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Wenn das Leben plötzlich Kopf steht…

von

Vorwort zu diesem Kapitel:
Einen wunderschönen guten Morgen ☺️☺️☺️

Und wieder sind zwei Wochen um.
Natürlich habe ich wieder ein Kap für euch mitgebracht…

Ich wünsche euch viel Spaß damit! Komplett anzeigen

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Gemeinsam statt allein!

Gemeinsam statt allein!

 

Erschrocken stolperte Inuyasha nach hinten und konnte es gerade so verhindern, dass er die Treppenstufen, die er soeben hochgegangen war, wieder herunterfiel. Auch die junge Frau in seinen Armen konnte er gerade so vor einem Sturz bewahren. „Was ist denn los, Kagome?“, wollte er verwirrt wissen, als er realisierte, dass es Kagome war, die soeben stürmisch aus der Wohnung seiner Eltern gelaufen war und sichtlich aufgewühlt wirkte. „Lass mich los“, forderte sie weinend. Doch er dachte nicht daran. „Nein. Du sagst mir jetzt erstmal, was passiert ist“, beharrte er auf eine Antwort. Immerhin sollte Kagome soeben auf Moroha aufpassen und nicht weinend die Wohnung verlassen. Seiner Meinung nach konnte sie bestimmt eine Lösung finden, egal was es war. „Ich will hier weg“, flehte sie ihn schluchzend an.

Kurz überlegte Inuyasha. Der Schneesturm war schlimmer geworden, er war froh, dass er überhaupt noch bei seinen Eltern angekommen war. Die ganze Stadt versank langsam im Schneechaos. Etwas, an das er sich noch nie erinnern konnte. „Ich weiß, wo wir hingehen können“, fiel ihm schließlich ein Ort ein. Er schnappte sich Kagomes Hand und führte sie die Treppen hinauf, an einen Ort, den er sonst nie mit jemandem betreten hatte.

 

„Wo sind wir hier?“, wollte Kagome verwirrt wissen, nachdem sie Inuyasha, ohne groß darüber nach zu denken gefolgt war. „An meinem Ruheort. Hierher habe ich mich immer zurückgezogen, wenn die Welt zu laut wurde und ich mal eine Auszeit brauchte“, gestand er ihr. Dabei setzte er sich auf den Boden vor dem großen runden Fenster und klopfte auf den Platz neben sich. „Komm setz dich und erzähl mir mal, was passiert ist.“ Nur zögerlich setzte sie sich neben den jungen Mann, nachdem sie einige Zeit durch das Fenster geschaut hatte und den Sturm beim Toben beobachtete. Auch in ihr herrschte ein unaufhaltsamer Sturm. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, murmelte Kagome mehr zu sich selbst. In der letzten Stunde war so viel geschehen. „Am besten von vorne. Ich habe gesehen, dass Sess Auto unten steht. Ich nehme an, er kümmert sich nun um Moroha?“, hörte sie seine Frage, die natürlich berechtigt war.

„Ja und nein. Deine ganze Familie ist heute lieber zuhause geblieben“, seufzte sie leise. Sie hätte sich so sehr gewünscht, dass alles wie besprochen abgelaufen wäre. „Und warum bist du dann da?“, kam es auch verwirrt über Inuyashas Lippen, immerhin hätte sie so den Tag über bei sich bleiben können und nicht in diesem furchtbaren Schneesturm zu ihrer Tochter kommen müssen. „Weil sie mit mir sprechen wollten“, seufzte Kagome. „Rin und Izayoi haben mich gestern zusammen mit meinem Bruder und Mutter in der Stadt getroffen.“ Kurz sog Inuyasha die Luft ein. „Das Treffen lief wohl nicht so optimal?“, wollte er daher wissen. „Nein. Ich war mega genervt von meinem Bruder. Und plötzlich standen die beiden vor mir. Ich war einfach total überrumpelt und brachte kein Wort heraus. Zu allem Überfluss kam natürlich auch noch in dem Moment meine Mutter. Nachdem ich meinte, dass es meine Arbeitgeber sind und ich auf das kleine Mädchen im Kinderwagen immer aufpasse, wollte sie natürlich hineinschauen.“ Etwas, was sie sich hätte sparen sollen, denn das hatte Kagomes Probleme erst richtig ins Rollen gebracht.

