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SimulReview Summer '15: School Live! Gakkō Gurashi!, Anime on Demand, Anime-Review, Kazé, Simulcast, SimulReview

Autor:  Jitsch

SimulReview #12

School Live!
がっこうぐらし! [gakkou gurashi]

Veröffentlichung: 14.7.15, gegen Mittag (Ausstrahlung in Japan am 9.7.15)

Portal: Anime on Demand (Infos zu den Kosten siehe Masterpost) -> Link zum Simulcast-Stream (1. Episode kostenlos)

Story: Yuki und ihre jüngeren Mitschülerinnen Kurumi, Ri-san und Mi-kun leben in der Schule. Trotzdem hat Yuki jeden Tag Probleme damit, rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen, schläft im Unterricht ein oder vergisst die Hausaufgaben. Trotzdem ist sie ein regelrechter Sonnenschein, der das Leben genießt. Doch nicht alles ist so schön, wie es scheint...

Bewertung: 6  Punkte

Meine Meinung: Auf den ersten Blick ist "School-Live!" eine Serie im Stil von K-On!: Eine kleine Gruppe aus total niedlichen Mädchen, die formell einem bestimmten Club angehören, aber eigentlich nur in den Tag hineinleben und nichtstun. Das ändert sich auch nicht auf den zweiten Blick. Die Folge wirft über ihren Verlauf schon ein paar Fragen auf: Warum leben die vier in der Schule und dürfen sogar einen Hund dort halten? Wieso scheint außer Yuki keine von ihnen den Unterricht zu besuchen? Warum ist es gefährlich, dass Yuki neulich nach der Schule fast nach Hause gegangen wäre statt in den Club? Wieso ist einer der Schulflure mit Tischen verbarrikadiert? Und wieso trägt Kurumi ständig eine Schaufel bei sich?

Die Antwort auf diese kleinen Unstimmigkeiten, die über die Folge hinweg platziert sind, findet sich aber erst ganz am Ende: nach knapp 20 Minuten Laufzeit (Opening mitgezählt) offenbart der Anime den eigentlichen Clou dahinter, bei dem ich mich schwer tu, ihn schon zu verraten. Wer sich überraschen lassen möchte, sollte definitiv jetzt aufhören zu lesen und die erste Episode auf AoD (kostenlos!) anschauen. Ansonsten geht es hier weiter:

Spoiler

Die heile Schulwelt, die wir in der Folge sehen, gibt es nicht. Yuki hat offenbar ein schweres Trauma erlitten - was kein Wunder ist, denn auf dem Schulhof laufen Zombies herum und die Fenster der Schulflure sind fast alle kaputt. Ihre Klassenkameradinnen sind längst tot und der Unterricht, den sie besucht, reine Einbildung. Ihre Freundinnen spielen dabei mit, wohl um ihre Psyche vor einem engültigen Zusammenbruch zu bewahren.

Dieser Twist ist schon clever und lässt die Folge beim erneuten Schauen in einem ganz anderen Licht erscheinen. Andererseits ändert er trotzdem nichts daran, dass die ersten 20 Minuten der Folge ein Paradebeispiel für eine moé Serie à la K-On! sind. Das heißt vor allem, dass alles niedlich (moé!) ist. Die Hauptcharaktere sind, so unterschiedlich sie charakterlich drauf sind, alle total niedlich. Sie haben große, ausdrucksstarke Augen und ganz kleine niedliche dünne Stimmchen. Allen voran natürlich Yuki selbst, die hat rosa Haare (moé!), trägt ein Katzenmützchen (moé!²), ist total verplant (voll moé!), errötet ständig (moé!) und hat ihre Freundinnen natürlich ganz doll lieb (moé!! >.<). Quillt euch der Zucker schon zu den Ohren raus? Mir schon.

Ja, der Twist macht es interessanter, aber man muss trotzdem diese Art von Serie mögen, ansonsten schaltet man wahrscheinlich schon vor der zwanzigsten Minute entnervt aus. Ich selbst habe es eigentlich auch nur durchgehalten, die ganze Folge zu schauen, weil ich wusste: Da kommt noch was. Ansonsten fand ich die Jagd zweier niedlicher und tollpatschiger Mädchen auf einen entlaufenen Hund zwar stellenweise zum Schmunzeln, aber das ist nichts, was ich auf Dauer jede Woche in einer neuen Variation brauche.

Und genau das ist eben die Frage: Ich persönlich finde es extrem schwer, jetzt einen Tipp abzugeben, ob die Serie in Zukunft eher so sein wird wie die ersten 20 Minuten der ersten Folge, oder ob dieser Auftakt nur in die Irre führt und der Tonfall eigentlich eher in Richtung der letzten 2-3 Minuten geht. Sprich, ob der Anime trotz seines Settings hauptsächlich eine "niedliche Mädchen machen niedliche Sachen" Slice of Life Story bleibt oder ob man vorhat, die Vorgeschichte der Situation und die Psyche der Beteiligten weiter auszuleuchten und damit eher so etwas macht wie "Higurashi no Naku koro ni" (die Serie hat ähnlich niedliche Charakterdesigns, aber im harten Kontrast dazu eine ziemlich ernste, düstere Story).

Ich persönlich gebe dem ganzen noch 1-2 weitere Folgen, aber da ich letztlich schon von den Charakterdesigns kein großer Fan bin, glaube ich, dass ich nicht lange bei der Stange bleiben werde. Das ist hier aber wirklich reine Geschmacksfrage und ich würde jedem raten, sich einfach selbst ein Bild davon zu machen.

 

Zur Reihe: SimulReview Sommer 2015 Masterpost

Avatar
Datum: 14.07.2015 23:49
@ jen_tsukase: Kann sein, dass das jetzt nur in der ersten Folge so übertrieben moe am Anfang war, um den Kontrast besser hinzubiegen. In welche Richtung geht denn der Manga? Mehr so slice of life oder doch eher ernst?
„Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an,
wie gut du bist, wenn du gut bist,
sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.“

Martina Navratilova
Avatar
Datum: 15.07.2015 05:35
Viel mehr ernst. XD
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