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Animexx PC-Koloration FAQ [Diskussion]

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PC-Koloration
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Vorwort

Die FAQ sollte so ziemlich die wichtigsten Fragen zur Computerkoloration umfassen. Um die FAQ einigermaßen aktuell und sinnvoll zu halten, gibt es hier ein paar Richtlinien:

  • Rechtschreib-, Tipp- und Grammatikfehler dürfen immer ausgebessert werden.
  • Wenn eine Frage fehlt, die in die FAQ aufgenommen werden sollte, so sollte man dies zuerst in der Diskussion anbringen *auf den Link da oben deut*. Gilt insbesondere, wenn eine Frage in der letzten Zeit gehäuft z. B. im Forum gestellt wurde. Sofern es sinnvoll ist, wird diese in die FAQ aufgenommen.
  • Wenn eine Kleinigkeit innerhalb des Kontext fehlt oder veraltet ist, was erwähnt oder aktualisiert werden sollte, dann kann man gerne auf den Bearbeiten-Knopf klicken wie beispielsweise ein weiteres Computerprogramm und neue Versionen, die in der letzten Zeit auf den Markt gekommen sind.
  • Will man jedoch eine spezielle Sache erwähnen, was auch einen gewissen Umfang hat (wie das Scannen von großen Formaten), so soll dies in den Tutorials ergänzt werden und ggf. mit einen Link in der dazugehörigen Frage.

Allgemeines

(Bearbeiten)

Was ist eine Computergrafik?

Eine Bezeichnung für Bilder, die vollständig am PC erstellt werden. Allerdings werden Bilder, bei denen z.B. vorher eine Tuschezeichnung eingescannt wurde, nur "Computer koloriert" genannt.

Was ist ein Coloprogramm?

Ein Programm zum Malen von digitalen Bildern auf dem Rechner.

Mit welchen Programmen kann ich kolorieren?

Adobe Photoshop, Adobe Photoshop Elements, Corel Photopaint, OpenCanvas, (Corel/Metacreation/Procreate - Mann! Dieses Proggie hat ein bewegtes Leben hinter sich ;)) Painter, Painter Classic, Gimp,Artweaver, Paint Shop Pro u. v. m.

Welche Ausrüstung brauche ich?

Einen Rechner mit ordentlich Arbeitsspeicher (die Mindestanforderungen sind auf der Verpackung oder auf der Hersteller-Homepage zu entnehmen), einen Monitor, eine Tastatur, eine Maus (idealerweise ein Grafiktablett), ein Coloprogramm und cremige Musik. ^_~

Was ist ein Grafiktablett?

Ein Grafiktablett ist ein elektronisches Zeichengerät, welches Profis gern zum malen auf dem PC benutzen. Es besteht aus einem Tablett mit einer speziellen Arbeitsfläche und einem Stift. Bei manchen Modellen ist auch eine Maus dabei. Damit kann man wie auf einen Blatt Papier seine Bilder anfertigen, jedoch digital. Im Prinzip überträgt es wie eine Maus, bloß wesentlich genauer durch den Stift, die Handbewegungen auf den Monitor. Außerdem besitzt der Stift in der Regel eine druckempfindliche Spitze, so dass Linien dicker und/oder intensiver erscheinen, wenn man stärker aufdrückt.

Mehr zu dem Thema gibt es weiter unten.

Was sind Outlines/Lineart?

Das sind die schwarzen Linien um die Figuren rum und im Hintergrund, jedoch ohne Graustufen. Die (Bleistift-)Skizzen werden meist mit Tusche oder am PC nachgezogen. Es ist eine Art Vorstufe zum Kolorieren.

Was ist eine Rasterfolie/Screentone?

Das ist eine leicht selbstklebende Folie, die mit einem bestimmten Raster oder Muster bedruckt ist. Sie wird oft für Schattierungen der Mangaseiten benutzt und man kann sie per Hand einkleben oder mit den PC einsetzen.

Finanzen

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Wo bekomme ich solche Programme?

