Chapter Five
Da schrie Ruffy plötzlich laut nach seiner Mannschaft. Chiyo dackelte hinter Nami her. >Was ist los, Ruffy?< fragte Lysop und richtete seine Brille. >Ich glaub, vor uns sind Schiffe.< >Nein, dass ist eine Insel.< sagte Lysop und fummelte an seiner Brille herum.
Nami rannte schnell in ihr Zimmer, und schaute nach, was für eine Insel es denn war. Als sie wieder bei den anderen war, waren sie der Insel schon ein Stück näher gekommen. >Das ist Bubblegumm Island. Die haben sogar eine Stadt, da können wir uns ein bissel umsehen.< Ruffy klatschte vor freude in die Hände. >Jaha!< rief er immer wieder. >Gut, ich muss meine Schwerter schleifen lassen.<
Chiyo fuhr herum und schaute Zorro in die Augen. >Was??< fragte er unfreundlich. >Schon gut.< >Jetzt kack dich doch mal aus!< drängte Zorro.
Chiyo funkelte ihn böse an. >Du kommst soo arrogant rüber, dass gibt's gar nicht! "Ich muss meine Schwerter schleifen lassen", geht's noch?!!< Zorro funkelte jetzt böse zurück. >Hast du ein Problem mit mir?< >Aber sowas von!<
Zwischen den beiden schnellte die Blitze nur so hin und her. >Leute!!< rief Nami und stellte sich entschlossen zwischen die beiden Streithähne. >Macht mal halblang!< Sie zerrte Zorro einen meter von Chiyo weg und blieb zwischen beiden stehen. >Ich verlasse euch an der nächsten Insel.<
Nami schaute das jüngere Mädchen erschrocken an. >Wie du verlässt uns?<
Chiyo nickte. >Ja. Es war sehr nett von euch, dass ihr mich so gut behandelt habt. Aber ich muss Abschied nehmen.<
Ruffy und Lysop gaben ein schniefendes Geräusch von sich. >Abscheid ist soo traurig!< schnuzelte Ruffy. >Ich hasse Abschied!< stimmte ihm Lysop zu. >Tut mir leid.< versuchte Chiyo die beiden zu beruhigen. >Aber irgendwann müssen wir uns ja mal trennen. Besser früher als später.< >Gut, dass du dann endlich weg bist.<
>Zorro! Hör jetzt auf!< >Jeder Ort ist besser, als da wo du bist.< >Chyio! Du hörst jetzt auch auf!< Nami vesuchte vergeblich die beiden auseinander zu bringen, doch sie gab es schnell auf. >Meine Idee war es nicht, dich hier zu behalten. Das kannst du Ruffy verdanken.< >Ich wollte auch gar nicht hier sein! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich alles durchmachen musste.< >Woher sollen wir das denn auch wissen?<
Chyio antwortete nicht. Sie blickte wütend zu Boden. >Hab ich also Recht. Mal sehen, ob sich meine zweite Theorie auch bewarheitet.<
Mit einer blitzschnellen Reaktion hatte Zorro sein Schwert gezogen, war an Nami vorbei und holte zum Schlag gegen Chyio aus.
Wenige Millimeter hielt er vor ihrem Hals an. Beide starrten sich an. Eine gespannte Stille trat ein. >Sie hat nicht mal mit der Wimper gezuckt.< flüsterte Nami zu Sanji. >Ob das auf dauer so gesund ist?< gab Sanji leise zurück. Chyio und Zorro bewegten sich immer noch nicht. >Sind sie tot?< fragte Ruffy. >Du Idiot! Sie leben noch!< sagte Lysop, doch mit einem Seitenblick auf die beiden fügte er hinzu >Glaub ich jedenfalls.<
Es vergingen weitere Minuten, in denen keiner etwas sage. Der Wind trieb die Flying Lamb immer näher an die Insel heran. Da endlich löschte sich Zorro von dem Mädchen und wich vorsichtig zurück. >Bingo.< sagte er und grinste sein freches grinsen (was für'n Satz ^^°).
