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You are not alone "Du bist nicht allein."

Kojiro und Tina
von

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Augenkontakt (29.4.26) (Änderung am Ende des Kapitels)

Kapitel 2
 

Augenkontakt
 

Beide genießen in aller Ruhe ihr Gericht und für einen kurzen Moment ist es so leise, dass man hören kann wie es draußen immer noch regnet, obwohl das Lokal kein einziges Fenster hat.

„Schmeckt dir das Bauernfrühstück?“, lenkt sie ein.

„Ja. Phantastisch. Ich hatte jetzt aber auch wirklich Hunger.“, lobt er ehrlich. Er schaut ihr in die Augen.

„Ich…ähm. Darf ich dich etwas persönliches fragen?“, nimmt er bald seinen Mut zusammen.

„Kannst du. Aber ob ich darauf antworte, kann ich noch nicht sagen.“, grinst sie. Er lächelt seicht.

„War es eine Krankheit? Dein Bruder?“, wagt er die schwierige Frage. Es geht ihm nicht aus dem Kopf, dass ihr Bruder Fußballer war und sie keine mag. Das passt nicht zusammen. Sie sieht ihn betrübt an.

„Du hast doch 3 Geschwister und liebst sie, richtig?“ Er nickt nur und schaut ernst. „Dann wirst du verstehen, wenn ich nicht darüber reden mag.“, sagt sie bestimmend und versucht ruhig zu bleiben.

„Entschuldige bitte, wenn ich so direkt gefragt habe.“, sieht er ein und isst weiter.

Lächelnd antwortet sie:

„Ach, Kojiro. Ich glaube, du bist ein Mann, der immer direkt ist. Wir kennen uns zwar kaum, aber ich glaube, du bist und bleibst ein direkter Mensch. Und das ist auch gut so.“ Sie sieht ihm überzeugt von ihrer Menschenkenntnis in die Augen. Erstaunt blickt er sie an. Fragend betrachtet er ihre türkiesblauen Augen.

‚Sie ist wunderschön. Solche schönen Augen habe ich noch nie gesehen.‘

„Wie meinst du das? Die meisten können direkte Menschen nicht leiden. Das sagen mir jedenfalls meine Erfahrungen.“

‚Ach man...ich bin ein Idiot. Was rede ich da überhaupt? Sie bringt mich durcheinander.‘

„Direkte Menschen sind wenigstens ehrlich. Außerdem glaube ich, dass direkte

Menschen einen großen Stolz haben. Solche Leute sind immer stolz auf das, was

sie geleistet haben und wissen genau, dass das was sie getan haben oder tun, auch das Richtige ist. Ich bewundere diese Menschen. Davon gibt es viel zu wenige. Meinst du nicht auch?“, plappert sie wie ein Wasserfall, um sich davon abzulenken.

‚Sie ist aber selbst sehr direkt.‘, stellt er fest.

„Hm. Ich glaube ich muss dir zustimmen. Desto seltener kommt es vor, dass gleich zwei davon an einem Tisch sitzen.“, grinst er plötzlich. Verwirrt lenkt sie sich mit einem Blick ins Essen ab und nimmt einen Happen.

‚Er macht mich verlegen. Peinlich. Das hatte ich ja noch nie. Wir führen eine normale Unterhaltung und er macht mich verlegen.‘

„Sag mal, wie alt bist du eigentlich?“, lenkt sie sich ab.

„Ich bin fast 22 Jahre. Und du?“

„23 Jahre. Komisch...ich hätte dich zwei Jahre älter geschätzt.“, meint sie und genießt den letzten Happen.

„Soll ich das jetzt als Kompliment auffassen?“, kommt er ihr lachend entgegen. Sie möchte gerade etwas sagen, aber plötzlich klingelt das Telefon. Tina steht auf und geht ran.

