Grau......
Düster schimmert das letzte Licht des Nachmittags zwischen den grauen, dicken Regenwolken hervor. Der Regen zieht sich wie einen Schleier über die Wälder, verregnet das Gemüt und wäscht die Erinnerung an Sonnentage aus. Nicht dass ich den Regen nicht mag, zeitweilig macht er allerdings etwas schwermütig. Die Dinge ruhen dann scheinbar und das einzige, vernehmbare Geräusch scheint das monotone prasseln der Regentropfen zu sein, die ihre konzentrischen Kreise in den Seen ziehen.
Zwar kann ich mich dann in mein Reich flüchten, umgeben von hunderten Büchern und Staub und Stille, doch manchmal ruft man mich und ich folge. Eigentlich ist es ja auch recht angenehm, zum Nachmittag hin etwas Tee trinken zu gehen, und den anderen Anwesenden einfach mal nur still zuzuhören, wie sie erzählen, sich ins Wort fallen, aus Gewohnheit zetern und nach Karten kramen, um zu zeigen wie die Welt aussah. Still dann dort zu sitzen, in der scheinbar schwerelosen, gläsernen Tasse den heißen, goldbraunen Tee mit Zucker zu versüßen und das Mobiliar zu betrachten hat einfach etwas. Und selbst wenn alle reden und plaudern und plärren, so spürt man doch die Stille, die sonst in dieser Stube herrscht, den ihre Bewohner sind längst alt geworden und haben sich kaum noch etwas zu sagen.
Geduldig zuzuhören und dabei etwas Neues zu lernen, über ein paar Stunden hinweg ist nicht wirklich anstrengend für mich, es macht Spaß. Das monotone Geräusch des Regens ist jedoch auch dort zu vernehmen, in dem alten Haus, das früher mal erbaut wurde, schnell und eilig, um jenen Unterschlupf zu bieten, die ihre Heimat verlassen mussten. Ich sitze dort, in der beengten Stube, bestaune den silbernen Samowar, die alten Möbel, wackele etwas am Tisch herum und rieche das Feuer im Kamin. Draußen vor dem Fenster, jenseits der blütenweißen Gardinen beginnt es zu dämmern und es wird klar, dass es bald Zeit ist, zu gehen. Schnell werden mir noch eine Tüte älterer Bücher und ein kleines Teeservice in die Hand gedrückt, sorgfältig verpackt. Denn die einstmalen Besitzer wissen, dass sie alt sind, sie denken zu sehr darüber nach, leben nichtmehr von einem Ziel zum nächsten, sondern warten, warten darauf, dass sie wirklich zu alt werden, um zu leben. Die graue Auffahrt und der grauer Regen, das graue Haus und der graue Himmel, die grauen Leute mit ihren düsteren Gedanken, Erinnerungen und Ahnungen.
Doch auch die Straße, die davon führt ist grau, grau wie der Regen, das Auto und das Gespräch über Leute, deren leere Häuser am Wegesrand stehen und die man einmal kannte. Grau sind die Gedanken an die Hinterbliebenen, die schnell veräußerten was ging, an den großen Supermarkt und an sonst wen auch immer, Hauptsache weg. Die Dinge sind nichtmehr so wie gestern, seit heute Morgen schon, die Zeit eilt. Der Regen prasselt auch jetzt noch gegen die Scheine und die Dinge sind noch immer grau. Sie werden es sein, bis der Sommer kommt und ich den Regen vermissen werde.
Die Geschichte ist wirklich grau. Würde ich ein Bild dazu malen, wäre es nicht schwarz-weiss, sondern mit vielen Grau-Abstufungen.
Ich frage mich... hast du da deine Grosseltern besucht? ^^ Oder sind die alten Bewohner die Gegenstände darin?
Hie und da entdeckt man einige subtile Anspielungen auf etwas, das vielleicht nur du verstehen kannst, oder auch die, die eingeweiht sind... Wie das schnell erbaute Haus um... hinein zu flüchten? (finde die Textstelle nicht mehr ^^') Irgendwie erinnert mich das an die Bungalows in Fichtenwalde, bei Berlin. x)
Auf jeden Fall eine entspannende Geschichte. =)
Die anspielungen liegen offensichtlich a,die bedeutung ist von einem grauen dunstschleier verhüllt....und irgendwie auch nebensächlich,es ist wortspielerei voll von methaper....
Das bild würde ich gerne sehen xD grau auf grau in grau mit grau....und nein,das waren nicht meine großeltern,ich bin nicht im geringsten mit ihnen verwandt,lediglich vom alter her könnte es passen.....und mehr verrate ich auch nicht~