Die bekommst du in jeden gut sortierten Computerladen, Online-Shops á la Amazon (oder vom Hersteller selbst) oder auch bei Ebay. Aber Vorsicht vor Angeboten, die sich auf den ersten Blick gut anhören (Raubkopien, falsche/versteckte Angaben, keine Seriennummern etc.). Ansonsten kann man meistens auch die Trial-Versionen, direkt beim Hersteller runterladen.
Einige Beispiele: Adobe, Corel Draw (Photopaint), Corel Painter, Open Canvas, Gimp

Wie viel kosten solche Programme?

Software Preis in Eur (ca. Angaben) Anmerkungen
Photoshop CS 2 1100,- Preistipp: Photoshop 6.0 OEM bei Ebay für ca. 50,- &euro, die Student-Edition von Photoshop CS2 kostet nur 169,- &euro, dafür muss man aber einen Nachweis per e-Mail oder Fax erbringen, dass man Schüler bzw. Student ist.;
Photoshop Elements 2 80,- bei ein paar Wacom GTs gratis dabei
Painter 9 400,- Painter Classic (bzw. Painter Essentials 2) liegt bei den meisten Wacom GTs gratis bei
Open Canvas 4
Open Canvas 4 plus
OC 4: 6000 ¥ (~ 50,- €)
OC 4 plus: 7800 ¥ (~ 65,- €)
Leider kann man OC 4 nur über Portalgraphics und nur mit

einer Kreditkarte oder via Paypal kaufen. Außerdem kann man mit OC 4 plus eigene Rasterfolien kreieren, ins PSD-Format exportieren und mit größeren Datenmengen arbeiten. OC 4 arbeitet nur mit Wacom-Grafiktabletts einwandfrei, bei 'kleineren' Herstellern funktioniert meist das Plug-In nicht.

Corel Photopaint 12 550,- (im Softwarepaket) Photopaint gibt es meist in einem Softwarepaket namens Corel Draw Graphics Suite 12
Gimp Freeware http://www.gimp.org/
Paint Tool SAI 5250¥ (ca. 40€ ,-) Ein noch recht unbekanntes,aber noch speicher und Geldbeutel- freundlicheres Zeichenprogram als OC.Leider selbes Bezahlsystem wie OC http://www.systemax.jp/en/sai/
Clip Studio Paint Pro |Ex Pro ( 46€) |EX ( 200€) Das aktuell beste Programm auf dem Markt für alles was mit Illustration,Comic und Manga zu tun hat.Das besondere ist die Pinsel Engine und der geringe Speicherbedarf des Programms.LÄuft auf vielen älteren Computern.Der Nachfolger von Manga Studio.Das Programm ist sehr preiswert,besonders im Angebot gibt es öfter grosse Rabatte.Trial Version ist kostenlos und unbegrenzt,aber kann nicht abgespeichert werden.http://www.clipstudio.net/en
Alle Preisangaben ohne Gewähr.

Tipp: Es lohnt sich nach einer Studenten/Schüler Version eines Programms zu schauen. Fast alle großen Hersteller wie Corel oder Adobe bieten ihre Software für Studierende zu verbilligten Tarifen an.

Gibt es Unterschiede zwischen den Programmen?

Erstmal gibt es zwei unterschiedliche Arten von Coloprogrammen: reine Malprogramme und Bildbearbeitungsprogramme. Malprogramme sind so konzipiert, dass sie viele traditionelle Maltechniken imiteren können wie Aquarell, Öl, Kreide etc. Dagegen sind Bildbearbeitungsprogramme richtige All-Round-Talente. Mit denen werden Fotos retuschiert, Printsachen erstellt, Homepages designt, teilweise Videos bearbeitet und auch gern Bilder koloriert.