„De Mecklenburger. Schönen guten Tag. Sie sprechen mit Frau Fuchs. Was kann ich für Sie tun?“

„Hallo Tina. Ich bin es, Makoto.“

„Hallöchen. Was gibt es denn?“

„Ich muss dir leider mitteilen, dass ich ab heute eine Woche krankgeschrieben bin.“

„Oh. Was hast du?“, reagiert sie etwas gereizt.

„Margendarmgrippe. Das ging heute Morgen los. Also bin ich zum Arzt.“

„Wenn du mir spätestens morgen den Krankenschein vorbeibringst oder zukommen lässt. Kann man nichts machen. Kurier dich schnell aus. Bis dann.“ Sie legt nachdenklich den Hörer auf.

‚Mist. Wie soll ich so schnell für morgen einen Ersatz auftreiben? Ich kann kaum vom Chef verlangen, dass er sich an die Spüle stellt. Wir sind eh´ immer so knapp belegt.‘

„Was ist? Jemand krank?“, wirft Hyuga dazwischen. Begeistert blickt sie zu ihm

auf.

„Hey, sag mal. Wie sieht dein Tagesplan die Woche aus?“ Verwundert antwortet

er:

„Ich werde wie immer trainieren.“

„Wann denn?“

„Von 6:00 Uhr bis 13:00 Uhr.“

„Oh, so lange? Du lebst für den Sport, was?“

„Ähm. Ja. Sozusagen. Der Sport ist auch mein Job.“, stammelt er etwas.

„Naja, ich kann dich verstehen, so war ich auch mal. Und ein sehr guter Freund von mir lebt auch nur für den Sport. Ihm gehört ein Fitnessstudio. Egal. Könntest du danach herkommen? Hast du schon mal in einer Küche gearbeitet? Also natürlich, nur wenn du magst. Ist nichts kompliziertes, nur die Abwäsche und hier und da was mit anpacken, was wir Frauen nicht können. Das mag ja nicht jeder machen.“, erklärt sie sachlich und vorsichtig.

„Natürlich. Ich habe früher öfters in einem Lokal gearbeitet. Im Service wie

auch an der Spüle. Möchtest du, dass ich für den Kranken einspringe?“, ist er

überrascht.

‚Wenn ich hier arbeite, kann ich sie sicher besser kennen lernen.‘

„Ja. Unser erstes Lehrjahr in der Küche wäre der zweite Mann zum Anpacken. Wenn du nichts dagegen hast. Wir haben morgen echt viel zu tun. Da können wir jede Hand gebrauchen. Ich habe keine Zeit das selbst zu machen. Ich muss bei den Gästen bleiben. Natürlich bekommst du von mir ein angemessenes Stundengeld. Was hältst du davon? Du kannst doch sicher etwas Knete gebrauchen.“, bittet sie ihn lächelnd und auf liebenswerte Art.

‚Wenn sie wüsste. Als Profifußballer in der italienischen A Liga bekomme ich ein klasse Gehalt. Davon träumt jeder Sportler nur.‘

„Ja, warum nicht? Dann muss ich mich nach dem Training nicht langweilen. Du kannst die Woche mit mir rechnen.“, antwortet er und beugt sich über den Tresen, um ihr die Hand zu reichen, so hat er es in Europa gelernt, wenn man Versprechungen macht oder Geschäfte abschließt.

„Auf gute Zusammenarbeit, Kojiro.“, freut sie sich und lächelt ihn glücklich an. ‚Er wirkt von außen so wild und ungebändigt und trotzdem ist er so derart nett und hilfsbereit. Er scheut sich nicht einmal davor sich die Hände schmutzig zu machen. Er kann nur ein Mann aus der Arbeiterschicht sein, kein verwöhnter Schnösel, der nur für seine Interessen einsteht.

Diese Wärme…und sein kräftiger Händedruck. Die meisten Japaner haben Angst mir die Hand zu geben oder gar ernsthaft kräftig zu drücken. Halt so, wie man es aus meiner Heimat kennt. Aber er…er traut es sich. Oder er denkt nicht darüber nach.‘

„Gerne, ich kann eine Abwechslung gut gebrauchen. Aber ich will nichts dafür haben, ich helfe als Freund.“, registriert sie gar nicht mehr richtig, als sie sich in die Augen sehen. Plötzlich halten beide Inne.

