In der Falle
Währenddessen brachten die biestigen Biester Leon in ihr Geheimversteck, banden ihn los und erklärten ihm dass er sich nur im Wald verlaufen würde wenn er vor hätte zu fliehen. Sobald der wilde Kerle Anführer also die Augenbinde abgenommen hatte, sah er sich um und erblickte auf einer Treppe seinen ehemals besten Freund. Dieser spottete „Na, wie gefällt es dir hier? Gegen das ist euer Baumhaus doch nur ein Bretterverschlag!” und der Slalomdribbler schnaubte „Ich dachte, du wolltest Fußball spielen!” worauf Fabi genervt stöhnte „Heiliger Muckefuck, du bist wirklich naiv.” Nachdem dessen Mädchen ihren Gast wie sie ihn nannten aufgeklärt hatten, wurde jener auf ein Quad geschubst und bekam eine Fußfessel angelegt. Auf die Fragen der Mädchen um ihn herum ging der Entführte gar nicht ein, denn seine Gedanken *Werden sie nach mir suchen?* waren bei seiner Freundin und seiner Mannschaft. Genau diese suchten gerade das riesige Maisfeld nach ihrem Anführer ab, bis Maxi alle zu sich rief und Vanessa einen am Ast aufgespießten Zettel durch las wo drauf stand: Sorry, ich packs einfach nicht ich hab zu viel Angst! Leon. Enttäuscht gingen die Kerle und das einzige Mädchen schließlich zu ihren Fahrrädern zurück, um sich dort zu beratschlagen. Der Gesuchte hingegen war immer noch bei seinen Gegnern und beäugte das Essen, bis er einen Nagel aus einem der Holzbänke zog. Damit öffnete er letztlich seine Fußfessel, nahm diese in die Hand und tat so als ob er sich umschauen würde. Die Entführerinnen beobachteten ihn immer nur kurz, da sie mit anderen Dingen wie Wäsche aufhängen oder Nägel feilen und Haare flechten beschäftigt waren. Jene Chance nutze der wildeste unter tausenden, ließ seine Fußfessel fallen und schwang sich auf eines der Quads. Da seine eigentlichen Aufpasserinnen seine Flucht zu spät bemerkten, schaffte er es tatsächlich bis zum Ausgang und wurde allerdings von Fabi davor empfangen. Zwei weitere Mädchen zwangen ihn jedoch zum zurück kehren und sein ehemals bester Freund forderte ihn zum Fußballsquash heraus, um ihn darin zu besiegen.
Unter lautem Jubel der Biester betrat der wilde Kerle Anführer letztlich den vergitterten Käfig und wollte gegen den Besten antreten, bis er erfuhr dass Lissi die beste in der Mannschaft war. Es war ein eher unfaires Spiel, denn die Biester wechselten sich dreimal ab und der Slalomdribbler musste alleine gegen seine Gegnerinnen antreten. Leon gab wirklich alles, hatte aber nicht den Hauch einer Chance und als deren Anführer fragte ob sie beide jetzt spielen wollen gab er frustriert auf. „Warum machst du das? Fabi, wir waren mal Freunde” wollte er schließlich verzweifelt wissen, bekam aber von dem Gefragten nur „Meinst du das ernst? Für mich gab es immer nur dich, Leon den Torjäger. Leon den Anführer. Leon der immer nur der Beste sein wollte und ich war da um dir diesen Wunsch zu erfüllen. Erinnerst du dich? Wer hat Vanessa in die Mannschaft geholt, obwohl du ihn dafür verprügelt hast? Wer hat dich getröstet als sie dich geschlagen hat, bei ihrem Fußballturnier. Wer hat dafür gesorgt dass wir die Mutprobe machen? Du hattest immer nur schiss, genauso wie jetzt. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich diesen Anblick genieße” als Begründung zurück und augenblicklich schossen dem Blitzpasstorvorbereiter die Erinnerungen seiner Kindheit durch den Kopf. Dann holte Fabi den Vertrag aus seiner Jacke raus, legte diesen auf eine Holzkiste und versprach seinem ehemaligen besten Freund sarkastisch „Hier, unterschreib das! Und ich lass dich nach Hause. Da willst du sowie so am liebsten hin, hab ich recht?” Der Brünette seufzte „Und was machst du dann? Ich dachte du wolltest die wilden Kerle besiegen!” worauf der Blondhaarige spottete „Leon, die wilden Kerle gibt es nicht mehr. Die waren nur Kinderkram, die waren ein Witz” und ihn dann stehen ließ.
