Vertrauen - Part Two
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Vertrauen - Part Two
... Jeder hatte hier mit sich selbst zu tun.
Niemand kümmerte sich mehr wirklich um den anderen. Nur um den Schein zu wahren, um nicht in die dreckigen Gesichter seiner ,Kameraden' sehen zu müssen wenn man am Boden lag, wurde jeden Abend gesoffen. Nur um Interesse an seinen Mitmenschen vorzutäuschen, so wie Heute.
Nami konnte viele der neuen Mannschaft nicht leiden, und verhielt sich ihnen gegenüber auch dementsprechend.
Zu oft stritt sich die Navigatorin mit den Matrosen und den anderen Crewmitgliedern. Häufig auch, weil diese an ihr herumkritisierten und meinten, der Kurs sei falsch oder ihre Karten währen zu ungenau gezeichnet. Doch das waren im Grunde nur Aufhänger.
Trotzdem war es bald soweit, dass sie sagten, Nami wäre als Navigatorin ungeeignet und dass sie diesen Posten doch jemandem überlassen sollte, der etwas davon verstünde.
Also übernahm einer der Matrosen, die Nami für ganz und gar unfähig hielt, den Posten.
Erst als sie fast auf Grund liefen und beinahe an einer Klippe zerschellt wären, bekam Nami ihren Posten wieder.
Doch das war nicht wirklich das was sie wollte.
----flashback----
"Nein, nicht so! Auf diese Art will ich nicht wieder Navigatorin werden!" Die schrille Stimme der Rothaarigen schallte über das Schiff. Ihr ,Captain' hatte ihr gerade erlaubt ihren Job wieder auszuüben. Obwohl das wohl nicht der richtige Ausdruck für die Art war, wie er ihr mitgeteilt hatte, jeder andere Navigator eine Gefährdung für die Crew und das Schiff wäre.
"Dir geht es hier nicht um mich Ruffy, sondern nur um dein Schiff! Du hast nichts getan, um zu verhindern, dass mir der Job entzogen wurde. Du hast nichts gesagt, als wir fast von einem dieser inkompetenten Trottel umgebracht wurden! Und, was am allerschlimmsten war, du hast nichts gesagt oder getan, um mir zu helfen.
Trotz allem werde ich deiner ... Bitte nachkommen und wieder navigieren, mein Captain. Aber es geht mir einzig und allein um das Schiff. Aus keinem anderen Grund nehme ich dein Angebot an."
Nach dieser Rede schritt Nami mit vor Wut blitzenden Augen in den Steuerraum, und schlug die Tür derartig hart zu, dass das Glas des darin befindlichen Bullauges brach.
Ruffy war sprachlos, genau wie alle anderen um ihn herum. Der Strohhut war es, weil er noch nie von einem seiner Freude so angeschrieen wurde und es ihn doch ein bisschen erschreckte, dass ausgerechnet Nami genau das gerade getan hatte.
Seine Crew jedoch konnte diese, in ihren Augen, einfach bodenlose Unverschämtheit kaum fassen. Das, was sie zu ihrem Captain gesagt hatte, erschreckte sie durch zweierlei Dinge. Erstens hatte sie ihn mit dem Vornamen angesprochen. Mit dem Vornamen!!!
Und zweitens, wie konnte sie es wagen, sie alle inkompetent zu nennen? Und wie konnte sie es wagen, ihrem Chef etwas zu unterstellen?
----flashback ende----
Erst das kalte Glas in ihren Händen riss sie aus ihren Gedanken. "Gefunden!" lächelte sie triumphierend. Der Kampf gegen die kleine braune Flasche war gewonnen.
Was würde es schon bringen über Vergangenes nachzusinnen, wenn man es doch nicht mehr ändern konnte? Und auch wenn sich noch etwas ändern ließe würde sie ihr Stolz davon abhalten, davon war sie überzeugt.
Leicht verstimmt, schon wieder an die jetzige Situation erinnert worden zu sein drehte sich Nami zu ihrem Gast um.
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