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Destiny or Fate

Eine Geschichte über einen Vampir der Sterben will
von

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Alexandra Christine Stein: Die Satanistin von Nebenan!

Kapitel 2:
 

Alexandra Christine Stein:

Die Satanistin von Nebenan!
 

Hey es waren nun insgesamt 2 Monate Vergangen! Echt mächtig viel Zeit. Nun gut Gillian brauchte nur ein und halb Wochen um mir zu beweisen wie Oberflächig und dumm er doch war! Und nun bildete er mit Sarah das Absolute Traumpaar! Die Beiden passten einfach zusammen! Wieso denken, wenn man hübsch war! Nun ich zerbrach mir nicht weiter den Kopf. Denn ich hatte ja vor, sogar Dummheit zu tolerieren, wäre sicherlich genauso wie die beiden, wenn es mit meinem Aussehen gestimmt hätte! Es war heute Montag und in der Schule war nicht viel los, es hieß morgen würde wieder jemand eingeschult werden. Eine Schülerin aus der Ostschule.
 

Die Schule hatte bei weiten keinen guten Ruf, weil sie als einzige ein anderes System hatte als wir, die Schüler wurden in Kursen eingeteilt. Und konnten nicht sitzen bleiben, höchstens einen Kurs sinken. Für mich wäre diese Art Schule ein Vorteil gewesen!! Ich bemerkte schon früh das Gillian den gleichen Heimweg wie ich hatte, nur er ging ihn anders, machte einen größeren Umweg um noch Sarah zum Bus zu bringen. Sehr niedlich, nun ja heute schien er sich es anders überlegt zu haben. Er lief weit vor mir und las eine Zeitschrift, dabei hörte er Musik, hatte nen Discman immer mit. Schien unendlich cool zu sein. Doch eines wunderte mich doch ziemlich, er schien in Gedanken zu sein.
 

"... Hey du bleib stehen, ich weiß wohin du gehst! Du brauchst nicht so zu tun als ob du nicht verstehst! Du bist auf den Weg zu ihr! Sie gehörte mal zu mir! Sie lief heute mit dir Hand in Hand, ich habe sie sofort erkannt. Für mich hat sie heut keine Zeit mehr es ist Schluss! Gib ihr zum Abschied von mir einen letzen Kuss! Das ich Geweint hab sag ihr nicht, auch nicht das mein Herz zerbricht, sag ihr nicht das ich's nicht vertrag, sag ihr nur das ich sie mag! Ich mag sie noch genauso wie am ersten Tag! Ich mag sie noch genauso wie am ersten Tag!!!"
 

Es war schon seltsam, wie er Auswendig., als Japaner der erst seit knapp 2 und halb Monaten hier war die Ärzte kannte und sogar ein sehr altes Lied, ohne Mühe sang! Ganz und gar auswendig. Ich glaube das war der Moment, wieso ich nicht verstand wieso er immer die Leute anfeuerte, wenn sie mich fertig machten. Verstand nicht wieso er lachte, als ich letzthin aus Schusseligkeit, über nen Mülleimer stolperte und mit diesem Umfiel. Es hatte einfach weh getan, das er wusste, das ich das Mädchen im Jahrgang war, die fertig gemacht wurde! Nun eigentlich wurde ich schon immer gemoppt. Es gab nur drei Jahre, die fünfte bis siebte, die wirklich schön waren. In denen ich mich durch vieles bewiesen hatte. Ich wusste nicht, dass sie es alle toll fanden, das ich ziemlich viel mit Leuten geschlagen hatte. Leute die scheinbar einen Namen hatten, ich wusste das damals nicht. Irgendwie habe ich mit diesen dann angefreundet gehabt.
 

Gillian lief weiter vor mir, zeppte auf seinem Discman die Lieder durch! Er wurde langsamer und so holte ich ihn ein. In dem Moment als er neben mir war nahm er den Discman ab und blickte mich an. "Hi Enchen?" Ich glaube ich habe selten so dämlich wie in diesem Moment angeschaut! Mein Mund öffnete sich und ich sog die Luft scharf ein. Ich blickte ihn ungläubig und sehr überrascht an. Und meine Nasenspitze zuckte kurz. Wie als würde ich gleich niesen! Gut das ich es nicht tat. "Tag Gillian?" Genauso fragend blickte ich ihn weiterhin an, wollte meinen Schritt verschnellern. Leider hatte er die gleiche Idee und so waren wir beide unangenehmer weise gezwungen weiterhin miteinander zu reden.
 