Schweigend blickte der Erwähnte seinem ehemaligen besten Freund hinterher und dachte über alles nach, während seine eigene Mannschaft noch beim Maisfeld wartete. Nerv wollte nicht glauben das ihr Anführer sie schon wieder im Stich gelassen hatte und Juli stimmte dem Kleineren mit „Verflixt, Leon geht nicht einfach so stiften” zu, worauf Vanessa allerdings wütend schnaubte „Genau wie bei dem Spiel gegen die Nationalmannschaft? Wenn der erst einmal schiss hat dann ist der doch zu allem bereit.” Was sie natürlich wussten war, dass der angeblich Kneifende von den biestigen Biestern entführt und von seinem ehemaligen besten Freund gezwungen wurde einen Vertrag mit seinem Blut zu unterzeichnen. Zwei der Entführerinnen setzten sich rechts und links neben Leon, während sie sich schminkten. Um die volle Aufmerksamkeit des wilden Kerls zu erhalten, begannen Yvette und Anna abwechselnd zu sprechen „Stell dir doch mal vor, es wäre anders herum! Vanessa wäre hier und du wärst da draußen! Und du hättest einen Brief gefunden und in dem steht. Sorry Leon, ich pack es einfach nicht, ich habe zu viel Angst.” In diesem Moment wurde dem Angesprochenen klar warum seine Mannschaft und vor allem Vanessa ihn nicht suchen würde, denn sie dachten wahrscheinlich er wäre wieder abgehauen. Aus Wut darauf schmiss er den Vertrag auf die Holzkiste zurück, dachte an seine Geliebte mit der er sich vor kurzem erst wieder versöhnt hatte und ignorierte dabei das triumphierende „Sie werden nicht kommen, Leon!” Rufen von Fabi. Die Unerschrockene war kurz davor abzuhauen und die Suche aufzugeben, bis die Jungs sie mit dem Geheimnis-Geheimversteck-Sucher-und-Finder-Navigationsautomat aufforderten nach Leon zu suchen. Erst weigerte sie sich mit „Was hab ich gesagt? Leon ist weg” und als Juli ihr erklärte „Ja, viel zu weit weg. Wenn ich es versuche. Aber vielleicht ist es bei dir anders, Vanessa. Ich meine, denk an den See!” wonach Raban „und an den Kuss!” weiter redete, meinte sie ungläubig „Das ist doch verrückt.”
Nerv versprach ihr letztlich „Wir schauen auch alle nicht hin” und Maxi meinte entschlossen „Leon würde dasselbe tun” bevor Raban hinzu fügte „Dafür leg ich meine beiden Beine ins Feuer.” Kurz danach hatten sich tatsächlich alle Jungs mit dem Rücken zu ihr umgewandt und Vanessa erinnerte sich an Leons Versprechen °Aber ich verspreche dir, dass ich nie wieder kneifen werde° zurück, ehe sie „Okay, wie ihr wollt” seufzte. Dann setzte sich vor den Automaten, tippte während sie sprach „Ich suche denn den ich am meisten ...” und fügte dann in Gedanken *liebe* hinzu. Sobald die Unerschrockene fertig war mit tippen, piepste das Gerät und der Pfeil darin zeigte tiefer in den Wald hinein. Die Jungs waren sofort begeistert und schwangen auf ihre Fahrräder, um ihren Anführer zu retten. Auf dem Weg dorthin bekam die Königin des Albtraumpasses ein schlechtes Gewissen, weil sie ihrem Geliebten nicht vertraut und stattdessen gedachte hatte er wäre wirklich abgehauen. Unterdessen blickte Leon sich nach ihnen um und hatte fast die Hoffnung aufgegeben dass seine Freunde ihn suchen würden, denn ihre Gegner waren darauf vorbereitet. Die wilde Truppe fuhr derweil immer dem Pfeil nach, stoppte auf einer hohen Klippe die sich über dem Lager der biestigen Biester befand und entdeckte schließlich ihren vermissten Freund. Ohne noch weitere Zeit zu verlieren rasten sie den Berg hinab und kamen gerade noch rechtzeitig, bevor ihr verzweifelter Mannschaftskapitän unterschreiben konnte. Als sie durch das Tor fuhren, drohte die Honigblonde ihrem Geliebten „Ich warne dich, Leon. Wenn du das tust, bring ich dich um!" und ihr bester Freund schnaubte „Und ich töte dich danach noch zweimal!” Sofort sprang der Erwähnte auf, ließ dabei das Messer fallen und versuchte sein Team mit „Vanessa, pass auf das ist eine Falle!” zu warnen.
