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Gatekeepers [Diskussionsforum]


TV-Serie: Gate Keepers
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(c) 2000 by GONZO, WOWOW

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Tobias Hößl schrieb für Animexx folgenden Review:

Bei "Gate Keepers" handelt es sich um die im Jahr 2000 entstandene TV-Umsetzung des gleichnamigen Playstation-Spiels, das ähnlich wie "Sakura Wars" eine Mischung aus Strategiespiel und Dating-Simulation darstellt. Die Serie lief vom 3. April bis 18. September 2000 auf WOWOW und hat 24 Folgen á 25 Minuten. Die von Studio Gonzo aufwändig produzierte Science-Fiction-Comedy über eine Gruppe paranormal veranlagter Jugendlicher und Kinder, die im Jahre 1969 versuchen, die Bedrohung durch die "Invasoren", mysteriöse Wesen von wahrscheinlich außerirdischer Herkunft, abzuwenden, kam in Japan außerordentlich gut an. Derzeit wird die Nachfolgeserie "Gate Keepers 21" produziert.

UKIYA Shun, der zusammen mit seiner kleinen Schwester Saemi und seiner Mutter in einfachen Verhältnissen wohnt, wird Zeuge eines seltsamen Kampfes: Eine Gruppe Zivilisten verwandelt sich in graue, Roboter-ähnlicher Wesen und liefert sich mit einer mobilen Kampfeinheit der weltweit operierenden Organisation AEGIS ein Gefecht. Aber konventionelle Waffen richten bei den als "Invasoren" bezeichneten Wesen keinen Schaden an. Doch AEGIS hat noch einen Trumpf im Ärmel: Das Mädchen IKUSAWA Ruriko, das die übernatürliche Fähigkeit hat, das Tor zu einer anderen Dimension zu öffnen und von dort Energie für übernatürliche Attacken zu gewinnen - sogenannte "Gate Keeper"-Fähigkeiten. Nachdem sie den Invasoren großen Schaden zugefügt hat, formieren sich diese neu, verbinden sich zu einem überlegenen Objekt und zerstören einige Einrichtungen. Shun, der alles beobachtet hat, ist darüber so zornig, dass er alle Angstgefühle vergisst und das Objekt nur mit einer Dose bewaffnet angreift. Zur großen Überraschung setzt er unbewusst ebenfalls Gate Keeper-Fähigkeiten ein und kann das Objekt beschädigen. Ruriko gibt ihm ihre verbleibende Kraft, und er kann daraufhin das Objekt zerstören und die Gefahr abwenden. Noch größer ist aber die Überraschung, als die beiden erkennen, dass sie sich bereits aus frühester Kindheit kennen: Ruriko war damals in Shun verliebt, er gab ihr aber einen Korb, da sie im wahrsten Sinne des Wortes eine ziemliche Rotznase war (er gab ihr den Spitznamen "Rurippe", jap. für "Rotznase" - ein Name, auf den Ruriko nach wie vor sehr allergisch reagiert). Shun schließt sich AEGIS an, was mit einem Schul- und Wohnungswechsel in das Haus direkt neben Ruriko verbunden ist, da sich das Hauptquartier direkt unter der neuen Schule befindet. Er bekommt eine "Earth Defense License", mit der er über jedem nationalen Gesetz steht, und viele weitere "Kleinigkeiten" wie beispielsweise einen eigenen Sportwagen. Dann geht die Suche nach weiteren Gate Keepern los, um den immer aggressiver werdenden und immer zahlreicher auftauchenden Invasoren Widerstand entgegensetzen zu können. Der Reihe nach gesellen sich die etwas schlichte ASAGIRI Reiko, die sportliche und starke KONOE Kaoru, die aus sehr einfachen Verhältnissen stammende KUROGANE, die ihr gesamtes Selbstwertgefühl daran hängt, besser als Reiko zu sein, das junge, aus Shanghai stammende Mädchen FEIRING FEN, und Bancho, der zwar offensichtlich keine Gate Keeper-Fähigkeiten besitzt, aber aus Liebe immer bei seiner "Prinzessin Reiko" sein will, zu der Gruppe hinzu. Zuletzt treffen Shun und Reiko auf die rätselhafteste aller Gate Keeper - das Mädchen HOUJOU Yukino, das einsam in einer Art Zeitblase lebt, in der keine Zeit vergeht, grundsätzlich in Gedichten redet und eine nicht einschätzbare Macht besitzt. Yukino schließt sich nicht der Gruppe an, befreundet sich im Laufe der Serie aber mit Shuns Schwester Saemi. Während all dem verlieben sich sowohl Ruriko als auch Kaoru in Shun, und auch dieser fühlt sich zu beiden Mädchen hingezogen - eine klassische Dreiecksbeziehung entsteht. Der Kampf gegen die Invasoren verschärft sich. Einige technische Spielereien wie die Gate-Engine oder Mechas verstärken zwar die Gate Keeper-Fähigkeiten der Gruppe, dafür greifen aber zunehmend die beiden Generäle der Invasoren, Count Devil, der durch Traumbilder Menschen manipulieren kann, und General Machine, der sich mit jeder Maschine verbinden und diese dann kontrollieren kann, in den Kampf ein. Auch die drei arroganten Gate Keeper Jim Skylark, Jun Thunders und SAKIMORI Misao, die als Unterstützung aus dem Vereinten Königreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und West-Deutschland geschickt werden, sind nur eine geringe Hilfe. Dann taucht noch KAGEYAMA Reiji auf, der zwar ebenfalls Gate Keeper-Fähigkeiten besitzt, aber einen unendlichen Groll gegen die Menschheit hegt und sich deshalb mit Count Devil und General Machine verbündet hat. Er zeigt sich sehr an Ruriko interessiert, da sich ihre spezielle Fähigkeit, das "Licht des Lebens", durch Hass auch in das "Tor des Genozids" umkehren lässt...

