Im Schatten der Walled City
Starr sah ich auf meine Schuhe und schulterte meine Schultasche, in welcher ich das Teuerste, was ich besaß, herumtrug. Es waren Sammelkarten. Ich hatte sie mit dem Geld, was ich zum Neujahrsfest in meinem roten Umschlag bekommen hatte, gekauft.
Andere Kinder spielten damit auf dem staubigen Boden vor der Schule, sie lachten und tauschten die Karten mit schmutzigen Fingern. Ich nicht. Sie waren zu wertvoll für mich, zu besonders. Ich berührte die glatte Oberfläche nur, wenn meine Hände sauber waren. Für mich waren sie kein einfaches Kinderspiel.
Jedes Monster hatte seinen Platz, jede Karte eine feste Regel. In der Enge unserer Wohnung, in der man sich ständig gegenseitig berührte, waren diese Karten das Einzige, was nur mir gehörte. Ein kleines Rechteck aus Perfektion in einer Welt, die nach Abfall und altem Fett roch.
Ich drückte die Tasche fest an meine Seite, als ich in die Schatten von Kowloon Walled City eintauchte. Einem Teil von Hongkong. Die Karten gaben mir ein Gefühl von Macht, das ich nicht erklären konnte. Sie Meine Eltern hatten dafür keine Zeit.
In Kowloon Walled City gab es keinen Tag und keine Nacht. Es gab nur das ewige Summen der Neonröhren und den Geruch von kochendem Fett und Abfall. Ich war elf, aber ich hatte schon gelernt, dass man in den Gassen verschwinden muss, wenn man überleben will. Entweder lernte man zu überleben oder man starb in diesem Slum. Wie das Leben auf der anderen Seite der Stadt wohl aussehen mag? Hongkong war eine Weltmetropole und gehörte doch zu den reichsten Städten der Welt. Davon merkte ich in der Walled City nichts.
Ich kam gerade von der Schule. Meine Eltern hatten kein Geld, und so besuchten meine Schwester und ich die örtliche Missionarsschule. Wie alle Kinder aus der armen Arbeiterklasse.
Der Übergang war jedes Mal wie ein Schlag ins Gesicht. Hinter mir lag die Missionsschule mit ihren sauberen Steinböden und dem harten, englischen Alphabet, das noch immer in meinen Ohren nachhallte. Vor mir lag das Monster, das ich mein Zuhause nennen musste.
Kowloon City fraß das Licht. Sobald ich die erste Gasse betrat, verschwand die Sonne. Hier oben, wo die Häuser so eng zusammenstanden, dass man sich von Fenster zu Fenster die Hand reichen konnte, gab es keinen Himmel mehr. Nur noch ein Gewirr aus schwarzen Stromkabeln, die wie fette Adern über unseren Köpfen hingen und ständig leise summten. Die Menschen die mir in der enge begegneten waren blass und wirkten krank.
Ich hielt meine Schultasche fest an den Körper gepresst. Meine Uniform war weiß, ein gefährliches Weiß in dieser Welt aus Ruß und Abwasser. Ich wich einer Pfütze aus, in der reglose Fischabfälle schwammen, und ignorierte das Schreien der Verkäufer. Hier roch es nach allem gleichzeitig: nach süßlichem Opiumrauch aus den dunklen Hauseingängen, nach brennendem Plastik und dem scharfen Duft von Schweinefleisch, das an Haken in der feuchten Luft hing. Und von Abfällen die eigentlich in die Kanalisation gehörten. Wie es wohl war an einem Ort zu leben, der nicht nach sowas roch? Wo man keine Angst haben musste den Boden mit den Händen zu berühren? Meine Augen verengten sich. Diese Gedanken brachten mich nicht weiter, also drängte ich sie weit nach hinten in meinen Kopf.
Ich betrachtete die toten Tiere im Dreckwasser und wünschte mir für einen absurden Moment, wir hätten sie heute Abend auf den Tellern – sauber und gebraten. Doch selbst das war zu viel verlangt.