Doch es war leider zu spät denn das Tor fiel runter und zwei der biestigen Biester mit Waffen in der Hand positionierten sich davor. „Pechschwefliger Hippopotamospropellerschwanzmist!” fluchte Raban und kurz danach waren sie von ihren Gegnerinnen umzingelt, weil die anderen Mädchen aus ihren Verstecken raus kamen. Fabi nutzte diesen Schockmoment aus, hob das Messer wieder auf und hielt es seinem damaligen Kindheitsfreund mit der Aufforderung „Und jetzt bringen wir die Sache endlich zu Ende" hin. Jener blickte unsicher zu seiner Mannschaft hinüber, nahm das Schneidgerät in die Hand und setzte sich. Als Leon die Schneide ansetzte und sich in den Daumen ritzen wollte, betete Nerv zum Himmel „Nein, ich will das nicht. Bitte, lieber Gott!” In dem Moment durchbrach ein Gefährt das Eingangstor, denn ein Kart mit Marlon und Markus an Bord sauste hindurch. Der Torwart rief zur Begrüßung „Hey, Mädels! Schön dass ihr da seid” und Leons Bruder fügte reumütig hinzu „Wir haben schon gedacht wir kommen zu spät” bevor er die Biester mit Stinkbomben-Schleimbeuteln abschoss. Zum Glück hatten die Beiden ebenfalls verschiedene Waffen dabei und verteilten einige von denen an ihre Freunde, damit diese zurück schießen konnten. Auch der ehemalige schnellste Rechtsaußen befahl demnach seiner Mannschaft das Feuer zu eröffnen, um anzugreifen und das war die Chance für den Blitzpasstorvorbereiter sich auch etwas zum verteidigen zu holen. Nachdem den Mädchen klar wurde dass sie im Nachteil waren, beschloss deren Anführer die Netze zu spannen und die Falle zuschnappen zu lassen. Doch zum Glück schafften der Slalomdribbler und sein jüngstes Mitglied es ihn mit zwei Blutegel-Schleudern aufzuhalten. Während die Biester von Kaugummispinnfäden an Baumstämme gefesselt waren, wollte die ehemalige Nummer 4 wissen „Und was machen wir jetzt?” und sein Gegenüber die Nummer 13 antwortete „Wir machen das warum wir gekommen sind. Wir treffen uns bei euch in der Natternhöhle!” Auf den Weg zu ihrem Treffpunkt jubelten die Kerle über ihren Sieg, bis Maxi bestimmte „Los, Leon gib uns die Trikots!” und Nerv „Ja, die die Hatschi genäht hat” ergänzte. Denn der Erwähnte stieg von seinen Fahrrad, ließ es in den Dreck fallen und setzte sich vor einen Baum. Als die Jungs ihm folgen wollten, bestimmte Vanessa „Halt, wartet!” und nahm den Navigationsautomaten mit um herauszufinden was ihren Freund bedrückt.