"Du magst "die Ärzte?"'? Ich blickte ihn fragend an, was besseres war mir nicht eingefallen, und ohnehin wollte ich nur das wissen, mehr Interessierte mich nicht! Er blickte etwas nachdenklich in die Ferne, dann überlegte er noch mal kurz und schaute mich direkt an. Und plötzlich schien er kurz davor zu sein zu lachen. Irgendwie wurde mir etwas anders dabei, der Kerl stellte mich wie ein kleines Kind hin, das irgendetwas dummes Fragt. Hab ich schon mal erwähnt das Gillian einfach zu Sarah passte?
 

"Wieso nicht, eine kommizielle Punkband, so was hör ich öfters! Bin eben doch etwas in diese Musik geschlittert, in den letzen Monaten!" Ich blicke ihn verblüfft an. Hat der nun wirklich so einfach mir gesagt, das er zugibt das er was mit Punkrock zu tun hat? Auch wenn's Kommizieller Punk is? verflucht es ist meine absolute Lieblingsband! Und die einzige verdammte Band der ich nie den Rücken zukehren würde!
 

"Hm interessant." War meine Antwort und ich schaute ihn absolut prüfend an. Teils beleidigt, weil er Ärzte irgendwie nicht als wichtig sondern irgendeine Band hinstellte, ich war es ja gewohnt das man sie so hinstellte, aber hey er kannte ihre Texte, sang sie mit Gefühl. Ich hatte sogar das Gefühl, das er nicht mal alles gab, sondern leise vor sich her sang! "Kennst du die Ärzte?" Nun war ich wirklich frustriert... Meine Lederjacke an der ein absolut großes Ärzte Wappen hing, mein Shirt mit der noch lebenden Gwendoline, meine ganzen Stecker. Verdammt der Kerl schaut mich weniger als alle anderen in meiner Klasse an. Aber ich entschied mich für etwas anderes als ich vorhatte, eigentlich wollte ich ihn ignorieren und einfach weiter gehen oder ihn zusammenschnauzen wo er seine Augen hätte, stattdessen entschied ich mich für eine mutigere Variante!
 

"Wenn sie vorne an der Kasse steht, und die kleinen Tasten drückt, fängt mein Herz zu zittern an, und mein Puls spielt dann verrückt, ich sehe sie von weitern schon und kriege einen.... Ich bin total verknallt in sie, doch sie sieht mich nie denn sie....trägt einen roten Minnirock, sie ist immer nett zu mir! Doch manchmal da bescheißt sie mit dem Wechselgeld, sie ist das Mädchen von Kasse Vier!"
 

Den text leierte ich ohne viel Gefühl und einfach zur Bestätigung seiner wirklich absoluten dummen Frage runter, ich merkte schon wie er etwas erstaunt, aber nicht so erstaunt wie ich hoffte mich ansah. "Dumme Frage nicht?" Ich schmunzelte. "Ja sehr dumme Frage Gillian!"
 


 

Ich sah es in der Klasse und war erstarrt. Da stand sie! Wir kannten uns, haben uns aber vor etwa drei Jahren so schnell wie wir uns sahen aus den Augenverloren gehabt. Alexandra Stein. Das Mädchen war damals sehr schüchtern, aber wenn sie aus sich rauskam erzählte sie mir erstaunliche Sachen! Schon seltsam, nun sah ich sie mit schwarzen zierlich aber trotzdem sehr geschwungenen Lippen. Kreideweißem Gesicht. Einen hohen schwarzen Zopf. Die Haare gingen ihr bis zu ihrem Po. Also waren sie sogar noch länger! Sie trug ein schwarzes Oberteil mit Spitze welches viel Dekortee zeigte! Darüber noch eine schwarze Miederkorsage! Eine wunderschöne mit kleinen Stickereien. Sie hob ihre Brust an. Und formte diese wunderbar darin. Und dann eine schwarze Seidenhose mit Schlag die einfach alles betonte was betont werden sollte. Ein Pfeifen ging von mir aus. Ich sah auf den freien Platz neben mir. Sie hatte wirklich 30 Lock Springerstiefel an. In Schwarz, ich war wirklich sehr überrascht. Sie trug außerdem viel Schmuck, zwar nicht so viele Ringe wie ich, aber sie schien dieses mit ihren vielen Ketten aus zu gleichen. Pentagramme, jeweils richtig und Falschrum. Einen Mond der ein Pentagramm hielt und eine endle Kette mit einem silbernen umgedrehten Kreuz. Ihre schwarzen naturlangen Fingernägel bewiesen mir, das sie nur noch dafür lebte was sie gerade macht.
 