Painter gilt allgemein als das Coloprogramm schlechthin. Mit ihm kann man sehr gut von kleineren Scribbles über knallbunte Manga-/Animebilder bis hin zu wahrhaft genialen Meisterwerken á la Leonardo da Vinci erstellen. Dagegen ist Painter Classic die abgespeckte Version vom großen Bruder, d. h. aber nicht, dass man damit "schlechter" zeichnet. Eher im Gegenteil, für manchen ist weniger mehr.
Open Canvas ist ein rein japanisches Produkt und dem Painter (Classic) recht ähnlich. Seine Spezialität sind jedoch die sog. Eventfiles. Ein ziemlich spaßiges (oder deprimierendes?) Tool, welches das Bild von den ersten Strichen bis hin zum fertigen Werk aufzeichnet und in Zeitraffer oder in Echtzeit wieder abspielen kann. Man kann dem Künstler sozusagen direkt über die Schulter schauen.
Sehr beliebt und weiter verbreitet als Painter ist Photoshop, obwohl es ein Bildbearbeitungsprogramm ist. Jedoch hat es sich wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten unter Profi-Grafikern und Agenturen als feste Institution hochgearbeitet. Leider muss man schon einen Goldesel haben oder hauptberuflich damit arbeiten um ihn sich leisten zu können, aber er ist sein Geld wert, wenn man mehr machen will als nur damit zu malen.
Gimp ist das Linux-Pentant zu Photoshop, aber das kann man auch unter Windows betreiben und ist absolut kostenlos.

Welche Version eines Programmes (z. B. Photoshop CS oder Photoshop 6.0) soll ich nehmen?

Prinzipiell ist es egal, welches du nimmst, denn zum Kolorieren braucht man eigentlich nur die Grundausstattung eines Programmes. Ein paar Pinsel und einen Radiergummi. Alles Weitere (Ebenen, Kanäle, Auswahlwerkzeuge etc.) sind sozusagen "Goodies", die einem das Arbeiten erleichtern, oder womit man auch brauchbare Effekte erzielen kann. Es hängt nun mal sehr viel von der Geschicklichkeit und Lernbereitschaft des einzelnen Users ab und wie gut der-/diejenige mit der jeweiligen Software umgehen kann.

Welches Programm ist für mich geeignet?

Die Frage kann nicht Pauschal beantwortet werden, weil jedem ein Programm mehr liegt als ein Anderes und auch die Geschmäcker sind unterschiedlich. Sei es Handling, sei es Übersichlichkeit, sei es ein finanzieller Aspekt. Da hilft im Grunde genommen nur eins: Trials runterladen und hemmungslos ausprobieren.

Was für Grafiktabletts gibt es?

Es gibt einen Platzhirsch namens Wacom und noch ein paar (wenige) andere wie Aiptek oder Medion.

Wo bekomme ich ein Grafiktablett?

Das bekommst du in jeden gut sortierten Computerladen, Online-Shops á la Amazon (oder vom Hersteller selbst) auch bei Ebay. Aber vorsicht vor Angeboten, die sich auf den ersten Blick gut anhören (Uralt-Tabletts, falsche/versteckte Angaben etc.).Hier gilt es Preise zu vergleichen und letztendlich den für einen vertrauenswürdigsten Verkäufer zu finden. Wacom bietet seit einiger Zeit in seinem Online-Shop gebrauchte Tabletts mit Garantie an.
Sorry, aber hier gibt es leider keine Trials zum runterladen. ^_~

Wie viel kosten Grafiktabletts?

Hersteller Modell Aktive Zeichenfläche Format Preis in Eur (Durchschnitt) Umfang
Wacom Bamboo Pen & Touch 14,7 x 9,2 cm 16 : 10 82,- /
Bamboo Fun Small Pen & Touch 14,7 x 9,2 cm (ca. A6) 16: 10 91,- ArtRage, Photoshop Elements
Bamboo Fun Medium Pen & Touch 21,7 x 13,7 cm (ca. A5) 16 : 10 179,- ArtRage, Photoshop Elements, Corel Painter Essentials
Bamboo Pen 14,7 x 9,2 cm (ca. A6) 16 : 10 57,- ArtRage
Bamboo Pen & Touch Special Edition Small 14,7 x 9,2 cm (ca. A6) 16 : 10 110,- ArtRage, Photoshop Elements, Corel Painter Essentials
Bamboo Pen & Touch Special Edition Medium 21,7 x 13,7 cm (ca. A5) 16 : 10 189,- ArtRage, Photoshop Elements, Corel Painter Essentials
Intuos 4 S S: 15,8 x 9,8 cm (ca. A6) 16 : 10 211,- Photoshop Elements, Corel Painter SketchPad, Autodesk SketchBook Express
Intuos 4 M 22,4 x 14,0 cm (ca. A5) 16 : 10 344,- Photoshop Elements, Corel Painter SketchPad, Autodesk SketchBook Express
Intuos 4 L 32,5 x 20,3 cm (ca. A4) 16 : 10 434,- Photoshop Elements, Corel Painter SketchPad, Autodesk SketchBook Express
Intuos 4 XL 46,2 x 30,5 cm (ca. A3) 16 : 10 765,- Photoshop Elements, Corel Painter SketchPad, Autodesk SketchBook Express
Aiptek HyperPen 6000 U: A6 / 30,- alle mit Maus
8000 U: A5 60,-
12000 U: A4 80,-
Alle Preisangaben ohne Gewähr.

