermutung, dass die Borger vom Aussterben bedroht sind, was Arrietty große Sorge bereitet, denn außer ihren Eltern und dem wilden Jungen Spiller hat sie noch keinen anderen Borger kennengelernt. Die Lage spitzt sich zu, als Haru Arrittys Mutter fängt und Kammerjäger Jagd auf die Borger machen.


Meinung

Arrietty ist ein wunderbarer, handgezeichneter Anime. Die Geschichte nach der Buchvorlage von Mary Norton bleibt auf einen Handlungsort und wenige Charaktere beschränkt, so dass der Zuschauer sich voll und ganz auf deren Entwicklung und Gefühle konzentrieren kann. Dabei stehen Emotionen im Vordergrund. Mit dazu bei trägt der gefühlvolle Soundtrack der französischen Harfenisten und Folk Sängerin Cécile Corbel. Der ist so gelungen, dass er Ghiblis Stammkomponisten Joe Hisaishi gar nicht vermissen lässt.

Die Hintergründe, insbesondere der Garten, sind liebevoll gestaltet und haben mich vom Stil her an Kiki erinnert. Es gibt viele kleine Details zu entdecken, z.B. die ganzen Insekten und die Einrichtung im Haus der Borger, so dass der Film auch beim wiederholten sehen nicht langweilig wird. Für Ghibli Fans gibt es noch einige nette Anspielungen: Der Kater hat irgendwie was Totoro- (oder Katzenbus-)mäßiges, Haus und Garten ähneln denen aus Totoro, Spiller könnte ein Zwillingsbruder von Jimsy aus Future Boy Conan sein und wie Arrietty über die Nägel läuft erinnerte mich doch sehr an Chihiro auf der Außentreppe des Badehauses.

Ghibli-typisch ist auch die Darstellung von Haru. Sie wird nicht einfach als böse abgestempelt, sondern ist ein neugieriger Mensch, der zwar unsensibel und rücksichtslos ist, im Grund genommen den Borgern aber kein Leid antun will, was in ihren Dialogen mit den Kammerjägern deutlich wird.

Manche Interpretationen betonen sehr das Öko-Thema, da die Borger "recyceln", was bei den Menschen so abfällt und somit mit der Natur im Reinen leben. Für mich steht aber mehr die Entwicklung der Charaktere und die zarte Freundschaft zwischen Arrietty und Sho im Vordergrund.

Übrigens wurde die Romanvorlage 1992 als "Ein Fall für die Borger" auch schon mal real verfilmt - mit "Dr. House" Hugh Laurie in einer Nebenrolle...




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