Frau Löw war seit einer Woche nicht mehr in der Schule, sie hatte gewechselt, und stattdessen war ein junger Lehrer der gerade scheinbar seine Referendarzeit beendet hatte unser Klassenlehrer, Herr Weiß. Er war richtig angenehm erfrischend, hatte etwas wirklich Chaos mäßige an sich. Seine Krawatte die nur halb bis gar nicht gebunden war und öfters im Unterricht einfach auf den Boden rutschte. Seine Brille die er irgendwie nicht zu brauchen schien, weil er einfach immer dann was vorlas oder aufschrieb als er sie absetzte. Wir alle dachten einfach, er ist kurzsichtig und zieht diese nur auf um die Schüler weiter hinten zu sehen! Aber das wirklich ausgefallenste waren seine Haare, rote, blaue und grüne Strähnen in Kinnlangen schwarzen Haaren. Wow, das so was die Rikader zuließ! Das war echt der Hammer! War wirklich beeindruckt!
 

Alex setzte sich sofort neben mich, sie blickte mich zwei dreimal prüfend an, dann war sie sich sicher. "Hey Enchen! Du bist nun mit mir in einer Klasse? Wunderbar!" Sie blickte mich grinsend an, aber nur kurz, dann war ihre natürliche Anmut und Arroganz zu spüren. Oh ich bewunderte sie sofort. Ich war leider nicht in dieser Hinsicht wie sie stark, anstelle nach zu geben und sich die Fehler die einem die ganze Zeit angelastet werden zu stehen, hat sie sie zu ihrem Vorteil gemacht, und eine Eiserne Mauer gebaut. Sie schien alle Gefühle abgetötet zu haben.
 

In der Pause lief sie ohne weitere einwende mit mir. Nur eines schockte mich. Sie war Raucherin. Es versetzte mir einen Stich, naiv zu glauben das so ein Mädchen einfach perfekt wäre. Nein sie war genauso schwach wie die anderen, und musste einer Droge nachgehen um mitzulaufen! Ich verabscheute diese Art von Mitläufer! Da hörte leider meine Toleranz auf. Ich hasste mich dafür selbst. Doch es war nun mal so!
 

Alex wurde sofort von Jessica von mir weg gezehrt. Jessica, auch J.D genannt, war eine beliebte Schülerin in der Ricader, erst seit diesem Jahr hier auf der Schule, aber in meiner Nachbarklasse, niemand würde meinen, das genau dieses Mädchen meine wirklich beste Freundin war, Alex und Jessi kannten sich von früher und Jessi erkannte die Gefahr, sie wusste, entweder trete ich die Zigarette aus der Nähe oder mache noch weitaus schlimmere Sachen, das war eigentlich das netteste was ich noch machte.
 

"Hey du weißt doch! Ena ändert sich in dieser Hinsicht nie Alex! Was zum Teufel machst du hier!?" Alex schmunzelte Jessi an und wirkte eher belustigt. Ich war auf 180%, und dazu mittlerweile auch nicht mehr fähig es irgendwie zu verbergen. Meine Clique von Versagern machte sich langsam in alle Himmelsrichtungen aus den Staub. Sie wussten es. Ich sah rot.
 