Der Wunsch würde nicht erfüllt werden können. Es gab eigentlich nur einfaches Essen und kaum Fleisch, das war für meine Familie zu teuer. Fisch hatten wir häufig, aber richtiges Fleisch konnten wir uns einfach nicht leisten. Mein Vater war ein einfacher Arbeiter in einer Fabrik am Hafen und verdiente fast nichts. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Ich betrachtete den Stadtteil, mein Zuhause, und spürte einen Hass in mir.
Ich hasste mein Leben hier, denn ich wusste, dass ich zu mehr geschaffen war, als in diesem elenden Dreck zu verkommen. Meine dunklen Augen verengten sich und ich biss mir kurz zornig auf die Lippen, während ich die Treppen zu unserer Wohnung hinaufging. Stufe um Stufe. Das laute Aufheulen einen Flugzeuges ließ das Haus erbeben.
Ich hatte nur sehr selten einen Aufzug nutzen können. Hier in Kowloon hatten die Häuser keinen, obwohl die grauen Kolosse hoch in den Himmel ragten.
Unsere Wohnung war kein Ort zum Leben, sie war eine Lektion in Demut. Vier Personen auf knapp zwanzig Quadratmetern bedeuteten, dass man niemals allein war, außer in seinem eigenen Kopf.
Wenn ich an der Türschwelle stand, konnte ich alles mit einem einzigen Blick erfassen. Links die winzige Kochstelle, auf der meine Mutter ständig Fisch dämpfte, dessen Geruch sich wie ein klammer Film in die Tapeten fraß. Manchmal kochte meine Mutter auch im Flur, dann war ich dankbar, denn so stank es weniger intensiv.
Neben der Kochzeile stand das Etagenbett, das ich mir mit meiner Schwester teilte. Sie schlief oben, umgeben von ihren Schulbüchern, während ich unten lag und auf die Unterseite ihrer Matratze starrte, die mit der Zeit durchhing wie ein schwerer, grauer Himmel. Ein kleiner Vorhang gab mir wenigstens das Gefühl etwas alleine zu sein. Auch, wenn ich das nie war.
Das einzige Fenster ging zum Innenhof hinaus. Es ließ kein Licht herein, nur den Lärm der Nachbarn und das Tropfen der Klimaanlagen von oben. Mein Vater saß meistens auf dem Klappstuhl am Tisch, den Rücken zur Tür, den Kopf gesenkt über seiner Zeitung. Er nahm den meisten Platz ein, ohne jemals wirklich präsent zu sein.
Um vom Eingang zum Bett zu gelangen, musste ich mich seitlich an ihm vorbeischieben. Jedes Mal, wenn mein Arm dabei seinen Stoff der billigen Arbeitsjacke streifte, spürte ich ein brennendes Verlangen, die Wände nach außen zu drücken. Die Enge war wie ein leises Ersticken. Ich beobachtete meine Schwester, wie sie versuchte, an dem kleinen Tisch ihre Hausaufgaben zu machen, während meine Mutter das Geschirr in einer Plastikschüssel wusch. Auch sie arbeitete viel und war als Näherin lange außer Haus. Als ich kleiner war, musste ich sie mit zu ihrer Arbeit begleiten und später mich dabei um meine kleine Schwester kümmern.
Meine Mutter grüßte mich freundlich und fragte, wie mein Tag in der Schule war. „Gut …“, meinte ich nur und zog mir meine saubere und reine Schuluniform aus und hing sie an das Etagenbett. Wir bekamen großen Ärger, wenn wir dreckig oder ungepflegt in der Schule erschienen. Ein perfektes und gepflegtes Äußeres wurde von der Schulleitung verlangt. Trotzdem roch sie oft nach Essen und ich bekam dafür Arger.
Ich zog mir meine normale, schlichte Kleidung an und hasste sie. Denn sie zeigte, dass selbst wir hier in diesem Stadtteil so gut wie nichts hatten. Selbst unter den Armen zählte meine Familie noch zu den Ärmsten.
Ich setzte mich auf mein Bett und blickte mich um. Hier gab es nichts Schönes. Alles musste nur funktional sein. Ich schwieg und begann kein Gespräch. Meine Noten waren hervorragend, und doch wusste ich, dass mir das nicht viel helfen würde.