Welches Grafiktablett ist für mich geeignet?

Für blutige Anfänger und alle, die das erstmal ausprobieren möchten, sind die günstigen GTs wie Bamboo Pen oder Aiptek zu empfehlen. (Vorsicht: Das Bamboo Pen besitzt jedoch einen unempfindlicheren Stift als die restlichen Modelle!) Fortgeschrittene können auf Bamboo Fun zurückgreifen. Solche, die absolut überzeugt sind vom Zeichenbrett, und Profis sowieso sollten zu einem Intous greifen. Dabei hat sich ein Intuos A5 als recht beliebtes Format durchgesetzt. Aber man sollte Bedenken, dass man ein Tablett nicht wie ein Blatt Papier verschieben und drehen kann. Deswegen ist das Arbeiten mit einem DIN A4 Tablett beispielsweise mit sehr weiten Armbewegungen verbunden um eine gerade Linie zu erzeugen.

Ältere Modelle von Wacom, die nicht mehr hergestellt werden, sind manchmal noch gebraucht zu kaufen - zum Beispiel bei eBay. Hier ist von einem Kauf eines "Volito" abzuraten, da deren Oberfläche sehr leicht zerkratzt. Wer sich also ein gebrauchtes Tablett der Vorgängergeneration zulegen will, der sollte auf Graphire oder Intuos zurückgreifen.

Generell ist darauf zu achten, sich beim Kauf eines Bamboo keines zuzulegen, das lediglich den Begriff "Touch" oder "Touch Only" im Namen trägt. Diese können nicht mit einem Stift verwendet werden.

Weniger gut sind allerdings Grafiktabletts der Firma Trust. Sie sind relativ günstig, funktionieren aber im Gegensatz zu Wacom Grafiktabletts mit Batterie, manchmal funktionieren sie sogar von Anfang an nicht richtig und gehen dazu auch noch relativ schnell kaputt. Dies wurde hier bei mehrere Usern festgestellt.

Falls dir allerdings sowas überhaupt nicht zusagt, dann kannst du auch mit der Maus kolorieren, selbst ein paar Profis machen das!

Praxis

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Wie scanne ich richtig?

Erstmal musst du festlegen in welcher Auflösung du einscannen willst. Faustregel dabei ist: je höher die dpi Zahl um so besser bzw. detailierter kannst du arbeiten. Für den Druck z. B. ist in der Regel ein Bereich ab 300 dpi empfehlenswert.
Danach legst du das Papier mit deiner Skizze/Tuschezeichnung auf den Scanner und scannst am Besten im Graustufen-Modus ein. In den meisten Fällen ist das so, dass dein Bild mit einem leichten Grauton auf deinen Bildschirm erscheint. Also nicht absolut Weiß und Schwarz. Das kannst du leicht korrigieren in dem du die Helligkeit/Kontrast oder Tonwertkorrektur-Box hervorholst und so lang mit den Reglern rumschiebst bist du einen satten s/w Kontrast erhälst. Falls du mal deine Zeichnung aus Versehen schief oder gar auf den Kopf gestellt eingescannt hast, dann kannst du mit so ziemlich jeden Programm das Bild drehen oder mit den Freistellungswerkzeug (engl. Crop-Tool) wieder "gerade stellen". Zum Schluss musst du dein Bild auf RGB-Modus umstellen, denn sonst kannst du nur mit Grauwerten arbeiten.

