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Schwarz, weiß und ein bisschen grau.

Autor:  MrsLovett
Es gibt nichts anderes als den Wunsch, es jeden Recht zu machen.
Dass man dabei oft im Konflikt zu den anderen steht- das ist vorprogrammiert.
Und trotz der Tatsache, dass man sich bewusst ist, dass es vielleicht nie so sein wird, dass alle zufrieden sind, versucht man es trotzdem.
Immer und immer wieder.

Ich nehme mir so vieles vor, was ich tue, ich setze Prioritäten, ich versuche Dinge wahrzumachen und merke irgendwann später, dass das so schnell nicht geht.
Man hängt immer an irgendwas und man hat immer irgendwo eine Behinderung.
Die innige Liebe zu Menschen und diese Bereitschaft, dieses Ausliefern..das..nun, das ist meine Behinderung.

Ich bin nicht stolz darauf, dass ich kein konsequenter Mensch bin, dass ich einiges einfach nicht durchgesetzt bekomme und dass ich mitten auf dem Weg bereits bemerke, dass das Scheitern bereits eingesetzt hat.
Manchmal steige ich auf das Fahrrad, ich habe Angst, weil ich es nicht kann und während ich fahre, da bemerke ich wie ich das Gleichgewicht verliere und drohe auf den Asphalt zu fallen.
Zu Kindertagen hatte man schützende Hände seines eigenen Vaters bei sich, oder die seiner Mutter.
Ich habe nie Fahrradfahren beigebracht bekommen und dass ich es versuche, ist doch immerhin ein Anfang.
Und ihr..ihr seid heute meine väterlichen Hände, die mich hier und da abstützen.
Ich werde oft genug fallen, oh doch, andauernd wahrscheinlich, weil ich erst nicht einsehen kann, was ich falsch mache und was richtig ist.
Ihr werdet wütend sein, ihr werdet es mir zum Vorwurf machen, vielleicht werdet ihr mich sogar hassen, weil ich immer und immer wieder das selbe Problem habe, weil ich immer den selben Fehler mache und langsam bekommt ihr vielleicht keine Lust mehr und habt das Gefühl, ich mache das mit Absicht.

Aber dem ist nicht so. Ich weiß es nicht besser, ich habe es, wie erwähnt, nicht gelernt bekommen und so bin umso abhängiger von diesen Händen, die mich davor bewahren meine Knie aufzuschlagen, die mich vor sinnlosen Wunden schützen.
Klar, hier und da werde ich die ein oder andere Narbe haben und klar wird immer eine Schürfwunde da sein, es wird immer irgendwo bluten, mal stärker, mal schwächer.
Und es tut mir so leid, so leid, dass ich unfähig bin, dass ich meinen Fehler nicht finde, dass ich partout nicht weiß, was da schief läuft und oft wünsche ich mir einfach aufzugeben, das alles fallen zu lassen, hinter mich zu lassen.

Also bitte, versteht doch- ich will niemanden etwas böses und ich will niemanden unnötig Zeit stehlen und vor allem will ich niemanden unnötig verärgern, doch brauche ich doch genau eure Hilfe, eure Bereitschaft da zu sein, urteilsfrei, manchmal vielleicht auch unvoreingenommener und vielleicht mit weniger Wut und Äußerungen, die auf meine Schwäche hinweisen, die mich noch trauriger machen, als ich ohnehin schon bin.
Ich will zum Erfolg kommen aber alleien kann ich es nicht und wenn selbst die schützenden Hände nicht mehr wollen, dann werde ich fallen, tief und vielleicht wird daraus ein Bruch oder eine Kopfverletzung.
Datum: 28.06.2011 22:38
Lerne einfach zu unterscheiden zwischen den Händen, welche dir aufhelfen deinet wegen und den Händen, welche dich nur dann anfassen wenn sie selbst davon etwas haben.

Wenn du Hilfe willst, dann musst du zuhören und nicht taub sein.
Jeder macht Fehler und jeder hat die Möglichkeit darauf einzugehen, was andere einem sagen.
Datum: 29.06.2011 13:34
Die schützenden Hände werden immer wollen, auch, wenn sie sich mal nen Finger brechen
Und sollten sie mal nicht mehr können, dann holen sie dir solange Stützräder
Datum: 30.06.2011 22:21
Ich werde da sein. Vielleicht anders, als vor 3 Jahren. Vielleicht anders, als irgendwann. Ich verstehe, unter welch' einem enormen Druck du stehst und wenn er dir zu groß wird.... dann will ich das auch verstehen. Wir müssen alle ein wenig Einsicht üben. Und ich fange bei dir an.

Ich sehe ein, dass du nicht immer kompromisslos bleiben kannst.. Über 50% sind immer noch mehr, als der Nullpunkt. Ich sehe ein, dass ich Fehler gemacht habe, dass auf Fehler, Fehler folgen und dass keiner wirklich gut damit umgehen kann. Mag er sich hinter Wut und Zorn verschanzen, wie er will.

Da, wo verletzt wird, fließt Blut. Gewinnen... kann diesen Kampf keiner.
-Und seh' ich dir beim tanzen zu.
Dann sterb ich bald. -


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