Meine Mutter nannte mich „ruhig“. Mein Vater sah mich gar nicht an. Ich saß oft stundenlang in der Ecke unserer winzigen Wohnung und beobachtete, wie sie sich bewegten. Sie waren wie Insekten, die in einem Glas gefangen waren. Ich wollte kein Insekt sein. Doch ich wusste nicht, wie ich dem hier entkommen sollte. Wie konnte man aus dem Glas fliehen, in das man hineingeboren wurde? Wie konnte ich meine Ketten sprengen?
Mein Vater erhob sich, um seiner Tätigkeit in einer Fabrik nachzugehen. Ich hörte, wie er sich von meiner Mutter verabschiedete. Meine Schwester war weiterhin mit ihren Hausaufgaben beschäftigt und ich setzte mich zu ihr. Sie hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, hier herauszukommen durch Bildung. Ich selbst erkannte für mich hier keine Zukunft.
Als ich fertig mit den Hausaufgaben war, bat meine Mutter mich, ihr etwas Gemüse von den Händlern zu besorgen. Sie selbst wusch in unserem Badezimmer gerade Kleidung. Ich wusste, dass es Waschmaschinen gab. Aber gesehen hatte ich noch keine wirklich.
Ich nahm das wenige Geld entgegen und nickte nur. An diesem Nachmittag regnete es. Ich nutzte den Botengang als Gelegenheit, um der erstickenden Enge der Gassen für einen Moment zu entkommen. Um den Himmel zu sehen und Licht, welches nicht von einer einzelnen Glühbirne auf mich hinab schien.
Ich lief bis vor an die große Außenstraße, wo der Slum auf die echte Stadt traf und ich endlich, das Grau des Himmels sehen konnte.
Ich stand im Schatten eines Zeitungsstandes und beobachtete einen schwarzen Mercedes. Meine Augen wurden groß. Das war kein Wagen, der hierhin gehörte.
Ich erkannte schnell, wem der Wagen gehörte. Er kam gerade aus einem der Geschäfte. Aber der Mann passte nicht hierher. Sein Anzug war zu sauber, seine Bewegungen zu sicher. Er strahlte eine Macht aus, die die Luft um ihn herum schwer machte.
Ich bewunderte ihn, obwohl ich ihn nicht kannte. Was wollte so jemand hier? So jemand gehörte nicht in diesen Stadtteil. Er gehörte auf die andere Seite der Stadt, welche ich noch nie gesehen hatte. Ich betrachtete die Tüte mit dem Gemüse und kam mir albern vor. Er sprach mit einem der Händler hier, von dem ich wusste, dass man sich mit ihm nicht anlegen sollte. Man zahlte, was er verlangte, oder ging besser. Ich bemerkte, wie der gut gekleidete Mann mit dem Händler diskutierte und er abweisend den Kopf schüttelte. Dieser Mann hatte keine Angst. War dem Idioten nicht klar, dass er mit seinem Auftreten die komplette Aufmerksamkeit auf sich zog?
Drei Männer traten aus einer Seitengasse. Ich roch den Alkohol und kannte sie. Sie waren Loser, aber leider gewalttätige Verlierer. Sie schienen so betrunken, dass sie in dem Mann jemanden sahen, den sie wohl hochnehmen konnten. Sie hatten Messer, billige Klingen, die im fahlen Licht glänzten. Wahrscheinlich dachten sie, sie hätten ein leichtes Opfer gefunden.
Ich hätte wegrennen können. Das war die Regel in Kowloon. Wer stehen bleibt, stirbt mit. Aber ich blieb. Ich wollte sehen, wie Macht blutet. Oder wie sie sich wehrt. War er wirklich ein Gewinner oder nur jemand in einem schicken Anzug? Doch dann kam mir etwas in den Sinn: Wenn ich ihm half, konnte er mir Geld geben. Er würde mir dann etwas schulden. Er hatte eindeutig Geld. Und kurz blickte ich auf das schrumpelige Gemüse und sah hinauf. Der Mann in Anzug hatte die Männer wirklich noch nicht bemerkt.
„Hey, du im schicken Anzug! Pass auf“, meinte ich nur kalt, und es war, als würde ich erst jetzt für diesen Mann sichtbar werden, und als er meinem Blick folgte und das Messer in den Händen der Männer sah, reagierte er erstaunlich schnell.