Eine weitere Anleitung zum Scannen gibt es bei den Animexx Tutorials unter dem Punkt "Tipps & Tricks".

Welche Auflösung brauche ich bzw. mit welcher Auflösung soll ich arbeiten?

Eigentlich sind 300 dpi ein guter Ausgangspunkt zum kolorieren. Die Vorteile sind vielfältig: schärfere Outlines, detailierteres arbeiten und du hast keinen "Treppeneffekt" beim ausdrucken. Für kleinere Übungszwecke und für's Web reichen allerdings 72 dpi (= normale Monitor-Bildschirmauflösung) vollkommen aus. Schon allein wegen der Ladezeiten solltest du das tun. Es gibt sogar Programme die eigentlich nur für diese Bildschirmauflösung konzipiert wurden z.B. Open Canvas.

Was sind Layers/Ebenen?

Ebenen kannst du dir als mehrere durchsichtige übereinandergelegte (Overhead-)Folien vorstellen, die alle voneinander Unabhängig sind, d. h. du kannst sie alle einzeln bearbeiten wie du möchtest. Die meisten Künstler arbeiten damit und legen auch für fast jede Farbe eine neue Ebene mit entsprechender Bezeichnung an.

Für gewöhnlich kann man Ebenen diverse Eigenschaften zuweisen. Welche dies genau sind und wie sie bezeichnet werden, hängt vom jeweiligen Programm ab mit dem man arbeitet. Die gängigsten Formen sind:

  • Normal diese(r) Layer/Ebene funktioniert ist, wie eine normale Folie oder auch leeres Blatt,
  • Multiplizieren (Multiply) diese(r) Layer/Ebene dunkelt nur ab,
  • Negativ Mutiplizieren (Screen) diese(r) Layer/Ebene hellt nur auf,
  • Ineinander kopieren (Overlay) diese(r) Layer/Ebene vermischt sich mit der darunteliegenden Ebene.
  • Farbe (Color) diese(r) Layer/Ebene überträgt seine Farbinformationen auf die darunteliegenden Ebene, usw...

Am Besten man experimentiert selbständig mit den einzelnen Funktionen um die Wirkung kennen zu lernen.

Was sind (Alpha-)Kanäle/Channels?

Sie sind vergleichbar mit so einer Art Schablone, mit denen du einzelne Bildteile separieren/auswählen und unterschiedlich bearbeiten kannst. Die Kanäle kannst du auch sehr gut mit den Ebenen kombinieren und im Fachjargon werden sie oft auch als "Maske" bezeichnet.

Wozu sind Filter gut?

Lustige Funktionen mit denen du recht schnell ein paar nette Effekte auf deine Bilder machen kannst. Probier sie einfach mal aus um zu sehen, was sie bewirken können. Du kannst sie anfänglich für diverse schnelle Effekte oder gar Hintergründe benutzen, aber es ist besser du unterläßt das nach Möglichkeit, wenn du ernsthaft digitale Bilder malen willst. Es zeugt nun mal nicht viel von deinem eigenen Talent, wenn du sie permanent einsetzt, und es wird sehr oft als "billig" abgegolten. Leider wird die Funktion auch gerne missbraucht um ein schnödes Foto oder ein fremdes Fanart zu "bearbeiten", welches man mit keinem Strich selber gemacht hat. Dieses wird auf Animexx oder Fanarts.de hochgeladen und als "Eigenkreation" ausgegeben. Sowas ist hier nicht gern gesehen und ist absolut verboten!

Weitere Hinweise zu erlaubten und nicht-erlaubten Fanarts kann du hier erfahren.

Was muss ich tun, damit ich die Outlines nicht übermale oder dass sich keine häßlichen Weißen Ränder um die Outlines ergeben?

Dazu kursieren sehr viele Methoden und Varianten besonders im I-Net (Stichwort: Google) wie dieses Problem behandelt bzw. umgangen wird.