‚Seine Hand fühlt sich so warm an. Komisch. Wenn er Baseballspieler ist, müsste er dann nicht mehr Hornhaut an den Händen haben? Egal. Es fühlt sich gut an. Warum macht er mich so verlegen?‘

Es strömt eine aufregende Wärme durch ihren Körper. Ihr Herz schlägt schneller und lauter. So ein Gefühl hatte sie noch nie. Im Innersten wünscht sie sich, sie könnte diese geborgene Wärme ewig spüren und am liebsten würde sie für immer in seinen geheimnisvollen Augen verharren.

‚Was für schöne klare Augen. Sie sind so geheimnisvoll. Für eine Frau hat sie einen echt kräftigen Griff. Sind die deutschen Frauen alle so?‘

Plötzlich geht die Lokaltür auf und ein älterer Mann kommt mit einigen Briefen und einem Paket herein.

„Oh. Guten Tag Jacky.“, begrüßt Tina ihn und geht auf ihn zu.

„Guten Tag Bettina. Wie läuft das Geschäft?“, entgegnet er fröhlich und gibt ihr das Paket und die Post.

„Alles beim Alten. Wie geht es Ihrer Familie?“

„Eigentlich ganz gut. Danke der Nachfrage. Sagen Sie, ist der Chef gar nicht im

Hause? Sonst ist er doch jeden Dienstag da.“

„Er ist zu Hause...irgendwelche Besprechungen.“

„Verstehe. Ich habe ein Einschreiben für ihn, dann muss er sich das selber abholen. Er kommt aus Deutschland.“ Dann entdeckt er plötzlich Kojiro der

interessiert dem Gespräch folgt.

„Oh, Sie haben einen Gast?“ Tina lächelt fröhlich.

„Ja. Kojiro ist ein Freund. Er hat mir bei den Vorbereitungen geholfen.“ Verwundert steht Hyuga auf und begrüßt den Postboten.

„Guten Tag.“, bleibt er eher bedeckt.

„Pass ja gut auf die Kleine auf. Sie hat genug durchgemacht.“, ermahnt der ältere Herr ihn spaßig und weicht Kojiros nachdenklichem Blick aus.

„Bestellen Sie Herrn Satsujinsha schöne Grüße von mir.“ Tina unterschreibt für das Paket und betrachtet den Absender.

„Super. Ein Traum!“, äußert sie plötzlich und drückt das Paket fest an sich. „Wieso? Was ist das?“, sind beide Herren verwundert.

„Mein neues Kleid.“, antwortet sie.

„Ja aber Sie bekommen doch öfters neue Kleider. Aber diesmal freuen Sie sich

viel mehr.“

„Es ist kein gewöhnliches Trachtenkleid, wie sonst. Ich warte schon seit einem Jahr darauf. Es ist eine Mecklenburgische Tracht. Es wurde nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts angefertigt. Ein Unikat und dazu direkt aus meiner Heimat.“, erklärt sie aufgeregt.

„Ach dieses Kleid ist das.“, ist auch Jacky überrascht.

„Heute muss mein Glückstag sein!“, schmunzelt sie.

Einige Minuten später ist Jacky bereits wieder unterwegs. Kojiro wartet an der Bar auf Tina, die sofort um die Ecke im Bügel- und Wäschezimmer verschwunden ist, um ihr wertvolles Kleid anzuprobieren.

‚Wie es wohl aussehen mag?‘ Da öffnet sich auch schon die Tür. Verblüfft blickt er sie an und betrachtet das in seinen Augen interessanteste Kleid, welches er je gesehen hat, mit den aufregendsten Rundungen, die ihm je aufgefallen sind und dem wunderschönsten und glücklichsten Lächeln, welches ihm je begegnet ist. Vor Erstaunen über Tinas Auftritt, bekommt er plötzlich Herzklopfen. Ein seltsames Gefühl macht sich in ihm breit. Tina blickt ihm fröhlich in die dunklen Augen.