>Kämpf gegen mich.<
>Spinnst du, Zorro?< fuhr Sanji ihn an. >Du schlägst die Kleine doch kaputt.< >Sanji hat Recht, Zorro.< mischte sich Lysop ein. Nami schüttelte nur teilnahmslos den Kopf. >Bohar, ein Kampf!< glugste Ruffy fröhlich. >Könnt ihr denn nicht warten, bis wir auf der Insel sind?<
>Jah, bis dahin kannst du uns mal ein bißchen über dich erzählen.< meinte Zorro. >Ich nehme an, dass dein Meister dich aus irgendeinem Grund verstoßen hat. Du bist totunglücklich, willst dich umbrinegn und so weiter. Dann hast du einen Verbündeten gefunden und ihr seid auf unser Schiff gekommen. Als du in der Küche saßt haben ich gehört, wie du sagtest, dass du jemanden suchst. Ich glaube das er dich finden wird. Keine Sorge.<
Innerhalb von Sekunden hatte Chyio ihr Schwert gezogen und es an Zorros Hals gesetzt. Der Schwertkämpfer konnte nur seine Hand auf den Griff eines seiner Schwerter legen. >Du weißt ja nicht, mit welcher Schande ich leben muss!!< schrie Chiyo ihn an. >Ja, ich bin ein Samurai!<
Zorro konnte wieder grinsen. >Wusst ich's doch.< Chyio achtete nicht aufr Zorros Bemerkung, sondern redete weiter >Mein Meister verlor eine für ihn sehr wichtige Schlacht. Um wenigsten einen ehrenvollen Tod haben zu können, beginn er Sepuku. Seine treuen Gefolgsleute, zu denen auch ich zählte, wollten es ihm gleich tun und schnitten uns einem nach dem anderen den Bauch auf. Doch ich wurde davon abgehalten! Von meinem eigene Bruder!!< Chyio begann zu schluchsen. Sie nahm das Schwert von Zorros Hals und hielt es so in die Sonne, dass es blitzte. >Mein eigener Bruder..< flüsterte sie nocheinmal. >Er hatte bestimmt einen Grund, warum er das getan hat.< versuchte Nami sie zu trösten.
Chyio lächelte traurig. >Ja, wahrscheinlich. Er sagte, dass ich meine Meister rächen müsste und das ich deswegen nicht sterben dürfte.< >Siehst du!<
>Nein, ihr versteht das nicht! Es ist eine Ehre für einen Samurai mit seinem Meister sterben zu dürfen! Er hat mir diese letzt Ehre genommen!< Chyio schlug wütend mit der Faust auf die Rehling. Mit dem Handrücken wischte sie sich die Tränen aus den Augen. >Und jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als denjenigen zu finden, gegen den mein Medister verloren hat.<
>Du kannst trotzdem gegen mich kämpfen.< begann Zorro wieder. >Halt dich da mal kurz raus Zorro.< unterbrach Nami ihn. >Sag mal Chiyo, ich hab mal was über Samurai gelesen. Würdest du mir wohl noch etwas mehr erzählen?<
Das Mädchen sah von der Rehling auf. >Ich hab versucht mich zu verstellen, aber es hat irgendwie nicht geklappt. Ich habe meine Herkunft verleugnet, ich habe gelogen. Schlimmer kann ich es nicht mehr machen. Was willst du wissen?< fragte sie an Nami gewand.
>Euer Grundgesetz.< kam es von Nami wie aus der Pistole.