Einer der einfacheren Methoden ist die hier: Scann deine getuschte Zeichnung ein, korrigier sie ggf. mit der Tonwertkorrektur oder Helligkeit/Kontrast, wähl das gesamte Bild aus, kopier es, fügt es gleich wieder ein (Shortcuts: Strg + a --> Strg + c -->Strg + v) und stell diese auf Multiply/Multipizieren in der Ebenenpalette um. Darunter kannst du dann problemlos kolorieren (das gilt im übrigen für alle der hier aufgeführen Vorgehensweisen).
Etwas komplizierter, aber nicht minder beliebt, ist die Kanal-Methode. Da gehst du eigentlich so vor wie bei der ersten bis du das ganze Bild kopiert hast. Danach wechselst du zu den Reiter "Kanäle" ("Channels"). Dort erstellst du einen neuen Kanal und fügst deine Zeichnung ein. Dann drückst du gleichzeitig auf Strg und auf den Kanal mit dem Bild und es erscheint eine sog. Auswahl. Das sieht so aus als würden kleine "Ameisen" deine Outlines genau nachkrabbeln wollen. Anschließend wechselst du zu deinen Ebenen zurück, erstellst eine neue, invertierst die Auswahl (Strg + Umschalt + i) und füll diese mit den Farbeimer aus.
Die fortgeschrittene Variante ist, dass du deine Skizze einscannst und die Linien mit einem GT und auf einer neuen Ebene nachziehst. Probier einfach aus, welche der drei (oder auch eine ganz andere) Techniken dir am ehesten zusagt, ansonsten können waghalsige sich auch gleich auf eine 100 %ig am PC erstellte CG stürzen, also ohne vorher einzuscannen... nur du, dein Rechner, dein Proggie und dein GT! *Brandung schlägt an einen Küstenfelsen, heroische Musik...blabla*

Wie mache ich einen Hintergrund/Background?

Leider gibt es dafür keine Zaubermethode, welches dir das zeichnen eines Hintergrundes erleichtert und dabei noch gut aussieht. Es führt eigentlich kein Weg vorbei als stundenlang Landschaftsbilder zu studieren, viele Bücher über die Perspektivlehre zu wälzen und viel Geduld bei der Erstellung eines HGs zu haben. So arbeiten auch viele Profis noch, auch wenn sie das seit Jahren machen. Lass jedoch so oft wie möglich die Finger von solch "tollen" Ideen wie ein schönes Foto in den Hintergrund einzufügen oder gar ein paar "coole" Filter zu benutzen. Sie unterstützen nicht wirklich deine zeichnerischer Qualität und bringen dich im Endeffekt nicht weiter.

Wie mache ich eigene Rasterfolien am PC?

Auch hierzu kursieren einige Möglichkeiten besonders im I-Net wie Rasterfolien am PC erstellt werden können. Am einfachsten geht das mit Bildbearbeitungsprogrammen, wie Photoshop, in dem du dort eine Datei mit einer grauen Fläche anlegst. Dabei wäre es gut, dass du im Graustufen-Modus arbeitest und eine Auflösung von 600 dpi eingestellt hast. Ab hier musst du entweder über Modus --> Bitmap, Methode: Rastereinstellung oder mit den Vergröberungsfilter --> Farbfilter etwas rumprobieren. Desweitern kannst du auch eine Mini-Datei mit einen Rasterpunkt o. ä. erstellen und das über Bearbeiten --> Muster festlegen speichern. Danach die entsprechende Fläche füllen mit Bearbeiten --> Fläche füllen, Inhalt füllen mit: Muster. Darunter wird ein kleines Fenster aktiviert, womit du dein Raster aussuchen kannst. Falls dir die ultra-kurz Erklärung nicht weiterbringt, dann kannst du hier die Langfassung lesen:

Dontoranekos Rasterfolien Dôjinshi
Tutorial: PC-Rasterfolie von Milkymalk
Saienns Rasterfolientutorial (ganz unten zu finden)

Daneben kannst du auch seit der Version 3 von OpenCanvas mit einem speziellen Tool Rasterfolien erstellen. Du wählst aus der Tone Palette (engl. Kurzform für Screentone) einen Raster aus, suchst dir den Pinsel aus, aktiviere bei Pen Window das kleine karierte Kästchen aus (in der Mitte, rechts) und trägst dein Rastermuster dorthin auf, wo es gewünscht ist. Neue "Tones" kannst du unter Tone --> New erstellen und unter Tone --> Save collection of Tone abspeichern.

