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Zwangsehe

von

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Kapitel 220 (R-18)

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Braydan spürte die Intensität in der Luft, die unerbittliche Spannung, die von Darius ausging. Er konnte die Verzweiflung in Darius’ Augen spüren, als dieser seine letzten Kräfte mobilisierte, um sich zu befreien. Doch Braydan merkte auch, dass er sich diesem Widerstand nicht einfach entziehen konnte.
 

Die Bewegung, die Darius machte, verlangsamte Braydans Schritte. Etwas in Darius’ Haltung ließ ihn innehalten, als er die Entschlossenheit und den Funken Hoffnung sah, der trotz der Qual in seinen Augen flackerte.
 

Mit einem leisen Knacken der Fesseln, das fast wie ein Vorbote des nahenden Endes klang, und einem Zucken in Darius’ Arm, griff Braydan endgültig ein. Er trat näher, seine Schritte hallten bedrohlich in der Stille des Raumes.
 

„Du willst dich also wirklich befreien, hm?“ sagte er mit einem spöttischen Lächeln, das nicht das geringste Verständnis für die Not der beiden zeigte. Seine Stimme war schneidend, rau und voller Hohn, als ob er das Verlangen in Darius’ Augen wie einen schlechten Witz betrachtete. Doch als er Darius’ Blick erneut traf, merkte er, dass dieser sich nicht so leicht unterkriegen ließ.
 

Ein Moment der stillen Konfrontation, in dem die Luft zwischen ihnen vibriert war.
 

In Darius’ Augen flackerte ein Funken Widerstand, ein Moment der Hoffnung, der Braydan nicht entging. Der Funke war winzig, fast unsichtbar, aber er war da – und es war genau das, was Braydan in diesem Moment herausforderte. Etwas in ihm regte sich, ein Gefühl von Zorn und Entschlossenheit, dass er nicht einfach ignorieren konnte.
 

Braydan holte tief Luft, seine Hand ballte sich zur Faust, als er die Herausforderung in Darius' Blick bemerkte. Ein finsteres Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus, während er sich langsam zu Darius beugte, die Drohung in seiner Haltung greifbar.
 

Dann, ohne Vorwarnung, zog er seine Hand zurück und holte aus – ein brutaler, gezielter Schlag, der auf Darius' Gesicht zielte.
 

Der Schlag traf Darius mit einem dumpfen Geräusch, als sein Kopf gegen das Kopfteil des Bettes schlug. Der Schmerz durchzog seinen gesamten Körper wie ein Blitz, alles um ihn herum verschwamm für einen Moment. Die plötzliche Bewegung ließ seine Sinne schwanken, doch er zwang sich, den Blick auf Braydan zu richten.
 

Der Alpha stand über ihm, sein Blick so kalt und voller Verachtung, dass es Darius fast den Atem nahm. Jeder Muskel in seinem Körper schrie vor Schmerz, doch die Wut in ihm ließ ihn nicht zusammenbrechen. Sie ließ ihn weiterkämpfen, weiter hoffen, auch wenn er wusste, dass er nicht viel mehr tun konnte als das.
 

„Du hast gedacht, du könntest mich aufhalten, Darius?“ Braydan knurrte, während er sich langsam erhob, seine Bewegungen überlegt und bedrohlich. Der Alpha, immer noch genauso stark und dominant wie zuvor, widmete sich Aiden zu, der sich zitternd aufrichtete, um sich gegen ihn zu stellen.
 

Doch Braydan wusste, dass er Darius mit Aiden ruhigstellen konnte. Der junge Omega, schwächer, verletzlicher – er war das perfekte Ziel. Aiden versuchte, sich zu wehren, doch Braydan war schneller. Mit einer einzigen, schnellen Bewegung packte er Aiden am Hals, zog ihn zu sich und drückte seine Hand mit solcher Gewalt gegen dessen Kehlkopf, dass Aiden nicht einmal einen Atemzug lang aufkeuchen konnte.
 

Die Panik in den Augen des jungen Omegas war unübersehbar, und Braydan genoss es, die Kontrolle zu haben. Es war ein machtvolles Gefühl, das ihn ergriff, als Aiden hilflos gegen seinen Griff kämpfte.
 