"Ich wusste nicht das sie genauso wie früher abgeht! Du rauchst doch auch J.D!" Jessi seufzte und klatsche sich die Hand ins Gesicht, dabei wischte sie sich locker ein paar Blonde gewellte Strähnen aus ihren sonnengebräunten Gesicht. "Alex! Du sie hat sich geändert, bislang hast du noch keine Sitzen! Als sie das mit mir erfuhr, nun ja da hat sie mir einen ganz schönen Schlag gegeben!" Und als würde das noch heute wehtun rutschte J.D's Hand über ihren Kiefer. Okay ich schäme mich ja, aber wenn man mir so was grinsend sagt und sich in meinen vier Wänden eine Ansteckt, hey man musste einfach damit rechnen! Sie war nicht umsonst so intelligent und clever. Nicht umsonst hatte ich so eine Meinung seit Jahren vor ihr. Und ich weiß auch heute, das sie es wusste das ich so reagiere. Jessi wusste es bislang immer. Aber sie hat den Schlag auch weggesteckt und sah mich nur etwas vorwurfvoll an. Ich verstand diesen Blick, er heiß,: Noch einmal und du erlebst was! Und Jessi ist noch heute ein weites Stück stärker als ich.
 

"Ena, bleib wo du bist! Es bringt doch so oder so nichts! Wenn spreche dich mit Alex aus! Worte!! Bitte Worte!!" Ich blickte nun etwas amüsiert und auf meinem Gesicht bildete sich eine böse Grimasse, meine Schritte waren fest und standhaft. Ich pirschte mich immer mehr an. Wie ein Wolf der seine Opfer sah. "Nun gut, Worte... Warum Alex? Die jetzige Szene?" Alex nickte. Irgendwie sind die doch alle gleich! Um wo dazu zu gehören , musste man irgendeinen Gruppenzwang mitmachen, und in unserem Alter war das beliebteste das Rauchen. Ob es paffen, Gelegenheitsraucher oder schon süchtige waren, mit war es wuscht! Ich hasste es. Auch Gillian gehörte zu diesen Leuten. Irgendwie war ich wirklich einsam.
 

Nun ja nach einen kleinen Gespräch blickte ich nun Alex nur noch schief von der Seite an, machte ihr aber keine weiteren Vorwürfe, liegt sicher daran das Jessi einfach daneben stand und schlichtete. Eine einziger Wimpernschlag von ihr und ich war zahm wie ein Lamm. Dafür könnte ich sie manchmal richtig anbrüllen, aber wenn sie mich dann so anschaut vergeht mir das. Verdammt sie war bislang eben die wichtigste Person in meinem Leben! Und irgendwie merkte ich auch dieses gewisse etwas was mir sagte, das sie es auch bleiben würde!
 

Ich saß nun neben Alex und wir redeten sogar im Unterricht oder Zettelchen reichten wir uns immer wieder. Sie fragte nicht nach den anderen Mitschülern oder nach Gillian. Sie blickte eher den Lehrer an, Herr Weiß. Dieser schenkte ihr gelegentlich wie uns allen ein Lächeln. Doch durchbrach er nicht wirklich die Eiskalte Schale von Alex. Irgendetwas hatte sie sehr verändert. Seltsam das es Jessi keinen deut was ausmachte. Sehr seltsam, gerade Jessi die immer sehr mit Verachtung sah wie ich mich mehr und mehr zu dem entwickelte zu dem ich immer neigte. Sehr seltsam!
 

Zu Hause verlief es wie immer normal. Daddy hatte wie immer nichts besseres zu tun als Michaela meine Schwester zu ermahnen, es war schrecklich derzeit daheim! Die Freundin meines Vaters und Namenswetterin meiner exklassenlehrrein sollte nun mit ihrem Sohn bei uns einziehen. Eigentlich war es eine Beleidigung das ich in das eine Zimmer von Michaela einziehen sollte, also runter in ein kleines schäbiges Zimmer von zwei! Das andere schäbige bekam dann mein ältester Bruder, heißt Lorenz und ich, die von vornherein glaub ich so die Looser waren, wurden runter gesperrt. Ich empfand das für toll! Nach längerem Kämpfen bekam ich sogar die Schlüssel, denn der Raum hatte ne eigene Haustür! Das empfand ich für Klasse, ich hatte das Gefühl ein wenig Freiheit dadurch gewonnen zu haben! Das Zimmer habe ich mir derweil schön eingeräumt! Alles mit Tüchern verziert! Mehrere kleine Teppiche auf Holzboden, einen Fächer aus Ungarn über meinem Bett, und viele, nein ZU viele Sailormoon Poster an meinen Wänden. Ich liebte dieses Zimmer, wenn ich ehrlich bin, es war mein schönes bis jetzt!" Ich ahnte nicht wie schnell ich hier ausziehen würde.
 