Der Mann bewegte sich wie eine Raubkatze. Bevor die drei Angreifer begriffen hatten, dass ihre Deckung aufgeflogen war, war er bereits bei ihnen. Es gab kein langes Zögern, kein Geschrei. Ich hörte nur das dumpfe Geräusch von Fleisch auf Fleisch. Ein gezielter Schlag gegen das Kinn des ersten Mannes, das metallische Klirren eines Messers auf dem nassen Asphalt. Eine blitzschnelle Faust traf die Wange des zweiten Angreifers. Blut spritzte aus dessen Nase, als er stöhnend zusammensackte. Der verbliebene Dritte wich panisch zurück, die Augen geweitet vor plötzlicher Angst. Er hatte ein Schaf erwartet und einen Wolf gefunden. Hastig zerrte er seine Kumpel hoch und sie verschwanden in den Schatten der Hochhausschluchten..
Ich stand noch immer unbeweglich im Schatten des Zeitungsstandes. Die Tüte mit dem Gemüse lastete schwer in meiner Hand. Fast schon enttäuscht sah ich den Männern nach. Ich hatte mehr erwartet.
Der Fremde strich sich seinen Anzug glatt, als wäre nichts geschehen. Sein Atem ging ruhig, während er auf mich zukam. Er war groß, viel größer als mein Vater, und sein Blick war so scharf wie die Klingen, die gerade noch auf ihn gerichtet gewesen waren. Er blieb vor mir stehen. Der Geruch von teurem Tabak und Leder verdrängte für einen Moment den Gestank von Müll. Stumm sahen wir einander an, und ich senkte den Blick nicht.
„Du hast keine Angst“, stellte er fest. Es war keine Frage. Seine Stimme war tief und klang wie das Knirschen von Kies.
„Brauchte ich ja nicht. Sie wollten ja nicht mein Gemüse“, antwortete ich und sah ihm direkt in die Augen. Ich wollte nicht wie ein Kind wirken. Ich wollte, dass er sah, dass wir aus demselben Holz geschnitzt waren. Dass ich kein ängstliches Kind war.
Er lachte nicht. Er betrachtete mich einen Moment lang, als würde er den Wert einer Ware schätzen. „Warum hast du mich gewarnt?“, fragte er direkt und verschränkte die Arme vor der Brust.
Ich sah ihn an und meinte kühl: „Weil ich dachte, dass dir dein Leben vielleicht etwas wert ist und ich dann endlich mal satt ins Bett gehen kann.“
Erstaunt betrachtete er mein Gesicht, bevor ein Grinsen über seine Lippen huschte. Dann griff er in seine Innentasche und holte ein Bündel Geldscheine heraus. Meine Augen weiteten sich. So viel Geld hatte ich noch wie gesehen. Er zog einen Schein ab – mehr Geld, als mein Vater in einem ganzen Monat nach Hause brachte – und hielt ihn mir hin.
Ich sah den Geldschein an, aber ich griff nicht sofort danach. Ja, ich brauchte das Geld. Aber ich wollte nicht wie ein Bettler aussehen. Schließlich hatte ich gerade sein Leben gerettet. Er schuldete es mir. Das waren keine Almosen.
Ein schmales Lächeln stahl sich auf seine Lippen. Er ließ den Schein in meine Gemüsetüte fallen, direkt auf den welken Kohl. „Wie heißt du, Junge?“
„Li Qiang“, sagte ich.
„Li Qiang“, wiederholte er, als würde er den Namen testen. „Komm morgen um dieselbe Zeit hierher. Ohne das Gemüse. Wenn du mehr verdienen willst, habe ich vielleicht etwas für dich, bei dem du mir helfen kannst…“
Ich sah auf das Geld, stellte mir vor, wie ich davon Karten kaufte, und blickte hinauf in das Gesicht des Fremden. Ich nickte nur. Wie er hieß, war mir egal.
Er musterte mich ein letztes Mal, hob langsam eine Hand und tippte sich mit zwei Fingern an die Stirn – ein stummer Gruß, der sich anfühlte wie ein besiegelter Vertrag. Dann wandte er sich um. Er öffnete die Tür des Mercedes, und für einen kurzen Atemzug drang das sanfte Leuchten der Armaturen und der Geruch von edlem Leder zu mir in den kalten Regen heraus. Ein unbezahlbarer Luxus.