„Ihr denkt wirklich, ich würde mich von zwei geschwächten Omegas aufhalten lassen?“ Braydan stieß Aiden gegen die Wand, der mit einem schmerzhaften Aufschrei gegen das harte Holz krachte. Das Geräusch des Aufpralls hallte in Darius’ Ohren nach, und die Zerrissenheit in seiner Brust wurde unerträglich.
 

„Aiden!“, schrie er, als er die Situation mit wachsender Angst überblickte, doch der Schrei wurde von der Wucht der Realität verschlungen. Es war der gleiche Schmerz, der in seiner Brust brannte – die Hilflosigkeit, das Gefühl der Ohnmacht, während er zusah, wie Braydan Aiden weiter quälte.
 

„Du bist nichts. Ihr seid nichts“, sagte Braydan mit einer Stimme, die von Überheblichkeit und unvorstellbarem Hass durchzogen war. „Und wenn ihr denkt, ihr könnt mich besiegen, dann habt ihr euch geirrt.“
 

Die Worte schnitten wie Messer durch Darius’ Seele. Aber es war nicht nur der Schmerz, den er spürte – es war die nackte Angst, die ihn lähmte, als er sah, wie Braydan weiter Aiden misshandelte. Der Schmerz, der sich in seiner Brust festsetzte, war mehr als körperlich – es war die Erkenntnis, dass sie wirklich in Braydans Gewalt waren, dass ihr Kampf gegen ihn vergeblich war. Der Gedanke, dass er nichts tun konnte, um Aiden zu helfen, schnürte ihm die Kehle zu.
 

Die Zerrissenheit in Darius’ Brust war unerträglich. Er konnte nicht einfach zusehen, aber er wusste, dass er ohne seine Freiheit keine Chance hatte. Der Zorn in ihm wuchs – es war ein schmerzhafter Zorn, der tief aus der Verzweiflung kam. Doch er konnte nicht einmal richtig reagieren, während er selbst immer noch im Würgegriff der Fesseln und der Ohnmacht war.
 

Der Schmerz in seinen Handgelenken brannte, als er weiter an den Seilen zog.
 

„Du wirst uns nicht brechen“, sagte Aiden keuchend, obwohl er spürte, wie die Kraft aus ihm wich, während er versuchte, sich von Braydans Griff zu befreien. Doch es war zu spät. Der Alpha hatte das Übergewicht, und ohne jegliche Möglichkeit zur Flucht war Darius gezwungen zuzusehen, wie Braydan weiterhin auf Aiden losging.
 

Der Alpha war ein unaufhaltsamer Sturm, und sie waren nur schwache Flügel in seinem Wind.
 

„Oh, aber ich habe schon gewonnen“, sagte Braydan mit einem grimmigen Lächeln. „Es ist zu spät für euch. Viel zu spät.“ Die Worte hingen wie eine düstere Vorhersage in der Luft, und Darius konnte nichts tun, um sie zu entkräften.
 

Darius’ Wut explodierte wie ein wilder Sturm. „Lass ihn los!“, brüllte er, als er sich mit allem, was er noch in sich hatte, gegen die Fesseln warf. Doch selbst mit all seiner Energie gab es keinen Ausweg. Braydan war zu stark, zu unerbittlich.
 

Es war klar: Darius und Aiden waren hier nicht die Jäger, sondern die Beute. Und in diesem Moment wusste Darius, dass sie sich einen noch viel größeren Kampf bevorstanden. Doch er würde nicht aufgeben. Nicht so leicht. Er wusste, dass er nicht aufgeben durfte, selbst wenn es noch so aussichtslos schien.
 

Auch wurde ihm klar, dass der Befreiungsversuch in die Hose ging, als der Schmerz in seinen Gliedmaßen und die schier endlose Erschöpfung ihn endgültig übermannten. In diesem Moment konnte er nichts mehr tun.
 

Er hatte alles gegeben, doch der Kampf gegen die Fesseln, gegen Braydan, war verloren.
 

Die Hoffnung, die noch kurz zuvor in ihm geflackert hatte, erlosch wie eine Flamme im Wind, und Darius verstand nun, dass er und Aiden völlig in der Hand ihres Peinigers waren…



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