‚Er sieht so überrascht aus. Ob ich ihm gefalle? Sein Blick mustert mich. Hm. Schon komisch. Wieso mache ich mir darüber Gedanken?‘ Instinktiv schüttelt sie den Kopf.

‚Was denke ich da überhaupt? Seit wann mache ich mir überhaupt Gedanken darüber, was Männer über mich denken?‘ Kojiro ist so sehr im Gedanken, dass er ihr Kopfschütteln gar nicht wahrnimmt.

‚So sieht ein Kleid aus ihrer Heimat aus? Also in Hamburg und München habe ich keine Frau mit so einem Kleid gesehen. Nun, es soll ja auch ein Traditionelles Kleid sein, so wie die Trachten in den Niederlanden. Aber sie sieht interessant darin aus. Ihre blauen Augen strahlen wie das Meer, so glücklich und sie hat eine sehr frauliche Figur. Nicht so zierlich wie die meisten Japanerinnen. Das kommt in diesem Kleid richtig gut zur Geltung.‘ Er weicht ihrem Blick aus und starrt auf den Zapfhahn.

‚Was denke ich da überhaupt? Ich bin der Tiger auf dem Rasen. Ich lebe nur für Sport und für meine Ziele. Sie hasst Menschen wie mich. Ob sie mich mögen würde, wenn sie es wüsste?‘ Dann fasst er sich an den Kopf.

‚Wieso mache ich mir überhaupt darüber Gedanken? Ich habe mich nie dafür interessiert, was andere über mich denken. Schon gar nicht die Frauen. Bis jetzt sind die Mädchen immer von alleine auf mich zugekommen. Haben mich überschüttet mit Briefen und Geschenken. Einige wollten sogar eine intime Beziehung mit mir, weil sie mich angeblich liebten oder begehrten, aber ich wich ihnen aus. Natürlich wäre ich jetzt unehrlich, wenn ich behaupten würde ich hätte keines ihrer Angebote angenommen. Ich wollte damals auch meine Erfahrungen sammeln...wie jeder andere Mann auch. Aber wieso mache ich mir ausgerechnet jetzt darüber Gedanken? Warum bei ihr? Wieso möchte ich ausgerechnet bei ihr wissen, wie sie über mich denkt? Ich kenne sie doch gar nicht.‘

„Und? Was sagst du?“, unterbricht sie seine Gedanken. Er blickt sie wieder an. ‚Diese Augen…wie eine Raubkatze. Er macht mich echt verlegen.‘

„Ähm. Ist hübsch.“, fällt ihm nichts anderes ein.

‚Charmant wie ein Panzer.‘ Erstaunt sieht sie ihn an.

„Mehr fällt dir nicht ein? “Hübsch“?“

‚Ich dachte, so wie er mich eben gemustert hat, kommt da mehr als ein einfaches „Hübsch“.‘ Tina macht ein enttäuschtes Gesicht, geht zur Kaffeemaschine und lässt sich einen Kaffee ein.

‚Was bilde ich mir auch ein? Warum sollte ein gutaussehender Japaner wie er mich schön finden? Ein Fremder, der scheinbar nicht einmal weiß wer ich bin. Für ihn bin vermutlich nur eine Ausländerin und nicht so zierlich und fein wie die meisten Frauen hier. Das höre ich nicht zum ersten Mal. Er hat sicher an jedem Finger 10 Verehrerinnen hängen und hat die große Auswahl.‘, zweifelt sie an sich. Er betrachtet sie noch im Gedanken.

‚Ich bin aber auch ein Idiot. Ich kann ihr jetzt gar nicht sagen, was ich wirklich denke.‘ Sein Puls steigt an und er schaut zum Rückbuffet. Die polierten Gläser spiegeln das leichte Licht im Raum wider.

„Tina, ich…“, rutscht ihm plötzlich raus und dann stoppt er seinen Gedanken, den er aussprechen wollte.

