@grmbl
Die wohl am besten erforschten (und wohl aeltesten) Rituale sind Paarungsrituale. Der Zweck ist offensichtlich, die 'Ursaechlichkeit' weniger. Aber vereinfacht gesagt, ein Individuum, das dieses Ritual besonders 'gut' absolvieren kann, kann auch andere Handlungen gut. Ein Hahn der laut schreien kann zur Paarung, kann auch laut schreien um vor Gefahr zu warnen oder Angreifer damit vertreiben.
Aber systematische Analysen liegen dir nicht, du pickst auf Details...(Was war doch gleich ein Ritual? Achja, *nur* das, was deinem spezifischen Weltbild entspricht, schoenes Detail)
Gehirnareale in denen Aktivitaeten angezeigt werden bei dem, was Menschen als 'religioes' oder spirituell interpretieren, heisst laengst nicht, das diese zu diesem Zweck sich entwickelt haben, daher sind sie auch KEIN Beweis noch Indiz fuer die Existenz des Religioesen/Spirituellen.
Weiterhin ist deine Quelle, so du sie korrekt wiedergegeben hast UNWISSENSCHAFTLICH:
1.Reproduzierbare Versuchsanordnung - check
2.Messen und Protokollieren der Daten - auch wenn hier schon viel Potential zur Verfaelschung besteht bei 'subjektiven' Wahrnehmungen (ein Falschfarbenbild eines memorisierten Bildes, z.B. Menschen ist nicht gleich Lichtgestalt noch ein Engel - sondern ein Falschfarbenbild...) - aber nehmen wir mal an, das waere so objektiv wie moeglich geschehen - check
3.Interpretieren der Daten und Eroertern verschiedener! moeglicher Thesen - ah, nein, wenn auch schoenformuliert kommt die EINZIGE These, die schon fuer JEDEN Scheiss herhalten musst, und bisher IMMER versagt hat - aber hey, macht ja nichts, wir haben ja sogar noch:
4.Abgleich der These mit bestehenden Theorien (du weisst schon den Unterschied zwischen beiden, gelle?) - also ein komplexes Organ, das im evolutionaeren Masstaeben gesprochen SPONTAN entstanden sein muss, eine ganz spezifische Funktion hat (die Wahrnehmung von etwas, das sich NICHT nachweisen laesst, obwohl Lebensformen nahezu JEDE Energie/Information in der Lage zu nutzen sind, infra bis ultraschall, elektrische und magnetische Felder, Gravitation, infrarote bis ultraviolette Strahlung, radioaktive Strahlung - aber DIESE eine 'Oekoluecke' wurde nicht genutzt? - Welche Energie nicht? Neutrinos...) - das laesst sich mit bestehenden Theorien vereinbaren?
Ich kann sehrwohl dein Post lesen, ich kann aber auch die Agenda, die Motivation sehen - mit der du postest Gehirnarreal zustaendig fuer Religion/Spiritualitaet entdeckt.
Mein Begriffsdenken ist systemisch - es ist belanglos, ob man Judentum, Christentum oder andere esoterische/spirituelle Formen nimmt. Basis ist bei allen das 'Uebernatuerliche', eine Wahrnehmungsstoerung - im Sinne von Fehlinterpretation mangels Verstehens bis hin zu Wahrnehmung von nicht Vorhandenem (nicht nur im materiellem Sinne sondern eben auch Funktionsprinzipien).
Und Theologie gehoert dazu, mehr aus 'sozialen' Gruenden - jemand der Theologie studiert muss im Grunde genommen an Gott glauben - so er danach in eben diesem Bereich arbeiten will, ein Pastor der nicht glaubt erlaubt sich keine noch so 'tolerante' Kirche. Das ist eine wissenschaftliche Einschraenkung - ein Theologe wird wohl kaum gegen seinen zukuenftigen Arbeitgeber arbeiten. Genauso wie ein Creationist wissenschaftliche Daten waehrend seiner Forschung 'ausblendet' oder vernachlaessigt um zu seiner vorher schon feststehenden Praemisse zu kommen - genau so handeln (die meisten) Theologen.
Gegen eine interdisziplinaere Wissenschaft, die Mittels Soziologie, Psychologie, Medizin et al dem Thema Religion/Spiritualitaet widmet habe ich per se nichts - aber DU bist der beste Beweis, das dies nicht wissenschaftlich bleibt sondern im Dogma endet - Religion/Spiritualitaet *muss* existieren weil - achja das weil bist du ja schuldig geblieben.
Die These, es gaebe Hirnarreale *speziell* fuer religioese/spirituelle Handlungen/Erfahrungen impliziert die Notwendigkeit fuer religioese/spirituelle Handlungen/Erfahrung sich entwickelt zu haben, impliziert die *Existenz* des Religioesen/Spirituellen. DAS ist systematische Notwendigkeit.
Denn entweder muessen diese Arreale im Zuge der Evolution entstanden sein oder durch einen 'religioesen/spirituellen' Eingriff in die Evolution 'spontan' erzeugt worden sein.
Alternativ:
Die Gehirnareale, in denen die Handlungen fuer das Autofahren benoetigt werden, duerften sich bei zulaessiger Annahme, das sich menschliche Gehirne im Mittel nicht ausserordentlich unterscheiden, ebenfalls bestimmen lassen. (Warum die Annahme ueber die Vergleichbarkeit zulaessig ist ueberlass ich deinen systematischen Verstaendnisfaehigkeiten.)
Pardautz! Wir haben eine Autofahrergehirnarreal! Ist zwar eine evolutionaere Unmoeglichkeit (mangels Zeit), aber hey - das ist das GLEICHE Prinzip, das du durch Bezug auf deinen Prof. Dr. Reinschmidt anfuehrst.
Naemlich das Vertauschen von Ursache und Wirkung.
Du magst dich hinter Begriffsdefinitionen zu verschanzen suchen, nutzt alles nichts, wenn du systematisch einfach voll daneben liegst.
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