Chiyo setzt sich auf den Boden und legte ihr Schwert vor sich hin, sodass alles es sehen konnten. >Schöne Waffe..< murmelte Zorro. >Psst!< machte Nami und setzte sich vor Chiyo auf den Boden. >Jetzt brauch ich mich ja nicht mehr zu verstellen.< Sie richtete sich gerade auf, falltete die Beine und setzt sich in der Hocke hin. Sie hob stozl den Kopf und blickte Nami an. Jetzt sprach sie mit einer Tonlosen Stimme >Unser Grundgesetz besteht aus drei Tugenden: Treue, Pflichtebewusstsein und Mut. Die Treue zum Herren ist uns sehr wichtig. Wo wir auch sind immer und überall ist es unsere Pflicht, das Wohl unseres Herren zu wahren. Das mist das Rückrad unseres Glaubens, undwandelbar und ewig wahr.<
Die beiden Mädchen blickten einander lange an. Auch Sanji und Lysop hatten sich nun dazu gesetzt, um den Wortden Chiyos zu lauschen. Ruffy hatte sich auf dem Lambkopf umgedreht, und Zorro sant einfach nur da. >Die zweite Grundtugend ist das Pflichtbewusstsein.< fuhr die Schwarzhaarige fort >Wir müssen Aufrichtig sein, dass heißt, nicht lügen, nicht verleugnen, nicht hinterhältig handel. Wir dürfen keine Bedürfnisse haben.Wie verachten Geld, Besitz und andere Annehmlichkeiten des Lebens. Wie beachten die Gebote der Geschicklickeit, wie zeigen Bescheidenheit, bewahren den Gleichmut, zeigen weder Freude noch Schmerz, und wir sind schweigsam.< Sie blickte kurz zu Zorro, dann erzählte sie weiter.
>Ehrerbrietung gegenüber dem Vorgesetzten, den Eltern, dem Freund, den Ahnen, dem älteren Bruder..< fügte sie zähneknirschend hinzu.
>Höflichkeit gegen jedermann, Mitgefühl mit Menschen in Not, Großmut gegnüber Kranken, Schwachen und Unterdrückten, Achtung gegenüber dem Feind.<
>Wir sind bald im Hafen von Bubbelgumm Island.< unterbrach Zorro die Stille.
>Ich bin sofort fertig, dann sehen wir uns ja nie wieder. Die dritte Tugend ist der Mut. Immer unbeirrt das Rechte tun. Rechttun ist alles, das Leben dagegen nichts. Wir müssen nicht nur Mut im Kampf beweisen, sondern auch im Privatleben.<
Das Mädchen stand auf, steckte ihr Schwert sorgfältig weg und ging still unter Deck. Keiner der anderen sagte etwas. Sie sprachen alle kein einziges Wort, bis sie den Anker im Hafen geworfen hatte. >Wer seid ihr?< fragte eine rauhe Stimme. >Monkey D. -< >Hach. Nur ein paar harmlose Piraten. Haha!< unterbrach Nami Ruffys Geplapper.
Der Mann mit der rauhen Stimme schaute ungläubig, jedoch notierte er sich alles fleißig. >Wie viele seid ihr auf eurem Schiff?< >Fünf!< antwortete Nami. >Nein, sechs. Du hast die Kleine vergessen.< berichtete Lysop. >Stimmt! Wir sind sechs!< >Ja, ich habe es mitbekommen.< sagte der Mann und kritzelte munter weiter.
>Dann wird es Zeit, Lebe wohl zu sagen.< Chiyo sprang leichtfüßig von der Lamb und ging allen voran. >Warte! Du kannst doch nicht so einfach gehen!< rief Sanji ihr hinterher. >Bleib stehen!< forderte der unbekannte Mann sie auf. Doch Chiyo ging stumm weiter. >He, du! Stehen bleiben, hab ich gesagt!!< rief der Mann abermals.
Chiyo blieb wirklich stehen, doch sagte sie nichts und drehte sich auch nicht um, um mit dem Mann zu sprechen. >Was willst du?< fragte sie mit kalter Stimme.
>Sie macht mir irgendwie noch mehr Angst als vorher.< flüsterte Nami. >Und Zorro's Geschwafel macht das auch nicht besser.< >Hast du gehört, du unsensibler Klotz?! Du machst der armen Nami Angst.< >Heul doch! Aber beantworte mir mal eine Frage: Warum labert dieser Typ sie eigentlich so zu?<
>Der will bestimmt ein Autogramm von Lysop dem furchtlosen Krieger und traut sich sicher nicht, mich persönlich zu fragen!< jaulte Lysop. Ruffy schaute seinen Schützen an. >Quatsch nicht! Der will eins von mir, dem zukünftigen Piratenkönig!!<
Nami verpasste den beiden Träumern eine Kopfnuss und wand sich wieder dem Mann zu. >Wer bist du?< fragte der Mann lauernd.