„Und was ist dann passiert?“, wollte er wissen, wenn auch mit einem verzogenen Gesichtsausdruck. Vermutlich ahnte er schon, dass es nicht gut ausgehen konnte, sah Moroha ihm doch kein bisschen ähnlich. „In meiner Panik habe ich natürlich gesagt, dass Rin ihre Mutter ist. Und genau das löste wohl einige Fragen bei deiner Mutter und Rin aus“, seufzte Kagome. Nur ungern erinnerte sie sich an die Situation von eben zurück. „Wieviel haben sie rausbekommen?“, wollte er wissen. In dieser Angelegenheit würde er ebenso ziemlichen Ärger bekommen. „Alles? Sie wollten natürlich wissen, wie alt ich wirklich war. Vor allem, weil ich gestern wesentlich anders und jünger gewirkt hatte.“ Bei dieser Aussage schluckte Inuyasha schwer. Langsam schien er zu verstehen, dass es eine blöde Idee war. „Wie haben sie reagiert?“, hakte er leicht zögernd nach. „Wie wohl? Sie haben geschimpft und schlussendlich gemeint, dass es strafbar sei und ich noch ein Kind wäre.“ Genau das hatte sie sehr getroffen. Sie war zwar jung, aber kein Kind mehr. „Autsch“, konnte er es sich nicht verkneifen.

„Verstehst du jetzt, warum ich nicht dortbleiben konnte?“, wollte Kagome wissen. Immerhin hatte sie eigentlich von diesem Ort verschwinden wollen. Jedoch saß sie nun mit Inuyasha hier und sprach über ihre Probleme. „Ja. Ich denke trotzdem, dass wir uns wohl oder übel dieser Sache stellen müssen. Moroha ist unsere Tochter, schon allein für sie sollten wir alles tun, damit es ihr gut geht.“ Dies war Kagome ebenso bewusst. Doch sie wusste wirklich nicht, wie sie der Familie des Vaters ihrer Tochter nochmal begegnen sollte. „Sie hassen mich doch sowieso schon. Ich bin der Fehler, den du niemals hättest machen dürfen“, versuchte sie sich zu erklären. „Hör mal zu. Du bist alles. Nur kein Fehler. Ja wir haben nicht aufgepasst und ja ich hätte nach deinem Alter fragen können. Habe ich aber nicht. Ich habe mit dir geschlafen, weil ich es wollte und du auch. Ich bereue nichts an dieser Nacht und habe daran nur schöne Erinnerungen. Genau das werde ich meinen Eltern auch sagen“, machte er ihr Mut.

Damit gab er ihr die nötige Kraft, sich noch einer Auseinandersetzung entgegenzusetzen. „Du bleibst also an meiner Seite?“, wollte sie trotzdem noch einmal überprüfen, als sie Inuyasha die Hand hinstreckte und sich von ihm aufziehen ließ. „Natürlich, immer. Wenn es sein muss, stelle ich mich auch gegen meine Eltern“, versprach er ihr mit einem Lächeln. Ob er sein Wort halten würde, würde Kagome in wenigen Minuten sehen, doch erstmal freute sie sich über seine Worte.

 

„Na komm.“ Trat Inuyasha einen Schritt zur Seite, um Kagome wieder in die Wohnung seiner Eltern zu lassen. Nachdem sie aus der Wohnungstür gestürmt war, war diese nicht abgeschlossen worden. Man hatte also damit gerechnet, dass sie nochmal wiederkommen würde. Aus dem Wohnzimmer hörte Inuyasha auch ein Stimmenwirrwarr. Scheinbar wurde hitzig über die Situation diskutiert. „Könnt ihr das mal vor Moroha lassen“, betrat er entschlossen den Raum und nahm Rin seine Tochter ab, um zu verdeutlichen, dass ihm die Situation nicht gefiel. „Du kommst mir gerade recht“, kam auch sofort seine Mutter auf ihn zu. „Ich habe grad was gesagt“, forderte er seine Mutter auf leiser und vor allem gezügelter zu sein. „Wie konntest du so blöd sein? Ist dir eigentlich klar, dass du ein Kind missbraucht hast? Wenn ich richtig gerechnet habe, muss Kagome noch vierzehn gewesen sein. Sie war noch ein Kind“, machte sie nach wie vor aufgebracht weiter, aber deutlich gemäßigter. „Sie war fünfzehn. Und nein, ein Kind ist sie schon lange nicht mehr“, widersprach Inuyasha ihr sogleich.