Doch an diesem Tag kam der Streit sogar so nah zu mir das ich kaum noch weghören konnte. Michaela war wirklich rausgeschmissen worden! Damit Christer und ihr Sohn Platz hatten, ich hatte ein echtes mieses Gefühl nun hier unten in eines ihrer Zimmer zu Leben! Nun okay, Micha nutze diese beiden Zimmer kaum noch! Weil sie bei ihren Freund seit längerem schon schlief! Aber wenn sie Probleme hatte oder einfach mal etwas eigenes suchte für sich, dann hatte sie dieses beiden Zimmer. So viele ihrer Erinnerungen hingen dann. Sie lebte bislang schon 16 Jahre in diesem Haus in diesen Vier Wänden. Und nun war es vorbei. Wegen einer Frau, die meinen Vater total unter Kontrolle hatte. Die Versuchte immer uns schlecht zu machen, Lügen über mich erzählte im Suff usw. Nun ja Die Frau hatte ein wirkliches Alkohol Problem, es war seltsam das alles zu erfahren und gleichzeitig sie zu sehen wie sie mich anlächelte und so perfekt schien. Sie war früher ein Model gewesen bevor sie ihren ersten großen Fehler machte und überschnell heiratete und dieser Mann sich nachher als Kompletter Idiot herausstellte. Sie hatte kein einfaches Leben. Und ich empfand sie nicht für Dumm, sie wusste wirklich nicht das sie damit auch mir weh tat, sie wollte nur meinem Vater weh tun. Diese Worte sagten mir oft meine Geschwister aber ich konnte das nicht alles einfach aushalten. Ich mochte sie wirklich, wollte ihr alles recht machen, und wenn ich zu Redselig war, dann war mein Vater sehr wütend, tadelte mich mehr als sonst, und zur Demütigung meist vor ihr. Kein Wunder das mir sehr oft der Kragen platze. Ich glaube ich kann es schon mehr als an vier Händen abzählen wie oft sich beide trennten und wieder zusammenkamen.
 

Ich hatte das Gefühl sie lieben sich, aber schaden sich nur, noch heute ist diese Erkenntnis nicht weg. Und leider, hat er durch die Tat was er Micha antat, uns allen es klar gemacht, auch wenn er versucht uns vom Gegenteil zu überzeugen, Taten sagen mehr als Worte. Und mir wäre es lieber, das es nicht so wäre. Er schmiss Micha raus wegen Christer, und Christer? Sie sah da einfach zu. Und ihr Sohn? Er ist wohl der Mensch bei dem jedes Bemühen meinerseits zum Scheitern verurteilt ist. Und es ist leider Schlimmer geworden seitdem er Jessica anhimmelt. Er kam auf die beknackte Idee, wie so viele, dass wenn man mich fertig macht, am in ihrer Erwartung steigt. Nun das ist einer der Sachen, da bin ich stolz., dann die sagte mir schon immer, ich bedeute ihr wirklich was! Ich war ihr wichtiger als irgendein dahergelaufener Idiot! Denn sie lehnte dann erst recht ab! Sie wollte keinen der mir nicht gefällt! Es war ein stilles Einverständnis!"
 

Ich saß in meinem Zimmer und blickte mich um. Es war dunkel, mein Vater wird bald endlich ein Licht hier einbauen, zumindest sagt er das seit vier Monaten. Coolio, mein Meerschweinchen leidet sehr unter diesen dunklen Raum. Aber er zeigt mir immer mehr, das er mich braucht. Ich liebe es, mein kleines süßes Meerschweinchen. Coolio, ich ahnte nicht das er nur noch ein Jahr zu leben hatte... Mein kleiner würde dann an Krebs sterben. Und damit war ich entschlossen nie wieder ein Tier bei mir zu behalten. Außer unseren Pudelschnauzer Lady, der seit dem Micha nun ganz raus ist verstörter denn je ist. Manchmal wollte sie einfach nicht raus, lag rum und ließ nur mich an sich ran. Es tat mir gut, dass sie noch mich beachtete, sie schlief jede Nacht in meinen Bett und zog jedes mal wenn ich die Bettdecke runterstrampelte mit ihren kleinen Schnauzerkiefer die Decke hoch. Sie war diejenige Person die mich wirklich bemuttern durfte. Auch wenn sie nur ein mittelgroßer Pudelschnauzer mit großen Braunen Augen war. Sie war das was ich so sehr liebte. Und es noch heute tue! Ich lag nun in meinem Bett und hatte Coolio auf meiner Brust, er schlief und ich war auch kurz vorm einnicken. Plötzlich schrie nun mein jüngster (aber doch älter als ich) Bruder runter. "Verena Essen! Und du hast Besuch!" Mich wunderte es kein Stück ich hatte oft Besuch, in der Clique war es anders als in der Schule, wir in der Schützenstraße waren ein eingeschworenes Grüppchen von etwa 10 Leuten. Unser Haupttreffpunkt war hier bei uns zuhause! Wir waren einfach anders als die Weststadt, wir waren kein wirklicher Brennpunkt! Alle von uns gingen auf das Gymnasium außer Pablo, aber er war noch nicht so lange in Deutschland und musste erst mal die Sprache lernen. Er kam erst spät in unsere Clique!
 