‚Tina, ich…würde dich am liebsten in die Arme nehmen, so schön bist du.‘ Das kann er doch nicht sagen. Wie würde das denn klingen?

„Lass, ist schon gut. Du hast ja Recht. Ne wahre Schönheit bin ich wirklich nicht.“, meint sie und gießt sich Milch in die Tasse.

‚Schade Kojiro. Ich weiß doch selber nicht warum ich so emotional auf dich reagiere. Er denkt jetzt sicher schlecht über mich. Wie kann eine Ausländerin nur annehmen, ich würde sie begehren, wenn ich die schönsten Japanerinnen haben kann?‘ Verdutzt blickt er sie wieder an, wie sie nachdenklich in die Tasse starrt. Kojiro steht plötzlich auf und tritt nah an sie heran.

‚Sie ist so schön. Ihr Blick, ihre Haare…dieses Lächeln. Wir kennen uns doch gar nicht, wie soll ich ihr das dann also sagen? Egal wie ich es sagen würde, es klingt sicher viel zu plump. Wie kann sie nur behaupten, nicht hübsch zu sein? Im Gegenteil…sie macht mich total verrückt. So habe ich noch nie empfunden. Ich habe noch nie eine Frau so sehr begehrt, alles vor ihr war nur Neugier. Neugier auf die Liebe und was es damit auf sich hat. Manchmal hat es auch einfach nie gestimmt. Ein kurzes Abenteuer und dann war es das. Aber sowas hier wie heute. So ein Gefühlschaos habe ich noch nie erlebt.‘, geht durch seinen Kopf und dann berührt er plötzlich ihre Hand, welche auf dem Tresen liegt und sieht ihr tief in die strahlenden Augen, als sie aufblickt.

„So habe ich das nicht gemeint, im Gegenteil!“, versucht er sich zu entschuldigen und äußert sich direkt. Ihr Puls steigt plötzlich rasend an und ihr wird ganz warm. ‚Hat er das gerade ernst gemeint? Er findet mich doch hübsch? Seine Hand…es fühlt sich so warm und geborgen an. Nein…nicht nur Das…eher…intensiv.‘, empfindet sie plötzlich. Wie kann sich nur eine so harmlose Berührung so intensiv anfühlen, dass sie eine Erregung spüren kann, an Stellen, wo sie es noch nie zuvor gefühlt hat? Nur diese eine zärtliche Berührung auf ihrer Hand? Sie zuckt zusammen. Statt ihre Hand zurück zuziehen beugt sie ihre seiner entgegen und ihr Daumen umfasst plötzlich den seinen. Beide sehen sich irritiert in die Augen.

‚Sie weicht mir gar nicht aus? Was hat das zu bedeuten? Empfindet sie etwa etwas, wenn ich sie berühre? Ich habe doch noch gar nichts gemacht. Ich könnte in ihren Augen versinken.‘, bemerkt er selbst, dass er mehr spürt als sonst, nur bei diesem kleinen Kontakt.
 


 

Änderungen, die mehr als üblich sind, stecken in diesem Absatz:
 

„Hübsch“.‘ Tina macht ein enttäuschtes Gesicht, geht zur Kaffeemaschine und lässt sich einen Kaffee ein.

‚Was bilde ich mir auch ein? Warum sollte ein gutaussehender Japaner wie er mich schön finden? Ein Fremder, der scheinbar nicht einmal weiß wer ich bin. Für ihn bin vermutlich nur eine Ausländerin und nicht so zierlich und fein wie die meisten Frauen hier. Das höre ich nicht zum ersten Mal. Er hat sicher an jedem Finger 10 Verehrerinnen hängen und hat die große Auswahl.‘, zweifelt sie an sich. Er betrachtet sie noch im Gedanken.

‚Ich bin aber auch ein Idiot. Ich kann ihr jetzt gar nicht sagen, was ich wirklich denke.‘ Sein Puls steigt an und er schaut zum Rückbuffet. Die polierten Gläser spiegeln das leichte Licht im Raum wider.



