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SimulReview Summer '15: Ushio and Tora Ushio and Tora, Anime-Review, Crunchyroll, Simulcast, SimulReview

Autor:  Jitsch

SimulReview #5

Ushio and Tora
うしおととら [Ushio to tora]

Veröffentlichung: 5.7.15, 4:30 (verspätete Veröffentlichung; ab nächste Woche Freitags 16:30)

Portal: Crunchyroll (Infos zu den Kosten siehe Masterpost) -> Link zum Simulcast-Stream

Story: Ushio kann die Erzählungen seines Vaters über den legendären Biest-Speer langsam nicht mehr hören, die er sowieso für nichts als Unsinn hält. Doch dann entdeckt er im Lagerhaus seines heimischen Tempels eine Klappe im Boden. Er gibt der Neugierde nach und findet im Keller eine dämonische Kreatur, die mit einem Speer dort festgehalten wird. Das Monster versucht ihn dazu zu bewegen, den Speer herauszuziehen, doch da es außerdem vorhat, Ushio und alle anderen Menschen zu fressen wenn es frei ist, denkt der natürlich nicht im Traum daran. Noch am selben Tag muss er allerdings feststellen, dass es allein schon ein Fehler war, die Kellertür zu öffnen: Die böse Energie des Monsters hat andere Dämonen angelockt. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als das Monster zu befreien um die anderen Dämonen loszuwerden. Aber zum Glück verleiht ihm der Speer die Kraft, selbst Dämonen zu vernichten, denn entgegen seinem Versprechen hat das Monster die Idee nicht aufgegeben, Ushio irgendwann zu fressen...

Bewertung: 7 Punkte

Meine Meinung: Irgendwie kam mir alles an diesem Auftakt irgendwie bekannt vor. Ein Hauptcharakter, der in einem Tempel aufgewachsen ist? Eine Entdeckung in einem Teil des Tempels? Ein Dämon, der von einer magischen Waffe irgendwo festgehalten wird? Kommt euch auch bekannt vor? Vermutlich aus Inu Yasha.

Natürlich muss man das Rad nicht neu erfinden, um eine spannende Story zu erzählen, und tatsächlich macht sich die erste Folge von Ushio and Tora trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit ziemlich gut. Klar, wir kennen auch das aus anderen Shounen-Anime: der Hauptcharakter, der sich mit seinem Vater oder Großvater ständig prügelt; die schlagkräftige Kindheitsfreundin; das  Familienerbe und natürlich die unwahrscheinliche Partnerschaft zwischen menschlichem Hauptcharakter und Dämon. Aber solche Tropes existieren ja auch deshalb, weil sie immer wieder funktionieren - und das tun sie hier erst mal ziemlich gut.

Ushio ist ein bisschen verplant, aber nicht gleich ein Vollidiot vom Schlage eines Naruto Uzumaki. Er ist extrem kräftig (reißt mal eben die Stahltür im Kellerboden aus den Angeln) - aber eigentlich künstlerisch veranlagt. Und er ist in der Lage, Situationen richtig einzuschätzen und handelt bedacht und veranwortungsbewusst. Damit ist er als Hauptcharakter schon mal weniger nervig als viele seiner Kollegen. Dabei trägt sein kantiges, nicht unbedingt hübsches Aussehen zu seiner Individualität bei und ist außerdem im Meer von moé Mädchen und Bishounen eine nette Abwechslung.

Tora, wie er das befreite Monster am Ende tauft, ist dabei auch gelungen in seiner kompromisslosen Bösartigkeit. Wie es sich für einen Dämonen gehört, macht er leere Versprechungen, um zu kriegen, was er will. Nur, dass er mit Ushios Power-Up durch den Speer nicht gerechnet hat und notgedrungen kuscht, so dass er einem schon fast wieder leid tun kann.

Ushio und Tora, die der Serie auch ihren Namen geben, sind also typische unfreiwillige Partner, die sich gezwungenermaßen zusammentun, um Dämonen (von denen auch in Zukunft welche auftauchen werden) zu bekämpfen. Dabei lauern sie natürlich darauf, sich gegenseitig auszuschalten bzw. zu fressen. Und auch wenn diese Dynamik etwas schon oft Gesehenes ist, wird wohl gerade diese erheblich zum Unterhaltungswert der Serie beitragen. Die Story dagegen scheint sich erst mal darauf zu beschränken, dass die zwei zusammen verschiedene Dämonen bekämpfen müssen, die von Toras böser Aura angezogen wurden.

Alles in Allem ist Ushio and Tora eine typische Shounen Battle Story über den Kampf gegen Dämonen, aber keine schlecht Gemachte. Wer also nicht so viel Wert auf eine schnell fortschreitende Story mit klarem Ende legt und Spaß an Stories hat, wo es einfach darum geht den Gegner zu überpowern, macht hier auf keinen Fall etwas falsch damit, sich die Serie anzuschauen.

 

Zur Reihe: SimulReview Sommer 2015 Masterpost

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Datum: 13.07.2015 18:55
> er also nicht so viel Wert auf eine schnell fortschreitende Story mit klarem Ende legt und Spaß an Stories hat, wo es einfach darum geht den Gegner zu überpowern,
 
Gut, die Serie kann ich dann streichen ^^
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Datum: 14.07.2015 10:37
>Gut, die Serie kann ich dann streichen ^^

Wobei das mit dem klaren Ende nur ne Prognose von mir war. Inzwischen habe ich erfahren, dass die Serie auf einem ziemlich alten Manga basiert, der längst abgeschlossen ist. Ich denke, irgendeinen überlagernden Handlungsbogen wird es schon geben, aber eben auch viel "Monster of the Week" Kämpfe.
„Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an,
wie gut du bist, wenn du gut bist,
sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.“

Martina Navratilova


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