Beste Freunde - (Yugi/Joey)
Joey bemerkte zuerst, dass sich etwas verändert hatte. Es war nichts Großes – eher die kleinen Dinge. Wie Yugi ihm nach einem Duell länger zulächelte. Oder wie Joey sich immer neben ihn setzte, selbst wenn genug andere Plätze frei waren.
Joey merkte, dass er Yugi anders ansah als früher. Nicht nur als den besten Duellanten, sondern als jemanden, bei dem er sich ruhig fühlte. Wenn Yugi lächelte, schien selbst der stressigste Tag in Domino City ein bisschen leichter zu werden.
Yugi ging es ähnlich. Er bewunderte Joeys Mut und seine ehrliche Art. Joey sagte oft, was er dachte, und stand immer hinter seinen Freunden – auch dann, wenn es schwierig wurde. Gerade diese Loyalität bedeutete Yugi mehr, als er zuerst zugeben wollte.
Nach einem anstrengenden Turniertag saßen die beiden allein auf den Stufen vor der Arena, während die anderen schon gegangen waren. Sie redeten über Karten, über Schule und über alles Mögliche. Es war nichts Besonderes – und gleichzeitig fühlte es sich genau richtig an.
„Weißt du“, sagte Joey schließlich und kratzte sich verlegen am Hinterkopf, „egal, wie hart ein Duell ist… mit dir an meiner Seite fühlt sich alles machbar an.“
Yugi lächelte überrascht, aber warm. „Mir geht es genauso, Joey.“
Yugi stand auf und reichte Joey die Hand. „Egal, was kommt – wir stehen das zusammen durch. Nicht nur als Duellanten.“
Joey nahm seine Hand, fester als nötig. „Klingt gut“, sagte er.
Sie mussten nichts weiter sagen. Manchmal reicht es, zu wissen, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Joey stand nervös vor dem Café, in dem Yugi auf ihn wartete. Seine Hände zitterten leicht, etwas, das er sonst nur spürte, wenn er kurz davor war, in einem Duell alles aufs Spiel zu setzen.
„Hey, Joey“, sagte Yugi, als er hereinkam, mit seinem typischen ruhigen Lächeln, das immer irgendwie beruhigend wirkte.
„Hey, Yugi… ähm, danke, dass du gekommen bist“, stotterte Joey. Er wollte nicht, dass Yugi merkte, wie aufgeregt er war.
Yugi setzte sich gegenüber und sah Joey mit diesen tiefen, durchdringenden Augen an. „Worüber wolltest du sprechen?“
Joey holte tief Luft. „Also… ich weiß, dass wir schon lange Freunde sind… aber… irgendwie… habe ich das Gefühl, dass da mehr sein könnte. Für uns.“
Yugi lächelte sanft. „Ich… ich fühle dasselbe, Joey. Ich wollte es dir sagen, aber ich wusste nicht, wie.“
Joey konnte es kaum glauben. „Du… wirklich?“
„Ja“, sagte Yugi. „Ich möchte, dass wir es versuchen. Gemeinsam.“
Joey grinste breit, sprang fast auf und umarmte Yugi. „Dann lass uns das machen! Wir sind ein Team – nicht nur im Duell, sondern auch… na ja, in allem anderen.“
Yugi lachte leise und erwiderte die Umarmung. „Genau, Joey. Gemeinsam.“
Und während draußen die Sonne unterging, wussten beide, dass dies der Beginn von etwas Neuem war – das weit über jedes Duell hinausging.
Die Sonne stand tief über Domino City, als Yugi und Joey an einem ruhigen Platz im Park saßen. Sie hatten den ganzen Nachmittag damit verbracht, Karten zu spielen und zu lachen.
Joey schaute Yugi nervös an. „Also… äh… Yugi… ich…“
Yugi legte seine Hand leicht auf Joeys Schulter und sah ihn ernst, aber sanft an. „Ja, Joey?“
Joey schluckte. „Ich… ich meine… ich will… dass wir uns…“
„Uns was?“, wollte Yugi wissen.
Joey wurde rot. „Darf ich dich küssen, Yugi?“
Yugi lächelte und nickte. „Ja natürlich, Joey.“
Für einen Moment standen sie einfach da und sahen sich an. Dann beugte sich Joey ein wenig vor, und Yugi erwiderte die Bewegung. Sie teilten einen kurzen, sanften Kuss auf den Mund – ein kleiner, aber bedeutender Moment.
Joey grinste breit. „Also… wir sind jetzt ein Paar, oder?“
Yugi nickte und lächelte. „Ja genau, Joey.“
Und so saßen sie dort, Seite an Seite, Händchen haltend, und genossen das Gefühl, etwas Neues und Besonderes miteinander zu teilen.