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Kommentare zu diesem Kapitel (4)

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Von:  Schattenläufer
2026-05-07T07:38:42+00:00 07.05.2026 09:38
Das Lokal hat kein einziges Fenster? Das muss ja ne Kaschemme sein. Kapitel 2 heißt jetzt Bunkerromantik. xD
Hier merkt man ein wenig, dass es von einer sehr jungen Person geschrieben wurde. Ich hab am Überarbeitungsdatum gesehen, dass du es noch relativ zeitnah überarbeitet hast. Frag also vielleicht mal jemanden, ob er korrekturlesen mag, dann verschwinden auch die letzten Fehlerchen und ulkigen Formulierungen. Ich musste schon ein bisschen schmunzeln, als er in, statt an der Spüle gearbeitet hat. Da kam mir das bild, wie seine Arbeit darin bestand, in der Spüle zu sitzen und zu planschen. xD

Zum Kapitel selbst: Zwischen den beiden hat es ordentlich geknistert. Das hat bestimmt am Apfelsaft gelegen. Ich hab ein wenig das Gefühl, dass sobald jemand den ersten Schritt macht, bespringen sich die beiden gleich. xD Aber gut, er ist ja auch sportler. Wenn man sich beispielsweise anschaut, was so jedes mal im olympischen Dorf abgeht, dann passt das schon.
In dem Kapitel merkt man auch ganz stark deine Heimatverbundenheit. Da wundert es ja fast ein wenig, dass sie ihm keine Rostocker Rauchwurst serviert hat. Ja warte mal. Der Apfelsaft war bestimmt nur Tarnung! Das war in Wahrheit nämlich ein Rostocker Pils! Ja kein Wunder, dass er sie so aufregend findet. Tina füllt den Jungen heimlich ab!
Meine Familie kommt tatsächlich ganz aus der Nähe. Hab noch verwandte auf der Insel Usedom. xD
Antwort von:  Megumi-san82
07.05.2026 13:41
Schön, ich muss so lachen. Vielen lieben Dank wieder für deinen Kommentar.
Es ist schön, wie du dir so Gedanken machst. Das fehlt irgendwie, solche herrlichen Kommentare. =D. Das motiviert sehr weiterzuschreiben. Und ich lerne viel dazu.
Thema Fenster:
Das Lokal hat tatsächlich zwei Fenster, sie gehen aber zum Innenhof raus. Das wird erst später mal erwähnt. Im Gastraum und Küche, sowie Backstube, Umkleiden, Lager, alles außer das Büro und der Vorraum dazu, die sich zum Innenhof hin befinden, sind ohne Fenster. Das gibt es oft in Japan oder sicher auch vielen anderen Städten, wo es nur eine Eingangstür gibt. Das Lokal erstreckt sich im Hauptsächlichen ins Innere und etwas zur Seite des Gebäudes. Ich muss bei Gelegenheit mal einen Plan zeichnen, will meinen Mann mal damit beauftragen. Stell dir ein großes Karree vor, mehrere Geschäfte und alle dicht nebeneinander nur mit Tür nach außen, fast nur. Dann ein gemeinsamer Innenhof. Warum das alles so gebaut ist, darauf gehe ich später mal ein. Erwähnt wird es in den kommenden Kapiteln mal. Immer so nach und nach kommen Details zum Vorschein.