Man bekommt in 24 Folgen auf sehr episodenhafte Weise eine Handlung präsentiert, die zwar alles andere als innovativ ist und nur wenige überraschende Wendungen hat, die aber in sich weitgehend stimmig und nur in einigen wenigen Details unlogisch ist. Ungewöhnlich ist die Zeit, in dem die Handlung stattfindet - der Zeitraum nach dem 2. Weltkrieg kommt in Anime relativ selten vor. Dafür kommt der zeitliche Kontext aber kaum vor - abgesehen von ein paar kurzen, nicht relevanten Referenzen auf wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse wie z.B. die erste Mondlandung könnte die Handlung auch in jeder anderen Zeit spielen, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Es hätte der Serie gut getan, wenn die Stimmung dieser Zeit besser vermittelt worden wäre. Was die Serie wirklich sehenswert macht und sie wohl auch zu so einem Erfolg gemacht hat, ist die gut gemachte Mischung aus ernst gemeinter Sci/Fi-Serie und einer Parodie auf eben dieses Genre. Die Charaktere sind streng nach dem Sentai-Prinzip aufgeteilt und wirken gerade durch die allzu häufige Anwendung des Kindheitstraumas und die zu undifferenzierten Charaktereigenschaften wenig glaubhaft. Das macht sie aber nicht weniger sympathisch. Sobald man sich an das für Keiji Gotoh ("Nadesico", "Those Who Hunt Elves") ungewöhnlich runde Charakterdesign gewöhnt hat, findet man viele Charaktere, die man einfach gern haben muss. Die Animationsqualität ist außerordentlich gut. Wie von Studio Gonzo ("Blue Submarine No. 6") gewohnt, wird viel mit Computergrafik gearbeitet. Dies fällt zwar auf, aber da hauptsächlich die übernatürlichen Elemente wie z.B. die Angriffe der Charaktere mit dem Computer animiert werden, stört es im allgemeinen nicht. Nur an einigen Stellen, wenn alltägliche Elemente wie z.B. Kirschblütenblätter vom Computer berechnet werden, fällt es negativ auf.


Einordnung: Action | Comedy | Sci-Fi | Basiert auf einem Spiel | TV-Serie




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