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Einzelposting: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr sehen?


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Von:    F 20.06.2012 16:13
Betreff: Welche Sachen könnt/wollt ihr nicht mehr... [Antworten]
> Im fiktionalen Bereich ist der Sprung von SM zu Rape nicht so weit, denn als Autor kennt man seine Charaktere und weiß, dass sie sich später verlieben werden. Das Opfer spielt ja dann mehr seine Rolle, denn eigentlich will er es ja auch, er weiß es nur noch nicht. Aber die Autorin weiß es. Demnach ist es weniger schlimm, denn eigentlich hat er ja auch Spaß daran.

Es ist ja schön, dass der Autor weiß was er damit vor hat und meint, aber wenn er das nicht mit einer gewissen Logik rüberbringt, dann nervt es den Leser gewaltig. Zumindest ist es bei mir so und alle Leute die ich kenne, empfinden es genauso. Es ist nervötend, wenn da etwas voraugesetzt wird (er wird sich ja ohnehin verlieben, also kann er auch sonst wie vergewaltigt und misshandelt werden), was der Leser nicht nachvollziehen kann. Wenn ich mir als Leser die Hälfte denken muss, dann brauche ich die Story auch nicht zu Ende zu lesen.

> Deshalb ist es wohl in erster Linie den Reiz von SM, verpackt in Rape, denn dann muss man nicht so viel erklären, als wenn sie sich vorher absprechen müssen.

SM ist nicht Rape! Wer das glaubt, der hatte sich entweder mit dem Thema SM nicht auseinander gesetzt und segelt daren fröhlich vorbei oder er will Rape unbedingt als SM verkaufen und das ist nicht okay.
Das ist wie beim crossdressen, nur weil ein Kerl ein Kleid an hat, ist er noch lange kein Mädchen.

> Zum Stockholm-Syndrom: Es gibt einen Unterschied zwischen dem Syndrom, dass sich auf Entführungsopfer bezieht, die eine Beziehung zum Entführerer aufbauen, da sie keinen Kontakt zu anderen Menschen haben und einem Opfer, dass sich in den Täter verliebt, da sich die Umstände ändern.

Es gibt viele breitgefächerte Gründe warum sich ein Opfer in seinen Täter verlieben könnte und nicht wenige gehen dabei erst von einem Brechen der Seele aus.
Unter dem Strich ist es mir einerlei, ob das Opfer sich in den Täter verliebt oder nicht, nur sollten zwei Dinge beachtet werden:
1. Rape ist KEIN SM (außer es ist ein Spiel und dann ist es ohnehin kein Rape) und
2. der Autor soll logisch und nachvollziehbar verklickern, warum sich die Gefühle ändern.
Es ist einfach unlogisch, wenn ein Opfer heute den Täter hasst und morgen schon verliebtes Herzklopfen bekommt. Das ist Mist und ob nun Fanfiction oder nicht, das ist der Unterschied zwischen einer guten Story und einer schlechten.
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