Formulierung:
Ja, ich weiß, so die große Autorin bin ich ganz sicher nicht. =D Aber es macht Spaß und ich hoffe den Lesern macht es auch Spaß. =)
Zum Thema „in der Spüle“. Damit ist offiziell der Raum gemeint, solche Räume gibt es dann, wenn es sich um kleine Küchen handelt. Ich komme selbst aus der Gastro und in einem Lokal war es eine wirklich kleine Küche und die Spüle stand separat in einem eigenen Raum. Das hatte auch seine Vorteile, so war es nicht so laut im Bereich, der Zubereitungen. Ebenso störten die Dämpfe vom Wasser mit Spülmittelgerüchen nicht so. Und man konnte sogar bei Bedarf die Tür schließen. Fand das gar nicht schlecht. In anderen Küchen ist der „Spülbereich“ im großen Raum integriert. Hat alles seine Vor- und Nachteile.
Weil es in meiner Geschichte ein eigener kleiner Raum für sich ist, schreibe ich natürlich „in der Spüle“, weil so dieser kleine Raum heißt. Aber du hast soweit Recht, dass ich dieses Detail mal korrigieren oder anpassen sollte. Es ist vermutlich besser zu schreiben, er war in der Spülküche, das nennt man dann wohl besser so. =D Das wäre der Fachausdruck. =D

Hm…Bunkerromantik klingt doch cool. Immerhin sind wir in Tokio, zwischen stabilen Wänden oder auf wackelnden Stelzen stehenden Häusern. Wie auch immer…ab und an wackelt es ja mal rum. =D

Hi, hi die Vorstellung, dass Tina Kojiro abfüllt gefällt mir. Ich werde bei Gelegenheit mal darüber nachdenken. =P
Meine Mutter hat mir mal einen guten Tipp gegeben, als es darum ging, woran man spätestens bei einem Mann weiß, ob es passt. „Lass ihn einmal richtig saufen – Dann zeigt er sein wahres Gesicht“
Jo…mein Mann schlief einfach ein, nachdem er Witze erzählte. =D Passt also…

Ja, Heimat ist schon wichtig. Rostock ist schon toll. Usedom ist auch schön.




Antwort von:  Megumi-san82
07.05.2026 15:48
So, habe das mit der "Spüle" geändert. Bin gleich mal durch die ganze FF gegangen, kam auch nie wieder vor. =D War immer die Spülküche.

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Hast du schon die Steckbriefe beschnuppert? Madam ist auch Sportlerin. =D nur mal so nebenbei.

Und das andere...naja...es heißt ja auch, eine stürmische Begegnung...also...=P
Warum das so ist, war, wie auch immer , klärt sich irgendwann auch auf. =)

TiPP: Hat ein Kapitel eine Nummer, also Teil I oder nur die I, dann ist das begründet.
Antwort von:  Schattenläufer
07.05.2026 19:26
Wie? Ich hab jetzt aber schon das Bild von ihm im Kopf, wie er in der Spüle sitzt und singt "In meiner Badewanne bin ich Kapitän!"
Was so Charakter bios angeht, sowas les ich nicht. Ich les und schreibe auch keine Vorstellungen oder so. Bevorzuge es immer personen selber kennen zu lernen. Also bitte keine Tips ü d Hinweise. Spoiler nehmen nur Sachen zum selber erfahren Weg.
Antwort von:  Megumi-san82
07.05.2026 19:49
ah, ich verstehe. Ja so schöne Profile gibt es nicht überall. Gut, dann lass dich überraschen, denn die Geschichte ist auch so geschrieben, dass man sich überraschen lassen soll. Sehr schön. Dann wird sie dir besonders gut gefallen, denn die Profile spoilern schon gut. Aber ich mag die Bilder. du bestätigst jedoch meine Meinung, denn ich habe überlegt die Profile nur gesondert als Kapitel INFOS einzustellen, damit sie nicht spoilern. Also wenn, dann geibt es nur Bilder und Namen dazu.
Antwort von:  Megumi-san82
07.05.2026 19:59
NA toll, jetzt habe ich auch Kopfkino...klasse....und Lachtränen...Danke. =)
Von: abgemeldet
2005-08-02T15:37:44+00:00 02.08.2005 17:37
ganz genau! wie gehts weiter???das wird interessant. also ran an die tasta und weiter gehts!
:D
Von:  Kathryn24
2005-07-28T20:49:54+00:00 28.07.2005 22:49
Mehr, mehr, mehr!
Das Kappi war sehr interessant, und ich bin gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt.
LG Kath


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