Er stieg ein und schloss die Tür mit einem satten, schweren Klang, der die Geräusche des Slums auf einen Schlag schluckte. Der Motor schnurrte leise auf, und ich sah zu, wie die roten Rücklichter im Grau des Regens verschwanden. Ich spürte, wie mein Herz klopfte – nicht vor Angst, sondern vor Triumph. Der Händler, mit dem der Mann sich unterhalten hatte, sah mich skeptisch an, doch ich ignorierte seinen Blick. Es war bezeichnend für diesen Ort, dass niemand in Panik ausbrach, als die Schlägerei gerade war. Alle sahen nur weg und niemand wollte damit etwas zu tun haben.
Langsam ging ich wieder hinein in die graue, schwarze Welt der Walled City und betrachtete den Geldschein.
Ich ging zu einem Laden und kaufte mir sogar zwei Packungen Spielkarten. Einfach so ohne groß darüber nachzudenken. Und vermutlich taten andere Kinder das ebenfalls einfach so. Danach hatte ich noch immer genug übrig, damit meine Mutter meiner Schwester und mir etwas Ordentliches kochen konnte.
Als ich zu Hause ankam, betrat ich unsere Wohnung. Der Geruch von gedämpftem Fisch schlug mir wieder entgegen, aber dieses Mal war er mir egal. Ich legte das Gemüse auf den Tisch und platzierte zwei zerknitterte Geldscheine daneben. Meine Mutter hielt inne, ihre nassen Hände erstarrten an der Plastikschüssel. „Qiang? Woher hast du das?“, fragte sie und betrachtete besorgt das Geld. Dennoch war ihr Blick wachsam und glitt an mir entlang. Sie suchte nach Wunden, oder etwas anderem, von dem nur sie wusste. Immer noch hielt ich ihr die Scheine hin und mit zittrigen Fingern nahm sie es entgegen.
„Gefunden. Ich war außerhalb der Walled City. Da hat jemand nicht aufgepasst“, sagte ich flach und sah sie nicht an. „Kauf morgen Fleisch. Ich will morgen kein Gemüse essen.“ Sie fragte nach, ob ich wirklich die Wahrheit sagte und ich bestätigte meine Lüge problemlos. Erleichtert sah sie mich an und endlich sah ich Erleichterung in ihren vertrauten Augen. Ich bemerkte die Freude meiner Mutter und schmunzelte leicht. Nie hatte ich ihr einen Grund gegeben meinen Worten nicht zu glauben.
Ich setzte mich auf mein Bett und riss die Folie der neuen Kartenpackungen auf. Das Knistern des Kunststoffs klang für mich wie Musik. Für mich war jede Karte etwas Besonderes, doch als ich auf die erste Karte der zweiten Packung starrte, erstarrte ich. Es war ein schwarzer Drache. Eine mächtige und seltene Sammelkarte. Vorsichtig strich ich über die glatte Oberfläche, und ein ehrliches, zufriedenes Grinsen schlich sich auf mein Gesicht. Ich sah zu meiner Schwester hinüber, die mich mit großen Augen anstarrte. Ich gab ihr nichts ab. Das war mein Geld. Mein Sieg. Doch sollte ich morgen wieder Geld bekommen, würde ich ihr etwas Schönes kaufen.
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Guten Tag und herzlich willkommen!
Ich hoffe, der Einstieg hat euch gefallen. Für mich ist das dieses Mal etwas ganz anderes. Der Hauptcharakter hat mich in den letzten Monaten einfach nicht mehr losgelassen, und mittlerweile sind schon einige Kapitel geschrieben. Auch wenn die Geschichte noch nicht vollends abgeschlossen ist, bin ich wieder an dem Punkt, an dem ich ganz klar sagen kann: Sie wird nicht abgebrochen! ;)
Kanntet ihr die Walled City eigentlich schon? Ich hatte bis zu meinen Recherchen noch nie davon gehört. Aber als ich die ersten Bilder gesehen habe, musste ich sofort an das Spiel Cyberpunk denken!
Wünsche Euch einen schönen Tag