Doch was ich sah ließ mich überrascht aufschauen. Es war Gillian, wirklich in Farbe vor mir und lächelte mich über das kleine Holztürchen an was den Laden und unsere Privaträume voneinander trennten, und Lady daran hinderte Omas umzurennen und ihnen ein Herzinfarkt zu verpassen. Habe ich schon erwähnt wie sehr ich Lady lieb habe? "Nun kann ich reinkommen Enchen?" Er schaute mich lächelnd an, ich nickte natürlich sofort öffnete das kleine Holztürchen und Lady stürzte sich sofort auf ihn. Eigentlich ist sie bei Fremden großmäulig und dann ängstlich, doch ihn schien sie von vornherein zu mögen. Es war wirklich seltsam! Gillian folgte mir ins große Wohnzimmer, dort stand schon ein Teller mit Mittagessen bereit. Die anderen meiner Familie waren schon beinahe fertig. Ich setzte mich auf den Zweisitzer am Fernseher. Gillian pflanzte sich neben mich. Ich fühlte mich seltsam. Alle in meiner Familie blickten seltsam auf. Micha war als erstes gefasst. Sie aß hier. Hatte gerade seit nem Jahr ihre Anwaltskanzlei. Aber kochte noch gelegentlich für uns mit uns. Sie blickte mich fragend an, denn es war nicht normal das um diese Uhrzeit jemand zu uns kam, denn ich sollte seit ner halben Stunde eigentlich schon meine tägliche drei Stunden Lernzeit ausnutzen und etwas nützliches tun. Die verbrachte ich mit einer halben Stunde Hausaufgaben machen, einer Dreiviertelstunde Lernen und danach heimlich zeichnen!
 

"Er ist in meiner Klasse seit diesem Jahr. Gillian Makeiko.. richtig?" Ich blickte ihn fragend an, er lächelte sanft und nickte. Nun ging es durch die Reihen, wie üblich.
 

Mein Bruder, blond kurzhaarig, lockig, und die markanteste Nase, er blickte am selbstbewusstesten. "Ich bin Conny!" Nun blickte Micha ihn lächelnd an und zeigte nun Gillian, dass wir vieles gemeinsam hatten auch dieses etwas neckischere Grinsen. "Ich bin Michaela." Ihre schwarz lilaneu Locken wibbten mit, als sie sich wieder ihrem Teller widmete. Sie sah mir am ähnlichsten. Dann blickte mein Vater der derweil schließlich sich von seinen Teller doch noch lösen konnte auf. "Verenas Vater, Kenny!" Er schmunzelte kurz. Und etwas prüfendes lag in seinen Blick, er mochte es nicht wenn ich neue Gesichter nach hause brachte, und es auch noch Jungs in meinem Alter war, oder vermeidlich Älter, die wollten alle schon was von mir, und natürlich nur das eine! So was sah er von vornherein nicht gern. Ich glaube Daddy sah bereiz wie Gillian in den nächsten Sekunden seinen Arm um mich legen würde und ihm den dicken Finger zeigte. Es wäre nur zu schön wenn er das erstere Machen würde, aber eigentlich bin ich mir nicht mal so sicher ob ich das möchte! "Ich bin Lorenz.." Sagte mein ältester Bruder knapp, die blauen Augen hat er ohne Zweifel von meinem Vater, und die dunklen Haare von meiner Mutter. welche Glatt und langhaarig bis zu den Schultern ging. Dicke Augenringe waren zu erkennen, und er war etwas säuerlicher. Leider war er sehr Drogenabhängig. Doch irgendwie hatte ich schon damals das Gefühl das es schnell vorbeigehen würde. Und ich hatte recht, er würde es im nächsten Halben Jahr von einen tag auf den anderen aufhören.
 