„Ob nun vierzehn oder fünfzehn… das spielt keine Rolle, Inuyasha. Du hast dich strafbar gemacht“, mischte sich auch Rin ein. „Könnt ihr mal aufhören damit? Ja, Kagome und ich hatten eine einzige Nacht zusammen. Sie war nicht geplant und ja verdammt, ich habe nicht gefragt, wie alt sie eigentlich ist. In dem Moment habe ich nur sie gesehen. Eine wunderschöne junge Frau. An Konsequenzen oder ähnliches haben weder Kagome, noch ich gedacht“, verdeutlichte Inuyasha seine Sicht der Dinge. Vielleicht hätte er seine Familie nicht anlügen sollen. Doch er hatte Angst. Angst vor genau dieser Reaktion. „Na fabelhaft. Wir kommen dich im Gefängnis besuchen“, kam es fast schon entsetzt von seiner Mutter. „Nein. Ich habe bis jetzt keinen Ton gesagt. Und ich werde es auch weiterhin nicht tun. Inuyasha ist ein wirklich toller Vater und ich würde ihn niemals in so eine Situation bringen. Unsere Nacht ist beinahe ein Jahr her. Meint ihr nicht, dass ich, wenn ich es gewollt hätte, ihn schon längst in den Knast gebracht hätte?“, mischte sich nun auch Kagome in die Diskussion ein.

„Und wenn es wer rausbekommt? Deine Mutter zum Bespiel?“, wollte Rin wissen. „Dann werde ich ihr genau das sagen. Ja, ich war jung. Habe nicht gewusst, was passieren könnte, oder es besser verdrängt. Ich war verliebt und mein Idol hat mich so nah an sich herangelassen. Meine Mutter wäre bestimmt sehr wütend. Aber sie würde auch nicht so handeln, nicht wenn ich dies nicht wollen würde“, stellte Kagome klar. Inuyashas Herz schlug bei ihren Worten schneller. Sie war in ihn verliebt gewesen. Ob es immer noch der Fall war? Seine eigenen Gefühle für Kagome hatte er nie richtig reflektieren können. Nun zu hören, dass sie ihn geliebt hatte oder immer noch tat, löste in ihm eine Welle aus. „Ihr könnt sauer auf mich sein. Vielleicht auch etwas auf Kagome. Aber es tut nichts zur Sache, Mama. Die Nacht ist passiert und Kagome und ich stehen dazu. Ihr müsst nicht immer alles toll finden, was ich mache. Aber ich bin dein Kind und Kinder machen nun mal Fehler. Wichtig ist doch nur wie man damit umgeht“, appellierte Inuyasha an seine Mutter.

Schließlich war niemand perfekt. „Kagome und ich versuchen gerade einen gemeinsamen Weg für uns, aber besonders für unsere Tochter zu finden. Ob ihr uns dabei unterstützt oder nicht, hängt ganz von euch ab.“ Kurz sah Inuyasha rüber zu Kagome. Mit ihr hatte alles begonnen und sie würde immer ein wichtiger Teil in seinem Leben sein, ob seine Familie das hinnahm oder nicht, war ihm herzlichst egal. „Natürlich helfen wir dir und auch Kagome. Hier geht es auch um meine Enkeltochter. Aber dennoch bin ich unendlich enttäuscht, dass ihr uns angelogen habt.“ Diese Enttäuschung konnte Inuyasha verstehen. Es würde bestimmt noch einige Zeit dauern, bis sie es akzeptieren konnten. Dennoch war er froh, dass die Wahrheit herausgekommen war. Er musste nicht mehr aufpassen, keine Fehler mehr vertuschen und genau das würde sein Leben etwas leichter machen. Vor allem, wenn sie nun wirklich alle an einem Strang zogen und gemeinsam versuchten, das Beste für Moroha zu geben.

 

 


Nachwort zu diesem Kapitel:
Und das wars auch schon wieder für diese Woche!

Wie immer hoffe ich das es euch gefallen hat!

Wie es weitergeht seht ihr natürlich wieder in zwei Wochen…

Bis dahin habt schöne zwei Wochen und bis dann! Komplett anzeigen

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