Wie fügt ich am PC Rasterfolien (z. B. in meinen Dôjinshi) ein?

Ganz primitiv, mega einfach und gar nicht mal so schwer. Die Datei mit der gewünschten Rasterfolienmuster aussuchen, dann Strg + A, Strg + C und aktiviere die Datei, wo das Muster hin soll. Strg + V und verschieb es ggf. auf deine Fläche der Begierde. Anschließend einfach die Stellen wegradieren, wo die Rastefolie nicht sein soll. Fertig!
Es gibt natürlich auch viel feinere und praktischere Methoden, aber die alle zu erklären, würde so ziemlich den Rahmen der FAQ sprengen. Daher das allseits beliebte Zauberwort: Google oder die animexx'sche Suchfunktion.

Mit welchen Gerät ist es einfacher zu kolorieren: Maus oder Grafiktablett?

In Grunde genommen ist es einfacher mit den GT zu malen, da es so konzipiert wurde als würde man wie auf einen Blatt Papier zeichnen. Natürlich kann es auch sein, dass du mit so einem Ding nicht zurecht kommst und lieber zur Maus greifst. Es wird schließlich keiner dazu gezwungen. ^_~

Wie fange ich zu kolorieren an?

Tjoa... du fährst erstmal deinen Rechner hoch, positionierst deine Tastatur genau vor dem Bildschim (oder auch schräg daneben) und dein Tablett ebenfalls. Anschließend gammelst du dich königlich in deinen Drehstuhl rein, greifst mit einem gekonnt eleganten Schwung deinen GT-Stift, atmest tief ein, atmest tief aus und dann... legst du los! :P Hehe... Spaß bei Seite, ein Patentrezept gibt es hierfür leider auch nicht. Noch dazu, jeder hat seine eigenen Techniken und wird sie haben, wie er an so einer Koloration ran geht. Daher gibt es viele gute Seiten mit Tuts für jedes Programm im Internet (jup, der gute Google ist das Zauberwort) oder bei den Animexx Tutorials zu finden.

Wie muss ich meine Bilder kolorieren, damit sie so cool aussehen wie von Zeichner xyz?

Wenn du wissen möchtest wie ein bestimmer Zeichner seine Bilder malt, dann kannst du ihn/ihr auch eine E-Mail, ENS oder ähnliche hinschreiben. So beantworten sie eher deine Fragen als wenn du hier einen Thread aufmachst und die Frage so in den Raum stellst. Jedoch sei ihnen nicht böse oder enttäuscht, wenn sie dir nicht gleich oder gar nicht antworten. Manche bekommen regelmäßig solche Anfragen und oftmals sind es inhaltlich dieselben. Es kann gut sein, dass einige grad viel Stress in der Arbeit oder Schule haben oder anderweitig nicht können.

Ich habe Photoshop, Painter o. ä. installiert und auch schon ein bisschen rumprobiert, aber wieso kriegt ich trotzdem keine so coolen Bilder hin?

Ein Schwert in der Hand halten zu können, heißt noch nach lange nicht, dass man auch Schwertmeister ist. Genauso so ist es mit dem Kolorieren. Es erfordert nun mal viel, manchmal sehr viel Geduld, Zeit und Experimentierfreude um irgendwann dorthin zu kommen, wo du gern hin willst. Viele der sog. "Super-Zeichner" haben auch klein angefangen und haben viel, sehr viel, oft jahrelang geübt bis sie soweit gekommen sind, wo sie jetzt stehen (und den meisten ist es trotz allem immer noch nicht "gut" genug *hüst*). Ein Coloprogramm hat nun mal leider (oder eigentlich zum Glück!) keinen Button, wo draufsteht "Bitte Meisterwerk kolorieren".



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