Leider nur durch die schmerzliche Erfahrung das nun kiffen ihn von unten bis zur Brust aus lähmt, solange er High war! Und das machte ihm doch panische angst, alleine weil er schon immer dazu neigte, alle anzeichen auf eine Krankheit die den vermeidlichen Tod zeigte zu erkennen. Ich werde nie aufzählen können wie oft er schon an welche Krankheiten er schon gestorben wäre. Eigentlich hatte er ein Super immun system, dafür das er allen möglichen Mist geschluckt hat, musste es wirklich super sein! Ich wusste das, ich hatte das schlechteste! Das einzige was er niemals einsehen wollte war, dass er nie einsehen wollte, das er genau wie ich an Asthma erkrankt war!
 

Gillian schaute in die Runde und schwieg eher. Er war heute anders gekleidet, seine Baggis hatte er immer noch an. Aber er trug nun einen Schottengemusterten Pullover und darüber ein schwarzes Oberteil. Aber seine lange silberne Eisenkette die man nur vom Ansatz her sah beeindruckte und stürmte mich doch etwas schockiert. Ein Kreuz hing daran. Er schmunzelte, er merkte wie ich ihn musterte. Nach dem Essen sagte mein Vater nur. "Ich möchte nun telefonieren Verena!" Er deutete mir damit, ich sollte mit meinem Besuch in mein Zimmer oder irgendwo anders hingehen.
 

Gillian blickte sich in meinem Zimmer um und lächelte. "Wow ein Manga Freak! Beeindruckend!" Dann blickte er sofort meine CD's durch. Er nahm ein paar daraus und ging auf mich zu. "Kann ich die hören?" Ich nickte stumm. Was sollte ich groß sagen, ne was willse hier? Das ging nicht, und es war nicht meine art so unfreundlich zu sein. Ich setzte mich auf mein Bett und hörte die CDs an die er reinlegte. Er hat wohl meine Metal CDs gefunden. Ganz schnell war Subway dabei. Dann setzte er sich zu mir.
 

"Ich hoffe ich bin nicht unfreundlich, aber was verschafft mir deine Anwesenheit Gillian?" Er blickte mich lächelnd an, blickte dann kurz an die Decke und grinste dann wieder mir zu. "Mir war langweilig, war in der Nähe. Dacht mal ich besuch dich!" -" Achso ", kam es kurz von mir und ich sah ihn von der Seite an. Er wirkte nun leicht beeindruckt, weil ich diesmal sehr nachdenklich dreinblickte. "Wieso bist du wirklich hier Gillian..." Ich schaute ihn etwas traurig an, weil ich wünschte die Antwort von ihm wäre so einfach wie er sie gerade sagte. Einfach besuchen, als wären wir Freunde, aber so was war unmöglich, ich spürte es deutlich das es was anderes war was ihn zu mir trug.
 

Er blickte mich weiterhin mit einem sanften Lächeln an. Ich wartete ab, denn ich wollte eine Antwort auf diese Frage. Er schien nach zu denken, doch sein Gesichtsausdruck änderte sich nicht. "Was willst du wirklich von mir?" kam es nun deutlicher von mir! Und er blickte nun weiterhin mich so an, bis er doch nun mit der Antwort rausrückte. "Ich finde dich seltsam, deshalb will ich dich besser kennen lernen, vielleicht verstehe ich dich dann!" Gillian legte dabei seinen Kopf schief. Ich schmunzelte. "Wieso? Ich dachte du hast genug Freunde? Bist doch der beliebteste Junge in der Schule derzeit, genügt dir das nicht?" Ich tat so als würde mich die Antwort eigentlich kein Stück interessieren doch das tat es. Ich wollte wissen was ein Mensch, der auf dem ersten Hinblick alles hatte, noch haben wollte. "Die sind langweilig und durchschaubar, du bist interessanter!"



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